DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Am heiligen Georg (23. 4.) säe deine Gerste, Sanct-Marks (25.4.) ist's zu spät.
    i] Allgemein: Der kleinste Aufschub schadet.
    fr] A la saint George sème ton orge.
  • Am heiligen Tage soll die Arbeit ruhen.
    bm] V den svatý práce mají spáti.
  • Am hellen (o. hellichten) Tag
    en] in broad daylight
    fr] en plein jour
    it] in pieno giorno
  • Am hellen Mittage eine Laterne anzünden.
    i] Etwas nicht zu rechter Zeit tun; oder erläutern was an sich klar genug ist.
  • Am hellen Tageslichte
    Hab ich es anders gesehn.
    Gewiss, Geschichten und Geschichte
    Wachsen und wechseln im Entstehn.
    Th. Fontane
  • Am hellsten leuchtet der Menschengeist, wo Glanz der Kunst mit Glanz der Wissenschaft sich eint.
    Emil Du Bois-Reymond (1818-1896), Reden (3. Juli 1890)
  • Am Herd und am Waschplatz wird alles, gut und böse, erzählt.
  • Am Heumarientag (Mariä Heimsuchung, 2. 7.) ist das Gras ausgewachsen.
    ee] Heinamaarjapäev - rohu kasv täis.
  • Am Heumarientag (Mariä Heimsuchung, 2. 7.) nimmt man das erste Mal Honig, am Jakobstag (25. VII ) das zweite Mal und am Laurentiustag (10. VIII) das letzte Mal.
    ee] Heinmaarjapäe esimene, jaaguppäe teene ja lauritsepäe viimane meevõtmene.
  • Am Himmel geschehen Zeichen und Wunder,
    Und aus den Wolken blutigrot
    Hängt der Herrgott den Kriegsmantel runter.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Wallenstein
  • Am Himmel hat sich noch niemand den Kopf zerstoßen.
    Russland
  • Am Hinken erkennt man den Lahmen.
    la] E naevo cognoscere aliquem.
  • Am Hintern nackt und Parfümerien daran.
    i] Der Bettelstolz.
  • Am höchsten ehren die Götter die Tugend im Geleit des Eros.
    Platon (428-347 v. Chr.), Das Gastmahl
  • Am höchsten in Ehren stehet das Gold; für Gold stehet die Liebe zu Dienst.
    Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.), Ars amatoria
  • Am Hochzeittag flindert die Hauben, darnach fladert sie.
    zit] Auff Hochzeiten wird manches durchgebracht, das hernach ein lange Zeit zu bezalen ist.
  • Am Hofe des Königs heißt es: Jeder für sich selbst.
    var] Am Hofe des Königs ist jeder auf sich allein gestellt.
    fr] À la cour du roi, chacun y est pour soi.
  • Am Hofe gelten Tugend und Demut selten.
    pl] Cnota i pokora niema miejsca u dwora.
  • Am Hofe hat man keinen Freund als sich selber.
    nl] Aan 's konings hof is elk voor zich zelven alleen.
  • Am Hofe leben, heißt frühen Tod sich geben.
    it] Chi disse corte disse morte.
  • Am Hofe legt man sich mit der Selbstsucht zu Bett und steht mit ihr wieder auf. Sie erfüllt einen morgens und abends, am Tag und in der Nacht, sie ist die Triebfeder im Denken, Sprechen, Schweigen, Handeln.
    Jean de La Bruyère (1645-1696), Die Charaktere
  • Am Hofe muss man tun wie am Hofe.
    i] Wer unter den Wölfen ist, muss mitheulen; man soll aber vermeiden unter die Wölfe zu gehen.
  • Am Hofe sagt man aus zwei Gründen Gutes von jemandem: Erstens, damit er erfahre, dass wir gut von ihm sprechen, und zweitens, damit er es auch von uns tue.
    Jean de La Bruyère (1645-1696), Die Charaktere
  • Am Hofe teilt man die Menschen ein, wie ehemals die Chemiker die Metalle, nämlich in solche, die sich dehnen und strecken lassen, und in solche, die dies nicht tun.
    Heinrich von Kleist (1777-1811), an Ulrike von Kleist, 25. November 1800
  • Am Hofe und im Hause des Reichen kommt man immer auf seine Kosten.
    fr] A la cour (,auprès des grands), s'il n'y pleut, il y dégoutte.
