DICTUM

Al

  • Allen leidenden Menschen ist die Weile lang und wiederum kurz den Fröhlichen, sonderlich aber und unermeßlich lang ist sie denen, die diesen inwendigen Schmerz der Seele haben, da von Gott verlassen gefühlt wird.
    Martin Luther (1483-1546), Deutsche Schriften
  • Allen Leuten recht getan, ist die Kunst, die niemand kann.
  • Allen machst (kannst) du es nicht recht (machen).
  • Allen Menschen (o. Leuten) recht getan ist eine Kunst, die niemand kann.
    en] He that all men will please, shall never find ease.
    fr] C'est chose ardue et trop profonde que d'agréer à tout le monde.
    it] Nessuno può piacere a tutti.
    es] No se puede gradar á todos.
  • Allen Menschen gefallen, ist nicht möglich.
  • Allen Menschen ist der Glaube an Gott ins Herz gesät. Es lügen jene, die da sagen, dass sie nicht an die Existenz Gottes glauben; denn in der Nacht und wenn sie allein sind, zweifeln sie.
    Luciua Annaeus Seneca der Jüngere (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker
  • Allen Menschen ist es gegeben, sich selbst zu erkennen und klug zu sein.
    Heraklit (520-460 v. Chr.) (520-460 v. Chr.)
  • Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
  • Allen Menschen, die mich kennen, gebe Gott, was sie mir gönnen.
  • Allen missfällt ihr gegenwärtiger Zustand.
    la] Cunctis sua displicet aetas.
  • Allen mit gleichen Löffeln anrichten.
    info] Die Bedürfnisse sind nicht gleich; einer braucht viel, der andere wenig.
  • Allen Moden gemeinsam ist die Beobachtung, daß ihre ersten und ihre letzten Vertreter komisch sind.
  • Allen Musen zum Trotz.
    it] Allo dispetto delle Muse.
    la] Crassa Minerva. Crassiore Musa. Invita Minerva. Pingui Minerva.
  • Allen muss man nicht gefallen.
  • Allen neuen Erscheinungen ist Geist eigen.
    Robert Schumann (1810-1856), Gesammelte Schriften
  • Allen Plunder wissen wollen.
  • Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.es] Nunca llueve a gusto de todos.
  • Allen schlafenden ist nicht zu trauen; etliche beißen auch.
  • Allen Schlingen zu entgehen ist nicht leicht.
    la] Haud facile est omnes laqueos effugere.
  • Allen Sündern wird vergeben,
    Nur dem Vatermörder nicht.
    Franz Grillparzer (1791-1872), Die Ahnenfrau, V (Jaromir)
  • Allen Teufeln trotz bieten.
  • Allen Tieren ist Frieden gesetzt, außer Bären und Wölfen.
    info] Bären und Wölfe, zu welchem alle andern Arten von Raubtieren zu rechnen sind, können als allgemein schädlich von jedermann frei getötet werden. Auf diese Tiere, wenn man nicht etwa Fliegen, Maikäfer u. dgl. hinzurechnen wollte, beschränkt sich jetzt die ursprünglich allgemeine Jagdfreiheit der Deutschen.
    mhd] Allen tieren ist friede gasezet, âne wolven und beren.
    fr] Tout le monde est armé contre les méchans.
  • Allen Unkenrufen zum Trotz.
  • Allen wohl und keinem übel! wer dat nig will, den hole der Dübel.
  • Allen wohl und niemand wehe.
  • Allen wohltun und keinem wehe.
    en] Charity to all with malice to none.
    info] Sinnspruch am Denkmal des Präsidenten Lincoln, das sich auf dem Unions-Square in Neuyork befindet.
  • Allen Worten ist nicht zu glauben.
  • Allen zu verzeihen ist ebensowohl Grausamkeit als keinem.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Abhandlungen
  • Allen zugänglich und frei machen wollen wir die Wissenschaft, sie soll nicht länger in Fesseln geschlagen werden.
    Wilhelm Liebknecht (1826-1900), Zu Trutz und Schutz
  • Allen, die mich kennen und meinem Namen gönnen, denen gebe Gott, was sie mir gönnen.
  • Allen, die mich kennen, gebe Gott, was sie mir gönnen.
  • Allende y aquende, con quien te acompañas siempre.
  • Allende y aquende, siempre con quien te acompaña.
  • ALLEIN
  • Allêne is allêne. (Böhmen.)
  • Allene singa, allene drascha (dreschen), macht ne lustig.
  • Allengskens gaat men ook verre.
  • Allengskens lappen leert die hont dat leer eten.
  • Allengskens slaan velt den boom.
  • Allens geiht voroewer, säd Klookhans, don dacht hei nich an sien' Doemlichkeit.
  • Allens hett sien Wissenschaft, säd de oll Fru un bünn ehr Schauh mit'n Madding (Regenwurm) tau.
  • Allens in Ordnung, Swiensteert achtern.
  • Allens inne Welt, blots keen höltern Backåben (un denn mit Mursteen inböten).
  • Allens inner Welt! nur keen holten Pißpot und ne Morsprück.
  • Allens kann angåhn, säd de Bur, bloß keen Fingerhandschen oewer Fuusthandschen antrecken.
  • Allens kümmt an'n Mann, seggt dei Diern, blôt ick nich.
    Mecklenburg
    info] Alles kommt an den Mann, nur ich nicht, klagte die Nonne.
  • Allens mit Måten, sär de Husknecht, dun drünk he den Bramwien ut 'ne Pottmåt.
