DICTUM

Am

  • Am jünksten Middage es en Kauflatt so guet as 'ne Pistolle.
  • Am Kalbe erkennt man den Ochsen.
  • Am Kalbe erkennt man des Ochsen Hörner.
  • Am Kalbe schon sieht man, was für ein Ochs es werden will.
  • Am Kalkhuhn (kalekutischen Huhn) prüfen, wie der Fasan schmeckt.
    Russland
  • Am kalten Eisen sterben.
  • Am kalten Fieber leiden.
  • Am kalten Mondtag, da die Frau den Beltz verbrant.
    info] In dem Sinne von Nimmerleinstag.
  • Am kalten Ofen verbrennt man sich nicht.
  • Am Kamin ist es, wo die Eule (d. h. der Kahlköpfige) oft sitzt.
    Hawaii
  • Am Kamm erkennt man den Hahn (o. die Hühner).
  • Äm kann de Stauhl unner de Fuët briännen, he stäiht nich op.
  • Am Karfreitag nüchtern ein Gänseei verzehrt, bewahrt vor Bauchschäden und Fieber.
  • Am Karfreitag Regen bringt dem Bauer keinen Segen.
  • Am Karfreitag soll der Rabe seine Kinder taufen.
    ee] Suurel reedil ristida ronk oma lapsi.
  • Am Karfreitag soll man nichts trinken, sonst hat man das ganze Jahr Durst.
    ndt] Am Karfrittig soll ma niats drinka, suschd hott ma s ganz Johr Durschd.
  • KARFREITAG
  • Am Karfreitag soll's regnen, nicht aber am Ostertag. (Luzern.)
  • Am Karfreitag trauert die Sonne bis drei Uhr Nachmittags.
    Schwaben
  • Am Karfreitage reisen die Glocken nach Rom.
    ndt] An Korfreitche rejsen de Glucken uf Roume.
  • Am Karnisseltag.
    Oberösterreich
    info] So hießen bis in die Zeiten des Kaisers Joseph II. die Bewohner des Stiftes Kremsmünster den 11. Dezember, an dem seit unvordenklicher Zeit das Andenken an den Todestag des Stifters Thassilo II., Herzogs von Bayern, durch ein sogenanntes Gespende gefeiert wurde. Jeder nämlich, der kam und verlangte, erhielt, in der Voraussetzung, dass er dem Trauergottesdienst für die Seele des Stifters andächtig beiwohne, eine Portion Brot mit Fleisch. Einmal wurden zu dem Zwecke 60 Rinder geschlachtet.
  • Am Karsamstag hat es neunerlei Wetter.
  • Am Katharinentag (25. 9.) befahl das Schaf sich nicht zu scheren; es sagte, daß es in Pelz (und) Hemd in die Kirche gehen will.
    ee] Kadripäevas es ole lammas ennast pügäde käsken, ütelnu, et temä taht kirikus minna, kasukat-särki selga panna.
  • Am Katzentisch sitzen.
  • Am Kellerfieber leiden.
    info] An den Folgen übermäßigen Bier- oder Weingenusses kranken.
    zit] Dass sie eine kannen weins mehr müssen trinken, was inn bissweilen ein solch kellerfeber oder grimmen oder gegicht im Busen jaget, dass sie wohl etwa davon sterben.
  • Am Klange den Topf, den Narren am Kopf (o. an der Red' des Narren Kopf).
  • Am Klange erkennt man die Münze, an der Rede den Mann.
  • Am Klange erkennt man wohl, ob die Münze gut oder schlecht ist.
  • Am Klappern kann man nicht erkennen (o. merken), wie die Mühle mahlt.
    fr] Vous ne oriez (n'entendriez pas) pas un moulin mouldre.
  • Am Klappern kann man nicht erkennen, wie die Mühle mahlt.
  • Am Klappern liegt's nicht; aber es gibt kein Mehl.
  • Am Kleid kennt man den Mann.
  • Am kleinen Riemen lernt der Hund das Leder kauen.
  • Am Klopf erkennt man den Topf.
  • Am klügsten ist es, das Schicksal und die Zeit abzuwarten.
  • Am Knecht kann man wohl den Herrn erkennen.
    fr] Au séneschal de la maison peut-on connoistre le baron.
