DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Alles ist fair in der Liebe und im Krieg.
  • Alles ist Falschheit und Betrug.
  • Alles ist für eine (gewisse) Zeit, aber eine Frau bis zum Tode und Gott für immer.
    Slowakei
  • Alles ist Gemeinbesitz.
    la] Omnia sunt communia.
  • Alles ist gleich, alles ungleich, alles nützlich und schädlich, sprechend und stumm, vernünftig und unvernünftig. Und was man von einzelnen Dingen bekennt, widerspricht sich öfters.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 623
  • Alles ist gut - will weiter nichts sagen, als dass alles durch unwandelbare Gesetze regiert wird.
    Voltaire (1694-1778), Dictionnaire philosophique
  • Alles ist gut das ein Ende hat.
  • Alles ist gut im (rechten) Maß (in Maßen).
  • Alles ist gut zu seiner Zeit.
    it] Ogni cosa è buona nella sua stagione.
  • Alles ist gut, solange es ein gutes Ende hat.
  • Alles ist gut, was den Magen füllt.
    ee] Kõik om hää, mis kõttu täidap.
  • Alles ist gut, was es gibt.
    ee] Kõik hiä, mis ond.
  • Alles ist gut, was gemacht wird.
  • Alles ist gut, was Gott tut.
  • Alles ist gut, was gut endet.
  • Alles ist gut, was gut gemacht wird.
    ee] Kõik om hää, mis hästi tetas.
  • Alles ist gut, was man selten bekommt.
    ee] Hää om kõik, mis harva saat.
  • Alles ist gut, wenn (o. wie) es aus den Händen des Urhebers (o. Schöpfers) der Dinge kommt, alles entartet unter den Händen des Menschen.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Emile
  • Alles ist gut, wenn das Ende gut ist.
  • Alles ist gut, wenn es aus den Händen des Schöpfers hervorgeht; alles entartet unter den Händen des Menschen.
    Jean-Jacques Rousseau, Émile
  • Alles ist gut, wenn man nichts Besseres in der Hand hat.
    ee] Kõik on hea, kui paremad käes ei ole.
  • Alles ist gut, wie es aus den Händen der Natur kommt!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit III,14
  • Alles ist gut. Nur nicht immer, nur nicht überall, nur nicht für alles.
    Novalis (1772-1801)
  • Alles ist heilig und schön - jede Sekunde.
    Hugo von Hofmannsthal (1879-1929), Die Frau ohne Schatten
  • Alles ist in allem.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)
  • Alles ist in der Natur aufs innigste verknüpft und verbunden, und selbst, was in der Natur getrennt ist, mag der Mensch gern zusammenbringen und zusammenhalten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Geschichte der Farbenlehre 4.Abt. - Zwischenbetrachtung
  • Alles ist in der Natur verbunden: ein Zustand strebt zum andern und bereitet ihn vor. Wenn also der Mensch die Kette der Erdorganisation als ihr höchstes und letztes Glied schloß, so fängt er auch eben dadurch die Kette einer höheren Gattung von Geschöpfen als ihr niedrigstes Glied an; und so ist er wahrscheinlich der Mittelring zwischen zwei ineinandergreifenden Systemen der Schöpfung.
    Johann Gottfried Herder (1744-1803), Ideen zur Geschichte der Menschheit
  • Alles ist in der Welt.
    bm] Ve svĕtĕ v?e jest.
  • Alles ist in dieser Zeit Poesie und Impuls.
    Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809-1852), Über das Mittelalter
  • Alles ist in Gottes Hand.
  • Alles ist in schönster Ordnung.
    en] Everything in the garden is lovely.
  • Alles ist in uns selbst vorhanden. Wenn wir in uns gehen und wahrhaftig sind: Das ist die höchste Freude.
  • Alles ist in uns selbst vorhanden.
