DICTUM

Ar

  • Arbeid og møde er daglig føde.
  • Arbeid verwarmt, luiheid verarmt.
    en] Labour warms, sloth harms.
  • Arbeide er godt for Armod.
  • Arbeide giör söd sövn.
  • Arbeide har en bitter rod, men sød smag.
  • ARBEITEN
  • Arbeide, dat ênem de Krêmels ût em Nârsch flêge.
    Wehlau
    info] Arbeiten, dass einem die Krümel aus dem Arsch fliegen.
  • ARBEITEN
  • Arbeide, dat ênem de Pûst vergeit. - Frischbier, II, 110.
  • Arbeiden will he woll, sä de Buer, aber he kann man sein eegen Sweet (Schweiß) nich riken!
  • Arbeit - des Mannes Reichtum.
    Estland
  • Arbeit adelt den Menschen.
    it] Il lavoro nobilita l'uomo.
  • Arbeit adelt, ich bleibe bürgerlich.
  • Arbeit adelt, wir bleiben bürgerlich, sagen die Müßiggänger.
  • Arbeit adelt.
  • Arbeit adelt. Die Finanzaristokratie.
  • Arbeit allein macht nicht glücklich.
  • Arbeit als Betäubungsmittel gegen Einsamkeit, Bücher als Ersatz für Menschen!
  • Arbeit an einer guten Prosa hat drei Stufen: eine musikalische, auf der sie komponiert, eine architektonische, auf der sie gebaut, endlich eine textile, auf der sie gewoben wird.
    Walter Benjamin (1892-1940), Einbahnstraße
  • Arbeit an sich tut wohl.
    la] Iuvat ipse labor.
    Martial (40-102), Epigrammata
  • Arbeit auf die richtige Weise gemacht, belohnt sowohl den Arbeitgeber als auch den Arbeitnehmer.
  • Arbeit befreit uns von drei Übeln: Langeweile, Laster und Not.
    Voltaire (1694-1778)
  • Arbeit besiegt alles.
  • ARBEIT
  • Arbeit bezahlt sich immer. - Frischbier, 4237.
    Poln.:] Praca zawzdy poplaca.
  • ARBEIT
  • Arbeit bläst das Feuer im Herzen aus.
    »Es gibt kein Stillmittel gegen die Aufforderungen des Herzens als Thätigkeit, gegen die Grübelgespenster, womit der Geist sich plagt, keine Bannung, als Beschäftigung.« (Jahn.)
    Engl.:] By doing nothing we learn to do ill.
    It.:] Niente facendo s'impara a far male.
    Lat.:] Nihil agendo male agere discimus.
  • Arbeit bringt Brot, Faulenzen Hungersnot.
    pl] Praca żywi, lenistwo psuje.
  • ARBEIT
  • Arbeit bringt den Mann zu Ehren, Müssiggang in Noth und Schand.
  • ARBEIT
  • Arbeit bringt Ehr'.
    Lat.:] Labores pariunt honores. - Labor generosos animos nutrit.
  • ARBEIT
  • Arbeit bringt Tugend, Tugend bringt Ehr'.
  • Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.
    geflügeltes Wort
  • Arbeit ehrt jedes Alter.
  • ARBEIT
  • Arbeit eines Tages beschert, was der, so auf ihn folgt, verzehrt.
    Dän.:] Arbeid og møde er daglig føde.
    Frz.:] La travail et la peine assurent la nourriture journalière.
  • Arbeit endet nicht, bis deine Hände dir auf die Brust gelegt werden.
    Estland
  • Arbeit erbt ja nicht die Seele, Erholung erbt die Seele.
    ee] Ega tüe hinge päri, hingamine hinge pärib.
  • ARBEIT
  • Arbeit ergötzt, Trägheit zurücksetzt.
  • ARBEIT
  • Arbeit erhält das Leben.
    »Denn der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen. Wenn er nichts zu arbeiten hat, so sucht er sich wenigstens zum Ersatz Beschäftigungen.« (Seume.)
