DICTUM

Ac

  • Acertar/ajustar contas com alguém.
  • Acertar/dar em cheio.
  • Acertar/dar no vinte.
  • Acertaste na mosca.
  • Acertó a mear el buey en la calabaza.
  • Acertóla Pedro a la cojugada, que el rabo lleva tuerto.
  • Acesei et Heliconis opera.
  • Acessus et recessus.
    de] Ebbe und Flut.
  • Aceta mi alma la que te dan, sin deberte nada.
  • Aceto acrius.
  • Acetum dentibus.
    de] (Wie) Essig für die Zähne.
  • Acetum habet in pectore.
    de] Er hat Essig im Leibe.
    Quintus Horatius Flaccus
    es] Tiene vinagre en el pecho.
  • Ach aus dem Glück entwickelt oft sich Schmerz.
    Johann Wolfgang von Goethe, Natürliche Tochter A II Sz 3 / Hofmeisterin Vs 9176
  • BALDRIAN
  • Ach Baldrian und Dost, dos hon ech net gewosst.
    info] Mit diesen Kräutern und Hexenkraut (Circaea) suchte man früher die Kühe gegen Hexerei zu schützen, indem man sie denselben, wenn sie gekalbt hatten, eingab, oder auch überhaupt damit räucherte, sie in den Stallecken u.s.w. aufsteckte, weil die Hexen davor zurückschrecken sollten. Von einer derselben rühren auch die obigen Worte her, die sie ausrief, als sie zu einem Stalle hineinguckte und die Kräuter gewahr wurde. (Vgl. darüber Mühlhausen, Urreligion, Kassel 1860, S. 24 fg.)
  • Ach bleef de mensch voor eeuwig hier, soo waer hij doch een arem dier.
  • Ach da ist meine Wäscheleine, sagte die Frau, als sie ihren Mann erhängt im Stall fand.
  • Ach da wächst, unter anderen schönen Kräutlein, das Stäudlein Mitleiden. Ihr habt es keimen gesehen, und nun trägt es die schönsten Blüten der Liebe, sie stehn in vollem Flor.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Götz 1. Fassung A I, Jaxthausen
    Marie
  • Ach dass ich Mensch bin, - ein Murmeltier, auf den Alpen passiver Begriffe.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Per exemplum
  • Ach Die Erscheinung war so riesengroß, dass ich mich recht als Zwerg empfinden sollte.
    Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Studierzimmer
  • Ach Die Gattin ist's, die teure
    Schiller, Lied von der Glocke
  • Ach Die Rosen welken all'
    Wilhelm Hauff (1802-1827), Reiters Morgengesang
  • Ach du arm Dünnbêr, wo gährst du aver dîn Macht.
    Ostfriesland
  • Ach du dickes Ei!
  • Ach du großer Gott, was lässt du für kleine Kartoffeln wachsen!
  • Ach du grüne Neune!
    info] Ausruf der Verwunderung
  • Ach du grüne Neune
    i] Ausruf der Verwunderung
  • Ach du heilig's Blechle.
  • Ach du heiliger Bimbam!/Strohsack!
  • Ach du liebe Güte/Zeit!
  • AUGUSTIN
  • Ach du lieber Augustin, Schapköt'l sind kein' Rosien'n. (Pommern.)
    info] Da der Name Augustin in Pommern nicht vorkommt, wird er für gleich mit August gehalten.
  • Ach du lieber Gott!
  • Ach du liebes bisschen!/Lieschen!
  • Ach du meine feldgraue Schnauze
  • Ach du meine Fresse!/Güte!
  • Ach du mien leiwer Gott, möt ik all wedder fort up de Schossee, dor lich väl Schnee. Heff ik kein Fedderbedd, schlap ik up Stroh, dor piekt mi 'ne Floh an den Popo.
  • Ach du Schande!
  • Ach es ist so groß, so unendlich das Reich der Liebe, und doch umschließt es das menschliche Herz.
    Bettina von Arnim (1785-1859), Goethes Briefwechsel mit einem Kinde
  • Ach Gott die Kunst ist lang
    Und kurz ist unser Leben.
    Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Nacht / Wagner Vs 558
  • Ach Gott vom Himmel, hätt' ich Tscheschen und Gimmel, hätt' ich Hünern und Dahse, hätt' ich Fröschen und Lahse, hätt' ich Groß-Panken und Klein-Panken, wollt' ich Gott vom Himmel danken.
    info] Acht unweit Winzig im Kreise Wohlau gelegene Dörfer
  • Ach Gott wie manchen Gedanken habe ich gehabt, von dem ich überzeugt sein konnte, daß er den besten unter den Menschen gefallen würde, wenn sie ihn läsen, und den ich nicht anzubringen wußte, auch anzubringen nicht sonderlich begierig war, und dafür mußte ich mich von manchem seichten Literator und Kompilator oder irgend einem bloß empirischen Waghals oder einem Epigramme schreibenden Konfusionär über die Achsel ansehen lassen, und doch auch gestehen, daß, nach meinem Verhalten, die Leute so gar unrecht nicht hätten, denn wie konnten sie wissen, was meine Indolenz selbst vor meinem Schmierbuch verheimlichte. Wenn mir Deluc schrieb, ich schriebe ihm nie einen Brief, aus dem er nicht etwas lernte, so setzte mich dieses über alle Urteile der Welt weg, aber wieder nur bei mir selbst.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1789 - 1793
  • Ach Gott! die Kunst ist lang,
    Und kurz ist unser Leben.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Nacht
    Wagner Vs 558
    la] Ars longa, vita brevis! Hippokrates
  • Ach Gott! Was kreuzen sich nicht alles für Gedanken durch den Menschen durch! Wie oft verändert der scharfsinnigste seine Meinung von dem Nebenmenschen!
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Ach Gott! wie doch mein erster war,
    Find' ich nicht leicht auf dieser Welt den anderen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I. Der nachbarin Haus
  • Ach Gott, ach Gott, seggt Leidig's Lott, all Jahr e Kind on kein Mann!
    Insterburg
  • Ach Gott, ach Gott, wat büst vör'n Gott, nimmst mi de Koh un lettst mi dat Wief.
  • Ach Gott, ach Not, kein Geld, kein Brot, kein Kleid, kein Schuh, viel Läus', kein Ruh'.
  • Ach Gott, den Weg möten wi all, säd' de oll Frû, dôr füert de Schinner mit de Koh ût'n Stall.
    "Einer Frau war die Kuh gestorben. Als dieselbe vom Schinder nach der Schindergrub gefährtet ward, sagt sie: was ist da zu tun, wir müssen alle diesen Weg."
  • Ach Gott, der du die Lilien auf dem Felde kleidest, sagte der Pastor, kleide doch auch meine Frau und Tochter!
  • Ach Gott, Herr Wenk, helpe se doch, helpe se doch.
    Germau, Regierungsbezirk Königsberg, Kreis Fischhausen
  • Ach Gott, lass dich erbarmen, die Reichen fressen die Armen, der Teufel frisst die Reiche, so werden sie gefressen zugleiche.
  • Ach Gott, meine arme Dreizehn, sagte der Töpfer und fiel mit zwölf Töpfen vom Boden.
  • Ach Gott, säd Lott, soeben Stuten backt un acht schüllig!
  • Ach Gott, secht Lott, fief Kinner un keinen Pisspott.
  • Ach Gott, wât is de Welt grôt, säd' de Jung, un sêt achter'n Kohlkopp.
    Holstein
  • Ach Gott, wie geht es immer zu, an arme wischt man stets die schuh.
  • Ach gott, wie gerne ich wissen wolt, wem ich auf erden vertrauen solt. Wenn einer zu mir spricht: Gott grüße dich! so spricht das Herz: hüte dich!
  • Ach Gott, wie weh tut Scheiden!
    Hat mir mein Herz verwundt.
