DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Als manig haupp (Haupt), als manig sinn.
  • Als Mann Sprichwort Dummkopf Sprichwort Jüngling Sprichwort schlecht Sprichwort.
    Schweiz
    frz-schweiz] Révi dé-s-anhian, Révi dé tukan; Révi dé dzouné dzin, Révi dé rin.
  • Als mannich Mund, als mannich Pfund.
    i] So viel Mund, so viel Pfund.
  • Als Maß der Werte und als Maßstab der Preise verrichtet das Geld zwei ganz verschiedene Funktionen. Maß der Werte ist es als die gesellschaftliche Inkarnation der menschlichen Arbeit, Maßstab der Preise als ein festgesetztes Metallgewicht.
    Karl Marx (1818-1883), Kapital
  • Als Meister hat noch niemand angefangen, und das tiefere Geheimnis unserer Kunst (Musik), dass sie allmächtig die Herzen beherrsche, geht auch den Fähigsten oft erst im späteren Alter auf.
    Robert Schumann (1810-1856), Gesammelte Schriften
  • Als men de oude wonden opkrabt, bloeden zij van nieuws.
  • Als men eene els in den sak doet, steekt ar ligt de punt door.
  • Als men hem den vinger geeft, neemt hij de geheele hand.
  • Als men met iemand veertien dagen op reis is, kan men hem leeren kennen.
  • Als men van de duivel spreekt, trapt men op zijn staart.
  • Als men van den duivel spreekt, dan rammelt reeds zijn gebeente.
  • Als men van den wolf spreekt, ziet men weldra zijn staart.
  • Als Mensch bist du entzückt,
    Doch unter Geistern scheinst du verrückt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust, II, 2 (Chiron)
  • Als Mensch und Christ.
    geflügeltes Wort
  • Als mich vor zehn, zwölf Jahren, in der glücklichen Zeit nach dem Befreiungskriege, die Gedichte des Divan in ihrer Gewalt hatten, war ich produktiv genug, um oft an einem Tage zwei bis drei zu machen. und auf freiem Felde, im Wagen oder im Gasthof; es war mir alles gleich. Jetzt, am zweiten Teil meines Faust, kann ich nur in den frühen Stunden des Tags arbeiten, wo ich mich vom Schlaf erquickt und gestärkt fühle und die Fratzen des täglichen Lebens mich noch nicht verwirrt haben. Und..
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Als mir da neulich einer unserer jungen Dichter vorgestellt wurde, rutschte mir die Frage heraus, bei welcher Bank er dichte. Es geschah ganz unabsichtlich und ich wollte den armen Teufel nicht beleidigen.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Kunst
  • Als nämlich die Erde bis zu einem gewissen Punkt der Reife gediehen war, die Wasser sich verlaufen hatten und das Trockene genugsam grünete, trat die Epoche der Menschwerdung ein, und es entstanden die Menschen durch die Allmacht Gottes, überall, wo der Boden es zuließ und vielleicht auf den Höhen zuerst. Anzunehmen, dass dieses geschehen, halte ich für vernünftig, allein darüber nachzusinnen, wie es geschehen, halte ich für ein unnützes Geschäft, das wir denen überlassen wollen, die sich gerne mit unauflösbaren Problemen beschäftigen und die nichts Besseres zu tun haben.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 7.10.1828
  • Als Naturwesen bleibt der Mensch an den Körper gebunden, als Geistwesen aber hat er Flügel.
    Platon (428-347 v. Chr.)
  • Als Nektar die Sprüche sind auserkoren
    Zum Schlürfen für gespitzte Ohren.
    Leopold Jacoby (1840-1895), Cunita
  • Als neulich am Sonntag der Herr Pastor eine peinliche Pause machte, weil er den Faden der Rede verlor, da duckt sich der Küster und lachte.
    Wilhelm Busch (1832-1908), Befriedigt
  • Als neulich Schnee lag und meine Nachbarskinder ihre kleinen Schlitten auf der Straße ausprobieren wollten, sogleich war ein Polizeidiener nahe, und ich sah die armen Dingerchen fliehen, so schnell sie konnten. Jetzt, wo die Frühlingssonne sie aus den Häusern lockt und sie mit ihresgleichen vor ihren Türen gerne ein Spielchen machten, sehe ich sie immer geniert, als wären sie nicht sicher und als fürchteten sie das Herannahen irgendeines polizeilichen Machthabers. Es darf kein Bube mit..
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Als Neuvermählte Pfeife und Herrlichkeit, als Frau Hunger und Tränen.
    Estland
  • Als niemand leicht eine nähere Verbindung mit Leidenden sucht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit II,8
  • Als Niet (Nichts) kommt tot iet, dann kennt iet hem selver niet.
    i] Wenn ganz arme Leute plötzlich zu großem Vermögen gelangen, kennen sie sich selbst nicht mehr.
  • Als niet komt tot iet, kent hij zichzelf niet.
    var] Als niet komt tot iet, zo kent het zich zelf niet.
