DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Am sichersten macht man Karriere, wenn man anderen den Eindruck vermittelt, es sei für sie von Nutzen, einem zu helfen.
    Jean de La Bruyère (1645-1696)
  • Am Simonitag feiern die Pantoffelhelden oder Siemanndl den Namenstag.
    Oberösterreich
    i] In einer solchen Ehe ist 'sie Mann', sie hat die Hosen an. Wortspiel von Simon und Siemann in der Voraussetzung, dass das o und a nicht rein, sondern als Mittellaut gesprochen werden. Nach Grimm mussten unterworfene Fürsten den Schuh des Siegers als Zeichen des Gehorsams tragen. Der Simonistag, an dem das Fest der Apostel Simon und Juda trifft, fällt auf den 28. Oktober.
  • Am Soldaten ist nicht in acht zu nehmen, ob er ein Bart habe, wann er nur Hände hat, damit er einem andern den Bart kann ausrupfen.
  • Am Sonnabend fließt der Festtag wie ein Fluß hinein, am Sonntagabend fließt er wie ein Bach hinaus.
    ee] Poolpäev tuleb püha sisse nõnda kui jõgi, pühapäeva õhtu jookseb oja viisi välja.
  • Am Sonnabend kommt die Sonne immer für so lange hinter der Wolke hervor, daß der Mann aufs Pferd springen kann.
    ee] Laubasel pääval tuleb päike nii kauaks ikka pilve takka välja, et mees saab hobuse selga hüpata.
  • Am Sonntag bet' und sing', am Werktag schaff' dein Ding'.
  • Am Sonntag graben öss kein Sünd, denn öck heww e Krîz väre on e Krîz hinge.
    i] Es ist der Spaten mit der Krücke und der Rücken gemeint.
  • Am Sonntag ist die Frau wie ein Kornfeld im Tau.
    es] Así es la mujer el domingo como trigo en el rocío.
  • Am Sonntag lacht Gott auch nach der anderen Seite.
    i] Der Unglücklichen.
  • Am Sonntag pflücken die Hexen solsequium, am Montag lunaria (Mondviole), am Dienstag verbena, am Mittwoch mercurialis (Bingelkraut), am Donnerstag barba Jovis (Donnersbart), am Freitag capelli Veneris (Frauenhaar) und am Sonnabend mischen sie die höllische Salbe.
    i] Unter Angabe über die Bereitung der Hexensalbe.
  • Am Sonntag Ruh', am Montag Müh'.
  • Am Sonntag schaffen ist besser als am Werktag gaffen.
    dk] Heller-dags syssel er mangen saa behagelig som uge-dags arbeyde.
  • Am Sonntag zum schwarzen Rössl, am Mondtag zum blauen Kessl, am Erchtag zum gulden Lampel, am Mittwoch zum grünen Kampel, am Donnerstag zur gulden Sonn, am Freytag zum wilden Mann, am Samstag zur schönen Linden lass ich mich beym Saufen finden.
  • Am Spiegel ist keine Frau hässlich, keine alt.
    i] Jede glaubt, es liege am Spiegel, wenn das Gesicht nicht zusagt.
  • Am Spiel erkennt man, was in einem steckt.
  • Am Spieltisch enthüllt sich die Seele eines Menschen bis in ihre tiefsten Winkel.
    Japan
  • Am Spieß des Zaren brate dir dein Huhn.
    Adam Mickiewicz (1798-1855), Pan Tadeusz
  • Am Spötter rächt sich die Kunst.
  • Am St. Lukastag (18.10.) soll das Korn schon in die Stoppeln gesät sein.
  • Am St.-Agathastage rieselt das Wasser den Weg herab, am Matthiastage (24. Feb.) lass deine Bienen heraus und am Martinstage (11. 11.) bringe die Kuh in den Stall.
    fr] A la St.-Adietta, l'ivué avô la tzerreiretta, a la St.-Matthias, bouna féna, djita téja, a la St.-Martin, la vatse vu liu.
  • Am St.-Nimmerleins-Tag.
    la] Ad Graecas kalendas.
    Suetonius, De vita Caesarum, Augustus
  • Am starken Gericht spürt man des Kaisers Gerechtigkeit.
    i] An einer durchgreifenden unparteiischen Rechtspflege erkennt man eine gute Regierung.
    mhd] An dem starken gerichte spuret me des keysers gerechtikeyt.
  • Am Start sein.
  • Am Stephanstag (26. 12.) muss es windstill sein, sonst fällt die Hoffnung auf den Wein.