  • Am Horn fasst man den Ochsen, beim Wort den Mann.
    nl] Bij de hoornen vangt (vat, bindt) men den os, bij het woord den man.
  • Am Horn merkt man das Hirn.
  • Am Hügel versuchen wie sich der Berg ersteigt.
  • Am Hühnerseil stricken.
    i] Etwas Unnützes und Überflüssiges tun, als wenn z.B. eine Mutter ihre Töchter in der Putzsucht und im Kokettieren unterrichtet.
    zit] Noch find ich frawen michel theyl, die auch stricken am hünerseyl, die jhre töchtern lerent sünden, den hünern jre schwäntz auffbinden.
  • Am Hungertuch nagen, macht schwächlich zu schlagen.
    zit] Der hungerig Wolff muss den lären Magen mit Sand füllen, dass er gewichtig sei ein Pferd niederzuziehen.
  • Am Hungertuche nagen.
    i] Sich höchst armselig behelfen, kümmerlich leben müssen, am Notwendigsten Mangel leiden. Frisch leitet diese Redensart von dem schwarzen Tuche ab, womit in einigen Gegenden zur Fastenzeit der Altar behangen wird, was eine Anspielung auf die um diese Zeit in der katholischen Kirche übliche Enthaltung von allem Fleische sein soll. Vielleicht ist sie aber eher von der schrecklichen Erfahrung abzuleiten, welche man an bereits begrabenen Scheintoten machte, die in der wirklichen Todesangst im Sarge das Leichentuch in den Mund steckten, um nur bald aus diesem Schreckenszustande zu kommen.
    en] to be starving
    fr] tirer le diable par la queue - traîner la savate - manger de la vache enragée
    it] patire (o. fare) fame
  • Am I my brother's keeper?
  • Am I not destroying my enemies when I make friends of them.
    Abraham Lincoln
  • Am interessantesten ist die Innenseite der Außenseiter.
    Jean Genet
  • Am irdenen Topfe stolz ist besser als demütig am goldenen Tische.
  • Am Irrwahn hängend, dass es Götter gibt,
    Indes der Zufall diese ganze Welt beherrscht?
    Euripides (480-406 v. Chr.), Hekabe, 490/91
  • Am Jagdtag wird kein Jagdhund mit Steinen beworfen.
    Afrika
  • Am Jakob (Jakobstag, 25. 7.) ein Notbrot, am Laurits (Laurentiustag, 10. VIII) ein breites Brot, am Pärtel (Bartholomäustag, 24. VIII) einen Brotlaib fürs ganze Haus.
    ee] Jaagup hädäuudine, Laurits lai leib, Pärtel pere päts.
  • Am Jakobitag (25. 7.) blüht der Schnee.
  • Am Jakobitag (25. 7.) in den Acker gesteckte Stangen, die oben mit einem Spalt, in den man Knoblauch klemmt, versehen sind, wehren Unheil ab.
  • Am Jakobstag (25. 7.) Mehlsuppe, am Olafstag (29. VII) neues Brot.
    ee] Jaakobipääval jahuleem, olevipäävas uus leib.
  • Am Jakobstag (25. 7.) wendet sich der Sommer schon dem Herbst zu.
    ee] Jakapääväst küünüs suvi jo' sügüsehe.
  • Am Johannisabend werden an einem Elsenstecken geweihte Palmen, Eiben und Weghalten in den Flachsacker gesteckt.
  • Am Johannismorgen (24. 6.) ist Gerst' und Hafer noch nicht geraten, noch nicht verdorben.
  • Am Johannismorgen (24. 6.) steht jeder Hafer noch in Sorgen,
    Doch ist die Gerste nicht verdorben.
  • Am Johannistag (24. 6.) die erste Kirsch nach Hause trag.
  • Am Johannistag (24. 6.) man keine Gerste loben mag.
  • Am Johannistag (24. 6.) muss man einen borsdorfer Apfel im Flachs verstecken können, wenn er geraten soll.
  • Am Josephstag (19. 3.) wirft man das Licht in Bach.
    i] Ende des Winters.
  • Am jungen Licht (Neumond) ein schwarzes Horn, im alten wird's ein Regenborn.
