DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Alles verstehen heißt alles verzeihen - das wäre sehr edel gedacht und gesagt. Nur schade, dass das Verzeihen neunundneunzigmal unter hundert aus Bequemlichkeit und höchstens einmal aus Güte geschieht; und dass die Güte unter hundert Fällen neunundneunzigmal keineswegs in Reichtümern des Herzens, sondern vielmehr in Mängeln des Verstandes ihre Ursache zu haben pflegt.
    Arthur Schnitzler (1862-1931), Buch der Sprüche und Bedenken
  • Alles verstehen wollen, heißt, nichts begriffen zu haben.
  • Alles verstehen, heißt alles verzeihen.
    fr] Tout comprendre, c'est tout pardonner.
  • Alles vertan (o. verzehrt) vor seinem End', macht ein richtig Testament.
    var] Alles versoffen bis ans End' macht ein richtig Testament.
  • Alles vertraue, nur keine Heimlichkeit.
  • Alles verzehren vor seinem End', macht ein richtig Testament.
    fr] Grande chère et petite testament.
    nl] Even op, en de kleêren voor de doodschuld.
    la] Cuncta manus avidas fugient haeredis, amico quae dederis animo. Horaz (65-8 v. Chr.)
  • Alles verzehrt die Macht der Zeiten.
    Sophokles (497-406 v. Chr.), Aias, 680 (Chor)
  • Alles verzehrt vor seinem End,
    Macht ein richtig Testament.
  • Alles vollauf.
    la] Cornu copiae.
  • Alles Vollkommene in seiner Art muss über seine Art hinausgehen, es muss etwas anderes, Unvergleichbares werden. In manchen Tönen ist die Nachtigall noch Vogel, dann steigt sie über ihre Klasse hinüber und scheint jedem Gefiederten andeuten zu wollen, was eigentlich singen heiße.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften II,9
  • Alles von Adam und Eva beginnen.
    i] Weit ausholen, vom ersten Anfang an beginnen.
  • Alles Vornehme ist eigentlich ablehnend ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit III,11
  • Alles Vortreffliche beschränkt uns für einen Augenblick, indem wir uns demselben nicht gewachsen fühlen, nur insofern wir es nachher in unsere Kultur aufnehmen, es unsern Geist und Gemütskräften aneignen, wird es uns lieb und wert.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 348
  • Alles Vortreffliche erblühet aus dem Rechten und Wahren.
    Clemens Brentano (1778-1842), an Bettine
  • Alles Vortreffliche ist selten und schwierig.
    Baruch de Spinoza (1632-1677), Ethik
  • Alles Vortreffliche ist selten.
    la] Omnia praeciara rara.
    Cicero (106-43 v. Chr.), Laelius
  • Alles Vorzügliche kann nur für einen unendlichen Kreis arbeiten, und das nehme denn auch die Welt mit Dank an und bilde sich nicht ein, dass sie befugt sei, in irgendeinem anderen Sinne zu Gericht zu sitzen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Rameaus Neffe, Anmerkungen - Rameaus Neffe
  • Alles wahre Aperçu kommt aus einer Folge und bringt Folge. Es ist ein Mittelglied einer großen, produktiv aufsteigenden Kette.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 416
  • Alles wahre Erkennen und Wissen muss doch am Ende darauf hinausgehen, das zu erreichen, was der Mensch, seinem Vermögen, das Universum zu erfassen und selbst mit umzuschaffen, nach, wirklich ist.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), an Fr. G. Welcker, 25. 9. 1823
  • Alles wahre Wissen widerspricht dem gesunden Menschenverstand.
  • Alles währet eine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
  • Alles wahrhaft Biographische, wohin die zurückgebliebenen Briefe, die Tagebücher, die Memoiren und so manches andre zu rechnen sind, bringen das vergangene Leben wieder hervor, mehr oder weniger wirklich oder im ausführlichen Bilde.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Aus meinem Leben. Paralipomena
  • Alles wahrhaft Geistige, alles, woran die Seele wirklich teilhat, führt zu Gott zurück, zur Frömmigkeit. Die Seele vermag sich nicht zu regen, sie kann nicht erwachen, nicht die Augen aufschlagen, ohne Gott zu empfinden. Man empfindet Gott durch die Seele wie die Luft durch den Körper.