  • Am Steuermann hängt das Schiff.
  • Am stillen Herd in Winterszeit,
    Wenn Burg und Hof mir eingeschneit,
    Wie einst der Lenz so lieblich lacht'
    Und wie er bald wohl neu erwacht,
    Ein altes Buch, vom Ahn' vermacht,
    Gab das mir oft zu lesen:
    Herr Walther von der Vogelweid!
    Der ist mein Meister gewesen.
    Richard Wagner (1813-1883), Die Meistersinger von Nürnberg, 1 (Walther Stolzing)
  • Am Stirnhaar lasst den Augenblick uns fassen,
    Denn unsre schnellsten Schlüsse
    Beschleicht der unhörbare, leise Fuß
    Der Zeit, eh' sie vollzogen sind.
    en] Let's take the instant by the forward top.
    William Shakespeare (1564-1616), Ende gut, alles gut
    König V. 3
  • Am Stock gehen.
  • Am Stock kaufen.
    i] In Weingegenden den Wein kaufen, wenn er noch als unzeitige Traube am Stock hängt.
  • Am Strande ist das Seewasser billig.
  • Am Strande ist der Damm stolzer, als wo er ins Meer ausläuft.
    Russland
  • Am Strande ist man freilich weise, wenn auf der See ein Schaden geschieht.
  • Am Strande stehen und nach dem Meere fragen.
  • Am Strick müssen sterben, die mehr verzehren als erwerben.
  • Am Stumpf erkennt man den Holzfäller.
    ee] Kännust tuntakse puuraiujat.
  • Am Sunnta' san alle Leut schön, die Kropfaten (= Kropfigen), Krumpn (= Krummen) und die Gschiagelten (= Schielenden) aa!
  • Am Tag der heiligen Lucie trinkt sie schon die Nächte ab.
    Tschechien
  • Am Tag der heiligen Magdalen (22. 7.) kann man schon volle Nüsse sehn.
    it] Per Santa Maria Maddalena, la noce è piena.
  • Am Tag der vierzig Märtyrer (9. 3.) wendeten vierundvierzig Vögel den Mund (d. i. den Schnabel) zum Sommer hin.
    ee] Sorokasvetah käänd nellikümmend nelli tsirku suu suvõ poolõ.
  • Am Tag des heiligen Simeon (28. 10.) legt man beiseite den Fächer schon.
    it] A San Simone il ventaglio si ripone.
  • Am Tag des Herrn.
  • Am Tag ein Bettler, (zu) nachts ein Dieb.
  • Am Tag erkennen, das sind Possen,
    Im Finstern sind Mysterien zu Haus.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust II A I, Saal des Thrones
    Mephisto Vs 5031
  • Am Tag ist die Eule blind, bei Nacht die Krähe. Wen aber die Liebe (ver)blendet, der ist blind bei Tag und Nacht.
  • Am Tag, als der Regen kam.
    geflügeltes Wort
  • Am Tag, an dem du deine Frau heiratest, heiratest du auch deine Kinder.
  • Am Tag, da einer alles weiß, lass ihn ruhig sterben!
  • Am Tage Allerheiligen kleiden sich die Großen warm, an Sankt-Martin tut es Groß und Klein.
    Mailand
  • Am Tage Arbeit, abends Gäste, schwere Wochen, frohe Feste.
  • Am Tage den Mond und des Nachts die Sonne suchen.
  • Am Tage der heiligen Katharina muss man sich unter das Federbett stecken.
    Tschechien
  • Am Tage der heiligen Magdalen (22.7.) kann man schon volle Nüsse sehn.
  • Am Tage der Schlacht marschiert alles nach dem Kanonendonner.
    i] Das Wichtigste kommt zuerst.
    zit] Die alte Soldatenregel: Am Tage der Schlacht marschirt alles nach dem Kanonendonner, ist tief in das preussische Blut übergegangen.
  • Am Tage der sommerlichen Sonnenwende wurde wieder gesagt, daß die Nacht anfangs nur um einen Hahnenschritt länger wird.
    ee] Suvisel pööripäeval öeldi jällegi, et öö esmalt läheb vaid kukesamm pikemaks.
  • Am Tage des Sankt Valentein (14. 2.), da friert das Rad samt Mühle ein.
  • Am Tage des Sieges denkt man nicht länger an die Wunden, in der Todesstunde nicht länger an die Arznei.
