DICTUM

Am

  • Am Tage nach der Wohltat weiß man, wer ein Herz hat.
  • Am Tage Pauli Bekehr (25. 1.) - der halbe Winter hin, der halbe Winter her.
  • Am Tage Portiuncula (2. 8.) ist's leicht, den Kapuzinern zum Tanze pfeifen.
  • Am Tage Sankt Krispin (25. 10.) sind alle Fliegen hin.
  • Am Tage Sankt Paul's bricht der Winter das Genick.
    Frankreich
  • Am Tage schlaf nicht, in der Nacht trink kein Wasser, dann brauchst du keinen Arzt.
  • Am Tage siehst du nichts und in der Nacht schwatzest du.
    Griechenland
  • Am Tage sind die Sterne nicht zu sehen, nachts scheint nicht die Sonne.
  • Am Tage Tiburti sollen alle Felder grünen.
  • Am Tage von Sankt Valentin (14. 2.) gehen Eis und Schnee dahin.
  • Am Tage vor Sankt Kilian (8. 7.), da säe deine Wicken an.
  • Am Tage vor Sankt Lorenz esst hundert Mandeln, am heiligen Kreuztage (14. 9.) esst hundert Nüsse.
    Sardinien
  • Am Tage vor Sankt Lorenz esst hundert Mandeln, am heiligen Kreuztage (14. Septebmer) esst hundert Nüsse.
  • Am Tage, als Kunz Saudreck gen Pfingsten reut.
  • Am Tage, an dem du nackt herumläufst, wirst du bestimmt deine Schwiegermutter treffen.
    Suaheli
  • Am Tage, an dem ich mein Haus nicht fegte, kamen unerwartete Gäste.
    Spanien
  • Am Tage, da einer alles weiß, laß ihn ruhig sterben!
    Sudan
  • Am Tage, da ich meinen Pass verlor, entdeckte ich mit achtundfünfzig Jahren, dass man mit seiner Heimat mehr verliert als einen Fleck umgrenzter Erde.
    Stefan Zweig (1881-1942), Erinnerungen
  • Am Takte erkennt man den Organisten (o. Spieler).
    zit] Auch noch vieles andere; denn Takt ist der Verstand des Herzens.
  • Am Tanztag beweint niemand seinen (verstorbenen) Angehörigen.
    Afrika
    info] Man soll alles zu seiner Zeit tun.
  • Am Tanztag nimmt man eine Frau nicht in wilde Ehe.
    Afrika
    info] Der Tanztag ist nur die Gelegenehit, sich kennenzulernen und Verabredungen zu treffen
  • Am teuersten wird Weihnachten von den Gottlosen gefeiert.
  • Am Text kleben.
  • Am Thersites krankt ein jeder Held.
    Paul Heyse (1830-1914), Das Feenkind
  • Am Thomastag (21. 12.) heiratet der schwarze Thomas seine erste Tochter; am Antoniustag (17. I) die zweite, zur Lichtmeß (2. II) die dritte.
    ee] Toomapäeväl pandvat must Toomas edimädse tütre mihele, tõnnispäeväl tõse, küindlepäeväl kolmanda.
  • Am Thomastag (21. 12.) kommt (von) der Sonne eine Staubschicht ab, die Sonne wird klarer.
    ee] Tuumapäiv lätt pääväl üts tolm maaha, päiv nakas selgembäst minemä.
  • Am Thomastag (21. 12.) stöbert es immer.
    ee] Toomapäeval ikka tuiskab.
  • Am Thomastag (21. 12.) wächst der Tag um einen Hahnenschritt.
    it] San Tomé cresce il dì quanto il gallo alza un piè.
  • Am Thomastag (21. 12.) werden die Weihnachtstore vom Himmelsvater geöffnet.
    ee] Toomäpää saavad jõuluväravad lahti tehtud taevataadi poolt.
  • Am Thomastag (21. 12.) wird der rußige Thomas hinausgebracht.
    ee] Toomapääval viiakse Tohma-Toomas välja.
  • Am Thomastag (21. Dezember) heiratet der schwarze Thomas seine erste Tochter; am Antoniustag (17. Januar) die zweite, zur Lichtmess (2. Februar) die dritte.
  • Am Thomastag (21. Dezember) kommt (von) der Sonne eine Staubschicht ab, die Sonne wird klarer.
  • Am Thomastag (21. Dezember) stöbert es immer.
  • Am Throne gibt es fast für niemanden Geheimnisse als für den, der darauf sitzt.
    Jean Paul (1763-1825)
  • Am Tisch der Fugger speist ich dort und hie und schimpfe weidlich Pfeffersäcke sie.
    Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898), Homo sum
  • Am Tisch sei frölich, nicht hader mach, zu afterred sey nicht Ursach.
    la] Absint a mensa, detractio, murmur et ira, sed cum laedicia, sumatur potus et esca.
  • Am Tisch soll man keines Haders gedenken.
  • Am Tisch und im Bett gehört die rechte Seite dem Mann.
  • Am Tische hat das Weib recht, im Bett der Mann.
  • Am Tische sei frölich, frisch und freundlich.
  • Am Tische soll man keines Haders gedenken.
  • Am Tische, den ein andrer gedeckt, das Essen meist am besten schmeckt.
  • Am Tor des Dorfes endet die Macht des Königs.
  • Am Tor eines deutschen Militärbüros sah ich ein Plakat, aus dem die Worte hervorsprangen: 'Macht Soldaten frei!' Es war aber gemeint, daß Zivilisten als Schreiber für die Kanzlei gesucht werden, um den dort beschäftigten Soldaten den Abgang an die Front zu ermöglichen.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Nachts
  • Am Tor handelt man um ein Füllen, auf der (Dorf)straße um einen Hengst.
    Estland
  • Am toten Punkt angelangt/angekommen sein
  • Am Trillern erkennt man die Lerche.
  • Am trockenen Busen hält sich Weißbrot am feuchten Gerstenbrot.
    ee] Kuivas põues seisab saialeib, märjas kesvakannikas.
  • Am trockenen Stamm ist gut Feuer machen.
  • Am Trompetentisch sitzen.
    info] Am Bei- oder Nebentisch. Wohl daher, dass bei Gastmählern, besonders der Offiziere, die Trompeter oder Musiker, welche die Tafelmusik besorgen, an einen besondern Tische ihren Platz haben. Die Musiker genossen früher keine besondere Achtung, was sich noch in der Benennung Trompeten- oder Musikantentisch für Neben- oder Katzentisch zeigt.
  • Am Übeltäter zittert selbst der Rock.
    Tschechien
  • Am Ufer ist die Sicherheit, im Heer der Reichtum.
  • Am Ufer stehen nützt nichts, wenn der Fluss vertrocknet ist.
  • Am unangenehmsten sind nicht die Neinsager, sondern Leute, die sagen: 'Ja, aber'.
  • Am unbarmherzigsten im Urteil über fremde Kunstleistungen sind die Frauen mittelmäßiger Künstler.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Am unerträglichsten finde ich, dass es Armut in reichen Ländern und reiche Menschen in armen Ländern gibt. In beiden Fällen sind sie fehl am Platz. Peter Ustinov, Peter Ustinovs geflügelte Worte
  • Am unglücklichsten ist nicht der Mann, der keine Freunde, sondern der keine Feinde hat.
    Spanien
  • Am unterspülten Ufer ist bös baden.
    bm] Koupej se dr?e se břehu.
  • Am unverständlichsten reden die Leute daher, denen die Sprache zu nichts andern dient, als sich verständlich zu machen.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Mensch und Nebenmensch
  • Am Vater erkennt man den Sohn, an der Mutter die Tochter.
  • Am Vater kennt man gemeiniglich die Kinder.
  • Am Verbrechen eines einzelnen lern alle kennen.
    la] Crimine ab uno / disce omnes.
  • Am Veronatag soll's vormittags regnen und nachmittags die Sonne scheinen.
    Luzern
  • Am Verstande trägt man nicht schwer.
  • Am vielen Lachen (o. Fragen) erkennt man den Narren (o. Toren).
    en] A loud laugh bespeaks a vacant mind.
    fr] Au rire on connaît le fou.
    fr] Qui rit trop a nature de sot.
    it] I matti si conoscono dal molto ridere.
    la] Per risum multum debes cognoscere stultum.
    la] Risu inepto res ineptior nulla est.
    es] La olla en sonar y el hombre en hablar.
  • Am vielen Lachen kann man den Narren erkennen.
    en] A loud laugh bespeaks a vacant mind.
    fr] Au rire on connaît le fou.
    fr] Qui rit trop a nature de sot.
    it] I matti si conoscono dal molto ridere.
    la] Per risum multum debes cognoscere stultum.
    la] Risu inepto res ineptior nulla est.
    sp] La olla en sonar y el hombre en hablar.
  • Am vierten Tag vom Hochzeitsschmaus trollt der Hochzeitsbitter sich nach Haus.
