DICTUM

An

  • Anderswo
    la] alibi
  • Anderthalb Mann und ein Pferdekopf.
    info] Von einem Zimmer oder irgendeinem Orte, wo sich sehr wenig Menschen befinden. Aus einer Till Eulenspiegelschen Erzählung entstanden. Als Till Eulenspiegel noch als kleiner Knabe in der Wiege lag, da kam eines Morgens, als seine Eltern oben nicht anwesend waren, ein Mann zu Pferde an die Tür, die er aufstieß und fragte, ob niemand zu Hause sei. Eulenspiegel antwortete: 'Anderthalb Mann und ein Pferdekopf', weil er sich nur für einen halben Mann rechnete, der Reiter aber mit dem Leibe auf dem Kopfe des Pferdes lag und beide zum Teil im Wohnhause waren.
  • ÄNDERUNG
  • Änderung der Gesetze bessert niemand.
    info] Viele Leute meinen, ist jenes unrecht gewesen, so kann dies auch unrecht sein.
  • Änderung im Regiment
    Nimmt selten gut End.
  • ÄNDERUNG
  • Änderung macht oft gute Ordnung.
  • Änderung und Wechsel sind ewig das menschliche Los.
  • Änderung zum Nachteil
    la] reformatio in peius (Rechtssprichwort)
  • ÄNDERUNG
  • Änderungen im Regiment nehmen selten ein gutes End'.
  • ANDERWÄRTS
  • Anderwärts ist auch gut Brot essen.
  • Andes oled vend, aga suades vaenlane.
    de] Gebend bist ein Bruder, aber nehmend ein Feind.
  • Andja käsi ei alane.
    de] Des Gebenden Hand sinkt nicht.
  • Andja käsi lühkene, võtjal pikk.
    de] Des Gebenden Hand ist kurz, des Nehmenden (Hand) lang.
  • Andja käsi väsib, aga võtja käsi ei väsi.
    de] Des Gebenden Hand wird müde, aber des Nehmenden Hand wird nicht müde.
  • Andja peäb aru pidämä, ega võtja aru peä.
    de] Der Gebende muß überlegen, der Nehmende überlegt ja nicht.
  • Andjaid on vähä, aga tahtjaid palju.
    de] Gebende gibt es wenig, Begehrende aber viel.
  • Ando a pé: não aprendi a nadar.
  • Ando enamorado y no tengo ni blanca ni cornado.
  • Ando enamorado, y no tengo blanca ni cornado.
  • Ando por caminho pelo qual não voltarei.
  • Ando por onde anda a raposa.
  • Ando, ando jodido pero ando.
  • Ándome por aquí como Pedro por su casa.
  • Andouille de calcif.
  • Andra tider, andra zeder.
  • Andras feel lära bäst.
  • Andre Hütten, andre Sitten.
  • Andre Jahr', andre Haar', andre Zeit, andre Freud.
  • Andre Länder, andre Sitten.
  • Andre lehren ist die größte Kunst.
  • Andre Leut' sind auch Leut.
  • Andre Leute, wenn sie springen
    In die Schranken, sind gesund;
    Doch wir Minnesänger bringen
    Dort schon mit die Todeswund'!
    Heinrich Heine (1797-1856), Der Minnesänger
  • Andre Mütter haben auch schöne Töchter.
  • Andre Städtchen, andre Mädchen.
    Ovid
  • Andre Zeit, andre Lehre.
  • Andre Zeiten andre Sitten.
  • Andre Zeiten, andre Drachen.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Andre Zeiten, andre Drachen
  • Andre Zeiten, andre Gedanken.
    William Shakespeare (1564-1616), (1564-1616), Viel Lärm um Nichts
  • Andre Zeiten, andre Musen.
    Ludwig Uhland (1787-1862), Die neue Muse
  • Andre Zeiten, andre Vögel!
    Andre Vögel, andre Lieder!
    Sie gefielen mir vielleicht,
    Wenn ich andre Ohren hätte.
    Heinrich Heine (1797-1856), Atta Troll
  • Andre zu kennen, das musst du probieren,
    Ihnen zu schmeicheln oder sie zu vexieren.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Sprichwörtlich
  • ANDREAS
  • Andreas (30. 11.) hell und klar bringt ein gutes Jahr. (Eifel.)
    ndt] Andreas, hell on klôr bröngd e gud Jôhr. Trier
    pl] Święty Andrzej jasny i pogodny będzie roczek płodny.
  • ANDREAS
  • Andreas, hell on klôr bröngd e gud Jôhr. (Trier.) - Firmenich, III, 546, 4; Laven, 175, 4.
  • Andreasschnee (30. 11.) bleibt hundert Tage liegen.
  • Andreasschnee (30. 11.) tut dem Korn und Weizen weh.
  • Andreasschnee kann lange liegen, Hubertusschnee (3. 11.) im Graben versiegen.
  • ANDREASSCHNEE
  • Andreasschnee treibt dem Bauer die Preise in die Höh. - Wunderlich, 35.
