DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Alles, was Erfolge bringt, ist in der Wirtschaft erlaubt. Kriminell ist nur, wer erwischt wird.
  • Alles, was existiert, muss einen Namen tragen. Was nicht benannt ist, existiert nicht für den Menschen.
    Oswald Spengler (1880-1936), Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass
  • Alles, was geboren wird, muss sterben.
  • Alles, was geboren wird, nimmt auch ein Ende.
    la] Deficit omne, quod nascitur.
    Quintilian (35-96), Institutio oratoria
  • Alles, was geboren, hat der Tod erkoren.
  • Alles, was gegen das Gewissen geschieht, ist Sünde.
    Thomas von Aquin (1225-1274)
  • Alles, was gelb ist, ist nicht Gold.
  • Alles, was gelehrt werden kann, ist nicht der Mühe wert, gelernt zu werden.
  • Alles, was gemacht worden ist, ist nicht für die Ewigkeit.
    Indien
  • Alles, was geschieht, ist Symbol, und, indem es vollkommen sich selbst darstellt, deutet es auf das Übrige. In dieser Betrachtung scheint mir die höchste Anmaßung und die höchste Bescheidenheit zu liegen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an K E. Schubarth, 2.4.1818
  • Alles, was geschieht, vollzieht sich in Geheimnissen
  • Alles, was gewaltsam ist, kann nicht von Dauer sein.
    fr] Tout ce qui est violent ne saurait être durable.
  • Alles, was Gold ist, glänzt nicht. Die sanfte Strahlung ist dem edelsten Metalle eigen.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Alles, was gut ist, dauert kurz.
  • Alles, was gut riecht, kommt von mir! sagte der Apotheker, da hatte er in die Hosen geschissen.
    ndt] All wat gôd rükt, kümmt van mi! säd de Aphteker, dôr härr he in de Büx schäten.
  • Alles, was gut zu wissen ist, ist schwer zu lernen.
    Neugriechisch
  • Alles, was ich als gut empfinde, ist gut, alles, was ich als böse empfinde, ist böse.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Emile
  • Alles, was ich denk' und tu', trau' ich auch dem anderen zu.
  • Alles, was ich Empörendes und Erniedrigendes sehe, halte ich für die Folge der Privilegien.
    Johann Gottfried Seume (1763-1810), Apokryphen
  • Alles, was ich erfuhr, ich würzt es mit süßer Erinnerung,
    würzt es mit Hoffnung. Sie sind lieblichste Würze der Welt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Alles, was ich habe, ist des Höchsten Gabe.
  • Alles, was ihr bewundert, kann sich in dem bisschen Glut eines Dreitagefiebers auflösen.
    Boethius (480-524), Trost der Philosophie
  • Alles, was Ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut Ihnen auch.
    en] Do to others as you would have them do to you.
    - Goldene Regel nach der Bergpredigt -
  • Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen; das ist das Gesetz und die Propheten.
    Matth. 7, 12
  • Alles, was im Parlament geschieht, ist nur Getue.
    Joachim Ringelnatz (1883-1934), Das Parlament
  • Alles, was im Subjekt ist, ist ins Objekt und noch etwas mehr. Alles, was im Objekt ist, ist im Subjekt und noch etwas mehr. Wir sind auf doppelte Weise verloren oder geborgen: Gestehen wir dem Objekt sein Mehr zu, pochen wir auf unser Subjekt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 1376
  • Alles, was im Weltall existiert, ist die Frucht von Zufall und Notwendigkeit.
    Demokrit (460-370 v. Chr.)
  • Alles, was in den Tag eingreifen soll, muss ein frisches Ansehen haben, und hier wird kein Werk zum Aufbewahren, sondern nur zum Aufbrauchen verlangt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Am Rhein, Main und Neckar 1814/15 - Kunst und Altertum - Frankfurt
  • Alles, was in der Schöpfungsgeschichte des Pentateuchs enthalten ist, ist nicht ganz nach dem einfachen Wortsinn zu verstehen, wie die Menge es sich vorstellt. Denn verhielte es sich so, dann hätten die Männer der Wissenschaft es nicht geheimgehalten und die Lehrer sich nicht angestrengt, um Poesien zu erdichten, die zu seiner Verhüllung dienen sollten, um seine Darstellung der Menge vorzuenthalten.