  • Als normal gilt, die Virginität im allgemeinen zu heiligen und im besondern nach ihrer Zerstörung zu lechzen.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Eros, Moral, Christentum
  • Als nun Judas, der ihn überliefert hatte, sah, dass er verurteilt wurde, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten zurück und sagte: Ich habe gesündigt, denn ich habeschuldloses Blut überliefert. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Sieh du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel und machte sich davon und ging hin und erhängte sich.
    NT, Matthäus 27,3-5
  • Als ob der gekochte Kessel (d. i. gekochte Speise) ungegessen bliebe.
    ee] Kas keedet pada söömäldä jääse.
  • Als ob des Hundes Beine abgenutzt werden.
    ee] Või koera jalad kuluvad.
  • Als ob die Freiheit nicht ebenso gut eine Religion wäre als jede andere!
    Heinrich Heine (1797-1856), Englische Fragmente, XIII: Die Befreiung
  • Als ob die Liebe etwas mit dem Verstande zu tun hätte! Wir lieben an einem jungen Frauenzimmer ganz andere Dinge als den Verstand. Wir lieben an ihr das Schöne, das Jugendliche, das Neckische, das Zutrauliche, den Charakter, ihre Fehler, ihre Kapricen und Gott weiß was alles Unaussprechliche sonst. Aber wir lieben nicht ihren Verstand.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Als ob die Seuche aus dem leeren Zimmer etwas nähme.
    ee] Või taud tühjast toast midagi võtab.
  • Als ob es auch die Aufgabe jeder Zeit wäre, gegen alles, was einmal war, gerecht sein zu müssen! Zeiten und Generationen haben sogar niemals recht, Richter aller früheren Zeiten und Generationen zu sein: sondern immer nur einzelnen, und zwar den seltensten fällt einmal eine so unbequeme Mission zu.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Unzeitgemäße Betrachtungen
  • Als ob es eine Kunst wäre, mit viel Geld ein anständiges Mahl herzurichten! Kinderleicht ist das, der größte Esel bringt das zuwege. Wer sein Handwerk versteht, der braucht wenig Geld und kocht trotzdem gut.
    Molière (1622-1673), Der Geizige
  • Als ob es nicht ganz einerlei sei, wer etwas hat, wieviel wackere Männer gibt es, die noch mehr haben, uns Bettlern kommt das nur viel vor.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), F. v. Müller, 29.6.1825
  • Als ob es nicht schon schlimm genug ist zu fallen, die Leiter landet auf dir.
  • Als ob ich nicht wüßte, wie es mit der Welt bestellt und dass alles in und auf ihr mit Dreck versiegelt ist!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), J. D. Falk, letzte Lebensjahre
  • Als ob man der Geistlichkeit etwas nehmen könnte!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), F. v. Müller, 29.6.1825
  • Als ob man der Literatur mit Fixigkeit nahekäme! Wir wollen nicht das Neuste lesen - wir wollen das Beste, das Bunteste, das Amüsanteste lesen.
    Kurt Tucholsky (1890-1935), Franz Kafka 'Amerika'
  • Als ob man die Zeit totschlagen könnte, ohne die Ewigkeit zu verletzen!
    Henry David Thoreau (1817-1862), Walden
  • Als ob man eine Durianfrucht*1 fallend bekommen hätte.
  • Als ob man eine Rede hält ist Schweigen, das verziert mit Geld.
  • Als Ochs hingehend, als Kalb zurückkommend.
    ee] Härg minnän, vasik tullan.
  • Als Opa merkt man erst, dass man zu wenig Vater war.
  • Als oude guilen beginnen te lopen, dan is er geen houden aan.
  • Als Petrus zu Hofe kam, verleugnete er seinen Herrn und Meister.
  • Als Pilgerin fortgehen und als Hure zurückkommen.
    Spanien
  • Als Pinsel zog er aus, als Pinsel kommt er wieder nach Haus.
  • Als Poet denk ich immer, dass aufs stranden sich landen reime - und somit Gott befohlen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an K. F. v. Reinhard, 7.9.1831
  • Als Politiker und als Sportler sollte man sich zur Ruhe setzen, solange die anderen noch 'schade" sagen..
  • Als Primaner versuchte ich zum ersten Mal, zu einer lebendigen Vorstellung zu gelangen, was wir des Alls Unendlichkeit nennen. Ich legte mich nachts auf einen fast horizontal gestellten Klappsessel in den Garten und bemühte mich, über das rein Bildmäßige des Sternenhimmels hinaus in seine Wirklichkeit einzudringen. Es gelang mir so wohl, dass ich empfand: Jetzt noch eine Sekunde solcher Erdabwesenheit, ein einziger kleiner Schritt weiter, und mein Gehirn ist auf immer verloren. Und ich brach das schauerliche Experiment ab.
