DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • An St. Gallustag den Nachsommer man erwarten mag.
  • An St. Gertrud ist es gut, wenn in die Erd' die Bohn' man tut.
  • An St. Kilian (8. 7.) säe Rüben an.
  • An St. Kilian säe Rüben und Wicken an.
  • An St. Lorenz die große Hitze, an St. Antoni die große Kälte; die eine oder die andere währt nicht lange.
  • An St. Lucia ist der Abend dem Morgen nah.
  • An St. Lukastag soll das Winterkorn schon in die Stoppeln gesät sein.
  • An St. Medardus (8. 6.) wird ausgemacht, ob 40 Tage die Sonne lacht.
  • An St. Medardus wird ausgemacht. ob 40 Tag die Sonne lacht.
  • An St. Philipps Tag die Linsen zum Felde trag.
  • An St. Valentein (14. 2.) friert's Rad mitsamt der Mühle ein.
  • An Steckn muss ma sich richten in jungen Jahrn, dass ma a Heb' (= Stütze) hat für die alten Tag.
  • An stinckendem (faulem) Fleisch ists saltz verlohren.
  • An Stockfisch- un Erdäpfelsdâg (Freitag) sagen de ärm Lück, esse mêr de Erdäpfel met gekreiztem Olg (Öl) un de Stockfesch' setzen dröm eröm.
    Köln
  • An Stricke bindet man die Ochsen, an Unterschriften die Bauern.
  • An Sünden gewinnet man nichts.
  • An t-ualach is mó ar an gcapall is míne.
    en] The heaviest load [is] on the gentlest horse.
  • An Tag gekommen sein.
    es] Ser descubierto.
  • An Tand'lmoarkt z'sammenkaufen.
    zit] Was hast denn da für an Tand'lmaorkt z'sammen kauft?
    i] Altes Zeug aller Art, Plunder, ein Durcheinander von unbedeutenden Dingen.
  • An té a bhíonn amuigh, fuarann a chuid
  • An té a bhíonn breoite, ní bhíonn feoil air.
    en] The person who is ailing, there does not tend to be meat on him.
  • An té a thabharfas scéal chugat tabharfaidh sé dhá scéal uait.
    en] Whoever will bring a story to you will take two stories from you.
  • An té atá thuas óltar deoch air. An té atá thíos buailtear cos air.
    en] The one who succeeds is toasted. The one who fails is kicked.
  • An té is mó a osclaíonn a bhéal is é is lú a osclaíonn a sparán.
    en] The one who opens his mouth the most, 'tis he who opens his purse the least.
  • An té nach bhfuil láidir ní folair dó a bheith glic.
    en] Whoever is not strong must be clever.
  • An té nach gcuireann san earrach ní bhaineann sé san fhómhar.
    en] Whoever does not plant in the spring does not reap in the fall.
  • An Terno mach'n.
    i] Glück haben, ein gutes Geschäft machen.
    zit] Mid sein Weib had er an Terno g'machd. Mit dem Kuf had er an Terno g'machd.
  • An Tiefe sowie an Fleiß hat es dem Deutschen nie gefehlt. Nähert er sich anderen Nationen an Bequemlichkeit der Behandlung und übertrifft sie an Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit, so wird man ihm früher oder später die erste Stelle in Wissenschaft und Kunst nicht streitig machen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Geschichte der Farbenlehre 2. Abt. - Farbenlehre und Farbenbehandlung
  • An Titeln soll man nicht sparen, man kauft sie ja nicht auf der frankfurter Messe.
    la] Qui vents volnut pasci, indigni sunt alimento alio.
  • An Titeln soll man nicht sparen, sagte die Braut zum Pfarrer, als sie das Aufgebot bestellte; ich bitte um den Ehrentitel Weiland vor Jungfrau, den die selige Amtmännin bekam.
  • An Tröghal, hä egh mannar üsch tau Earmer.
    Nordfriesland
    i] Ein Bettler hat nicht weniger als zwei Gewerbe.
    i] Will sagen, dass er nicht mit einer Gabe zufrieden ist.
  • An trübem Teich sammelt der Fischer leicht Reichtümer an.
  • An Tuch und Worten geht viel ein.
  • An tuira ieftha ende thria witena mute stonda al weer witscip.
  • An twei Dingen fählt ümmer wat, an dei Moehl uin an dei Brut.
  • An uair a thèid na mèirlich a throd, thig daoin' ionraic gu 'n cuid fhèin.
  • An übel gewonnenem Gut hat der dritte Erbe weder Freude noch Mut.
    la] Et male partorum non gaudit tertius haeres.