    Maimonides (1138-1204), Führer der Unschlüssigen
  • Alles, was in der Welt sich ereignet, dient zur Verbesserung und Bildung des Menschen und vermittels dieser zur Herbeiführung ihres irdischen Zieles. Dieser höhere Weltplan ist es, was wir Natur nennen, wenn wir sagen: Die Natur führet den Menschen durch Mangel zum Fleiße, durch die Drangsale ihrer unaufhörlichen Kriege zum endlichen ewigen Frieden. Dein Wille, Unendlicher, deine Vorsehung allen ist diese höhere Natur.
    Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), deutscher evangelischer Theologe und Philosoph
  • Alles, was in der Welt verdorben worden ist, das ist aus guten Gründen verdorben worden.
    Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse
  • Alles, was in die Tiefe geht, ist klar bis zur Durchsichtigkeit.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Tagebücher (1899)
  • Alles, was in dieser Welt ist, ist in den anderen auch, und was in den anderen, ist auch in dieser, wer hier einen Unterschied macht, geht nur von einem Tode zum nächsten.
    Indien
  • Alles, was in Fülle vorhanden ist, wird billig, außer der Intelligenz: je mehr es von ihr gibt, desto kostbarer ist sie.
    Libanon
  • Alles, was in Gefahr steht, ist noch nicht verloren.
    fr] Tout ce qui est en péril n'est pas perdu.
  • Alles, was in seiner Art gut ist, ist liebenswürdig.
    Dante Alighieri (1265-1321), Gastmahl, 1,12
  • Alles, was ins Netz geht, ist Fisch.
    var] Alles, was zum Netz kommt, sind Fische.
    Schottland.
    en] All is fish that comes to the net.
  • Alles, was ist im Himmel und Erden, kann einem Undankbaren nimmer hold werden.
    la] Lex et natura, coelum Deus, omnia iura damnant ingratum, moerentillum quoque natum.
  • Alles, was ist, hat einmal angefangen.
    la] Omnia quae sunt aliquando coeperunt.
  • Alles, was ist, hat notwendig sein Sein von Gott.
    Thomas von Aquin (1225-1274), Summa theologica
  • Alles, was ist, ist ein Wesen, weil es da ist.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alles, was ist, ist in Gott, und nichts kann ohne Gott sein noch begriffen werden.
    Baruch de Spinoza (1632-1677), Ethik
  • Alles, was ist, ist vernünftig.
    Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), Grundlinien der Philosophie des Rechts
  • Alles, was ist, und sei es auf welche Weise auch immer - sofern es seiend ist, ist es gut.
    Thomas von Aquin (1225-1274), Summe gegen die Heiden
  • Alles, was ist, wie groß und gut es sei, besteht seine Zeit, erfüllt seine Zwecke und geht vorüber.
  • Alles, was je geschieht
    Heutigen Tages,
    Trauriger Nachklang ists
    Herrlicher Ahnherrntage!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust II A 171, Schattiger Hain
    Chor Vs 9637
  • Alles, was kein natürliches Gesetz verletzt, ist dann kein Verbrechen, wenn es nicht durch ein positives Gesetz verboten ist.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Fünfter Brief vom Berge
  • Alles, was kommt, geht wieder zurück.
  • Alles, was Kopf und Kragen hat.
  • Alles, was Kultur heißt, ist der Phantasie des Menschen entsprungen.