  • Am Jüngsten Gericht wird alles geschlicht't.
    zit] Am Jüngsten Gericht soll jeder zu seinem Recht kommen, bis dahin aber soll er gläubig und demüthig alles Unrecht ertragen. Ruge, Hallische Jahrbücher, 1842
  • Am jüngsten Tag wird Gott allen Blinden den Star stechen.
  • Am jüngsten Tag wird mancher schauen, was er hie hab für bier gebrauen.
  • Am jüngsten Tag wird offenbar wer hier ein guter Pilgrim (o. frommer Pilger) war.
    var] Das Auskehren wird es bringen.
    en] On the day of judgement you will know the good pilgrim.
    fr] Quand le jeu est fait, on voit qui a gagné.
    it] Al scuotere dei sacchi ce ne accorgeremo.
    es] Al fin se ven las zurrapas.
  • Am jüngsten Tag, wenn die Posaunen schallen
    Und alles aus ist mit dem Erdeleben,
    Sind wir verpflichtet, Rechenschaft zu geben
    Von jedem Wort, das unnütz uns entfallen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Sonette XIII - Warnung
  • Am Jüngsten Tage gilt de Kauflad' so viel as 'ne Pistole.
    Westfalen
  • Am Jüngsten Tage gilt der Beutel so viel als das Geld.
    Rotttal
  • Am Jüngsten Tage muss man ihn totschlagen.
    i] Den, der gar nicht sterben zu wollen scheint.
  • Am Jüngsten Tage wird man sehen, wer den größten Arsch hat.
    Am Schluß wird abgerechnet.
    mhd] Men sal wohl sein, we den grotesten êrs heft.
    la] Cui maior podex refert pars ultima vitae.
    nl] Men zal ten jongsten dage wel zien, wie den wijdsten aars heeft.
  • Am Jüngsten Tage wird's erschaut, was mancher hier für Bier gebraut.
  • Am Jüngsten Tage wird's erschaut,
    Was mancher hier für Bier gebraut.
  • Am Jüngsten Tage, eher nicht.
  • Am jünksten Middage es en Kauflatt so guet as 'ne Pistolle.
  • Am Kalbe erkennt man den Ochsen.
    var] Am Kalbe erkennt man des Ochsen Hörner.
  • Am Kalbe schon sieht man, was für ein Ochs es werden will.
  • Am Kalkhuhn (kalekutischen Huhn) prüfen, wie der Fasan schmeckt.
    Russland
  • Am kalten Eisen sterben.
  • Am kalten Fieber leiden.
  • Am kalten Mondtag, da die Frau den Beltz verbrant.
    i] In dem Sinne von Nimmerleinstag.
  • Am kalten Ofen verbrennt man sich nicht.
  • Am Kamin ist es, wo die Eule (d. h. der Kahlköpfige) oft sitzt.
    Hawaii
  • Am Kamm erkennt man den Hahn (o. die Hühner).
  • Äm kann de Stauhl unner de Fuët briännen, he stäiht nich op.
  • Am Karfreitag nüchtern ein Gänseei verzehrt, bewahrt vor Bauchschäden und Fieber.
  • Am Karfreitag Regen bringt dem Bauer keinen Segen.
  • Am Karfreitag soll der Rabe seine Kinder taufen.
    ee] Suurel reedil ristida ronk oma lapsi.
  • Am Karfreitag soll man nichts trinken, sonst hat man das ganze Jahr Durst.
    ndt] Am Karfrittig soll ma niats drinka, suschd hott ma s ganz Johr Durschd.
  • Am Karfreitag soll's regnen, nicht aber am Ostertag.Luzern
  • Am Karfreitag trauert die Sonne bis drei Uhr Nachmittags.
    Schwaben
  • Am Karfreitage reisen die Glocken nach Rom.
    ndt] An Korfreitche rejsen de Glucken uf Roume.
  • Am Karnisseltag.
    Oberösterreich
    i] So hießen bis in die Zeiten des Kaisers Joseph II. die Bewohner des Stiftes Kremsmünster den 11. Dezember, an dem seit unvordenklicher Zeit das Andenken an den Todestag des Stifters Thassilo II., Herzogs von Bayern, durch ein sogenanntes Gespende gefeiert wurde. Jeder nämlich, der kam und verlangte, erhielt, in der Voraussetzung, dass er dem Trauergottesdienst für die Seele des Stifters andächtig beiwohne, eine Portion Brot mit Fleisch. Einmal wurden zu dem Zwecke 60 Rinder geschlachtet.