    »Fast alle guten Arbeiter«, sagt Beranger, »leben lange. Dandolo wurde im 84. Jahre zum Dogen erwählt, im Alter von 94 Jahren stürmte er Konstantinopel und starb als Doge 97 Jahre alt. Wir erinnern an die Kraft Sokrates', den das Orakel für den weisesten der Menschen erklärte; die Kraft des Archimedes, der durch seinen Scharfsinn Syrakus gegen die Römer hielt; an die Kraft des Michel Angelo, der die Kronen der Architectur, Skulptur, Malerei und Poesie getragen hat; die Kraft des Gallilei, von dessen Blindheit Castelli sagt: ein Auge, das mehr gesehen, als alle, die vor ihm hingegangen sind und das die Augen aller derer geöffnet, die nach ihm kommen werden; die Kraft des Newton, der für jedes seiner 85 Jahre eine wichtige Entdeckung gemacht hat; der Kraft des Bacon, der alle Wissenschaft als seine Provinz in Anspruch nahm; der Kraft des Fontanelle, die Kraft eines Franklin, Jefferson und Adams, dieser weisen und heroischen Staatsmänner, die Kraft eines Washington, des vollkommenen Bürgers, eines Wellington, des vollkommenen Soldaten, eines Goethe, des allwissenden Poeten, eines Alexander von Humboldt, dieser Encyclopädie der Wissenschaft u.s.w.« (Vgl. Das Alter in Gesellschaft und Einsamkeit, 12. Kap., von R.W. Emerson. Aus dem Englischen von Simon Mohnike, Bremen 1871.)
    Dän.:] Arbeyde er halv sund held. (Prov. dan., 34.)
  • ARBEIT
  • Arbeit erhält die Gesundheit.
    Frz.:] L'homme bien sain, mangeant bien et buvant sans travail ne le sera pas longtemps. (Leroux, I, 168.)
  • ARBEIT
  • Arbeit erhält jung und gibt Kraft, Faulheit macht alt, und erschlafft. (Dän.)
    Dän.:] Arbeyde styrker, og giör länge ung. (Prov. dan., 34.)
  • Arbeit erhöllt dat Läwen, Arbeit gifft Brot, Fulheit Not.
  • Arbeit ernährt den Menschen, Faulheit verdirbt ihn.
    ee] Töö inimest toidab, laiskus teda rikub.
  • Arbeit ernährt ja niemanden.
    ee] Ega töö kedagi toida.
  • ARBEIT
  • Arbeit ernährt, Müssiggang verzehrt.
    Böhm.:] Práce clovcka ziví, zahálka marí. (Celakovský, 132.)
    Holl.:] Arbeid verwarmt, luiheid verarmt. (Bohn I, 299.)
  • Arbeit erwärmt, Faulheit schadet.
    en] Labor warms, slotz harms.
  • ARBEIT
  • Arbeit erwirbt, Sparen gewinnt.
    Engl.:] Work does not profit, but economy. (Proverbs, 149.)
  • Arbeit findet sich überall, und nach getaner Arbeit schläfst du ruhig ein, wenn deine Zeit abgelaufen ist.
    Alexander Iwanowitsch Herzen (1812-1870), Mein Leben
  • ARBEITEN
  • Arbeit fleissig vnd thu' das dein, wilt du für geilheit sicher sein. - Henisch, 671, 20.
  • ARBEIT
  • Arbeit flüchtiger Hand hat nicht lange Bestand.
    Böhm.:] Dilo kvapné není platné. - Kdobré veci prinálezí chvile. - Náhlá robota nikedy dobra nebývá. - Spesné dílo nebývá dobré. - Spesné dîlo z rukou padá. - Spesná práce nad výdelkem pláce. (Celakovský, 258.)
    Poln.:] Kto dziala skoro, niebywa mu sporo. - Pcredka robota z reku pada. (Celakovský, 258.)
  • Arbeit fragt ja nicht nach Brot.
    ee] Ega tüö leiba küsi.
  • Arbeit führt in't Paradies, säd dei dick Pogg, don har de Ådebor an ehr tau würgen.
