DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Als een oude hond blaft, zo ziet uit.
  • Als één schaap over den dam is, volgen de anderen.
  • Als ein geschätzter, kultivierter und eleganter Freund mir sein neues Buch übersandte, überraschte ich mich dabei, wie ich, im Begriff es zu öffnen, meine Krawatte zurecht rückte.
    Walter Benjamin (1892-1940), Einbahnstraße
  • Als ein Kind beginnst du, den Garten auf sandiger Erde zu hacken.
  • als ein Löwe einem Floh.
  • Als ein vernünftiges, mithin zur intelligiblen Welt gehöriges Wesen kann der Mensch die Kausalität seines eigenen Willens niemals anders als unter der Idee der Freiheit denken.
    Immanuel Kant (1724-1804), Grundegung zur Metaphysik der Sitten
  • Als ein Volk der ungeheurlichsten Mischung und Zusammenrührung von Rassen, vielleicht sogar mit einem Übergewicht des vor-arischen Elementes, als 'Volk der Mitte' in jedem Verstande, sind die Deutschen unfassbarer, umfänglicher, widerspruchsvoller, unbekannter, unberechenbarer, überraschender, selbst erschrecklicher, als es andere Völker sich selbst sind: - sie entschlüpfen der Definition und sind damit schon die Verzweiflung der Franzosen.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Jenseits von Gut und Böse
  • Als ein Weib keine Sorgen hatte, schaffte sie sich ein Ferkel an.
    pl] Niemiała baba kłopotu, to nabyła prosię.
  • Als ein wesentliches Merkmal der Menschen möchte ich ihre ethische und ästhetische Anspruchslosigkeit bezeichnen.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Stufen
  • Als eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Als eine Naturform des menschlichen Daseins ist die Einsamkeit dem Leben immanent, ein Ausdruck, eine Form seiner Selbst, ihm entwachsen und durch alle Verwandlungen hindurch mit ihm verknüpft. Sie gehört zum menschlichen Leben wie die Religion.
    Otto Weininger (1880-1903), Geschlecht und Charakter
  • Als einer arbeitet, also lohnet man ihm.
  • Als einer arbeyt, also lonet man ym.
  • Als einst die Götter, müde dieser Welt, sich flüchteten hinauf ins Sternenzelt, mitnehmend, was auf Erden sie besessen, da haben sie die Liebe hier vergessen.
    Friedrich Halm (1806-1871), Der Sohn der Wildnis
  • Als elk voor zijn huis veegt, zoo worden alle straten schoon.
  • Als er am Kirchhofe vorbei ging, sagte er: Die da können nun sicher sein, daß sie nicht mehr gehenkt werden, das können wir nicht.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1796 - 1799
  • Als er aufgestiegen war, setzte er seine Schenkel in Bewegung.
    i] Um das Tier, worauf er ritt, anzutreiben.
    i] Wenn jemand in seiner Gewalt erst festsitzt, beginnt er zu unterdrücken und zu tyrannisieren.
  • Als er één schaap over de dam is, volgen er meer.
  • Als er eine Mücke ins Licht fliegen sah, und sie nun mit dem Tode rang, so sagte er: hinunter mit dem bitteren Kelch, du armes Tier, ein Professor sieht es und bedauert dich.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1775 - 1776
  • Als er lebte, hatte er keine Fische zu essen und tot bekam er Stutenfleisch.
    Jakuten
    i] Wenn nämlich ein Jakut gestorben ist, wird das Lieblingspferd desselben geschlachtet und in einer eigenen Grube verscharrt, außerdem wird noch eine Stute zum Schmause geschlachtet.
  • Als er lebte, konnte er sich kein Feuer anzünden, nun er gestorben, gibt man ihm Stahl und Stein.
    Jakuten
    i] Der Gestorbene bekommt nämlich Stahl und Stein mit ins Grab.
  • Als er lebte, war er ein Oberst, als er starb, wurde er ein Toter.
    Russland
  • Als er nach einem Schafe schnappte, er dafür eine Mücke ertappte.
  • Als er nun hinausgegangen,
    Wo die letzten Häuser sind,
    Sieht er mit gemalten Wangen
    Ein verlornes schönes Kind.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Der Gott und die Bajadere
  • Als er sich aber nach wenigen Minuten dieses intellektuellen Behagens nüchtern vergegenwärtigt hatte, welche Folgen es haben würde, wenn er seinem Ehrgeiz nachgäbe und jetzt noch als Nachzügler den akademischen Weg einschlüge, begegnete es ihm zum erstenmal, daß er sich für ein Unternehmen zu alt fühlte, und seit seiner Knabenzeit hatte er diesen halb unpersönlichen Begriff der Jahre nicht als etwas empfunden, das einen selbständigen Gehalt habe, und ebensowenig bisher den Gedanken gekannt: du vermagst etwas nicht mehr zu tun!
