DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Alle Engländer sind als solche ohne eigentliche Reflexion, die Zerstreuung und der Parteigeist lassen sie zu keiner ruhigen Ausbildung kommen. Aber sie sind groß als praktische Menschen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 24.2.1825
  • Alle entscheidenden Schläge werden mit der linken Hand geführt werden.
    Walter Benjamin, Einbahnstraße
  • Alle Enttäuschungen sind gering im Vergleich zu denen, die wir an uns selbst erleben.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Alle Entwicklung ist bis jetzt nichts weiter als ein Taumeln von einem Irrtum in den anderen.
    Henrik Ibsen (1828-1906), an Georg Brandes, 4. 4. 1872
  • Alle Epochen, in welchen der Glaube herrscht, unter welcher Gestalt er auch wolle, sind glänzend, herzerhebend und fruchtbar für Mitwelt und Nachwelt. Alle Epochen dagegen, in welchen der Unglaube, in welcher Form es sei, einen kümmerlichen Sieg behauptet, und wenn sie auch einen Augenblick mit einem Scheinglanze prahlen sollten, verschwinden vor der Nachwelt, weil sich niemand gern mit Erkennis des Unfruchtbaren abquälen mag.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan, Noten und Abhandlungen - Israel
  • Alle Erbinnen sind schön.
    England
  • Alle Erblehen sind unsterblich.
  • Alle Ereignisse sind in dieser besten aller möglichen Welten ineinander verkettet.
    Voltaire (1694-1778), Candide oder Die beste der Welten
  • Alle Erfindungen gehören dem Zufall zu, die eine näher, die andre weiter vom Ende.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Sudelbücher
  • Alle erfolgreichen Schmöker der letzten Jahrhunderte und aller Länder haben den Sieger über das Leben zum Thema - die Ritter, die wilden Räuber, die Seehelden, den Detektiv, den großen Verbrecher ... es sind alles Leute, die kühner, größer, ungebärdiger als die Leser sind, solche, die das tun, was er gern tun möchte, aber nicht tun darf.
    Kurt Tucholsky (1890-1935), Rudolf Herzog - ein deutscher Mann
  • Alle Erinnerung ist Gegenwart. Im reinern Element wird alle Erinnerung uns wie notwendige Vordichtung erscheinen.
    Novalis (1772-1801), Aphorismen und Fragmente, 1798-1800
  • Alle Erkenntnis ist Liebe, darum ist es so selig zu lieben, weil im Lieben der Besitz liegt, der eignen göttlichen Natur.
    Bettina von Arnim, Goethes Briefwechsel mit einem Kinde
  • Alle Eroberer sind einander irgendwo ähnlich in ihren Plänen, in ihrem Geist und Charakter.
    Joseph Joubert (1754-1824), Gedanken, Versuche und Maximen
  • Alle Erscheinungen des Lebens lassen sich auf eine einzige wesentliche zurückführen: auf die Entwicklung der Erkenntnis- und der Arbeitstechnik, auf das Sammeln von Erfahrungen, die notwendig sind für den Aufbau einer neuen Welt.
    Maxim Gorki (1868-1936), Über verantwortungslose Menschen und über das Kinderbuch unserer Zeit
  • Alle erschöpften Menschen verlieren nicht die Fähigkeit, sich im höchsten Grade zu erregen, aber die Erregung hält nicht lange vor, und es stellt sich danach eine große Apathie ein.
    Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904), an A. S. Suworin, 30. 12. 1888
  • Alle Erziehung, ja alle geistige Beeinflussung beruht vornehmlich auf Bestärken und Schwächen. Man kann niemanden zu etwas bringen, der nicht schon dunkel auf dem Wege dahin ist und niemanden von etwas abbringen, der nicht schon geneigt ist, sich ihm zu entfremden.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Stufen
  • Alle Esel sind grau, auch die mit zwei Beinen.
  • Alle eseler er ikke sække-dragere.
  • Alle eseler have ei lange øren.
