DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Am meisten Platz ist zu Hause.
    Kroatisch
  • Am meisten schadet böser Rat demselben, der ihn geben hat.
  • Am meisten überschätzt sich der, der sich zur produzierenden Klasse rechnet, da er zur genießenden gehört.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Entwurf zu einem Volksbuch historischen Inhalts 4
  • Am meisten Unkraut trägt der fetteste Boden.
    William Shakespeare (1564-1616), König Heinrich IV., 2. Teil, IV, 4 (König Heinrich)
  • Am meisten wird das Kind geliebt, das jung ist, bis es heranwächst, das krank ist, bis es gesund ist, oder abwesend, bis es nach Hause kommt.
    Arabien
  • Am Menschen muss man für ein gut Stück fünf böse abrechnen.
    fr] Tout homme est menteur.
    nl] Alle menschen zijn leugenaars.
    la] Omnis homo mendax.
  • Am Mentig (Montag) ist der Hebean, am Zeinstig thu ich, was i ma; am Miggta ist der Wochamarkt, am Donnstig schaff i au nit stark, am Freitig lass i Freitig sein, am Samstig hilf i am Sonntig 'rein.
  • Am Michaelsabend (29. 9.) werden die Fohlen aus dem Wald gebracht und das Wolfsmaul wird zerrissen.
    ee] Mihklebä õhtuks toodi sälud metsast ää ja hundi suu kisti lõhki.
  • Am Michaelstag (29. 9.) geht der Bär auf sein Lager; zur Lichtmeß (2. II) dreht er sich auf die andere Seite; am Marientag (Mariä Verkündigung, 25. III) kommt er vor Tagesanbruch heraus.
    ee] Karu läheb mihklipäeval pessa, küünlapäeval käänab teise külje, maarjapäeval tuleb enne päeva välja.
  • Am Michaelstag (29. 9.) muß geschlachtet werden.
    ee] Mihklipäev peab veristud saama.
  • Am Michaelstag (29. 9.) näht man dem Wolf die Augen zu, damit er die Herde nicht sieht.
    ee] Mihklipäevas õmmeldasse hundi silmad kinni, et hunt ei näes karja.
  • Am Michaelstag (29. 9.) wird Butter mit dem Löffel gegessen.
    ee] Mihklipäeval süüakse lusikaga võid.
  • Am Misthaufen derkennt ma 'n Bauern.
  • Am Mißtrauen ist das unheimlichste seine Rechtfertigung.
  • Am Mittwoch in der zwölften Stund ändert sich das Wetter.
  • Am Mittwoch wechselt selbst die Maus nicht das Loch.
  • Am Mondschein ist noch keine Traube reif geworden.
    i] Um zu sagen, diese Hilfe reicht nicht.
  • Am Mondschein wird keine Traube reif.
  • Am Montag bekommt man nichts, am Dienstag bekommt man für die anderen, am Mittwoch bekommt man für alle (Beim Kohlpflanzen).
    ee] Esmaspäev ei saa kedagi, teisipäev saab teistele, kesknädalal saab kõigile.
  • Am Montag legt man sich nieder.
    i] Die Arbeitsperiode beginnt nicht am Montag.
  • Am Montag legt sich nieder (Die Arbeitsperiode beginnt nicht am Montag).
    ee] Esmaspe heidab maha.
  • Am Morgen der Lichtmeß (2. 2.) soll der Rabe den ersten dürren Zweig ins Nest bringen.
    ee] Kaaren viiva esimese rau küünlapääva hommiku pessa.
  • Am Morgen des Georgstages (23. 4.) kommt der Kuckuck heraus, um zu rufen.
    ee] Jüripääva homiku tuleb kägu välla kukkuma.
  • Am Morgen des Marientags (Mariä Verkündigung, 25. 3.) soll der Rabe das erste Ei ins Nest legen.
    ee] Maarjapää hommiku muneda ronk esimese muna pesasse.
  • Am Morgen des Marientags (Mariä Verkündigung, 25. 3.) soll im Nest des Raben ein goldenes Ei liegen.
    ee] Maarjapäeva hommikul pidand kaarna pesas leiduma üks kuldmuna.
