DICTUM

Ar

  • Arm candy.
  • Arm dra isch bessr wia koin Arm dra.
  • Arm dran sein.
  • Arm er den Muus som kun har et Hul.
  • Arm Haus, arm Freund.
    fr] En pauvre maison bastizon.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm heisst: Gott erbarm!
    Frz.:] Myeulx aymerois estre neant qe destre pauure et nauoir riens.
    Lat.:] Mallem esse nihil quam pauper. (Bovill, II, 203.)
  • Arm Herr, arm Ehr'.
    dk] Høibaaren, fattig herre, er liden i aere (haeder).
  • Arm Hoffart soll Eyer legen.
    zit] Wann einer will hoffertig sind und nicht mehr hat zu brocken eyn, den trifft das gemeine Sprichwort dergegen die arm Hoffart soll eyer legen.
    zit] Fand man doch anderes nichts zuletzt, denn dass sie geschissen hett ins Nest.
  • Arm högfärd, skräfla och swälta.
  • Arm hovmod at skreppe og svelte.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm im Beutel, krank im Herzen.
  • Arm im Gips, das ist kein Beinbruch.
  • Arm in Arm gehen.
  • Arm in Arm mit dir,
    So fordre ich mein Jahrhundert in die Schranken.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Don Carlos, I, 9 (Carlos)
  • Arm in arm.
  • Arm inmitten großen Reichtums
    la] magnas inter opes inops
  • ARM (ADJ.)
  • Arm ist arm, er komme hin, wohin er wolle.
  • Arm ist derjenige, der am Köder spart.
  • Arm ist derjenige, der mehr verschwendet als sammelt.
    Estland
  • Arm ist derjenige, der nicht gesund ist.
    ee] Vaene om tuu, kel tervüst ei ole.
  • Arm ist die Ratte, die (bloß) ein Loch hat.
    ee] Vaene rott, kel üks auk.
  • Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht/nie genug bekommen kann.
  • Arm ist nicht derjenige, der wenig hat, sondern derjenige, der viel verbraucht.
    ee] Vaene ei ole see, kel vähe on, vaid see, kes palju tarvitab.
  • Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern der, der nicht genug bekommen kann.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel bedarf. - Körte, 244; Steiger, 85.
    info] D.h. begehrt, dem viel abgeht, mangelt.
  • Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer wenig weiß.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm ist nur, wer sich für arm hält.
    Port.:] Naõ he pobre, se naõ o que se tem por pobre. (Bohn I, 285.)
  • Arm ist wie gestorben - aber reich sein heißt noch nicht leben.
    Jiddisch
  • ARM (ADJ.)
  • Arm ist, wen Sorge grau macht.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm ist, wer den Tod wünscht, ärmer, wer ihn fürchtet. - Körte, 6001, 7522.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm ist, wer kein gewisse Statt und nirgendwo zu bleiben hat. - Binder II, 2091.
  • Arm ist, wer nirgends zu bleiben hat.
    nl] Hij is wel arm, die niet peinzen of weuschen durft.
    nl] Hij es zeer arm, dien God haat.
    la] Nil miserabilius, quam incerta sede vagari.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm ist, wer nirgendwo zu bleiben hat.
    Holl.:] Hij is wel arm, die niet peinzen of weuschen dürft. - Hij is zeer arm, dien God haat. (Harrebomée, I, 20.)
    Lat.:] Nil miserabilius, quam incerta, sede vagari.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm ist, wer sich nicht begnügen lässt.
    Lat.:] Pauper est, cui sua non sufficiunt. - Pauper est, non qui parum habet, sed qui plus cupit.
  • Arm ja hirm käivad ikka käsikäes.
    de] Güte und Strenge gehen immer Hand in Hand.
  • Arm ja hirm on mõlemad õigel ajal hääd.
    de] Güte und Strenge sind zur rechten Zeit gut.
  • Arm kann die Liebe sich mit wenig glücklich schätzen,
    Bedarf nichts außer sich, als was Natur bedarf,
    Den Lebensfaden fortzuspinnen.