  • Alle eure Stützen sind zu schwach, wenn euer Staat die Tendenz nach der Erde behält. Aber knüpft ihn durch eine höhere Sehnsucht an die Höhen des Himmels, gebt ihm eine Beziehung aufs Weltall, dann habt ihr eine nie ermüdende Feder in ihm und werdet eure Bemühungen, reichlich belohnt sehn.
    Novalis (1772-1801), Die Christenheit oder Europa
  • Alle eventyr ere løgn, og alle vijser sande.
  • Alle Fäden laufen in seiner Hand zusammen.
    es] Él mueve los hilos, maneja el tinglado.
  • Alle Fälle geraten nicht gleich wohl.
  • Alle Farben der schönsten Welt verbleichen: So bald ihr jenes Licht, die Erstgeburt der Schöpfung, erstickt.
    Johann Georg Hamann, Aestetica in nuce
  • Alle Faulen loben dieses Land, wo man nicht zu arbeiten braucht.
    ee] Kõik laisad kiitvad seda maad, kus pole tarvis teha tööd.
  • Alle Fehler nämlich sind, offen zu Tage, weniger wirksam: Auch Krankheiten neigen dann zur Gesundung, wenn sie aus dem Verborgenen hervorbrechen und ihre Kraft deutlich machen.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Briefe über Ethik
  • Alle Fehler, die den Frauen vorwerfen könnte, sind das Werk der Männer, der Gesellschaft und vor allem einer falsch verstandenen Erziehung.
    Melchior Grimm (1723-1807), Über die Frauen
  • Alle Fehler, die man hat, sind verzeihlicher als die Mittel, welche man anwendet, um sie zu verbergen.
    François de La Rochefoucauld (1613-1680), Reflexionen
  • Alle Fehler, die man macht, sind eher zu verzeihen, als die Mittel, die man anwendet, um sie zu verbergen.
    Francois La Rochefoucauld
  • Alle fiate è meglio infermare, ch'esser ben sano.
  • Alle finantz macht die schuh gantz.
    var] Alle finanz macht die schuh ganz.
  • Alle Finger lang.
    Nürtingen
  • Alle Fische beißen, aber der Hai bekommt die Schuld.
  • Alle Fische im Meere stehen Gott zu gebot.
  • Alle Fische schnellen den Schwanz, selbst das Alte Weib (Name eines Fisches).
    Surinam
    i] Auch der Unbedeutendste sucht sich geltend zu machen. Oder ironisch: Der auch! Der wird's Kraut fett machen.
  • Alle Flecken kann man herausnehmen mit ein bissele Gold.
  • Alle Flinke laufen sich zu Tode, alle Faule tragen sich zu Tode.
  • Alle Flügel tragen nicht in die gleiche Höhe.
    ee] Kõik tiivad äi kanna ühekõrgusele.
  • Alle Flüsse fließen ins Meer, das Meer wird nicht voll. Zu dem Ort, wo die Flüsse entspringen, kehren sie zurück, um wieder zu entspringen.
    Altes Testament, Kohelet 1, 7
  • Alle Flüsse fließen zum Meer.
  • Alle Flüsse laufen ins Meer, und doch ist das Meer nicht voll.
    China
  • Alle Flüsse laufen ins Meer.
    Prediger Salomo 1, 7.
    fr] Les rivières retournent à la mer.
    nl] Alle rivieren lopen in die see.
    la] Ad mare declivus omnis currit cito rivus.
  • Alle Flüsse tun ihr Bestes für das Meer.
  • Alle Formen des Stils sind gut, wenn man sie nur geschmackvoll anwendet, es gibt eine Menge Ausdrücke, die Fehler bei den einen, Schönheiten bei den andern sind.
    Joseph Joubert (1754-1824), Gedanken und Maximen
  • Alle Frachten lichten, sagte der Schiffer, da warf er seine Frau über Bord.
    var] Alle Lasten leichtern, sagte der Schiffer und warf seine Frau über Bord.
