DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Alle Tage anders.
    i] Scherzhafte Antwort auf die Frage, wie jemand heiße, wenn er den Namen 'Anders' führt.
  • Alle Tage Bier satt, alle Wochen zwier Bad macht eine wüste Hofstadt.
  • Alle Tage dient mir das dumme Benehmen eines anderen zur Warnung und zur Belehrung, was sticht, trifft und weckt uns sicherer, als was uns angenehm ist.
    Michel de Montaigne (1533-1592), Die Essais
  • Alle Tage ein ander Werk.
    la] Fininut pariter, renovant que labores gantur.
  • Alle Tage ein Fädlein ist ein Hemdsärmel im Jahr.
    nl] Alle dagen een draadje is een hemdsmouw in het jaar.
  • Alle Tage einen Faden macht des Jahres ein Hemd.
  • Alle Tage einen Stich macht das (o. im) Jahr noch keinen Schuh.
    la] Otia dant vitia.
  • Alle Tage einmal, ist keine Qual.
  • Alle Tage findet sich bei einem alten Mann etwas Neues.
    i] Nämlich ein neues Gebrechen.
  • Alle Tage gleich satt, macht zuletzt eine wüste Hofstatt.
  • Alle Tage Huhn im Topf
    und Gans im Bett - man kriegt es satt.
    Kurt Tucholsky (1890-1935), Wie man's macht
  • Alle Tage ist kein Sonntag.
    en] Sunday does not come every day.
    fr] Ce n'est pas tous les jours fête.
  • Alle Tage ist nicht Sonntag.
  • Alle Tage ist's nicht Feiertag, als für die Narren.
  • Alle Tage Kapaun und nie was Frisches, klagte die Kammerjungfer.
    nl] Altijd kapoenen, nimmermeer wat versch.
  • Alle Tage König Artus vnd Crösus Hof halten.
  • Alle Tage Kraut, dass dich die Bockshaut, wer hätt's dem Pitter zugetraut.
  • Alle Tage sind gleich lang, jedoch verschieden breit.
    geflügeltes Wort
  • Alle Tage sind immer Esstage, nicht alle sind Erwerbstage.
    Estland
  • Alle Tage sing' und sage: Lob der Himmelskönigin.
    la] Omnia die, die Mariae.
  • Alle Tage um den Herd, ist des Sündags unwêrt (schämenswert).
    i] Wenn ein Frauenzimmer ihren besten Kleiderstaat in der Woche am Herde aufschleppt, so hat sie Sonntags nichts Angemessenes anzuziehen.
  • Alle Tage voll macht das Haus leer.
  • Alle Tage vollauf und vollen Kropf haben.
  • Alle Tage was macht am Ende des Jahres einen Haufen.
    nl] Alle dagen wat maakt aan het einde des jaars een grooten hoop.
  • Alle Tage was Neues! sagte die Katz, als sie sich das Maul verbrannte.
  • Alle tage weh, stirbt nimmermeh.
    la] Multum decubare, et nunquam espirare. = Qui semper aegrotant, duitissime vivant.
  • Alle Tage, die Gott verleiht.
    nl] Alle dagen, die God verleent.
  • Alle tagen Martinstag (10.11.), zechevoll frühe und spatt, in die wochn zwier ins badt machen eine lere hofstadt.
  • Alle Tannen haben Ohren.
  • Alle Tassen im Schrank haben.
  • Alle Tätigkeit, die nicht von den Göttern ausgeht, ist des Menschen unwürdig. Es ist also gut, sich in Vorrat zu setzen.
    Friedrich Schlegel (1772-1829), Über die Philosophie
  • Alle Tatmenschen sind Träumer.
    England
  • Alle taugen nicht zum Herrschen.
  • Alle Teile des Kults sowie alle Prinzipien des katholischen Dogmas zielen darauf ab, die Laien in absolute Abhängigkeit vom Klerus zu bringen.
    Henri de Saint-Simon (1760-1825), Neues Christentum
  • Alle Theorie ist grau, außer in der Politik, wo sie auch rot, schwarz oder grün sein kann.
  • Alle Theorie ist grau, und nur der Wald und die Erfahrung sind grün.
  • Alle Theorie und alle Praxis sollten auf den praktischen Nutzen gerichtet sein. Dinge, die sich nicht miteinander vertragen, sollten auch nicht nebeneinander bestehen.