    Maxim Gorki (1868-1936), Noch einmal über die Bildung
  • Alles, was lange dauern soll, muss Zeit haben, Wurzel zu fassen und zu reifen. Eine wohlüberlegte, nach und nach ausgebildete Reform hat die Völker wesentlich vorwärtsgeführt, während die plötzlich hereinbrechende Revolution sie stets zurückgeworfen hat.
    Esaias Tegnér (1782-1846)
  • Alles, was lebt, das lebt gern.
  • Alles, was lebt, hat gleiche Lebensdauer;
    Der hundertjähr'ge Baum, die Eintagsfliege
    Kommt zu Bewusstsein, freut sich, liebt und stirbt,
    Wenn's Tagewerk vollbracht, der Trieb befriedigt.
    Emerich Madách (1823-1864), Die Tragödie des Menschen, 3 (Luzifer)
  • Alles, was Löffel lecken kann.
    Meiningen
    i] Zu ergänzen: war da, o. musste helfen.
  • Alles, was man (in Wissenschaften) fordert, ist so ungeheuer, dass man recht gut begreift, dass gar nichts geleistet wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 1162
  • Alles, was man außerhalb der großen und schönen christlichen Überlieferung unternimmt, wird unfruchtbar sein.
    Ernest Renan (1823-1892), Via de Jesus
  • Alles, was man ihm (dem Kinde) von der Geschichte sagt, kommt aufs Schlachten und Morden hinaus. Die Ehre und den Ruhm, den sie den Eroberern beilegt, welche meistenteils nur die Henker des Menschengeschlechtes waren, bringt den heranwachsenden Jüngling vollends auf den Gedanken, dass Menschenmord das rühmlichste Geschäft und die größte Heldentugend sei. Auf diese Art wird uns widernatürliche Grausamkeit eingeprägt, und so söhnte die Gewohnheit uns mit Dingen aus, vor welchen die Menschheit zurückbebt, indem sie die Bahn der Ehre damit bestreut.
    John Locke (1632-1704), Gedanken über Erziehung
  • Alles, was man in dieser Zeit für seinen Charakter tun kann, ist, zu dokumentieren, dass man nicht zur Zeit gehört.
    Johann Gottfried Seume (1763-1810), Apokryphen
  • Alles, was man lange genug aufbewahrt hat, kann man wegwerfen. Kaum hat man etwas weggeworfen, braucht man es.
    Murphys Gesetz
  • Alles, was man lernen muss, hüllt den Verstand in eine Nebelkappe, dass die Wahrheit uns nicht einleuchte.
    Bettina von Arnim (1785-1859), Die Günderode
  • Alles, was man regelmäßig und berufsmäßig tut, versteinert.
    Kurt Tucholsky (1890-1935), Schnipsel
  • Alles, was man sehen, hören und lernen kann, das ziehe ich vor.
    Heraklit (520-460 v. Chr.), Fragmente
  • Alles, was man tue, müsse man langsam und behaglich vollbringen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre II,3
  • Alles, was man von einem Tod sagen kann, ist das Grab, das er braucht.
  • Alles, was menschlich ist, muss rückwärts gehen, wenn es nicht vorwärts geht.
    Edward Gibbon (1737-1794), Geschichte des Verfalls und Untergangs des Römischen Reiches
  • Alles, was mit Grammatik und Examen zusammenhängt, ist nie das Höhere. Waren die Patriarchen examiniert oder Moses oder Christus? Die Pharisäer waren examiniert. Und da sehen Sie, was dabei herauskommt.
    Theodor Fontane (1819-1898), Der Stechlin
  • Alles, was nicht aus dem Menschen selbst kömmt, ist eine Art von Gewohnheit, bis auf die Religion; man nimmt es an und weiß selbst nicht warum, wie das Tabaksrauchen.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alles, was nicht der Nachwelt nützt, ist in der Geschichte unnütz.
    Claude Adrien Helvétius (1715-1771), Gedanken und Überlegungen
  • Alles, was nicht niet- und nagelfest ist.
  • Alles, was noch eine Läusehaut wert ist, muß man aufheben.
    ee] Kõik, mis veel täinahka väärt on, peab maast üles võtma.