    Indien
  • Am Tage des Sieges lässt man sich keine Strapaze verdrießen.
  • Am Tage des Todes schämt sich die Liebe.
    Afrika
  • Am Tage ein Bettler, nachts ein Dieb.
  • Am Tage erleiert (erdreiert), des nachts verdreiert (verleiert).
    i] Was man bei Tage mit der Leier verdient, das geht des Nachts wieder in den Wind.
  • Am Tage errungen, am Abend verschlungen.
  • Am Tage fliegen die Vögel überallhin, in der Nacht aber kehren sie zurück ins Nest.
  • Am Tage herrscht die Frau über den Mann, aber in der Nacht der Mann über die Frau.
    Estland
  • Am Tage ist die Eule blind, bei Nacht die Krähe.
  • Am Tage läuft er vor des Büffels Zorn, den Teufel fasst er in der Nacht am Horn.
  • Am Tage Licht ist Augengift.
    Braunschweig
  • Am Tage nach den Sternen schauen.
  • Am Tage nach der Wohltat weiß man, wer ein Herz hat.
  • Am Tage Pauli Bekehr (25. 1.) - der halbe Winter hin, der halbe Winter her.
  • Am Tage Portiuncula (2. 8.) ist's leicht, den Kapuzinern zum Tanze pfeifen.
  • Am Tage Sankt Krispin (25. 10.) sind alle Fliegen hin.
  • Am Tage Sankt Paul's bricht der Winter das Genick.
    Frankreich
  • Am Tage schlaf nicht, in der Nacht trink kein Wasser, dann brauchst du keinen Arzt.
  • Am Tage siehst du nichts und in der Nacht schwatzest du.
    Griechenland
  • Am Tage sind die Sterne nicht zu sehen, nachts scheint nicht die Sonne.
  • Am Tage Tiburti sollen alle Felder grünen.
  • Am Tage von Sankt Valentin (14. 2.) gehen Eis und Schnee dahin.
  • Am Tage vor Sanct-Lorenz esst hundert Mandeln, am heiligen Kreuztage (14. 9.) esst hundert Nüsse.
    Sardinien
  • Am Tage vor Sankt Kilian (8. 7.), da säe deine Wicken an.
  • Am Tage, als Kunz Saudreck gen Pfingsten reut.
  • Am Tage, an dem du nackt herumläufst, wirst du bestimmt deine Schwiegermutter treffen.
    Suaheli
  • Am Tage, an dem ich mein Haus nicht fegte, kamen unerwartete Gäste.
    Spanien
  • Am Tage, da einer alles weiß, laß ihn ruhig sterben!
    Sudan
  • Am Tage, da ich meinen Pass verlor, entdeckte ich mit achtundfünfzig Jahren, dass man mit seiner Heimat mehr verliert als einen Fleck umgrenzter Erde.
    Stefan Zweig (1881-1942), Erinnerungen
  • Am Takte erkennt man den Organisten (o. Spieler).
    zit] Auch noch vieles andere; denn Takt ist der Verstand des Herzens.
  • Am Tanztag beweint niemand seinen (verstorbenen) Angehörigen.
    Afrika
    i] Man soll alles zu seiner Zeit tun.
  • Am Tanztag nimmt man eine Frau nicht in wilde Ehe.
    Afrika
    i] Der Tanztag ist nur die Gelegenehit, sich kennenzulernen und Verabredungen zu treffen
  • Am Text kleben.
  • Am Thersites krankt ein jeder Held.
    Paul Heyse (1830-1914), Das Feenkind
  • Am Thomastag (21. 12-) kommt (von) der Sonne eine Staubschicht ab, die Sonne wird klarer.
    ee] Tuumapäiv lätt pääväl üts tolm maaha, päiv nakas selgembäst minemä.
  • Am Thomastag (21. 12.) heiratet der schwarze Thomas seine erste Tochter; am Antoniustag (17. I) die zweite, zur Lichtmeß (2. II) die dritte.
    ee] Toomapäeväl pandvat must Toomas edimädse tütre mihele, tõnnispäeväl tõse, küindlepäeväl kolmanda.
  • Am Thomastag (21. 12.) stöbert es immer.
    ee] Toomapäeval ikka tuiskab.
  • Am Thomastag (21. 12.) wächst der Tag um einen Hahnenschritt.
    it] San Tomé cresce il dì quanto il gallo alza un piè.
  • Am Thomastag (21. 12.) werden die Weihnachtstore vom Himmelsvater geöffnet.
    ee] Toomäpää saavad jõuluväravad lahti tehtud taevataadi poolt.