  • Alle Tiefen des Daseins liegen in einer großen, reichen Seele, und sie werden immer klarer dem, der das Glück hat, in einer solchen eigentlich heimisch zu werden.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), an Karoline, 29. 6. 1809
  • Alle Tier und vöglein seind so weiß, sie ruhen ein stündlein auf die speis'.
    fr] Souvent les bêtes montrent à vivre aux hommes.
  • Alle Tier' ein Paar sind miteinander, drum auch der Mensch will sein selbander.
  • Alle Tiere folgen der Natur.
    mhd] Alle deirte volgen der natûr.
    la] Omnia naturae parent animantia passim.
    mhd] ein adelig tier, en edeler boum die habent von art ouch edelen zoum.
  • Alle Tiere fressen die Cassaba, aber das Kaninchen allein bekommt die Schuld.
    i] Wer einmal einen schlimmen Ruf hat, dem wird alles Böse nachgesagt, er muss stets der Sündenbock sein.
  • Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher als andere.
    geflügeltes Wort
  • Alle Tiere, die etwas mit den Pfoten fassen können, können es auch mit dem Kopf, Affen, Papageien, Biber.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1773 - 1775
  • Alle Tiere, welche gehen, werden am Bratspieß anhalten.
  • Alle Tierlein leben gerne.
  • Alle Tierlein ohne Augen zum Graben gut im finstern taugen.
  • Alle Tierlein sind so weis', sie ru'hn ein' Weil' auf ihre Speis'.
  • Alle totalen Systeme geraten in Schwierigkeiten, sobald die öffentliche Meinung es nicht mehr zuläßt, Andersdenkende zu liquidieren.
  • Alle tragen wir einen Narren unter der Kappe, aber der eine kann ihn besser verbergen als der andere.
  • Alle Träume der Katzen spielen nur unter Mäusen.
  • Alle Träume sind Lügen.
    fr] Tous songes sont mensonges.
  • Alle Träume spinnen aus dem gleichen Netz.
  • Alle tre nebbie acqua.
  • Alle tre si cuoce il pane (ovvero si corre il palio, o si dà il cavallo).
  • Alle treibt ihr mit dem Glück eure Spiel' und Possen; wenn es euch ein Beinchen stellt, seid ihr gleich verdrossen.
    Wilhelm Müller (1794-1827), Sprüche
  • Alle Trübseligkeit und Krankheit ist vom Teufel, nicht von Gott. Gott erlaubt aber dem Teufel, uns zu schaden, wenn er verachtet wird.
    Martin Luther (1483-1546), Tischreden
  • Alle trügerischen Lehren, welche das Herz Lügen straft, überzeugen nicht.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Emile
  • Alle Trümpfe in der Hand haben
    en] to have all the trumps in o's hand - to hold all the trumps (o. cards)
    fr] avoir tous les atouts en main (o. dann son jeu)
    it] avere l'asso nella manica (o. il coltello per il manico)
  • Alle Tugend aus Vorsatz taugt nicht viel. Gefühl oder Gewohnheit ist das Ding.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1784 - 1788
  • Alle Tugend hat aufgehört, Gerechtigkeit ist auch zerstört; der Geistlich irrt, das Geld regiert, die Simonie hat die Welt verführt.
  • Alle Tugend muss sich an den stab der bestendigkeit halten, sonst stehn sie wie ein schatten.
  • Alle Tugenden aus Nachahmung sind Affentugenden, eine gute Handlung ist sittlich gut, nur wenn man sie als solche tut, nicht weil andere sie tun.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Emile
  • Alle Tugenden haben einen löblichen Ursprung, allein die Vorsichtigkeit wurde von einem schändlichen Vater, dem Misstrauen, und von einer abschewlichen Mutter, der Widerwertigkeit, geboren.
    Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1622-1676), Ewiger Kalender.
    la] Virtus, justicia, clerus, mammon, Simonia cessat, calcatur, errat, regnat dominatur.
  • Alle Tugenden sind eine Tugend.
    Schau alle Tugenden ist ein' ohn unterscheid:
    Wiltu den Nahmen hörn? sie heist Gerechtigkeit.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Fünfftes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 172
  • Alle Tugenden sind in Gefahr, wenn die Kindesliebe angegriffen wird.
    China
  • Alle tun Gottes Werk, ob sie wollen oder nicht.
    Und wie schön ist es, zu wollen.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Tagebücher (1889)
  • Alle Türen führen ins Haus, aber auch hinaus.
