DICTUM

Al

  • Als die Sonne auf die Distel schien, hielt sie sich für eine Sonnenblume.
    Russland
  • Als die Stute auf dem Berg spielte, fraß der Wolf im Tal das Fohlen.
    ee] Kui märä mäe pääl mängu lei, siis susi varsa orgu sei.
  • Als die Tage noch wuchsen, gefiel das Leben mir wenig,
    Nun abnehmend mit Eil, könnten gefallen sie mir.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zum Andenken des 28. August 1815
  • Als die Umstehenden mich fortdauernd auf Rot setzen sahen, riefen sie, das sei sinnlos; Rot sei schon vierzehnmal gekommen!
    Fjodor Dostojewski (1821-1881), Der Spieler
  • Als die Welt im tiefsten Grunde
    Lag an Gottes ewger Brust,
    Ordnet' er die erste Stunde
    Mit erhabner Schöpfungslust,
    Und er sprach das Wort: Es werde!
    Da erklang ein schmerzlich Ach!
    Als das All mit Machtgebärde
    In die Wirklichkeiten brach.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan - Buch Suleika? Wiederfinden
  • Als die Wespe den Honigbau der Biene sah, rief sie: Jetzt denke daran, etwas Nützliches zu tun.
    Ägypten
  • Als die Wohnungsmieter erfahren hatten, daß die Hausbesitzerin eine Kupplerin sei, wollten sie alle kündigen. Sie blieben aber im Hause, als jene ihnen versicherte, daß sie ihr Geschäft verändert habe und nur mehr Wucher treibe.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Christlicher Umlaut
  • Als die Würste auf Erden herumliefen.
    info] Wird gesagt, wenn jemand einen albernen Wunsch äußert, da sich kaum etwas Ungestalteteres denken lässt, als eine wandelnde Wurst.
  • Als dieser Körper einen Geist enthielt,
    war ihm ein Königreich zu enge Schranke.
    Nun sind zwei Schritte der gemeinsten Erde
    ihm Raum genug.
    William Shakespeare (1564-1616)
  • Als dieser Witwer wurde, brachte sie ihm, seiner Bitte nachgebend, ein großes Opfer. Sie verzichtete auf ihre Selbstständigkeit im eigenen Haushalte und machte sich zur Leiterin des seinen.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Unsühnbar
  • Als dieses Wort Genosse in die Herzen der Sklaven Eingang fand, hörten sie auf, Sklaven zu sein, und schleuderten eines Tages der Stadt und allen ihren Mächten die erhabenen menschlichen Worte entgegen: 'Ich will nicht!'
    Maxim Gorki (1868-1936), Genosse
  • Als Dionys aufhörte, ein Tyrann zu sein,
    Da ward er ein Schulmeisterlein.
    Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791), Epigramm (Auf den Herzog Karl Eugen von Württemberg)
  • Als donnersdag komt, is de week verloren.
  • Als du auf die Welt kamst, weintest du, und um dich herum freuten sich alle, lebe so, dass, wenn du die Welt verlässt, alle weinen und du allein lächelst!
    China
  • Als du flohst, benahmst du dich wie ein Ochse, nachdem man dich festnahm, schmeicheltest du wie ein Hund.
    Babylon
  • Als du mir dinst (dienst), alzo lone ich dir.
  • Als du zu St. Jacob bist, so denke nicht gen hauss.
    la] Ad finem ubi perveneris, ne velis reverti.
  • Als du zur Welt kamst, waren alle froh; ob alle weinen, wenn du wieder gehst, hängt von dir ab.
  • Als een muis in de meelzak gevallen is, meent zij dat zij de molenaar zelf is.
  • Als een oude hond blaft, zo ziet uit.
  • Als één schaap over den dam is, volgen de anderen.
  • Als ein Amhara kam, kam ein Problem.