    Mengzi (370-290 v. Chr.), Buch Mengzi
  • Alles ist Kampf, Ringen. Nur der verdient die Liebe und das Leben, der täglich sie erobern muss.
  • Alles ist klein in seinen Anfängen.
    Walisisch
  • Alles ist leer (d. i. nichtig), was der Bettler singt.
    ee] Kõik on tühi, mis sant laulab.
  • Alles ist lieb, was von Freunden kommt.
  • Alles ist Materie, was mittels der Organe zu uns kommt.
    Novalis (1772-1801), Fragmente
  • Alles ist Metamorphose im Leben, bei den Pflanzen und bei den Tieren, bis zum Menschen und bei diesem auch.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), S. Boisserée, 3.8.1815
  • Alles ist Mitteilung in der Natur, alles hat Flammenzungen, selbst der kalte Quell, in dem du dein Antlitz badest!
    Bettina von Arnim (1785-1859), Goethes Briefwechsel mit einem Kinde
  • Alles ist möglich, aber es regnet kein Geld.
  • Alles ist moralisch, nur die Moral nicht.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Alles ist Mutter, aber Brot ist Nahrung.
    Herzegowina
  • Alles ist nicht Gold, was glänzt.
    ee] Kõik ei ole kuld, mis hiilgab.
  • Alles ist nicht Gold, was glitzert.
  • Alles ist nicht Honig, was süß ist.
    ee] Kõik ei ole mesi, mis magus on.
  • Alles ist nicht Silber, was glänzt.
    ee] Kõik ei ole hõpe, mis läügüs.
  • Alles ist nichtig, nur der Wille reicht drüber hinaus, nur der Wille kann göttlich sein.
    Bettina von Arnim (1785-1859), Goethes Briefwechsel mit einem Kinde
  • Alles ist no a Zeitlang schön.
    Ulm
  • Alles ist nur ein Traum.
  • Alles ist Rauch und Wind in der Welt, ausgenommen Gold und Geld.
    it] Tutto è fumo e vento, fuorchè l' oro e l' argento.
  • Alles ist relativ. Auch die Aussage, dass alles relativ sei.
  • Alles ist relativ.
    geflügeltes Wort
  • Alles ist richtig, auch das Gegenteil. Nur 'zwar - aber', das ist nie richtig.
    Kurt Tucholsky (1890-1935)
  • Alles ist schlechter geworden, nur eins ist besser geworden: Die Moral ist schlechter geworden.
  • Alles ist schon dagewesen.
    fr] Il n'est chance qui ne retourne.
  • Alles ist sich gleich, ein jeder Teil repräsentiert das Ganze. Ich habe zuweilen mein ganzes Leben in einer Stunde gesehen.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1776 - 1779
  • Alles ist so gut, wie es ist.
    hu] Minden úgy van jól, ahogy van.
  • Alles ist so, wie es aufgenommen wird.
    England
  • Alles ist sodann gefunden:
    Ich bin dein, und du bist mein,
    Und so stehen wir verbunden,
    Dürft es doch nicht anders sein!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust II A III, Schattiger Hain
    Faust Vs 9703f.
  • Alles ist Tand nur.
    en] All is but toys.
    William Shakespeare (1564-1616), Macbeth (Macbeth)
  • Alles ist tapfer, wo Jugend obenauf sitzt und die Zügel lenkt.
    William Shakespeare (1564-1616), Wie es Euch gefällt
  • Alles ist teuer, was die Armen kaufen und die Reichen verkaufen.
    es] Todo vale caro, que compran los pobres y venden los ricos.
  • Alles ist Übertreibung, nur die Sehnsucht ist wahr, die kann man nicht übertreiben. Aber selbst die Wahrheit der Sehnsucht ist nicht so sehr ihre Wahrheit als vielmehr der Ausdruck der Lüge alles übrigen sonst.
    Franz Kafka (1883-1924)
  • Alles ist vergänglich und deshalb leidvoll.