    Ndt] Alle Frachten lichten, seggt dei Schipper, da schmêt hei sîn Fru äwer Bürd.
    Mecklenburg
    nl] Alle beetjes helpen en alle vrachtjes ligten, zei de schipper, en hij smeet zijne vrouw over boord.
  • Alle Fragen sind frei.
  • Alle Frauen heißen Eva.
  • Alle Frauen lieben die Geister, die in jungen Körpern wohnen, und Seelen, die schöne Augen haben.
    Joseph Joubert (1754-1824), Gedanken, Versuche und Maximen
  • Alle Frauen müssen mit dem Tod kämpfen, um ihre Kinder zu behalten.
    Oscar Wilde (1854-1900), Eine Frau ohne Bedeutung
  • Alle Frauen sind Evas Töchter.
    dk] Alle mandfolk ere Adams sönner og quindfolk Evæ døttre.
  • Alle Frauen sind furchtsam. Und es ist ein Glück, dass sie es sind, denn wer möchte sich sonst mit ihnen einlassen?
    Honoré de Balzac (1799-1850), Die Physiologie der Ehe
  • Alle Frauen sind gut zu etwas oder nichts.
    England
  • Alle Frauen sind gute Lutheraner, denn sie möchten lieber predigen als der Messe zuhören.
    Dänemark
  • Alle Frauen sind hübsch, wenn man die Kerze ausmacht.
  • Alle Frauen sind Menschen, folglich müssen auch sie intellektuell, moralisch und religiös gebildet werden.
    Betty Gleim (1781-1827), Erziehung und Unterricht des weiblichen Geschlechts
  • Alle Frauen sind voller Klugheit, vor allem wenn es darum geht, ihre Schwäche zu übertreiben.
  • Alle Frauen stammen aus Evas Geschlecht.
  • Alle Frauen und Katzen sind schwarz in der Dunkelheit.
    Bosnien
  • Alle Frauen, anständig oder nicht, verkaufen sich. Wenn ein Mann Zeit hat, kauft er die Frau, die seine Liebe begehrt, durch eifrige Bewerbung; wenn er es eilig hat ..., bedient er sich der Geschenke und sogar des Goldes.
    Giacomo Casanova (1725-1798), Neunundneunzig Abenteuer
  • Alle Frauen, selbst die einfältigsten, wissen eine List, um ihr Ziel zu erreichen.
    Honoré de Balzac, Eugénie Grandet
  • Alle Freier sind reich und alle Gefangenen arm.
  • Alle Freier sind reich, alle Gefangenen arm.
    ee] Kõik kosilased rikkad, kõik vangid vaesed.
  • Alle Freiheitsapostel, sie waren mir immer zuwider,
    Willkür suchte doch nur jeder am Ende für sich.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Venezianische Epigramme 50
  • Alle Fremden sind miteinander verwandt.
  • Alle Freude des Dichters, ein gutes Gedicht zu erschaffen,
    Fühle das liebliche Kind, das ihn begeisterte, mit.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Vierjahreszeiten - Herbst 28
  • Alle Freude steckt in der Weinkarte.
  • Alle Freude und alles Leid kommt aus uns selbst; alles, was über uns kommt, kommt von uns.
  • Alle Freuden an dem Wechsel der Naturerscheinungen haben das, dass sie zugleich moralische sind für das sie dankbar empfindende Herz.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Briefe an eine Freundin, 22. März 1825
  • Alle Freuden haben ihre Quelle in unsrer eignen Existenz, die nicht von hierher kommen, wird uns das Äußere nicht geben. Jeder gehe in seine eigne Erfahrung zurück, um die Wahrheit davon zu fühlen.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alle Freundschaft gibt Kraftgefühl, aber gerechter Sinn ist fern von gewaltsamen Taten.
    Johannes von Müller (1752-1809)
  • Alle Füchse kommen endlich beim Kürschner zusammen.
    var] Alle Füchse treffen sich beim Kürschner.
    en] Every fox can be found at the furrier's.
    fr] A la fin les renards se trouvent chez le pelletier.
    it] Tutte le volpi si riveggono in pelliceria.
    es] Allá nos veremos, en el corral de los pellejeros.