  • Andreasschnee tut dem Korn weh.
    pl] Śnieg na Andrzeja, dla zboża zła nadzieja.
    pl] Śniegi w dzień Andrzeja gęste, żytom czynią szkody częste.
  • ANDREASSCHNEE
  • Andreasschnee tut den Früchten (Saaten) weh. - Boebel, 54.
  • Andreasschnee tut den Saaten weh.
  • Andreasschnee tut Korn und Weizen weh.
  • ANDREAS
  • Andree bringt Schnee. (Niederösterr.)
  • ANDREAS
  • Andreis Misse (auch Sünte Dreies Misse) bringet den Winter wisse (gewiss). (Soest.) - Frommann, VI, 425; Firmenich, I, 297.
  • Andreis Misse (o. Sünte Dreies Misse) bringet den Winter wisse (= gewiss).
  • Andrer Leute Fehler sind gute Lehrer.
  • Andrer Leute Frauen sind die besten, die eigenen Kinder sind die besten, Gemüse des eigenen Gartens schmecken nicht, die aus anderen Gärten sind die besten.
    China
  • Andrer Leute Kreuz lehrt das eigene tragen.
  • Andrer Leute Kühe haben immer ein größeres Euter.
  • Andrer Leute Kühe haben immer größre Euter.
  • Andrer Leute Schmerzen tun nicht weh.
    Köthen
  • Andrer Lob ist besser als Eigenlob.
    Demokrit (460-370 v. Chr.), Fragmente
  • Andrer Lüte (Leute) Küje hend allewîl e größer Üter.
  • Andrer Mann, andres Glück.
  • Andrer Torheit bemerkt man ehere als eigene.
  • ANDREAS
  • Andrês brängk (bringt) dä kahle Frês (die kalten Fröste). (Köln.) - Firmenich, I, 472.
    Holl.:] Sint Andries staat op en vringt, en laat niet af voor onze Lieur frouw Lichtmesdage. (Harrebomée, II, 266.)
  • Andres kors laere dig at baere dit.
  • Andres macht Pappe süß.
  • ANDREAS
  • Andres macht Pappe süss. - Bautz. Nachrichten, 15.
  • Andres nød giver laegen brød.
  • Andres ulycke glemmes snart.
  • ANDREAS
  • Andris bringt den Schnee gewiss. - Bautzener Nachrichten, 15.
  • Andrus (Andreastag, 30. 11.), der ehrliche Mann, gibt die Weihnachten (25. 12.); Toomas (Thomastag, 21. 12.), der grobe Mann, bringt die Weihnachten; Nuut (Knutstag, 7. od. 13. 1.), der Zapfen vom Bierfaß, bringt die Weihnachten fort.
    ee] Andrus aus mees annab jõulud, Toomas toores mees toob jõulud, Nuut hiivapulk viib jõulud.
  • Andújar, gente granuja; Arjona, gente ladrona; Arjonilla, gente pilla; Marmolejo, cuerno viejo.
  • Âne avec le cheval n'attèle.
  • Âne convié à noces, eau et bois y doit apporter.
    pt] Asno que entra em despensa alheia levará pau em vez de aveia.
  • Âne couvert de la peau du lion.
  • Âne crevé, la queue au râtelier.
  • Âne de plusieurs maîtres,
    Est mangé par les loups.
  • Ane kluge Maus wêss mehr alls ee Lôch, sagte der Spitzbube, als er ins zehnte Gefängnis ging.
    Schlesien
  • Âne maigre, plein de mouches.
  • Âne paré de satin est toujours un âne.
  • Ane paré ne hisse pas de braire.
  • Ane piqué convient qu'il trotte.
  • Âne qui brait, pluie et vent.
  • Âne qui dispute contre un âne.
  • Âne qui pète n'est pas crevé.
  • Âne qui sent la douleur,
    Dépassera le cheval en vigueur.
  • Âne vieux, chargé de plaies.
  • Ane's ain hearth is goud's worth.
  • Äneas roch Lavendelduft und kannte seine Mutter.
  • Aneau en doigt ou en main, nul profit et honneur vain.
  • Anedota com barbas.
  • Anegarse en llanto elevado.
  • Anel de ouro em focinho de porco.
  • Anel de ouro em focinhos de porco.
  • Anel de ouro não é para focinho de porco.
  • Anemy ne dort.
  • Anen tondre las cabras, auren pus leu tondut.
  • Anerkennen und beobachten müssen stört die Freundschaft; die festesten und wahrsten Freundschaften gedeihen auf der Basis wechselseitiger Geringschätzung. Kluge Freunde achten darauf, solche Basis nie zu verlassen.
    Alfred Polgar, Kleine Schriften, Band 3. Irrlicht
  • Anerkennende Worte sind eine beliebte Einleitung für anschließenden Tadel.
  • Anerkennung braucht jedermann. Alle Eigenschaften können durch tote Gleichgültigkeit der Umgebung zugrunde gerichtet werden.
    Immermann
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