DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Am Abend ist der Tanz lieb, am Morgen der Schlaf süß.
    ee] Õhtul tants armas, homikul uni magus.
  • Am Abend ist warm der Herd, am Morgen der Steert.
  • Am Abend kriegt der Igel Beine.
  • Am Abend lobe den Meister und am Morgen den Gastwirt.
    fr] Au soir, loue l'ouvrier, et au matin, l'hôtelier.
  • Am Abend nimmt das Bergmännlein teil an einem Hochzeitstanz
  • Am Abend nimmt man den Magen auf den Schoß.
    ee] Õhtul võetas kõtt hõlma.
  • Am Abend noch ein Edelmann, am Morgen spricht er die Leute an.
  • Am Abend noch Jungfrau, um Mitternacht eine junge Frau, beim Morgenrot schon ein Hausfrauchen.
  • Am Abend rote Sonne, ist des Schäfers Wonne.
  • Am Abend schätzt man erst das Haus.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Vor dem Tor
    Wagner Vs 1144
  • Am Abend schimpf nicht mit deiner Frau, sonst musst du alleine schlafen.
    China
  • Am Abend sind alle Katzen grau.
    ee] Õhta on kõik kassid hallid.
  • Am Abend tönen die herbstlichen Wälder
    Von tödlichen Waffen
    Georg Trakl (1887-1914), Grodek
  • Am Abend waren fünf Paar Ochsen da, am Morgen ist nicht einmal ein Kalb (da).
    ee] Õhtu oli viis paari härgi, homiku ei ole vasikatki.
  • Am Abend werden die Faulen fleißig.
  • Am Abend werden die Hühner gezählt.
  • Am Abend wird der Faule fleißig, und der ganz Faule am Sonnabend.
    Finnland
  • Am Abend wird man klug
    Für den vergangenen Tag,
    Doch niemals klug genug
    Für den, der kommen mag.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Vierzeilen 2. Hundert, Nr. 73
  • Am Abend wirst du in der Liebe geprüft. Lerne zu lieben, wie Gott geliebt sein möchte, und lass deine Eigenheit.
    Juan de la Cruz (1542-1591), Merksätze von Licht und Liebe
  • Am Abend zeigt es sich, ob die Nacht hell sein wird.
    i] Die Ägypter wollen damit sagen, dass eine Person von ihrer frühesten Jugend Zeichen ihrer künftigen Tugenden gibt.
  • Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten,
    Folg ich der Vögel wundervollen Flügen.
    Georg Trakl (1887-1914), Verfall
  • Am Abrahamstag (20.12.) soll man versuchen, Schätze zu graben.
  • Am absoluten Nullpunkt angelangt sein.
  • Am Agathentag die Hälfte Heu und die Hälfte Stroh.
    fr] A la St.-Adietta demi schon fin et demis cha pailletta.
  • Am Albertstage (24.4.) versteckt ihre Socken die Krähe im Roggen.
    pl] Na Woy ciecha wrona się wzycie skryil.
  • Am Alekseitag (17. 3.) die Schlittendeichseln hinaus, die Wagendeichseln herein.
    ee] Alekseijah riivehmre' vällä, rattavehmre' sisse.
  • Am allerfördersamsten aber sind unsere Nebenmenschen, welche den Vorteil haben, uns mit der Welt aus ihrem Standpunkt zu vergleichen und daher nähere Kenntnis von uns zu erlangen, als wir selbst gewinnen mögen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort
  • Am Allerheiligen säe Weizen und sammle Disteln.
  • Am allerlängsten ehrlich währt.
    Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862), Zu ebener Erde und erster Stock
  • Am allertiefsten endlich erniedrigt es uns vor dem Auslande, wenn wir uns darauf legen, demselben zu schmeicheln.
    Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), Reden an die deutsche Nation
  • Am allerwenigsten muss man an den Charakteren herumbasteln wollen, es führt zu gar nichts, außer zu Verstimmung und Ärgernis.
    Theodor Fontane (1819-1898), Der Stechlin
  • Am alten Maitage muss sich eine Krähe in der jungen Saat verbergen können.
  • Am Alter und am Tode will jeder zum Ritter werden.
    mhd] Am alter wil iederman geritten und zum ritter werden.
