DICTUM

Ar

  • Armut tötet die Tugend nicht, und Reichtum verleiht sie nicht.
    Spanien
  • ARMUT
  • Armut trägt den Kopf nie hoch (er- und überhebt sich nicht).
  • ARMUT
  • Armut treget viel Dienstbarkeit mit jr auff dem rücken. - Herzog Wilhelm von Sachsen.
  • ARMUT
  • Armut treibt nicht Wucher, es fehlt ihr an der Hauptsumme.
    Böhm.:] Chudoba lichvy nezná. (Celakovský, 171.)
  • ARMUT
  • Armut treibt viel zu unvermeintem Ziel.
  • ARMUT
  • Armut treibt zur Arbeit.
    Schwed.:] Armod gör mannen blödig. (Wensell, 8.)
  • Armut trennt Kameradschaft.
    England.
    en] Poverty parteth fellowship.
  • ARMUT
  • Armut tut dem Alter weh. - Simrock, 545.
    Frz.:] Pauvreté et maladie en vieillesse c'est un magazin de tristesse. (Kritzinger.)
  • Armut tut dem Herzen weh.
    Jes. Sir. 38, 20
  • ARMUT
  • Armut tut der Frommkeit wehe. - Lehmann, 47, 79.
  • ARMUT
  • Armut tut selten gut. - Franck, I, 117a; Petri, II, 22.
  • ARMUT
  • Armut tut wee, so man jr nit gewont hat. - Franck, I, 159a.
  • Armut tut weh, Elend noch meh'.
  • Armut tut weh.
  • Armut tut weh.
    dk] Armod volder til traette.
    en] Poverty breeds strife.
    en] A house well furnished makes a good housewife.
    en] Empty chambers make foolish maids.
    fr] Quand il n'y a plus d'avoine dans l'auge, les chevaux se battent.
    it] Se non c'è più fieno nella rastrelliera, gli asini si battono.
    la] Paupertas durum onus.
    la] Paupertas mordet.
    es] Donde no hay harina todo es mohina.
  • ARMUT
  • Armut tut wehe, elend noch meh. - Henisch, 872, 70.
  • Armut und Alter sind nicht des Menschen Schande, Habgier und Albernheit sind eine Schande.
    ee] Vaesus ja vanadus põle inimesel häbiks, ahnus ja alpus on häbiks.
  • ARMUT
  • Armut und Alter sind zwei schwere Bürden; es wär' an einer genug. - Simrock, 544.
  • ARMUT
  • Armut und Alter sind zwei unwerte Gäste.
    Frz.:] Pauvretè et maladie en vieillesse c'est un magazin de tristesse. (Kritzinger, 519.)
  • Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wäre an einer genug.
  • Armut und das alter tragen, ist schwer.
  • ARMUT
  • Armut und Ehrlichkeit wohnen selten beisammen.
    Frz.:] Honnête pauvreté est clairsemée. (Bohn I, 20.)
  • Armut und ein hässliches Gesicht lassen sich nicht verbergen.
    China
  • ARMUT
  • Armut und Elend sind Gefährten.
    Holl.:] Het is de armoede, die met de ellende in het huwelijk treedt.
    Holl.:] Boehoeftigheid maakt droefheid. (Hamb., I, 44a.)
  • Armut und Elend sind im Schoß der Menschen.
    ee] Viletsus ja vaesus on inimeste kaisus.
  • Armut und Fröhlichkeit schlafen nicht im gleichen Bett.
  • ARMUT
  • Armut und Furcht lügen gern.
    Dän.:] Armod og frygt gjør løgnere.
  • Armut und geitz treibt zu nichts guts.
  • ARMUT
  • Armut und Geiz das Sprüchlein hat: 'S ist mehr um die Schuh' als Füsse schad'.
    info] Daher tragen viele ihr Schuhwerk auf dem Arm oder am Stocke auf dem Rücken.
  • ARMUT
  • Armut und Hoffart reimen sich schlecht zusammen.
    Dän.:] Det er ondt at vaere fattig og hovmodig. (Prov. dan., 437.)
  • Armut und Hoffart reimen sich schlecht zusammen.
    dk] Det er ondt at vaere fattig og hovmodig.
  • ARMUT
  • Armut und Hoffart sind oft gepaart.