  • Alles ist vergänglich, nur der Kuhschwanz der ist länglich
  • Alles ist verloren, nur die Ehre nicht.
    Franz I. (1494-1547), nach der Schlacht bei Pavia (1525) in dem Briefe an seine Mutter
  • Alles ist vollkommen.
    Mensch nichts ist unvolkommn: der Kieß gleicht dem Rubin:
    Der Frosch ist ja so schön alß Engel Seraphin.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Fünfftes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 61
  • Alles ist wie der Ozean, alles fließt und berührt sich, an einer Stelle rührst du es an und am anderen Ende der Welt wird es gespürt und hallt es wider.
    Fjodor Dostojewski (1821-1881), Die Brüder Karamasow
  • Alles ist Zauber, Schein, Verblendung. Auch das Unangenehme.
  • Alles ist zu Anfang schwer, um so leichter hinterher.
  • Alles ist, aber das Sein wird.
    Johann Wilhelm Ritter (1776-1810), Fragmente aus dem Nachlaß eines jungen Physikers
  • Alles ist, nachdem man's schätzt.
    Johannes Fischart (1546-1590), Dichtungen
  • Alles ist, wie man einen in den Topf hineinlegt.
  • Alles ist
    Nicht schlimm am Alter. Die Erfahrung krönt's
    Mit mancher Weisheit, die der Jugend mangelt.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Szenen aus den Phönizierinnen des Euripides, Jokaste
  • Alles junge Gras ist weich.
    Estland
  • Alles käme darauf an, ob Briefe anregend, produktiv, belebend seien.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), F. v. Müller, 18.2.1830
  • Alles kamme unsem leiwen Heren alleine anvertruggen, awwer kein jung Méaken un kein draug Hög.
    Westfalen
    i] Alles kann man unserm lieben Herrn allein anvertrauen, aber kein jung Mädchen und kein trocknes Heu.
  • Alles kann am Ende zur Philosphie werden, so z. B. Cervantes' Don Quijote.
    Novalis (1772-1801), Aphorismen und Fragmente, 1798-1800
  • Alles kann der Edle leisten,
    Der versteht und rasch ergreift.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust II A I, Anmutige Gegend (Chor) Vs 4664
  • Alles kann der Mensch vergessen, nur nicht zu essen.
  • Alles kann dir jederzeit gut vonstatten gehen, wenn du nur den rechten Weg betreten und diesem gemäß urteilen und handeln willst.
    Mark Aurel (121-180), Selbstbetrachtungen
  • Alles kann geheilt werden, außer der Dummheit.
    Arabien
  • Alles kann gekauft werden, aber keine Zeit.
  • Alles kann gestohlen werden, bloß nicht heißes Eisen und Mühlensteine.
    Estland
  • Alles kann Gott - nur eines nicht: Die enttäuschen, die ihm vertrauen.
  • Alles kann keiner.
  • Alles kann Liebe: lachend entbehren, weinend gewähren, heißes Verlangen nähren in bangen, in einsamen Tagen - alles kann Liebe - nur nicht entsagen!
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Grenzen der Liebe
  • Alles kann man beim Krämer kaufen, nur Liebe wider Willen nicht.
  • Alles kann man durch Höflichkeit bekommen.
    China
  • Alles kann man kaufen, außer einer Mutter und einem Vater.
    Tamil, Indien.
    var] Alles kannst du kaufen, nur Vater und Mutter kannst du nicht kaufen.
  • Alles kann man mit der Einsamkeit erwerben, nur nicht Charakter.
    Stendhal (1783-1842)
  • Alles kann man sauber machen, nur nicht einen schmutzigen Mund.
  • Alles kann man sich in der Einsamkeit aneignen, außer Charakter.
    Stendhal (1783-1842), Über die Liebe
  • Alles kann me usen léiwen Hergott anvertruggen, man kéine Déirens (Mädchen) un kéin dréug (trocken) Heu.