  • Am alter wil iederman geritten vnnd zum ritter werden.
  • Am anderen liebt man Vollkommenheiten, an sich sich.
    Jean Paul (1763-1825)
    en] In others we love perfection, in ourselves, ourselves.
  • Am Anfang auf den Zaum gebissen, zuletzt doch auf die Brack geschissen.
  • Am Anfang beginnen.
    la] A linea incipere.
  • Am Anfang der Liebe sprechen die Liebenden von der Zukunft; bei ihrem Ende von der Vergangenheit.
  • Am Anfang der Nacht gebe ich mein Leben für dich, o Weib. Am Ende der Nacht sage ich: such dir eine Decke zum Wärmen, denn meine brauche ich für mich allein.
  • Am Anfang der Welt war der Bauer, und wo war der Junker?
  • Am Anfang fangt ma net mit de Knöpf a.
  • Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.
  • Am Anfang heilen ist besser (o. leichter) als am Ende.
    i] Niesswurz, sagt Ovid, ist umsonst, wenn die kranke Haut schon geschwollen, Arnei zu spät, wenn das Übel durch die Länge der zeit schon unheilbar geworden ist.
  • Am Anfang hieß es 'Lebe lang!', das Ende klang wie Grabgesang.
  • Am Anfang ist das Suchen nach Wissenschaft bitter wie Galle.
    Afrika
  • Am Anfang oder am End der März sein Gift versendt.
  • Am Anfang passen sie in ein Hemd, später nicht in dieselbe Hütte.
    Estland
    i] Von der Ehe gesagt.
  • Am Anfang schlecht, am Ende gut.
  • Am Anfang steht der Glaube, am Ziel die Schau.
    Augustinus (354-430)
  • Am Anfang war auch der Teufel ein Engel.
  • Am Anfang war das Vorwort.
  • Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.
  • Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.
  • Am Anfang war das Wort, am Ende war es fort.
  • Am Anfang war das Wort. Am Ende das Zitat.
  • Am Anfang war das Wort. Dann kamen die Wortspalter und machten Sätze daraus.
  • Am Anfang war das Wort. Dann muss es ihm die Sprache verschlagen haben.
  • Am Anfang war das Wort. Dann wurde es ergriffen.
  • Am Anfang war das Wort. Es folgte das Geschwätz.
  • Am Anfang war das Wort. Und dann wurde es durchs Bild zerstört.
  • Am Anfang war das Wort. War es das richtige?
  • Am Anfang war das Wort.
    la] In principio erat verbum.
  • Am Anfang war der Vorsatz.
  • Am Anfang war die Kraft.
    Paula Modersohn-Becker (1876-1907), Tagebuchblätter
  • Am Anfang war die Presse.
  • Am Anfang war die Stille, dann kam das Wort, gleich darauf das Geschwätz - und zum Schluss wieder das Schweigen.
  • Am Anfang war die Tat.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust
  • Am Anfang war die Untat.
  • Am Anfang widersteht eine Frau dem Ansturm des Mannes, und am Ende verhindert sie seinen Rückzug.
  • Am Anfang wollt' ich hoch hinaus und kam nachher ins Gärtnerhaus (o. Hurenhaus).
    i] Wenn jemand bei der Wahl einer Gattin anfänglich zu hohe Ansprüche und zuletzt arge Missgriffe macht.
  • Am angeführten Ort
    i] Stelle einer Schrift
    la] loco citato (l. c.)
  • Am Angesichte sieht man's wohl.
    fr] Au vis se découvre souvent le vice.
  • Am Anrühren des Klaviers erkennt man den Spieler.
    it] Al toccar de tasti si conosce il buon organista.
  • Am Antoniustag (17. 1.) erblickt das Schwein am Himmel die Sonne.
    ee] Tennüspäiv nägi tsiga päävä taivahe är.
  • Am Antoniustag (17. 1.) gesegnetes Brot wird aufs Flachsfeld gelegt.
  • Am Antoniustag (17. 1.) musste die Hälfte des Viehfutters vorhanden sein.
    ee] Tõnisepäevast pidi pool loomatoitu alles olema.
  • Am Antoniustag (17. 1.) seien der Quappe die Flechten losgegangen.