  • Am Thomastag (21. 12.) wird der rußige Thomas hinausgebracht.
    ee] Toomapääval viiakse Tohma-Toomas välja.
  • Am Throne gibt es fast für niemanden Geheimnisse als für den, der darauf sitzt.
    Jean Paul (1763-1825)
  • Am Tisch der Fugger speist ich dort und hie und schimpfe weidlich Pfeffersäcke sie.
    Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898), Homo sum
  • Am Tisch sei frölich, nicht hader mach, zu afterred sey nicht Ursach.
    la] Absint a mensa, detractio, murmur et ira, sed cum laedicia, sumatur potus et esca.
  • Am Tisch soll man keines Haders gedenken.
  • Am Tisch und im Bett gehört die rechte Seite dem Mann.
  • Am Tische hat das Weib recht, im Bett der Mann.
  • Am Tische sei frölich, frisch und freundlich.
  • Am Tische soll man keines Haders gedenken.
  • Am Tische, den ein andrer gedeckt, das Essen meist am besten schmeckt.
  • Am Tor des Dorfes endet die Macht des Königs.
  • Am Tor eines deutschen Militärbüros sah ich ein Plakat, aus dem die Worte hervorsprangen: 'Macht Soldaten frei!' Es war aber gemeint, daß Zivilisten als Schreiber für die Kanzlei gesucht werden, um den dort beschäftigten Soldaten den Abgang an die Front zu ermöglichen.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Nachts
  • Am Tor handelt man um ein Füllen, auf der (Dorf)straße um einen Hengst.
    Estland
  • Am toten Punkt angelangt/angekommen sein
  • Am Trillern erkennt man die Lerche.
  • Am trockenen Busen hält sich Weißbrot am feuchten Gerstenbrot.
    ee] Kuivas põues seisab saialeib, märjas kesvakannikas.
  • Am trockenen Stamm ist gut Feuer machen.
  • Am Trompetentisch sitzen.
    i] Am Bei- oder Nebentisch. Wohl daher, dass bei Gastmählern, besonders der Offiziere, die Trompeter oder Musiker, welche die Tafelmusik besorgen, an einen besondern Tische ihren Platz haben. Die Musiker genossen früher keine besondere Achtung, was sich noch in der Benennung Trompeten- oder Musikantentisch für Neben- oder Katzentisch zeigt.
  • Am Übeltäter zittert selbst der Rock.
    Tschechien
  • Am Ufer ist die Sicherheit, im Heer der Reichtum.
  • Am Ufer stehen nützt nichts, wenn der Fluss vertrocknet ist.
  • Am unangenehmsten sind nicht die Neinsager, sondern Leute, die sagen: 'Ja, aber'.
  • Am unbarmherzigsten im Urteil über fremde Kunstleistungen sind die Frauen mittelmäßiger Künstler.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Am unglücklichsten ist nicht der Mann, der keine Freunde, sondern der keine Feinde hat.
    Spanien
  • Am unterspülten Ufer ist bös baden.
  • Am unverständlichsten reden die Leute daher, denen die Sprache zu nichts andern dient, als sich verständlich zu machen.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Mensch und Nebenmensch
  • Am Vater erkennt man den Sohn, an der Mutter die Tochter.
  • Am Vater kennt man gemeiniglich die Kinder.
  • Am Verbrechen eines einzelnen lern alle kennen.
    la] Crimine ab uno/disce omnes.
  • Am Veronatag soll's vormittags regnen und nachmittags die Sonne scheinen.
    Luzern
  • Am Verstande trägt man nicht schwer.
  • Am vielen Fragen erkennt man den Narren.
  • Am vielen Lachen (o. Fragen) erkennt man den Narren (o. Toren).
    en] A loud laugh bespeaks a vacant mind.
    fr] Au rire on connaît le fou.
    fr] Qui rit trop a nature de sot.
    it] I matti si conoscono dal molto ridere.
    la] Per risum multum debes cognoscere stultum.
    la] Risu inepto res ineptior nulla est.
    es] La olla en sonar y el hombre en hablar.
  • Am vielen Lachen kann man den Narren erkennen.
  • Am vierten Tag vom Hochzeitsschmaus trollt der Hochzeitsbitter sich nach Haus.