  • Am Morgen des Matthiastages (24. 2.) schneit es Fische, am Nachmittag Schlangen.
    ee] Matsapäe humiku sajab kalu, pärast lõunat hussisi.
  • Am Morgen ein Junker, am Abend ein Bettler.
  • Am Morgen erkennt man den Gast, am Mittag den Wirt.
  • Am Morgen erkennt man den Tag.
  • Am Morgen fängt man die Heuschrecke.
    Afrika
    Wenn die Sonne heiß wird, fliegen sie fort.
  • Am Morgen frisch, am Abend müde, das hält das Haus aufrecht.
    Finnland
  • Am Morgen geistlich, am Mittag weltlich; am Morgen sursum corda, am Mittag aber gefüllte Schnürbrust, sagen die Pfaffen.
  • Am Morgen Gras und z' Obe Heu.
    nl] 'S Morgens bont, 's Avonds stront.
  • Am Morgen ins Gebirge und am Abend ins Bad, so wirst du nicht malad.
    it] La mattina al monte, e la sera al fonte.
  • Am Morgen ist der Himmel golden.
    it] Di novello tutto par bello.
  • Am Morgen ist der Käse wie Gold, zu Mittag wie Silber und zur Nacht wie Blei.
    Oberaargau
  • Am Morgen mit dem Hahn, am Abend mit dem Hund.
    ee] Hommiku kukega, õhtu koeraga.
  • Am Morgen mit dem Holzlöffel, am Abend mit der Schöpfkelle.
    ee] Hommikul koostaga, õhtul kulbiga.
  • Am Morgen munter (frisch), am Abend müde, das hält das Haus aufrecht.
  • Am Morgen mußt du so früh aufstehen, daß du (noch) einen weißen Spatz fängst.
    ee] Homigu pead nii vara tõusma, et valge varblase kätte saad.
  • Am Morgen rot (am Himmel), am Abend Kot (auf der Straße).
    Brusiotal
  • Am Morgen rot, am Abend tot.
    la] Quem dies veniens videt superbum, hunc dies videt fugiens jacentem.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65)
  • Am Morgen sei fleißig, am Abend schwindet die Kraft aus den Nieren.
    ee] Hommuku ole hoolikas - õhtu rahu raugeve.
  • Am Morgen sind wir am klügsten, aber auch am sorglichsten, denn auch die Sorge ist eine Klugheit, wiewohl nur eine passive. Die Dummheit weiß von keiner Sorge.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 16.8.1824
  • Am Morgen Sorgenkuckuck, am Mittag Trauerkuckuck, am Abend Glückskuckuck.
    ee] Hommiku hoolekägu, lõuna leinakägu, õhtu õnnekägu.
  • Am Morgen suchen, am Abend essen.
  • Am Morgen sur, zu Mittag mit der Montur, zu Nacht geschwellt und hingestellt.
    Schweiz
    i] Die Kartoffel in verschiedenen Zubereitungsarten als Frühstück, Mittag- und Abendgericht.
  • Am Morgen toll und voll tut den ganzen Tag, wohl.
    i] Wahlspruch der Saufbrüder.
  • Am Morgen werden die Sorgen, am Abend das Glück hinausgefegt.
    ee] Hommikul pühitakse hool välja, õhtul õnn.
  • Am Morgen wird Gold gesät.
  • Am Moste erkennt man, wie der Wein schmecken wird.
    zit] Schönes Kindlein, lass dich küßen; bist zum Kusse nicht zu klein. Schmeckt der Kenner doch im Moste, wie ihm schmecken wird der Wein.
  • Am Munde erkennt man den, der gegessen, am Auge den, der Böses gethan hat.
    Finnland
  • Am Muster erkennt man das Tuch.
    es] Por la muestra se conoce el paño.
  • Am Mute hängt alles.
  • Am Mute hängt der Erfolg.
    Theodor Fontane (1819-1898), Stine
  • Am Muttermal erkennen.
    la] E naevo cognoscere.
