DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Allein sein ist schön, wenn man allein sein will, nicht wenn man es muss.
  • Allein sein müssen ist das Schwerste, allein sein können, das Schönste.
  • Allein sein schickt sich nur für Gott.
    Arabien
  • Allein sein taugt dem Menschen nicht.
    Tschechien
  • Allein sein zu müssen ist das schwerste, allein sein zu können das schönste.
  • Allein singen und allein dreschen ist eine langweilige Arbeit.
    ndt] Alloa dreschn und alloa singa - bringt koa Korn und koane Kinda!
  • Allein so geht es, wenn man die Gelehrten ums Himmels willen bittet eine demütigste Vorstellung zu Herzen zu nehmen - kaum haben sie sie gelesen, grad geht sie nach dem Kopf.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1773 - 1775
  • Allein Tun, allein büßen.
  • Allein Tyche [das Zufällige] lässt nicht nach und wirkt besonders auf die Jugend immerfort, die sich mit ihren Neigungen, Spielen, Geselligkeiten und flüchtigem Wesen bald da-, bald dorthin wirft und nirgends Halt, noch Befriedigung findet.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) über seine Gedichte - Urworte - Orphisch - Das Zufällige
  • Allein und nicht Allein.
    Jch fliehe zwar das Volk / bin aber nie Allein:
    Denn weh! wie solte mir ohn meinen Heyland seyn?
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Drittes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 226
  • Allein Unglück und armut ist vor den Neidhard gut.
  • Allein verredt sich keiner.
    la] Ubi desunt audientes, non inveniuntur detrahentes.
  • Allein verredt sich keins.
    la] Tecum habita, et noris, quam sit tibi cutta supellex.
    la] Ubi desunt audientes, non inveniuntur detrahentes.
  • Allein von Brot und kess wird kein gross gesess.
  • Allein was hilft das Recht, wo nur das Geld regiert, und wo ein armer Mann stets den Prozess verliert?
    Petronius, Satyricon
  • Allein was ist Ehre? Ein Wort. Was ist dieses Wort Ehre? Luft. Eine feine Rechnung!
    William Shakespeare (1564-1616), König Heinrich IV., 1, 5, 1 (Falstaff)
  • Allein weise sein.
    la] Solus sapit.
  • Allein wer andre wohl zu leiten strebt,
    Muß fähig sein, viel zu entbehren.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Ilmenau, am 3. September 1783
  • Allein wie das rechte Auge.
    Russland)
    i] Einzig und teuer.
  • Allein wie dem Laufe aller menschlichen Glückseligkeit sich je einmal ein Damm entgegenstellt, der ihn irgendwo zurückdrängt ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre III,10
  • Allein wie der Auerhahn auf der Falz.
    i] Alleinsein mit dem Nebenbegriff der Wichtigtuerei und Albernheit.
  • Allein wie der Fuchs in der Angel.
    i] Alleinsein mit dem Nebenbegriff des Sichverlassenfühlens in der Not.
  • Allein wie der Teufel vor der Frühmesse.
    i] Alleinsein mit dem Nebenbegriff unnützer Geschäftigkeit.
  • Allein wie ein Finger.
    Russland und Litauen
  • Allein wie ein Meilenweiser.
    i] Einzeln dastehend.
  • Allein wie ein Sandkorn im Auge.
    Russland
    i] Nebenbegriff des Hinderlichseins, Inwegeseins.
  • Allein wie ein Tropfen in der Rinne.
  • Allein wie eine verspätete Mohnblume.
    Russland
  • Allein wie Tugend nie sich reizen läßt,
    buhlt Unzucht auch um sie in Himmelsbildung,
    so Lust, gepaart mit einem lichten Engel,
    wird dennoch eines Götterbettes satt
    und hascht nach Wegwurf.
    William Shakespeare (1564-1616)
  • Allein wir selbst betrügen uns so gern
    Und ehren die Verworfnen, die uns ehren.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Tasso A V Sz 5
    Tasso Vs 3336
  • Allein zu essen ist für einen philosophierenden Gelehrten ungesund.
    Immanuel Kant (1724-1804), Anthropologie in pragmatischer Hinsicht
  • Allein zu sein geziemt nur Gott.
    Osmanen
  • Allein zu sein!
    Drei Worte, leicht zu sagen
    Und doch so schwer,
    so endlos schwer zu tragen.