  • Am Karsamstag hat es neunerlei Wetter.
  • Am Katharinentag (25. 9.) befahl das Schaf sich nicht zu scheren; es sagte, daß es in Pelz (und) Hemd in die Kirche gehen will.
    ee] Kadripäevas es ole lammas ennast pügäde käsken, ütelnu, et temä taht kirikus minna, kasukat-särki selga panna.
  • Am Katzentisch sitzen.
  • Am Kellerfieber leiden.
    i] An den Folgen übermäßigen Bier- oder Weingenusses kranken.
    zit] Dass sie eine kannen weins mehr müssen trinken, was inn bissweilen ein solch kellerfeber oder grimmen oder gegicht im Busen jaget, dass sie wohl etwa davon sterben.
  • Am Klange den Topf, den Narren am Kopf (o. an der Red' des Narren Kopf).
  • Am Klange erkennt man die Münze, an der Rede den Mann.
  • Am Klange erkennt man wohl, ob die Münze gut oder schlecht ist.
  • Am Klappern kann man nicht erkennen (o. merken), wie die Mühle mahlt.
    fr] Vous ne oriez (n'entendriez pas) pas un moulin mouldre.
  • Am Klappern kann man nicht erkennen, wie die Mühle mahlt.
  • Am Klappern liegt's nicht; aber es gibt kein Mehl.
  • Am Kleid kennt man den Mann.
  • Am kleinen Riemen lernt der Hund das Leder kauen.
  • Am Klopf erkennt man den Topf.
  • Am klügsten ist es, das Schicksal und die Zeit abzuwarten.
  • Am Knecht kann man wohl den Herrn erkennen.
  • Am Knecht kann man wohl den Herrn erkennen.
    fr] Au séneschal de la maison peut-on connoistre le baron.
  • Am Kohlmarientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) bindet man dem Schwein den Trog auf den Rücken und schickt es in den Wald.
    ee] Kapstmaarjapäävä köödetäs tsialõ ruih sälgä ja saadõtas mõtsa.
  • Am Kohlmarientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) guckt die Kuh aus dem Stall, am Georgstag (23. 4.) aus dem Weidenstrauch.
    Estland
  • Am Kohlmarientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) wird der Rüssel des Schweines frei.
    ee] Kapstamaarjapäävän saa tsia nõna vallale.
  • Am Kopf beginnt die Gesundheit.
    la] A capite bona valetudo.
  • Am Kopf des Narren lernt der Junge scheren.
  • Am Kopf fängt der Fisch zu stinken an.
  • Am Kopf pack stets Gelegenheiten, der glatte Schwanz könnt' dir entgleiten.
  • Am Kopfe der Waise macht der Chirurg Versuche.
    Arabien
  • Am Kopfende gibt es keinen Brotlaib, wenn man nicht arbeiten will.
    ee] Saa-ai pätse päühtsehe, ko tüüd taha-ai tetä'.
  • Am Körper lang, am Geiste krank.
    i] Man will beobachtet haben, dass sehr lange Menschen weder viel Herz, noch viel Geist besitzen.
  • Am Kragen erkennt man den Mann.
  • Am Kreuzerhöhungstag (14. 9.) Brot und Nüsse soviel man mag.
    it] Per santa Croce, pane e noce.
  • Am Kreuztag (Himmelfahrt) streut man auf die Grasspitzen Salz.
    ee] Ristipäeval pannakse rohuladvale soola.
  • Am Krieg ist nur eine Sache gut: der Frieden, der ihm folgt.
    es] La guerra sólo tiene una cosa buena: la paz que trae en pos de ella.
  • Am krummen Holz erkennt man den Künstler.
    Sudan
    i] Weil das gerade leicht zu bearbeiten ist).
  • Am Lachen erkennt man den Narren und den Dummkopf.
    fr] Au rire connaît-on le fol et le niais.
  • Am Lachen erkennt man den Narren.
    var] Am Lachen erkennt man den Toren.