  • Am Nächsten am besten.
    Mensch werde GOtt verwandt auß Wasser / Blutt und Geist /
    Auf daß du GOtt in GOtt auß GOtt durch GOtte seyst.
    Wer jhn Umbhalsen wil / muß jhm nicht nur allein
    Befreundet / sondern gar sein Kind und Mutter seyn.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Drittes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 17
  • Am nächsten besten Baume aufknüpfen.
  • Am Nâisten san a êrgsten.
    Amrum
    i] Am nächsten sind am ärgsten.
  • Am Narren hilft weder Chrisam noch Taufe.
  • Am Narrenbart lernt man scheren.
  • Am Narrenseil hängen (o. tragen).
    i] Wer ohne Mittel will zum Zweck gelangen, der bleibt am Narrenseile hangen.
  • Am Narrenseil ziehen.
    i] Närrisch handeln.
    zit] Jeder Junggesell muss sieben Jahre am Narrenseile ziehen, und so oft von vorn anfangen als er eine Stunde drüber versäumt.
  • Am Nest sieht man schon, welche Art Vögel drin ist.
    ndt] An't Nest kann einen söchen, wat för'n Vogel drin woahnt.
    Die Wohnung, sowie das ganze Äußere eines Menschen verrät schon seinen Charakter, sein ganzes Innere.
  • Am nest wird man leichtlich innen, was für ein Vogel war darinnen.
  • Am Neste kann man sehen, was für ein Vogel darin wohnt.
  • Am Nestrand des Hühnerhabichts gedeihen die Hühner nicht.
    ee] Hauka pesa veeren kanad ei sigine.
  • Am Netze nagen.
    i] In Verlegenheit sein.
    la] Casses rodere.
  • Am Neuen sehen die gewöhnliche Menschen nur das Seltsame, im Seltenen jedoch alsobald das Bedeutende zu erblicken, dazu gehört schon mehr.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre III,3
  • Am Neujahrstage kalt und weiß,
    Wird der Sommer später heiß.
  • Am Neujahrstage Sonnenschein,
    Läßt das Jahr uns fruchtbar sein.
  • Am Neujahrstage werden im freien Felde Waffen gezeigt, um Hagel abzuwehren.
  • Am Nimmerleinstage(, wenn die Eulen bocken, wenn der Karfreitag auf den Gründonnerstag fällt, wenn die Kuh einen Batzen gilt).
    Wenn ich auch Campe den Auftrag gebe, das Buch Ihnen zu senden, so bekommen Sie es gewiss erst an dem Tage, wo auch der Messias eintrifft, wenn er, der alten Tradition nach, auf einem Esel kommt und nicht die Eisenbahn benutzen will. H. Heine
    Das Urteil soll auf nechste Griechische Kalendas, d.i. auf der Juden Christtag und der Genffer Liechtmess ausgesprochen werden.
    Wann die Sternenplacker und Prockdickprocker der lügen eins werden; wenn man einen Koler, Schlotfeger, Kolfactor find, der nie ist russig und rauchig worden; Bettler, die gute Kleider tragen; Mamelucken die recht glauben; Juden und Wechssler, die nie durch Wucher rauben; Kauflaut, die nimmer bös Gelt nemen, Schreiner, Müntzer u.s.w. die nimmer nebenaussstemmen; Fassbinder und Steinmetzen, die sich nie auf die Finger haben geklopfft. Wann die Sonn in die Höll scheint. Wann die Hennen vor sich scharren. Wann die Schaben ins Salz kommen. Wann de wyden prumen dregen. Wann der Teufel von Aachen kommt. Wenn der Teufel im Weihwasser ertrinkt. Wenn der Hund den Hasen fleucht und der Dumme den Juden betreugt, wenn die Gans einen Wolf wird jagen und Frauen keine Kinder werden tragen, wenn der Frosch den Storch verschlückt und kein Bettler Kleider flickt. Wenn es Gulden regnet. Wenn