    Joseph Joubert (1754-1824), Gedanken und Maximen
  • Alles wahrhaft Große auf Erden wächst aus etwas Geringem empor.
  • Alles wahrhaft Große vollzieht sich durch langsames, unmerkliches Wachsen.
    - Seneca -
  • Alles wahrhafte Leben hat ein Ziel.
    Bettina von Arnim (1785-1859), Die Günderode
  • Alles währt nur eine Weile.
    fr] Toute chose n'a qu'un temps.
  • Alles wanket, wo der Glaube fehlt.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Wallensteins Tod, II, 7 (Max)
  • Alles war nur ein Spiel! Ihr Freier lebt ja noch alle,
    Hier ist der Bogen und hier ist zu den Ringen der Platz.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Xenien 414 - An die Freier
  • Alles war so still, so still. Nur die Feder kratzte das Lebewohl an die Heimat und die Freunde aufs Papier.
    Fridtjof Nansen (1861-1930), In Nacht und Eis
  • Alles war still. Nur ein furchtbarer Kanonendonner tönte jenseits des Peiwarpasses.
    Julius Stettenheim (1831-1916), Wippchen's sämmtliche Berichte
  • Alles wär' gut, wär' kein Aber dabei.
  • Alles wäre gut, wäre kein Aber dabei.
    fr] C'est là le hic!
  • Alles was daher von mir bekannt geworden, sind nur Bruchstücke einer großen Konfession, welche vollständig zu machen dieses Büchlein [Dichtung und Wahrheit] ein gewagter Versuch ist.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit II,7
  • Alles was dick ist, heißt Mönch, und alles was dünn ist, heißt Nonne.
    Theodor Fontane (1819-1898), Cécile
  • Alles was die Kraft tut, tut sie in einem Kreis.
  • Alles was du in deinem Leben und Dasein einmal an Ungerechtigkeiten, Lügen, Betrug, Kälte und Unwissenheit anderen Menschen zugefügt hast, kommt wieder zu dir zurück in sieben Jahren
  • Alles was Du in dieser Welt brauchst sind verrückte Ideen und jemand, mit dem Du sie teilen kannst.
  • Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
  • Alles was ehedem paradox war, bestätigt nun die große Zeit.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. 1915
  • Alles was gegen das Gewissen geschieht, ist Sünde.
  • Alles was ich über den Kuckuck gehört habe, gibt mir für diesen merkwürdigen Vogel ein großes Interesse. Er ist eine höchst problematische Natur, ein offenbares Geheimnis, das aber nichtsdestoweniger schwer zu lösen, weil es so offenbar ist. Und bei wievielen Dingen finden wir uns nicht in demselbigen Falle!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 8.10.1827
  • Alles was in Europa mehr Eitelkeit und Geistreichigkeit als seelisches Feuer hat, nimmt die Denkungsweise der Franzosen an. Das konnten wir heute Abend wieder sehen. Die Art der schönen Römerinnen, zu lieben, ist der Mehrzahl der Fremden, unsrer Freunde, eine Sache, in der sie sich nicht auskennen. Hier in Rom giebt es keine Schönthuerei, keinen Zwang, keine von den herkömmlichen Formen, deren Kenntnis man anderwärts Weltgewandtheit oder sogar Tugend nennt.
    Stendhal (1783-1842), Ueber Frauenschönheit, Liebe, Ehe
  • Alles was lebt, das lebt gern.
  • Alles was lebt, findet Nahrung und Beihülfe, und wenn der Sohn, nach dem frühen Tode des Vaters, keine so bequeme, so begünstigte Jugend hat, so gewinnt er vielleicht eben deswegen an schnellerer Bildung für die Welt, durch zeitiges Anerkennen, dass er sich in andere schicken muss, was wir denn doch früher oder später alle lernen müssen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften II,12
  • Alles was lebt, muss einmal sterben.
    en] All that lives must die.
  • Alles was man ändern kann, wird so lange verändert, bis es zu spät ist um noch etwas ändern zu können.
  • Alles was man denkt ist entweder Zuneigung oder Abneigung.
    Robert Musil (1880-1942)
  • Alles was man in dieser Zelt für seinen Charakter tun kann, ist, zu dokumentieren, dass man nicht zur Zeit gehört.
    Johann Gottfried Seume (1763-1810), Apokryphen
  • Alles was nötig ist, damit schlechte Menschen triumphieren ist, daß gute Menschen nichts dagegen tun.