  • Als ein Bürgermeister aus einem Städtchen des Breisgau aufs Land ging und ihn der Torwart fragte: 'Wohin des Wegs?' antwortete er: 'Hinaus, die Bauern schinden.' In etlichen Tagen fragte ein Bauer den Torwart, wo der Schinder wohne, worauf er vor das Haus des Bürgermeisters gewiesen ward. Dieser nahm es übel und verklagte den Torwart wegen Ehrenkränkung; allein der Beklagte zog sich gut aus der Falle.
  • Als ein geschätzter, kultivierter und eleganter Freund mir sein neues Buch übersandte, überraschte ich mich dabei, wie ich, im Begriff es zu öffnen, meine Krawatte zurecht rückte.
    Walter Benjamin (1892-1940), Einbahnstraße
  • Als ein Kind beginnst du, den Garten auf sandiger Erde zu hacken.
  • als ein Löwe einem Floh.
  • Als ein vernünftiges, mithin zur intelligiblen Welt gehöriges Wesen kann der Mensch die Kausalität seines eigenen Willens niemals anders als unter der Idee der Freiheit denken.
    Immanuel Kant (1724-1804), Grundegung zur Metaphysik der Sitten
  • Als ein Volk der ungeheurlichsten Mischung und Zusammenrührung von Rassen, vielleicht sogar mit einem Übergewicht des vor-arischen Elementes, als 'Volk der Mitte' in jedem Verstande, sind die Deutschen unfassbarer, umfänglicher, widerspruchsvoller, unbekannter, unberechenbarer, überraschender, selbst erschrecklicher, als es andere Völker sich selbst sind: - sie entschlüpfen der Definition und sind damit schon die Verzweiflung der Franzosen.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Jenseits von Gut und Böse
  • Als ein Weib keine Sorgen hatte, schaffte sie sich ein Ferkel an.
    pl] Niemiała baba kłopotu, to nabyła prosię.
  • Als ein wesentliches Merkmal der Menschen möchte ich ihre ethische und ästhetische Anspruchslosigkeit bezeichnen.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Stufen
  • Als eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Als eine Naturform des menschlichen Daseins ist die Einsamkeit dem Leben immanent, ein Ausdruck, eine Form seiner Selbst, ihm entwachsen und durch alle Verwandlungen hindurch mit ihm verknüpft. Sie gehört zum menschlichen Leben wie die Religion.
    Otto Weininger (1880-1903), Geschlecht und Charakter
  • Als einer arbeitet, also lohnet man ihm.
  • ARBEITEN
  • Als einer arbeyt, also lonet man ym. - Hauer, Miij.
  • Als einst die Götter, müde dieser Welt, sich flüchteten hinauf ins Sternenzelt, mitnehmend, was auf Erden sie besessen, da haben sie die Liebe hier vergessen.
    Friedrich Halm (1806-1871), Der Sohn der Wildnis
  • Als einzige Mitgift hat fürs Leben das Schicksal ein fröhliches Herz mir gegeben.
    Omar Khayyam, Sinnsprüche
  • Als elk voor zijn huis veegt, zoo worden alle straten schoon.
  • Als er am Kirchhofe vorbei ging, sagte er: Die da können nun sicher sein, daß sie nicht mehr gehenkt werden, das können wir nicht.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1796 - 1799
  • AUFSTEIGEN
  • Als er aufgestiegen war, setzte er seine Schenkel in Bewegung (um das Thier, worauf er ritt, anzutreiben). - Burckhardt.
    info] Wenn jemand in seiner Gewalt erst festsitzt, beginnt er zu unterdrücken und zu tyrannisiren.
  • Als er één schaap over de dam is, volgen er meer.
  • Als er eine Mücke ins Licht fliegen sah, und sie nun mit dem Tode rang, so sagte er: hinunter mit dem bitteren Kelch, du armes Tier, ein Professor sieht es und bedauert dich.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1775 - 1776
  • Als er heim kommt, findet er sein Haus in heilloser Unordnung vor. "Was ist denn hier passiert?!" ruft er erschrocken. "Du willst doch immer wissen, was ich den ganzen Tag so mache", erwidert seine Frau. "Heute habe ich es nicht gemacht!".
  • Als er lebte, hatte er keine Fische zu essen und tot bekam er Stutenfleisch.