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Als er von zu Hause wegging, aß er von der Nadelspitze, kam er zurück, aß er von der Messerspitze.
    Estland
  • Als er wegging, freuten wir uns, doch es kam ein anderer, der schlimmer war.
  • Als er zum Islam gelangt war, wollte er Scherif werden.
    Ägypten
    i] Da dem Mohammedaner seine Religion als die vorzüglichste gilt, so heißt das ebenso viel als: Der Mensch lässt sich an seinem Glück nicht begnügen; je mehr er erhält, je mehr will er haben)
  • Als ersten von allen Göttern ersann sie (die Göttin) den Eros.
    Parmenides (540-483 v. Chr.), Über die Natur
  • Als erstes im Bankgeschäft lernt man den Respekt vor Nullen.
    Carl Fürstenberg (1850-1933)
  • Als es am Aschentag (d. i. Aschermittwoch) so viel geschneit hatte, daß es einen Strohhalm bedeckte, dann sagten die alten Leute: Gegen Frühling wird es noch so viel schneien, daß es ein Strohbündel bedeckt.
    ee] Kui tuhkapääval nii palju lund sadanud, et õlekõrre ära katnud, siis öölnud vanarahvas: kevade poole sajab veel nii palju, et õlevihu ära katab.
  • Als es an der Zeit war über Liebe zu schreiben, brach die Feder entzwei, und das Papier riss.
  • Als es dem Narren warm wurde, warf er seinen Pelzmantel weg, als er satt war, schmiss er sein Brot weg.
  • Als es Eltern wohl geziemt, da zu hoffen, wo Fremde nur zu genießen wünschen oder wenigstens nicht belästigt sein wollen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften II,6
  • Als es gerade Vollmond war, vor dessen Angesicht Liebende sich jedesmal in unverbrüchlicher Neigung gestärkt fühlen sollen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an J. J. v. Willemer, 26.10.1815
  • Als es jetzt gelegen ist.
    i] Um den Charakter der Zeit, der Verhältnisse, Menschen u.s.w. zu bezeichnen.
  • Als Esel geboren, als Esel gestorben.
  • Als Essen ist schlichte Kost, als Kleidung grobes Leinen stets das beste.
    China
  • Als ethisch-ästhetischer Mathematiker muss ich in meinen hohen Jahren immer auf die letzten Formeln hindringen, durch welche ganz allein mir die Welt noch faßlich und erträglich wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an S. Boisserée, 3.11.1826
  • Als etwas völlig Neues hat der Sozialismus neue Sehnsucht und neue Leidenschaften, die die Menschen der alten Gesellschaft nicht verstehen können, wie weder die Kinder noch das kindisch gewordene Alter die Sehnsucht eines Jünglings verstehen.
    Adam Mickiewicz (1798-1855), Tribüne der Völker v. 17. 4. 1849
  • Als Exposition habe vielleicht die ganze neue dramatische Kunst nichts so Unvergleichliches aufzuweisen als die ersten beiden Aufzüge von Lessings 'Minna von Barnhelm', wo Schärfe des Charakters, ursprünglich deutsche Sitte mit einem raschen Gange in der Handlung aufs innigste verbunden sei. Nachher sinke freilich das Stück und vermöge kaum nach dem einmal angelegten Plane sich in solcher Höhe zu behaupten, das könne aber dies Lob weder schmälern, noch sollte man es deshalb zurück nehmen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), J. D. Falk (1809)
  • Als falsch ist derer Meinung anzusehn,
    Die glauben wollen, dass des Adels Sphäre
    Allein der Reichtum wäre.
    Dante Alighieri (1265-1321), Canzone, 3
  • Als Feind kann ich viel schaden und als Freund viel nützen.
  • Als Fohlen du lernst, als Alter du hältst.
    ee] Varsan õpid, vanan pead.
  • Als Frau muss man sich in der Liebe entscheiden, ob man Recht haben oder geliebt werden will.
  • Als freier Mann geboren zu werden ist leicht.
    Gaius Petronius (18 v. Chr.-29 n. Chr.), Schelmengeschichten
  • Als gäbs einen Gott so im Gehirn,
    Da! hinter des Menschen alberner Stirn,
    Der sei viel herrlicher als das Wesen,
    An dem wir die Breite der Gottheit lesen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Groß ist die Diana der Epheser
  • Als Gast bring lieber ein Dou Reis als einen Esser mit.
    China
  • Als Gast hat man's gut, aber zuhause ist's besser.
    var] Nord, Süd, Ost und West, daheim ist das Best.
  • Als Gast soll man das Trinken bemessen, aber wie zu Hause essen.
    dk] Drik som en gæst, og æd som hiemme er vane.
