DICTUM

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  • Alle Menschen sind Brüder, und haben von Natur gleiche Bedürfnisse, gleiche Rechte und gleiche Pflichten.
    Christoph Martin Wieland (1733-1813), Der goldene Spiegel
  • Alle Menschen sind Brüder.
    info] Sie leben auch untereinander wie Kain und Abel.
  • Alle Menschen sind dem Gebot des Heiligen unterworfen.
    Ralph Waldo Emerson (1803-1882), Swedenborg oder der Mystiker
  • Alle Menschen sind dem Irrtum ausgesetzt, und die meisten Menschen sind in vielen Punkten durch Leidenschaft oder Interesse in Versuchung dazu.
    John Locke (1632-1704), Über den menschlichen Verstand
  • Alle Menschen sind Demokraten, wenn sie glücklich sind.
    Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), Aphorismen und Paradoxa
  • Alle Menschen sind entweder Juden oder Hellenen, Menschen mit asketischen, bildfeindlichen, vergeistigungssüchtigen Trieben oder Menschen von lebensheiterem, entfaltungsstolzem und realistischem Wesen.
    Heinrich Heine (1797-1856), Reisebilder, Norderney
  • Alle Menschen sind gleich - nur manche sind gleicher als andere.
  • Alle Menschen sind gleich wie die Melonen von Chioggia.
    Venetien (Eine dortigen Stadt, woher viel Gemüse nach Venedig kommt)
  • Alle Menschen sind gleich!
    Multatuli (1820-1887), Woutertje Pieterse
  • Alle Menschen sind gleich. Nach entsprechender Präparation.
  • Alle Menschen sind gleich; nicht die Geburt, nur die Tüchtigkeit macht einen Unterschied.
    Voltaire (1694-1778)
  • Alle Menschen sind hochgeboren; denn alle sind gottverwandt, alle tragen in sich schöpferische Kraft.
    Jeremias Gotthelf (1797-1854), Die Armennot
  • Alle Menschen sind klug, die einen vorher, die anderen nachher; nur wenn es darauf ankommt, ist jeder dumm.
  • Alle Menschen sind leichtgläubig ... sich selbst gegenüber.
  • Alle Menschen sind Lügner.
    "Alle Menschen sind Spitzbuben durch und durch, und ich ärgere mich bloß, dass ich sie nicht beißen kann, da ich kein Hund bin. Lord Byron
    Dove behauptet sogar, dass die meisten Winde Lügner sind, weil sie nicht aus den Gegenden kommen, aus welchen sie sagen. Sie gelangen häufig auf Umwegen zu uns."
  • Alle Menschen sind nicht mit einem Wasser getauft.
    ee] Ep ole kõik inimesed ühe veega ristitud.
  • Alle Menschen sind nicht mit einer Rute geschlagen.
    ee] Pole kõik inimesed ühe vitsaga löödud.
  • Alle Menschen sind reich oder arm, je nachdem sie in der Lage sind, sich den notwendigen Lebensbedarf, die Bequemlichkeiten und Vergnügungen des menschlichen Lebens in größerem oder geringerem Maße zu verschaffen. Nachdem nun aber die Arbeitsteilung durchweg Platz gegriffen hat, kann die eigene Arbeit jeden Menschen nur mit einem verschwindend kleinen Bruchteil all der Güter versorgen; den weitaus größten Teil davon muss er auf Grund der Arbeit anderer beziehen, und er wird reich oder arm sein, je nach der Arbeitsmenge, über die er verfügen oder die er sich kaufen kann. Daher ist der Wert einer Ware für denjenigen, der sie besitzt, und der sie selbst nicht zu gebrauchen oder zu verbrauchen gedenkt, gleich der Arbeitsmenge, die er damit kaufen oder über die er so indirekt verfügen kann. Arbeit ist demzufolge der wahre Maßstab für den Tauschwert aller Waren.
    Adam Smith (1723-1790), Natur und Ursachen des Volkswohlstandes
  • Alle Menschen sind vernünftig, das männliche und weibliche Geschlecht ausgenommen.
  • Alle Menschen sind verschieden gleich.
  • Alle Menschen sind von Geburt aus gleich.
    geflügeltes Wort
  • Alle Menschen sollen glücklich sein, und man soll danach trachten, dies so schnell wie möglich zu erreichen.
    Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski (1828-1889), Was tun?
  • Alle Menschen sollen thronfähig werden.
    Novalis (1772-1801), Glauben und Liebe
  • Alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen.
    Aristoteles (384-322 v. Chr.), Metaphysik
  • Alle Menschen strebten ein und dasselbe an: völlige Ruhe; das Gehetze des Tages war nur die wenig angenehme Einleitung zur Stille der Nacht, zu jenen Stunden, die man unter vier Augen mit einer Frau verbrachte, um, von ihren Liebkosungen ermüdet, dann ohne Träume zu schlafen.
    Maxim Gorki (1868-1936), Das Werk der Artamonows
  • Alle Menschen teilen sich die gleiche Abstammung.
  • Alle Menschen tragen ein schalk im busen.
  • Alle Menschen tragen im Innern die Empfindung der Könige: sie wünschen, dass sie alles gegen die andern, die andern aber nichts gegen sie vermöchten.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Vom Zorn
  • Alle Menschen verkehren (in ihren Anschlägen) das Vaterunser, und wollen nur, dass ihr Wille geschehe.
  • Alle Menschen versuchen glücklich zu sein, darin gibt es keine Ausnahmen, wie verschieden die Mittel auch sind, die sie anwenden.
    Blaise Pascal (1623-1662), Pensées
  • Alle Menschen wären also notwendigerweise gleich, wenn sie keine Bedürfnisse hätten. Die uns Menschen anhaftende Bedürftigkeit hat zur Folge, dass der eine sich dem andern unterordnen muss.
    Voltaire (1694-1778), Philosophisches Wörterbuch
  • Alle Menschen werden als Original geboren, die meisten sterben als Kopie.
  • Alle Menschen werden aufrichtig geboren und sterben als Betrüger.
    fr] Tous les hommes naissent sincères et meurent trompeurs.
    Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715-1747), Reflexionen u. Maximen (1746). Übers. v. Zimmermann
  • Alle Menschen werden Brüder,
    Wo dein sanfter Flügel weilt.
    Friedrich Schiller (1759-1805), an die Freunde
  • Alle Menschen werden in ihren Hoffnungen getäuscht, in ihren Erwartungen betrogen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Werther 2. Buch, 4. August
  • Alle Menschen werden reicher geboren als sie sterben.
  • Alle menschen wieter mich, allein gott erhellt mich.
  • Alle Menschen wissen nicht, was ein gut Kraut kostet.
  • Alle menschen zijn ein kwaad onderworpen.
  • Alle menschen zijn leugenaars.
  • Alle Menschen, die man lange im Vorzimmer seiner Gunst stehen lässt, geraten in Gärung.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Menschliches, Allzumenschliches
  • Alle Menschen, die nebeneinander leben, erfahren ähnliche Schicksale, und was dem Einzelnen begegnet, kann als Symbol für Tausende gelten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Der junge Feldjäger
  • Alle Menschen, gleich geboren,
    Sind ein adliges Geschlecht.
    Heinrich Heine (1797-1856), Bergidylle aus der Harzreise
  • Alle Menschen, wie sie zur Freiheit gelangen, machen ihre Fehler geltend: die Starken das Übertreiben, die Schwachen das Vernachlässigen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 345
  • Alle menschliche Gebrechen
    Sühnet reine Menschlichkeit.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Personen 202. An Georg Wilhelm Krüger
  • Alle menschliche Weisheit liegt in den zwei Worten Harren und Hoffen.
    Alexandre Dumas (1802-1870), Der Graf von Monte Christo
  • Alle menschlichen Angelegenheiten sind meine Angelegenheiten.
    China
  • Alle menschlichen Einrichtungen gründen sich auf die menschlichen Leidenschaften und werden durch dieselben erhalten: Wie kann also dasjenige, was die Leidenschaften bekämpft, diese Einrichtungen unterstützen?
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Briefe vom Berge
  • Alle menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen, in höchstem Maße und am allermeisten staatliche Einrichtungen.
    Otto von Bismarck (1815-1898), Reichstagsrede 1884
  • Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld.