  • Alle Türen stehen ihm offen.
    en] all doors are (o. every door is) open to him.
    fr] toutes les portes lui sont ouvertes.
    it] ha tutte le porte aperte
  • Alle Türen verschlossen finden.
  • Alle Übel sind unversuchtes Gutes.
    Schottland
  • Alle Übergänge sind Krisen, und ist eine Krise nicht Krankheit?
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre VIII,1
  • Alle Überzeugung ist unabhängig von der Naturwahrheit. Sie bezieht sich auf die magische, oder die Wunderwahrheit. Von der Naturwahrheit kann man nur überzeugt werden, insofern sie Wunderwahrheit wird. Aller Beweis fußt auf Überzeugung, und ist mithin nur ein Notbehelf im Zustand des Mangels an durchgängiger Wunderwahrheit. Alle Naturwahrheiten beruhen demnach ebenfalls auf Wunderwahrheit.
    Novalis (1772-1801), Aphorismen und Fragmente, 1798-1800
  • Alle üble Nachrede hat ihren Grund vorzüglich im Neide, weshalb denn Leute mit fehlgeschlagenen Hoffnungen mehr zum Räsonieren und Skandalisieren aufgelegt sind als Leute, denen es wohl geht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 4.9.1829
  • Alle ungebildeten Menschen werden durch den Stoff, nicht durch die Behandlung interessiert.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Entwurf zu einem Volksbuch historischen Inhalts
  • Alle ungeschickten Arbeiter schimpfen auf ihr Werkzeug.
  • Alle Unkinder oder Hurenkinder haben gunst und ehre, loser und unverständiger Leute.
  • Alle Unklarheit hat eine Ursache - die Menschen erkennen nicht, dass Leben Teilnehmen an der Vervollkommnung der eigenen Person und des Lebens heißt.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Tagebücher (1895)
  • Alle unmittelbare Aufforderung zum Ideellen ist bedenklich, besonders an die Weiblein. Wie es auch sei, umgibt sich der einzelne bedeutende Mann mit einem mehr oder weniger religios-moralisch-ästhetischen Serail.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 802
  • Alle Unparteilichkeit ist artifiziell. Der Mensch ist immer parteiisch und tut sehr recht daran. Selbst Unparteilichkeit ist parteiisch. Er war von der Partei der Unparteiischen.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1776 - 1779
  • Alle Unruhe kömmet von bösen Leuten.
  • Alle unselige (unwirtschaftliche) Weiber werden im Wochenbett selig (wirtschaftlich).
  • Alle unser sinn und mut steht nu na geld und gut, und wen wi dat erwerben, so legge wi uns nedder und sterben.
  • Alle unsere Akademien haben noch barbarische Formen, in die man sich finden muss, und der Parteigeist, der meistens Kollegen trennt, macht dem Friedfertigsten das Leben am sauersten und füllt die Lustörter der Wissenschaften mit Hader und Zank.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Alle unsere besten Gedanken haben wir in einer Art von Fieber-Rausch, im Fieber von Kaffee erregt.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1775 - 1776
  • Alle unsere Eigenschaften sind ungewiss und zweifelhaft, sowohl die guten wie auch die bösen, und sie sind fast alle den Gelegenheiten zu verdanken.
    François de La Rochefoucauld (1613-1680), Reflexionen
  • Alle unsere Haare sind gezählt.
    fr] Tous nos cheveux sont comptès.
  • Alle unsere jetzigen Moden haben bloß das Verdienst des Wunderbaren, des Ausschweifenden und des Kostbaren. Sie tragen nichts zur Erhöhung deiner Reizungen bei. Diese werden vielmehr nur versteckt ...
    Justus Möser (1720-1794), Patriotische Phantasien
  • Alle unsere Leiden kommen daher, dass wir nicht allein sein können.
    fr] Tout notre mal vient de ne pouvoir être seul.
    Jean de La Bruyère (1645-1696), Die Charaktere
  • Alle unsere Pläne sind ins Wasser gefallen.
    fr] Tous nos projets sont tombés dans le lac.
  • Alle unsere Streitereien entstehen daraus, dass einer dem anderen seine Meinung aufzwingen will.
  • Alle unsere Stunden sind gezählt.
    fr] Tous nos heures sont comptées.