  • Alle Füchse treffen sich beim Kürschner.
    en] Every fox can be found at the furrier's.
    fr] A la fin les renards se trouvent chez le pelletier.
    it] Tutte le volpi si riveggono in pelliceria.
    sp] Allá nos veremos, en el corral de los pellejeros.
  • Alle fugl har feyr og vinger, men kunne dog ei flyve sau høyt som ørnen.
  • Alle fugle flyve ei høge, hver med sit sig lade nøye.
  • Alle fünf (ergänzend: Finger) danach ausstrecken.
    i] Etwas sehr stark begehren und mit Anstrengung erstreben.
  • Alle fünfe ablecken.
    i] Ganz besondere Ursache haben befriedigt zu sein.
    ndt] Dar schast du alle Five na likken.
  • Alle für einen und einer für alle!
  • Alle Furcht hat viel Phantasie und wenig Talent.
  • Alle Furzlang mit etwas kommen.
    Nürtingen
  • Alle Galanterie freilich, wenn sie nicht als Blüte einer großen und weiten Lebensweise hervortritt, muss beschränkt, stationär und aus gewissen Gesichtspunkten vielleicht albern erscheinen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit II,6
  • Alle Ganz- und Halbpoeten machen uns mit der Liebe dergestalt bekannt, dass sie müßte trivial geworden sein, wenn sie sich nicht naturgemäß in voller Kraft und Glanz immer wieder erneute.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 386
  • Alle gau Gebrüch kommen af, sät et Mättche, du hau der Pastur et Danze verbô.
    Aachen
  • Alle Gebäude folgen dem Grunde.
    Rechtssprichwort
    i] Spricht den Grundsatz aus, dass in der Kegel dem, der den Grund zu eigen hat, auch das gehört, was daraufsteht.
  • Alle Gedanken Gottes, insoweit sie das Beste zum Vorwurf haben, gelangen zur Wirklichkeit.
    Moses Mendelssohn, Morgenstunden
  • Alle Gedanken sind vorwärts gerichtet, wie Flaggen und Wimpel,
    Nur ein Trauriger steht rückwärts gewendet am Mast.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Alexis und Dora
  • Alle gedenken dessen, der liebt.
    Walisisch
  • Alle Gedinge brechen gemeines Recht.
    Rechtssprichwort
    i] Dies Sprichwort gibt den Maßstab, nach welchem einzelne Rechtsgeschäfte zu beurteilen sind. Zunächst entscheidet das besondere Übereinkommen - Gedinge, Gelübde, Willkür - mit Ausschluss aller anderen Rechte, und, wenn der Gegenstand nicht öffentliche, sondern nur die Rechte der Vertragenden betrifft, auch gegen jedes andere Gesetz, sei dies Land-, Stadt- oder gemeines Recht.
    mhd] Alle gedinge brechen eyne gemeine recht.
  • Alle Gefangenen arm, alle Freien warm.
    i] Hier mit der Nebenbedeutung reich, wie man sagt: ein warmer Jünger, warmer Vetter. 'Alle gefangen werden arm geacht, eyn ytzlicher freyer sich selber reych macht.'
  • Alle Gefühle können zur Liebe, zur Leidenschaft führen, alle: der Hass, das Mitleid, die Gleichgültigkeit, die Ehrfurcht, die Freundschaft, die Furcht, selbst die Verachtung ... Nur eines nicht - die Dankbarkeit.