    Jakuten
    info] Wenn nämlich ein Jakut gestorben ist, wird das Lieblingspferd desselben geschlachtet und in einer eigenen Grube verscharrt, außerdem wird noch eine Stute zum Schmause geschlachtet.
  • Als er lebte, konnte er sich kein Feuer anzünden, nun er gestorben, gibt man ihm Stahl und Stein.
    Jakuten
    info] Der Gestorbene bekommt nämlich Stahl und Stein mit ins Grab.
  • Als er lebte, war er ein Oberst, als er starb, wurde er ein Toter.
    Russland
  • Als er nach einem Schafe schnappte, er dafür eine Mücke ertappte.
  • Als er nun hinausgegangen,
    Wo die letzten Häuser sind,
    Sieht er mit gemalten Wangen
    Ein verlornes schönes Kind.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Der Gott und die Bajadere
  • Als er sich aber nach wenigen Minuten dieses intellektuellen Behagens nüchtern vergegenwärtigt hatte, welche Folgen es haben würde, wenn er seinem Ehrgeiz nachgäbe und jetzt noch als Nachzügler den akademischen Weg einschlüge, begegnete es ihm zum erstenmal, daß er sich für ein Unternehmen zu alt fühlte, und seit seiner Knabenzeit hatte er diesen halb unpersönlichen Begriff der Jahre nicht als etwas empfunden, das einen selbständigen Gehalt habe, und ebensowenig bisher den Gedanken gekannt: du vermagst etwas nicht mehr zu tun!
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Als er von zu Hause wegging, aß er von der Nadelspitze, kam er zurück, aß er von der Messerspitze.
    Estland
  • Als er wegging, freuten wir uns, doch es kam ein anderer, der schlimmer war.
  • Als er zum Islam gelangt war, wollte er Scherif werden.
    Ägypten
    info] Da dem Mohammedaner seine Religion als die vorzüglichste gilt, so heißt das ebenso viel als: Der Mensch lässt sich an seinem Glück nicht begnügen; je mehr er erhält, je mehr will er haben)
  • Als ersten von allen Göttern ersann sie (die Göttin) den Eros.
    Parmenides (540-483 v. Chr.), Über die Natur
  • Als erstes im Bankgeschäft lernt man den Respekt vor Nullen.
    Carl Fürstenberg (1850-1933)
  • Als es am Aschentag (d. i. Aschermittwoch) so viel geschneit hatte, daß es einen Strohhalm bedeckte, dann sagten die alten Leute: Gegen Frühling wird es noch so viel schneien, daß es ein Strohbündel bedeckt.
    ee] Kui tuhkapääval nii palju lund sadanud, et õlekõrre ära katnud, siis öölnud vanarahvas: kevade poole sajab veel nii palju, et õlevihu ära katab.
  • Als es an der Zeit war über Liebe zu schreiben, brach die Feder entzwei, und das Papier riss.
  • Als es dem Narren warm wurde, warf er seinen Pelzmantel weg, als er satt war, schmiss er sein Brot weg.
  • Als es Eltern wohl geziemt, da zu hoffen, wo Fremde nur zu genießen wünschen oder wenigstens nicht belästigt sein wollen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften II,6
  • Als es gerade Vollmond war, vor dessen Angesicht Liebende sich jedesmal in unverbrüchlicher Neigung gestärkt fühlen sollen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an J. J. v. Willemer, 26.10.1815
  • Als es jetzt gelegen ist.
    info] Um den Charakter der Zeit, der Verhältnisse, Menschen u.s.w. zu bezeichnen.
  • Als Esel geboren, als Esel gestorben.
  • Als Essen ist schlichte Kost, als Kleidung grobes Leinen stets das beste.
    China
  • Als ethisch-ästhetischer Mathematiker muss ich in meinen hohen Jahren immer auf die letzten Formeln hindringen, durch welche ganz allein mir die Welt noch faßlich und erträglich wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an S. Boisserée, 3.11.1826
  • Als etwas völlig Neues hat der Sozialismus neue Sehnsucht und neue Leidenschaften, die die Menschen der alten Gesellschaft nicht verstehen können, wie weder die Kinder noch das kindisch gewordene Alter die Sehnsucht eines Jünglings verstehen.
