DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Alles fürchtet sich vor der Zeit, aber die Zeit fürchtet sich vor den Pyramiden.
  • Alles gackert, aber wer will noch still auf dem Neste sitzen und Eier brüten?
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Alles geben Götter, die unendlichen,
    ihren Lieblingen ganz,
    alle Freuden, die unendlichen,
    alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Alles Gebet macht rein, es ist eine Selbstpredigt.
    Jean Paul (1763-1825), Dr. Kazenbergers Badereise
  • Alles geduldig tragen macht zum allgemeinen Sklaven. Ohne Stolz und Trotz wird selbst der Starke ohnmächtig. Was nicht weichen will, daran hält man sich endlich.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alles gegen die Natur ist auch gegen die Vernunft, und was gegen die Vernunft ist, ist Unsinn und zu verwerfen.
    Baruch de Spinoza (1632-1677), Theologisch-politische Abhandlung
  • Alles Gegenwärtige ist mir nur der Stiel, an dem ich Vorzeit und Zukunft anfasse.
    Clemens Brentano (1778-1842), an Bettine
  • Alles Geglaubte besteht, und nur dieses.
    Hugo von Hofmannsthal (1879-1929), Buch der Freunde
  • Alles geht ins Uferlose, wo keine Frauen dabei sind.
    en] Everything goes to loose ends where there ain't no women.
  • Alles geht mit, sagte das Mädchen, da bekam sie einen Schneider.
    ndt] All gôd mit, se(de) de Maid, dô krêg se 'n Snîder.
  • Alles geht nach Gottes Willen - aber es geht nicht, wie es gehen sollte.
    es] Todo es come Dios quiere - mas no como debe.
  • Alles geht vorüber - sagt mancher - aber er hat dabei nicht an die Dummheit gedacht.
  • Alles geht vorüber, aber die Liebe bleibt.
  • Alles geht vorüber, alles zerbricht, alles wird müde.
    Frankreich
  • Alles geiht, men kein Forsk.
    Sauerland
    i] Der Frosch hüpft.
  • Alles Geld der Welt ist nicht so viel wert wie zur rechten Stunde ein Becher besten Weines.
  • Alles Gelingen hat sein Geheimnis, alles Misslingen seine Gründe.
  • Alles gelingt, was man mit rechtem Eifer angreift.
    Samuel Smiles (1812-1904), Charakter
  • Alles genau besehen, spielt denn doch der körperliche Mensch da [auf dem Theater] die Hauptrolle, ein schöner Mann, eine schöne Frau! Ist der Direktor glücklich genug, ihrer habhaft zu werden, so sind Komödien- und Tragödiendichter geborgen. Der losere Zustand, in dem eine solche Gesellschaft lebt, macht ihre Genossen mehr mit der eigentlichen Schönheit der unverhüllten Glieder bekannt als irgendein anderes Verhältnis, selbst verschiedene Kostüms nötigen zur Evidenz zu bringen, was sonst herkömmlich verhüllt wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre III,3
  • Alles genau nach Plan.
    es] Todo según lo previsto.
  • Alles gerrettet!
    Landsteiner, Wiener Polizeipräsident an Erzherzog Albrecht am 8. Dez. 1881 beim Brand des Ringtheaters, bei dem fast alle Besucher ums Leben kamen.
    i] Während im Innern des Theaters Hunderte von Menschen verbrannten, wurden obige Worte, die in Wien seitdem in ihrer Ironie geflügelt sind, ausgesprochen.
  • Alles Geschaffene ist vergänglich. Strebt weiter, bemüht euch, unablässig achtsam zu sein.
  • Alles Geschehen aus Absichten ist reduzierbar auf die Absicht der Mehrung von Macht.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Der Wille zur Macht
  • Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 441
  • Alles getan (o. vertan) vor meinem end macht ein richtig Testament.
  • Alles getan mit Bedacht, hat niemand in Unglück bracht.
  • Alles Gewesene und Geschehene ist interessant, sofern nur zuverlässige Chroniken darüber erhalten sind.
    Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809-1852), Über das Mittelalter
  • Alles Gewordene vergeht, und das Wachsende altert.
    Sallust (86-35 v. Chr.), Jogurtha
  • Alles gibt Brühe.
    it] Tutto fa brodo.