    Adelbert von Chamisso (1781-1838), Gedichte
  • Allein zu tragen dieses Glück und Elend,
    Vermag ich nicht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Iphigenie auf Tauris III,1
  • Allein, bevor und nachdem man Mutter ist, ist man Mensch; die mütterliche Bestimmung aber oder gar die eheliche kann nicht die menschliche überwiegen oder ersetzen, sondern sie muss das Mittel, nicht der Zweck derselben sein.
    Jean Paul (1763-1825)
  • Allein, das rechte Burschenherz
    Kann nimmermehr erkalten
    Im Ernste wird, wie hier im Scherz,
    Der rechte Sinn stets walten.
    Eugen Höfling (?), Studentenlied (1825)
  • Allein, ganz allein müssen wir alle von hinnen gehen in jene dunkle Welt, nur unsere Werke, gute wie böse, folgen uns.
  • Allein, wer glücklich ist, soll, glücklicher zu sein, nicht wünschen.
    Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803), Der Hahn und die Hausmagd
  • Allein: in schlechter Gesellschaft.
    Ambrose Bierce (1842-1914)
  • Alleine seyn gleicht GOtt.
    Wer stäts alleine lebt / und niemand wird gemein:
    Der muß / ist er nicht GOtt / gewiß Vergöttet seyn.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Andertes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 202
  • Alleingang bringt den Tod.
  • Alleinherrschaft kann nur bestehen, solange ein Volk in Stände zerfällt, welche, in einer unwandelbaren Ordnung übereinandergebaut, die festen Stufen bilden, welche gemählich zum Throne führen.
    Ludwig Börne (1786-1837), Gesammelte Schriften
  • Alleinleben tötet die Liebe.
  • Alleinsein ist besser als schlechte Gesellschaft.
  • Alleinsein schafft Übermut.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Alleinsein schickt sich nur für Gott.
  • Alleinsken ene, vanct men se alle.
  • Alleluia, ogni mal fuia.
  • Allem Anschein nach haben diese Leute, wenn auch höchst irrigerweise, den Namen Kritiker im wörtlichen Sinne aufgefaßt nämlich so, dass ein wichtiger Teil seines Amtes darin bestünde Lob und Empfehlung auszusprechen und dass ein Kritiker, der nur deshalb liest, um eine Gelegenheit zu Tadel und Vorwurf zu finden, ein so barbarisches Wesen sei wie ein Richter, der sich vornimmt, alle Menschen, die ihm vorgeführt werden, an den Galgen zu bringen.
    Jonathan Swift (1667-1745), Ein Tonnenmärchen
  • Allem Anschein nach.
    es] Por lo que parece.
  • Allem Glauben zugrunde liegt die Empfindung des Angenehmen oder Schmerzhaften in Bezug auf das empfindende Subjekt.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Menschliches, Allzumenschliches
  • Allem Großen, allem Schönen
    Ist des Sängers Herz geweiht.
    Maximilian von Schenkendorf (1783-1817), Frauenlob
  • Allem hat die Natur einen eigenen Fehler eingeprägt, und nichts ist so schön auf Erden, dass ihm nicht irgendein Makel anhaftete.
    la] Cuique suum impressit vitium natura, nihilque est.
    Tam pulchrum in terris, aliqua quin labe notetur.
  • Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.
  • Allem Leben, allem Tun, aller Kunst muss das Handwerk vorausgehen, welches nur in der Beschränkung erworben wird. Eines recht wissen und ausüben gibt höhere Bildung als Halbheit im Hundertfältigen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre I, 12
  • Allem stimme ich zu, was mit dir, o Kosmos, übereinstimmt. Nichts kommt mir zu früh oder zu spät, was dir zur rechten Zeit kommt. Alles, was deine Jahreszeiten bringen, ist mir reife Frucht.
    Mark Aurel (121-180)
  • Allemal derjenige, welcher!
    Louis Angely (1787-1835), Das Fest der Handwerker
  • Allemal derjenige, welcher.
  • Allemal heft de Katt e Puckel.
  • Allemal ihrer drei.
    Hannover
    In dem Sinne: Aller guten Dinge sind drei.
  • Allemann wat: dat deelt schoon.
  • Allemannen hießen wir, jetzt heißen wir füglich Alleweiber.
    Johann Gottfried Seume (1763-1810), Apokryphen
  • Allemans vriend, is allemans gek.
  • Allen denen, die nur beschauen, ist eine theoretische Leerheit gewissermaßen recht willkommen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Knebel, 15.3.1799
  • Allen Dichtern fehlt ein Vers.
    it] A tutti i poeti manca un verso.