    Adam Mickiewicz (1798-1855), Tribüne der Völker v. 17. 4. 1849
  • Als Exposition habe vielleicht die ganze neue dramatische Kunst nichts so Unvergleichliches aufzuweisen als die ersten beiden Aufzüge von Lessings 'Minna von Barnhelm', wo Schärfe des Charakters, ursprünglich deutsche Sitte mit einem raschen Gange in der Handlung aufs innigste verbunden sei. Nachher sinke freilich das Stück und vermöge kaum nach dem einmal angelegten Plane sich in solcher Höhe zu behaupten, das könne aber dies Lob weder schmälern, noch sollte man es deshalb zurück nehmen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), J. D. Falk (1809)
  • Als falsch ist derer Meinung anzusehn,
    Die glauben wollen, dass des Adels Sphäre
    Allein der Reichtum wäre.
    Dante Alighieri (1265-1321), Canzone, 3
  • Als Feind kann ich viel schaden und als Freund viel nützen.
  • Als Fohlen du lernst, als Alter du hältst.
    ee] Varsan õpid, vanan pead.
  • Als Frau muss man sich in der Liebe entscheiden, ob man Recht haben oder geliebt werden will.
  • Als freier Mann geboren zu werden ist leicht.
    Gaius Petronius (18 v. Chr.-29 n. Chr.), Schelmengeschichten
  • Als gäbs einen Gott so im Gehirn,
    Da! hinter des Menschen alberner Stirn,
    Der sei viel herrlicher als das Wesen,
    An dem wir die Breite der Gottheit lesen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Groß ist die Diana der Epheser
  • Als Gast bring lieber ein Dou Reis als einen Esser mit.
    China
  • Als Gast hat man's gut, aber zuhause ist's besser.
  • Als Gast soll man das Trinken bemessen, aber wie zu Hause essen.
    dk] Drik som en gaest, og aed som hiemme er vane.
  • Als Gatte des Geburtstagskindes esse man möglichst viele von den auf den Schüsseln ausliegenden belegten Butterbrötchen, sonst muss man sie am anderen Tage essen. Dann sind sie aber vertrocknet.
    Julius Stettenheim (1831-1916), Der Moderne Knigge
  • Als Gatte kann ich mit dem König rechten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Natürliche Tochter A IV Sz 2
    Gerichtsrat Vs 2209
  • Als Gebilde bloßen Fleißes
    Wuchs nie eine Ros' im Garten.
    Friedrich von Bodenstedt (1819-1892), Aus dem Nachlaß des Mirza Schaffy
  • Als Gedächtnisstütze
    la] ad subsidium memoriae.
  • Als geistlos bestimmt ist der Mensch eine Sprechmaschine geworden, und es steht dem nichts im Wege, dass er ebenso gut einen philosophischen Schwulst auswendig lernen kann wie ein Glaubensbekenntnis und ein politisches Rezitativ.
    Søren Kierkegaard (1813-1855), Der Begriff Angst
  • Als gelehrig hat uns die Natur geschaffen und uns zwar keine vollkommene Vernunft gegeben, aber eine, die sich vervollkommnen läßt.
    la] Dociles natura nos edidit et rationem dedit imperfectam, sed quae perfici posset.
  • Als Gentleman geboren zu sein, ist Zufall. Als einer zu sterben, ist eine Errungenschaft.
    en] To be born a gentleman is accident. To die one is an achievement.
  • Als Geschenk ist ein wattierter Rock selbst im Sommer begrüßenswert.
  • Als getrennt muss sich darstellen: Physik von Mathematik. Jene muss in einer entschiedenen Unabhängigkeit bestehen und mit allen liebenden, verehrenden, frommen Kräften in die Natur und das heilige Leben derselben einzudringen suchen, ganz unbekümmert, was die Mathematik von ihrer Seite leistet und tut. Diese muss sich dagegen unabhängig von allem Äußern erklären, ihren eigenen großen Geistesgang gehen und sich selber reiner ausbilden, als es geschehen kann, wenn sie wie bisher sich mit dem Vorhandenen abgibt ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 573
  • Als God een land plagen wil, dan beneemt hij den heeren hunne wijsheid.