  • Am Vorabende großer Ereignisse stehen.
    i] Meist ironisch gebrauchte Redensart, um auszudrücken, dass nichts von Bedeutung geschehen werde.
    zit] Lassen Sie in Paris bekannt machen, dass wir am Vorabende eines großen Ereignisses, à la veille d'un grand évenement, stehen. Napoleon
  • Am vorderen Tor wehrt man den Tiger ab, durch das hintere kommt der Wolf ins Haus.
    China
  • Am vorderen Tor wehrt man den Tiger ab, und durch die Hintertüre kommt der Wolf ins Haus.
  • Am Vormittag der Heilige Elias, am Nachmittag Allah.
  • Am vorsichtigsten sei man beim Ratgeben in Heiratsangelegenheiten!
    Adolph Knigge (1752-1796), Über den Umgang mit Menschen
  • Am wahren Spötter lächelt das ganze Gesicht, der Mund ausgenommen.
    Jean Paul (1763-1825), Bemerkungen über den Menschen
  • Am Walde hätte nicht die Axt so leichtes Spiel,
    Hätt' ihr der Wald nicht selbst geliefert ihren Stiel.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Die Weisheit des Brahmanen
  • Am Wams kann man nicht sehen, wer ein Brandmal trägt.
    nl] Het is aan het wambuis niet te zien, wie een brandmerk draagt.
  • Am Wappen erkennt man die Münzen.
    nl] Aan de wapens kent men de munten.
  • Am warmen Kamin träumt es sich gut vom Schneesturm.
  • Am warmen Ofen (v)erfriert man nicht.
    Rheinpfalz
  • Am Wege enden alte Pferde und alte Soldaten ihr Leben.
    nl] Aan den weg en aan de straat rekken oude paarden en trouwe veteranen hun leven.
  • Am Weibe schlägt der Mann seine Schande.
  • Am Weiler vorbei
    Sammelt die sanfte Waise noch spärliche Ähren ein.
    Georg Trakl (1887-1914), De Profundis
  • Am Weiser kann man sehen, was an der Glocke ist.
    ndt] Hä is wie de Wîser an de Klock, hä geiht, we ein'n 'n stellt.
    nl] Men kan aan den wijzer wel zien, wat de klok heeft.
  • Am weitesten in der Rücksichtslosigkeit bringen es die Menschen, die vom Leben nichts verlangen als ihr Behagen.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • am wenigsten geschätzt.
  • Am wenigsten sicher sind die Menschen vor dem, was das Schicksal nicht befürchten lässt.
    la] Ad id, quod, ne timeatur, fortuna facit, minime tuti sunt homines.
  • Am wenigsten stützt Religion und Sittlichkeit auf Gründe. Eben die Menge der Pfeiler verfinstert und verengt die Kirchen.
    Jean Paul (1763-1825)
  • Am Werk der Nacht findet der Tag immer etwas auszusetzen.
    Irland
  • Am Werk sieht man zu aller Frist, was meisters drob gewesen ist.
    fr] A l'oeuvre on connaît l'artisan (l'ouvrier).
    fr] C'est à la muraille qu'on connaît les maçons.
    nl] Aan het werk kent men den meester.
  • Am Werke erkennt man den Meister.
    Jean de La Fontaine (1621-1695), Fabeln
  • Am Werke erkennt me den Werkmann (Arbeiter).
    la] Indicat artificem res operata suum.
  • Am Werktag schaffe alle Ding,
    Am Sonntag bete, hör und sing!
  • Am wertvollsten ist eine Gabe, wenn ich sie dringend nötig habe.
  • Am Wickel haben.
  • Am Widerrist erkennt man ein gutes Pferd, am Maul einen guten Esser.
    Estland
  • Am widerwärtigsten sind die kricklichen Beobachter und grilligen Theoristen; ihre Versuche sind kleinlich und kompliziert, ihre Hypothesen abstrus und wunderlich.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 566
  • Am Wildfangen ist kein Gewinn.
  • Am Windeskreuztag (d.i. Jürgenstag) bekam das Pferd seinen Schlüssel in die Hand.
    Estland
  • Am Winterfirsttag (12.3. od. 14. 1.) wird der Hahn über den Dachfirst geworfen, denn er hat unter dem einen Fuß Körner, unter dem anderen Schnee.
    ee] Taliharjapäeval visatse kukk üle katuseharja, sest tal on teise jala all teri, teise all lumi.
  • Am winterlich geschwellten Bache siehst du, wie alle Bäume, die sich schmiegsam beugen, den Schmuck der Zweige unversehrt bewahren.