  • Alles, was Odem hat, gehorcht diesem Befehl, und selbst das empfindungslose Gewächs wird von dem allgewaltigen Ruf erschüttert, neigt sich verliebt zu dem andern hin, oder haucht seinen Staub, wie Seufzer der Liebe in den Wind aus, dass er der fernen Gattin ihn zutrage.
    Marianne Ehrmann (1755-1795), Philosophie eines Weibs
  • Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!
    Psalm 150, 6
    la] Omne, quod spirat, laudet Dominum!
  • Alles, was Rang und Namen hat.
  • Alles, was recht ist.
  • Alles, was Resultat ist, zieht sich ins Enge zusammen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Der Sammler und die Seinigen 4. Brief
  • Alles, was ringsherum ist, ist kein Kuchen.
  • Alles, was selbst groß ist oder groß werden will und kann, hängt sich nicht an andres.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Alles, was sich so zu lange hinschleppt, ehe es zu etwas nur irgend Sichtbarem wird, verliert an Interesse.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), an Karoline, 21. 5. 1819
  • Alles, was sie hat, ist eine Wasser- und eine Windmühle mit einem kleinen Busch vor der Tür.
    ndt] Wat kreit se 'n (dat Möäken) met? Stöären 'un Waatermöll un hinnen 'an Windmöll.
    nl] Al wat zii heeft, is een water- en windmolen, met een bosch voor hare poort.
  • Alles, was sie sagen, wird zu ihnen selbst zurückkehren.
  • Alles, was so übertrieben wird, ist dem Vorhaben des Schauspiels entgegen, dessen Zweck sowohl anfangs als jetzt war und ist, der Natur gleichsam den Spiegel vorzuhalten: Der Tugend ihre eignen Züge, der Schmach ihr eignes Bild und dem Jahrhundert und Körper der Zeit den Abdruck seiner Gestalt zu zeigen. Wird dies nun übertrieben oder zu schwach vorgestellt, so kann es zwar den Unwissenden zum Lachen bringen, aber den Einsichtsvollen muss es verdrießen.
    William Shakespeare (1564-1616)
  • Alles, was Spaß macht, hält jung.
  • Alles, was steht, wird sich hinlegen.
  • Alles, was tatsächlich vorfällt, ist für die Kunst verdorben.
    Oscar Wilde (1854-1900), Zwei Gespräche von der Kunst und vom Leben
  • Alles, was teuer ist nicht Gold, teurer als Gold ist noch die Erde.
  • Alles, was über das Wesen der Gottheit an Gedankengebäuden aufgebaut und abgebaut wird, wird vom Menschen erfunden, so wie er von sich aus die Beziehung zur Gottheit ansieht.
    Michel de Montaigne (1533-1592), Die Essais
  • Alles, was um daher als Zierde ansprechen soll, muss gegliedert sein, und zwar im höhern Sinne, dass es aus Teilen bestehe, die sich wechselsweise auf einander beziehen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Am Rhein, Main und Neckar 1814/15 - Kunst und Altertum - Heidelberg
  • Alles, was uns an anderen missfällt, kann uns zu besserer Selbsterkenntnis führen.
  • Alles, was uns begegnet, lässt Spuren zurück, alles trägt unmerklich zu unserer Bildung bei; doch es ist gefährlich, sich davon Rechenschaft geben zu wollen. Wir werden dabei entweder stolz und lässig oder niedergeschlagen und kleinmütig.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre VII,1
  • Alles, was uns imponieren soll, muss Charakter haben.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 28.8.1808
  • Alles, was uns in diesem Leben gegeben ist, ist nur zum Gebrauch und als Leihgabe übergeben.
  • Alles, was uns Vater, Mutter, Lehrer und Bücher in der Jugend als feste moralische Lehren so sorgsam einzuflößen trachten, müssen wir auf der Bühne des Lebens zu verschleiern oder gar zu vergessen suchen.