  • Alles gibt es. Auch das gibt es, dass es nichts gibt.
  • Alles glauben ist Schwäche und nichts glauben ist Torheit.
    Christine von Schweden (1626-1689), Königin von Schweden
  • Alles Gottesdienst stehet im gehorsam.
    dk] Ret Guds tieneste læres ved troen, ei ved fornuften.
  • Alles Göttliche auf Erden
    Ist ein Lichtgedanke nur.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die Gunst des Augenblicks
  • Alles Göttliche hat eine Geschichte.
    Novalis (1772-1801), Die Lehrlinge zu Sais
  • Alles Göttliche und alles Schöne ist schnell und leicht. Oder sammelt die Freude sich etwa so wie Geld und andere Materien durch ein konsequentes Betragen?
    Friedrich Schlegel (1772-1829), Lucinde
  • Alles grau in grau malen.
  • Alles Große besteht aus Kleinem. Wer vom Kleinen nicht Besitz nimmt, kann das Große nie erwerben.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alles Große bildet, sobald wir es gewahr werden.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 16. 12. 1828
  • Alles große Denken ist aus dem Widerstreit zweier Einsichten entsprungen: der Unheilbarkeit des Risses im Sein und der Notwendigkeit seiner Schließung.
  • Alles Große in der Welt geschieht nur, weil einer mehr tut als er muss.
  • Alles Große in der Welt wird nur dadurch Wirklichkeit, dass irgendwer mehr tut, als er tun müsste.
  • Alles Große ist ja leicht der Entartung ausgesetzt, und das Sprichwort hat recht: das Schöne ist schwer.
    Platon (428-347 v. Chr.), Staat
  • Alles Große ist mir nichtig,
    Dem der Kern des Ewgen fehlt;
    Alles Kleinste ist mir wichtig,
    Das der Schönheit sich vermählt.
    Friedrich von Bodenstedt (1819-1892), Aus dem Nachlaß des Mirza Schaffy
  • Alles Große kommt uns wieder,
    Alles Schöne kehrt zurück.
    Theodor Körner (1791-1813), Bundeslied vor der Schlacht
  • Alles Große steht im Sturm.
  • Alles Große und Edle ist einfacher Art.
    Gottfried Keller (1819-1890)
  • Alles Große und Gescheite existiert in der Minorität. Es ist nie daran zu denken, dass die Vernunft populär werde. Leidenschaften und Gefühle mögen populär werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitze einzelner Vorzüglicher sein.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 12. 2. 1829
  • Alles Große, das Menschen je geleistet, geht aus der Einsamkeit, aus der Vertiefung geistigen Schauens hervor.
    Peter Rosegger (1843-1918), Höhenfeuer
  • Alles Große, zumal Neue, ist gefährlich: meistens tritt es auf, als ob es einzig berechtigt wäre.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Nachlaß (Unschuld des Werdens)
  • Alles Gut ist eines anderen.
  • Alles gut wenn Ende gut.
    hu] Minden jó, ha a vége jó.
  • Alles Gute auf Erden findet stets üble Nachäffer ...
    Michail Afanassjewitsch Bulgakow (1891-1940), Das Leben des Herrn Molière
  • Alles Gute besitzt den Charakter der Gattung; es bringt ewig wieder Gutes hervor. Darum ist auch der Rechtschaffene unsterblich.
    Johann Wilhelm Ritter (1776-1810), Fragmente aus dem Nachlaß eines jungen Physikers
  • Alles Gute hat ein Ende, außer Gottes Güte.
    Schottland
  • Alles gute in Maßen.
  • Alles Gute ist entweder äußerer oder seelischer Art, und davon verdient das seelisch Gute den Vorzug.
    Aristoteles (384-322 v. Chr.), Eudemische Ethik
  • Alles Gute ist schön, Schönes aber gibt es nicht ohne inneres Maß.
  • Alles Gute kommt von Gott.
    dk] Alt godt er guds gave, det ondt er straf for synden.
    fr] Dieu est le principe de toutes choses.
  • Alles Gute kommt von oben, sagte der Junge, als ihm eine faule Birne ins Maul fiel.