  • Allen dingen ein maße geben, ist fürwar das beste leben.
    la] Praevalet in cunctis, discreta modestia punctis.
  • Allen Dingen lässt sich abhelfen, nicht dem Tod.
  • Allen Ernstes.
  • Allen Frauen, denen die Sitte und die Scham die Befriedigung des Geschlechtstriebes untersagt, ist die Religion als eine geistigere Auslösung erotischer Bedürfnisse etwas Unersetzbares.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Unschuld des Werdens
  • Allen gefallen bedarf Kunst.
  • Allen gefallen ist nicht möglich, keinem gefallen ist Tyrannisch und Teuffelisch.
  • Allen gehört, was du denkst; dein eigen ist nur, was du fühlest.
    Soll er dein Eigentum sein, fühle den Gott, den du denkst.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Gedichte: Votivtafeln: Das eigene Ideal
  • Allen Geschlechtern gehört die Erde, jeder hat Anspruch auf alles.
    Novalis (1772-1801), Blüthenstaub
  • Allen Gewalten
    zum Trutz sich erhalten:
    Nimmer sich beugen,
    kräftig sich zeigen
    Rufet die Arme
    Der Götter herbei!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Gedichte, Aus dem Nachlaß, Vermischte Gedichte, Sehnsucht, Feiger Gedanken Bängliches Schwanken usw. (gedruckt 1777)
  • Allen glauben ist zuviel, keinem glauben zuwenig.
    zit] Nichts sei schwerer für einen Mann von Verstande, als der Glaube. Barreaux
    bm] Zároven zle jest i vsechnem veriti, i nikomu.
    la] Utrumque vitium est, et omnibus credere, et nulli. Seneca
    pl] Zarównie zle i wszystkim wierzyé, i nikomu.
    es] Quien á todos cree, yerra, quien á ninguno, no acierta.
  • Allen großen Hoffnungen folgt Traurigkeit.
  • Allen Gutes tun, aber einem jeden die eigene Verantwortung lassen.
    Papst Johannes XXIII., Briefe an die Familie (Bruder Severo), 6. Januar 1948
  • Allen haftet die Schlechtigkeit der menschlichen Gesinnung an, und die Erfahrung hat nur zu sehr gelehrt, wie wenig ohne Furcht vor Strafe die Menschen durch die getanen Versprechen in ihren Pflichten gehalten werden. Für die Sicherheit muss deshalb nicht durch Verträge, sondern durch Strafen gesorgt werden ...
    Thomas Hobbes (1588-1679), Vom Bürger
  • Allen ist das Denken erlaubt, vielen bleibt es erspart.
  • Allen kann auch kein König gefallen.
    la] Ardua res regi carum simul esse gregi.
  • Allen kann Jupiter selbst nicht gefallen.
    Altgriechisch
    la] Multum deliro, si cuique placere requiro.
    la] Ne Jupiter quidem omnibus placet.
    la] Nemo invenitur, qui satisfaciat omnibus.
    la] Nemo placet omnibus unquam.
    la] Nemo unus ex sententia omnium fecerit.
  • Allen kann man's nicht recht machen, der Herr meint, ich gefiele ihm alle Tage besser, sagte Rieke, als die Frau sie schalt, es würde alle Tage schlechter, sie habe wieder den Braten verbrennen lassen.
  • Allen Konfessionen den Becher der christlichen Liebe reichen.
  • Allen leidenden Menschen ist die Weile lang und wiederum kurz den Fröhlichen, sonderlich aber und unermeßlich lang ist sie denen, die diesen inwendigen Schmerz der Seele haben, da von Gott verlassen gefühlt wird.
    Martin Luther (1483-1546), Deutsche Schriften
  • Allen Menschen (o. Leuten) recht getan ist eine Kunst, die niemand kann.
    en] He that all men will please, shall never find ease.
    fr] C'est chose ardue et trop profonde que d'agréer à tout le monde.
    it] Nessuno può piacere a tutti.
    sp] No se puede gradar á todos.
  • Allen Menschen gefallen, ist nicht möglich.
  • Allen Menschen ist der Glaube an Gott ins Herz gesät. Es lügen jene, die da sagen, dass sie nicht an die Existenz Gottes glauben; denn in der Nacht und wenn sie allein sind, zweifeln sie.