  • Am Lachen hat man Spaß, aus Weinen wächst ein Mastochs.
    Estland
  • Am Lachen und Blarren erkennt man die Narren.
    dk] Latter førrader narren. Megen latter, megen daarskab.
  • Am Lachen und Flennen kann man die Narren erkennen.
    var] Am Lachen und Flennen
    Ist der Narr zu erkennen.
  • Am Lande ist gut schiffen.
  • Am langen Finger bleibt die Sache haften.
    ee] Pikku näppu hakkab asi kinni.
  • Am längeren Hebel sitzen.
  • Am längsten behält man, was man in der Jugend gelernt hat.
  • Am längsten liebt man, was man in der Jugend geliebt hat.
  • Am Lappen halten.
    zit] Hastu ein Löhnlein, Erbtheil, eine Besoldung, halte am Lappen, lege den Gülden nicht zu viel auf, sei ein Sparmundus.
  • Am lästigsten sind die geistreichen Dummköpfe.
    François de La Rochefoucauld (1613-1680), Reflexionen
  • Am laufenden Band.
  • Am Laurentiustag (10. 8.) Elendsbrot, am Olafstag (29. VII) richtiges Brot.
    ee] Lauritsapäeval hädaleib, olevipäeval õige leib.
  • Am Laurentiustag (10. 8.) muß ein fauler Mann das Saatgut zum Dreschen aufgestellt haben.
    ee] Lauritsapäeval peab laisal mehel seemerehe üleval olema.
  • Am Leben sein.
    es] Estar con vida.
  • Am lebenden Objekt
    la] in vivo
  • Am leder lernt der Hund endlich das kalb gar essen.
  • Am Lehrling mäkelten sie,
    Nun mäkeln sie am Wandrer,
    Jener lernte spät und früh,
    Dieser wird kein andrer.
    Beide wirken im schönen Kreise
    Kräftig, wohlgemut und zart,
    Lerne doch jeder nach seiner Weise,
    Wandle doch jeder in seiner Art.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zahme Xenien V
  • Am Leibe abstraffen und darzu schelten, ist zu viel.
    en] Great boast, small roast.
  • Am leichtesten erträgt man noch die Gewalt, die man eines Tages selbst auszuüben hofft.
    Joseph Joubert (1754-1824)
  • Am leichtesten kauft man den Völkern die Freiheit mit dem Wohlstand ab.
  • Am leichtesten schartig werden scharfe Messer,
    Doch: schneidet man deshalb mit stumpfen besser?
    Friedrich von Bodenstedt (1819-1892), Die Lieder des Mirza Schaffy: Zuleikha
  • Am leichtesten trifft man Leute, denen man aus dem Wege gehen will.
  • Am leichtesten werden alte Irrtümer unter neuen Bezeichnungen für Fortschritte gehalten.
  • Am letzten Bohnenmarkt.
  • Am letzten in den Schuhen sein.
  • Am letzten Tag des Weihnachtsfestes (27. 12.) kann man schon den Tag erkennen (d. i. es ist heller geworden).
    ee] Jõulu viimase pühal saab juba pääva tunda.
  • Am letzten Viertel ein roter Streif, der bringt gar manchen Regenstrich.
  • Am letzten Weihnachtstag (27. 12.) soll der Tag schon so lang sein, daß die Kohlsuppe ordentlich fertig kocht.
    ee] Viimasel jõulupühal pidi juba päev nii pikk olema, et kapsasupp kees korralikult ära.
  • Am Liachtmösstoag (Lichtmesstag, 2. 2.) hoate' (heiter), troag' d' U'ress'n übe' d' Loate (Leiter); am Lichtmösstoag külb', tua d' U'ress'n hî, wo d'willst.
    Unterinnthal
    i] U'ress'n = Überbleibsel des Futters; külb' = bedeckt, trübe, wolkig. Wenn der Lichtmesstag klar ist, soll man die Überbleibsel des Futters aus dem Stalle wieder auf den Heuboden tragen, weil ein spätes Frühjahr und daher Heumangel droht; ist jedoch der Lichtmesstag trübe (külb), dann sind sie entbehrlich, weil ein zeitiges Frühjahr und deshalb gutes Auskommen mit den Heuvorräten in Aussicht steht.