mir Haar in der Hand wächst Zu Ostern, wenn die Bôcke lammen. Wenn die Katzen Ganseier legen; am letzten Bohnenmarkt; am Nimmerlistag, wenn die Schnecken bellen. Zu Martini, wann die Störch und Schwalben kommen. Wenn der Teufel stirbt, wenn mir Haar auf den Zähnen wächst, wenn die Maulesel Junge werfen. Auf der Juden Christtag. Zu Weihnachten in der Ernte (im Schnitt, im Sommer); wenn der Schneekönig (Gustav Adolf von Schweden) kommt, wenn es schwarzen Schnee gibt; wenn die Kühe lachen. Übermorgen wenns Heu blüht. In Preußen sagt man: Es geschieht am zweiunddreissigsten, auf weiße Pfingsten, op Plumepingste; in Holstein: Pingsten um de Iistid (Eiszeit); in Siebenbürgen: wenn die Katz en Oache liegt; wenn der Teufel im Weiher ertrinkt, oder af den Gorrfoatstoag, auf Pferdepfingsten. Im Oberharz: Wenn die Elbe brennt und die Gänse Wasser tragen. In Tirol: Wenn zwei Staupbesen zusammenkommen. Zu Pfingsten auf dem eiss. Zu Sankt-Martin, wann die störck kommen. Wann ein Maulesel junge hat. Wann die Sonn still steht. Wann der reich herbst Platonis kommt. Wann Sankt Claus widerkompt. Zu den Heiligen, denen der Sankt-Nimmerstag gewidmet ist kommt noch in der Romagna San-Guacara, im Primat San-Mai und in Nordfrankreich Saint-Loion, zu dessen Ehren man 'die Kälber schert'. In der Romagna vertröstet man auf das Jahr mit zwei Carnevals (l'aun di du Carnaval oder l'aun dëméi), das nie kommt; in Sicilien auf die Woche ohne Samstag (la simiana senza sabatu); in Neapel auf die Zeit, 'wenn es Rosinen und Feigen regnet' (quanno chiovettero passe a fico cecche) o. 'wenn die Lebern Haare und die Affen Schwänze haben'; in der Provence auf die Woche mit vier Donnerstagen (A la semano deis quatre dijous); in der Picardie: 'wenn die Frösche Schwänze oder die Hühner Zähne haben' (quand chés guernoules [glaines] iz [az] avont des queues [deints]); in Northamptonshire auf Tib's eve, der weder vor noch nach Weihnachten kommt, o. When we have a month o' Sundays. In Norwegen sagt man: Naar han Sant-Olav kjem atter nordantil (wenn Sankt-Olav wieder nach Norden kommt). In der Schweiz sagt man auch: Jo jo de muest ha, aber nöd, bis der Ahau kalberet ond d' Saue ûfflügid. Muest g'ha ha am Nümmerlistag. ( 21.) In Warschau jüdisch-deutsch: Dus wett sein in'm zweiten Gilgel; d.h. die Erfüllung dessen steht nicht in naher Aussicht. Gilgel ist ein Grad der Seelenwanderung. In ähnlichem Sinne sagt man auch: Morgen, nuch'n Kügel, oder nach der Kuchel. Ferner: Wenn drei Tage Rosch Choodesch is. D.h. das kann geschehen, das will ich man, wenn drei Tage nacheinander Neumondfest ist, was aber nie vorkommt. Wenn Schabbes-Nachme uf Mittwoch fallt.
    en] At latter lammas when the devil is blind.
    en] When two sundays come together.
    fr] Cela se fera la semaine des trois jeudis, trois jours après jamais.
    fr] Quand tous asnes auront longues oreilles.
    fr] Renvoyer quelqu'un au calendes grecques.
    nl] Te Sint-Jutmis, als de kalveren op het ijs dansen.
    nl] Te Sint-Jutmis, als men de muilen melkt.
    la] Ad graecas Calendas.
    la] Anno magno Platonis.
    la] Cum mula peperit fiet.
    la] Cum Nybas coccyssaverit.
    la] Per Harma aliquid facere.
    la] Plenilunio fiet.
  • Am Nimmermehrstage.