  • Alle unsere Weisheit besteht in knechtischen Vorurteilen, alle unsere Bräuche sind nur Unterwerfung, Marter und Zwang.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Emile
  • Alle unsre Neigungen scheinen nichts als angewandte Religion zu sein. Das Herz scheint gleichsam das religiöse Organ. Vielleicht ist das höhere Erzeugnis des produktiven Herzens - nichts anders als der Himmel. Indem das Herz, abgezogen von allen einzelnen wirklichen Gegenständen, sich selbst empfindet, sich selbst zu einem idealischen Gegenstande macht, entsteht Religion. Alle einzelnen Neigungen vereinigen sich in Eine, deren wunderbares Objekt ein höheres Wesen, eine Gottheit ist; daher echte Gottesfurcht alle Empfindungen und Neigungen umfaßt. Dieser Naturgott ißt uns, gebiert uns, spricht mit uns, erzieht uns, beschläft uns, läßt sich von uns essen, von uns zeugen und gebären; kurz ist der unendliche Stoff unsrer Tätigkeit und unsers Leidens.
    Novalis (1772-1801), Aphorismen und Fragmente, 1798-1800
  • Alle unterdrückten Kräfte, die nicht gebraucht werden, können ausarten.
    Ellen Key (1849-1926), Über Liebe und Ehe
  • Alle Untugend ist Sünde.
    1. Joh. 5, 17
  • Alle Urteil kommen von klage und antwort.
    i] Können erst gefällt werden, wenn beide Teile gehört worden sind.
  • Alle Urteile, die wir - auch über andere - fällen, sind eigentlich immer nur Schmeicheleien, die wir uns selber sagen.
  • Alle Vägel kann 'n nich mit dei Lockpiep fängen.
  • Alle vande løbe til havet, dog bliver det ei fuldere.
  • Alle Vaterunser lang.
    i] Um die Wiederholung eines Vorgangs in so kurzen Pausen auszudrücken, als man Zeit zum Beten des Vaterunsers bedarf.
  • Alle Veränderung ist Ausgleichung, die nur als Gleichung beschrieben werden kann.
    Rudolf Goldscheid (1870-1931)
  • Alle Vergangenheit existiert nur als lebendige Erinnerung eines gegenwärtigen Kopfes.
    Alle Vergangenheit ist eine Selbsterinnerung Gottes.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Weltbild: Am Tor
  • Alle vergebenen (vergessenen) Sünden sind quitt.
    fr] À tout péché misericorde.
  • Alle Vergnügungen auf alle Weise genießen zu wollen, ist unvernünftig; alle ganz vermeiden, gefühllos.
    Plutarch (45-125), Gastmahl der 7 Weisen
  • Alle Verhältnisse der Dinge wahr. Irrtum allein in dem Menschen. An ihm nichts wahr, als dass er irrt, sein Verhältnis zu sich, zu anderen, zu den Dingen nicht finden kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 1379
  • Alle Verhältnisse des Lebens sind kraus und bunt. Es hilft nicht viel, äußerlich daran zu rücken oder darüber zu klügeln. Man muss hindurch.
    Caroline de la Motte Fouqué (1773-1831), Resignation
  • Alle verlangen nach eines Fremden Liebe, doch da sind zwei Nachteile: Er wird weder bleiben, noch dich mitnehmen.
    Indien
  • Alle Verliebtheit, wie ätherisch sie sich auch gebärden mag, wurzelt allein im Geschlechtstriebe, ja ist durchaus nur ein näher bestimmter, spezialisierter, wohl gar im strengsten Sinne individualisierter Geschlechtstrieb.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), Welt als Wille und Vorstellung
  • Alle Versuche, das Geld gänzlich abzuschaffen, sind bisher gescheitert. Daher begnügen sich alle klugen Menschen damit, es wenigstens beiseite zu schaffen.
  • Alle versuchen, ihre Zeit totzuschlagen, aber niemand will sterben.
  • Alle Versuchsarbeit ist schwer.
  • Alle Verträglichkeit ist aus der Welt verschwunden, sagte die Frau, als die Katze einen Hund zerzauste.
    nl] De vredelievendheid is uit de wereld, zei Filippijn, en hij zag eene kat met eene rat vechten.
  • Alle verwunden, die letzte tötet.
    i] Inschrift auf Sonnenuhren
    la] Omnes vulnerant, ultima necat.
  • Alle verzeihen, niemand kommt zur Hilfe.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Briefe an Lucilius
  • Alle Vielredner sind nur farblose Gelehrte, alle Großmächtigen sind nur farblose Helden.
