DICTUM

Al

  • Also lass uns trinken!
    la] Ergo bibamus!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Titel eines Liedes
  • Also lauf, Rudi; lauf, die Stadt ist unsa.
    Schweiz
    info] Die Entstehung dieses Sprichworts fällt in die Zeit von 1515, in welchem Jahre Franz I. von Frankreich in der Schlacht von Marignano viele tausend Schweizer getötet hatte. Nach diesem Verluste enstand ein Auflauf der Landschaft Zürich. Zwar war der Rat der Stadt gewarnt, aber ehe er einen Beschluss gefasst hatte, waren die Seebauern am Tor. Die schläfrigen Anstalten, die sie bemerkten, erhöhten ihren Mut. Mit den obigen Worten riefen sie den Nacheilenden zu. Sie wurden in der Folge zum Sprichwort.
  • Also lohnet die Welt.
  • Also muess men die Säu und Esel krönen.
  • Also muss man den Narren vber den Dölpel werffen und ein specklein auf die fallen legen.
  • Also nichts könnte dich plagen? Dann geh und kauf dir eine Ziege.
    Indien
  • Also prüfe Hoffnung und Furcht, und so oft alles ungewiss ist, meine es gut mit dir: Glaube, was du lieber willst.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Briefe über Ethik
  • Also regieren die Planeten.
  • Also sag ich dir dies: der Glücklichste denke zum Streite
    Immer gerüstet zu sein ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Achilleis 1. Gesang Vs 609
  • Also schreiten sie mit Kinderleichtsinn
    Und mit rohem Tasten in den Tag hin.
    Möchten sie Vergangnes mehr beherzgen,
    Gegenwärtges, formend, mehr sich eignen,
    Wär es gut für alle.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Pandora (Prometheus) Vs 1072f.
  • Also schritt sie hinauf, sich schon des Herbstes erfreuend und des festlichen Tags, an dem die Gegend im Jubel Trauben lieset und tritt und den Most in die Fässer versammelt, Feuerwerke des Abends von allen Orten und Enden leuchten und knallen, und so der Ernte schönste geehrt wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Also sei dein Tun und Mund, wie du bist in deines Herzens Grund.
  • Also sind es drei verschiedene Gewalten (potestas legislatorla, executoria, judiciaria), wodurch der Staat seine Autonomie hat, d. h. sich nach Freiheitsgesetzen bildet und erhält. In ihrer Vereinigung besteht das Heil des Staates, worunter man nicht das Wohl der Staatsbürger und ihre Glückseligkeit verstehen muss ... sondern den Zustand der größten Übereinstimmung der Verfassung mit Rechtsprinzipien versteht, nach welchem zu streben uns die Vernunft durch einen kategorischen Imperativ verbindlich macht.
    Immanuel Kant (1724-1804), Rechtslehre
  • Also sollen wir vnser tun vnnd lassen vor dem Spiegel der vernunfft stellen, vnd wohl betrachten, die mengel bessern vnnd die vernunfft lassen rathgeb sein.
  • Also sollen wir wissen, dass zwo Art der Ärzt seind: die aus der Lieb handlen und aus dem Eigennutz.
    Paracelsus (1493-1541), Septem Defensiones
  • Also sprach Jupiter und nickte ... gnädig Gewährung, sein Nicken ließ beben den ganzen Olympus.
    la] Adnuit et totum nutu tremefecit Olympum.
    Vergil (70-19 v. Chr.)
  • Also sprach Zarathustra.
    geflügeltes Wort
  • Also trägt uns oft das Leben
    Über Menschen-Tun und Weben,
    Wie auf unsichtbarem Thron,
    Und wir schaun - uns hebt der Glaube! -
    Haupt in Wolken, Fuß im Staube,
    In die tiefe Region.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Nachspiel zu Ifflands Hagestolzen (Hofrat)
  • Also tut die Welt, sie gelobet wohl und gibt bös Geld.
  • Also tut man in Türingen sägen: nach großer trücken kommt großer rägen.
    la] Exundas pluuia, sequitur post tempora sicca.
  • Also vele te quader dat de bruut schorft is ende luttel hevet.
  • Also vertrau deinem freund, dass du achtest er mög dein Feind werden.