    Friedrich Maximilian von Klinger (1752-1831), Betrachtungen und Gedanken
  • Alles, was unserer Eitelkeit am meisten schmeichelt, gründet sich auf die Bildung, die wir verachten.
    Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715-1747), Unterdrückte Maximen
  • Alles, was unsern Geist befreit, ohne uns Herrschaft über uns selbst zu geben, ist verderblich.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen
  • Alles, was unter dem Schnee verborgen lag, kommt ans Tageslicht.
    Schweden
  • Alles, was verkehrt ist, das treib ich,
    Und wo man mich nicht gerne sieht, da bleib ich.
  • Alles, was von der menschlichen Gesellschaft geschaffen worden war, hat Marx kritisch verarbeitet und nicht einen Punkt unbeachtet gelassen. Alles, was das menschliche Denken hervorgebracht hatte, hat er umgearbeitet, der Kritik unterworfen, an der Arbeiterbewegung überprüft und dann jene Schlußfolgerungen gezogen, die die in den bürgerlichen Rahmen eingezwängten oder an bürgerliche Vorurteile gefesselten Menschen nicht zu ziehen vermochten.
    Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924), Die Aufgaben der Jugendverbände
  • Alles, was wackelt, fällt (noch) nicht.
    fr] Tout ce qui branle ne tombe pas.
  • Alles, was war, ist der Anfang von dem, was sein wird.
  • Alles, was Wilhelm heißt, hat ein kümmerlich Ende.
    Friesland
  • Alles, was wir als Menschen für reell erkennen müssen, ist es auch würklich für Menschen. Denn sobald es nicht mehr verstattet ist, aus jenem Naturzwang auf Würklichkeit zu schließen, so ist an ein festes Principium gar nicht mehr zu gedenken. Eines ist so ungewiß als das andere. Wem der Beweis für das Dasein eines höchsten Wesens aus der Natur (kosmologischer) zwingend ist, der bleibe dabei; eben so der, den der theoretische, oder der moralische überzeugt. Selbst die, die an neuen Beweisen gegrübelt haben, sind vielleicht durch einen Zwang dazu verleitet worden, den sie sich nicht ganz entwickeln konnten. Statt uns ihre neuen Beweise zu geben, hätten sie uns die Triebfedern entwickeln sollen, die sie nötigten sie zu suchen, wenn es anders nicht bloß Furcht vor den Konsistorien oder den Regierungen war.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1796 - 1799
  • Alles, was wir auf der Erde machen (tun), werden wir im Himmel auf Knien erklären (verantworten) müssen.
  • Alles, was wir aussprechen, sind Glaubensbekenntnisse.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Naturwissenschaft - Verhältnis zur Wissenschaft, besonders zur Geologie
  • Alles, was wir erfahren, ist eine Mitteilung. So ist die Welt in der Tat eine Mitteilung, Offenbarung des Geistes. Die Zeit ist nicht mehr, wo der Geist Gottes verständlich war. Der Sinn der Welt ist verloren gegangen. Wir sind beim Buchstaben stehn geblieben. Wir haben das Erscheinende über der Erscheinung verloren. - Formularwesen. Ehemals war alles Geisterscheinung, jetzt sehen wir nichts als tote Wiederholung, die wir nicht verstehen. Die Bedeutung der Hieroglyphe fehlt. Wir leben noch von der Frucht besserer Zeiten.