    Christian Morgenstern (1871-1914)
  • Als Probe gibt man gern gute Ware.
    fr] A drap meschant belle monstre devant.
  • Als Prügelknabe herhalten.
    geflügeltes Wort
  • Als Pythagoras gefragt wurde, was ein Freund sei, antwortete er: Ein zweites Ich.
  • Als Pythagoras seinen bekannten Lehrsatz entdeckte, brachte er den Göttern eine Hektatombe dar. Seitdem zittern die Ochsen, sooft eine neue Wahrheit an das Licht kommt.
    Ludwig Börne (1786-1837), Fragmente und Aphorismen
  • Als Räuber antwortet niemand, als wer selbst geraubt hat.
    Rechtssprichwort
    i] Die Strafe, wozu ein schwerer Verbrecher, wie z.B. Ein Räuber, verurteilt worden ist, kann, wenn sie an Leib und Leben geht, nur von dem Schuldigen selbst, nie von dessen Bürgen verbüßt werden.
    mhd] Daer en antwoert nymant als een rouer anders dan dee selve gheroefth hefft.
  • Als Räuber oder als Dieb antwortet niemand, denn der selbst geraubt oder gestohlen hat.
  • Als redlicher Mann wünschte ich, besonders wenn ich das Opfer italienischer Polizeischikanen bin, daß die ganze Erde eine so geordnete Verwaltung hätte wie New-York. Aber in jenem moralischen Lande würde die Langeweile meinem Dasein bald ein Ende machen.
    Stendhal (1783-1842), Der Autor über sich selber
  • Als reines Werk der Natur hat mein Geschlecht keine Religion; tierische Unschuld opfert nicht, betet nicht, segnet und flucht nicht.
    Als Werk meiner verdorbenen Natur ist die Religion Irrtum. Als Werk meiner selbst ist sie Wahrheit.
    Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Meine Nachforschungen über den Gang der Natur in der Entwicklung des Menschengeschlechts
  • Als Richard III. sein Königreich für ein Pferd bot, hat er den Wert seines Königreichs doch sehr überschätzt.
    Julius Stettenheim (1831-1916), Kannegießerei
  • Als S. Peter nur den Herrn Hof erschmeckt (gekostet) und sich da wärmet, hat er sich alsbald den Hoffsitten bequemt.
  • Als Salomo kahl war der Scheitel (schlapp war der Beutel), so rief er: Alles ist eitel.
    Jüdisch-deutsch] Wie Schloome Meelech alles mitgemacht hat, hat er gesagt: Hackel hebel.
  • Als Schnepfe und Muschel miteinander stritten, hatte der Fischer den Nutzen.
  • Als Schönstes acht ich Frömmigkeit und Götterfurcht
    Zu pflegen; sicher ist es auch das weiseste
    Der Erdenziele, das ein Mensch sich stecken kann.
    Euripides (480-406 v. Chr.), Das Bacchenfest, 1150-1152
  • Als Schwarzkopf hat man Sorgen, als Graukopf geht man ins Grab.
    ee] Musta pääga muret nääb, halli pääga hauda lääb.
  • Als Schweinefleisch (ist es) nicht zu loben, als Hammelfleisch nicht zu tadeln.
    ee] Sealihaks pole kiita, lambalihaks laita.
  • Als sein Geburtstag kam, konnte ich dem Wunsche nicht widerstehen, ihm ein Zeichen der Erinnerung zu geben. Ich schrieb ihm einige Worte, die einfach meine Wünsche für sein Glück ausdrückten.
    Malwida von Meysenbug (1816-1903), Memoiren einer Idealistin
  • Als Senf nach der Mahlzeit kommen.
  • Als sich einmal jemand beklagte, dass ihm in Norddeutschland der Anflug seiner südlichen Mundart zum Vorwurf gemacht worden sei, erwiderte Goethe scherzend: Man soll sich sein Recht nicht nehmen lassen. Der Bär brummt nach der Höhle, in der er geboren ist.
    Wilhelm Grimm (1786-1859), zeitlich unbestimmt
  • Als sie aber aßen, nahm Jesus Brot, sprach das Dankgebet darüber, brach es, gab es den Jüngern und sagte: Nehmet, esset! Das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, sprach das Dankgebet darüber, gab ihnen denselben und sagte: Trinket alle daraus! Denn das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
    Mat. 26, 26-28
  • Als sie allein war, ernährte sie sich von Brot und Linsen, dann heiratete sie und ernährte sich von Linsen und Brot.
    Arabien
  • Als sie den Stern sahen, freuten sie sich sehr.
  • Als sie fragten, wie es dem Kranken gehe, antwortete man: Sonst spie er auf die Erde, jetzt speit er auf die Brust.
    Ägypten
  • Als sie kamen, ihn zu hängen, räusperte er sich und verlangte zu heiraten.
  • Als sie kamen, um die Kuh zu melken, sagte sie: 'Ich bin ein Ochse', und als sie kamen, um sie anzuspannen, sagte sie: 'Ich bin eine Kuh'.