  • Alles was recht ist!
  • Alles was tot ist, macht keinen Eindruck; was aber Eindruck macht, das ist ewig lebendig.
    Bettina von Arnim (1785-1859), Goethes Briefwechsel mit einem Kinde
  • Alles was uns begrenzt, schien für dasselbe [Wesen] durchdringbar, es schien mit den notwendigen Elementen unsres Daseins willkürlich zu schalten, es zog die Zeit zusammen und dehnte den Raum aus. Nur im Unmöglichen schien es sich zu gefallen und das Mögliche mit Verachtung von sich zu stoßen. Dieses Wesen, das zwischen alle übrigen hineinzutreten, sie zu sondern, sie zu verbinden schien, nannte ich dämonisch ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit IV,20
  • Alles was wir wissen können, das dürfen wir auch wissen.
    Christoph Martin Wieland (1733-1813), Ueber die Rechte und Pflichten der Schriftsteller
  • Alles was wirklich nützt, ist für wenig Geld zu haben. Nur das Überflüssige kostet viel.
    Axel Munthe (1857-1949), schwedischer Arzt und Autor
  • Alles Wasser fließt ins Meer und kommt daraus auch wieder her.
    Pred. Sal. 1, 7
    dk] Alt vand vil flyder til strand, og pengene til den riige mands haand.
    fr] L'eau court tousjours en la mer.
    nl] Het water loopt altijd naar de zee.
    it] Come ogni acqua vien dal mare, cosi ritorna al mare.
    la] Certant intrare cuncta fluentia mare.
    se] Allt watten will i hafwet.
    se] Alth watneth vil till haff (strande) flyta.
    un] Minden folyók végre a' tengerbe omlanak.
  • Alles Wasser fließt ins Meer.
  • Alles Wasser macht nass (löscht das Feuer aus).
    i] Im Notfall ist alles zu gebrauchen.
    it] Ogni acqua immolla (spegne il fuoco).
  • Alles Wasser soll auf seine Mühle laufen.
    Prag
    i] Vom Egoisten.
  • Alles wechselt, doch nichts vergeht (o. geht unter)!
    la] Omnia mutantur, nihil interit.
    Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.), Metamorphosen
  • Alles weicht Jupiters Macht.
    la] Cedunt Iovis omnia regno.
  • Alles Weiße ist gut, mit Ausnahme des Guinea-Wurms.
    Afrika
  • Alles weltliche Gericht muss man vom Könige empfangen.
    Rechtssprichwort
    i] Alle Rechtspflege kann nur im Namen des Staatsoberhauptes, das die Gesellschaft vertritt, geübt werden.
    mhd] Alle weltliche gericht mues man von dem kaiser emphahenn.
  • Alles Weltliche muß weg.
    Mensch würffestu nicht weg dein liebstes auf der Erden /
    So kan dir nimmermehr des Himmels hafen werden.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Sechstes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 104
  • Alles werde langsam begangen, ausgenommen das Flöhefangen.
    en] Nothing must be done hastily, but killing of fleas.
    it] Niuna cosa in fretta se non pigliar pulici.
  • Alles Wichtige wird einsam getan, alles Nichtige gesellig.
    Jean Paul (1763-1825)
  • Alles wie es fällt, sagte der Junge, als die Frau mit dem Nasentropfen ihn fragte, ob er einen Pfannkuchen haben will.
    ndt] All as't fallt, sä de Jung, as de ol Frau mit'n Nasdrüppel em frög, ob he'n Pankoken hebben wull.
  • Alles wie sich's gehört, sagte die Frau und sie kämmte ihrem Manne die Haare mit den Fingernägeln.
    nl] Alle ding zoo 't behoort, zei de vrouw, en zij sloeg haar' man met te tong.
  • Alles wiederholt sich nur im Leben.
    Ewig jung ist nur die Phantasie.
    Was sich nie und nirgends hat begeben,
    Das allein veraltet nie.
    Friedrich Schiller (1759-1805), An die Freunde
  • Alles wiederholt sich.
    ee] Kaik kerdub.
  • Alles will einen Willen haben.
  • Alles will gelernt sein.
    en] Every trade has to be learnt.