  • Als Gatte des Geburtstagskindes esse man möglichst viele von den auf den Schüsseln ausliegenden belegten Butterbrötchen, sonst muss man sie am anderen Tage essen. Dann sind sie aber vertrocknet.
    Julius Stettenheim (1831-1916), Der Moderne Knigge
  • Als Gatte kann ich mit dem König rechten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Natürliche Tochter A IV Sz 2
    Gerichtsrat Vs 2209
  • Als Gebilde bloßen Fleißes
    Wuchs nie eine Ros' im Garten.
    Friedrich von Bodenstedt (1819-1892), Aus dem Nachlaß des Mirza Schaffy
  • Als Gedächtnisstütze
    la] ad subsidium memoriae.
  • Als geistlos bestimmt ist der Mensch eine Sprechmaschine geworden, und es steht dem nichts im Wege, dass er ebenso gut einen philosophischen Schwulst auswendig lernen kann wie ein Glaubensbekenntnis und ein politisches Rezitativ.
    Søren Kierkegaard (1813-1855), Der Begriff Angst
  • Als Gentleman geboren zu sein, ist Zufall. Als einer zu sterben, ist eine Errungenschaft.
    en] To be born a gentleman is accident. To die one is an achievement.
  • Als Geschenk ist ein wattierter Rock selbst im Sommer begrüßenswert.
  • Als getäuscht kann nicht gelten, wer wissentlich getäuscht wird.
    Rechtssprichwort
    la] Decipi non censetur, qui scit se decipi.
  • Als getrennt muss sich darstellen: Physik von Mathematik. Jene muss in einer entschiedenen Unabhängigkeit bestehen und mit allen liebenden, verehrenden, frommen Kräften in die Natur und das heilige Leben derselben einzudringen suchen, ganz unbekümmert, was die Mathematik von ihrer Seite leistet und tut. Diese muss sich dagegen unabhängig von allem Äußern erklären, ihren eigenen großen Geistesgang gehen und sich selber reiner ausbilden, als es geschehen kann, wenn sie wie bisher sich mit dem Vorhandenen abgibt ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 573
  • Als God een land plagen wil, dan beneemt hij den heeren hunne wijsheid.
  • Als God een mensch plagen wil, dan bijt hem wel een muis dood.
  • Als God niet wil, dan kan de heilige niet.
  • Als Gott das Feuer schuf, schuf der Teufel den Kessel.
    Holland
  • Als Gott das Weib schuf, nahm er die Gestalt von einem Engel, das Herz von einer Schlange und den Verstand von einem Esel.
    Rumänien
  • Als Gott den Adam schuf, meinte der Floh, er habe es getan um seinetwillen.
    i] Ironie auf diejenigen, welche sich zum Mittelpunkte der Natur machen.
  • Als Gott den Hasen machte, machte er auch die Büsche.
    Ungarn
  • Als Gott den Mann (er)schuf, übte sie nur.
  • Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.
    Mark Twain (1835-1910)
  • Als Gott den Schaden besah, waren im Paradiese keine Constabler da.
  • Als Gott der Herr - ich weiß auch wohl, warum -
    uns aus der Luft in tiefste Tiefen bannte,
    da, wo zentralisch glühend um und um
    ein ewig Feuer flammend sich durchbrannte,
    wir fanden uns bei allzu großer Hellung
    in sehr gedrängter, unbequemer Stellung.
    Die Teufel fingen sämtlich an zu husten,
    von oben und von unten auszupusten;
    die Hölle schwoll von Schwefelstank und -säure:
    Das gab ein Gas! Das ging ins Ungeheure,
    so dass gar bald der Länder flache Kruste,
    so dick war, zerkrachend bersten musste.
    Nun haben wir's an einem andern Zipfel:
    Was ehmals Grund war, ist nun Gipfel.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust 2, IV, Hochgebirg (Mephistopheles)
  • Als Gott die Erde schuf und die Steine verteilte, platzte der Sack und alle fielen auf Montenegro.
    Montenegro
  • Als Gott die Frau erschuf, setzte er sie an den Spinnrocken, um sie vom Mann zu unterscheiden.
    Rumänien
  • Als Gott die Frau gestrickt hat, hat die Wolle nicht gereicht; als er jedoch den Mann gestrickt hat, ist Wolle übrig geblieben. Also beschloss er, sie zusammenzubringen, auf dass sie sich gegenseitig flickten.
  • Als Gott die Schätze der Welt verteilte, froren ihm über Sibirien die Hände und er ließ sehr viel fallen.
  • Als Gott die Sprache schuf, schuf der Teufel den Superlativ, und in ihm gewann der Vater der Lüge seinen zuverlässigsten Diener.
    Hermann Oeser (1849-1912), Des Herrn Archemoros Gedanken über Irrende, Suchende und Selbstgewisse
  • Als Gott die Welt erschuf, gab er den Europäern die Uhr, uns Afrikanern schenkte er die Zeit.