    Christoph Martin Wieland (1733-1813), Oberon
  • Arm land, arm volk. Arme landbouwer, arme landbouw.
  • Arm Land, arm Volk.
    nl] Arm land, arm volk. Arme landbouwer, arme landbouw.
  • Arm leut gehören hinder die thür.
  • Arm leut haben eben einen namen, wie sie glück haben.
  • Arm leut haben gut leben.
  • Arm Leut helffen die Last auch tragen.
  • Arm leut kent niemand.
    la] At nunc barbaries grandis habere nihil.
    se] Fattig man haar fåå kiända.
  • Arm leut kochen dünne (mager) suppen (brey).
    nl] Arme lude coken dunnen bri.
    la] Pauperis est gentis tenuis puls farre carentis.
    se] Fattig man kokar tunn wälling.
    hu] Östöver húsnak vékony a' leve.
  • Arm leut machen reich heiligen.
    nl] Arme lieden maken rijke heiligen.
  • Arm leut müssen essen, was sie haben.
    en] Poor folks are glad of pottage.
    nl] Arme lieden zullen niet lekker zijn.
  • Arm leut müssen immerzu unrecht haben.
    fr] Les raisons des pauvres n'ont point de poids.
    nl] Arme lieden meeten altijd onregt hebten.
    it] Le ragioni del povero non pesano.
  • Arm leut müssen vil anfahen, biss sie sich erneren.
  • Arm leut schlaffen (wohl) für wohl essen.
  • Arm leut seind von neid und großen ausgaben gefreit.
  • Arm leut, arm küchen.
    info] Sie sieden und braten nicht viel, um ihren Hunger zu stillen.
    se] Fattig man har kalt kiöke.
    hu] A' szegénynek szegény a' szerencséje.
  • Arm Leut, arm leben.
  • Arm leut, arms creutz.
    nl] Arme lui, arm kruis.
    la] Mola salsa litant, qui thura non habent.
    la] Non decet superbum esse hominem servum. Plautus
  • Arm leut, vil vnglücks, kein freund.
  • Arm Lü (Leute) Kinner stat achter de Döre.
  • Arm macht dich nicht, was du nicht hast, arm macht dich vieler Wünsche Last.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm macht reich, wer's Glück hat, vnd wem es Gott gönnen will. - Petri, II, 20.
  • Arm Mann lecker hat seinen Willen nicht.
  • Arm Mann muss arms creutz trag.
  • Arm met eere kan niemand deren.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm mit Ehren kann niemand wehren. - Magazijn, 73.
    Holl.:] Arm met eere kan niemand deren. (Harrebomée, I, 20.)
  • ARM (ADJ.)
  • Arm mit Ehren sitzt bei Herren.
  • Arm och rik gör doden lik.
  • Arm oder (o. und) reich, der Tod macht alle(s) gleich.
    fr] Les plus riches ainsi que les plus pauvres, n'emportent qu'un drap en mourant.
    ndt] Arm oder rik, im Hiemel ist alles glik.
    Westfalen
  • ARM (ADJ.)
  • Arm oder reich, der Tod macht alles gleich. - Simrock, 463.
  • Arm oder reich, keiner ist tugendhaft, noch glücklich, wenn ihn das Glück nicht an seinen Platz gestellt hat.
    Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715-1747), Réflexions et maximes
  • Arm oder reich, vor Gott sind alle gleich.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm oder rîk dat is glik; aber in de Welt brukt man jümmer Geld. - Plattdütscher Husfründ, II, 46.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm oder rik, im Hiemel ist alles glik. (Westf.)
  • Arm oder/und reich, der Tod macht alle(s) gleich.
    fr] Les plus riches ainsi que les plus pauvres, n'emportent qu'un drap en mourant.
    ndt] Arm oder rik, im Hiemel ist alles glik.
    Westfalen
  • Arm sein isch kon Schand.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm sein ist eine Kunst, wer's kann. - Simrock, 467.
    info] Sich in die Armuth schicken, sie vernünftig ertragen.