  • Alles Gute kommt von oben.
    i] Ironisch, besonders bei Vogeldreck.
  • Alles Gute nimmt wie der Himmel nur wenige Farben an, es gehört mehr Kenntnis dazu, einen Friedensfürsten als einen Kriegsfürsten zu malen.
    Jean Paul (1763-1825), Dämmerungen für Deutschland
  • Alles Gute siehst du bei deinem Nachbarn.
    ee] Kaik hüäd nääd oma naaburi juurest.
  • Alles Gute und alles Übel beruht auf Empfindung, der Tod aber ist der Verlust der Empfindung. Daher macht die rechte Einsicht, dass der Tod uns nichts angeht, das sterbliche Leben Genussvoll.
    Epikur, Brief an Menoikeus
  • Alles Gute von Allah, alles schlecht von Menschen.
  • Alles gute Werk und alles Böse, was in einer früheren Verkörperung begangen worden ist, das wird einem jeden zuteil, sei er ein Weiser oder ein Tor oder ein Held, so wie es begangen worden ist.
    In dieser Weise fürwahr ist alles, das Angenehme und Unangenehme, bei den Seelen im Umlauf mit Leid und Lust.
    Mahabharata (400 v. Chr.)
  • Alles Gute wird geschützt.
  • Alles Gute, das besteht, ist eine Frucht der Originalität.
    John Stuart Mill (1806-1873), Die Freiheit
  • Alles Gute, das nicht auf moralisch-gute Gesinnung gepfropft ist, ist nichts als lauter Schein und schimmerndes Elend.
    Immanuel Kant (1724-1804), Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht
  • Alles Gute, was geschieht, wirkt nicht einzeln. Seiner Natur nach setzt es sogleich das Nächste in Bewegung.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Ansprachen - Über die verschiedenen Zweige der hiesigen Tätigkeit
  • Alles hab ich vermocht durch ein gefälliges Lied.
    Properz (48-15 v. Chr.), Elegien, I
  • Alles hab' ich, sagt Peter Pharr, nur dies eine nicht.
    Stettin
    i] Peter Pharr war ein Krämer in Stettin, der zuletzt von allen Lebendigen noch Zopf und Kniehosen trug. Sein Geschäft kam wie sein Kostüm aus der Mode, wenn aber die Ladentür klingelte, stürzte er mit freundlichstem Diensteifer dem Kunden entgegen, welcher leider in den meisten Fällen ein mutwilliger Junge war, der einen Artikel verlangte, den er selbst mit höchster Wahrscheinlichkeit in dem Geschäft nicht vermutete, nur, um obige sprichwörtlich gewordene Redensart zu hören.
  • Alles halb so wild.
  • Alles Handeln ist der Idee gegenüber auch ein Handeln im kaufmännischen Sinn.
    Friedrich Hebbel (1813-1863), Tagebücher
  • Alles hängt notwendigerweise zusammen wie die Glieder einer Kette, und alles ist zum Besten bestellt.
    Voltaire (1694-1778), Candide oder Der Glaube an die beste der Welten
  • Alles hängt vom Geschmack ab und von der Fähigkeit, die Dinge anzuordnen.
    Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809-1852), Über die Architektur unserer Zeit
  • Alles hängt vom Glück ab.
  • Alles hängt von der Intensität ab, die man auf eine Sache verwendet.
    Gustave Flaubert (1821-1880), an George Sand, 1866
  • Alles hat der, welcher sich aus dem nichts macht, woran ihm nichts liegt.
    Baltasar Gracián (1601-1658), Handorakel und Kunst der Weltklugheit
  • Alles hat ein Ende, außer der Banane, die hat zwei.
  • Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.
  • Alles hat ein Ende, selbst die Wurst, wenn sie aufgegessen ist.
  • Alles hat ein Ende.
    en] All (good) things must come to an end.
    en] Everything has an end.
    en] It's a long lane that has no turning.
    fr] Tout n'a qu'un temps.
    nl] Aan alles komt een einde.
    nl] Alle begonnen werk neemt een eind.
  • Alles hat einen Anfang.
    en] Everything must have a beginning.
  • Alles hat einmal anderen gehört und wird zu anderen zurückkehren.