    Sauerland
  • Alles kann mit Geduld geheilt werden, nur für Ungeduld gibt es kein Heilmittel.
    Libanon
  • Alles kannst du kaufen, nur Vater und Mutter kannst du nicht kaufen.
  • Alles kaputt schwatzen.
    ndt] Alles kopot kallen.
    Meurs
    i] Das Wort kallen ist leider der hochdeutschen Schriftsprache abhanden gekommen und hält sich nur noch in den Mundarten.
  • Alles kehrt sich um, so wird aus gutem Böses, aus Engel Teufel und aus Jungfern Huren.
  • Alles kehrt wieder in seinen Ursprung.
    Der Leib von Erde her wird widerumb zur Erden:
    Sag weil die Seel von Gott / ob sie nicht Gott wird werden?
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Fünfftes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 234
  • Alles klar auf der Andrea Doria.
    geflügeltes Wort
  • Alles Kleine ist hübsch.
    en] Little things are pretty.
  • Alles Kleine ist Schönheit, selbst die jungen Hunde.
    Jemen
  • Alles Klopfen und Blasen ist von ihm.
    Jüdisch-deutsch
    i] Er maßt sich alle Ehrenämter an.
  • Alles ko ma machen - nur koa viereckete Kugel nit und koa eiserns Pfannaholz.
  • Alles kommt an den Mann, nur ich nicht, sprach das Mädchen.
  • Alles kommt an den Mann, sagte die Nonne, bloß ich nicht.
  • Alles kommt auf den Versuch an.
  • Alles kommt auf die Dosis an. Auch Champagner kann Gift werden.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), J. D. Falk, Dezember 1797
  • Alles kommt bei der Mission darauf an, dass der rohe sinnliche Mensch gewahr wird, dass es eine Sitte gebe, dass der leidenschaftliche ungebändigte merkt, dass er Fehler begangen hat, die er sich selbst nicht verzeihen kann. Die erste führt zur Annahme zarter Maximen, das letzte auf Glauben einer Versöhnung. Alles Mittlere von zufällig scheinenden Übeln wird einer weisen unerforschlichen Führung anheim gegeben.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 826
  • Alles kommt beim Denken darauf an, dass einem die rechte Vorstellung im rechten einfällt; nur hiedurch unterscheidet sich das Denkergenie vom Dummen, Toren, Narren, Blödsinnigen und Verrückten.
    Eduard von Hartmann (1842-1906), Philosophie des Unbewussten
  • Alles kommt einem vor Augen, ehe man siebzig ist.
    Jiddisch
  • Alles kommt in der Wissenschaft auf das an, was man ein Aperçu nennt, auf ein Gewahrwerden dessen, was eigentlich den Erscheinungen zum Grunde liegt. Und ein solches Gewahrwerden ist bis ins Unendliche fruchtbar.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Geschichte der Farbenlehre 5. Abt. - Galilei
  • Alles kommt nach Haus zurück.
    Serbien
  • Alles kommt schließlich zu dem, der warten kann.
  • Alles kommt und alles geht.
  • Alles kommt von Gott - außer Frauen.
    Italien
  • Alles kommt von Gott, nur nicht Gottesfurcht.
    Talmudisch
    fr] Tout vient de Dieu.
    la] Deus omnia non dat omnibus.
  • Alles kommt zu dem, der warten kann.
    var] Alles kommt zu dem, der wartet.
    var] Alles kommt zu denen, die warten können.
    Kanada
  • Alles kommt zu seiner Zeit, nur nicht der Skandal, dessen Zeit ist immer.
    England
  • Alles kommt zur rechten Zeit dem, der warten kann.
    fr] Tout vien à point à qui (o. si l'on) sait attendre.
  • Alles Komplizierte ist kurzlebig.
    Oswald Spengler (1880-1936), Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass
  • Alles komt auß dem verborgenen.
