DICTUM

Ac

  • Ach, Weltgeschichte, wundersames Buch!
    Aus dem ein jeder etwas andres liest:
    Der eine Heil, der andere Verdammnis,
    Der eine Leben und der andere Tod.
    Sándor Petöfi (1823-1849), Der Apostel
  • Ach, wenn du nur noch Hörner hättest!
    Kroaten
  • Ach, wenn es doch immer so blieb'!
    August von Kotzebue (1761-1819), Gedichte, Gesellschaftslied (gedr. 1802), Trost beim Scheiden; Melodie von Friedrich Heinrich Himmel (1765-1814) (1803)
  • Ach, wenn Götter uns betören,
    Können Menschen widerstehn?
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Claudine von Villa Bella A I Sz 1
    Pedro Vs 370
  • Ach, wenn ich doch meinen Kopf einem andern hinterlassen könnte.
    Jean-Baptiste de Mirabaud (1675-1760), Auf dem Sterbebett
  • Ach, wenn ich nur schon geprügelt wäre, sagte der Junge, als er eine Flasche mit Bier zerschlagen hatte.
  • Ach, wenn ick doch man schêten (Manschêden) harr.
    Pommern
    info] Eigentlich, wenn ich doch nur geschissen hätte, soll aber, einen aufallend über seine Mittel Geputzten verspottend, heißen: wenn ich doch Manschetten hätte.
  • Ach, wenn in uns'rer engen Zelle
    Die Lampe freundlich wieder brennt,
    Dann wird's in unserm Busen helle,
    Im Herzen, das sich selber kennt.
    Vernunft fängt wieder an zu sprechen
    Und Hoffnung wieder an zu blühn;
    Man sehnt sich nach des Lebens Bächen,
    Ach! nach des Lebens Quelle hin.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Studierzimmer
  • Ach, wenn man doch ein richtiger Schriftsteller wäre; es wird alles nicht so, wie man möchte. Solange man schreibt, geht es noch, aber wenn man es dann gedruckt vor sich hat, möchte man gar nicht mehr hinsehen.
    Nadeschda Konstantinowna Krupskaja (1869-1939), an A. I. Uljanowa Jelisarowa, 11. 2. 1914
  • Ach, wenn man so lange gelebt wie ich und über ein halbes Jahrhundert mit so klarem Bewusstsein zurückschaut, so wird einem das Zeug alles, was geschrieben wird, recht ekelhaft.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), F. v. Müller, 28.3.1830
  • Ach, wenn sie nur Herzen hätten.
    Heinrich Heine (1797-1856), Prolog aus der Harzreise
  • Ach, wenn wir schon Fabeln und Wundergeschichten nötig haben, so sollen sie wenigstens ein Symbol der Wahrheit sein!
    Voltaire (1694-1778), Der ehrliche Hurone
  • BROT
  • Ach, wenn's Brot wäre, sagte jener Hungrige, als er eine Perle fand. - Pers. Rosenthal, 144.
  • Ach, wer bringt die schönen Tage,
    jene Tage der ersten Liebe,
    ach, wer bringt nur eine Stunde.
    jener holden Zeit zurück
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Ach, wer heilet die Schmerzen
    Des, dem Balsam zu Gift ward?
    Der sich Menschenhaß
    Aus der Fülle der Liebe trank?
    Erst verachtet, nun ein Verächter,
    Zehrt er heimlich auf
    Seinen eignen Wert
    In ungnügender Selbstsucht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Harzreise im Winter
  • Ach, wer ich daheym.
    la] Utinam domi sim.
  • Ach, wer ruft nicht so gern Unwiederbringliches an!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Euphrosyne
  • Ach, wie bald, ach, wie bald
    Schwindet Schönheit und Gestalt.
    Wilhelm Hauff (1802-1827), Reiters Morgengesang
  • Ach, wie freut es mich, mein Liebchen,
    Dass du so natürlich bist;
    Unsre Mädchen, unsre Bübchen
    Spielen künftig auf dem Mist!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Musen und Grazien in der Mark
  • Ach, wie glücklich sind die Toten!
    Friedrich Schiller (1759-1805), Das Siegesfest