    Frankreich
  • Alles hat Gott ins Leben gerufen mit Ausnahme der Lüge und der Falschheit; diese haben die Menschen erfunden.
  • Alles hat heutzutage seinen Gipfel erreicht, aber die Kunst, sich geltend zu machen, den höchsten.
    Baltasar Gracián (1601-1658), Handorakel und Kunst der Weltklugheit
  • Alles hat in der Welt einen gewissen Zeitpunkt. Ein Staat wächst, bis er diesen erreicht hat.
    Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Das Neueste aus dem Reiche des Witzes
  • Alles hat man im Leben gesehen, sonst ist man nicht reif.
    ee] Kõik on elus nähtud, muidu pole mette küps.
  • Alles hat mich hier lieb, um meiner Naivität willen. Um mir dieselbe zu erhalten, lese ich täglich gute Dorfgeschichten oder gediegene Werke über die naive Volksseele.
    Fritz Mauthner (1849-1923), Walpurga, die taufrische Amme
  • Alles hat sein Aber.
    it] C'è sempre un ma.
  • Alles hat sein Für und Wider.
  • Alles hat sein Maß.
    la] Est modus matulae.
  • Alles hat sein Warum.
  • Alles hat seine Grenze, sagte der Bauer, ausgenommen des Nachbars Pflug, der geht bis in meine Brache (o. Wiese).
  • Alles hat seine Grenzen.
    hu] Mindennek van határa.
  • Alles hat seine guten Seiten und schlechte Seiten.
  • Alles hat seine guten Seiten.
    en] It's an ill wind that blows nobody (any) good.
    fr] A quelque chose malheur est bon.
  • Alles hat seine Taxe.
    i] Der eine ist zu diesem, der andere zu etwas anderm gut.
    fr] En ce monde de chaque chose vaut son prix.
  • Alles hat seine Tiefen. Wer Augen hat, der sieht alles in allem.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Sudelbücher
  • Alles hat seine Ursache.
  • Alles hat seine Wissenschaft, ausgenommen das Flöhefangen, das ist eine Geschicklichkeit.
  • Alles hat seine Wissenschaft, sagte das kleine Mädchen, da hatt' es das Licht mit dem Hintern ausgepustet.
  • Alles hat seine Wissenschaft.
  • Alles hat seine Zeit und Stelle in der Welt. Suche nicht mehr zu sein, sei aber auch nie weniger als zu deiner Zeit in deiner Stellung, o Vaterland, soweit es möglich ist!
    Johannes von Müller (1752-1809)
  • Alles hat seine Zeit! Ein Spruch, dessen Bedeutung man bei längerem Leben immer mehr anerkennen lernt; diesem nach gibt es eine Zeit zu schweigen, eine andere zu sprechen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan, Noten und Abhandlungen - Einleitung
  • Alles hat seine Zeit, nur die alten Weiber nicht.
  • Alles hat seine Zeit, sagt der weise Salomon; zu seiner Zeit essen, zu seiner Zeit trinken, zu seiner Zeit an die Pumpe tasten.
    zit] All 't to sîner Tüd, söä Salomon, to sîner Tüd öäten, to sîner Tüd drinken, to sîner Tüd an 'n Trillhoahn foaten.
  • Alles hat seine Zeit.
    Prediger Salomo 3, 11
    i] Es kommt zu seiner und dauert seine Zeit.
    dk] Aldting haver sin tiid og maade.
    en] All in good time.
    en] Everything has its day.
    en] There is a time for everything (o. all things).
    en] Timely blossom, timely ripe.
    fr] Chaque chose a son temps.
    fr] Il y a temps pour tout.
    fr] Tout se fait avec le tems.
    fr] Toute chose a sa saison.
    nl] Alles moet zijn' tijd hebben.
    it] Ogni cosa ha la sua stagione.
    it] Ogni cosa ha il suo tempo.
    it] V' è tempo per ogni cosa.
    la] Omnia fert aetas. Virgil
    la] Omnium verum vicissitudo est.
    se] Allt har sin tid.
    es] Qual el tiempo, tal el tiento.
    un] Mindennek rendelt ideje vagyon.
  • Alles hat seine Zeit; der Hahn kann nicht eher den Hahn spielen, bis er aus der Schale ist.