  • Alles will reden, jeder will wandeln,
    Ich allein soll nicht sprechen
    Noch handeln.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zahme Xenien V
  • Alles wimmelt von Kommentaren; an Autoren aber ist großer Mangel.
    Michel de Montaigne (1533-1592), Essais
  • Alles wird alt wie ein Rock.
    Estland
  • Alles wird darum geboren,
    dass es wieder sei verloren.
    Nichts bleibt allzeit, was so ist. Paul Fleming (1609-1640), Auf Herren Timothei Poli neugebornen Töchterleins ... Absterben
  • Alles wird dich zufriedenstellen außer Geld, je mehr du hast, desto mehr willst du.
    Maurisch
  • Alles wird geleugnet werden. Alles wird Glaubensartikel werden.
    Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), Heretiker
  • Alles wird gut - will nur besagen, dass alles von unveränderlichen Gesetzen regiert wird.
    Voltaire (1694-1778)
  • Alles wird gut gehen, außer wenn eine alte Frau heiratet.
    Altfranzösisch
  • Alles wird klein, wenn der Verstand darauf losgeht.
    Oswald Spengler (1880-1936)
  • Alles wird man dir verzeihen, aber man ist unerbittlich gegen das Genie.
    Heinrich Heine (1797-1856), Von Luther bis Kant
  • Alles wird man ja satt, des Schlafes sogar und der Liebe,
    Auch des süßen Gesangs und bewunderten Reigentanzes.
    Homer (8. Jh. v. Chr.), Ilias, XIII, 636/37
  • Alles wird matt, alles zerbricht, alles vergeht.
  • Alles wird matt, zerbricht, vergeht.
    fr] Tout lasse, toute casse, tout passe.
  • Alles wird schlechter, nur eines wird besser, die Moral wird schlechter.
  • Alles wird teurer, nur die Ausreden werden immer billiger.
  • Alles wird uns Genuss, so schön ist das Leben gerundet,
    Selbst der Tod, denn der Schlaf ist der genossene Tod.
    Friedrich Hebbel (1813-1863), Epigramme
  • Alles wird uns heimgezahlt, wenn auch nicht von denen, welchen wir geborgt haben.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Alles wird uns schön was einige Relation auf sinnliche Liebe hat, in den Stunden da der tierische Affekt selbst schläft, und unsere übrigen sinnlichen Werkzeuge einer Seele gegenüberstehen, die voll von dem Gedanken eines vergangenen Vergnügens und eines künftigen nach Belieben würklichen ist. Wir sehen alsdann vieles was wir nicht würden gesehen haben. Wir haben die armen Knaben nicht mehr lieb wie die Griechen, wenn unsere neuere Zeiten ein schönes Stück in der Bildhauerkunst liefern, so muß es ein Mädgen sein. Der christliche Künstler findet die Schönheit nicht, und wenn er sie fände und anbrächte, so erkennt sie der Anschauer wieder nicht.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1768 - 1771
  • Alles wird uns schön, was einige Relation auf sinnliche Liebe hat ...
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen
  • Alles wird untergehen außer Liebe und Musik.
    Gälisch
  • Alles wird vergehen außer dem Guten, das du getan hast.
    fr] Tout passera, sauf le bien que tu as fait.
  • Alles wird zugrunde gehen außer der Liebe und der Musik.
    Schottland
  • Alles Wirken auf andere geht von dem Wirken auf sich aus, und auf sich wirkt man still und schweigend und anspruchslos?
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), an Karoline, 6.11.1790
  • Alles wirkliche Dichten und Denken nämlich ist gewissermaßen ein Versuch, den kleinen Leuten einen großen Kopf aufzusetzen: kein Wunder, dass er nicht gleich gelingt.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), Den Intellekt überhaupt und in jeder Beziehung betreffende Gedanken
  • Alles Wissen besteht in einer sicheren und klaren Erkenntnis.
    René Descartes (1596-1650), Regeln zur Leitung des Geistes
  • Alles wissen die Frauen, selbst wie Zeus die Hera entführte.
    Altgriechisch
    i] Das war in aller Heimlichkeit geschehen.
  • Alles Wissen geht aus einem Zweifel hervor und endigt in einem Glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Alles Wissen hat nur dann einen Wert, wenn es uns tatkräftiger macht. Wenn Allwissenheit ohne Allmacht denkbar wäre, so müsste dies die furchtbarste Qual der Hölle sein.