  • An überstandene Leiden erinnert man sich gern.
    la] Meminisse laborum suave qui servatus est.
  • An überwundene Leiden denkt man mit Siegesfreuden.
    it] Quel che fù duro a patire, è dolce a ricordare.
  • An überwundenes Missgeschick denkt man gern zurück.
    la] Jucunda est memoria praeteritorum malorum.
  • An unasked excuse infers transgression.
  • An unasked for excuse infers transgression.
  • An unasked question is the most futile thing in the world.
  • An unbidden guest knoweth not where to sit.
  • An unbidden guest knows not where to sit.
  • An unbidden guest must bring his stool with him.
    fr] Un hôte non invité doit apporter son siège.
  • An unchaste wife, working mischief still,
    Is oft compared to a foul dunghill.
  • An und für sich betrachtet, ist es ein gutes Leben; aber in Betracht, daß es ein Schäferleben ist, taugt es nichts. In Betracht, daß es einsam ist, mag ich es wohl leiden, aber in Betracht, daß es stille ist, ist es ein sehr erbärmliches Leben. Ferner, in Betracht, daß es auf dem Lande ist, steht es mir an; aber in Betracht, daß es nicht am Hofe ist, wird es langweilig. Insofern es ein mäßiges Leben ist, seht ihr, ist es nach meinem Sinn; aber insofern es nicht reichlicher dabei..
    William Shakespeare (1564-1616)
  • An und für sich; von selbst
    la] per se
  • An und in dem Boden findet man für die höchsten irdischen Bedürfnisse das Material, eine Welt des Stoffes, den höchsten Fähigkeiten des Menschen zur Bearbeitung übergeben ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre III,14
  • An Undankbaren ist alle Wohlthat verloren.
  • An unexpected stone can split the head.
  • An unfortunate man would be drowned in a teacup.
  • An ungebetnen Gast steckt man untern Ofen.
  • An ungetanem Werk ist nichts zu meistern.
    se] För ogjord gjärning bötes oföd fä.
    se] Hät är med ingo bött.
    se] Ogjord blijr ospord.
  • An unjust king is like a river without water.
  • An unknown quantity.
  • An unlawful oath is better broken, than kept.
  • An unmöglichen Dingen soll man selten verzweifeln, an schweren nie.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Italienische Reise II, Paralipomena
  • An Unmögliches ist niemand gebunden.
    Rechtssprichwort.
    la] Ad impossibile nemo tenetur.
  • An unpleasant guest is as welcome as salt to a sore eye.
  • An unser früheres Leben können wir uns deswegen nicht erinnern, weil Erinnerung eine Eigenschaft nur dieses Lebens ist.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Tagebücher (1905)
  • An unseren Gedanken hat der Wille weit mehr Anteil als der Verstand.
    Hugo von Hofmannsthal (1879-1929), Buch der Freunde
  • An unshod mocks a shoe.
  • An unsolicited guest is worse than a Tatar.
  • An unsung hero.
  • An unverschuldeter Aufregung gestorben, erklärte der Totenschauer, als er einen Mann tot mit drei Kugeln im Kopfe fand.
  • An unverstendigen Leuten kan niemand Meister werden.
  • An up-and-a-downer.
  • An uphill battle/fight/struggle.
  • An upright freedman is a son without the tie of blood.
  • An Urban (25. 5.) die Hirse gut geraten kann.
  • An Urban (25. 5.) und Pankrazius (12.5.) der Winzer die Ernte bemessen muss.
  • An urem Mann is a Wattren (Freigebiger) auf a fremden Beutel.
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    i] Wenn jemand auf Kosten anderer mildtätig ist.
  • An urem-Mann is wie a Hojker.
    i] Höcker, Buckliger. Beide tragen, was sie besitzen, auf dem Rücken.
  • An urm Mann is wie a löchriger Sack.
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    i] Schwer zu füllen.
  • An urm Mann steht bei der Tür.
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    i] Wer Gefälligkeiten oder Wohltaten beansprucht, muss bescheiden sein.
  • An Ursula (21. 10.) muss das (o. brings) Kraut herein, sonst schneien (noch) Simon und Juda (28.10.) hinein.'
  • An Ursula (21. 10.) muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Jude (28.10.) drein.
  • An verdächtigen Orten halte dich nicht auf und sei nie Gefährte eines Menschen, der ein Wegweiser zum bösen Ort ist, damit er dich nichts Böses lehre. Dergleichen Leute fliehe und bleibe ihnen fern.