    Iwan Sergejewitsch Turgenew (1818-1883), Der Weg zur Liebe
  • Alle gefüllten Blumen rechnen wir zu den abnormen, und es ist wohl einiger Aufmerksamkeit wert, dass dergleichen Blumen sowohl fürs Auge an Schönheit als für den Geruch an Stärke und Lieblichkeit zunehmen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Geschichte meines botanischen Studiums - Nacharbeiten und Sammlungen
  • Alle Gegner einer geistreichen Sache schlagen nur in die Kohlen, diese springen umher und zünden da, wo sie sonst nicht gewirkt hätten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 121
  • Alle Geheimnisse liegen in vollkommener Offenheit vor uns. Nur wir stufen uns gegen sie ab, vom Stein bis zum Seher. Es gibt kein Geheimnis an sich, es gibt nur Uneingeweihte aller Grade.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Stufen
  • Alle gehen mit ihrem Sack zur Mühle.
    Venetien
    dk] Alt det som fødes skal engang døe.
    it] Chi nasce, convien morire.
    la] Lex universi est, quae jubet nasci et mori.
    la] Omne quod exoritur, fit et moritur.
  • Alle gehen zur Schule, nur nicht Frank, der macht krank.
  • Alle gehlinge Veränderung sind fährlich.
  • Alle Geister werden angezogen von Vollkommenheit.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Philosophie, Briefe: Theosophie des Julius: Idee
  • Alle geistige Berührung gleicht der Berührung eines Zauberstabes. Alles kann zum Zauberwerckzeug werden.
    Novalis (1772-1801) (1772-1801)
  • Alle Geistlichen, die nicht wahre Rationalisten seien, betrügen sich selbst oder andere.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), F. v. Müller, 8.6.1821
  • Alle Gelegenheit, glücklich zu werden, hilft nichts, wer den Verstand nicht hat, sie zu nutzen.
    Johann Peter Hebel (1760-1826), Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
  • Alle Gelehrsamkeit ist noch kein Urteil.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 28.3.1827
  • Alle Gelehrten sind Brüder.
    China
  • Alle gelijk heeft zijne ongelijkheid.
  • Alle gelijkenissen gaan mank.
  • Alle gemachte Leute haben ihr eigenes Wesen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Zelter, 17.1.1831
  • Alle Genüsse sind schließlich Einbildung, und wer die beste Phantasie hat, hat den größten Genuss.
    Theodor Fontane (1819-1898), Irrungen, Wirrungen
  • Alle Genussmittel sagen zum Brot: Du bist unser Herr.
    Jemen
  • Alle Geräusche der Zeitlichkeit seien in meinem Stil gefangen. Das mache ihn den Zeitgenossen zum Verdruß. Aber Spätere mögen ihn wie eine Muschel ans Ohr halten, in der ein Ozean von Schlamm musiziert.
    Karl Kraus, Aphorismen. Mensch und Nebenmensch
  • Alle gerechten und berechtigten Vorhaben sind ihrer Natur nach gemäßigt und nicht übertrieben, sonst bleiben sie nicht so, sondern werden meuterisch und gesetzwidrig.
    Michel de Montaigne (1533-1592), Die Essais
  • Alle Gerechten, alle Heiligen, alle Märtyrer sind glücklich gewesen.
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), Die Brüder Karamasow
  • Alle Gerichtsstätten haben das Geleite.
    Rechtssprichwort
    i] Die Macht Rechtsschutz zu gewähren.
    Datt hebben alle Gerichtsteden das Geleyde.
  • Alle geschaffenen Wesen haben darin an der göttlichen Gutheit teil, dass sie das Gute, das sie selber besitzen, auf andere Wesen ausströmen. Denn es gehört zum Wesen des Guten, dass es sich anderen mitteilt.
    Thomas von Aquin (1225-1274), Summa theologica
  • Alle Geschäfte sind ehrlich, wenn man sie ehrlich treibt.
  • Alle Geschäftemacher nämlich wollen ins Unbegrenzte hinein ihr Geld vermehren.
    Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph
  • Alle Geschehnisse der Welt müssen so eng miteinander verbunden dargestellt werden, so ineinander verschlungen wie die Glieder einer Kette. Wird ein einziges Glied herausgenommen, so zerreisst die Kette.
    Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809-1852), Über die Art, Weltgeschichte zu lehren
  • Alle Geschenke, alle Gefälligkeiten der Welt ersetzen nicht einen Augenblick Vergnügen an sich selbst.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Alle Geschmäcker sind Geschmäcker.
    it] Tutti i gusti son gusti.
  • Alle Geschöpfe sind Kinder des einen Vaters und daher Brüder.
  • Alle gesellschaftlichen Übel haben ohne Ausnahme ihre Quelle in der sozialen Ordnung der Dinge ...
    August Bebel (1840-1913), Die Frau und der Sozialismus
  • Alle Gesetze sind Versuche, sich den Absichten der moralischen Weltordnung im Welt- und Lebenslaufe zu nähern.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Alle Gesetze sind von Alten und Männern gemacht. Junge und Weiber wollen die Ausnahme, Alte die Regel.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 686
  • Alle Gesetze und Sittenregeln lassen sich auf eines zurückführen: Wahrheit.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), F. v. Müller, 28.3.1819
  • Alle Gesetze zu halten, würde auch kein Nagel stark genug sein.
  • Alle Gewalt ist Unrecht.
  • Alle Gewalttaten müssen auf einmal begangen werden, da sie dann weniger empfunden und eher vergessen werden, Wohltaten aber dürfen nur nach und nach erwiesen werden, damit sie desto besser gewürdigt werden.
    Niccolò Machiavelli (1469-1527)
  • Alle giovani i buoni bocconi, alle vecchie i strangoglioni.
  • Alle gleich ist die größte Ungleichheit.
    nl] Alle gelijk heeft zijne ongelijkheid.
  • Alle Gleichnisse hinken.
  • Alle Gleichnisse müssen mit einem Beine hinken.
    fr] Il n'y n point de comparaison qui ne cloche.
    nl] Alle gelijkenissen gaan mank.
    la] Omne simile claudicat.
  • Alle Glieder am Menschen sind Zungen.
  • Alle Glieder bilden sich aus nach ew'gen Gesetzen,
    Und die seltenste Form bewahrt im Geheimen das Urbild.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Gott und Welt (Metamorphose der Tiere)
  • Alle Glieder gehorchen dem Kopf.
    dk] Alle lemmer lyde hovedet.
  • Alle Glocken läuten's, was einer hat im Sinn.
  • Alle glücklichen Familien ähneln einander; jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.
    Leo N. Tolstoi, Anna Karenina
  • Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich; aber jede unglückliche Familie ist auf ihre besondere Art unglücklich.
    Leo Tolstoi, Anna Karenina
  • Alle goede dingen bestaan in drieën.
  • Alle Gottbewahr sind möglich.
    Jüdisch-deutsch] Alle Chas wescholem sen möglich. (Die schlimmsten Fälle)
  • Alle Gotteshäuser sind doch im Grunde nichts anderes als Stätten menschlicher Ehrfurcht, die man dem Unbekannten errichtet hat. Je mehr das Denken sich die Welt erobert, um so mehr werden all diese Tempel veröden.
    Guy de Maupassant (1850-1893), Mein Onkel Freigeist
  • Alle Grâtprâlers sint âk noch nich ôwern Tûn.
    Göttingen
    i] Die Großprahler sind auch noch nicht übern Zaun.
  • Alle grauen Mäntel haben graues Tuch.
    i] In Bezug auf einen bummelnden Großsprecher.
    zit] A spricht, a kon viel hamprige, ober batteln iss wul egen is beste. O ich kenn'n itze ols a tausend und sehe wul, dass olle gro Mäntel han gro Tuch.
  • Alle grijpers zijn geene dieven.
  • Alle grond is geen ankergrond.
  • Alle Größe ist unbewusst, oder sie ist wenig oder gar nichts.
    Thomas Carlyle (1795-1881), Über Walter Scott
  • Alle große Kunst lebt von dem geistigen Herzblut einer großen Gemeinschaft.
    Clara Zetkin (1857-1933), Kunst und Proletariat
  • Alle große politische Aktion besteht im Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.