    József Eötvös (1813-1871), Gedanken
  • Alles Wissen ist Erinnerung.
    Thomas Hobbes (1588-1679)
  • Alles Wissen ist zuletzt Wissen vom Leben und alles Erkennen Staunen über das Rätsel des Lebens.
  • Alles wissen macht Kopfpein (o. Kopfweh).
  • Alles Wissen stammt aus der Erfahrung.
  • Alles Wissen wird nicht in der Schule unterrichtet.
  • Alles Wissen zerfetzt die Welt; aber seine Summe, die Weisheit, setzt sie wieder zusammen. Die Wahrheitsprobe aller Philosophie wird die Wiederübereinstimmung mit dem Uranfänglichen sein.
    Emil Gött (1864-1908), Aphorismen
  • Alles Wissen, das wir aus den Quellen schöpfen, wollen wir in uns verarbeiten, damit es nicht als Fremdkörper wirkt. Wir müssen es verdauen, sonst prägt es sich nur unserem Gedächtnis ein, wird aber nicht Eigentum unserer Persönlichkeit.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Mächtiger als das Schicksal
  • Alles wissenschaftliche Arbeiten ist nichts anderes, als immer neuen Stoff in allgemeine Gesetze zu bringen.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Briefe an eine Freundin, 7. 4. 1833
  • Alles wohlbedacht und auch das End' betracht't.
  • Alles Wohlbehagen, alle Zufriedenheit ist einfach, sie mögen, woher es auch sei, entspringen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Des jungen Feldjägers Kriegskamerad
  • Alles Wunder ist einmal Wunderlichkeit gewesen, kein Heiliger ist vom Himmel gefallen.
  • Alles wünscht ich zu haben, um mit ihr alles zu teilen,
    Alles gäb ich dahin, wär sie, die Einzige, mein.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Vierjahrerzeiten - Herbst 33
  • Alles zählen und abwägen.
    Jesus Sirach 42, 7
  • Alles zerfällt im Augenblick, wenn man nicht ein Dasein erschaffen hat, das über dem Sarge noch fortdauert. Um wen bei seinem Alter Söhne, Enkel und Urenkel stehen, der wird oft tausend Jahre alt.
    Adalbert Stifter (1805-1868), Der Hagstolz
  • Alles zu Beine binden.
    i] Sich jede Kleinigkeit zu Herzen nehmen.
  • Alles zu Bolzen drehn.
    i] Alles übel auslegen. Es ist übrigens die Sache im buchstäblichen Sinne nicht so leicht, denn ein guter Bolzen darf weder zu schwer, noch zu leicht sein, er muss gehörige Länge und Rundung, er muss sein richtiges Gewicht haben. Listige Anschläge an die Hand geben.
    ndt] Alles to Bolten dreihn.
  • Alles zu Gottes Ehre und dem Vaterland zum Besten.
  • Alles zu Gottes Ehre, sagen die Jesuiten, wenn sie ein Schelmstück üben.
  • Alles zu meinem besten, sagte der Junge, da schlugen sie ihm den Stock auf dem Buckel kaputt.
    ndt] All to mînen Besten, säd' de Jung, dôr slögen se em den Stock up'n Puckel entzwei.
  • Alles zu Nutzen.
    i] Medaille der Fruchtbringenden Gesellschaft. Nach einer Abbildung stellt das Ordenskleinod eines Mitgliedes der Gesellschaft auf der einen Seite das Sinnbild der Gesellschaft dar: den indianischen Palmbaum (Kokosnuss) mit dem Sinnspruch: 'Alles zu Nutzen.'
  • Alles zu rechter Zeit und mit Bedacht, willst du nicht sein ausgelacht.
  • Alles zu retten, muss alles gewagt werden. Ein verzweifeltes Übel will eine verzweifelte Arznei.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die Verschwörung des Fiesco zu Genua IV,6
  • Alles zu seiner Zeit, einen Buchweizenkuchen im Herbste.
  • Alles zu seiner Zeit, Freud' und daneben Leid.
  • Alles zu seiner Zeit, sagt der weise Salomon: zu seiner Zeit essen, zu seiner Zeit trinken, zu seiner Zeit an die Pump tasten.
  • Alles zu seiner Zeit, sagte der Prediger (Koheles).