  • Am nördlichen Baum reiten.
    i] So hieß im Mittelalter der Galgen. Das Gesicht des Verbrechers wurde gegen Norden gerichtet.
  • Am Nullpunkt angelangt sein.
  • Am obersten wird die Hullefrau verbrannt.
    Henneberg
    i] Unter dem 'obersten' ist der Dreikönigstag gemeint, eine Benennung die auch in Süddeutschland gehört wird. Am Dreikönigstage wird nun in Eisfeld alljährlich Frau Holle verbrannt. Alt und Jung zieht nach beendigtem Nachmittagsgottesdienst mit Musik auf den Markt. Man singt ein geistliches Lied und ruft dann einander zu: 'Frau Holle wird verbrannt.' Zur Erklärung dieses Volkbrauchs erzählt man, dass die Äbtissin eines ehemaligen dort befindlichen Klosters, weil sie mit dem Teufel Buhlschaft getrieben habe, verbrannt worden sei. Es scheint dies aber nur eine ungeschickte, kirchliche Übertünchung eines altheidnischen Gebrauchs.
  • Am Ochsen gehîrt Hê (Heu).
    Schlesien
  • Am Olafstag (29. 7.) endet die Heuernte und beginnt die Kornernte.
    ee] Olevipäeval lõpeb heinategu ja algab lõikus.
  • Am Olafstag (29. 7.) geht der Mond so niedrig, daß auch das Schwein ihn sieht.
    ee] Ooleba kuu keib nii madalasti, et siga nääb teda ka.
  • Am Olafstag (29. 7.) muß das Messer blutig gemacht werden.
    ee] Olipä peab nuga saama veriseks tehtud.
  • Am Olafstag sagt man: 'Ochsen ins Joch, Wallache ins Geschirr'.
    Estland
  • Am Olafstag wurden die ersten Lämmer geschlachtet, da nun, von diesem Tage an, dem Fleisch kein Heugeschmack mehr anhaftete.
    Estland
  • Am Osterabend Fischhändler werden.
    i] Sich zu einer Zeit in einen Handel einlassen, in der kein Vorteil mehr zu erwarten ist. Der Fischhandel blüht während der Fastenzeit; von Ostern ab wird wieder Fleisch gegessen.
    nl] Een vischkooper worden op paaschavond.
  • Am Ostersonntag geht man beim 'ums Korn singen' früh aufs Feld und singt Osterlieder.
  • Am Ostertage sehen die Vlamingen gern Ost- und Nordostwind, wenn andere Winde nicht den Karfreitag verderben.
  • Am Pâl (Pfahl) stân.
    i] Am Pranger, an der Straf- oder Schandsäule; auch öffentlich beschämt werden.
  • Am Palmbaum des Ruhms vertrocknet die Dattel der Bescheidenheit.
    Abessinien
    fr] Quand vient la gloire s'en va la mémoire.
  • Am Palmsonntage Sonnenschein soll ein gutes Zeichen sein.
    ndt] Up Palmsöndag Sônnenschîn, soll en ganz gut Teken sîn.
    Westfalen
    pl] W niedziele kwietna dzien iasný, jest to dla lata znak krasný.
  • Am Palmsonntagsfest baut der Vogel sein Nest.
    it] La domenica dell' ulivo, ogni uccello fa il suo nido.
  • Am Palmsunnti Sunnaschein, soll a guets Zeich'n sein.
    Herschfeld
  • Am Paulstag (10. 1.) erhält das Meer einen Riß, am Antoniustag (17. I) (kriecht) die Zecke auf des Ochsen Rücken.
    ee] Paavlipäävast pragu merese, tõnisepäävast tõuk härja selga.
  • Am Peetri-Paavlitag (29. 6.) schweigt der Kuckuck.
    ee] Peetri-paavlipäeval jääb kägu vait.
  • Am Pentstag (Benediktustag, 21. 3.) wendet der Fisch den Kopf dem Ufer zu.
    ee] Pendipäeval pöörab kala pea kalda poole.
  • Am Pferd wird oft gerochen, was der Kutscher hat verbrochen (o. was den Kutscher hat gestochen).