    Ferdinand Lassalle (1825-1864), deutscher Politiker, Sozialist, Schriftsteller, Führer der deutschen Arbeiterbewegung
  • Alle großen Dinge sind einfach, und viele können mit einem einzigen Wort ausgedrückt werden: Freiheit, Gerechtigkeit, Ehre, Pflicht, Gnade, Hoffnung.
    Churchill
  • Alle großen Erzieher der Menschheit haben Musik gebraucht.
    Malwida von Meysenbug (1816-1903), Der Lebensabend einer Idealistin
  • Alle großen Gebäude verfallen mit der Zeit, sie mögen mit Kunst und Zierraten, oder ohne Kunst und Zierraten gebauet sein.
    Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Das Neueste aus dem Reiche des Witzes
  • Alle großen Gläubigen waren Immoralisten.
    Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften
  • Alle großen Herrn sollten so wie die Sultane eine Kunst lernen, wir leben jetzt in sonderbaren Zeiten, man kann nicht wissen ob man sie nicht einmal braucht. Der vorige türkische Kaiser schnitzte Bogen und Pfeile sehr gut, der jetzige malt Musselin für das Frauenzimmer.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1789 - 1793
  • Alle großen Leidenschaften entstehen in der Einsamkeit.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Julie oder Die neue Héloïse (Julie)
  • Alle großen Männer sind bescheiden.
    Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Briefe, die neueste Literatur betreffend (1759-1765), Teil 4, Brief 65
  • Alle großen Menschen bilden sich ein, mehr oder weniger inspiriert zu sein.
    Joseph Joubert (1754-1824), Gedanken, Versuche und Maximen
  • Alle großen Realisten waren große Romantiker.
    Emil Gött (1864-1908), Aphorismen
  • Alle großen Verführer beherrschen die Kunst, einer Frau beim Fallen so behilflich zu sein, dass sie sich nicht wehtut.
  • Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien.
    geflügeltes Wort
  • Alle Großen waren große Arbeiter, unermüdlich nicht nur im Erfinden, sondern auch im Verwerfen, Sichten, Umgestalten, Ordnen.
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Menschliches, Allzumenschliches
  • Alle großen Wiedergeburtszeiten der Menschheit standen im Zeichen der Dichtung, wurden von Dichtung vorangekündigt, von Dichtung begleitet, von Dichtung gedeutet.
    Becher, Kräfte der Wandlung
  • Alle großen, alle schönen Dinge können nie Gemeingut sein.
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Götzen-Dämmerung
  • Alle gud Dingan san trii.
    Nordfriesland
    de] Alle guten Dinge sind drei.
  • Alle gueden Bruike kuemed af, hadde de Däirne saght, doa hadde de Pastäur 'et Danssen verbuoaen.
    Hemer in der Grafschaft Mark
    de] Alle guten Gebräuche kommen ab, sagte das Mädchen, da hatte der Pastor das Tanzen verboten.
  • Alle gut verfolgten Dinge hatten bisher Erfolg.
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Nachlaß (Unschuld des Werdens)
  • Alle gute Dinge müssen zu einem Ende kommen.
    en] All good things must come to an end.
  • Alle gute Gabe kommt von oben.
  • Alle gute Gewohnheit soll man behalten.
    fr] Les bonnes coustumes sont à garder et les mauvaises à laisser.
  • Alle gute Menschen, die sich für mich interessierten, hab ich durch meine Gegenwart geplagt, weil sie mir nicht helfen konnten.
    Friedrich Maximilian von Klinger (1752-1831), Sturm und Drang
  • Alle gute Philosophie ist im tiefsten Sinne Parodie, Selbstparodie.
    Egon Friedell (1878-1938)
  • Alle Gütelcher sen bös, alle Schöncher mies (o. hässlich).
  • Alle guten Anlagen bedürfen nach meiner Meinung der Übung, die Besonnenheit aber ganz besonders.
    Xenophon (426-355 v. Chr.), Erinnerungen an Sokrates (469-399 v. Chr.)
  • Alle guten Anlagen geraten nicht (alle Zeit).
  • Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.
    Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches, II, Aph. 107
  • Alle guten Dinge sind billig, alle schlechten sind teuer.
    Henry David Thoreau (1817-1862), Journal
  • Alle guten Dinge sind starke Reizmittel zum Leben, selbst jedes gute Buch, das gegen das Leben geschrieben ist.
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Menschliches, Allzumenschliches
  • Alle guten Gaben kommen von oben.
  • Alle guten Geister loben Gott.
  • Alle guten Geister
    Loben ihren Meister.
  • Alle guten Grundsätze sind in der Welt vorhanden: man braucht sie nur anzuwenden.
    Blaise Pascal (1623-1662), Pensées
  • Alle guten Nächte bedeuteten nicht, dass man zu Bett geht.
  • Alle guten Sachen sind ja immer weit oder hoch.
    ee] Kõik head asjad on ju ikka kaugel või kõrges.
  • Alle Guten sind genügsam.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan - Buch des Paradieses - Anklang
  • Alle guten Worte dieser Welt stehen in Büchern.
    China
    i] Jeden berühmten Berg halten die Buddhamönche besetzt.
  • Alle gutte Anlege gerathen nit (al zit).
  • Alle Habe hilft nicht gegen den Tod.
    Estland
  • Alle Habe kann aus der Welt verschwinden, aber das Geld bleibt nach.
    ee] Kõik kraam või ilmast ar kaoda, a' raha jääs kõkõ perrä.
  • Alle haben es gleich. Wie man in einem See an keiner Stelle die Wasseroberfläche höher oder niedriger machen kann als an anderen Stellen, so kann man auch Glück Das Glück nicht durch materielle Mittel vermehren oder vermindern.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Tagebücher (1893)
  • Alle haben Haare, nur nicht Klaus, dem fallen sie aus.
  • Alle haben jetzt keine rechte Freude mehr an den großen Gedanken der Menschheit.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Alle haben Mängel und Fehler.
  • Alle haben nicht denselben Geschmack.
  • Alle haben weiße Zähne, aber man weiß nicht, was dahinter ist.
  • Alle haben wir lebendige Pflichten und lebendige Neigungen, die unsere eifrigen Anstrengungen beanspruchen, und zwar zu Recht beanspruchen. Darum will ich nicht bei der Vergangenheit verweilen.
    James Joyce (1882-1941), Die Toten
  • Alle hacken auf ihm herum
    en] They all peck at him
    fr] Il sert de tête de Turc à tous
    it] Tutti gli tagliano i panni addosso
  • Alle Hahnen müssen einen Kamm haben.
  • Alle Händ' voll to dohne, seggt de ol Zahlmann, on heft man êne.
    Insterburg
    i] Alle Hände voll zu tun, sagte der alte Zahlmann, und ich habe man nur eine.
    i] Zahlmann = der Name eines Feldwächters in Insterburg.
  • Alle Hände voll zu tun haben.
    es] Estar muy atareado, tener muchas cosas que hacer
  • Alle Händel allein haben wollen, ist der Anfang zum Verderben.
  • Alle Händel und Zufälle schlichten und richten.
  • Alle Handlungen müssen vom Willen bestimmt und dürfen keine unbewusste Befriedigung physischer Bedürfnisse sein.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Tagebücher (1847)
  • Alle Handlungen, die geringer sind als wir selber, erniedrigen unsere Persönlichkeit.
    Ellen Key (1849-1926), Über Liebe und Ehe: Freie Scheidung
  • Alle Handwerk dienen einem anderen mehr, denn ihnen selbst.
  • Alle Handwerk sind gut, wann nur das gut ist, dass einem aus dem Ärmel hanget.
    i] Früher teilte man die Handwerker in ehrliche und unehrliche ein. In den Dekreten Philipp's II. werden die Handwerke der Gerber, Kürschner, Schuster, Schneider, Schmiede und Zimmerleute für entehrend erklärt.
    nl] Alle ambachten smitten.
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