    Novalis (1772-1801), Aphorismen und Fragmente, 1798-1800
  • Alles, was wir Erfinden, Entdecken in höherem Sinne nennen, ist die bedeutende Ausübung, Betätigung eines originalen Wahrheitsgefühls, das, im Stillen längst ausgebildet, unversehens mit Blitzesschnelle zu einer fruchtbaren Erkenntnis führt. Es ist eine aus dem Innern am Äußern sich entwickelnde Offenbarung, die den Menschen seine Gottähnlichkeit vorahnen lässt. Es ist eine Synthese von Welt und Geist, welche von der ewigen Harmonie des Daseins die seligste Versicherung gibt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 562
  • Alles, was wir mit Wärme und Enthusiasmus ergreifen, ist eine Art der Liebe.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Ideen über Staatsverfassung
  • Alles, was wir tagtäglich gewahr werden, dürfen wir am Ende doch nur als Symptome ansehen, die, wenn wir uns wahrhaft ausbilden wollen, auf ihre physiologischen und pathologischen Prinzipe zurückzuführen sind.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Tag- und Jahreshefte 1811
  • Alles, was wir treiben und tun, ist ein Abmüden, wohl dem, der nicht müde wird!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 303
  • Alles, was wir tun, hat eine Folge. Aber das Kluge und Rechte bringt nicht immer etwas Günstiges und das Verkehrte nicht immer etwas Ungünstiges hervor, vielmehr wirkt es oftmals ganz im Gegenteil.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 35.12.1825
  • Alles, was wir tun, wird ein Teil von uns.
  • Alles, was wir wahrnehmen, ist Form, ist durch sie dargestellter realer Geist. Aber die meisten Menschen verstehen nicht, was sie wahrnehmen.
    Heinrich Leo (1799-1878), Vorlesungen über die Geschichte des deutschen Volkes
  • Alles, was wir wirklich in unser Leben aufnehmen, wandelt sich.
  • Alles, was wir Zufall nennen, ist von Gott.
    Novalis (1772-1801), VI. Tagebuchaufzeichnungen, den 27sten Julius
  • Alles, was zu Herzen gehen soll, muss von Herzen kommen.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Emile
  • Alles, was zu sehr feilgeboten wird, wird nicht abgesetzt, sogar die Töchter aus vornehmen Stämmen.
  • Alles, was zum Netz kommt, sind Fische.
    Schottland
    en] All is fish that comes to the net.
  • Alles, was zur Mühle kommt, ist Mahlgut.
    i] Es wird als solches angesehen.
  • Alles, was zur rechten Zeit geschieht, ist gut, selbst Fluchen zur rechten Zeit ist wie Allah preisen.
    Libanon
  • Alles, was, auch beim Gerichtsverfahren, über den einfachen Tod hinausgeht, scheint mir bloße Grausamkeit. Wir sollten doch eigentlich so viel Respekt vor den Seelen haben, dass wir sie unversehrt ins jenseitige Leben schicken, aber das ist unmöglich, wenn wir sie durch unerträgliche Folterqualen außer sich gebracht und der Verzweiflung in die Arme getrieben haben.
    Michel de Montaigne (1533-1592), Die Essais
  • Alles, was, außer dem guten Lebenswandel, der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.
    Immanuel Kant (1724-1804), Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
  • Alles, wat jung is, dat springet, sagte dat Pottewîf, do sprank iar dei Blage (Kind) ut diär Kiepe.
    Arnsberg
  • Alles, wat nich singe, nich bede kann, kömmt to ons.
    i] Wenn der Bauer oder die Knechte mit einem neuangekommenen Mitknechte nicht zufrieden sind.
  • Alles, worauf die Liebe wartet, ist die Gelegenheit.
    Miguel de Cervantes (1547-1616)
  • Alles, worein der Mensch sich ernstlich einläßt, ist ein Unendliches, nur durch wetteifernde Tätigkeit weiß er sich dagegen zu helfen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre III,3
  • Allés-vous-en filer vôtre quenouille.
  • Allesamt.
    es] Todos sin excepción, en conjunto.
  • Alleva i tuoi figli poveretti, se tu li vuoi ricchi e benedetti.
  • Allevare una serpe in seno.
  • Allevi un maiale solo, viene su grasso; allevi un figlio solo, viene su matto.
    var] Llei un porco lo llei grasso, llei un fijo, lo llei matto.
  • Alleweil narrischer het der Hirtenbua g'sagt: vern is der Bummel g'verrekt, heun de Voda.