    Franz Kafka (1883-1924)
  • Alle menschlichen Gebrechen
    Sühnet reine Menschlichkeit.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dem Schauspieler Krüger, 1827 (Nach der Darstellung des Orest)
  • Alle menschlichen Handlungen sind nur Zeichen. Ich gab dir nur ein Zeichen.
    Dmitri Mereschkowski, Der vierzehnte Dezember
  • Alle menschlichen Organe werden irgendwann müde, nur die Zunge nicht.
  • Alle menschlichen Organe werden müde, nur die Zunge nicht.
  • Alle menschlichen Schwächen sind in ihrem innersten Wesen Feigheit.
    Honoré de Balzac (1799-1850), Die Lilie im Tal
  • Alle Merkmale lassen sich verwischen, nur das Merkmal der Armut nicht.
    Jiddisch
  • Alle mijnen laten werken.
  • Alle Minen springen lassen.
    Alle Mittel und Kräfte in Bewegung setzen.
    nl] Alle mijnen laten werken.
    la] Omni telorum genere oppugnare.
  • Alle miteinander, wie sie gebacken sind.
    Breslau
  • Alle Mittel und Künste der Erziehung werden erst von dem Ideale oder Urbilde derselben bestimmt.
    Jean Paul (1763-1825), Levana
  • Alle Mittel, die helfen, sind heilig.
  • ALLE
  • Alle möchten wol viel wissen, aber etwas darum geben, will sie verdriessen.
  • Alle Modellvorstellungen sind falsch. Manche sind nützlich.
  • alle möglichen Griffe und Kniffe kennen
  • Alle Monaden aber sind von Natur so unverwüstlich, dass sie ihre Tätigkeit im Moment der Auflösung selbst nicht einstellen oder verlieren, sondern noch in demselben Augenblicke wieder fortsetzen. So scheiden sie nur aus den alten Verhältnissen, um auf der Stelle wieder neue einzugehen. Bei diesem Wechsel kommt alles darauf an, wie mächtig die Intention sei, die in dieser oder jener Monas enthalten ist. Die Monas einer gebildeten Menschenseele und die eines Bibers, eines Vogels oder eines Fisches, das macht einen gewaltigen Unterschied. Und da stehen wir wieder an den Rangordnungen der Seelen, die wir gezwungen sind anzunehmen, sobald wir uns die Erscheinungen der Natur nur einigermaßen erklären wollen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), J. D. Falk, 25.1.1813
  • Alle Monate im Jahr verwünschen den schönen Februar.
  • Alle Moral muss aus der Fülle des Herzens kommen, von der der Mund übergeht; man muss ebensowenig lang darauf zu denken als damit zu prahlen scheinen.
    Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Hamburgische Dramaturgie
  • Alle Morge Grött, alle Möddag Môss, alle Abend Päkelflêsch on alle Nacht en Stoss.
    Alt-Pillau
  • Alle Morgen (Brannt-)Wein macht die großen Taler klein.
  • Alle Morgen neue Sorgen, alle Tage neue Plage.
    Wilhelm Müller (1794-1827), Sprüche
  • Alle Morgen neue Sorgen.
    mhd] Mich grüezent iemer sorgen zem êrsten an dem morgen.
  • Alle Muar'en 'n Oart, waviel Dâlers goaet doa wual met üäwer Board.
    info] Alle Morgen einen Ort, wieviele Taler gehen da wohl über Bord.
    info] Ort, der vierte Teil eines Talers.
  • Alle Muar'en (Morgen) 'n Oert (Ort), woaviel Dâlers goaet (gehen) doa wual met üäwer Board?
    Münster
  • Alle Mümpfeli gnappid der Bart.
    Luzern
    info] Mümpfeli = Mundvoll, gnappe = bewegen, wackeln. Viele kleine Teile machen auch ein großes.
  • Alle Munteg ün Donnersteg.
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    info] Von Dingen, die sich oft wiederholen. Von dem Brauch, den Armen an Montagen und Donnerstagen Almosen zu geben.
  • Alle Musik wird geboren im Herzen der Menschen.
  • Alle müssen ein gleiches Recht auf alle Vorzüge und Annehmlichkeiten haben, welche die gesellschaftliche Verbindung gewähren kann, außer wenn moralische oder intellektuelle Gebrechen sie dieser Vorteile unwürdig machen.