  • ARBEIT
  • Arbeit für Arbeit ist schlimmer Lohn.
    Vläm.:] Arbeid is quaad arbeids loon. (Harrebomée, I, 18.)
  • Arbeit für das Wohl deiner Kinder ist besser als Wallfahrt und heiliger Krieg.
    Arabien
  • ARBEIT
  • Arbeit für Geld ist auch vergolten.
    info] Jeder zahlt, womit er kann.
    Frz.:] A besogne faite, argent appreste. (Gruter, I.)
    Lat.:] Hostimentum est opera pro pecunia. (Plaut.) (Erasmus, 727.)
  • Arbeit für heute, Kraft für morgen.
    ee] Töö tänaseks, jõud homseks.
  • Arbeit fürchtet den Meister.
    ee] Töö kardab meistrit.
  • Arbeit fürchtet Männer, die Brot gegessen haben.
    ee] Töö kardab leiba söönd mehi.
  • ARBEIT
  • Arbeit gebiert Ruhe. - Körte, 215.
  • Arbeit gefällt mir, ich kann sie stundenlang anschauen.
  • Arbeit geht hinter dem Tätigen (d. i. dem Arbeitenden) einher.
    ee] Töö käib tegija järel.
  • Arbeit gelingt dem Hurtigen, dem Täter (d. i. Arbeitenden) gelingt sie ja nicht.
    ee] Tüü lätt ruttaja käen, ega tüü tegijä käen ei lää.
  • ARBEIT
  • Arbeit gewinnt allezeit etwas. - Simrock, 409.
    info] Thätigkeit an sich selbst schon ist weit fruchtbarer für den Menschen, als das Gut, was er sich dadurch zu verschaffen strebt.
    Dän.:] Ved arbeide faaer man ild af staal.
  • ARBEIT
  • Arbeit gewinnt Feuer aus dem Stein. - Eiselein, 34.
    Lat.:] Dii bona laboribus vendunt. - Ignis de lapide surgit mediante labore. - Nunc lege, nunc ora, nunc cum fervore labora.
    Ung.:] A munka mindent meggyöz.
    »Ohn arbeit soltu nimmer sein, Arbeit gewint feuhr auss dem stein.« (Loci comm., 103.) - Bei Tunnicius (84): Arbeit wint dat vür ût dem steine. (Cuncta parit labor, e saxo labor excutit ignem.)
    Holl.:] Arbeet wint dat vaar uten steen. (Tunn., 3, 21.)
    Lat.:] Ignis de lapide surgit mediante labor. (Fallersleben, 76.)
  • ARBEIT
  • Arbeit gibt Brot, Faulheit gibt Noth.
    Frz.:] Au paresseux laboureur les rats mangent le meilleur.
  • ARBEIT
  • Arbeit gibt den Speisen guten Geschmack.
  • Arbeit gibt es für viele gemeinsam zu machen, Brot hat man nicht mal, um selbst zu essen.
    ee] Tüüd om talguga tetä, leiba ei ole indalgi süvvä.
  • ARBEIT
  • Arbeit gibt tugent, tugent bringt ehr. - Petri, II, 18.
  • Arbeit gibt uns mehr als den Lebensunterhalt, sie gibt uns das Leben.
    Henry Ford, Mein Leben und Werk
  • ARBEIT
  • Arbeit gross, vnd haupt gedanck machen offt die glider kranck. - Loci comm., 102.
    Lat.:] Dum caput infestat, labor omnia membra molestat.
  • ARBEIT
  • Arbeit hat allezeit Vorrath. - Körte, 213.
    info] Dem Arbeitsamen darf der Hunger höchstens nur an die Fenster kommen, nie ins Haus.
  • ARBEIT
  • Arbeit hat bittere Wurzel, aber süsse Frucht. - Eiselein, 34.
    Dän.:] Arbeide har en bitter rod, men sød smag.
    Engl.:] No sweet without some sweat.
    Frz.:] La racine du travail est amère, mais son fruit est doux.
  • Arbeit hat den Segen,
    Macht was hart helt doch loß.