  • Am Lichtmeßsonnabend (1. 2.) sind die Nüsse im Schuß.
    ee] Küündlabe laupa loodaje pähked.
  • Am Lichtmesstag (2. 2.) sieht kaum der Bär 'nen Sonnenblick, kehrt er in seine Höhl' zurück.
  • Am Lichtmesstage (2. 2.) umtanzen die Kinder auf dem Acker angezündete Holz- und Strohhaufen mit dem Ruf: 'Lank Flaß!'
  • Am liebsten erinnern sich die Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten.
    Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904)
  • Am liebsten fließen die Tränen, wenn ein Feind stirbt.
    Armenien
  • Am liebsten in ein Mauseloch kriechen.
  • Am liebsten ist mir denn aber doch, was ich in der Seele mitnehme und was, immer wachsend, sich immer vermehren kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Italienische Reise I, 13.2.1787
  • Am liebsten prophezeit, wer nichts tun will in der Zeit.
  • Am liebsten werd' ich Amme, sagte die Konfirmandin.
    Hamburg
  • Am liebsten, dran wird sich nichts ändern, die Teufel um die Heil'gen schlendern.
  • Am Lucientag (13. 12.) ist die Nacht so lang, daß der Adler vom Baum herunterfält.
    ee] Lutsapää öö on nii pitk, et kotkas kukub puust maha.
  • Am Lukastag (18. 10.) soll das Winterkorn schon in die Stoppeln gesät sein.
  • Am Mädchen und an der Erbse darf man vorbeigehen, wenn man sie mit dem Finger berührt hat.
    ee] Tüdrukust ja hernest ei tohi mudu mööda minnä, ku näpuge ei putu.
  • Am Magdalenentag ist die Nuss voll.
    Frankreich
  • Am Magdalenentage sind die Haselnüsse voll.
    Picardie
  • Am Magdalenentage wird die Maulbeere reif.
    Frankreich
  • Am Mahl der Götter teilnehmen
    la] epulis accumbere divum
  • Am Maitag steckt man in jede Ackerecke ein Kreuz, das aus dem am Karsamstag geweihten 'Osterbengel' gefertigt wird.
  • Am Mann bleiben.
  • Am Margarethentage (13. 7.) ist Regen eine Plage.
  • Am Marientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) bekommt man Wasser für eine Krähe.
    ee] Maarjapäeval saab vareksevetta.
  • Am Marientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) geht der Tag in die Schneewehe und bleibt dort neun Tage und Nächte, von dort geht er ins Wasser und bleibt dort wieder neun Tage und Nächte, kommt dann aus dem Wasser heraus und beginnt die Erde zu trocknen.
    ee] Maarjapäeväs lääb päe hange ja om sääl öhessa ööd-päevä, säält lääb ta vette ja om sääl jälle öhessa ööd-päevä, siis tuleb viist vällä ja hakkab maad kuivatama.
  • Am Marientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) gibt man den Burschen und Mädchen den Schlüssel in die Hand.
    ee] Muarjapäävän antse pooste ja tüdrikitele võti kätte.
  • Am Marientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) gibt man den Schweinen den Schlüssel ab.
    ee] Maarjapäeval antakse sigade võti kätte.
  • Am Marientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) legt die Krähe das erste Ei.
    ee] Maarjapäeval muneb vares esimese muna.
  • Am Marientag (Mariä Verkündigung, 25. 3.) müssen die Wasserströme einander schon treffen.
    ee] Maarjapäiväl piävät viiotsa joba kokku saama.
  • Am Marientage (Mariä Verkündigung, 25. 3.) im März legt man sie (die Lampe) nieder; am Marientage im September (8.) holt man sie wieder.
    i] Die Marientage werden vielseitig zu wirtschaftlichen und andern Zeitbestimmungen und Einteilungen gebraucht.
  • Am Markt lernt man die Leute kennen.
    i] Am Markt = beim Handel.
  • Am Markt und Handel erkennt man den Wandel.
  • Am Marterholz nagen.
    zit] Der freisinnige Geschichtschreiber verliert gewöhnlich ein Amt; entweder eins, das er schon hat, oder eins, das er noch bekommen könnte. Daher vertuscht der Vorsichtige, der das Marterholz des Mangels fürchtet, die männliche Offenheit seiner Meinung und lässt zwischen den Zeilen lesen.