  • Als sie mit plötzlich erwachter Lebendigkeit und in gemeinsamer Anstrengung mit dem Jugendgespielen in wenigen Monaten alle Hindernisse überwand, die einer Heirat aus ihrer beider Jugend erwuchsen, obwohl die Familien der Liebesleute gegen einander nichts einzuwenden hatten, war sie mit einemmal nicht mehr vereinsamt gewesen und gerade dadurch sie selbst.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Als sie nicht mehr konnten vor allzu hohem Alter, schrieb Salomo proverbia und David machte Psalter.
  • Als sittliches Wesen wandle ich ausschließlich der Vollendung meiner selbst entgegen, und ich werde als solches ausschließend fähig, die Widersprüche, die in meiner Natur zu liegen scheinen, in mir selbst auszulöschen.
    Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), Meine Nachforschungen über den Gang der Natur in der Entwicklung des Menschengeschlechts
  • Als Sokrates gefragt wurde, woher er gebürtig sei, antwortete er nicht: aus Athen, sondern: aus der Welt.
  • Als Soldat fürchte dich nicht vor dem Tod, als Bauer fürchte dich nicht vor dem Dung.
    China
  • Als Soldat fürchte dich nicht vor dem Tod,
    als Bauer fürchte dich nicht vor dem Dung.
  • Als Solothurn zu dieser Frist, kein ältrer Platz in Gallien ist, ausgenommen Trier allein; drumm nennt man uns Schwestern insgemein.
  • Als stärkster Erschwerungsgrund galt mir immer, daß einer nichts dafür gekonnt hat.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Sprüche und Widersprüche
  • Als Thomas von Aquino die geistige Freiheit des Menschen betonte, rief er alle die billigen Romane der Leihbibliotheken ins Leben.
    Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), Heretiker
  • Als Tier wünschte er fortzuleben; als Mensch war ihm jeder Augenblick der Fortdauer seines Daseins unerträglich gewesen.
    Karl Philipp Moritz (1756-1793), Anton Reiser
  • Als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet.
  • Als Trier tausend Jahre stand, ward Rom gebaut.
  • Als twee honden vechten om een been, loopt de derde er meê heen.
  • Als u vijand gaat te rug, maakt hem vrij een gulden brug.
  • Als Umgangsregel dies sei dein Ziel:
    Der Freunde tausend seien dir zu wenig
    Und ein Feind schon sei dir zu viel.
    Jüdisch
  • Als unsere Liebe stark war, schliefen wir auf der Breite eines Schwertes, nun da sie schwach ist, genügt uns ein Bett nicht, das sechzig Ellen misst.
    Hebräisch
  • Als unsere selige Kuh noch lebte, sagte einmal eine Frau in Göttingen.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1779 - 1783
  • Als unseres Lebens Mitte ich erklommen,
    Befand ich mich in einem dunklen Wald,
    Da ich vom rechten Wege abgekommen.
    Dante Alighieri (1265-1321), Die Göttliche Komödie
  • Als Unwert ist ein Mühl, die nicht umgehet, und ein backofen, der nicht heiss ist; so vnwerth ist auch ein land, das nicht erbawet ist, noch volck hat.
  • Als uws buurmans huis brandt, is 't tijd uit te zien.
  • Als Vater starb, vergess nicht seinen Freund.
  • Als verheirateter Mann versinkst du in bodenlose Lächerlichkeit ... Bist du verheiratet, so wirst du ein Trottel, du feilschst um Mitgiften, du sprichst über öffentliche und religiöse Moral, du findest die jungen Leute unsittlich und gefährlich; kurzum, du wirst zu einem gesellschaftlichen Philister.
    Honoré de Balzac (1799-1850), Der Ehevertrag
  • Als Volksregiment schaltete, gab es keine persönliche Würde, nur Würde der Stelle.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 1803/14
  • Als Vorgesetzter verlange ich Respekt, sagte der Kutscher.
    en] Have you no respects for your betters? as the jockey said to the favorite when it threw him.
  • Als Wächter gegen Diebe stelle Diebe an.
  • Als waimerischer Hofboëte, erschaint am kreeßten unser Keethe.
    August Wilhelm Schlegel (1767-1845), Landschaftliche Anpreisung
  • Als wär's ein Stück von mir.
    geflügeltes Wort
  • Als wäre sie eins der Wasserräder von Dschise; ihre Backenzähne fielen aus und hundert Ochsen waren von ihr zu Grunde gegangen.
    i] Spott auf alte Weiber. Backenzähne und Zähne an einem Wasserrade wird in Arabien durch ein Wort bezeichnet. Wenn Zähne an einem Wasserrade fehlen, so müssen sich die Ochsen, welche sie treiben, überarbeiten und richten sich zu Grunde. Was bei den Griechen die Bootier waren, das sind bei den Aegyptern die Einwohner von Dschise.