    Estland
    i] Die Quappe fängt an zu laichen.
  • Am Antoniustag (17. 1.) steht auf des Daches Giebel: Das Brot zur Hälfte, das Viehfutter zur Hälfte.
    Estland
    i] Die Wintervorräte dürfen nur zur Hälfte verzehrt und müssen noch zur Hälfte übrig sein. Der Antoniustag wird von den Esten für die Mitte des Winters gehalten. Die Russen nennen daher auch den heiligen Timotheus (22.1.) Halbwinterer und die heilige Xenia (24.1.) Halbbrotbewahrerin.
  • Am Antoniustag (17. 1.) verlängert sich der Tag um einen Teufelsschritt. (Eine Stunde)
    it] Sant' Antonio il dì s'allunga d'un passo di demonio.
  • Am Antoniustag (17. 1.) wird der Winter in zwei Hälften gezählt.
    ee] Tinuspääval loedas talv poolõs.
  • Am Antoniustag (17. 1.) wird des Winters Rücken gebrochen.
    ee] Tõnisepäeval murtakse talve selg katki.
  • Am Antoniustag (17. 1.) wird im Meer das erste Robbenjunge geboren.
    ee] Tõnisepäeval sünnib esimene hülgepoeg merre.
  • Am Aprilregen ist viel gelegen.
    fr] Avril pluvieux, Mai gai et venteux, annoncent fécond et même gracieux. - Pluje d'abril vaut le char de David.
  • Am ärgsten verdrießet ein Spaß, der die Wahrheit ist.
    es] No hay peor burla que la verdadera.
  • Am armen Schlucker wischt sich jeder Jämmerling die Schuh'.
  • Am Arsch der Welt/Erde (derb).
  • Am Arsch die Räuber.
  • Am Arsch hängt der Hammer!
  • Am Aschentag (d. i. Aschermittwoch) wird (einmal) das Fleisch abgequästet und der Fisch aufgequästet.
    ee] Tuhkapäev viheldakse liha seljast maha ja kala selga.
  • Am Aschermittwochabend (geh) schlafen ohne Licht, zur Fastnacht bei Tageslicht.
    ee] Tuhkabe õhta tuleta magama, vastlabe õhta õvvevalges.
  • Am Ast sägen, auf dem man sitzt.
  • Am Aufschub stirbt die Tugend.
  • Am Augustin
    ziehen die Wetter hin.
  • Am Augusto die zween letzten Tag, und ersten zween September betracht. Dann so die schön und fein gespürt, wird Bachus mit Trauben geziert.
  • Am Augusto die zween letzten Tag, vnd ersten zween September betracht. Dann so die schön und fein gespürt, wird Bachus mit Trauben geziert.
  • Am Aussehen erkennt man den Mann.
    la] Ex visu cognoscitur vir.
  • Am Aussehen erkennt man den Menschen, am Gesichtsausdruck erkennt ihn der Weise.
    Jesus Sirach 19,29
  • Am Ausskehren wird sich finden, wer das Schermesser gefressen hat.
    zit] Oder am End wird sich's aussweysen, was ein jeder für ein Vogel gewesen.
  • Am Ball bleiben.
    es] Estar al pie del cañón, estar en primera línea, estar bajo control, estar al quite, 'al loro".
  • Am Bärentag (Margaretentag, 13. 7.) muss man einmal um das Feld ziehen, dann muß die Egge auf dem Feld sein.
    ee] Karusepääval peab korra ümber põllu aama, siis peab äke põllal olema.
  • Am Bärentag (Margaretentag, 13. 7.) wird auch die Roggenwurzel abgebrochen.
    ee] Karusepääval murtaks ka rukki juur katki.
  • Am Bart des Toren lernt der Barbier rasieren.
  • Am Bart zupfen.
    la] Vellere barbam.
  • Am Barte des Narren lernt man das Messer scheren.
  • Am Barte des Narren lernt man scheren.
  • Am Barte des Törichten lernt der Barbier rasieren.
  • Am Bartholomäustag (24. 8.) gehen die Schwalben in den See.
    ee] Pärtlipäeval lähvad pääsukesed järve.
