DICTUM

Ad

  • ADEL
  • Adel ist sterblich, die Dummheit ist erblich. - Schottmüller, Ms.
  • ADEL
  • Adel ist von Bauern her.
    Frz.: Le tiers estat est le seminaire de noblesse. (Adag. franç., XVIme - siècle.)
  • ADEL
  • Adel komet von naturen unde nicht von ammecht.
  • ADEL
  • Adel kommt von Natur und nicht von Amt. - Graf, 33, 62.
    info] Nach mittelalterlicher Anschauung ist der Adelige geborener Heerführer, Richter, Beamter. Alle Rechte und Ämter sind Folgen, nicht Ursachen seines Adels. Das Amt kann niemand adeln.
    Mhd.: Adel komet von naturen unde nicht von ammecht. (Daniels, 339, 19.)
  • ADEL
  • Adel kommt von Tugend.
    fr] Noblesse vient de vertu.
  • ADEL
  • Adel legt Pflichten auf.
  • ADEL
  • Adel liegt (o. sitzt) im Gemüte, nicht im Geblüte.
  • ADEL
  • Adel liegt einzig und allein in der Tugend.
    Juvenal, Satiren
  • ADEL
  • Adel macht den Kohl nicht fett.
    It.: La nobiltà è una magra vivanda in tavola del povero nobile.
    Holl.: Adel is een arm geregt. - Adel is eene dunne schotelspijs. (Harrebomée, I, 10b.)
  • ADEL
  • Adel moet bij adel, en stront bij zijn' broêr wezen.
  • ADEL
  • Adel muss man durch Tugend erstreben, er wird durch Geburt nicht gegeben.
    Frz.: Nulle noblesse de paresse. (Leroux, 11.)
    It.: La nobiltá non s'acquista nascendo ma virtuosamente vivendo.
  • ADEL
  • Adel ohne Geld gilt wenig in der Welt.
    It.: La nobiltà poco si prezza se vi manca la richezza.
    Engl.: Gentility without ability is worse than plain beggary. (Bohn II, 97.)
  • ADEL
  • Adel ohne Tugend ist eine Nußschale ohne Kern, ein Ei ohne Dotter.
  • ADEL
  • Adel ohne Tugend und eine Laterne ohne Licht leuchten beide nicht.
    It.: La vera nobiltà deve esser accompagnata con l'honestà.
    Dän.: Adel uden dyd er en lygh uden lys. ( Prov. dan., 6.)
    Schwed.: Adel utan dygd är lykta utan ljus. (Wensell, 5; Sv. Ordspråkb. 1.)
  • ADEL
  • Adel sitter i modet, icke i blodet.
  • ADEL
  • Adel sitzt im Gemüthe und nicht im Geblüte.
    Lat.: Stemmata quid prosunt, si virtus deficit omnis. - Virtute decet non sanguine niti.
    info] Entgegen der mittelalterlichen Anschauung, nach welcher lediglich der Geburtsstand das Maass der Tugend ist und Freiheit wie Eigenschaft im Blute rollt. (Graf, 33, 70; Kirchhofer, 210; Braunes, 21; Simrock, 83.)
    Schwed.: Adel sitter i modet, icke i blodet. (Strömbäck.)
  • ADEL
  • Adel stehet wohl bei Tugend.
    info] Adel allein bei Tugend steht, aus Tugend aller Adel geht. (Brandt, 76.)
    It.: La vera nobiltà male non fà.
  • ADEL
  • Adel uden dyd er en lygh uden lys.
  • ADEL
  • Adel und Stände muss man nicht mehr souteniren, sagt Kaunitz.
    info] Nämlich als sie nach dem Frieden von 1763 die weitern Steuern verweigerten.
  • ADEL
  • Adel utan dygd är lykta utan ljus.
  • ADEL
  • Adel vereinsamt, wer weiß es besser als ich? Arbeit verbindet.
    Ernst Weiß (1882-1940), Der Aristokrat, 1. Teil, Kap. 6
  • ADEL
  • Adel verpflichtet.
    fr] Noblesse oblige.
    Wahlspruch der Herzöge von Lévis. Titel eines Romans v. Friedr. Spielhagen
    Der Adelige muss adelig handeln, oder im weiteren Sinne: Man muss sich standesgemäß benehmen.
    pl] Szlachectwo zobowiązuje.