  • Als was einer geboren, als das wird er sterben.
    Litauen
  • Als wenig wir gleich sehen, so wenig sind wir gleich gesinnt.
  • Als wenn das Leben im Lesen bestünde und als wenn eine reine durchgreifende Tätigkeit nicht ohne die Quängeleien der durcheinander schwirrenden Zeitschreiberei irgend nur denkbar wäre.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an K. M. v. Sternberg, 29.6. 1829
  • Als wenn der König sein Vetter wäre.
    nl] Je kunt wel denken, dat de koning je oom is.
  • Als wenn die Außenwelt dem, der Augen hat, nicht überall die geheimsten Gesetze täglich und nächtlich offenbarte! In dieser Konsequenz des unendlich Mannigfaltigen sehe ich Gottes Handschrift am allerdeutlichsten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - F. H. Jacobis auserlesener Briefwechsel
  • Als wenn die Katze keine Milch möchte!
    nl] Ei lieve, mag de kat geene zoete melk.
  • Als wenn dieser Welt noch aus einem andern Grunde Frist gegeben würde, als damit die vorher festgesetzte Zahl von Heiligen voll würde! Je schneller sie aber voll wird, um so weniger braucht das Ende der Welt hinausgeschoben zu werden.
    Augustinus (354-430), De bono coniugali 23
  • Als wenn ers im Verding zu tun hätte.
    i] So eilig.
  • Als wenn es auf der Goldwaage gewogen wäre.
    nl] Het is, als of het in een goudschaaltje gewogen is.
  • Als wenn ich auf den Maskenball käme
    Und gleich die Larve vom Angesicht nähme.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Sprichwörtlich
  • Als wenn ich die Wohlfahrt des anderen befördern könnte, ohne dass sie auf mich inundierte, keineswegs mit meinem Verlust, mit meiner Aufopferung, welche nicht immer dazu erfordert wird und welches nur in gewissen Fällen geschehen kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 3.2.1807
  • Als wenn nicht alle Wissenschaft in ihrem Ursprunge partiell und einseitig sein müßte! Das Buchstabieren und Syllabieren ist noch nicht das Lesen, noch weniger Genuss und Anwendung des Gelesenen; es führt doch aber dazu.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 6.11.1806
  • Als wenn ohne Motive etwas geschehen könnte, und als wenn diese Motive außerhalb des handelnden Wesens liegen könnten und nicht vielmehr im Innersten desselben.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 3.2.1807
  • Als wenn sich jemand ohne Selbstgefühl und Selbstgefälligkeit anderen mitteilen möchte und könnte!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit III,11
  • Als wie der Mensch, so ist sein Gott, so ist sein Glaube,
    Aus geistigem Äther bald, und bald aus Erdenstaube.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Weisheit der Brahmanen
  • Als wir beschlossen, mit Särgen zu handeln, beschlossen die Menschen nicht zu sterben.
  • Als wir kein Wort sagten, dachte er, er könne alles tun, was er mochte.
  • Als zehn sie geschändet hatten, schrie sie nach den Wächtern.
    Ägypten
  • Als zum erstenmal das Wort 'Friede' ausgesprochen wurde, entstand auf der Börse eine Panik. Sie schrien auf im Schmerz: Wir haben verdient! Laßt uns den Krieg! Wir haben den Krieg verdient!
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Nachts
  • Als Zweck unseres Daseins ist in der Tat nichts anderes anzugeben als die Erkenntnis, dass wir besser nicht da wären.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), Welt als Wille u. Vorstellung
  • Als Zyniker bezeichnen wir Menschen, die laut sagen, was wir denken.
  • Alsa den sa thi rediena in nima sa reke hi alsa den ut.
  • Alsbald du geboren bist, so bistu alt genug zu sterben.
  • Alsbald ein Mann gewint groß Gut, verkert sich an ihm Sinn und Mut.
  • Alsbald einen armut anstösst, eilends jn jederman verlöst.
    la] Pauper uitatur, miser et uilis reputatur.
  • Alsbald Petrus gen hofe kam, wart er ein schalck draus.
    i] Es ist sehr schwer, an Höfen ein guter Mensch zu sein.
    bm] Jak se Petr ke dvoru dostal, lotr se z nĕho udĕlal.
    dk] Der Petrus kom til hove, blev han en skalk.
  • Alsbald wir werden geboren, so sind wir schon verloren.
    zit] Die größte Sünd' ist das Geborensein.
    Pedro Calderón de la Barca (1600-1681), Das Leben ein Traum
  • Alse de Mund ys, so ys ock der Sallath, sprickt der Esel, alse he disteln freth.
  • Alsen hat so lange Geld, als Wasser im Haff ist.
  • Also aus Bremen?
    i] Das bekannte Sprichwort Beethovens, das er, besonders in einem ihm eigenen Zustande des Insichselbstverlorenseins gebrauchte. In gewissen Momenten schien sich sein Geist in die geheimsten Werkstätten zurückgezogen zu haben, um Neues zu schaffen.