  • Am Piitrestag (29. 6,) regnet es jedes Jahr.
    ee] Piitrepäivän satas egä aasta vihma.
  • Am Piitrestag (29. 6.) beginnt der Sommer schon den Schwanz einzuziehen.
    ee] Piitrepääväst nakkas jo' suvi handa tagasi kiskma.
  • Am Piitrestag (29.6.) regnet es jedes Jahr.
    Estland
  • Am polnischen Kriege schuld sein.
  • Am Poornatag (am ersten Sonntag nach Fastnacht) kann der Ochse schon unter der Traufe trinken.
    Estland
  • Am Pranger stehen.
    i] Der Beschämung bloßgestellt, der öffentlichen Schande preisgegeben worden.
    fr] Être attaché au pilori.
    la] In eo ipso stas lapide, in quo praeco praedicat.
  • Am Probierstein erkennt man das Gold.
    it] Al paragone si conosce l'oro.
  • Am Purim (Purimfeste) sind alle Schickerim (Trunkenbolde) nüchtern.
    Jüdisch-deutsch, Brody.
  • Am Quaken und an der Gosch erkennt man den Frosch.
    zit] Man sieht an Quacken und der Gosch, dass du bist ein Frosch.
  • Am Raben hilft kein Bad.
  • Am Rad drehen.
  • Am Rand (einer Tafel/eines Buchs)
    la] in margine
  • Am Rand des Abgrunds stehen
    en] to be an the verge (o. brink) of ruin
    fr] être au bord de l'abîme
    it] essere sull'orlo del precipizio
  • Am Rande des Glases tanzen böse Geister.
  • Am Rande des Grabes (o. mit einem Fuß o. Bein im Grabe) stehen
    en] to have a foot in the grave - to be at death's door
    fr] avoir un pied dans la tombe - être à deux doigts de la mort
    it] avere (o. essere con) un piede nella fossa
  • Am Rande des Grabes wirst klug, aber dann ist es zu spät.
    ee] Havva veere pääl saat targas, aga sis om hilda.
  • Am Rande des Todes hinzuschweben, ein Fehltritt, und die Tiefe hat uns für immer, das ist des Lebens höchster Reiz.
    Theodor Fontane (1819-1898), Unwiederbringlich
  • Am Rande eines Abgrundes stehen.
  • Am Rathsuter sugunt viele Chalber.
    Schweiz
    hd] Am Ratseuter saugen viele Kälber.
  • Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker.
    China
  • Am rechten Seil ziehen.
  • Am Rechtschaffenen kann der Neider sich die Zähne ausbeißen.
  • Am Reden erkennt man den Menschen, am Geschmack den Wein, am geruch die blumen.
  • Am Reichen streiche gern, am Armen fern vorüber.
    Osmanien
  • Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können.
  • Am reinen Glanz will ich die Perle kennen;
    Doch ihren Namen kann ich dir nicht nennen.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die Braut von Messina, 1469/70 (Don Cesar)
  • Am Reuel kauen müssen.
    zit] Vnd wenn man sich will oft verrewen, muss man zuletst am rewel kewen.
  • Am Rhein, am Rhein, da wachsen unsre Reben.
    M. Claudius (1740-1815), Rheinweinlied, Str. 8
  • Am Rhein, am tobenden, schäumenden Rhein,
    Da möcht ich sein!
  • Am richtigsten werden wir das Leben fassen als ( ... ) eine Enttäuschung: Darauf ist, sicherlich genug, alles abgesehn.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), Nachträge zur Lehre von der Nichtigkeit des Daseins
  • Am Riemlein lernt der Hund Leder kauen.
  • Am Rochustag (16. 8.) viel Sonnenschein, der bringt Zucker in den Wein.
  • Am Rock erkennt man den Müller.
  • Am Rockzipfel.
  • Am Rohr sein.
  • Am rollenden Stein wächst kein Moos.
  • Am Ruder o. an den Schalthebeln der Macht sein
    en] to be at the helm
    fr] tenir le gouvernail - être à la barre
    it] avere in mano le leve del potere
  • Am Ruder sitzen/sein.
    es] Ostentar el poder, tener el mando.
  • Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein,
    Man hört nur leises Beten bei Kreuz und Leichenstein.
    Ludwig Uhland (1787-1862), Graf Eberhard der Rauschebart
  • Am ruhigen Fluss ist das Ufer voller Blumen.
  • Am runden Tisch; der runde Tisch.
  • Am runzligen Halse trauert die Perle.
  • Am Sahlende erkennt man das Tuch.
    la] E fimbrio de telo judico.
  • Am Salbende (o. Salbande) erkennt man das Tuch.
  • Am Samstag scheint die Sonne fast immer, wenn auch oft nur kurze Zeit, weil - so sagt man in Oberstreu - die Mutter Gottes ihre Windeln trocknet. Ziehen die Wolken dem Wind entgegen, gibt's am andern Tage Regen.
    Reyersbach
  • Am Samstagabend bekommt man (drei) gute warme Sachen: eine warme Sauna, warmen Brei und ein warmes Weib.
    ee] Laupäeva õhtul saab kolm head sooja asja: sooja sauna, sooja pudru ja sooja eite.
  • Am Sanct Gall'(us) (Sankt-Gallus, 16. 10.) pflüg auf dem Berg und sä' im Tal.
    it] Da San Gal ara il monte e semina la val.
  • Am Sanct-Gallustag (Sankt-Gallus, 16. 10.) den Nachsommer man erwarten mag.
  • Am Sanct-Lukas Brot und Brei in Mass.
    Böhmen
  • Am Sanct-Lukas das Vesperprot in die Grube und die Mispeln geschält.
    Toskana
  • Am Sanct-Lukas nimm die Rüben heraus und stecke die Kürbisse.
    Mailand
  • Am Sanct-Lukas säe stark oder gar nicht mehr.
    Picardie
  • Am Sanct-Lukas spanne die Ochsen an, es sei nass oder trocken.
    Mailand
  • Am Sanct-Lukas tödte dein Schwein und spunde deine Tonne zu.
    Spanien
  • Am Sanct-Magdalenentage schneidet man den Hafer.
    Bergamo
  • Am Sankt Bartholomäi (24. 8.) ziehen die Schwalben mit Gott.
    Venedig
  • Am Sankt Johannis (24. 6.) Abend leg',
    Die Zwiebeln in ihr kühles Beet.
  • Am Sankt Johannistag (24. 6.) hat der Teufel keine Macht.
  • Am Sankt Lukastag (18. 10.) soll das (Winter)Korn schon in die Stoppeln gesät sein.
  • Am Sankt-Michel steigt die Hitze auf zum Himmel.
    Mailand
  • Am Sankt-Thomastag (16. 12.) wächst der Tag um einen Hahnenschritt.
  • Am Schädel sieht man niemals recht, wer war der Herr, wer war der Knecht.
    i] Die Grabschrift auf einen Junker und seinen alten Knecht lautet: 'Gott ist wahrhaftig und gerecht. Hier liegt der Herr und auch der Knecht. Ihr Weltweisen, tretet nur herbei und sagt, wer Herr, wer Knecht da sei.'
  • Am schainstn is das Mäinsch, weeins tausend Woucha oid is.
  • Am schalcksberge (auch: in den Schalksberg) hawen.
    Martin Luther (1483-1546)
    i] Ein Schalk sein.
  • Am Schall erkennt man das Metall.
  • Am Scheiden liegt der Dank.
  • Am Scheideweg (o. an einem Kreuzweg) stehen
    en] to be at the crossroads (o. at the parting of the ways)
    fr] être (o. se trouver) à la croisée des chemins
    it] trovarsi a un bivio
  • Am Schelmen sterben.
  • Am Schilde erkennt man die Gilde (den Kram, den Wirt).
    nl] Aan de mars kent men den kramer.
  • Am Schilde erkennt man die Gilde.
  • Am Schiss ist es zu sehen, was einer verschluckt hat.
    nl] Men zal aan het sch ... . wel zien, wie scheermessen gegeten heeft.