  • Alles zu seiner Zeit, sprach der Schafbock, als ihm der Kopf abgeschnitten wurde.
  • Alles zu seiner Zeit, Steinelesen, Ährenlesen.
    Litauen
  • Alles zu seiner Zeit.
    ee] Iga asi tuleb omal ajal.
    en] Everything at the proper time.
    en] Everything in due season.
    en] Everything in its (own) season.
    fin] Aikansa kutakin.
    fr] Chaque chose en son temps.
    it] Bisogna fare la festa, quando è il Santo.
    la] Omnia tempora tempus habent.
    pl] Każda rzecz ma swój czas.
    pl] Wszystko w swoim czasie.
    russ] Всему своё время.
    es] A cada puerco le llega su San Martin.
    es] Cada cosa en su tiempo (y los nabos en adviento).
  • Alles zu wissen ist, nichts zu wissen.
  • Alles zu wissen noch viel zu jung, alle Jungfern zu küssen noch keinen Mund.
  • Alles zu wissen noch viel zu jung, alte Weiber im Arsch zu lecken noch Zeit genung.
  • Alles zu wissen, ist er noch viel zu jung.
    Köthen
  • Alles zu wissen, macht Kopfschmerzen.
  • Alles zur größeren (o. höheren) Ehre Gottes.
    la] Omnia in maiorem Dei gloriam. (O. A. M. D. G.)
    i] Oft in den Dekreten des Trienter Konzils, 1545-63, auch Wahlspruch der Jesuiten.
  • Alles zur Morgensuppe verschlingen (o. verschlungen) ist ein böser Imbiss.
  • Alles zusammen ausdreschen.
  • Alles zusammen, mit Näh- und Drehseide.
    Köthen
  • Alles zuviel is nix wert.
  • Alles zweite und dritte ist aufeinander bezüglich und durch Vergleiche erschöpfbar. Aber das erste und letzte ist über allem Vergleich.
  • Alles, alles paart sich, ich allein bleib' übrig, sagte die Maid.
    Ulm
    i] Klage einer alternden, verzweifelnden Jungfrau.
  • Alles, auch das Erhabenste, verkleinert sich unter den Händen der Menschen, wenn sie die Idee desselben zu ihrem Gebrauch verwenden.
    Immanuel Kant (1724-1804), Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
  • Alles, auch das sittlich Abnormste, bietet eine Seite dar, von wo es als groß erscheinen kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), zu F. Weitze, 19. Aug. 1805
  • Alles, im Kleinen und Großen, beruht auf Weitersagen.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Stufen
  • Alles, nur das nicht!
    fr] Tout, mais pas ça!
  • Alles, sagt jemand, geschieht nach bestimmten Gesetzen, ob Götter sind oder ob aus Atomen.
    Marc Aurel (121-180), Selbstbetrachtungen
  • Alles, war wir denken, ist entweder Zuneigung oder Abneigung.
    Robert Musil (1880-1942)
  • Alles, was an den historischen Arbeiten beschränkte Vernunft des Menschen ist - alles das wird sozusagen korrigiert und ergänzt durch die Vernunft der Menschheit.
    Wissarion Grigorjewitsch Belinski (1811-1848), Über das Buch 'Leitfaden für das Studium der Geschichte der Neuzeit'
  • Alles, was an die Wand pissen kann.
    i] Es zog mit in den Befreiungskrieg, alle nur einigermaßen Mannbaren.
  • Alles, was an einem Gemeinsamen Anteil hat, strebt zum Verwandten.
    Mark Aurel (121-180), Selbstbetrachtungen
  • Alles, was an und in mir ist, werde ich mit Freuden mitteilen. Denn da ich sehr lebhaft fühle, dass mein Unternehmen das Maß der menschlichen Kräfte und ihrer irdischen Dauer weit übersteigt, so möchte ich manches bei Ihnen deponieren und dadurch nicht allein erhalten, sondern auch beleben.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Schiller, 27.8.1794
  • Alles, was auf den Augenblick anspielt und so die Gemüter stoffartig erregt, habe ich immer vermieden, nicht, weil ich es im Ganzen für unzulässig halte, sondern weil ich gefunden habe, dass der Enthusiasmus eigentlich nur die große Masse wohl kleidet.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an A. v. Arnim, 23.2.1814
  • Alles, was auf erden ist, vergeht, lob, ehr und tugend ewig besteht.