  • Am Kohlmarientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) bindet man dem Schwein den Trog auf den Rücken und schickt es in den Wald.
    ee] Kapstmaarjapäävä köödetäs tsialõ ruih sälgä ja saadõtas mõtsa.
  • Am Kohlmarientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) guckt die Kuh aus dem Stall, am Georgstag (23. 4.) aus dem Weidenstrauch.
    Estland
  • Am Kohlmarientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) wird der Rüssel des Schweines frei.
    ee] Kapstamaarjapäävän saa tsia nõna vallale.
  • Am Kopf beginnt die Gesundheit.
    la] A capite bona valetudo.
  • Am Kopf des Narren lernt der Junge scheren.
  • Am Kopf fängt der Fisch zu stinken an.
  • Am Kopf pack stets Gelegenheiten, der glatte Schwanz könnt' dir entgleiten.
  • Am Kopfe der Waise macht der Chirurg Versuche.
    Arabien
  • Am Kopfende gibt es keinen Brotlaib, wenn man nicht arbeiten will.
    ee] Saa-ai pätse päühtsehe, ko tüüd taha-ai tetä'.
  • Am Körper lang, am Geiste krank.
    info] Man will beobachtet haben, dass sehr lange Menschen weder viel Herz, noch viel Geist besitzen.
  • Am Kragen erkennt man den Mann.
  • Am Kreuzerhöhungstag (14. 9.) Brot und Nüsse soviel man mag.
    it] Per santa Croce, pane e noce.
  • Am Kreuztag (d. i. zur Himmelfahrt) streut man auf die Grasspitzen Salz.
    ee] Ristipäeval pannakse rohuladvale soola.
  • Am Krieg ist nur eine Sache gut: der Frieden, der ihm folgt.
    es] La guerra sólo tiene una cosa buena: la paz que trae en pos de ella.
  • Am krummen Holz erkennt man den Künstler.
    Sudan
    info] Weil das gerade leicht zu bearbeiten ist).
  • Am Lachen erkennt man den Narren und den Dummkopf.
    fr] Au rire connaît-on le fol et le niais.
  • Am Lachen erkennt man den Narren.
  • Am Lachen erkennt man den Toren.
  • Am Lachen hat man Spaß, aus Weinen wächst ein Mastochs.
    Estland
  • Am Lachen und Blarren erkennt man die Narren.
    dk] Latter førrader narren. Megen latter, megen daarskab.
  • Am Lachen und Flennen
    Ist der Narr zu erkennen.
  • Am Lande ist gut schiffen.
  • Am langen Finger bleibt die Sache haften.
    ee] Pikku näppu hakkab asi kinni.
  • Am längeren Hebel sitzen.
  • BEHALTEN
  • Am längsten behält man, was man in der Jugend gelernt hat. - Simrock, 5286.
  • Am längsten liebt man, was man in der Jugend geliebt hat.
  • Am Lappen halten.
    zit] Hastu ein Löhnlein, Erbtheil, eine Besoldung, halte am Lappen, lege den Gülden nicht zu viel auf, sei ein Sparmundus.
  • Am lästigsten sind die geistreichen Dummköpfe.
    François de La Rochefoucauld (1613-1680), Reflexionen
  • Am laufenden Band.
  • Am Laurentiustag (10. 8.) Elendsbrot, am Olafstag (29. VII) richtiges Brot.
    ee] Lauritsapäeval hädaleib, olevipäeval õige leib.
  • Am Laurentiustag (10. 8.) muß ein fauler Mann das Saatgut zum Dreschen aufgestellt haben.
    ee] Lauritsapäeval peab laisal mehel seemerehe üleval olema.
  • Am Leben sein.
    es] Estar con vida.
  • Am lebenden Objekt
    la] In vivo.
  • Am leder lernt der Hund endlich das kalb gar essen.
  • Am Lehrling mäkelten sie,
    Nun mäkeln sie am Wandrer,
    Jener lernte spät und früh,
    Dieser wird kein andrer.
    Beide wirken im schönen Kreise
    Kräftig, wohlgemut und zart,
    Lerne doch jeder nach seiner Weise,
    Wandle doch jeder in seiner Art.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zahme Xenien V
  • Am Leibe abstraffen und darzu schelten, ist zu viel.
    en] Great boast, small roast.