  • Alles hat seinen Anfang.
  • Alles hat seinen Brauch und Missbrauch.
  • Alles hat seinen Grund und ist dabei unterschiedlich tief.
  • Alles hat seinen Grund, sagte Kropfliese, und machte sich einen spanischen Kragen um.
  • Alles hat seinen Meister.
  • Alles hat seinen Platz (Ort).
  • Alles hat seinen Preis, sagte die Frau, die faule Äpfel verkaufte.
    nl] Elk geldt zijn prijs, zei Salomo, als hij maar aan zijne plaats staat.
  • Alles hat seinen Preis.
  • Alles hat seinen Zweck, sagte der Bauer, da sah er in seine Mütze.
    nl] Alles heft zijn inzigt, zei de boer, en hij kaak in zijne mats.
  • Alles hat seinMass.
  • Alles hat sich hinter den Kulissen abgespielt.
    es] Tener lugar bajo cuerda.
  • Alles hat zwei Seiten, Fanatiker sehen nur eine.
    Lebensweisheit
  • Alles hat zwei Seiten.
  • Alles hat, wer nichts begehrt.
  • Alles heät seine Mote (Maß), men de Mälke in e Görte nit, un Fett in't Maus.
    Sauerland
  • Alles heft zijn inzigt, zei de boer, en hij kaak in zijne mats.
  • Alles Heil liegt mitten inne,
    Und das Höchste bleibt das Maß.
    Emanuel Geibel (1815-1884), Sprüche
  • Alles Heilige ist ein Band, eine Fessel.
    Max Stirner (1806-1856), Der Einzige und sein Eigentum
  • Alles Heilige ist früher als Unheilige, Schuld setzt Unschuld voraus, nicht umgekehrt.
    Jean Paul (1763-1825), Levana
  • Alles Heyl von Gott.
    Auß Liebe wird Gott ich / ich auß Genaden Er:
    So kommt ja all mein Heyl nur bloß von jhme her.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Fünfftes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 270
  • Alles Höchste, es kommt frei von den Göttern herab.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Das Glück
  • Alles Holz brennt in der Stille, außer den Dornen; die rufen 'auch wir sind Holz'.
    Iran
  • Alles Ideelle, sobald es vom Realen gefordert wird, zehrt endlich dieses und sich selbst auf. So der Kredit (Papiergeld) das Silber und sich selbst.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 315
  • Alles im Griff.
  • Alles im grünen Bereich.
  • Alles im Leben ist folgerichtig, nur die Heirat, die ist Zufall.
    Libanon
  • Alles im Menschen ist Organisation. Was in ihm gedeihen soll, muss in ihm säet werden.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Grenzen der Wirksamkeit des Staates
  • Alles im Munde, in den Händen nichts.
    fr] Il a dit cela de bouche, mais le coeur n'y touche.
    fr] Il ne dit ou promet que des lèvres.
  • Alles in allem - es war nicht viel.
    Theodor Fontane (1819-1898), Summa Summarum
  • Alles in allem eine wirklich sehr achtbare Schöpfung, da doch der Mensch alles ganz ohne Beistand aus seinem Kopf heraus schuf.
    Mark Twain (1835-1910), Die Vorsehung
  • Alles in allem übertreiben die Leute die Schwierigkeiten des Lebens.
    Robert Louis Stevenson (1850-1894), Die Geschichte einer Lüge
  • Alles in allem
    la] omnia in omnibus
    la] summa summarum
    Titus Maccius Plautus (254-184 v. Chr.), Der Grobian I, 4 (Diniarchus)
  • Alles in Butter!
    es] ¡Esto marcha!
  • Alles in de Welt, man (nur) kên Stêrtperücke (Schwanzperücke).
  • Alles in den Wind schlagen.
    es] Mandar a tomar viento.
  • Alles in der Welt endet durch Zufall und Ermüdung.
    Heinrich Heine (1797-1856)
  • Alles in der Welt entsteht erst von Natur, und nur hernach kann die Kunst oder der menschliche Verstand daran pflegen und bilden. Wo die Kunst alles tun oder vorgehen will, das hat keinen Halt. Und folglich auch die philosophischen Republiken.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alles in der Welt hängt davon ab, von welchem Standpunkt aus man es ansieht.