    Holl.:] Armoede en hoovaardij zijn kwade gebreken en gemeene plagen. (Harrebomée, I, 20.)
    Dän.:] Armod og spot de lade hannem tigge, mens han lever. (Prov. dan., 36.)
  • ARMUT
  • Armut und Hunger haben manchen Junger. - Simrock, 524.
  • ARMUT
  • Armut und Hunger hat viel gelehrte Junger. - Körte, 269.
    It.:] Povera e nuda vai filosofia.
    Lat.:] Sunt musae mulae, famaque nostra fames.
    Ung.:] Sok érdemes legény, hogy értéke szegény, fogja az ekeszarvát.
  • ARMUT
  • Armut und Jähzorn vertragen sich nicht.
  • Armut und Kleinmut klammern sich an Treue,
    Doch großen Mutes Sehnsucht glaubt ans Ewigneue.
    Carl Spitteler (1845-1924), Olympischer Frühling
  • Armut und Liebe lassen sich nur schwer verbergen.
    dk] Armod og kjaerlighed er ondt at dolge.
  • ARMUT
  • Armut und Liebe sind schwer zu verbergen.
    Dän.:] Armod og kjærlighed er ondt at dölge.
  • Armut und Liebe, mit falscher Tapferkeit vereint, führen in der ganzen Welt zu Ausschreitungen.
    Casanova, Neunundneunzig Abenteuer
  • Armut und Niedrigkeit sind, was der Mensch verabscheut. Gelingt es ihm nicht auf dem rechten Weg, sucht er auch nicht davon sich zu befrein.
    Konfuzius (551-479 v. Chr.), Gespräche
  • Armut und Pläneschmieden sind Zwillingsschwestern.
    Bulgarien
  • ARMUT
  • Armut und Reichthum liegt nicht am Gut, sondern am Muth.
  • Armut und Reichthumb.
    Der/was er hat/nicht hat/und alles schätzet gleich /
    Der ist im Reichthum arm/in Armuth ist er reich.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Andertes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 56
  • Armut und Reichtum lassen sich nicht verbergen.
  • Armut und Reichtum sind Zwillinge.
    Albanien
  • Armut und Reichtum wohnen nicht im Hause, sondern im Herzen der Menschen.
  • Armut und Sklaverei sind also nur zwei Formen, fast möchte man sagen zwei Namen, derselben Sache, deren Wesen darin besteht, dass die Kräfte eines Menschen großenteils nicht für ihn selbst, sondern für andere verwendet werden.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860)
  • ARMUT
  • Armut und Verachtung sind Zwillingsschwestern. - Altmann VI, 460.
  • ARMUT
  • Armut und Verstand gehen selten (nicht immer) Hand in Hand.
    Dän.:] Fattigdom og fromhed ere sjelden sammen.
  • ARMUT
  • Armut und Wanzen wird man nicht leicht los.
    info] Jüdisch-deutsch in Warschau: Alle Simunim gehen ünters vor, der Simmen daller bleibt. Simmen, Mehrzahl Simunim = Zeichen; Daller = Armut. Armut lässt sich, selbst bei verbesserten Umständen, nicht leicht ausmerzen.
  • ARMUT
  • Armut und Zechen führen zu(m) Verbrechen.
  • Armut vernichtet jede Tugend.
    Indien
  • ARMUT
  • Armut versucht viel, ob es möchte treffen das rechte Ziel.
  • ARMUT
  • Armut vertreibt, Reichthum bringt die Tugend nicht.
    Span.:] La pobreza no quita virtud, ni la riqueza la pone. (Bohn I, 228.)
  • ARMUT
  • Armut vnd das alter tragen, ist schwer. - Franck, I, 117b.
  • ARMUT
  • Armut vnd geitz treibt zu nichts guts. - Henisch, 1448, 1.
  • ARMUT
  • Armut wee thut. - Egenolff, 217a, 314b.
    info] Solange des Leibes Bedürfnisse nicht befriedigt sind, denkt der Mensch nur an sie. Die Armut erdrückt auch den mit edeln Anlagen ausgestatteten aufstrebenden Menschen. (Vgl. Diesterweg, Lebensfrage der Civilisation, Bd. 1.)