  • Als Gott die Welt erschuf, hat er den Menschen mit der toskanischen Küche ein ganz besonderes Geschenk gemacht.
  • Als Gott die Welt erschuf, sandte er den Polen etwas Verstand und die Füße einer Schnake, aber selbst dies wenige wurde von einer Frau weggenommen.
    Polen
  • Als Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht.
    var] Als Gott die Zeit machte, hat er genug davon gemacht.
    var] Als Gott die Zeit schuf, hat er genug davon gemacht.
  • Als Gott een Menschen plagen will, so bijt hem en Muyss wel doot.
    Niederlande
  • Als Gott ein Mann wurde, da war der Teufel zuvor schon zum Weib geworden.
    var] Als Gott ein Mann wurde, da war der Teufel zuvor schon zur Frau geworden.
  • Als Gott ein Mann wurde, war der Teufel bereits zum Weib geworden.
    Spanien
  • Als Gott wegen einer Masse Menschen, die aus sich selbst nichts machen kann, in Verlegenheit war, da schuf er das Glück.
    Friedrich Hebbel (1813-1863), Tagebücher, 23.10.1840
  • Als größte Sünde gelt es dir,
    Der Ehre vorzuziehn das Leben
    Und um das liebe Leben hier
    Des Daseins Ziele aufzugeben!
    Juvenal (60-127), Satiren
  • Als gut gilt heute, was uns die Illusion gibt, dass es uns zu etwas bringen werde.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Als Guter ist es schwer zu leben, aber des Guten Ehre ist gut zu tragen.
    ee] Hüäh om rassõ ellä', a hüä avvo om hüä kanda'.
  • Als Guter tritt ein, als Besserer komm heraus.
    la] Bonus intra, melior exi!
  • Als had komt, zo is hebben te laat.
  • Als hätte er's im Akkord.
  • Als hätten die Reichen die Armut verschuldet und verschuldeten nicht gleicherweise die Armen den Reichtum!
    Max Stirner (1806-1856), Der Einzige und sein Eigentum
  • Als Haus das eigene, als Gesellschaft ein Mann.
    Indien
  • Als Hegel auf dem Totenbette lag, sagte er: 'Nur einer hat mich verstanden', aber gleich darauf fügte er verdrießlich hinzu: 'Und der hat mich auch nicht verstanden.'
    Heinrich Heine (1797-1856), Deutschland
  • Als hehrer Stern winkt himmelan die Pflicht
    Und Liebeswerke, welche lindern, heilen, segnen,
    Sind Blumen gleich auf unsern Pfad gestreut.
    Samuel Smiles (1812-1904), Die Pflicht
  • Als het bed scheurt, verstuiven de pluimen.
  • Als het buikje vol is, is het hoofd blij.
  • Als het God belieft, zoo regent het met alle winden.
  • Als het huis verbrand is, wil men de schade inhalen met de spijkers op de rapen.
  • Als het kalf verdronken is, dempt men de put.
  • Als het rookt, zorg dat de rook in huis blijft.
  • Als het water zakt, dan kraakt het ijs.
  • Als hij lang genoeg wacht, wordt de wereld zijn eigendom.
  • Als hij vijgen eet, moeten hem de tanden kraken.
  • Als hinge die Poesie des Lebens von der Zeit und nicht von den einzelnen ab! Die Flitterwochen der prosaischen Menschen sind gleichfalls prosaisch - und umgekehrt.
    Sándor Petöfi (1823-1849), an Frigyes Kerenyi, 14. 10. 1847
  • Als Hirt wird man in Dienst genommen, als Diener wird man gehalten.
  • Als höchstes Wunder, das der Geist vollbrachte, preis' ich die Sprache, die er, sonst verloren
    In tiefste Einsamkeit, aus sich geboren,
    Weil sie allein die andern möglich machte.
    Friedrich Hebbel (1813-1863), Die Sprache
  • Als hohe in sich selbst verwandte Mächte
    In heilger Ordnung bildend sich gereiht,
    Entzündete im wechselnden Geschlechte
    Die Liebe lebende Beweglichkeit
    Und ward im Beten tief geheimer Nächte
    Dem Menschen jene Fremde eingeweiht.
    Ein stilles Heimweh ist mit dir geboren,
    Hast du gleich früh den Wanderstab verloren.
    Clemens Brentano (1778-1842), Heimweh
  • Als Hühnchen kommen die Trientinerinnen und gehen als Hühner wieder von hinnen.
    i] Zwischen den Bewohnern der Provinzen Verona und Trient bestand früher eine gehässige Spannung, die in Spötteleien wie die obige ihren Ausdruck fand.
    it] Le Trentine vengono giù pollastrine, e se ne vanno sù galline.