    Clemens Brentano (1778-1842)/Achim von Arnim (1781-1831), Des Knaben Wunderhorn, Der traurige Garten
  • Ach halt an Treu und Ehren,
    Mein allerhöchster Schatz,
    Und lass dich nit abkehren
    Des schnöden Klaffers Schwatz,
    Gib ihren falschen Zungen
    In deinem Herz kein Platz.
    Hans Sachs (1494-1576), Ein schönes Buhllied einer ehrlichen Frau
  • Ach hätte dich doch deine Mutter aufgegessen und die Hühnchen übriggelassen, die würden wenigstens noch gackern.
  • Ach Herr, laß dein lieb' Engelein.
    Am letzten End' die Seele mein.
    In Abrahams Schoß tragen.
    3. Strophe von Martin Schallings (1532-1608) KirchenliedHerzlich lieb hab' ich dich, o Herr', die J.S. Bach an den Schluß seiner Johannespassion gesetzt hat
  • Ach herrje / herrjemine.
  • BEDENKEN
  • Ach ich habe viel zu bedenken, sagte der Schultheiss, da er im Bade sass und nit wusst, ob er gezwagt hatt'. - Fischart.
  • Ach ich wünschte - hat nie ein Haus gebaut.
    Libanon
  • Ach ihr vernünftigen Leute! Leidenschaft! Trunkenheit! Wahnsinn! Ihr steht so gelassen, so ohne Teilnehmung da, ihr sittlichen Menschen! Scheltet den Trinker, verabscheut den Unsinnigen, geht vorbei wie der Priester und dankt Gott wie der Pharisäer, dass er euch nicht gemacht hat wie einen von diesen. Ich bin mehr als einmal trunken gewesen, meine Leidenschaften waren nie weit vom Wahnsinn, und beides reut mich nicht: denn ich habe in meinem Maße begreifen lernen, wie man alle außerordentlichen Menschen, die etwas Großes, etwas Unmöglichscheinendes wirkten, von jeher für Trunkene und Wahnsinnige ausschreien musste.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Werther 1. Buch, 12. August
  • AMTMANN
  • Ach ja, Herr Amtmann, ja.
    info] Ist als Schlusswort einer Gellert'schen Fabel sprichwörtlich geworden, in der es auch seine Erklärung findet.
  • Ach ja, solange es Tag ist, werden wir schon den Kopf oben behalten, es ist nicht möglich, zu weichen, solange man schafft, aber die Nacht, die große Nacht wird kommen, wo alle Arbeit aufhören muss.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Soret, 14.2.1830
  • Ach könnte man doch Verstand kaufen, und sei er noch so teuer.
  • Ach lasst uns heut nicht klug sein.
    ndt] Last vns heint nicht klug sein.
    la] Qui addit scientiam, addit dolorem.
  • Ach Luft, Luft Clavigo
    Johann Wolfgang von Goethe, Clavigo A IV, Guilberts Wohnung / Marie
  • Ach mach' dir nicht ins Hemd.
  • Ach nun wird mir immer bänger
    Welche Miene welche Blicke
    Johann Wolfgang von Goethe, Der Zauberlehrling
  • Ach Sie neiget das Haupt, die holde Knospe. Wer gießet.
    eilig erquickendes Naß neben die Wurzeln ihr hin,
    daß sie froh sich entfalte, die schönen Stunden der Blüte.
    nicht zu frühe vergehn, endlich auch reife die Frucht?
    Aber auch mir, mir sinket das Haupt von Sorgen und Mühe.
    Liebes Mädchen Ein Glas schäumendes Weines herbei.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Ach Sie war nicht liebenswürdig, sie liebte, und das ist das größte Unglück, das einem Weibe begegnen kann.
    Johann Wolfgang von Goethe, Lehrjahre V11,7
  • Ach so gewiss ist's, dass unser Herz allein sein Glück macht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Werther 1. Buch, 10. August
  • ACH
  • Ach steigt aufs schönste Dach.
  • Ach Sünder, wend dich um und lerne Gott erkennen;
    Ich weiß, du wirst ihn bald den lieben Vater nennen.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann (1675)
  • Ach tröstet euch, unser Herrgott hat's g'tan; es ist doch no nit der Verlust von er Chuo.