    Wer hatte das vermeint! auß Finsternüß komts Licht /
    Das Leben auß dem Tod / das etwas auß dem Nicht.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 163
  • Alles komt heraus wie Baumöl auf Wasser.
    Jüdisch-deutsch, Brody
  • Alles komt terecht.
  • Alles komt uit.
  • Alles Können und Vermögen der Menschen verlangt nach Betätigung; ein kriegerisch starkes Volk wird mit der Zeit, allen Opfern zum Trotz, ein kriegerisches Volk werden, denn die Opfer, die im Frieden gebracht werden, sind saurer als die andern, weil sie des glänzenden Lohnes entbehren.
    Carl Spitteler (1845-1924), Politische Tagesberichte: Militärische Curiosa
  • Alles könnte geschehen. Aber nur manches geschieht.
  • Alles kostet Geld, was nur irgend auf Bast steht.
    ee] Kik massab raha, mis vähä niidse pääl seisab.
  • Alles kummd vun ebben he(r).
    Kurpfalz
    de] Alles kommt von etwas her.
  • Alles kümmt mir zü, nor kein Batel Geld.
    i] Die Sprache eines Menschen, dem vorherrschend Unangenehmes begegnet.
  • Alles kündet dich an!
    Erscheinet die herrliche Sonne,
    Folgst du, so hoff ich es, bald.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Gegenwart
  • Alles kurz und klein kallen.
    Meurs
  • Alles lässt sich sagen.
    i] Aber nicht ausführen.
  • Alles lässt sich überwinden durch Standhaftigkeit, alles lässt sich vergessen, wenn man seine Aufmerksamkeit auf einen anderen Gegenstand heftet.
    Adolph Knigge (1752-1796), Über den Umgang mit Menschen
  • Alles lässt sich verbergen, nur nöt de Lungl im Häherl und Die Liebe im Hûs.
    Rotttal
    i] Die Lunge bläht sich im Sieden auf.
  • Alles Leben draußen ist nur wie Einschlafen in Kleidern. Daheim erst liegt man im Bett.
    Berthold Auerbach (1812-1882)
  • Alles Leben hat keinen Stillestand, und das schönste ist das schnellste.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alles Leben im Kosmos steht in engster Verbundenheit: nicht nur Pflanze und Erde, sondern auch Sonne und Erde, Tiere und Pflanzen, darüber hinaus das All, die Sterne ( ... ).
    Oswald Spengler (1880-1936), Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass
  • Alles Leben in Staat und Gesellschaft beruht auf der stillschweigenden Voraussetzung, daß der Mensch nicht denkt. Ein Kopf, der nicht in jeder Lage einen aufnahmsfähigen Hohlraum darstellt, hat es gar schwer in der Welt.
    Karl Kraus, Aphorismen. Mensch und Nebenmensch
  • Alles Leben ist ansteckend, das körperliche und das geistige, das gute, das wir Gesundheit, und das schlechte, das wir Krankheit nennen; die Lebensfülle und der Lebensmangel. Wir werden stark unter Starken und schwach unter Schwachen.
  • Alles Leben ist ein überschwänglicher Erneuerungsproceß ...
    Novalis (1772-1801), Poeticismen
  • Alles Leben ist Kampf, weil es Feuer ist.
    Oswald Spengler (1880-1936), Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass
  • Alles Leben ist Leiden.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), Die Welt als Wille und Vorstellung
  • Alles Leben ist Lüge. Das Rätsel des Daseins, der Welt wird niemals erraten werden. Irgendein Furchtbares steht über uns: Das Schicksal bei jedem Volk mit andern Namen genannt, das Schicksal, dem keiner entrinnen kann.