  • Am Bartholomäustag (24. 8.) sät man nicht, denn Pärtel soll gesagt haben: 'Streut mir nicht in die Augen, sondern kratzt mir den Rücken!'; er habe aber befohlen, zu pflügen und zu eggen.
    ee] Pärtlipäeval ei külvata, sest Pärtel ütelnud: 'Ärge mulle silmadesse pilluge, vaid sügage mu selga'; ta käskinud aga künda ja äästada.
  • Am Bartholomäustag (24. 8.) schüttle die Äpfel und Birnen ab.
    i] Wenn das Sommerobst länger steht, wird es mehlig.
  • Am Bartholomäustag (24. 8.) versteck nur deinen Vespersack.
    Wohlau
    ndt] Bartelmies spart Botter onn Kies, Lingen-Hosen onn Strüh-Hot.
  • Am Bartholomäustag (24. 8.) wird ein kalter Stein ins Meer und ein warmer Stein in den Brunnen geworfen.
    ee] Pärtlipäevast vissatakse külm kivi merese ja soe kivi kajuse.
  • Am Bauch groß, hinten bloß.
  • Am Baum der guten Vorsätze gibt es viele Blüten, aber wenig Früchte.
  • Am Baum des Schweigens hängt der Friede.
    Arabien
  • Am Baume des Schweigens hängt (s)eine Frucht, der Friede.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), Parerga und Paralipomena, Unser Verhalten gegen den Weltlauf
  • Am begierigsten langt der Hilfsbedürftige nach dem Fernsten, dem Unbekanntesten, und der Fremde erweckt in ihm das Vertrauen, welches er zu dem Nächsten verloren hat.
    Adelbert von Chamisso (1781-1838), Reise um die Welt
  • Am Bembembelenstag, wenn d' Eule bocket.
    i] ... soll irgendetwas geschehen (d.h.) nie. Scherzhafte Antwort auf die Frage: Wann? Oder: wann wird's geschehen? Fragt man: Wann ist der Bembembelenstag? so lautet die Antwort: Wenn die Eule bocket.
  • Am besagten Ort.
    la] Dicto loco.
  • Am besten (ist es), wir machen gar keinen solchen Galimathias!
    ndt] Am beschda, mir machet gar koin so en Galimathias!
  • Am besten aber wirst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, wenn du beobachtest, wie er jemanden lobt und wie er sich verhält, wenn er selbst gelobt wird.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Mächtiger als das Schicksal
  • Am besten angewandt ist die Zeit, die man verschwendet.
    Frankreich
  • Am besten erkennt man den Charakter eines Menschen bei Geldangelegenheiten, beim Trinken und im Zorne.
    Talmud, Erubin
  • Am besten fängt man unten an und endet oben.
    Ungarn
  • Am besten geht es mit vereinten Händen.
  • Am besten gerät uns immer die stinkende Hoffart, sprach der Hofnarr, als eine Frau den Flor im Klostergarten rühmte.
  • Am Besten hat man den besten Kauf.
    it] Il migliore è meno caro.
  • Am besten ist der beste Kauf.
  • Am besten ist der gerade/ehrliche Weg.
    hu] Legjobb az egyenes út.
  • Am besten ist die beste Arbeit und der nützlichste Kauf.
  • Am besten ist es, Geschäfte mit Gott zu machen, er hat zwei Hände und beide sind gleich warm.
    Finnland
  • Am besten ist es, mit dem eigenen Arsch zu scheißen.
    ee] Kaige paremb on oma persegä sittuda.
  • Am besten ist es, sich an die Gegenwart zu halten; die führt unsre Freuden und Leiden mit sich! Die Gegenwart gehört dem Menschen wie das Vergangene den Toten und die Zukunft den Göttern!
    Georg Ludwig Weerth (1822-1856), an die Mutter, 23. 2. 1844
  • Am besten ist es, weder einen guten Bettelmönch zum Freund noch einen schlechten zum Feind zu haben.
    Spanien
  • Am Besten ist's gewesen.
  • Am besten ist's, die Bösen sind entzweit,
    so lebt der Rest der Welt in Sicherheit.
    Laßt doch die Schurken ihre Kriege führen!
    Wer Frieden liebt, sollt' ihr Gezänk noch schüren!