  • Am leichtesten erträgt man noch die Gewalt, die man eines Tages selbst auszuüben hofft.
    Joseph Joubert (1754-1824)
  • Am leichtesten kauft man den Völkern die Freiheit mit dem Wohlstand ab.
  • Am leichtesten schartig werden scharfe Messer,
    Doch: schneidet man deshalb mit stumpfen besser?
    Friedrich von Bodenstedt (1819-1892), Die Lieder des Mirza Schaffy: Zuleikha
  • Am leichtesten trifft man Leute, denen man aus dem Wege gehen will.
  • Am leichtesten werden alte Irrtümer unter neuen Bezeichnungen für Fortschritte gehalten.
  • BOHNENMARKT
  • Am letzten Bohnenmarkt. - Kirchhofer, 248.
  • Am letzten in den Schuhen sein.
  • Am letzten Tag des Weihnachtsfestes (27. 12.) kann man schon den Tag erkennen (d. i. es ist heller geworden).
    ee] Jõulu viimase pühal saab juba pääva tunda.
  • Am letzten Viertel ein roter Streif, der bringt gar manchen Regenstrich.
  • Am letzten Weihnachtstag (27. 12.) soll der Tag schon so lang sein, daß die Kohlsuppe ordentlich fertig kocht.
    ee] Viimasel jõulupühal pidi juba päev nii pikk olema, et kapsasupp kees korralikult ära.
  • Am Liachtmösstoag (Lichtmesstag, 2. 2.) hoate' (heiter), troag' d' U'ress'n übe' d' Loate (Leiter); am Lichtmösstoag külb', tua d' U'ress'n hî, wo d'willst.
    Unterinnthal
    info] U'ress'n = Überbleibsel des Futters; külb' = bedeckt, trübe, wolkig. Wenn der Lichtmesstag klar ist, soll man die Überbleibsel des Futters aus dem Stalle wieder auf den Heuboden tragen, weil ein spätes Frühjahr und daher Heumangel droht; ist jedoch der Lichtmesstag trübe (külb), dann sind sie entbehrlich, weil ein zeitiges Frühjahr und deshalb gutes Auskommen mit den Heuvorräten in Aussicht steht.
  • Am Lichtmeßsonnabend (1. 2.) sind die Nüsse im Schuß.
    ee] Küündlabe laupa loodaje pähked.
  • Am Lichtmesstag (2. 2.) sieht kaum der Bär 'nen Sonnenblick, kehrt er in seine Höhl' zurück.
  • Am Lichtmesstage (2. 2.) umtanzen die Kinder auf dem Acker angezündete Holz- und Strohhaufen mit dem Ruf: 'Lank Flaß!'
  • Am liebsten erinnern sich die Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten.
    Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904)
  • Am liebsten fließen die Tränen, wenn ein Feind stirbt.
    Armenien
  • Am liebsten in ein Mauseloch kriechen.
  • Am liebsten ist mir denn aber doch, was ich in der Seele mitnehme und was, immer wachsend, sich immer vermehren kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Italienische Reise I, 13.2.1787
  • Am liebsten prophezeit, wer nichts tun will in der Zeit.
  • AMME
  • Am liebsten werd' ich Amme, sagte die Konfirmandin.
    Hamburg
  • Am liebsten, dran wird sich nichts ändern, die Teufel um die Heil'gen schlendern.
  • Am Lucientag (13. 12.) ist die Nacht so lang, daß der Adler vom Baum herunterfält.
    ee] Lutsapää öö on nii pitk, et kotkas kukub puust maha.
  • Am Lukastag (18. 10.) soll das Winterkorn schon in die Stoppeln gesät sein.
  • Am Mädchen und an der Erbse darf man vorbeigehen, wenn man sie mit dem Finger berührt hat.
    ee] Tüdrukust ja hernest ei tohi mudu mööda minnä, ku näpuge ei putu.
  • Am Magdalenentag ist die Nuss voll.
    Frankreich
  • Am Magdalenentage sind die Haselnüsse voll.
    Picardie
  • Am Magdalenentage wird die Maulbeere reif.
    Frankreich
  • Am Mahl der Götter teilnehmen
    la] epulis accumbere divum
  • Am Maitag steckt man in jede Ackerecke ein Kreuz, das aus dem am Karsamstag geweihten 'Osterbengel' gefertigt wird.
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