  • Allens üm Geld, umsüss is de Dod.
  • Allens unner Wåter, säd de Voß, don schweit't em vör Angst.
  • Allens ut Leif un Fründschaft, säd de Bur, don drief hei sien Kauh in Nawern sienen Klewer.
  • Allens ut Leif, äwerst nix umsünst.
  • Allens, wat liewet (lebt), dat liewet gêrn.
    Waldeck
    nl] Al, wat leven heeft ontvangen, gaat op losse en looze gangen.
  • Allenthalben biss vorsichtig und nimmer sicher.
  • Allenthalben obenauf sein, wie ein Pantoffelzapfen.
  • Allenthalben, wo Nationen allgemein ihren Zustand unleidlich finden, da sind ihre Minister gewiss regierungsunfähig.
    Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Ein Schweizer Blatt
  • Aller (marcher) à tâtons.
  • Aller (venir) au Labat.
  • Aller à bien.
  • Aller à Canossa.
  • Aller à contre-courant.
  • Aller à dame populaire, argot.
  • Aller à folles contretournées.
  • Aller à l'encontre de.
  • Aller à la botte.
  • Aller à la fraicheur de M. d'Imbercourt.
  • Aller à la iotte sans panier.
  • Aller à la pêche.
  • Aller à la queue leu-leu.
  • Aller à petit train vaut mieux que faire grand tapage.
  • Aller à rames et à voiles.
  • Aller à Rome et ne pas voir le pape.
  • Aller à Rome sans voir le pape populaire, plaisant.
  • Aller à Saint Bezet.
  • Aller à vau-l'eau.
  • Aller adel am ersten cham, von Eva und von Adam.
  • ADEL
  • Aller Adel hat einen Misthaufen zum Vater und die Fäulniss zur Mutter.
  • Aller adel unde alle ritterschaft enspruzit von dem koninge.
  • ANFANG
  • Aller Anfang is licht, seggt de Plümaensammler. - Diermissen, 233.
  • ANFANG
  • Aller Anfang is schwar, nur 'n Lumpenmann seiner net. (Franke.)
    info] Die Liederlichkeit hat einen leichten Anfang.
  • Aller Anfang is swer, säd de Deef, dun stehl hei 'n Moehlsteen.
  • Aller Anfang ist heiter, die Schwelle ist der Platz der Erwartung.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre VII, 9
  • Aller Anfang ist hingeordnet auf Vollendung.
    Thomas von Aquin (1225-1274), Summa theologica
  • ANFANG
  • Aller Anfang ist leicht, segt de Lumpensammler. (Lüneburg.)
  • Aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wilhelm Meisters Wanderjahre (1807-1821), I,4
  • Aller Anfang ist leicht, wenn man ihn mit dem Ende vergleicht.
  • Aller Anfang ist nur dann schwer, wenn man ihn sich zu leicht macht.
  • Aller Anfang ist schwer
  • Aller Anfang ist schwer sprichwörtlich der Vater des Sattels.
  • Aller Anfang ist schwer! - dies fühlt man niemals mehr, als wenn man anfangen will, sich etwas zu versagen.
    Friedrich Maximilian von Klinger (1752-1831), Betrachtungen und Gedanken
  • Aller Anfang ist schwer! Das mag in einem gewissen Sinne wahr sein, allgemeiner aber kann man sagen: aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre I, 4
  • Aller Anfang ist schwer! sagte der Dieb und stahl zuerst einen Amboss (o. Mühlstein).
    ndt] Aller Anfang ist schwer, seggt de Deiw, un stehlt tauirst 'nen Amboss.
    Mecklenburg
    ndt] Aller Anfang öst schwer, segt Jenner, on stellt n'n Ambos.
    Königsberg
    ndt] Aller Anfang is swor, sä de Deef, do stahl he to'n ersten Mal 'n Amboß.
    nl] Alle beginselen zihn zwaar, zei de dief, en voor de eerste maal stal hij een
  • Aller Anfang ist schwer, am schwersten der Anfang der Wirtschaft.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 2. Gesang Vs 166
  • ANFANG
  • Aller Anfang ist schwer, blot nich bi't Steensammeln, segt de Buur. (Selmsdorf in Mecklenburg-Strelitz.)
  • ANFANG
  • Aller Anfang ist schwer, dachte die Reichsarmee, und verschied. - Kladderadatsch 1866, Nr. 36-37.
  • Aller Anfang ist schwer, doch ohne ihn kein Ende wär'.
  • Aller Anfang ist schwer, jawohl, aber das rechtzeitige Aufhören ist eine noch schwierigere Kunst.
    Johannes Scherr (1817-1886)
  • Aller Anfang ist schwer, no's Mistladen net, do kriegt me 's leicht zuerst.
    Schwaben
  • Aller Anfang ist schwer, nur Müßiggang, aller Laster Anfang, nicht.
  • ANFANG
  • Aller Anfang ist schwer, säd de Bur, do wull he de Koh bi'n Schwans in'n Stall trecken.
  • ANFANG
  • Aller Anfang ist schwer, säd' de Dêf, dör stöl he 'n Mählstên. - Hoefer, 211.
  • ANFANG
  • Aller Anfang ist schwer, sagte der Dieb (oder: sagte Hans Klapper) und stahl einen Amboss (einen Mühlstein).
    Holl.:] Alle beginselen zijn zwaar, zei de dief, en voor de eerste maal stal hij een aanbeeld. (Harrebomée, I, 43.)
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