    Detlev von Liliencron (1844-1909), Leben und Lüge
  • Alles Leben steht auf Messers Schneide. Gleite aus und du ertrinkst in Leide.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Sprüche
  • Alles Leben trägt (s)ein Ideal in sich: der innerste Trieb des geistigen Lebens ist die Bewegung nach der Idee, nach einer größeren Vortrefflichkeit. Dieser Trieb ist ihm angeboren, bei seinem Ursprung eingepflanzt.
    Leopold von Ranke (1795-1886)
  • Alles Leben, auch nur einer Minute, hat ewige Gesetze hinter sich.
    Jean Paul (1763-1825), Aphorismen
  • Alles Lebendige bildet eine Atmosphäre um sich her.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Alles lebendige entspringt aus keiner Quelle allein, sondern aus unzähligen Adern. Was aus einer allein entspringt, kann nicht lange bestehen.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alles Lebendige ist ein Gehorchendes.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Also sprach Zarathustra
  • Alles Lebendige ist umflossen vom Äther der Sinnlichkeit. Oder: Die Luft der lebendigen Welt ist ein leicht entzündliches und jeden Augenblick an hunderttausend Punkten aufflammendes Gas: Sinnlichkeit.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Aufstieg
  • Alles Lebendige strebt zur Farbe, zum Besondern, zur Spezifikation, zum Effekt, zur Undurchsichtigkeit bis ins unendlich Feine. Alles Abgelebte zieht sich nach dem Weißen, zur Abstraktion, zur Allgemeinheit, zur Verklärung, zur Durchsichtigkeit.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Entwurf einer Farbenlehre 3. Abt 586
  • Alles Leid entsteht durch Unzufriedenheit und Gier.
  • Alles Leiden hat etwas Göttliches, denn insofern es Leiden ist, muss es noch ertragen werden können, obgleich schwer und mit Mühe. Für eine Natur, die darunter erliegt oder es gar nicht fühlt, ist es kein Leiden mehr.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 26.6.1810
  • Alles Leiden kommt aus Nichtwissen.
  • Alles liebt und paart sich wieder.
    Wilhelm Gottlieb Becker (1753-1813), Frühlingsempfindung
  • Alles liegen und gehen lassen, wie es lieget und gehet.
  • Alles liegt an der Empfänglichkeit.
    Vermöcht' ich GOtts so viel als Christus zu empfangen /
    Er liesse mich darzu im Augenblik gelangen.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Erstes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 128
  • Alles liegt an Zeit und Glück.
    fr] Il n'y a qu'heur et malheur en ce monde.
  • Alles Lob, das man den alten Sprachen als Bildungsmitteln erteilt, fällt doppelt der Muttersprache anheim, welche noch richtiger die Sprachmutter hieße.
    Jean Paul (1763-1825)
  • Alles loben, alles tragen,
    Allen heucheln, stets behagen,
    Allem Winde Regel geben,
    Anders sein und anders scheinen,
    Anders reden, anders meinen,
    Bös' und Guten dienstbar leben,
    Alles Tun und alles Dichten,
    Bloß auf eignen Nutzen richten;
    Wer sich dessen will befleißen,
    Kann politisch heuer heißen.
    Friedrich von Logau (1605-1655), Heutige Weltkunst
  • Alles Lyrische muss im ganzen sehr vernünftig, im einzelnen ein bisschen unvernünftig sein.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 130
  • Alles machet mein und dein,
    Daß man nicht kann friedlich sein.
    Friedrich von Logau (1605-1655), Mein und dein
  • Alles macht Forderungen an den, der etwas vermag, und darüber zersplittert er sein Vermögen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Zelter, 11.5.1820
  • Alles mag erkauft werden außer Zeit, Vater und Mutter.
    Schweiz
  • Alles Massenhafte macht einen eignen Eindruck, zugleich als erhaben und faßlich ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Italienische Reise III, April 1788. Bericht
  • Alles Mehl hat Kleien.
    it] Ogni farina ha crusca.