  • Als ich 27 Jahr alt war, wurde ich Professor in Göttingen. Damals sagte ich zu den Purschen, die mich grüßten, ganz gehorsamer Diener. Als ich Hofrat war, sagte ich bei dieser Gelegenheit: ganz untertänigster Diener. Wie ich zu diesem doppelten Superlativ kam, begreife ich bis auf diese Stunde nicht. Influenza der Zeit.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1784 - 1788
  • Als ich Abschied nahm, als ich Abschied nahm,
    Waren Kisten und Kasten schwer,
    Als ich wiederkam, als ich wiederkam,
    War alles leer.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Aus der Jugendzeit (vertont von Radecke)
  • Als ich Appetit hatte, hatte ich keinen Pilaw, jetzt da ich Pilaw habe, habe ich keinen Appetit.
  • Als ich auf meiner Bleiche
    Ein Stückchen Garn begoss ...
    Christian Felix Weiße (1726-1804), Die Jagd (1769), komponiert von Adam Hiller (1771), erste Aufführung am 29. Jan. 1770 in Weimar
  • Als ich aus dem Museum der antiken Malereien in Portici heraustrat, begegnete ich drei englischen Marineoffizieren, die eintraten. Zweiundzwanzig Säle sind es. Im Galopp fuhr ich nach Neapel. Aber ehe ich an die Magdalenenbrücke kam, bin ich von den drei Engländern eingeholt worden. Sie sagten mir am Abend, diese Gemälde seien großartig und gehörten zu den merkwürdigsten Dingen des Weltalls. Sie hatten sich drei bis vier Minuten in dem Museum aufgehalten..
    Stendhal (1783-1842), Ueber Kunst im Allgemeinen
  • Als ich das Vaterland aus den Augen verloren hatte, fand ich es im Herzen wieder.
    Heinrich Heine (1797-1856), Englische Fragmente: Gespräch auf der Themse
  • Als ich der Weisheit bedurfte, ging ich zum Sokrates (469-399 v. Chr.); jetzt aber, da ich Goldes bedarf, bin ich zu dir gekommen.
    Aristipp (435-355 v. Chr.)
  • Als ich der Weisheit nachgestrebt,
    Kam ich den Toren töricht vor, -
    Und klug, da ich wie sie gelebt -
    Für weise hält sich nur der Tor!
    Friedrich von Bodenstedt (1819-1892), Lieder und Sprüche der Mirza-Schaffy
  • Als ich der Welt und dem Vermögen entsagte, fand ich Glück, Stille, Gesundheit, ja Reichtum und merkte, dem Sprichwort zum Trotz, dass, wer das Spiel aufgibt, es gewinnt.
    Nicolas Chamfort (1741-1794), Maximen und Gedanken
  • Als ich dieses gesehen hatte, und den Anblick nun so ganz für mein künftiges Leben gesichert sah, ging ich weg mit einem Gefühl als wäre ich reicher geworden.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1789 - 1793
  • Als ich durch die Wüste zog, fehlte mir das Kamel; nun ich ans Meer komme fehlt mir der Kahn.
    Russland
  • Als ich einmal eine Spinne erschlagen,
    Dacht ich, ob ich das wohl gesollt?
    Hat Gott ihr doch wie mir gewollt
    Einen Anteil an diesen Tagen!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan - Buch der Sprüche
  • Als ich gesund, füttert' man den Mund, da ich krank, lieg' ich hungrig unter der Bank.
  • Als ich hatte was zu geben, wollten alle bei mir leben, nun mein Beutel worden leer, lässt sich keiner sehen mehr.
  • Als ich heiratete, ging ich wie in die Stadt; war ich schon verheiratet, war ich wie scheißen gewesen.
    ee] Lätsi mehel, lätsi ku linna; oli ärä lännu, oli ku sital käünu.
  • Als ich im Frühling 1792 an einem sehr schönen Abend am Gartenfenster lag, das etwa 2000 Fuß von der Stadt entfernt ist, war ich begierig zu hören, was nun von dem berühmten Göttingen noch zu meinen Ohren herüber kam, und das war
    das Rauschen des Wassers bei der großen Mühle
    das Fahren einiger Wagen oder Kutschen
    Ein sehr helles und emsiges Schreien von Kindern vermutlich auf der Maikäfer-Jagd auf dem Walle
    Hundegebell in allerlei Distanzen und mit allerlei Stimmen und Affekten
    3 bis 4 Nachtigallen in den Gärten nah bei oder in der Stadt
    unzählige Frösche
    das Klirren geworfener Kegel und
    ein schlecht geblasener halber Mond der von allem das Unangenehmste war.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1789 - 1793
  • Als ich in der Gesellschaft lebte, hing ich so an ihr, als ob ich die Zurückgezogenheit nicht ertragen könnte. Als ich wieder auf meinen Gütern war, habe ich nicht mehr an die Gesellschaft gedacht.