    Sophokles (497-406 v. Chr.), Antigone
  • Am Wissen trägt man nicht schwer.
  • Am Wohlgebornen übel steht, wenn er der Tugend Weg nicht geht.
    la] Bene natis turpe est male vivere.
    la] Honeste natis turpe est male vivere.
  • Am wohlsten fühlt sich ein Brunnenfrosch im Brunnen.
    China
  • Am Wolfgangregen (31. 10.)
    Ist viel gelegen.
  • Am wünschenswertesten wäre jedoch, dass man die Sprache, wodurch man die Einzelnheiten eines gewissen Kreises bezeichnen will, aus dem Kreise selbst nähme, die einfachste Erscheinung als Grundformel behandelte und die mannigfaltigem von daher ableitete und entwickelte.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Entwurf einer Farbenlehre 5. Abt.? 755
  • Am würdigen Alten in Treue halten; am kräftigen Neuen sich stärken und freuen, wird niemand gereuen
    Inschrift an einem 1867 zu Dresden erbauten Hause.
  • Am zähesten wird verteidigt, was nicht existiert.
  • Am Zapfen sparen und am Spundloch herauslassen spart nicht.
    var] Am Zapfen sparen und am Spundloche wieder herauslaufen lassen, das spart nicht.
  • Am Zaum erkennt man das Pferd.
    pl] Uzda konia, język człowieka, smak potrawę pokazać ma.
  • Am zehnten Januar Sonnenschein
    Bringt viel Korn und Wein.
  • Am Zeichen erkennt man die Warenballen, und an den Reden die bösen Zungen.
    fr] Aux marques l'on connoit les bâles, et au parler les langues males.
  • Am Zeiger kann man sehen, ob die Uhr verrückt ist.
    i] Vom Antlitz und äußern Betragen ist leicht ein Schluss auf den innern Menschen zu machen.
  • Am Zeiger kann man sehen, wie spät es (o. was an der Zeit) ist.
  • Am Zeug flicken.
  • Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Am Zinsfuß zeigt sich die Achillesferse der Konjunktur.
  • Am Zorn erkennt man den Toren.
  • Am Zug sein.
  • Am zuverlässigsten unterscheiden sich die einzelnen Fernsehprogramme noch immer durch den Wetterbericht.
    Woody Allen
  • Am zweiten Weihnachtstag (26. 12.) wird der Tag um einen Hahnenschritt länger.
    ee] Keskmisel jõulupühal läheb päev kukesammu pikemaks.
  • Ama a chi ti ama e risponde a chi ti chiama.
  • Ama a cruz, que ao céu te conduz.
  • Ama a praia; que os outros fiquem com o mar profundo.
  • Ama a prudência.
  • Ama a quem não te ama, andarás carreira vã.
    var] Ama a quem não te ama, responde a quem não te chama, andarás carreira vã.
    var] Ama a quem te ama, responde a quem te chama, andarás carreira chã.
    var] Ama a quem te ama, responde a quem te chama.
    var] Ama a quem te ama.
  • Ama a quien no te ama y responde a quien no te llama.
    var] Ama a quién no te ama y responde al que no te llama, andar s carrera vana.
    var] Ama a quien no te ama, responde a quien no te llama, andarás carrera vana.
    var] Ama á quien no te ama, responde á quien no te llama, correrás carrera vana.
    var] Ama a quien no te ama, responde a quien no te llama, y andarás carrera vana.
  • Ama a quien te ama no a quien te ilusiona.
  • Ama a quien te ama y responde a quien te llama.
    var] Ama a quien te ama, responde el que ama.
  • Ama a tu prójimo como a ti mismo.
  • Ama a tu vecino, pero no quites la cerca.
  • Ama a tus amigos aunque sean diferentes
  • Ama al grado que quieras ser amado.
  • Ama ao bom para que te ame, e ao mau para que não te difame.
  • Ama as pessoas; combate os vícios.
  • Ama chi t'ama, e chi non t'ama lascia.
    var] Ama chi t'ama, e chi non t'ama lascia; chi t'ama di buon cuore strigni e abbraccia.
    var] Ama chi t'ama, e rispondi a chi ti chiama.
    var] Ama chi t'ama, rispondi a chi ti chiama.
  • Ama com amigo, nem a tenhas, nem a dês a teu amigo.
  • Ama como se houvesses de odiar, odiarás como se houvesses de amar.
  • Ama con amigo, ni la tengas en tu casa ni la des a tu vecino.
  • Ama de buen grado, si quieres ser amado.
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