  • Alle vier Winde sind Gottes.
    Indien
  • Alle viere in einen Leffel setzen.
    Schlesien
    Läufel, d.i. die vier Füße auf einen Punkt zusammenthun.
  • Alle Viere von sich strecken.
    fr] Il et tombé les quatre fers en l'air.
  • Alle vierkantig, segg jene Fru, aber dat Geld mutt rund gan.
  • Alle vierkantig, seggt Lohmann, bet op den Grüttputt, de mutt rund lopen.
  • Alle ville den flade daare.
  • Alle ville folsk finde, ogingen føde.
  • Alle ville herrer være, ingen vil paa saekken bære.
  • Alle ville længe leve, men Ingen vil gammel hedde.
  • Alle vloed heeft zijne ebbe.
  • Alle Vögel fliegen nicht in einer Richtung.
    ee] Kõik linnud ei linda ühüle poole.
  • Alle Vögel fliegen nicht in gleicher Höhe.
    ee] Kõik linnud ei lenna ühekõrgusel.
  • Alle Vögel haben Flügel, und doch kann nicht jeder so hoch fliegen wie der Adler.
    dk] Alle fugl har feyr og vinger, men kunne dog ei flyve sau høyt som ørnen.
  • Alle Vögel können nicht auf einmal fliegen.
    ee] Kõik linnud ei saa ühekorraga lendama.
  • Alle Vögel kriechen aus dem Ei.
  • Alle Vögel schreien; wenn aber die Eule schreit, so ist's ein Unglücksvogel.
    Surinam
    i] Um jemand zu sagen: Du bist und bleibst ein böser Mensch, auch wenn du dich unter die guten mischest. Auch: Wer einmal in einem bösen Rufe steht, dem wird alles zum Bösen ausgelegt; o. ich mag reden und tun, was ich will, es wird mir alles übel genommen.
  • Alle Vögel sind schon da.
    geflügeltes Wort
  • Alle Vögel werden sich auf einen fruchtbaren Baum scharen.
  • Alle Völker bauen ihre Altäre, glauben an sie und verehren sie, ein jedes nach seiner Art.
    Johann Heinrich Merck (1741-1791), Über die Schönheit
  • Alle volte col torto si fa l'uomo diritto.
  • Alle volte con gli occhi aperti si fan dei sogni.
  • Alle volte costa più la salsa che il coniglio.
  • Alle volte più vale la feccia che il vino.
  • Alle volte si crede di trovare il sole d'agosto e si trova la luna di marzo.
  • Alle volte si crede trovare il sole d'agosto e si trova la luna di marzo.
  • Alle volte si dà un uovo per un bue.
  • Alle volte, dei cattivi nocchi si fanno di buone schegge.
  • Alle volte, più vale la feccia ch'il vino.
  • Alle vore hoved-haar ere talte.
  • Alle Vorgefühle, wenn sie durch das Ereignis bestätigt werden, geben dem Menschen einen höheren Begriff von sich selbst, es sei nun, dass er sich so zart fühlend glauben kann, um einen Bezug in der Ferne zu tasten, oder so scharfsinnig, um notwendige, aber doch ungewisse Verknüpfungen gewahr zu werden.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit III,11
  • Alle Vorräte, an Getreide, Mehl, Zucker, Kaffee und so weiter, sind nacheinander gestreckt worden. Mit den Waffen wär's noch zu probieren.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Nachts
  • Alle Vorstrande sind des Königs.
    Rechtssprichwort
    i] Meeresufer und das mit ihnen in Berührung Kommende; sie gehörten, wie alles, woran sonst niemand ein begründetes Eigentum nachweisen konnte, dem Volke, vertreten durch den König.
    jütisch] Alle vorstrande syn des Köninges.
  • Alle Vorteile gelten, säd' de Düwel, do trock he sik 'n Worm ût'n Môrs un bunn sik 'n Schô domit tû.
  • Alle Vorteile gelten, sagte der Bauer, da legte er seinem Weibe ein Dutzend Eier zum Brüten unter, da sie schlief.
    nl] Voorzigtigheid is de moeder der wijsheid, zei Joris, en hi leide, terwijl zijne vrouw sliep, een half dozijn eijeren onder haren aars, om uit te broeijen.
  • Alle Vorteile gelten.
  • Alle Vorteile helfen, sind sie noch so klein.