    Amberg
  • Allez au diable!
  • Allez doucement à la montée.
  • Allez plutôt vous coucher sans souper, que de vous lever avec des dettes.
  • Allez redresser un pieu courbe.
  • Allez vous promener que les orées poussent.
  • Allez vous/va te faire cuire un oeuf.
  • Allez vous/va te faire foutre!/mettre!
  • Allez vous/va te faire voir/te faire voir ailleurs!
  • Allez y!/vas y!
  • Allez/va savoir!
  • Allez/va voir là-bas si j'y suis.
  • Allezeit Mehrer des Reichs!
    la] Semper augustus!
    Quintus Aurelius Symmachus (342-402), Relationes
  • Allezeit Wein oder Wasser trinken ist nicht lustig.
  • Allgegenwärtiger Balsam
    Allheilender Natur.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Adler und Taube
  • Allgemach kommt (man) (auch) weit.
    it] A penna a penna si pela un' oca, a passo a passo si fa di gran cammino.
  • Allgemach kommt auch (o. zuerst) ans Ziel.
    en] Fair and softly goes far.
    fr] Habille - moi tranquillement, je suis pressé.
    fr] Pas à pas on va loin.
    it] Chi va piano va sano e va lontano.
    la] Romanus sedendo vincit.
    es] Poco á poco se va lejos.
    es] Poco á poco, andando despacio se va lejos.
    es] Vísteme despacio, estoy de prisa.
    es] Visteme despacio, que tengo prisa.
  • Allgemach kommt auch (wohl) nach.
  • Allgemach kommt auch weit.
  • Allgemach kommt zuerst ans Ziel.
  • Allgemach reich dauert am besten.
    nl] Op zijn gemak wordt men het liefst rijk.
  • Allgemach, der Bauer nimmt sich bei allem Zeit.
  • Allgemaek küemet Hans int Wammes.
  • Allgemein anerkannter Text
    la] textus receptus
  • Allgemein bildendes Studium
    la] studium generale
  • Allgemein ist die Hast, weil jeder auf der Flucht vor sich selbst ist, allgemein auch das scheue Verbergen dieser Hast, weil man zufrieden scheinen will und die scharfgesichtigen Zuschauer über sein Elend täuschen möchte, allgemein das Bedürfnis nach neuen klingenden Wort-Schellen, mit denen behängt das Leben etwas Lärmend-Festliches bekommen sollen.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe
  • Allgemein menschliches Wohlwollen, nachsichtiges, hülfreiches Gefühl verbindet den Himmel mit der Erde und bereitet ein dem Menschen gegönntes Paradies.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan, Noten und Abhandlungen - Buch des Unmuts
  • Allgemeine Begriffe und großer Dünkel sind immer auf dem Wege, entsetzliches Unglück anzurichten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 471
  • Allgemeine Emporbildung der inneren Kräfte der Menschennatur zu reiner Menschenweisheit ist allgemeiner Zweck der Bildung, auch der niedrigsten Menschen.
    Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Sämtliche Schriften (1819-1826)
  • Allgemeine Plagen sind leichter zu tragen.
  • Allgemeine Sage ist selten ohne Grund.
    it] Voce del popolo, voce d'Iddio.
  • Allgemeine Sätze sind nichts, als algebraische Formeln. Die reine Philosophie ist daher gerade so etwas, wie die Lettern-Algebra. So eine Formel kann ein Gattungs, ein Klassen- und Lokalzeichen sein - methodischer Name einer echten genetischen Definition. Definition ist ein Faktum. Die Bezeichnung dieses Faktums ist die gemeinhin sogenannte Definition. (Auf eine ähnliche Weise wie sich die Logarythmen auf die geometrischen Progressionen beziehn, kann sich der Mechanism auf den Organism beziehn: bloß Bezeichnungsweise.)
    Novalis (1772-1801), Aphorismen, IV. Teplitzer Fragmente
  • Allgemeinen Wahn muss man gehen la'n.