  • Als God een mensch plagen wil, dan bijt hem wel een muis dood.
  • Als God niet wil, dan kan de heilige niet.
  • Als Goha Richter wurde, war sein erstes Geschäft, seine Mutter zu überführen.
    info] Von einem Übereifrigen.
    Arabien
  • Als Gott das Feuer schuf, schuf der Teufel den Kessel.
    Holland
  • Als Gott das Weib schuf, nahm er die Gestalt von einem Engel, das Herz von einer Schlange und den Verstand von einem Esel.
    Rumänien
  • Als Gott den Adam schuf, meinte der Floh, er habe es getan um seinetwillen.
    info] Ironie auf diejenigen, welche sich zum Mittelpunkte der Natur machen.
  • Als Gott den Hasen machte, machte er auch die Büsche.
    Ungarn
  • Als Gott den Mann (er)schuf, übte sie nur.
  • Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.
    Mark Twain (1835-1910)
  • Als Gott den Schaden besah, waren im Paradiese keine Constabler da.
  • Als Gott der Herr - ich weiß auch wohl, warum -
    uns aus der Luft in tiefste Tiefen bannte,
    da, wo zentralisch glühend um und um
    ein ewig Feuer flammend sich durchbrannte,
    wir fanden uns bei allzu großer Hellung
    in sehr gedrängter, unbequemer Stellung.
    Die Teufel fingen sämtlich an zu husten,
    von oben und von unten auszupusten;
    die Hölle schwoll von Schwefelstank und -säure:
    Das gab ein Gas! Das ging ins Ungeheure,
    so dass gar bald der Länder flache Kruste,
    so dick war, zerkrachend bersten musste.
    Nun haben wir's an einem andern Zipfel:
    Was ehmals Grund war, ist nun Gipfel.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust 2, IV, Hochgebirg (Mephistopheles)
  • Als Gott die Erde schuf und die Steine verteilte, platzte der Sack und alle fielen auf Montenegro.
    Montenegro
  • Als Gott die Frau erschuf, setzte er sie an den Spinnrocken, um sie vom Mann zu unterscheiden.
    Rumänien
  • Als Gott die Frau gestrickt hat, hat die Wolle nicht gereicht; als er jedoch den Mann gestrickt hat, ist Wolle übrig geblieben. Also beschloss er, sie zusammenzubringen, auf dass sie sich gegenseitig flickten.
  • Als Gott die Schätze der Welt verteilte, froren ihm über Sibirien die Hände und er ließ sehr viel fallen.
  • Als Gott die Sprache schuf, schuf der Teufel den Superlativ, und in ihm gewann der Vater der Lüge seinen zuverlässigsten Diener.
    Hermann Oeser (1849-1912), Des Herrn Archemoros Gedanken über Irrende, Suchende und Selbstgewisse
  • Als Gott die Welt erschuf, gab er den Europäern die Uhr, uns Afrikanern schenkte er die Zeit.
  • <<< 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 >>>

    alphabetical
    A-a A-b A-c A-d A-e A-f A-g A-h A-i
    A-j A-k A-l A-m A-n A-o A-p A-q
    A-r A-s A-t A-u A-v A-w A-y A-z
    Aa Ab Ac Ad Ae Af Ag Ah Ai Aj Ak Al Am
    An Ao Ap Aq Ar As At Au Av Aw Ax Ay Az
    Ba Be Bi Bj Bl Bo Br Bs Bu By

    keywords
    Aa Ab Ac Ad Ae Af Ag Ah Ai Ak Al Am An Aq Ap Ar As At Au Av Aw Ax Az
    Ba Be Bi Bl Bo Br Bu By
    Ca Ce Ch Ci Cl Co Cr Cu Cy
    Da

    DICTUM operone