  • Alle Vorteile helfen, sprach die Sau, und schnappte nach einer Mücke.
    mhd] Alle bate helpet, de söge snappet na der muggen.
    la] Parva iuvant: culicem deprehendere sucula tentat.
  • Alle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Ecce homo. Wie man wird, was man ist, Warum ich so klug bin, 1.
  • Alle waarom heeft zijn daarom.
  • Alle Waffen müssen Gold oder Silber haben.
  • Alle wahre Kultur kommt vom Christentum.
    Juan Donoso Cortés (1809-1853), Discurso sobre la situación general de Europa, 30.1.1850
  • Alle wahre Politik ist auf die Bedingung eingeschränkt, mit der Idee des öffentlichen Rechts zusammenzustimmen.
    Immanuel Kant (1724-1804)
  • Alle wahre Religion scheitert an dem Konfessionswesen.
    Johann Gottfried Seume (1763-1810), Vorrede zu 'Bemerkungen über einige schwierige Stellen des Plutarch (45-125)'
  • Alle wahren Germanen gingen ins Ausland; das jetzige Deutschland ist eine vorslawische Station und bereitet dem panslawistischen Europa den Weg.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Nachlaß (Unschuld des Werdens)
  • Alle wahren Muster des Geschmacks sind in der Natur.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Emile
  • Alle wahren Nationalgedichte durchlaufen einen kleinen Kreis, in welchem sie immer abgeschlossen wiederkehren, deshalb werden sie in Massen monoton, indem sie immer nur einen und denselben beschränkten Zustand ausdrücken.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Volksgesänge abermals empfohlen
  • Alle wahrhaft großen Dichtungen sind Variationen zum Schicksalsliede, seien es Maestosi, Allegri oder Scherzi.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Stufen
  • Alle Wahrheit ist Schönheit, und alles Unschöne ist Unwahrheit.
    Bettina von Arnim (1785-1859), Ilius Pamphilius und die Ambrosia
  • Alle Wappen müssen Gold oder Silber haben.
  • Alle waren geletzt und lobten das herrliche Wasser;
    säuerlich war's und erquicklich, gesund zu trinken den Menschen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Alle Wasser eilen der Küste und Geld dem reichen Manne zu.
    Dänemark
  • Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller.
    Pred. Salomo, I, 7
  • Alle Wasser machen nass.
  • Alle Wasser seind jhm süß.
    Er liebt alles, was ihm vorkommt.
    dk] Alt vand er dem sødt.
  • Alle Wege bahnen sich vor mir, weil ich in der Demut wandle.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Alle Wege führen nach der Mühle.
  • Alle Wege führen nach Rom - nur der Holzweg nicht. Denn der führt in eine Sackgasse - sowohl beim Nachdenken als auch beim Waldspaziergang. Die Erklärung für diese Redensart liefert die Forstwirtschaft.
  • Alle Wege führen nach Rom, aber mancher eher als der andere.
    it] Ogni strada và a Roma, mal' una è più corta dell' altra.
  • Alle Wege führen nach Rom, sagte jener, ich gehe über Herrnhut.
    zit] Alle Wege führen nach Rom, sagt Koszmian, da reiste er mit dem Peterspfennig nach Homburg.
  • Alle Wege führen nach Rom.
    i] Also in die katholische Kirche. Derselbe Zweck kann auf verschiedene Weise erreicht werden.
    en] All roads lead to Rome.
    ee] Kõik teed viivad Rooma.
    en] More ways to the wood than one.
    es] Todos los caminos van á mi casa.
    fr] Tous les chemins mènent à Rome.
    fr] Tous chemins vont à Rome.
    hu] Minden út Rómába vezet.
    it] Tutte le strade conducono a Roma.
    se] Alla wägar föra till Rom.
  • Alle Wege führen zur Mühle.
  • Alle wege sal smans kint voren gaan in di lossinga.
  • Alle Wege zum Geist gehen von der Seele aus, aber keiner führt zurück.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Alle Weiber haben einerlei Sinn.
    zit] Weib ist im Süden die norddeutsche Frau, und Frau nur die Herrin oder Gebieterin, noch ganz wie im Altdeutschen, wie überhaupt die Wörter Dirn (norddeutsche Magd oder Mädchen), Madl, Weib u.s.w. bei den deutschen Alpenbewohnern nur die alte, reine und schöne Bedeutung haben. Der süddeutsche Bauer, Handwerker und Kleinstädter sagt nicht: Meine Frau, sondern mein Weib. Als Hausfrau heißt die Süddeutsche einfach: die Bäuerin, die Wirtin, die Tischlerin, die Kramerin, oder sie wird in ihrer Abwesenheit und als dritte Person auch nur Sie genannt, wie in solchem Falle ihr Mann Er heißt.'
    mhd] An dem griff sind älleu weib des einen leders, wie mans treib.