    Lat.:] Res bona paupertas virtuti acoommoda laeta.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm sein ist keine Schande, noch Unehr'. - Pistor., II, 37.
    Holl.:] Arm te zijn is geene schande. (Harrebomée, I, 20.)
    info] In Luxemburg: Arem as keng Schan. (Dicks, I, 6.)
  • ARM (ADJ.)
  • Arm sein ist keine Schande, wenn man nur Geld genug hat.
  • Arm sein macht dich schon zu drei Zehnteln schlecht, reich sein deckt hundert Fehler zu.
  • Arm sein und nicht murren ist schwer. Reich sein und nicht hochmütig werden ist im Vergleich damit leicht.
    Konfuzius (551-479 v. Chr.)
  • Arm sein wie e Kerschemaus.
  • Arm sein wie Lazarus.
  • Arm sein, ohne zu klagen, ist leichter als reich sein, ohne zu prahlen.
  • Arm sein, ohne zu murren, ist schwer. Reich sein, ohne hochmütig zu werden, ist leicht.
  • Arm sind nicht die wenig haben, sondern die, die viel brauchen.
    dk] Fattig är inte den som har lite utan den som behöver mycket.
  • Arm te zijn is geene schande.
  • Arm to the teeth.
  • ARM (SUBST.)
  • Arm un Bein kann 'n nich an't Für leggen, 't mütt Holt sien. (Mecklenburg.)
    info] Um zu sagen: Holz stehlen kann nicht vermieden werden. Für Altmark: Danneil, 59.
  • ARM (SUBST.)
  • Arm un Bein kann'n nich brennen, säd dei oll Fru, dat möt Holt sin.
  • Arm un iehrlich, un doch manierlich.
  • Arm un rick, dat is gliek, oewer in de Welt bruukt man ümmer Geld.
  • Arm un riek, in'n Himmel is allens glieck.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und alt sind zwei schwere Bürden, es wär' an einer genug. - Lehmann.
    Frz.:] C'est grand peyne d'estre pauvre et vieux, mais il ne l'est pas qui veult. (Leroux, II, 193.)
    Dän.:] Fattigdom er gammel mands plage; og det aelendigste er en gammel tiggers. (Prov. dan., 159.)
    Lat.:] Pauper, senex, delicatus. (Bovill, I, 112.)
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und ehrlich. - Mayer, 3, 3.
    Frz.:] Pauvre et loyal. - Pauvre et prudhomme. (Adag. franç.)
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und frei ist besser als ein voller Kragen (Kropf) und eine Kette um den Hals.
    Engl.:] A bean in liberty is better, than comfits in a prison. - A poor freedom is better than a rich slavery.
    Ung.:] A farkas, ha koplal is, még sem cserélne meg a kalmár ebével.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und fromm beisammen gab's nur bei Josef im Stall.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und fromm muss man bei Joseph im Stall suchen. - Eiselein, 38.
    info] Da war Armuth, sagt Lehmann, und Frömmigkeit beisammen, sonst ist die Armuth das beste Instrument zu allen Bubenstücken.
    Dän.:] Fattigdom og fromhed ere sjelden sammen. (Prov. dan., 159.)
    Lat.:] Rarissima est in paupertate integritas. (Binder II, 2921; Lehmann, 43, 10.) - Virtus sine censa languet ubique. (Binder II, 3568; Palingen, 6, 834.)
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und frum ist genug Reichthum.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und gesund ist reich zu aller Stund'.
    Holl.:] De gezonde arme is nog een rijk man. (Harrebomée, I, 20.)
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und hässlich kann man nicht verstecken.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und hässlich von Haut ist eine elende Braut.
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und reich benutzen im Urwald denselben Pfad.
    Aschanti
  • ARM (ADJ.)
  • Arm und reich gelten selten gleich.
    Frz.:] Que le pauvre ne s'allie pas avec le riche, ni les faibles avec les puissants.
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