  • Alles Meinige trage ich mit mir.
    la] Omnia mea mecum porto.
    i] Bias (Motto M. Claudius, des Wandsbecker Boten)
  • Alles Memorieren helfe nichts, wenn der Schauspieler nicht vorher in den Geist und Sinn des guten Schriftstellers eingedrungen sei, der Buchstabe könne nichts wirken.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre V,7
  • Alles Menschenblut hat dieselbe Farbe.
  • Alles Menschenmögliche tun.
  • Alles Menschenwerk, wie alle Vegetation, erscheint klein gegen die ungeheuren Felsmassen und Höhen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Tagebuch, 6.10.1797
  • Alles met denzelfden kwast overstrijken.
  • Alles met maten, zei de drommel, en hij hing een' bandelier om.
  • Alles met maten, zei de pastoor, en hij dronk den jenever uit een Nannetje.
  • Alles met maten, zei de snijder, en hij sloeg zijn wijf met de el voor haar achterste.
  • Alles met maten, zei Flips de hondenslager, en hij mat de stokslagen met de el uit.
  • Alles met maten, zei Kaatje, en zij gooide haar man eene kan water over't lijf.
  • Alles met zinnen.
  • Alles missgeschick beginnt in Gottes Namen.
    Schweden
  • Alles mit Anstand, sagte der Teufel und nahm den Pfaffen im Ornat.
  • Alles mit Bedacht, sagte der Junge und kämmte seine Mutter mit der Harke.
  • Alles mit Bedacht, sonst wird man ausgelacht.
  • Alles mit Bedacht.
    Wahlspruch des deutschen Kaisers Maximilian I.
    dk] Aldting med betaenk-som hed.
  • Alles mit demselben Pinsel streichen (malen).
    nl] Alles met denzelfden kwast overstrijken.
  • Alles mit der gleichen Elle messen
  • Alles mit der Zeit, sagte jener Abt, wie man ihn ob der Magd ertappte.
  • Alles mit der Zeit.
    fr] Tout se fait avec le tems.
    la] Apta ferunt magnam tempora rebus opem.
    la] Est, qui non potuit dicere, dixit erat.
  • Alles mit Glaubenssalbe kurieren wollen.
    zit] Wahrscheinlich lernen wir bald alle menschlichen Krankheiten ohne Arzt und Apotheker mit der bamberger Glaubenssalbe allein heilen.
  • Alles mit Gott und Ehren.
  • Alles mit Gott und mit Verstand.
    Reinsberg
  • Alles mit Gott!
    la] A Jove principium.
  • Alles mit Gott, so hot's kêne Not.
    Waldeck
  • Alles mit GOtt.
    Jch bethe GOtt mit GOtt auß Jhm / und in Jhm an:
    Er ist mein Geist / mein Wort / mein Psalm / und was ich kan.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Erstes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 235
  • Alles mit Liebe und nichts mit Gewalt.
    en] All by love and nothing by force.
    fr] Tout par amour, rien par force.
    it] Si pigliano le mosche col miele e non coll' aceto.
    se] Allt med godt, intet med wåld.
  • Alles mit Liebe, nichts mit Gewalt.
  • Alles mit Maaten, sä de Snieder, do verhau he siene Fro mit de Ell.
  • Alles mit Maß tun.
    fr] Faire tout par mesure.
  • Alles mit Maß, sagt der Bauer, und soff eine ganze Kanne voll Branntwein aus.
    ndt] Allens mit Moaten, seggt de Bûr, un lett sik den Brannwin moatwîs (maßweise) inschenken.
    ndt] All's mit Mâten, säd' de Bûr, un söp 'n Mass Brannwîn up'n mâl ût.
    nl] Alles met maten, zei de pastoor, en hij dronk den jenever uit een Nannetje.
    Von oder zu Leuten, die sich der Enthaltsamkeit und Mäßigkeit rühmen, die ihnen fremd ist. Wortspiel mit 'Masse'.
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