    Jean de La Fontaine (1621-1695), Die Geier und die Tauben
  • Am besten ists auch hier, wenn ihr nur einen hört
    Und auf des Meisters Worte schwört.
    Im ganzen? haltet euch an Worte!
    Dann geht ihr durch die sichere Pforte
    Zum Tempel der Gewissheit ein.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Studierzimmer
    Mephisto Vs 1988f.
  • Am besten lacht, wer zuletzt lacht.
  • Am besten lässt man eine Kränkung sich dreimal wiederholen, die erste kann ein Zufall, die zweite ein Fehler sein, aber die dritte ist wahrscheinlich beabsichtigt.
    Kongogebiet
  • Am besten machst du gleich dein Ding am Anfang recht,
    Nachbesserung macht oft Halbgutes völlig schlecht.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Die Weisheit des Brahmanen
  • Am besten schmeckt, was man selber erjagt und schreckt.
  • Am besten schnell getan.
    William Shakespeare (1564-1616), Macbeth 1, 7
  • Am besten spielt, wer gar nicht spielt.
  • Am besten spricht mit Gott, wer gar nicht spricht.
    i] Wer durch Bewunderung seiner Werke tiefe Ehrfurcht vor ihm kundgibt
  • Am besten wäre es, gar nicht hinzugehen.
    fr] Autant ne pas y aller.
  • Am Bett eines lange Kranken gibt es keine wahre Sohnesliebe.
    China
  • Am Bettelstabe sein.
    fr] Être au bissac.
  • Am bittersten bereuen wir die Fehler, die wir am leichtesten vermieden hätten.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Äm blött dat Hiärt.
  • Am Boden der Geduld findet man den Himmel.
  • Am Boden scharren.
    i] Am Ende sparen.
  • Am Boden zerstört sein.
    es] Estar desesperado.
  • Am Brautführer sieht man wohl, was an der Braut ist.
    nl] Men ziet aan den bruidleider wel, wat bruid het is.
  • Am Brot isst man sich nicht den Tod.
  • Am Brunnen vor dem Tore,
    Da steht ein Lindenbaum.
    Wilhelm Müller (1794-1827), Lieder des Lebens und der Liebe, Nr. 1, Die Winterreise, Der Lindenbaum (gedr. 1822). Melodie von Franz Schubert (komp. 1827)
  • Am Bubenseil ziehen.
    zit] Dem sie selb auch das mehrertheils zohen an solchem Bubenseil.
  • Am Buchstaben kleben.
  • Am Busen der Natur.
  • Am Chauvinismus ist nicht so sehr die Abneigung gegen die fremden Nationen als die Liebe zur eigenen unsympathisch.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Mensch und Nebenmensch
  • Am Creutz am sichersten.
    Man ligt am seeligsten in Leyden Creutz und Pein:
    Wo aber sind die gern auf disem Bette seyn?
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Fünfftes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 79
  • Am Creutz ist die lieb' am Liebsten.
    Sag wo die Liebe wird am liebesten gefunden?
    Am Creutz / wenn sie umb deß geliebten willn gebunden.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Fünfftes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 82
  • Am Dapen (Daumen) sugen.
  • Am Dasein Gottes können nur blasierte Toren zweifeln.
    Werner von Siemens (1816-1892), deutscher Ingenieur und Unternehmer
  • Am deutschen Wesen mag die Welt genesen.
    geflügeltes Wort
  • Am Dienstag heiratet man nicht.
  • Am Don ist es schön, aber daheim ist es besser.
  • Am Don ist's freilich schön, aber daheim ist's schöner.
  • Am Don, da ist es schön, aber daheim ist es besser.
  • Am Donner des schäumenden Wasserfalls oder beim Glanze jener leuchtenden Systeme, die sich über uns kreuzen, findet der wahre Mensch seine heiligsten Stunden.
    Gottfried Keller (1819-1890)
  • Am Donnerstag ist die Woche rum.
  • Am Donnerstag zum Bade gehen vnd die vbrige fünf (Tage) abwaschen (saufen).
  • Am Donnerstage trägt kein Vogel zu Neste.
    i] Es sollten an diesem Tage Feld- und Hausarbeit ruhen, der Schlesier erklärt das Sprichwort dadurch, weil Gott an diesem Tage die Vögel erschaffen habe.