  • Ach, wie gut ist es doch, unter lesenden Menschen zu sein. Warum sind sie nicht immer so? Du kannst hingehen zu einem und ihn leise anrühren: Er fühlt nichts.
    Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
  • Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!
    geflügeltes Wort
  • Ach, wie ist das eine schwere Pein, sich plagen und ohne Verdienst zu sein.
  • Ach, wie ist der Mensch zerbrechlich,
    Ach wie flüchtig unaussprechlich
    Eilt die Zeit und nimmt ihn mit!
    Friedrich Rückert (1788-1866), Jugendlieder VI
  • Ach, wie ist Natur so schwer!
    Friedrich von Flotow (1812-1883), Martha, I, 3 (Tristan)
  • Ach, wie ist's möglich dann,
    dass ich dich lassen kann!
    Friedrich Wilhelm Kücken (1810-1882), Thüringisches Volkslied, vertont von M. Ernemann, 1825
  • Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig
    ist des Menschen Ehre!
    Über den, dem man hat müssen
    heut' die Hände höflich küssen,
    geht man morgen gar mit Füßen.
    Michael Franck (1609-1667), Von der Eitelkeit
  • Ach, wie schlecht steht es um den menschlichen Geist, wenn er jäh in die Tiefe geworfen ist. Und wie zwangsläufig eilt er dann aus dem Licht in die Finsternis.
    Notker III. Labeo (950-1022), Kommentierte Boethius-Übersetzung
  • Ach, wie schön war die Wirtsfru, sagte der Knecht; ach wie hässlich ist die Rechnung, sagte der Herr.
  • Ach, wie sehr verlange ich nach Gesundheit! Man habe nur erst etwas vor, das etwas länger dauern soll als man selber - dann dankt man für jede gute Nacht, für jeden warmen Sonnenstrahl, ja für jede geregelte Verdauung!
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Brief an Erwin Rohde, Lugano, 29. 3. 1871
  • Ach, wie sie Freiheit schreien und Gleichheit, ich hör's, ich will folgen,
    Und weil die Trepp mir zu lange währet, so spring ich vom Dach.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Xenien
  • Ach, wie so trügerisch sind Weiberherzen!
    Giuseppe Verdi (1813-1901), Rigoletto
  • Ach, wie trüb' ist mein Sinn,
    wenn ich in der Fremde bin!
    Maximilian von Schenkendorf (1783-1817), Muttersprache
  • Ach, wie übel ihnen das Wort 'Tugend' aus dem Munde läuft! Und wenn sie sagen: 'ich bin gerecht', so klingt es immer wie: 'Ich bin gerächt!'
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Zarathustra, II, Von den Tugendhaften
  • Ach, wir sind zu sehr befangen in der eignen Schlechtigkeit, dass wir immer noch verlangen immer nach der bessern Zeit.
    August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), An die Gegenwartvergötterer
  • Ach, wozu diese Härte wider ein Herz, das dir gehört? Ich sehe wohl, es ist ebenso leicht, mich dir auszureden, als es leicht war für mich, von dir eingenommen zu sein.
    Marianna Alcoforado (1640-1723), Portugiesische Briefe
  • Ach, wozu empfingt ihr Herzen, Menschen, wenn ihr euch nicht liebt
    Maria Mnioch (1777-1797), Das unmenschliche Streben zum Ziel der Menschheit
  • Ach, wue giern ät de Katt söte Melk (o. Fisch).
    info] Aufforderung zum Essen
  • Ach, wunderbare Vermittlung des Unaussprechlichen, was die Brust bedrängt; ach, Musik!
    Bettina von Arnim (1785-1859), an Goethe, Caub, undatiert
  • Ach, würden die Menschen doch nur antworten, wenn sie gefragt würden, und sonst schweigen und schweigen.
    Leo N. Tolstoi (1828-1910), Tagebücher 1909
  • Ach, wüßtest du, wie's Fischlein ist so wohlig auf dem Grund.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Der Fischer
  • Ach, zu des Geistes Flügeln wird so leicht
    Kein körperlicher Flügel sich gesellen!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Vor dem Tor (Faust) Vs 1090