    Charles de Secondat, Baron de Montesquieu (1689-1755), Meine Gedanken
  • Als ich jung war, fürchtete ich die Alten, als ich älter wurde, fürchtete ich die Jungen.
    Armenien
  • Als ich jung war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben; jetzt, wo ich alt bin, weiß ich, daß es das Wichtigste ist.
    Oscar Wilde (1854-1900)
    var] Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich, es stimmt.
  • Als ich meine Seele fragte, was die Ewigkeit mit den Wünschen macht, die wir sammelten, da erwiderte sie: Ich bin die Ewigkeit.
  • Als ich meinen Schmerz auf den Acker der Geduld pflanzte, brachte er die Frucht des Glücks hervor.
  • Als ich mich einmal schämte, da kriegt' ich nichts.
    ndt] Eck schämme mui mol, do kreig eck nicks.
    ndt] Ich heb(be) mi ênmal schâmt, ick heb(be) der nix vör krêgen.
    Ostfriesland
    bm] A co styd, jen kdy? jsem syt.
  • Als ich mir lautstark Hörner wünschte, schnitten sie mir die Ohren ab, klagte der Esel.
  • Als ich nach der Weisheit wollte handeln,
    sagte sie, das sei ein töricht Wandeln!
    Friedrich von Bodenstedt (1819-1892), Die Lieder des Mirza Schaffy
  • Als ich nicht bei ihm wohnte sah er nicht, was er nunmehr übersah, kleine Vergehen brachten uns damals weder näher zusammen noch weiter von einander, jetzo aber wurde selbst seine scheinbare Nachsicht ein Mittel mich durch Erkenntlichkeit einzuschränken.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1775 - 1776
  • Als ich nichts mehr auf der Erde hatte, habe ich den Himmel entdeckt.
  • Als ich noch bei Muttern war, sagte das Mädchen, konnte ich nähen ganz und gar; allein die Stiche machte sie, doch ich fädelte die Nadel ein.
  • Als ich noch im Flügelkleide
    In die Mädchenschule ging ...
    Verfasser unbekannt, Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Don Juan, Menuett
  • Als ich noch in der goldnen Jugend stand,
    Schien mir des Daseins Rätsel fast bekannt.
    Doch jetzt, am Schluß des Lebens, seh' ich wohl,
    Daß ich von allem nicht ein Wort verstand.
    Omar Khayyam (1048-1123), Khajjam
  • Als ich noch jung, da war einsam mein Gang,
    Und ich irrte mich oft in der Straße;
    Nun acht' ich mich reich, da den andern ich fand;
    Der Mann ist die Freude des Mannes.
    Der Baum geht ein auf ödem Stein,
    Ihm wächst nicht Blatt noch Birke;
    So kommt's mit dem Manne, den keiner liebt:
    Was soll er länger leben?
    Hávamál, 24/25
  • Als ich noch jünger war, hasste ich es, auf Hochzeiten zu gehen. Meine beiden Großmütter und alle möglichen Tanten drängten sich immer um mich, piekten mich in die Seite und kicherten: Du bist der Nächste! Du bist der Nächste! Sie haben erst mit dem ganzen Mist aufgehört, als ich anfing, bei Beerdigungen das selbe zu machen!
  • Als ich noch nicht geboren war, was wusste ich da von den Freuden des Lebens? Heute - da ich noch nicht tot bin, was weiß ich davon, ob es im Tod nicht auch Freuden gibt? Vermag mich also das Leben nicht mehr zu knechten, warum sollte dann die Aussicht auf Gewinn mein Herz noch bewegen! Vermag mich der Tod nicht mehr zu schrecken, was sollte mich dann Verlust noch ängstigen!
  • Als ich nun so studierte und schlief.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1775 - 1776
  • Als ich schlummernd lag heut nacht,
    Lockten süße Träume ...
    Gustav Adolf Katsch (1813-1906), Hundert Semester
  • Als ich Schwiegertochter war, hatte ich nie eine gute Schwiegermutter, und als ich Schwiegermutter war, nie eine gute Schwiegertochter.
    es] En cuanto fui nuera, nunca tuve buena suegra, y en cuanto fui suegra, nunca tuve buena nuera.
  • Als ich zuerst nach Rom kam, bemerkte ich bald, dass ich von Kunst eigentlich gar nichts verstand und dass ich bis dahin nur den allgemeinen Abglanz der Natur in den Kunstwerken bewundert und genossen hatte, hier tat sich eine andre Natur, ein weiteres Feld der Kunst vor mir auf, ja ein Abgrund der Kunst, in den ich mit desto mehr Freude hineinschaute, als ich meinen Blick an die Abgründe der Natur gewöhnt hatte.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Herzog Karl August, 25.1.1788
  • Als Ideal der Liebe verstehe ich vollkommene Aufopferung für den geliebten Gegenstand.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Tagebücher (1851)
  • Als ihm gesagt wurde, die Alma [Goethes Enkelin] schliefe: Ach wenn ein Frauenzimmer schlafe, da müsse man froh sein.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 22.7.1831
  • Als ihr Bild geprägt in mein Gemüt,
    lieh mir sein höhnend Fernglas spröder Stolz,
    das jedes fremden Reizes Züg' entstellte,
    der Wangen Rot verschmäht', als sei's erborgt,
    und alle Formen einzog oder dehnte
    zu widerwärtiger Hässlichkeit.