  • Also besitzen Selbstgenügen und Macht ein und dasselbe Wesen.
    Boethius (480-524), Trost der Philosophie
  • Also besteht die Sünde nicht darin, die Frau eines anderen zu begehren oder mit ihr zu schlafen, sondern vielmehr in der Einwilligung dieses Begehrens oder dieses Tuns.
    Petrus Abaelardus (1079-1142), Ethica
  • Also bestimmt die Gestalt die Lebensweise des Tieres,
    Und die Weise, zu leben, sie wirkt auf alle Gestalten
    Mächtig zurück.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Gott und Welt - Metamorphose der Tiere
  • Also bricht und nimmt, ein auch der Feinde Herzen, so willens sind, einem Böses zu tun, Holdseligkeit, Freundlichkeit und Mildigkeit.
    Martin Luther (1483-1546), Tischreden
  • Also die Egoisten loben den Unegoistischen, weil er so dumm ist, ihren Vorteil seinem Vorteile vorauszustellen; weil er so handelt, wie sie nicht handeln würden, - eben zu ihren Gunsten.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Nachlaß (Unschuld des Werdens)
  • Also du begehrest de Kindelin, alse nimm di en Frurlin.
    Holstein
  • Also fahet man die meuss.
    de] Also fängt man die Mäuse.
  • Also führten auch hier mit unbesonnener Sorgfalt
    schlechte Dinge sie fort, die Ochsen und Pferde beschwerend:
    Alte Bretter und Fässer, den Gänsestall und den Käfig.
    Auch so keuchten die Weiber und Kinder, mit Bündeln sich schleppend,
    unter Körben und Butten voll Sachen keines Gebrauches;
    denn es verläßt der Mensch so ungern das Letzte der Habe.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Also gehet der hymmel (Himmel) um, also regieren die Planeten.
    i] Wird gesagt, wenn jemand sich einen guten Bissen zueignen will, der an der Stelle eines anderen in der Schüssel liegt. Das Sprichwort soll dadurch entstanden sein, dass ein Schalk sich etwas in der Schüssel hat zueignen wollen, was nicht vor ihm lag und er die Schüssel mit den Worten herumgedreht: z] Also gehet der Himmel um'; ein anderer aber, den es verdrossen, die Schüssel genommen und ihm mit den Worten z] und also regieren die Planeten' über den Kopf gestürzt habe, weil man früher meinte, wenn es regnete und schloßte (hagelte), die Planeten schlügen sich.
  • Also gehets in der Welt, wer da leit, der leit; wer da reit, der reit.
  • Also geht es allen, die nach Gewinn geizen, dass ihr Geiz ihnen das Leben nimmt.
    AT, Sprüche 1,19
  • Also geht es in der Welt: der eine steigt, der andre fällt.
    en] The world is a ladder for some to go up and some down.
    fr] Le monde est rond: qui ne sait nager va au fond.
    it] A questo mondo chi mota e chi va a fondo.
    la] Omnia vertuntur.
    es] Este mundo es un golfo redondo: quien no sabe nadar se va al fondo.
  • Also hab die menschen holdt, dass du jhre laster meiden solt.
    la] Dilige sic homines, ut eorum crimina uites.
  • Also haben oft die Erben Wassersucht in den Augen und die Geldsucht im Herzen, singen mit dem Maul das Miserere und mit dem Herzen das Lätare.
    Abraham a Santa Clara (Johann Ulrich Megerle) (1644-1709), österreichischer Kanzelredner und Volksschriftsteller
  • Also hat Gott die Welt geliebt und der Pfaff seinen Hausknecht, und der hieß Marie.
    Ostpreußen
  • Also hat Gott die Welt geliebt und der Pfaff' seine Köchin.
  • Also hat Gott die Welt geliebt, und dr Bfarrer sain Housgnäacht, und där hott Marie ghoißa.
  • Also indignieren die Menschen mich dann und wann wohl, aber die Sachen finden mich immer entschlossen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 6.6.1807
  • Also ist der Kritiker gleichsam ein Pilger aus dem breiten Publikum ins Land der Kunst. Er stellt die Verbindung zwischen Künstler und Masse her.
    Anatoli Wassiljewitsch Lunatscharski (1875-1933), Gedanken über die Kritik
  • Also ist der Poet wahrhaftig ein Dieb des Feuers. Er ist beladen mit der ganzen Menschheit, sogar mit den Tieren. Er muss, was er erdichtend entdeckt, fühlbar machen, tastbar, hörbar ...
    Arthur Rimbaud (1854-1891), an Paul Demeny, 15. 5. 1871
  • Also ist die unvermeidliche Folge der erklärten Gesetzlosigkeit im Denken einer Befreiung von den Einschränkungen durch die Vernunft diese: dass Freiheit zu denken zuletzt dadurch eingebüßt wird und, weil nicht etwa Unglück, sondern wahrer Übermut daran schuld ist, ist, im eigentlichsten Sinne des Wortes verscherzt wird.