  • Acha o ladrão que todos o são.
  • Achacosa andáis, comadre, y siempre es de la madre.
  • Achacoso como judío en sábado.
  • Achado não é roubado.
  • Achapte le lict d'un grand debteur car à dormir il porte bonheur.
  • Achaque al odre, que sabe a la pez.
  • Achaque el viernes por comer carne.
  • Achaque es de necios, echar sus culpas al tiempo.
  • Achaque quieren las cosas.
  • Achaque tem o odre que sabe a pez.
  • Achaques à sexta-feira para não jejuar.
  • Achaques al jueves, para no ayunar el viernes.
  • Achaques al odre, que sabe a la pez.
  • Achaques al viernes para no (le) ayunar
  • Achaques al viernes por no (le) ayunar.
  • Achaques ao odre, que sabe ao pez.
  • Achaques el jueves, para no ayunar el viernes.
  • Achaques el viernes para no ayunar.
  • Achaques el/en viernes por comer carne.
  • Achaques tem o odre que sabe a pez.
  • Achaques, à sexta-feira, pelo não jejuar.
  • Achar e guardar é furtar.
  • Achar forma para o seu pé.
  • Achar o princípio em tudo é difícil.
  • Achar-se em quarto-minguante a respeito de cobres.
  • Achar/descobrir o fio à meada.
  • Achar/inventar/procurar um pé para.
  • Achar/pôr defeitos em alguém ou alguma coisa.
  • Achaste mel: come o que te basta.
  • Achat et vente ne connaissent ni père ni mère.
  • Achatar o beque.
  • Achatar o nariz.
  • Achats payés, maison faite, vigne plantée et femme nette.
  • Achder unsen Huus, dor pleucht Peeter Kruus, ohne Plooch und ohne Rad, nu raah mal, wat is dat? De Mullworbn.
  • BERG
  • Achdern Barg wônt ôk Lüde. ( Holstein.) - Schütze I, 69; für Altmark: Danneil I, 15.
  • Ache eu graça diante de teus olhos.
  • Ache for.
  • ACHELN
  • Achele', bachele', boche', is sein' beschte Meloche. - Tendlau, 531.
    info] Acheln = essen, bacheln - bechern, bochen für bofen = schlafen.
  • Achepter paix et maison faite, cheval fait et femme à faire.
  • Acheronta movebo, flectere si nequeo superos.
  • Acheronta movebo.
    de] Ich werde den Acheron (Unterwelt) in Bewegung setzen, alle Hebel in Bewegung setzen.
    Publius Vergilius Maro
  • Acherontis Pabulum (Accheruntis pabulum).
    de] Hadesfutter
  • Achète en foire, et vends à la maison.
  • Achète le lict d'un grand debteur, car à dormir il porte bon heur.
  • Achète maison faite et femme à faire.
  • Achète paix et maison faite, et te garde de vieille debte.
  • Achète ta santé, ton bonheur : ils t'en seront bien plus chers.
    Anne Barratin, 1845-1911
  • Achète-t-on la mort au prix de l'infamie?
    Claude Guimond de La Touche, 1723-1760
  • Acheter à la foire d'empoigne.
  • Acheter ce dont on n'a pas besoin, c'est le moyen d'aller de tout à rien.
  • Acheter chat en poche.
  • Acheter de la qualité, c'est choisir de ne pleurer qu'une seule fois. Proverbe anglais
  • Acheter du beurre en mai, il est tout parfumé.
  • Acheter du vent pour vendre de l'air.
  • Acheter est meilleur marché que demander.
  • Acheter la cloche avant la vache.
  • Acheter par francs et vendre par écus.
  • Acheter/s'acheter une conduite.
  • <<< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 >>>

    alphabetical
    A-a A-b A-c A-d A-e A-f A-g A-h A-i
    A-j A-k A-l A-m A-n A-o A-p A-q
    A-r A-s A-t A-u A-v A-w A-y A-z
    Aa Ab Ac Ad Ae Af Ag Ah Ai Aj Ak Al Am
    An Ao Ap Aq Ar As At Au Av Aw Ax Ay Az
    Ba Be Bi Bj Bl Bo Br Bs Bu By

    keywords
    Aa Ab Ac Ad Ae Af Ag Ah Ai Ak Al Am An Aq Ap Ar As At Au Av Aw Ax Az
    Ba Be Bi Bl Bo Br Bu By
    Ca Ce Ch Ci Cl Co Cr Cu Cy
    Da

    DICTUM operone