    Luciua Annaeus Seneca der Jüngere (um 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Dichter, Philosoph und Politiker
  • Allen Menschen ist es gegeben, sich selbst zu erkennen und klug zu sein.
    Heraklit (520-460 v. Chr.) (520-460 v. Chr.)
  • Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
  • Allen Menschen, die mich kennen, gebe Gott, was sie mir gönnen.
  • Allen missfällt ihr gegenwärtiger Zustand.
    la] Cunctis sua displicet aetas.
  • Allen mit gleichen Löffeln anrichten.
    i] Die Bedürfnisse sind nicht gleich; einer braucht viel, der andere wenig.
  • Allen Moden gemeinsam ist die Beobachtung, daß ihre ersten und ihre letzten Vertreter komisch sind.
  • Allen Musen zum Trotz.
    it] Allo dispetto delle Muse.
    la] Crassa Minerva. Crassiore Musa. Invita Minerva. Pingui Minerva.
  • Allen muss man nicht gefallen.
  • Allen neuen Erscheinungen ist Geist eigen.
    Robert Schumann (1810-1856), Gesammelte Schriften
  • Allen Plunder wissen wollen.
  • Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
    es] Nunca llueve a gusto de todos.
  • Allen schlafenden ist nicht zu trauen; etliche beißen auch.
  • Allen Schlingen zu entgehen ist nicht leicht.
    la] Haud facile est omnes laqueos effugere.
  • Allen Sündern wird vergeben,
    Nur dem Vatermörder nicht.
    Franz Grillparzer (1791-1872), Die Ahnenfrau, V (Jaromir)
  • Allen Teufeln trotz bieten.
  • Allen Tieren ist Frieden gesetzt, außer Bären und Wölfen.
    Bären und Wölfe, zu welchem alle andern Arten von Raubtieren zu rechnen sind, können als allgemein schädlich von jedermann frei getötet werden. Auf diese Tiere, wenn man nicht etwa Fliegen, Maikäfer u. dgl. hinzurechnen wollte, beschränkt sich jetzt die ursprünglich allgemeine Jagdfreiheit der Deutschen.
    mhd] Allen tieren ist friede gasezet, âne wolven und beren.
    fr] Tout le monde est armé contre les méchans.
  • Allen Unkenrufen zum Trotz.
  • Allen wohl und keinem übel! wer dat nig will, den hole der Dübel.
  • Allen wohl und niemand wehe.
  • Allen wohltun und keinem wehe.
    en] Charity to all with malice to none.
    i] Sinnspruch am Denkmal des Präsidenten Lincoln, das sich auf dem Unions-Square in Neuyork befindet.
  • Allen Worten ist nicht zu glauben.
  • Allen zu verzeihen ist ebensowohl Grausamkeit als keinem.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Abhandlungen
  • Allen zugänglich und frei machen wollen wir die Wissenschaft, sie soll nicht länger in Fesseln geschlagen werden.
    Wilhelm Liebknecht (1826-1900), Zu Trutz und Schutz
  • Allen, die mich kennen und meinem Namen gönnen, denen gebe Gott, was sie mir gönnen.
  • Allen, die mich kennen, gebe Gott, was sie mir gönnen.
  • Allende y aquende, con quien te acompañas siempre.
  • Allende y aquende, siempre con quien te acompaña.
  • Allêne is allêne.
    Böhmen
  • Allene singa, allene drascha (dreschen), macht ne lustig.
  • Allengskens gaat men ook verre.
  • Allengskens lappen leert die hont dat leer eten.
  • Allengskens slaan velt den boom.
  • Allens geiht voroewer, säd Klookhans, don dacht hei nich an sien' Doemlichkeit.
  • Allens hett sien Wissenschaft, säd de oll Fru un bünn ehr Schauh mit'n Madding (Regenwurm) tau.
  • Allens in Ordnung, Swiensteert achtern.
  • Allens inne Welt, blots keen höltern Backåben (un denn mit Mursteen inböten).
  • Allens inner Welt! nur keen holten Pißpot und ne Morsprück.
  • Allens kann angåhn, säd de Bur, bloß keen Fingerhandschen oewer Fuusthandschen antrecken.
  • Allens kümmt an'n Mann, seggt dei Diern, blôt ick nich.
    Mecklenburg
    i] Alles kommt an den Mann, nur ich nicht, klagte die Nonne.
  • Allens mit Måten, sär de Husknecht, dun drünk he den Bramwien ut 'ne Pottmåt.
  • Allens üm Geld, umsüss is de Dod.