    Immanuel Kant (1724-1804), Was heißt sich im Denken orientieren
  • Also ist mein Geschenk zum Teufel? Wie gewonnen, so zerronnen!
    Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Die Juden
  • Also ist nichts besser, als geradewegs vom Bette zu Tisch zu gehen.
    Petronius (14-66), Satyricon
  • Also juckt man die Sau.
    i] Man kraut sie mit der einen Hand und mit der andern schlägt man sie tot.
  • Also kam nicht die Katze an den Speck.
    mhd] Also en quam nicht de katte up dat spek.
    la] Non pernam catus est, ut taxet mordicus ipsam.
  • Also kann man einigermaßen sagen, dass der Mann ein Werk der Natur ist und das Weib ein Werk Gottes, darum ist das Weib oft geschickter als der Mann, die göttlichen Geheimnisse zu verstehen.
    Agrippa von Nettesheim (1486-1535), Von dem Vorzug des weiblichen vor dem männlichen Geschlecht
  • Also kein fürtreffliches Weib mehr zu vögeln, sondern lauter Canaillen. Es ist übrigens viel wahres hier: Wer kann ein Weib vögeln, das er äußerst hochschätzt? Wie will er's anfangen? In Nacht und Nebel und Rausch! Gut, dann am Tage? Ist da nicht alle Hochachtung zum Teufel? Deswegen bekommen die gelehrten Weiber auch keine Männer. Unterdessen kann doch beides zusammen sein, ein Weib kann viel Reize zum Vögeln haben und viel Reize für den Geist, und tierische und geistige Liebe kann nebeneinander gar wohl bestehen, man ist ja kein abgeschiedner Geist, solange man im Körper ist. Für die Ehe bin ich auch nicht: Wie kann ich ein Weib mehr vögeln, das keinen Reiz mehr für mich hat?
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Also kommt keine Tätigkeit, die sich auf die Staatsverwaltung bezieht, der Frau zu, weil sie Frau ist, dem Manne zu, weil er Mann ist, Freund. Die Anlagen sind unter die beiden menschlichen Geschlechter gleichmäßig verteilt; dem Weibe sind seiner Natur nach sämtliche Berufe zugänglich, ebenso aber auch dem Manne. Jedoch ist das Weib überall schwächer als der Mann.
    Platon (428-347 v. Chr.), Staat
  • Also kommt, wie bei der künstlerischen, so bei der naturwissenschaftlichen, auch bei der mathematischen Behandlung alles an auf das Grundwahre, dessen Entwicklung sich nicht so leicht in der Spekulation als in der Praxis zeigt, denn diese ist der Prüfstein des vom Geist Empfangenen, des von dem innern Sinn für wahr Gehaltenen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Naturphilosophie
  • Also lang hat er gehandelt, bis er hot sich ausgehandelt.
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    i] Von einem heruntergekommenen Kaufmann.
  • Also lass uns trinken!
    la] Ergo bibamus!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Titel eines Liedes
  • Also lauf, Rudi; lauf, die Stadt ist unsa.
    Schweiz
    i] Die Entstehung dieses Sprichworts fällt in die Zeit von 1515, in welchem Jahre Franz I. von Frankreich in der Schlacht von Marignano viele tausend Schweizer getötet hatte. Nach diesem Verluste enstand ein Auflauf der Landschaft Zürich. Zwar war der Rat der Stadt gewarnt, aber ehe er einen Beschluss gefasst hatte, waren die Seebauern am Tor. Die schläfrigen Anstalten, die sie bemerkten, erhöhten ihren Mut. Mit den obigen Worten riefen sie den Nacheilenden zu. Sie wurden in der Folge zum Sprichwort.
  • Also muess men die Säu und Esel krönen.
  • Also muss man den Narren vber den Dölpel werffen und ein specklein auf die fallen legen.
  • Also nichts könnte dich plagen? Dann geh und kauf dir eine Ziege.
    Indien
  • Also prüfe Hoffnung und Furcht, und so oft alles ungewiss ist, meine es gut mit dir: Glaube, was du lieber willst.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Briefe über Ethik
  • Also sag ich dir dies: der Glücklichste denke zum Streite
    Immer gerüstet zu sein ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Achilleis 1. Gesang Vs 609
  • Also schreiten sie mit Kinderleichtsinn
    Und mit rohem Tasten in den Tag hin.
    Möchten sie Vergangnes mehr beherzgen,
    Gegenwärtges, formend, mehr sich eignen,
    Wär es gut für alle.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Pandora (Prometheus) Vs 1072f.
  • Also schritt sie hinauf, sich schon des Herbstes erfreuend und des festlichen Tags, an dem die Gegend im Jubel Trauben lieset und tritt und den Most in die Fässer versammelt, Feuerwerke des Abends von allen Orten und Enden leuchten und knallen, und so der Ernte schönste geehrt wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Also sei dein Tun und Mund, wie du bist in deines Herzens Grund.