  • ADEL
  • Adel, Pfaffen und Fledermäuse, Huren, Juden und Filzläuse, wo die nehmen überhand, sind verloren Leut' und Land.
  • ADEL
  • Adel, Tadel.
  • ADEL
  • Adel, tadel. Gelt ist der Adel, gelt ist ohne tadel.
  • ADEL
  • Adel, Tüchtigkeit et cetera
    Ist ohne Mittel nicht die Bohne wert.
    Horaz (65-8 v. Chr.), Satiren
  • ADEL
  • Adel, Tugend und Talente sind nichts ohne Rente.
  • ADEL
  • Adel, Tugend, Kunst, sind ohne Geld umsunst.
    info] Dadurch wird der Geldadel zum vornehmsten erhoben, obgleich er unstreitig der erbärmlichste ist. Der Geburtsadel lebt wenigstens in der Erinnerung ehemaliger Grösse; der Geldadel aber nährt den dümmsten Stolz auf ein todtes Metall und macht die Seele und die Finger zugleich schmuzig.
    Lat.: Nihil sine pecunia; hoc est: nisi habueris pecunias, nec nobilitas, nec scientia, aut virtus proderit. (Bebel-Suringar, 213.) (Es ist damit auf die noch unter der Presse befindliche Ausgabe Bebel's von Dr. Suringar in Leiden verwiesen.)
  • ADEL
  • Adel, tugent, kunst seind on gelt vmbsonst. - Franck, I, 82.
  • ADEL
  • Adel,
    Tadel.
  • Adelantarse como los de Cuéllar.
  • Adelantarse como los de Embid, a Pascua.
  • Adelantarse como los de embid.
  • Adelántate, hijuela, y llámale cornudo.
  • Adelante con ese canario.
  • Adelante con la cruz, que se lleva el diablo al muerto.
  • Adelante con los faroles que atrás (o. detrás) vienen los cargadores.
  • Adelante con los faroles.
  • Adelante es la casa del abad.
  • Adelante está: Cuentas viejas, barajas nuevas.
  • Adelante los de Cascante, siete con tres orejas y las dos lleva el asno.
  • Adelante los medrados, y eran catorce con siete orejas.
  • Adelante se dirá la gansa de Cantipalos, con su origen.
  • ADLER
  • Adelers Federn thun grossen Schaden, wenn sie unter fremde gemengt werden. - Petri, II, 3.
  • Adelgaza más la suela, que la cazuela llena.
  • Adelheid im weißen Kleid verkündet gute Sommerzeit.
  • ADELHEIT
  • Adelheit ist dreyerley, eine auss der Tugend, die ander auss der geschicklichkeit, die dritt auss der geburt oder reichthum. - Henisch, 20, 71.
  • ADELIG
  • Adelig och ärlig.
  • ADELIG
  • Adelig und edel sind verwandt wie Rossschweif und Fliegenwedel.
  • ADELIG
  • Adelig und edel sind zweierlei.
  • ADELIG
  • Adelig und tugendsam schicken sich gar wohl zusamm.
    Frz.: Noble et vertueux. (Kritzinger, 479b.)
  • ADELIG
  • Adelig was ehrlich.
    Schwed.: Adelig och ärlig. (Grubb, 3.)
  • ADELIG
  • Adelig wie ein Stiftsherr. - Höfer, Erzählungen, Stuttgart 1855, S. 83.
  • ADELIG
  • Adeliger als Kodrus. (Griech.)
    info] Spott auf die, welche sich verrauchter Ahnenbilder rühmen.
  • ADEL
  • Adels Mutter ist die Ehre, Adels Tochter ist die Wehre.
  • ADEL
  • Adels Schwester ist Demuth, kein Menschen sie verachten thut. - Lehmann, 136, 10.
  • ADELSBRIEF
  • Adelsbrief' und Hofsuppen sind niemand versagt.
  • ADELSBRIEF
  • Adelsbrief' und Hofsuppen sind zu Hof gemeiner (wohlfeiler) denn ein Bauernjuppen.
  • ADELSCHAFT
  • Adelschaft bringt Tadelschaft.