  • Allgemeiner Beifall, allgemeines Lob sind entbehrliche Dinge ...
    Adolph Knigge (1752-1796), Über den Umgang mit Menschen
  • Allgemeiner Notstand ist nicht schwer zu ertragen.
    Bosnien
  • Allgemeiner Ruf ist selten grundlos.
    en] Common fame 's seldom to blame.
    nl] Algemeene roep heeft altijd wat waars.
    nl] Gemeen gerucht is zelden gelogen.
    it] Un cattivo nome (grido) non è senza fondamento.
    la] Fama tam ficti pravique tenax, quam nuncia veri.
    es] Quando todos te dixeren que eres asno, rebuzna.
  • Allgemeines Lob ist etwas sehr Entbehrliches. Allgemeine Achtung können dem Redlichen und Weisen selbst die Schurken in ihren Herzen nicht versagen.
    Adolph Knigge (1752-1796), Über den Umgang mit Menschen
  • Allgenügsamkeit, die alles zu schmecken weiß, das ist nicht der beste Geschmack. Ich ehre die widerspenstigen, wählerischen Zungen und Mägen, welche 'Ich" und 'Ja" und 'Nein" sagen lernten.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Allgewaltig Not,
    sie kennet kein Gesetz.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Reineke Fuchs 9. Gesang Vs 291
  • Allhie schiert man die Felle nicht.
  • Allhier bei der Meisen ist es Brauch,
    Wer isst und Trinkt, der zahlt es auch.
    Ein solcher Gast ist lieb und wert,
    Der fleißig zahlt, was er verzehrt.
    Wirsthausspruch, Schweiz
  • Alli burraschi si canusci lu marinaru.
  • Allí donde el amor se engendra, se engendra también el dolor.
  • Allí donde está el peligro, está también lo que salva.
  • Allí donde fueres, haz como vieres
    var] Allí donde fueres, haz lo que vieres
  • Allí donde hay pasión, encontrarás amor.
  • Allí está el detalle.
  • Allí está la madre del cordero.
  • Allí estaba quien lo vio, pero no era yo.
  • Allí hay verdadera amistad, do hay dos cuerpos y una voluntad.
    var] Alli hay verdadera amistad, donde hay dos cuerpos y una voluntad.
  • Allí haz a tu hijo heredero, donde anda la niebla en el mes de enero.
  • Alli Joor e Chääs
    git nid vil Chääs,
    aber alli Joor es Ching
    git glii vil Ching.
    Schwiizertütsch
  • Allí perdió la dueña su honor, donde habló mal y oyó peor.
  • Allí se puede comer por una peseta.
  • Allí tiene la gallina los ojos, donde tiene los huevos y los pollos.
  • Alli Tierli lebe gern.
    Schweiz
  • Allia petra sapit, quae illa capit.
  • Allia petra sapit, quae semel illa capit.
  • Allia quando terunt, retinent mortaria gustum.
  • Allick mynscha mey by gongen ende hy standen reka syn gued.
  • Alligare fuggitiva canem agninis lactibus.
    it] Trattenere una cagna raminga (quindi famelica) con latte spettante all'agnello.
  • Alligator arms.
  • Alligator lay egg, but him nu fowl.
  • Alligator shouldn't call hog long mout.
  • Alligem fugitivam canem agninis lactibus.
  • Alliscia a mamma pà avè a fiddola.
  • Allium in retibus.
    de] Das ist eine saubere Gesellschaft (Ironisch)
  • Allivà i corba pà fassi caccià l'ochja.
    var] Allivà i corba par fassi caccià l'ochja.
  • Allivati com'è u basilicu à u balcone.
    var] Allivatu com'è u basilicu à u balconu.
  • Allkant Wein ist mein Latein, wirfft den Bauren über die Zäun und stosst die Burger an die Schienbein.
  • Alllez, accouche/accouchez!
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