    Anton Hansen Tammsaare (1878-1940), Satan mit gefälschtem Paß
  • Alles in der Welt hat nur eine Seele, den Menschen.
    Japan
  • Alles in der Welt hat seine Grenzen.
    Maxim Gorki (1868-1936), Die alte Isergil
  • Alles in der Welt ist eitel, der oi hat's Geld, der ander de Beutel.
  • Alles in der Welt ist eitel, wer kein Geld hat, scheiß' in den Beutel.
  • Alles in der Welt ist mit Dreck versiegelt.
    Wilhelm Raabe (1831-1910), Wunnigel
  • Alles in der Welt ist nur für den da, der Augen hat, es zu sehen.
  • Alles in der Welt ist relativ, ist Annäherungwert.
    Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904)
  • Alles in der Welt ist Torheit, nur nicht die Heiterkeit.
    Friedrich der Große (1712-1786)
  • Alles in der Welt lässt sich ertragen,
    Nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Sprichwörtlich
  • Alles in die Bromm bringen.
    Wehlau
    i] Drohen mit Brandstiftung. Bromm von brummen, auch Gefängnis, brummen müssen.
  • Alles in die Höhe schweifen bringt am Ende dich zu dir.
    Otto Julius Bierbaum (1865-1910), Frage- und Antwortspiel
  • Alles in die Pfanne hauen ist leichter als Pfannkuchen backen.
  • Alles in die Pfanne hauen.
    i] Redensart aus dem Kriegsleben, womit gesagt wird, dass man niedergemetzelt und keinen Pardon gegeben habe. Sie wird aber auch uneigentlich von Klatschgesellschaften gebraucht, die ebenfalls gern Leute, die nicht anwesend sind, pfannenhauen. Man hat die Redeweise aus dem Rübenschneiden zu erklären versucht. Man stellte sich vor, wie man etwas schnitte, z.B. Rüben in eine über dem Feuer befindliche Pfanne. Wenn jemand das Schneiden recht in Übung hat, so scheint es, als haue er hinein.
  • Alles in die Schanze schlagen.
    i] Aufs Spiel setzen. Französisch chance = der Einsatz zum Spiel, das Spiel selbst.
    la] Omnium rerum periculum facere.
  • Alles in dieser Welt ist relativ, und es gibt keine noch so schlimme Lage für den Menschen, die nicht durch eine noch schlimmere abgelöst werden könnte.
    Maxim Gorki (1868-1936), Verlorene Menschen
  • Alles in eine Kiste packen.
  • Alles in einem knopf haben (uno verbo).
  • Alles in einem.
    Jn einem Senffkörnlein / so du's verstehen wilt /
    Jst aller oberern und untrern dinge Bild.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 161
  • Alles in einen Kessel werfen.
    i] In dem Sinne wie: Alles in einen Topf werfen, über einen Kamm scheren.
  • Alles in einen Sack stecken (stopfen).
    i] In dem Sinne, alle in eine Klasse bringen, in einen Topf werfen.
  • Alles in einen Stall treiben.
    la] Uno fasce complecti.
  • Alles in einen Topf werfen.
    zit] So sollen all, die drinnen sind, vber ein Kam werden geschoren.
    ndt] Alle aver enen Kamm scheren.
    Pommern
    ndt] Aelles über oau Kamm scheara.
    Schwaben
    So sollen all, die drinnen sind, vber ein Kam werden geschoren.
    nl] Hij scheert ze allen over éénen kam.
    en] to measure everything by (o. with) the same yardstick
    en] to lump everything together
    en] to apply the same standard to everything
    en] to put everything topsy turvy.
    fr] faire fagot de toute herbe
    fr] mettre tout dans le même sac (o. pot o. panier o. sur le même pied)
    fr] (man sollte nicht alles ... = il ne faut pas mélanger les torchons et (o. avec) les serviettes)
    it] fare d'ogni erba fascio
    it] mettere tutto in un mazzo (o. in un mucchio o. nello stesso calderone)
    it] fare di ogni erba un fascio
    sp] hacer de toda yerba un fardo
  • Alles in Kreuz und Bode neischlage (fluche).