  • Ach und es nimmt die Gefahr [...] dem Menschen alle Besinnung.
    Johann Wolfgang von Goethe, Hermann und Dorothea 1. Gesang Vs 121
  • ACH
  • Ach und Weh über einen schreien (ausrufen).
    Frz.: Il fit de grands hélas. - Crier haro sur quelqu'un. Zeter über jemand schreien, jemand festnehmen, indem man haro dabei schreit. (Lendroy, 1603.)
  • ACH
  • Ach und weh, gibt es aber Mäus' im Bodensee? - Eiselein, 85.
  • Ach und Weh.
  • ACH
  • Ach und Wehe ist das tägliche Brot in der Ehe.
  • Ach wär' i Landvogt, wie wett i d' Bure strofe; wie wett i d' Lüt zwinge, dass s'mer müesstid Geld is Hûs bringe; wie wett i d' Lüt bocke ond ene 's Geld onder de Negle vöra drocke.
    info] Auch dieser, auf Bedrückung hinausgehende Wunsch hat seine Entstehung in dem alten Landvogtei-Wesen der Schweiz
  • Ach wären unsre Professoren doch in Croatien geboren So hätten sie von Rom sich nicht so weit entfernt, und wüssten was man in Sekunda lernt.
    August Wilhelm Schlegel, Die gelehrte Bildung der Croaten
  • Ach Warum, ihr Götter, ist unendlich.
    Alles, alles, endlich unser Glück nur
    Sternenglanz und Mondes Überschimmer,
    Schattentiefe, Wassersturz und Rauschen.
    Sind unendlich, endlich unser Glück nur.
    Johann Wolfgang von Goethe, Pandora / Epimeleia Vs 498f.
  • Ach was wollten wir anfangen, sagte das Mädchen, wenn der liebe Gott nicht wäre.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1796 - 1799
  • Ach was!
    fr] Allons donc!
  • Ach wat sall dat lang' Toben, sä' de Frû, har är Mann är väör rûtsloan, hâr s' hinn' wedd'rrinngoan.
    info] Was soll das lange Warten, Zögern, Grollen, Sträuben, sagte die Frau, hatte der Mann sie vorn herausgeschlagen, ist sie hinten wieder hineingegangen
  • Ach watt, dat sünd Fîsemetenten.
    Mecklenburg
    info] Ausflüchte, listige Streiche, Chicanen.
  • Ach welch ein Unterschied ist es, ob man sich oder die andern beurteilt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre II,10
  • Ach Wenn ich nicht so vernünftig wär'.
    Ich täte mir was zuleide
    Heine, Der arme Peter
  • Ach wenn in unsrer engen Zelle.
    Die Lampe freundlich wieder brennt,
    Dann wirds in unserm Busen helle,
    Im Herzen, das sich selber kennt.
    Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Studierzimmer / Faust Vs 1194
  • Ach wer daheimen wer.
  • Ach wie bald, ach wie bald, schwinden Schönheit und Gestalt.
    Wilhelm Hauff (1802-1827), Reiters Morgengesang
  • Ach wie glücklich sind die Toten
    Friedrich Schiller, Das Siegesfest
  • Ach wie ist das ein schwere pein, dienen ohn verdienst, arbeiten ohn Lohn, lieben ohn widerlieb.
  • Ach wie oft sah ich große Kunst und gut Ding im Schlaf, desgleichen mir wachend nit fürkommt.
    Albrecht Dürer (1471-1528), Schriftlicher Nachlaß
  • Ach wie schnelle läuft die Uhr, gibst du einen Kuss mir nur.
    Adelbert von Chamisso (1781-1838), Küssen will ich, ich will küssen
  • Ach wie schön, dass du geboren bist Gratuliere uns, dass wir dich haben, dass wir deines Herzens gute Gaben oft genießen dürfen ohne List.
    Joachim Ringelnatz (1883-1934), Geburtstagsgruß
  • Ach wie trüb ist meinem Sinn,
    Wenn ich in der Fremde bin.
    Maximilian von Schenkendorf (1783-1817), Muttersprache
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