  • Am Martinsfeste (10. 11.) zapft man den Wein an für die Gäste.
    i] Es ist dies Fest ein Überbleibsel des Altertums. Die alten Griechen pflegten nach beendigter Weinlese und Weingärung ein Bacchusfest zu feiern, wobei die Weinbehälter zum erstenmal geöffnet wurden.
  • Am Martinstag (10. 11.) beisst jung und alt den Gänsebraten warm und kalt.
  • Am Martinstag (10. 11.) soll Mart(in) mit dem Sieb Bier brauen.
    ee] Mardipääv Mart tegeva sõilaga õlut.
  • Am Maß erkennt man den Kaufmann.
    nl] Aan de maat kent men den koopman.
  • Am Mattheistag (24. 2.) geht der Fuchs s' letzte mal über 's Eis.
    Schönau)
  • Am Matthiastag (24. 2.) beginnen die Halme den Schnee zu hassen.
    ee] Madisepäev hakkavad kõrred lund vihkama.
  • Am Matthiastag (24. 2.) dreht sich alles Ungeziefer auf die andere Seite. Estland
  • Am Matthiastag (24. 2.) dreht sich alles Ungeziefer auf die andere Seite.
    ee] Kõik matakad pöörvad madisepäeval teise külje peale ennast.
  • Am Matthiastag (24. 2.) dreht sich die Schlange auf die andere Seite.
    ee] Matsepäeval pöörab uss teise külje.
  • Am Matthiastag (24. 2.) fängt der Neuschnee an, den alten zu essen.
    ee] Madisepäevast hakkab uus lumi vana sööma.
  • Am Matthiastag (24. 2.) ist der halbe Schnee im Himmel.
    ee] Madisepäeval on pool lund taevas.
  • Am Matthiastag (24. 2.) müssen alle den Winterschlaf schlafenden Tiere erwachen.
    ee] Madisepääval peavad kõik talveund magajad loomad ülesse ärkama.
  • Am Matthiastag (24. 2.) müssen die Fliegen, Schlangen und alle anderen kleinen Tiere erwachen.
    ee] Madisepääval peavad kärpsed, ussid ja muud veiked elukad hinge tõusma.
  • Am Matthiastag (24. 2.) wird den Hühnern der Schlüssel in die Hand gegeben.
    ee] Madisepäeval antakse kanade võti kätte.
  • Am Matthiastag (24. 2.) wird die Zunge der Lerche losgeschnitten, damit sie bald zu singen anfängt.
    ee] Madisepäeval lõigatakse lõukese keel lahti, et see pea laulma hakkaks.
  • Am Maul stirbt der Fisch.
    es] Por la boca muere el pez.
  • Am Meer wartet man nicht auf (gutes) Wetter.
    ee] Mere ääres ilma ei uodada.
  • Am Meer wohnen und Wasser suchen.
  • Am Meere wohnen auch noch andere Leute als Schiffer.
    Russland
  • Am Mehlbrei beisst sich niemand die Zähne entzwei.
    dk] Meel-grød og kaal er bondens lægedom.
  • Am Meinen und Glauben bindet man kein Pferd fest.
    nl] Aen meinen en bint nieman peerde vast.
    la] Ancipiti posti committit nemo caballum.
  • Am meisten entzückte uns [bei Lessing] die Schönheit jenes Gedankens, dass die Alten den Tod als den Bruder des Schlafs anerkannt, und beide, wie es Menächmen geziemt, zumVerwechseln gleich gebildet.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit II,8
  • Am meisten freut mich jetzo das Pflanzenwesen, das mich verfolgt, und das ists recht wie einem eine Sache zu eigen wird. Es zwingt sich mir alles auf, ich sinne nicht mehr darüber, es kommt mir alles entgegen, und das ungeheure Reich simplifiziert sich mir in der Seele, dass ich bald die schwerste Aufgabe gleich weglesen kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Charlotte v. Stein, 9.7.1786
  • Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte.
  • Am meisten geliebt wird der reiche Mann auf dem Sterbebett.
  • Am meisten gilt das beste.
  • Am meisten lieb ich mir die vollen, frischen Wangen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust, Prolog im Himmel
    Mephisto Vs 320
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