  • ADELSRECHT
  • Adelsrecht - Adelspflicht.
    Frz.: Noblesse oblige. (Cahier, 1157; Bohn I, 40.)
  • ADELSTOLZ
  • Adelstolz sitzt auf einem Pferde von Holz.
  • Además de cornudos, apaleados.
  • Adempta spes est.
    nl] De hoop is verloren
  • Adentro ratones, que todo lo blanco (no) es harina.
  • Adeo acriter nostri milites pugnaverunt ut hostes superarent.
    es] Lucharon nuestros soldados con tanto brío que vencieron al enemigo.
  • Adeo bonus, ut ad nihil bonus.
  • Adeo facilius est multa facere quam diu.
    en] It is much easier to try one's hand at many things than to concentrate one's powers on one thing (Quintilian).
    fr] Tant de nos premiers ans l'habitude a de force!
  • Adeo fessus pervenit ut ceciderit et humi iaceret.
    es] Tan cansado llegó que cayó postrado y quedó tendido en tierra.
  • Adeo natura a rectis in vitia, a vitiis in prava, a pravis in praecipitia pervenitur!
    Veleio Patérculo, Historia Romana
  • Adeo sanctum est vertus omne poema.
    de] Besonders heilig ist jede alte Dichtung.
  • Adeo vel infelix bellum ignominiosae paci praeferebant.
  • ADER
  • Ader und Geld lassen sich nicht bergen. - Tendlau, 147.
  • Ader viib tule toast, sirp toob tuppa.
    de] Der Pflug bringt das Licht aus der Stube, die Sichel holt (es) in die Stube.
  • Adereza una escoba y parecera una señora.
  • Aderézame esos bledos.
  • ADERLASSEN
  • Aderlassen ist gut, so oft es von nöthen thut; wer's nicht bedarf, dem ist lassen das Beste. - Fischart, Prakt.
    info] Das Aderlassen war im 17. Jahrhundert wie Essen, Trinken und Schlafen ein Lebensbedürfniss. Die Blutentziehungen erfolgten massenweise und waren in ein System gebracht. Ein kölner Arzt (Avicenna N. Crusius) hatte in seinem »Regimen sanitatis« für alle Monate im Jahre eine feste Regel dafür gegeben. So heisst es: »Im Jenner ist gut Häuser bauen, Hochzeit machen, aber niemals Aderlassen. Im Hornung ist gut Hölzer spalten, warm sich halten und am besten - Aderlassen. Im Märzen ist gut Bäume schneiden und am Daumen Aderlassen« u.s.w. durch alle Monate. G. Hesekiel hat in einer Erzählung aus dem Dreissigjährigen Kriege diese Regeln vollständig verwoben. (Vgl. J. Rodenberg, Deutsches Magazin, 1861, II, 16).
  • ADERLASSEN
  • Aderlassen ist gut, wenn es noth thut; wer's aber nicht bedarff, dem ist lassen das best. - Henisch, 23, 59; Petri, II, 3.
  • ADERLASSEN
  • Aderlassen, Abführen und Beichten Leib und See' erleichten.
  • ÄDERN
  • Ädern und rädern. - Luther.
  • Adès chante le cucu de soy mesmes
  • Adès cuide le larron que chascun soit son compaignon
  • Adès ne vente mie vens
  • Adesdum paucis te volo.
    nl] Kom hier ik moet u eens spreken
  • Adesse alicui.
  • Adesse frequens.
    nl] Dikwils daer zyn
  • Adesse gaudet, sed laboranti, Deus.
  • Adeste fideles.
  • Adeste fideles.
    es] Venid fieles.
  • Adeste sultis (si vultis): praeda erit praesentium.
    de] Seid dabei, wenn ihr (etwas) wollt: Die Beute gehört den Anwesenden.
  • Adeste, fideles!
  • Adeunt etiam optima.
  • Adeus com a/de mão fechada grosseiro.
  • Adeus de mão fechada.
  • Adeus e passar bem.
  • Adeus para sempre!
  • Adeus, Anica, se o teu galo canta, o meu repenica.
  • Adeus, aplaudi, vivei, bebei.
  • Adeus, doces encontros.
  • Adeus, e batei palmas.
  • Adeus, e dedica-me o teu costumado afeto.
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