  • Alle Weiber sind Ware, mehr oder weniger kostet
    Sie den begierigen Mann, der sich zum Handel entschließt.
    Glücklich ist die Beständige, die den Beständigen findet,
    Einmal nur sich verkauft und auch nur einmal gekauft wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Epigrammatisch
  • Alle weinen nicht zur gleichen Zeit.
    ee] Kõik ikõ-õi üte ao pääle.
  • Alle Weißen haben eine Uhr, aber sie haben nie die Zeit.
  • Alle Weisheit bringt
    Bedingte Wahrheit nur, nicht Wahrheit unbedingt.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Weisheit des Brahmanen
  • Alle Welt erhebt sich wider einen Menschen, dessen Stern im Aufgehen begriffen ist; kaum dass ihm die, welche er für seine Freunde hält, sein wachsendes Verdienst und die ersten Anzeichen der Teilhabe am Ruhm verzeihen, den sie selbst schon besitzen.
    Jean de La Bruyère (1645-1696), Vom Urteil
  • Alle Welt hat nur einen Willen: Dass es ihr wohl gehe.
  • Alle Welt ist parlamentsüberdrüssig, aber niemand weiß etwas Besseres vorzuschlagen, und das Bewusstsein, diese missachtete Einrichtung als notwendiges Übel ins neue Jahrhundert mit hinüberschleppen zu müssen, lastet drückend auf den Gemütern der Besten.
    Eduard von Hartmann (1842-1906), Zur Zeitgeschichte
  • Alle Welt ist voller Narren.
    la] Stultorum plena sunt omnia.
  • Alle Welt lebt eines Gottes, aber nicht eines Menschen.
  • Alle Welt maßt sich Recht über einen Kranken an. Priester, Ärzte, Diener, Fremde und Freunde - ja, bis herunter zu den Wärtern glaubt jeder, ihn beherrschen zu können.
    Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715-1747), Unterdrückte Maximen
  • Alle Welt pocht auf den Fortschritt der menschlichen Gesellschaft, und kein Mensch macht einen Fortschritt.
    Ralph Waldo Emerson (1803-1882), Selbständigkeit
  • Alle Welt sagt, mein Sinn sei zwar großartig, aber er scheine für die Wirklichkeit nicht geschickt. Aber gerade das ist ja seine Größe, dass er für die Wirklichkeit nicht geschickt erscheint.
    Laotse (6. Jh. v. Chr), Tao te king
  • Alle Welt schreit über Undankbarkeit. Die Klage ist aber sicher unrichtig angebracht: man sollte sich über Eitelkeit beklagen. Nur ausgesprochene Schurken sind wissentlicher Undankbarkeit fähig; aber fast jedermann ist fähig, zu denken, er habe mehr getan, als der andre verdient, während der andre denkt, er habe weniger empfangen, als er verdiene.
    Alexander Pope (1688 - 1744), Aphorismen
  • Alle Welt sorgt sich: Die einen, dass die Perlen ihnen zu dünn, die anderen, dass die Perl-Grütze ihnen zu dünn ist.
    Jiddisch
    i] Gemeint sind die Sorgen der Reichen und der Armen.
  • Alle Welt verurteilt den Egoismus. Egoismus aber ist das Grundgesetz des Lebens. Es kommt nur darauf an, was man als sein Ego anerkennt.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Tagebücher (1907)
  • Alle Welt weiß: Wenn Schönheit schön sein will, wandelt sie sich in Hässlichkeit.
  • Alle Welt
    es] Todo el mundo
  • Alle Welten und alle Wünsche erlangt der, der (sich) selbst findet und erkennt.
  • Alle weltlichen Dinge sind nur ein Traum im Frühling. Betrachte den Tod als Heimkehr.
  • Alle weltlichen Wesen führen sich auf drei Dinge zurück: Ehre, Reichtum, Vergnügen.
    Thomas von Aquin (1225-1274), Summa theologica
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