  • Am Draht ziehen.
    i] Aus politischem Parteitreiben Gewinn suchen.
    zit] Die Wortführer sprachen von einer Vereinigung der Parteien (Mozart und Tammanyhall), aber es war nicht eines jeden Wunsch, denn da könnten sie ja nicht am Draht ziehen, wenn sie wollten.
    Neuyorker Staatszeitung, vom 19. November 1863
  • Am Dreeg a Watschn geem.
  • Am Dreikönigstag sind die Feste vorbei, Mariä Verkündigung bringt neue herbei.
    i] Mit dem Dreikönigstage schließen die Festtage des weihnachtlichen Festkreises und die des Osterfestkreises beginnen mit Mariä Verkündigung.
    it] Befania (Epiphania) tutte a feste manda via, e Santa Maria tutte le ravvia.
  • Am Dreschfelde vorübergehende Männer müssen den Hut lüften, Frauen die Schürze wehen lassen.
  • Am dretta Abarella mos der Gugger grüena Haber schnella.
  • Am Drücker sitzen/sein/bleiben.
  • Am Duft erkennt man die Blumen.
  • Am Dünken und gespanntem Tuch geht viel ein.
  • Am dünnen Faden hängen.
  • Am dürren Aste reiten.
    i] Am Galgen sterben.
    zit] Er soll sterben am dürren ast.
  • Am dut wälle mer es det Brît net af zwo Seyte schmieren.
    Siebenbürgen-Sachsen
    de] Darum wollen wir das Brot nicht auf zwei Seiten schmieren.
  • Am e arme Ma' (Mann) putzt jedermann d' Schuah a.
    Ulm
  • Am Eid ist schuld, wer ihn begehrt,
    Nicht wer ihn vorteilshalber schwört,
    Mithin ist's Unrecht, wenn man spricht,
    Dass, wer den Eid nicht hält, ihn bricht.
    Samuel Butler (1835-1902), Hudibras
  • Am eigenen Korn sieht man wohl, wenn des Nachbars Roggen reif ist.
  • Am End die Wahrheit wird erkent.
    la] In fine videbitur cujus toni.
    la] Spondyla fugiens pessime pedit.
  • Am end find sichs, was für ein klang vnd gesang die lugen gegeben hat.
  • Am end kent mans gewandt.
  • Am end lernt sich, was weltliche ehr gewesen sei.
  • Am End mag alles noch viel einfacher sein, als der Prediger meint, Gott wird wohl wissen, dass der unsterblichen Seele durch böses Schicksal kein Schaden geschehen kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Katharina Elisabeth Goethe, November 1755
  • Am End muass ma dem gar mit'n Weihwedel und mit'n Rauchfassel entgegengehen.
    Niederösterreich
  • Am end sihet man cujus toni.
  • Am end singt man das Gloria (o. Hallelujah, Ehre sei Gott).
    fr] Après Matines doit-on chanter Te Deum.
    fr] En la fin se chante le gloria.
    es] Al fin se canta la gloria.
  • Am end soll man ein ding loben.
    it] Cosa fatta ha capo.
    la] Non sibi concordem spondent exordia finem.
  • Am Ende aber, im Tode, wenn das Dasein abgelaufen ist, sinken alle Belichteten wie die Finsteren in die eigene Tiefe hinauf, in diesen unaussprechlichen Abgrund unseres Wesens, den die Menschen draußen Gott, in sich Seele nennen.
    Hermann Stehr (1864-1940), Peter Brindeisener
  • Am Ende aller Enden.
  • Am Ende deiner Bahn ist gut Zufriedenheit,
    Doch wer am Anfang ist zufrieden, kommt nicht weit.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Die Weisheit des Brahmanen
  • Am Ende deiner Reise wirst du nicht gefragt: Bist du ein Heiliger geworden oder hast du für das Heil der Menschen gekämpft? Die einzige Frage die du beantworten musst ist: Bist du, du selbst geworden?
    Laotse
  • Am Ende der Elle fehlt das Tuch.
    fr] Au bout de l'aune faut le drap.
  • Am Ende der Geduld wartet der Segen.
    tü] Sabrın sonu selamettir.
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