    Adolph Knigge (1752-1796), Manifest
  • Alle Mütter auf der Welt sind gleich.
  • Alle Mystik ist ein Transzendieren und ein Ablösen von irgend einem Gegenstande, den man hinter sich zu lassen glaubt. Je größer und bedeutender dasjenige war, dem man absagt, desto reicher sind die Produktionen des Mystikers.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 336
  • Alle nach seinem eigenen Arschin messen.
  • Alle Nachrichten sind Weiber.
  • Alle Nacht geit kên Spôk.
    Oldenburg
    info] Es wird so arg nicht werden.
  • Alle Narren sitzen nicht im Narrenhaus.
  • Alle Narren tragen keine Narrenkappe.
  • Alle Narren werd' ich kaufen und im Schwarzen Meer ersaufen.
    Maxim Gorki (1868-1936) Kain und Artem
  • Alle Narrheit erschöpfen - so gelangt man zum Boden der Weisheit.
    Ludwig Börne (1786-1837), Fragmente und Aphorismen
  • Alle Nasen lang.
    info] Kurz hintereinander, aller Augenblicke.
    es] A cada momento, continuamente.
  • Alle Nasen schauen nach unten (o. auf die Erde).
    Kamerun
    info] Wir alle müssen sterben.
  • Alle Nasen schauen nach unten.
  • Alle nationale Politik führt letzten Endes in ein unvermittelbares Element, in den Idiotismus.
    Hugo von Hofmannsthal (1879-1929), Bund der Freunde
  • Alle Nationen werden zum Sozialismus gelangen, das ist unausbleiblich, aber keine auf genau die gleiche Art und Weise, jede wird zu dieser oder jener Form der Demokratie, zu dieser oder jener Abart der Diktatur des Proletariats, zu diesem oder jenem Tempo der sozialistischen Umgestaltung der verschiedenen Seiten des gesellschaftlichen Lebens etwas Eigenes beitragen.
    Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924), Über eine Karikatur auf den Marxismus
  • Alle Natur ist für uns belebt, ist von göttlichem Geist, von Gesetz, von Notwendigkeit durchdrungen. Wir kennen keine Materie ohne diesen göttlichen Geist, keinen Geist ohne Materie.
    Ernst Haeckel (1834-1919), Natürliche Schöpfungsgeschichte
  • Alle Natur, die der Mensch vollkommen kennt, darüber ist er auch Herr, und von je mehr Natur er Besitz hat, desto größer ist er auch, ob er gleich seine Herrschaft nicht allezeit ausübt: So wie der Adler der König aller Vögel ist, ob er gleich nicht alle fängt und umbringt. Alles übrige ist Schattenspiel an der Wand, Spiel mit Zeichen ohne Gehalt, und in solcher Rücksicht sind unsere größten Herrn in der bürgerlichen Welt gemeiniglich die kleinsten. Und so geht es auch in der Kunst, was der Mensch kennt, das kann er leicht nachmachen.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alle Naturanlagen eines Geschöpfs sind bestimmt, sich einmal vollständig und zweckmäßig auszuwickeln.
    Immanuel Kant (1724-1804), Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht
  • Alle natürlichen Bewegungen der Seele werden von Gesetzen gelenkt, die denen der materiellen Schwerkraft analog sind. Die Gnade allein bildet die Ausnahme.
    Simone Weil (1909-1843), Schwerkraft und Gnade
  • Alle ned kesta skelma mith campe bisla.
  • Alle Neider werden sterben, aber niemals der Neid.
  • Alle Nerven zu Hilfe nehmen.
  • Alle neuen Waren sind gut.
  • Alle neuere Musik wird auf zweierlei Weise behandelt, entweder dass man sie als eine selbständige Kunst betrachtet, sie in sich selbst ausbildet, ausübt und durch den verfeinerten äußeren Sinn genießt, wie es der Italiener zu tun pflegt, oder dass man sie in bezug auf Verstand, Empfindung, Leidenschaft setzt und sie dergestalt bearbeitet, dass sie mehrere menschliche Geistes- und Seelenkräfte in Anspruch nehmen könne, wie es die Weise der Franzosen, der Deutschen und aller Nordländer ist und bleiben wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Rameaus Neffe. Anmerkungen
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