  • Am Vorabende großer Ereignisse stehen.
    info] Meist ironisch gebrauchte Redensart, um auszudrücken, dass nichts von Bedeutung geschehen werde.
    zit] Lassen Sie in Paris bekannt machen, dass wir am Vorabende eines großen Ereignisses, à la veille d'un grand évenement, stehen. Napoleon
  • Am vorderen Tor wehrt man den Tiger ab, durch das hintere kommt der Wolf ins Haus.
    China
  • Am vorderen Tor wehrt man den Tiger ab, und durch die Hintertüre kommt der Wolf ins Haus.
  • Am Vormittag der Heilige Elias, am Nachmittag Allah.
  • Am vorsichtigsten sei man beim Ratgeben in Heiratsangelegenheiten!
    Adolph Knigge (1752-1796), Über den Umgang mit Menschen
  • Am wahren Spötter lächelt das ganze Gesicht, der Mund ausgenommen.
    Jean Paul (1763-1825), Bemerkungen über den Menschen
  • Am Walde hätte nicht die Axt so leichtes Spiel,
    Hätt' ihr der Wald nicht selbst geliefert ihren Stiel.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Die Weisheit des Brahmanen
  • Am Wams kann man nicht sehen, wer ein Brandmal trägt.
    nl] Het is aan het wambuis niet te zien, wie een brandmerk draagt.
  • Am Wappen erkennt man die Münzen.
    nl] Aan de wapens kent men de munten.
  • Am warmen Kamin träumt es sich gut vom Schneesturm.
  • Am warmen Ofen (v)erfriert man nicht.
    Rheinpfalz
  • Am warmen Ofen erfriert man nicht.
  • Am Wege enden alte Pferde und alte Soldaten ihr Leben.
    nl] Aan den weg en aan de straat rekken oude paarden en trouwe veteranen hun leven.
  • Am Weibe schlägt der Mann seine Schande.
  • Am Weiler vorbei
    Sammelt die sanfte Waise noch spärliche Ähren ein.
    Georg Trakl (1887-1914), De Profundis
  • Am Weiser kann man sehen, was an der Glocke ist.
    ndt] Hä is wie de Wîser an de Klock, hä geiht, we ein'n 'n stellt.
    nl] Men kan aan den wijzer wel zien, wat de klok heeft.
  • Am weitesten in der Rücksichtslosigkeit bringen es die Menschen, die vom Leben nichts verlangen als ihr Behagen.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Am wenigsten stützt Religion und Sittlichkeit auf Gründe. Eben die Menge der Pfeiler verfinstert und verengt die Kirchen.
    Jean Paul (1763-1825)
  • Am Werk der Nacht findet der Tag immer etwas auszusetzen.
    Irland
  • Am Werk sieht man zu aller Frist, was meisters drob gewesen ist.
    fr] A l'oeuvre on connaît l'artisan (l'ouvrier).
    fr] C'est à la muraille qu'on connaît les maçons.
    nl] Aan het werk kent men den meester.
  • Am Werke erkennt man den Meister.
    Jean de La Fontaine (1621-1695), Fabeln
  • Am Werke erkennt me den Werkmann (Arbeiter).
    la] Indicat artificem res operata suum.
  • Am Werktag schaffe alle Ding,
    Am Sonntag bete, hör und sing!
  • Am wertvollsten ist eine Gabe, wenn ich sie dringend nötig habe.
  • Am Wickel haben.
  • Am Widerrist erkennt man ein gutes Pferd, am Maul einen guten Esser.
    Estland
  • Am widerwärtigsten sind die kricklichen Beobachter und grilligen Theoristen; ihre Versuche sind kleinlich und kompliziert, ihre Hypothesen abstrus und wunderlich.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 566
  • Am Wildfangen ist kein Gewinn.
  • Am Windeskreuztag (d.i. Jürgenstag) bekam das Pferd seinen Schlüssel in die Hand.
    Estland
  • Am Winterfirsttag (12. 3. od. 14. 1.) wird der Hahn über den Dachfirst geworfen, denn er hat unter dem einen Fuß Körner, unter dem anderen Schnee.
    ee] Taliharjapäeval visatse kukk üle katuseharja, sest tal on teise jala all teri, teise all lumi.
  • Am winterlich geschwellten Bache siehst du, wie alle Bäume, die sich schmiegsam beugen, den Schmuck der Zweige unversehrt bewahren.
    Sophokles (497-406 v. Chr.), Antigone
  • Am Wissen trägt man nicht schwer.
  • Am Wohlgebornen übel steht, wenn er der Tugend Weg nicht geht.
    la] Bene natis turpe est male vivere.
    la] Honeste natis turpe est male vivere.
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