    Drumb solt jr Arbeit pflegen,
    Legn nit die Händ in Schoß.
    Joh. Doman, Lied von der Hanse (1618)
  • Arbeit hat der Tätige (d. i. der Arbeitende), Schlaf der Schläfer (d.i. der Liegende).
    ee] Tööd tegijal, und magajal.
  • ARBEIT
  • Arbeit hat Gulden, Müssiggang macht Schulden.
    Frz.:] Le travail paie les dettes, la fainéantise les fait. (Cahier, 513.)
  • Arbeit hat mit Nichtstun überhaupt nichts zu tun.
  • ARBEIT
  • Arbeit hat volle Küch' und Beutel.
  • Arbeit heißt des Mannes Würde.
    Ernst Moritz Arndt (1769-1860), Gedichte (1860)
  • Arbeit helpt nich, secht de Bettler, don keem hei leer Lit den'n Burhoff rut.
  • Arbeit helpt nich, seggt de Schnurrer, dunn keem he lerrig ut'n Burhoff.
  • Arbeit hett bittre Wörtel un säute Frucht.
  • ARBEIT
  • Arbeit hilft nicht, sagte der Bettler, als er leer aus einem Bauernhofe kam.
  • ARBEIT
  • Arbeit hilft nicht, wenn das Glück umschlägt.
    info] Gar nichts? Nicht wenigstens mehr als das kraftlose oder kraftscheue Indenschoslegen der Hände?
  • Arbeit im leeren Gehöft, Sorge im elenden Leben.
    ee] Tööd tühjas talus, hoolt hoonus elus.
  • Arbeit in der Jugend streng, lebst denn froh und in die Läng.
  • Arbeit in Maßen ist der Gesundheit des Leibes wie der Seele förderlich, und außerdem kann der Staat sie nicht entbehren.
    Voltaire (1694-1778), Philosopisches Wörterbuch
  • Arbeit is 'ne sur Wörtel, oewerst söt Åft.
  • Arbeit is de best Lotterie.
  • Arbeit is keen Hås, sär de Daglöhner, de löppt nich weg!
  • Arbeit is kein Hås, secht de Dachlöhner, sei löppt uns nich weck.
  • ARBEIT
  • Arbeit is kên Hâs', säd de Daglöner, löpt uns nich weg. (Hamburg.)
    In Ostpreussen: Arbeit öss kein Haske, sei rennt nich weg. Auch: öss keine Haskejagd. (Frischbier, I, 103.)
  • Arbeit is vör Armot got.
  • Arbeit ist Arbeit.
    ee] Tüü om tüü.
  • Arbeit ist bei Armut gut.
  • ARBEIT
  • Arbeit ist bei Gott beliebter als das Verdienst der Väter. - Tendlau, 799.
  • ARBEIT
  • Arbeit ist beschwerlich, aber ehrlich.
    Frz.:] Le travail ne déshonore pas. (Venedey, 72.)
  • Arbeit ist bitter, aber süß das Brot, das man durch sie kauft.
    Indien
  • Arbeit ist das beste Heilmittel für alle Krankheiten und alles Elend, das die Menschheit je befallen hat - ehrliche Arbeit.
    Thomas Carlyle (1795-1881)
  • Arbeit ist das einzige, aber auch ein ausreichendes Mittel gegen alles Weh des Lebens.
  • Arbeit ist das Feuer der Gestaltung.
    Karl Marx (1818-1883)
  • Arbeit ist das Gesetz unseres Seins - das lebendige Prinzip, das Menschen und Völker vorwärts treibt.
    en] Work is the law of our being - the living principle that carries men and nations onward.
    Samuel Smiles (1812-1904), Charakter (1871)
  • Arbeit ist das größte auf der Welt, darum sollten wir uns immer etwas für morgen aufheben.
  • Arbeit ist das halbe Leben, aber ich habe mich für die andere Hälfte entschieden.
  • Arbeit ist das halbe Leben.
  • Arbeit ist das sicherste Kapital.
    Jean de La Fontaine (1621-1695)
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