  • Allens unner Wåter, säd de Voß, don schweit't em vör Angst.
  • Allens ut Leif un Fründschaft, säd de Bur, don drief hei sien Kauh in Nawern sienen Klewer.
  • Allens ut Leif, äwerst nix umsünst.
  • Allens, wat liewet (lebt), dat liewet gêrn.
    Waldeck
    nl] Al, wat leven heeft ontvangen, gaat op losse en looze gangen.
  • Allenthalben biss vorsichtig und nimmer sicher.
  • Allenthalben obenauf sein, wie ein Pantoffelzapfen.
  • Allenthalben, wo Nationen allgemein ihren Zustand unleidlich finden, da sind ihre Minister gewiss regierungsunfähig.
    Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Ein Schweizer Blatt
  • Aller (marcher) à tâtons.
  • Aller (venir) au Labat.
  • Aller à bien.
  • Aller à Canossa.
  • Aller à contre-courant.
  • Aller à dame populaire, argot.
  • Aller à folles contretournées.
  • Aller à l'encontre de.
  • Aller à la botte.
  • Aller à la fraicheur de M. d'Imbercourt.
  • Aller à la iotte sans panier.
  • Aller à la pêche.
  • Aller à la queue leu-leu.
  • Aller à petit train vaut mieux que faire grand tapage.
  • Aller à rames et à voiles.
  • Aller à Rome et ne pas voir le pape.
  • Aller à Rome sans voir le pape populaire, plaisant.
  • Aller à Saint Bezet.
  • Aller à vau-l'eau.
  • Aller adel am ersten cham, von Eva und von Adam.
  • Aller Adel hat einen Misthaufen zum Vater und die Fäulnis zur Mutter.
  • Aller adel unde alle ritterschaft enspruzit von dem koninge.
  • Aller Anfang is schwar, nur 'n Lumpenmann seiner net.
    i] Die Liederlichkeit hat einen leichten Anfang.
  • Aller Anfang is swer, säd de Deef, dun stehl hei 'n Moehlsteen.
  • Aller Anfang ist heiter, die Schwelle ist der Platz der Erwartung.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre VII, 9
  • Aller Anfang ist hingeordnet auf Vollendung.
    Thomas von Aquin (1225-1274), Summa theologica
  • Aller Anfang ist leicht, segt de Lumpensammler.
    Lüneburg
  • Aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wilhelm Meisters Wanderjahre (1807-1821), I,4
  • Aller Anfang ist leicht, wenn man ihn mit dem Ende vergleicht.
  • Aller Anfang ist nur dann schwer, wenn man ihn sich zu leicht macht.
  • Aller Anfang ist schwer! - dies fühlt man niemals mehr, als wenn man anfangen will, sich etwas zu versagen.
    Friedrich Maximilian von Klinger (1752-1831), Betrachtungen und Gedanken
  • Aller Anfang ist schwer! Das mag in einem gewissen Sinne wahr sein, allgemeiner aber kann man sagen: aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre I, 4
  • Aller Anfang ist schwer! sagte der Dieb und stahl zuerst einen Amboss (o. Mühlstein).
    ndt] Aller Anfang ist schwer, seggt de Deiw, un stehlt tauirst 'nen Amboss.
    Mecklenburg
    ndt] Aller Anfang öst schwer, segt Jenner, on stellt n'n Ambos.
    Königsberg
    ndt] Aller Anfang is swor, sä de Deef, do stahl he to'n ersten Mal 'n Amboß.
    nl] Alle beginselen zihn zwaar, zei de dief, en voor de eerste maal stal hij een
  • Aller Anfang ist schwer, am schwersten der Anfang der Wirtschaft.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 2. Gesang Vs 166
  • Aller Anfang ist schwer, blot nich bi't Steensammeln, segt de Buur.
  • Aller Anfang ist schwer, dachte die Reichsarmee, und verschied.
  • Aller Anfang ist schwer, doch ohne ihn kein Ende wär'.
  • Aller Anfang ist schwer, jawohl, aber das rechtzeitige Aufhören ist eine noch schwierigere Kunst.
    Johannes Scherr (1817-1886)
  • Aller Anfang ist schwer, no's Mistladen net, do kriegt me 's leicht zuerst.
    Schwaben
  • Aller Anfang ist schwer, nur Müßiggang, aller Laster Anfang, nicht.
  • Aller Anfang ist schwer, säd de Bur, do wull he de Koh bi'n Schwans in'n Stall trecken.