  • Am Schlafittchen packen.
  • Am Schlangenmarientag (Mariä Geburt, 8. 9.) verschwinden Schlangen, Fliegen, Käfer; der Mund der Schlange wird zugestopft.
    ee] Ussimaarjapäeval kaovad ussid, kärbsed, putukad, ussi suu sulutakse.
  • Am schlauesten ist der, der nicht zu schlau sein will.
  • Am schlechten Wochentage wird mancher ausgezahlt.
  • Am schlechtesten zahlen, die am meisten prahlen.
  • Am schlimmsten ist die Verwandtschaft.
  • Am schlimmsten wirkt sich der technische Fortschritt da aus, wo er die Mittel zur Vernichtung von Menschenleben und mühsam erzeugten Produkten der Arbeit liefert.
    Albert Einstein, Mein Weltbild
  • Am Schlingen gehen mehr zugrunde als am Ringen.
  • Am Schluß wird abgerechnet.
  • Am schmerzlichsten
    Sind jene Qualen, die man frei sich selbst erschuf.
    Sophokles (497-406 v. Chr.), König Oedipus, 1204/5 (Der Diener)
  • Am schmutzigsten sind die, welche mit allen Wassern gewaschen sind.
  • Am schnellsten ist der Gedanke, am süßesten der Morgenschlaf, am kostbarsten die Erde.
    Slowenien
  • Am schnellsten kommt man auf dem Steckenpferd seines Vorgesetzten voran.
    Rumänien
  • Am schönen weißen zeug siehet man bald ein Flecken.
  • Am schönsten kleiden gute Sitten.
  • Am schönsten Seidenkleid sieht man die Flecken zuerst.
    en] The fairest silk is soonest stained.
  • Am schönsten sind die Frauen so, wie Gott sie erschaffen hat - die Schneider können sie nur verderben.
    Paul Gauguin (1848-1903)
  • Am Schöpfungstag ward unsre Schuld ins große Rechnungsbuch geschrieben, und ohne Nachsicht wird sie einst am jüngsten Tage eingetrieben.
    Omar Khayyam, Sinnsprüche
  • Am Schreien erkennt man den Esel.
  • Am Schustersonntag.
    i] In dem Sinne des Nimmerleintags.
  • Am Schwanz ist das Gift.
    fr] A la queue est le venin./En la queuë et en la fin gît de coûtume le venin.
    nl] In het startje zit het venijn.
  • Am Schwanz ist er stecken blieben.
    la] Toto devorato bove in cauda defecit.
  • Am Schwanze kann man's sehen, was für ein Vogel es ist.
  • Am Schwarzwald begegnete der Teufel dem Satan.
    i] Das Verwandte findet sich leicht zusammen.
    bm] Svůj svého poznal, i na pivo pozval. Pod černým lesem potkal se čert s bĕsem.
  • Am schwefflichstem Wein und pichichtem Bier gewohnen die seuffer des hellischen Trancks oder Feuers.
  • Am schwersten trägt der Mensch an den Sorgen von übermorgen.
    Griechenland
  • Am schwersten wiegen die Sorgen von übermorgen.
  • Am schwersten zu bergen ist ein Gedicht;
    man stellt es untern Scheffel nicht.
    Hat es der Dichter frisch gesungen,
    so ist er ganz davon durchdrungen;
    hat er es zierlich nett geschrieben,
    will er, die ganze Welt soll's lieben.
    Er liest es jedem froh und laut,
    ob es uns quält, ob es erbaut.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Am schwierigsten ist es, die Meinung geheimzuhalten, die man von sich selber hat.
  • Am seidenen Faden hängen.
  • Am selben Strang ziehen.
    fr] Tirer dans le même sens.
  • Am Selbende erkennt man das Tuch.
  • Am Septemberregen ist dem Bauern viel gelegen und kommt der Saat entgegen.
  • Am sichersten am besten.
    Fleuch meine Daube fleuch und rast' in Christi Seelen /
    Wo wiltu dich sonst hin verbergen und verhölen?
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Andertes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 98
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