  • Also sind es drei verschiedene Gewalten (potestas legislatorla, executoria, judiciaria), wodurch der Staat seine Autonomie hat, d. h. sich nach Freiheitsgesetzen bildet und erhält. In ihrer Vereinigung besteht das Heil des Staates, worunter man nicht das Wohl der Staatsbürger und ihre Glückseligkeit verstehen muss ... sondern den Zustand der größten Übereinstimmung der Verfassung mit Rechtsprinzipien versteht, nach welchem zu streben uns die Vernunft durch einen kategorischen Imperativ verbindlich macht.
    Immanuel Kant (1724-1804), Rechtslehre
  • Also sollen wir vnser tun vnnd lassen vor dem Spiegel der vernunfft stellen, vnd wohl betrachten, die mengel bessern vnnd die vernunfft lassen rathgeb sein.
  • Also sollen wir wissen, dass zwo Art der Ärzt seind: die aus der Lieb handlen und aus dem Eigennutz.
    Paracelsus (1493-1541), Septem Defensiones
  • Also sprach Jupiter und nickte ... gnädig Gewährung, sein Nicken ließ beben den ganzen Olympus.
    la] Adnuit et totum nutu tremefecit Olympum.
    Vergil (70-19 v. Chr.)
  • Also sprach Zarathustra.
    geflügeltes Wort
  • Also trägt uns oft das Leben
    Über Menschen-Tun und Weben,
    Wie auf unsichtbarem Thron,
    Und wir schaun - uns hebt der Glaube! -
    Haupt in Wolken, Fuß im Staube,
    In die tiefe Region.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Nachspiel zu Ifflands Hagestolzen (Hofrat)
  • Also tut die Welt, sie gelobet wohl und gibt bös Geld.
  • Also tut man in Türingen sägen: nach großer trücken kommt großer rägen.
    la] Exundas pluuia, sequitur post tempora sicca.
  • Also vele te quader dat de bruut schorft is ende luttel hevet.
  • Also vertrau deinem freund, dass du achtest er mög dein Feind werden.
  • Also vest er bei seim manne helt, wie sich der has zun hunden stelt.
    la] Sic adstat socio, sicut lepus ipse molosso.
  • Also wael ist gheluc achter als vore.
  • Also war es bestimmt.
    la] Sic erat in fatis.
    Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.), Festkalender
  • Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
    1. Mose 2,1
    i] Davon: ein ganzes Heer = eine sehr große Menge
  • Also wer dem Hause trefflich vorsteht,
    Bildet sich und macht sich wert, mit anderen
    Dem gemeinen Wesen vorzustehen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Vorspiel zur Eröffnung des Weimarischen Theaters 1807 (Majestät)
  • Also wie der Mensch isst und trinkt und verdaut, ohne zu denken, dass er einen Magen hat, also sieht er, vernimmt er, handelt und verbindet seine Erfahrungen, ohne sich dessen eigentlich bewusst zu sein.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Aus Lavaters physiognomischen Fragmenten
  • Also wiederholt sich alles Bedeutende im großen Weltgange, der Achtsame bemerkt es überall.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Am Rhein, Main und Neckar, 1814/15 - St. Rochus-Fest zu Bingen
  • Also will es die Art edler Seelen: sie wollen Nichts umsonst haben, am wenigsten das Leben.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Also sprach Zarathustra
  • Also wird die Gewalt entscheiden, bis die Vernunft so viele Köpfe erleuchtet, dass die Gewalt entwaffnet wird.
    Voltaire (1694-1778), Philosophisches Wörterbuch
  • Also wollen wir uns, solange es Tag ist, nicht mit Allotrien beschäftigen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Zelter, 29.4.1830
  • Also zündet ein Ding dem andren Dinge das Licht an.
    Lukrez (97-55 v. Chr.), Von der Natur der Dinge
  • Also, als Affe ja, sagte der Affe, aber als Politiker ganz entschieden nein.
  • Also, Gott versprich, wenn nicht einmal das mehr sein darf ...
    ndt] Also Goddvrschbrich, wenn it amool dees sai däff ...
  • Also, Herze, sei zufrieden, Laridah! Viele Hasen gibt es hienieden, Laridah! Ist der eine dir entlaufen, Laridah! Kannst du einen andern kaufen. Laridah!
    Otto Julius Bierbaum (1865-1910), Laridah!
  • Also, meine Geduld muss heiter und lächelnd und nicht zu ernst sein.
    Papst Johannes XXIII., Geistliches Tagebuch (Geistliche Notizen), 1. Februar 1903
  • Also, wenn e it mee griag, noch roichd dees guet.
  • Also, Zyprianus, geht
    Aller Glanz der Welt zugrunde!
    Pedro Calderón de la Barca (1600-1681), Der wundertätige Magus 3 (Die Erscheinung)
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