  • Alles, was auf uns wirkt, ist nur Anregung, und, Gott sei dank, wenn sich nur etwas regt und klingt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Zelter, 7. Nov. 1816
  • Alles, was aus der Erde kommt, muss wieder zur Erde werden.
    Sirach 40, 11
  • Alles, was außer dem guten Lebenswandel der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zuwerden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.
    Immanuel Kant (1724-1804), Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
  • Alles, was außer mir ist, ist mir nun fremd. Ich habe in dieser Welt weder Nächsten noch meinesgleichen noch Brüder mehr.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Träumereien eines einsamen Spaziergängers
  • Alles, was Beine hat.
  • Alles, was bloß von Menschenhänden gemacht ist zum Nutzen der Gesellschaft, wird am Ende doch niedergerissen und übertreten, wenn der Strom in hohen Fluten heranschwillt.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alles, was Brot gibt, ist ein Amt.
    ee] Ammet kõik, mis leiba annab.
  • Alles, was das Herz begehrt.
  • Alles, was das Publikum von einem Schriftsteller, der ohne zu weit getriebene Ansprüche auftritt, fordern kann, ist, dass er durch seine Werke nichts dazu beitrage, Korruption, Dummheit und Intoleranz zu verbreiten.
    Adolph Knigge (1752-1796), Über den Umgang mit Menschen
  • Alles, was das Recht erlaubt, tut man mit Recht.
    mhd] Allez daz das reht irloubt, daz tut man wohl mit rehte.
  • Alles, was das Tätigkeitsvermögen unseres Körpers vermehrt oder vermindert, fördert oder hemmt, dessen Idee vermehrt oder vermindert, fördert oder hemmt das Denkvermögen unseres Geistes.
    Baruch de Spinoza (1632-1677), Ethik
  • Alles, was dem Bedürfnis ähnlich ist, hat die Eigentümlichkeit, daß man es viel weniger genießt, wenn man es hat, als es schmerzt, wenn man es entbehrt.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Brief an eine Freundin, 16. Juli 1825
  • Alles, was dem Menschen frommt, ist Ergebnis seiner eigenen Arbeit. Diesen Satz werden viele Zeitgenossen nicht bestreiten, obwohl sie seiner Tragweite sich nicht bewusst sind.
    Paul de Lagarde (1827-1891), Die graue Internationale
  • Alles, was den Kranken andeutet, dass sie ihrer Familie zur Last fallen ist unakzeptabel. Was wäre das für eine Gesellschaft, die ihre Alten sterben lässt, weil sie 'im Weg sind'?
    Cicely Saunders (1918-2005), englische Ärztin, Sozialarbeiterin und Krankenschwester
  • Alles, was der Entwicklung und dem Sieg der proletarischen Klasse dient, ist gut; alles, was ihr schadet, ist vom Übel.
    Anatoli Wassiljewitsch Lunatscharski (1875-1933), Thesen über die Aufgaben der marxistischen Kritik
  • Alles, was der Fuchs frisst, wird an seinem Fell sichtbar.
  • Alles, was der Geist eines, der sehr starken Hass empfindet, diktiert, hat die Wirkung zu schaden und zu zerstören.
    Agrippa von Nettesheim (1486-1535), De occulta philosophia
  • Alles, was der Gesellschaft, d. h. dem Menschengeschlecht und der Welt nützt, ist ehrenvoll, alles, was ihr schädlich ist, schändlich.
    Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), Nova methodus discendae docendaeque jurisprudentiae
  • Alles, was der Glückliche wünscht, ist geboren zu sein.
    Walisisch
  • Alles, was der göttlichen Natur eigen ist, das ist auch ganz dem gerechten und göttlichen Menschen eigen. Darum wirkt solch ein Mensch auch alles, was Gott wirkt: Er hat zusammen mit Gott Himmel und Erde geschaffen, er ist Zeuger des ewigen Wortes, und Gott wüsste ohne einen solchen Menschen nichts zu tun.
    Meister Eckhart (1260-1328), Vom Papst verurteilte Sätze aus Meister Eckhart (1260-1328)s Predigten
  • Alles, was der Jude hat, ist Geld zu verlieren und Zeit krank zu sein.
    Jiddisch
  • Alles, was der Mensch erfährt, ist nur die Anschauung seines Wachstums.