  • Also vest er bei seim manne helt, wie sich der has zun hunden stelt.
    la] Sic adstat socio, sicut lepus ipse molosso.
  • Also wael ist gheluc achter als vore.
  • Also war es bestimmt.
    la] Sic erat in fatis.
    Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.), Festkalender
  • Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
    1. Mose 2,1
    info] Davon: ein ganzes Heer = eine sehr große Menge
  • Also wer dem Hause trefflich vorsteht,
    Bildet sich und macht sich wert, mit anderen
    Dem gemeinen Wesen vorzustehen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Vorspiel zur Eröffnung des Weimarischen Theaters 1807 (Majestät)
  • Also wie der Mensch isst und trinkt und verdaut, ohne zu denken, dass er einen Magen hat, also sieht er, vernimmt er, handelt und verbindet seine Erfahrungen, ohne sich dessen eigentlich bewusst zu sein.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Aus Lavaters physiognomischen Fragmenten
  • Also wiederholt sich alles Bedeutende im großen Weltgange, der Achtsame bemerkt es überall.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Am Rhein, Main und Neckar, 1814/15 - St. Rochus-Fest zu Bingen
  • Also will es die Art edler Seelen: sie wollen Nichts umsonst haben, am wenigsten das Leben.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Also sprach Zarathustra
  • Also wird die Gewalt entscheiden, bis die Vernunft so viele Köpfe erleuchtet, dass die Gewalt entwaffnet wird.
    Voltaire (1694-1778), Philosophisches Wörterbuch
  • Also wollen wir uns, solange es Tag ist, nicht mit Allotrien beschäftigen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Zelter, 29.4.1830
  • Also wusch er ihnen den Pelz.
  • Also zündet ein Ding dem andren Dinge das Licht an.
    Lukrez (97-55 v. Chr.), Von der Natur der Dinge
  • Also, als Affe ja, sagte der Affe, aber als Politiker ganz entschieden nein.
  • Also, Gott versprich, wenn nicht einmal das mehr sein darf ...
    ndt] Also Goddvrschbrich, wenn it amool dees sai däff ...
  • Also, Herze, sei zufrieden, Laridah! Viele Hasen gibt es hienieden, Laridah! Ist der eine dir entlaufen, Laridah! Kannst du einen andern kaufen. Laridah!
    Otto Julius Bierbaum (1865-1910), Laridah!
  • Also, meine Geduld muss heiter und lächelnd und nicht zu ernst sein.
    Papst Johannes XXIII., Geistliches Tagebuch (Geistliche Notizen), 1. Februar 1903
  • Also, wenn e it mee griag, noch roichd dees guet.
  • Also, Zyprianus, geht
    Aller Glanz der Welt zugrunde!
    Pedro Calderón de la Barca (1600-1681), Der wundertätige Magus 3 (Die Erscheinung)
  • Alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen.
    Apostelgeschichte, 9, 18
  • Alss der Herr auffm Esel geritten, ist er davon nicht besudelt worden, das der Esel sein natürliches werck getan.
  • Alss man nicht lichtlich die Ale venge, men hebbe dan tho vorn dat Water gewlomet.
  • Alssbaldt der Mensch ein wörtlein spricht, so weiß gott schon, was ihm gebricht.
  • Alst ein gemein Bywôrt is: dat lof wert in dem ende gesungen.
  • ALTER (DAS)
  • Alt (= Alter) vnd torheit ist zweyerley schad. - Hofmann, 35, 120.
  • Alt (verheilt) schäden bluten leicht.
  • Alt Affen fahet (fängt) man schwerlich.
  • Alt Affen fahet man schwerlich.
  • ALT (ADJ.)
  • Alt an Jahren hat viel erfahren.
    Lat.: Senectus si nihil quodquam aliud visi: attuleris tecum, quum advenis, unum id sat est, quod diu vivendo multa, quae non vult, videt. (Binder II, 3075.)
  • ALT (ADJ.)
  • Alt an Jahren, an Verstande ein Kind.
    info] Nicht immer am besten erfahren ist, wer am ältesten an Jahren ist.« (Mirza Schaffy.)
  • Alt aussehen.
  • ALT (ADJ.)
  • Alt bän ich, nemi kan ich. - Schuster, 534.
  • ALT (ADJ.)