  • Aller Anfang ist schwer, säd' de Dêf, dör stöl he 'n Mählstên.
  • Aller Anfang ist schwer, sagte der Jung, aber zum Betteln ist der Sack leicht.
  • Aller Anfang ist schwer, sagte der Tanzmeister und lehrte die Gans auswärts gehen.
  • Aller Anfang ist schwer, sprach der Dieb und stahl zuerst einen Amboss.
  • Aller Anfang ist schwer, sprach der Dieb und zuerst stahl einen Amboß.
  • Aller Anfang ist schwer, wie der Teufel sagte, als er sich mit Mühlsteinen trug.
  • Aller Anfang ist schwer. Alle reden von der Vernunft und erwarten, dass die anderen endlich damit anfangen, sie zu gebrauchen.
  • Aller Anfang ist schwer.
    i] Aller Anfang ist dermaßen schwer, dass die ganze Philosophie bisher weiter nichts suchte, als eben einen.
    Jean Paul
    Aller Anfang ist leicht und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen. Goethe
    Aller Anfang ist schwer, ächzt der Deutsche. Au commencement tout et beau, ruft lustig der heitere Franzose.
    bm] Co k hůře, v?e hůře.
    bm] Ka?dý začátek tě?ký (tvrdý).
    dk] Begyndelsen er altid svarest.
    en] A job begun is a job half done.
    en] Every beginning is hard.
    en] If at first you don't succeed, try, try again. (Hickson)
    en] It is the first step that is difficult.
    en] The beginnings are always hard.
    en] The difficulty is in the outset.
    en] The first step is all the difficulty.
    en] The first step is the hardest.
    ee] Iga algus on raske.
    fin] Alku aina hankala.
    fr] Il n'y a que le premier pas qui coûte.
    fr] Il n'y a si difficile que le commencement.
    fr] Il n'y a que le premier pas qui coûte.
    fr] Le commencements sont toujours difficiles.
    fr] Le premier écu est plus difficile à gagner que le second million. = Der erste Taler ist schwieriger zu gewinnen als die zweite Million.

    hu] Minden kezdet nehéz.
    it] Ogni principio è difficile.
    it] Il passo più duro è quello dell' uscio (o. della soglia)
    it] Il più duro passo è quel della soglia.
    it] Il più triste passo è quello della soglia.
    it] La prima acqua è quella che bagna.
    kroat] Vsaki početek je te?ek.
    la] Ardua prima via est.
    la] Difficile est primum quidque. Auctor ad Herennium
    la] Initii difficultas toleranda.
    la] Omne initium difficile.
    la] Omne principium grave.
    la] Omnibus in rebus gravis est inceptio prima.
    la] Omnium rerum primordia sunt dura.
    la] Portum itineri longissimum esse.
    nl] Alle begin is moeijelijk.
    nl] Het begin is altijd 't zwaarste.
    pl] Pierwszy krok najcięższy.
    pl] Początek każdéj rzeczy jest trudny.
    russ] Пиха беyпа - начало.
    se] All begynnelse är swår.
    sp] Al primer tapón zurrapas.
    sp] El salir de la posada es la mayor jornada.
    sp] La cuestión es empezar.
    sp] Todo el difícil está en el comenzar.
    tschech] Ka?dý začátek je tĕ?ký.
    tschud] Keik hakkatus raske.
  • Aller Anfang ist ungeschickt.
    Novalis (1772-1801), Poeticismen
  • Aller Anfang ist zwar schwer,
    Doch ohne ihn kein Ende wär'.
  • Aller Anfang mit Gott, bringt alles zu Ende ohne Spott.
    la] A Jove principium.
  • Aller Anfang öss leicht, säd de Pracher, als hei dörcht erschte Dorp gegange wer on hadd nuscht ön Sack.
    Heiligenbeil
  • Aller Anfang öss schwer, man det Prachregehen nich.
    Königsberg
  • Aller Anfang zielet aufs Ende.
  • Aller Ärger kommt durch Kinder und Sklaven zustande.
    Suaheli
  • Aller au bois sans cognée.
  • Aller au bois sans hache.
  • Aller au carton.
  • Aller au charbon.
  • Aller au cri.
  • Aller au cul vieux, argot.
  • Aller au devant de ses facultés.
  • Aller au devant quelqu'un/accuellir quelqu'un avec la croix et la banière.
  • Aller au diable, au diable Auvert ou Vauvert.
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