    Lat.:] Paupertas durum onus. - Paupertas onus est et miserum et grave. (Ter.)
  • Armut wehe tut, ist aber zu vielen Dingen gut.
  • Armut wehe tut.
    la] Paupertas durum onus.
    la] Paupertas onus est et miserum et grave.
  • Armut wehtut.
    la] Paupertas cum dolore fertur.
    August Bebel (1840-1913), Proverbia Germanica
  • ARMUT
  • Armut weiss viel Ränke.
  • ARMUT
  • Armut wird gedrückt, Reichthum wird hervorgerückt.
  • Armut wird ihm nicht erlauben, den Kopf zu heben, Würde wird ihm nicht erlauben, ihn zu beugen.
  • Armut wird ja einem Menschen folgend nicht müde, aber der Hunger bleibt sofort zurück, wenn er Brot sieht.
    ee] Ega vaesus väsi inimese järel käies, aga nälg kohe maha jäeb, kui leiba näeb.
  • Armut wird nicht bestraft.
  • ARMUT
  • Armut wohnet in der Helle.
    »Sagte König Matthias in: Annalibus Silesiae.« (Herberger, Ib, 713.)
  • ARMUT
  • Armut Wunder thut. - Sprichwörtergarten, 52.
  • Armut zeigt sich zuerst im Gesicht.
  • Armut zerreisst die sechs Bande der Verwandtschaft.
    info] Die sechs nächsten Verwandten sind: Vater, Mutter, älterer Bruder, jüngerer Bruder, Frau und Kinder.
  • Armut zerstört keine Tugend, noch verleiht Reichtum sie.
  • ARMUT
  • Armut zieht Weisheit.
  • Armut, die bemessen ist nach dem Ziel unserer Veranlagung, ist großer Reichtum. Reichtum, der nicht begrenzt wird, ist große Armut.
    Epikur (341-270 v. Chr.), Sprüche. In: Briefe, Sprüche, Werkfragmente
  • ARMUT
  • Armut, die der Weise nicht empfindet, ist so viel werth, als Reichthum, den der Thor nicht spürt. - Altmann VI, 466.
  • Armut, Keuschheit und Gehorsam, - drei Gelübde, deren jedes, einzeln betrachtet, der Natur das unausstehlichste scheint, so unerträglich sind sie alle.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Götz v. Berlichingen (1773), I, Herberge im Walde (Martin)
  • Armut, Läuse und Flöhe kommen von einem selbst.
    Dänemark
  • Armut, Not und manches Leid, fliehen vor der Sparsamkeit.
  • Armut, Reichtum: Worte für Entbehrung und Überfluss.
    Demokrit, Fragmente
  • Armuth get nit heischen, sunder Bettel, denn Armuth hat viel Ranke.
  • Armuth ist das wesen aller Tugenden.
    Die laster sind bestrickt/die Tugenden gehn frey:
    Sag ob die Armuth nicht jhr aller wesen sey?
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 212
  • Armuth ist der sechste Sinn.
    de] Poverty is the sixth sense.
  • Armuth ist listig, sie fängt auch einen Fuchs.
    de] Poverty is cunning; it catches even a fox.
  • Armuth mit Stolzheit
    Ist ein spot und thorheit.
  • Armuth schändet nicht.
  • Armuth und Hunger haben viel gelehrte Jünger.
    de] Poverty and hunger have many learned disciples.
  • Armutszeugnis
    la] testimonium paupertatis
  • Armutun sapı var, üzümün çöpü var.
  • Army brat.
  • Army volunteer.
  • Arn vber die Hennen ziehen, wie vilen geschicht, dass sie guckuc in jr besitz setzen, die jn jr eyer vnderlegen vnnd naher dauon fliehen.
  • Arne Bande bider be(d)st.
  • Árnyék után kapdos.
  • Árnyéka sem lehet.
  • Árnyékának se vétettem.
  • Árnyékkal ijeszti az orozlánt.
  • Árnyékkal ví.
  • Árnyékot ölel.
  • Árnyékot sem vet.
  • Árnyéktól is fél.
  • Aró quien aró, que mayo llegó.
  • Aroif kletert men pavolyeh; arop kolert men zikh shnell.
    en] Uphill one climbs slowly; downfall one rolls fast.
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