    Ulm
  • Alles in Liebe und Freundschaft, sagte der Bauer, als er seine Kühe in Nachbars Klee trieb.
    nl] Alle ding met vriendschap, zei Govert, en hij nam de eijeren uit zijns buurmans hoendernest.
  • Alles in mein Reich; Gottfried, mak de Dör tau.
    Sauerland
  • Alles in rosigem Licht sehen.
    es] Verlo todo de color de rosas.
  • Alles in seinen Bauch stecken.
    i] Alles verfressen.
  • Alles in seinen Sack stopfen.
    zit] Drumb musst er schatzen, schinden, schaben, mit scharren, scheumen, reumen, ropffen, dacht alles in seinen Sack zu stopffen.
  • Alles in sich hineinfressen.
  • Alles irdische Glück, das nicht näher zu Gott führt, ist ein Unglück; denn ein Wenig von den Freuden der irdischen Welt führt um ein Großes von der kommenden ab, und viel von der irdischen Welt lässt dich auch das Wenige von der kommenden vergessen.
  • Alles is maar eene weet, zei de boer, en hij haalde eene pier uit zijn achterste, en bond er zijne schoenen mede vast.
  • Alles ist allem.
    Wie sah S. Benedict die Welt in einem strahl?
    Es ist (weistu's noch nicht?) in allem alls zumahl.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 159
  • Alles ist Arbeit für den Herrn, zieht man Kreisel auf oder wiegt man das Kind.
    ee] Üts peremehe tüü kõik, vinna hunni vai hällütä last.
  • Alles ist aus dem Wasser entsprungen!
    Alles wird durch das Wasser erhalten!
    Ozean, gönn uns dein ewiges Walten!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust II A II, Felsbuchten (Thales) Vs 1435
  • Alles ist besser als gar nichts.
  • Alles ist Bewegung, die Materie bewegt sich selbst: Das Bier gärt, das Gemüt bewegt sich.
    Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie
  • Alles ist das Werk des Zufalls.
    la] Omnia casu fiunt.
  • Alles ist das Werk des Zufalls.
    la] Omnia casu fiunt.
  • Alles ist des Gutsherrn Eigentum - Flüsse, Seen und Wälder.
    Estland
  • Alles ist ein Wechselwirken, alles, was lebt, gibt Leben und muss Leben empfangen.
    Bettina von Arnim (1785-1859), Die Günderode
  • Alles ist eine Frage des Glücks, außer der Heirat, die kann durch Heiratsvermittlung arrangiert werden.
    Libanon
  • Alles ist einem ewigen Wechsel unterworfen, und da gewisse Dinge nicht nebeneinander bestehen können, verdrängen sie einander. So geht es mit Kenntnissen, mit Anleitungen zu gewissen Übungen, mit Vorstellungsarten und Maximen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Propyläen, Einleitung
  • Alles ist einfacher, als man denken kann, und zugleich verschränkter, als zu begreifen ist.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Alles ist einfacher, als man denken kann, zugleich verschränkter, als zu begreifen ist.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 1209
  • Alles ist Eins, aber die Weisen haben viele Namen dafür.
    Indien
  • Alles ist eins, alles ist vielfältig. Wieviele Naturen in der des Menschen! Wieviele Neigungen!
    Blaise Pascal (1623-1662), Pensées
  • Alles ist Einundasselbe!
    Ralph Waldo Emerson (1803-1882), Plato oder der Philosoph
  • Alles ist eitel, säd Salomon, as he dôrmit fârig (fertig) wier.
  • Alles ist eitel.
    Prediger Salomo 1,2 und 8,8
    la] O quantum est in rebus inane. Persius
    la] Res humanae fragiles caducaeque sunt. Cicero (106-43 v. Chr.)
    la] Vanitas vanitatum.
  • Alles ist Eitelkeit! - aber wer kommt ohne sie aus?
    Jiddisch (Vgl. Prediger Salomos, 1,2)
  • Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf.
    Neues Testament, Paulus (1 Korinther 10, 23)
  • Alles ist Essen, was das Herz nimmt.
    ee] Toit kõik, mis süä võtt.
  • Alles ist ewig im Innern verwandt.
    Clemens Brentano (1778-1842), Sprich aus der Ferne heimliche Welt
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