    William Shakespeare (1564-1616)
  • Als Irrender sollst du deine Irrtümer begehen, nicht als Wissender: Sonst bist du nur ein Geck deines Irrtums!
    Arthur Schnitzler (1862-1931), Zurückgelegte Sprüche
  • Als ist verstömplet, as 's Mölesteträga nüd.
    i] Alles ist verkümmert, nur das Mühlsteintragen nicht.
  • Als Ja und Nein im Brauche ging, stand's mit der Welt nicht so gering.
  • Als junge Mädchen werden wir gewöhnt, mit den Fingern zu tifteln und mit den Gedanken umherzuschweifen. Beides bleibt uns, indem wir nach und nach die schwersten und zierlichsten Arbeiten verfertigen lernen, und ich leugne nicht, daß ich an jede Arbeit dieser Art immer Gedanken angeknüpft habe, an Personen, an Zustände, an Freud und Leid. Und so ward mir das Angefangene wert und das Vollbrachte, ich darf wohl sagen, kostbar.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Als junger Mann war ich praktizierender Atheist. Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, dass die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären lässt.
    Allan Rex Sandage (1846-1917)
  • Als Jüngling toll, als Greise weise.
  • Als Kalb geht er aus, als Ochs kehrt er nach Haus.
  • Als Kalb nach Rom gehen und als Ochse zurückkommen.
    it] Andare vitello e tornar bue.
  • Als Kalb zog's in die Welt hinaus, als Rindvieh kehrt's zurück nach Haus.
  • Als keizer karel erin is, dan is het mis.
  • als Kind auf den Kopf gefallen sein
  • Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.
  • Als Kind schon wir zu hören kriegen,
    dass wir, wie wir uns betten, liegen.
    Doch dann sehn anders wirs verkettet:
    Wer richtig liegt, wird gut gebettet.
  • Als Kinder lernen wir sprechen, als Erwachsene sollten wir lernen zuzuhören.
  • Als Kleiner gut gelehrt, als Großer sowieso (od. natürlich) versteht.
    ee] Väiksen häste opetedu, suuren mõistab muidugi.
  • Als Knabe nahm ich mirs zur Lehre,
    Welt sei ein allerliebster Spaß,
    Als wenn es Vater und Mutter wäre,
    Dann - etwas anders fand ich das.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zahme Xenien IV
  • Als Knabe verschlossen und trotzig,
    Als Jüngling anmaßlich und stutzig,
    Als Mann zu Taten willig,
    Als Greis leichtsinnig und grillig! -
    Auf deinem Grabstein wird man lesen:
    Das ist fürwahr ein Mensch gewesen!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Epigrammatisch. Grabschriften 2
  • Als Knoblauch ist er gegangen und als Zwiebel wieder gekommen.
  • Als Künstlernatur bezeichnen wir im Allgemeinen die Summe von Eigenschaften, die den Künstler am Produzieren behindert.
    Arthur Schnitzler (1862-1931), Buch der Sprüche und Bedenken
  • Als lächerlich stellt sich oft dar, was eben majestätisch war.
  • Als Lämmer sind wir gekommen, als Wölfe haben wir gehaust, wie Hunde hat man uns fortgejagt, als Adler werden wir wiederkommen, sagte der Jesuit.
  • Als Lehrer sei von dir verehrt
    Ein jeder, der dein Wissen mehrt.
    Jüdische Spruchweisheit
  • Als leich' sind alle gleich.
    var] Als Leiche sehen alle gleich aus.
  • Als Mädchen - Gold, als Frau - Erde.
    Estland
  • Als Mädchen brav und geehrt, als Frau nicht eine Rübe wert.
    i] Um zu sagen, wie sehr oft die Erwartungen, die von einem Mädchen gemacht werden, täuschen, um die Veränderungen zu bezeichnen, die nicht selten durch die Ehe im Charakter einer Person bewirkt werden.
  • Als Mädchen ein Engel, als Frau ein Teufel.
    Estland
  • Als Mädchen eine Taube, als Frau ein Knüppel.
    ee] Tüdrukuna tui, naisena nui.
  • Als Mädchen geschmäht, als Frau: ausgelacht, als Mutter fehlt (ihr) nichts.
    Estland
  • Als Mädchen ist sie brav, als Frau nicht eine Rübe wert.