  • Alt bei Hofe und jung im Kloster.
    info] Empfiehlt Vorsicht und Klugheit als die Eigenschaften des Alters im Hofdienst; Einfalt und Unschuld als die der Jungen im Klosterdienst.
    Lat.: Aulicolis iugis cenobitis novus assis. (Reuterdahl, 58.)
    Schwed.: War gamal til houa ok wugher til klosther. (Reuterdahl, 58.)
  • Alt bin ich, nehmen kann ich.
  • Alt bist du dann, wenn deine Ärzte jünger sind als du.
  • Alt Braut (Brot) un drüge Holt helpen hushalten.
    Westfalen
  • Alt Brot, alt Mehl, alt Holz und alter Wein sind Kleister.
  • Alt det som fødes skal engang døe.
  • Alt det som gavner, kand og skade.
  • Alt dürr Holz ist besser denn grünes zu drehen und zu bawen.
  • Alt efter markedsgang.
  • Alt Eisik wird tänzerik.
    Jüdisch-deutsch
    info] Der alte Isaak wird noch in seinem Alter ein leidenschaftlicher Tänzer. Wenn ein schon bejahrter Mann noch jugendliche Streiche spielt
    nl] Als oude guilen beginnen te lopen, dan is er geen houden aan.
  • Alt Feindtschafft würt offt neu.
  • Alt Fleisch gibt fette Suppen.
    fr] Vieille chair fait bon potage.
    nl] Oud vleesch maakt goede (vette) soppen.
  • Alt Fleisch will sich laben.
    info] Alte Leute trinken gern.
  • Alt fleisch will Wasser haben.
    zit] Alte Leut wollen gern im nassen sein und trincken.
  • Alt for dyyrt bliver sielden kiøbt, for jager lysten.
  • Alt for fiint er og skarn.
  • Alt for kaek er største gaek.
  • Alt for rundt gjör suppen tynd.
  • Alt for spids bliver snart stump.
  • Alt för stränge råda intet länge.
  • Alt for sundt er usundt.
  • Alt for viïs giir ingen priis, thi da drukner man i visdommen.
  • Alt forganger uden Guds naade.
  • Alt Freund, alt Wein, alt Geld führt den Preis in aller Welt.
  • Alt fühlt man sich nur dann, wenn man Dinge bereut, die man falsch gemacht hat.
  • Alt gammelt er ikke sandt, eller alt nyt falskt.
  • Alt Geld führt den Preis durch alle Welt.
    info] Insofern es von besserm Gehalt ist, als das neuere, oder für Münzsammlungen.
  • Alt geld macht edel.
    la] Et genus et formam regina pecunia donat.
  • Alt Geld macht neuen Adel.
    bm] Staré zbozé ciní novou slechtu.
    la] Antiqua aeris possessio nobilitat.
    la] Crumena generosum facit.
  • Alt geld und jung leut reimen sich nit zusamen.
  • Alt Geld, Heu und Brot kommen wohl zu statten.
    nl] Oud geld, oud hooi en oud brood komt iemand wel te pas.
  • Alt geldschuld wird nit rostig.
  • ALT (ADJ.)
  • Alt genug ist, wer klug (witzig) genug ist.
  • ALT (ADJ.)
  • Alt genug und doch nicht klug. - Masson, 13.
  • Alt godt er guds gave, det ondt er straf for synden.
  • Alt godt viel ikke gavnes.
  • ALT (ADJ.)
  • Alt hat schwer genug zu tragen.
    It.: All' huomo vecchio per tutto gli duole.
  • Alt Heidelberg, du feine,
    Du Stadt an Ehren reich,
    Am Neckar und am Rheine
    Kein' andre kommt dir gleich.
    Joseph Victor von Scheffel (1826-1886), Der Trompeter von Säckingen
  • Alt Herrn han auch erstlich Kindsbrey gessen.
  • Alt Heu, alt Geld und alt Brot schützt vor vieler Not.
  • Alt heut (Häute) bedörffen vil gerbens.
    la] Senem erigere durum.
  • Alt heut sind zehe.
  • Alt Holz brennt besser als junges.
  • Alt Holz gibt gut Feuer.
  • Alt Holz lässt sich nicht biegen.
  • Alt Holz und alt Geld schätzt man in der Welt.
    nl] Oud holt, oud goud.
  • Alt hund reiten auff dem ars.
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