    Johann Wilhelm Ritter (1776-1810), Fragmente
  • Alles, was der Mensch natürlich frei ausspricht, sind Lebensbezüge.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan, Noten und Abhandlungen - Orientalische Poesie - Urelemente
  • Alles, was der Mensch tut, um sich die Natur zu unterwerfen, richtet sich zugleich gegen den Menschen, denn der ist es, den er eigentlich unterwerfen will.
  • Alles, was der Natur gemäß geschieht, geschieht richtig.
    Epiktet (50-125)
  • Alles, was die Heilmittel nicht heilen, heilt das Eisen; alles was das Eisen nicht heilt, heilt das Feuer; was aber das Feuer nicht heilt, das muss als unheilbar gelten.
    Hippokrates (460-370 v. Chr.), Aphorismen
  • Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muss durch ihren Kopf hindurch, aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab.
    Friedrich Engels (1820-1895), Ludwig Feuerbach (1804-1872) und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie
  • Alles, was die Menschen mit Opfern an Glück verteidigt haben, ist nichts als Irrtum.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Alles, was die Menschheit getan, gedacht, erlangt hat oder gewesen ist: es liegt wie in zauberartiger Erhaltung in den Blättern der Bücher aufbewahrt.
    en] All that Mankind has done, thought, gained or been: it is lying as in magig preservation in the pages of Books.
    Thomas Carlyle (1795-1881), Über Helden, Heldenverehrung (1840)
  • Alles, was die Natur hervorgebracht.
    la] Quodcunque in solum venit.
  • Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut.
    Immanuel Kant (1724-1804)
  • Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.
  • Alles, was die Wand bepisst, soll sterben, wenn's ein Schurke ist.
  • Alles, was die Zunge und den Gaumen kitzzelt, alles, was zur Gemächlichkeit des Cörpers, ja zur überflüßigen Verzärtelung weichlicher Gliedmaßen dienet, wird uns durch das Gewerbe der Handelsleute über See und Land, viel tausend Meilen weit zusammengebracht.
    Johann Christoph Gottsched (1700-1766), Der Biedermann
  • Alles, was dieses Gefühl in uns erregt, wozu die Macht der Natur gehört, welche unsere Kräfte auffordert, heißt alsdenn (obzwar uneigentlich) erhaben.
    Immanuel Kant (1724-1804), Kritik der Urteilskraft
  • Alles, was du den Ausschweifungen hingabst, wird dir verloren sein.
    Phaedrus (20 v. Chr.-51 n. Chr.), Fabeln
  • Alles, was du dir im Geist vorstellst, wird Wirklichkeit, wenn Du nicht aus dem Licht des Herzens heraustrittst.
  • Alles, was du gibst, wirst du mit fortnehmen (o. mit dir nehmen).
    Türkei
  • Alles, was du hast, ist deine Nase, selbst wenn es eine krumme ist.
  • Alles, was du in deinem Leben und Dasein einmal an Ungerechtigkeiten, Lügen, Betrug, Kälte und Unwissenheit anderen Menschen zugefügt hast, kommt wieder zu dir zurück in sieben Jahren.
  • Alles, was du nicht kennst, beherrscht dich.
  • Alles, was du willst, geschieht, so dir's nicht an Mut gebricht.
  • Alles, was ein denkender Mensch tun soll, wenn die Überzeugung eines älteren und weiseren der seinigen widerspricht, ist, dass er gerechte Zweifel gegen die Wahrheit seiner Meinung erhebe, dass er sie streng und wiederholt prüfe und sich hüte, zu früh zu. glauben, dass er sie aus allen Gesichtspunkten betrachtet und beleuchtet habe.
    Heinrich von Kleist (1777-1811), an Christian Ernst Martini, 18. 119. 3. 1799
  • Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.
  • Alles, was entsteht, geht auch wieder zugrunde.
    var] Alles, was geboren wird, nimmt auch ein Ende.
    la] Deficit omne, quod nascitur.
  • Alles, was entsteht, sucht sich Raum und will Dauer, deswegen verdrängt es ein anderes vom Platz und verkürzt seine Dauer.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 1252
  • Alles, was entsteht,
    Ist wert, dass es zugrunde geht;
    Drum besser wär's, dass nichts entstünde.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust, I, 3 (Mephisto)
  • 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281

    B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
  • operone