    Bergamo
  • Als Mädchen paßt eine Nadelspitze nicht in den Mund, als Frau kann man ein Paar Ochsen hineintreiben.
    ee] Tüdrukult ei mahu nõelaots suhu, naeselt aja paar härgi suhu.
  • Als Mädchen tüchtig und verheiratet nichtig.
    i] Untaugliche Hausfrau.
  • Als Mädchen tüchtig, verheiratet gar nichts wert.
    Toskana
  • Als Mädchen wie eine Rose, wenn (es) eine Frau wird, dann (wie) ein Dudelsack.
    ee] Tüdrukult kui roosilill, kui naiseks saab, siis torupill.
  • Als Mädchen wie Weißbrot im Laden, als Frau wie Hühnerdreck auf dem Stuhl.
    ee] Tüdrukult kui sai poodis, naeselt kui kanasitt toolis.
  • Als Maler nehme man keine Einladungen zu Diners und Soupers an. Man kann dabei verhungern.
    Julius Stettenheim (1831-1916), Der Moderne Knigge
  • Als man aber entdeckte, dass eine Propaganda von Pfaffen und Junkern, die sich gegen die religiöse und politische Freiheit Europas verschworen, die Hand im Spiele hatte, dass es eigentlich der Jesuitismus war, welcher mit den süßen Tönen der Romantik die deutsche Jugend so verderblich zu verlocken wusste wie einst der fabelhafte Rattenfänger die Kinder von Hameln: da entstand großer Unmut und auflodernder Zorn unter den Freunden der Geistesfreiheit und des Protestantismus in Deutschland.
    Heinrich Heine (1797-1856), Romantische Schule
  • Als man dem Hasen Bohnen versprach, zog er einen Korb hervor.
    Kongogebiet
  • Als man dem Wolf das heilige Buch vorgelesen hat, sagte er: Beeilt euch, die Herde geht weg.
  • Als man den acker bawen tut, so tregt er frucht, böss oder gut.
  • Als man den Hahn fragte, was er im Traum gesehen habe, antwortete er: Ich sah Leute Getreide sieben.
    Ägypten
  • Als man den Hund henken will, hat er Leder geäss.
    zit] Man muss etwas erdenken, so man den Hund will hencken; man spricht, er sei ein Lederfress, der doch nie keines geäss.
  • Als man den Propheten nannte, weinte man. Hört, was er sagt, rief einer, das ist besser als weinen.
  • Als man den Wolf fragte, warum er immer den armen Schafen nachgehe, antwortete er: Der Staub, dem sie erregen, ist gut für meine Augen.
    Ägypten
    i] Um die Heuchelei der Tyrannen zu bezeichnen.
    it] Il corvo piange la pecora, e poi la mangia.
    la] Ut lupus ovem (amat).
    un] Ugy szerêti farkas a bárányt, hogy szereletből meg eszi.
  • Als man der Katze gesagt hatte: Dein Kot kann als Arznei dienen, fing sie an, ihn zu verstecken.
  • Als man die Katze gelobt hatte, hofierte (o. schiss) sie ins Mehlfass.
    Ägypten
    i] Von denen, die durch das ihnen zutheil gewordene Lob unverschämt und übermüthig werden.
  • Als man die Katze gelobt hatte, schiss sie ins Mehlfaß
  • Als man die Krähe fragte: Welches sind die schönsten Vögel? sagte sie: Meine Jungen.
  • Als man die Kühe fragte, ob man sie bei ihrem Tode in ein Leichentuch wickele, antworteten sie: Wollte Gott, man ließe uns unsere Haut.
    Ägypten
  • Als man es wollte, hatte man zuwenig Geld. Jetzt, da man es bezahlen könnte, braucht (o. will) man es nicht mehr.
  • Als man Hunger hatte, konnte man das Essen nicht bezahlen. Jetzt, wo man es bezahlen kann, hat man keinen Hunger mehr.
  • Als man mir das Adelsdiplom gab, glaubten viele, wie ich mich dadurch möchte erhoben fühlen. Allein, unter uns, es war mir nichts, gar nichts! Wir Frankfurter Patrizier hielten uns immer dem Adel gleich.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Als man rief Waden, verstand er Spaden.
  • Als man um sie freite, zierte sie sich, als man es sein ließ, schickte sie nach den Freiern.
  • Als man zählte Eintausendsiebenhundertundzwei, gab man zwanzig Pfund Brot für ein Ei.
    i] Denkwort an die Belagerung von Landau in der Pfalz 1702 durch Prinz Ludwig von Baden, als Melac, der 'Pfalzverwüster', Gouverneur der Festung war. Ein ähnlicher Vers ist bekannt: 'Als in der Belagerung von 1814 Landau umzingelt war von Kosaken, gab der Schmaucher gern 100 Pfund Brot für ein Päckchen Tabak.'
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