    Buch des Kabus (1058)
  • An vergangenes Unglück ist gut denken.
    la] Jucunda malorum praetoriorum memoria.
  • An verlegenem Fleisch kauft man allzeit zu teuer.
  • An verlorenem Appetit stirbt man nicht.
    es] Dejar de comer por haber comido no es enfermedad de peligro.
  • An Versprechungen ist jeder so reich, wie er will.
    Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.), Die Liebeskunst
  • An Versprechungen und rohem Tuch geht viel ein (zurück).
    dk] Løfte og raat klæde løber meget ind.
  • An viel reden kennt man einen Narren.
  • An viel reden ohne Verstand wird der Narr erkannt.
    nl] In woorden zonder slot is't kenmerk van een' zot.
  • An viel Rühmen soll man sich nicht kehren.
    fr] De se vanter doit l'en prendre garde.
  • An vielem Fragen erkennt man einen Narren.
    zit] In den Hospitälern bemerkt man, dass die Narren vorzüglich gern Tabak schnupfen. In der Gesellschaft erkennt man sie an dem vielen Fragen.
    it] Chi troppo dimanda ha testa di matto.
  • An vielem Lachen erkennt man den Hachen
    i] Oft wird man fragen können, wer der Narr ist, der welcher lacht, oder der, über den gelacht wird.
  • An vielem Lachen erkennt man den Narren.
  • An vielem Lachen sollst du den Narren erkennen (o. erkennt man den Narren).
    la] Per risum multum debes cognoscere stultum.
  • An vielem Schwatzen erkennt man den Mann.
    la] Qui multum fatur, stultissimus esse probatur.
  • An vielen Höfen essen die Esel der Gelehrten Brot und die Narren besitzen die Ehrenstellen.
  • An vieles, was ich erst erlebe, kann ich mich schon erinnern.
    Karl Kraus (1874-1936), Aphorismen. Nachts
  • An vier Dingen erkennt man den Franzosen: wenn die Uhr schlägt, wenn er jemand fragt, wenn er Versprechungen macht und wenn er von seinen Liebschaften redet.
  • An vier Dingen erkennt man einen Narren: sich selbst loben, sich leicht erzürnen, ungefragt viel reden und wegleihen ohne Sicherheit.
    en] By six qualities may a fool be known: Anger without cause, speech without profit, change without motive, inquiry without an object, putting trust in a stranger and wanting the capacity to discriminate between a friend and a foe.
  • An vier Dingen geht viel ab: an Rechnungen, an Worten, Dünken und gespanntem Tuch.
  • An vier Dingen wird ein Mensch erkannt: in seinem Geschäft, in seinem Trinken, in seinem Zorn und seinem Spiel.
  • An vier Zeichen erkennet man den Mann: seine Weisheit, wenn er in Rechten ist; seine Geduld, wenn er in Not ist; seine Demut, wenn er groß ist, seinen Reichtum, wenn er tot ist.
  • An viererlei Leuten ist Mangel auf Erden: an Pfaffen, sonst dürfte einer nicht sechs bis sieben Pfründen haben; an Adeligen, sunst wollte nit jeder Bauer ein Junker sein; an Huren, sonst würden Eheweiber und Nonnen das Handwerk nicht treiben, und an Juden, sonst würden Christen nicht wuchern.
  • An Vierzigritter kalter Wind, noch vierzig Tage windig sind.
  • An Vinzenzi (22. 1.) voller Sonnenschein, der lässt uns hoffen auf Korn und Wein.
  • An vivere tanti est.
    de] Ist Leben so viel.
  • An Vorwand fehlt es keinem, wenn er betrügen will.
  • An Wänden gehen.
  • An Wanj, thiar knarket, thi healt laang.
    Nordfriesland
    i] Ein Wagen, welcher knarrt, hält lange.
    i] Um zu sagen, dass die, welche stets über ihre Gesundheit klagen, in der Regel am längsten leben.
  • An Waren und grauem Tuch geht viel ein.
  • An warmen Öfen? An vollen Tischen? Am besten lebt es sich dazwischen!
  • An Wedwüf her iarst Mân mut altidj üübh baasel dânsi.
    Nordfriesland
    i] Der erste Mann einer wieder verheirateten Witwe muss allezeit auf dem Tische tanzen.
    i] Er wird bei jedem Anlass gelobt.
  • An Weibern ist keine Ehre zu erjagen.
  • An Weibern liegt keine Macht.
    i] Der Ehemann wird als der natürliche Vormund seiner Frau betrachtet, in dessen Hand auch die Verwaltung des gesammten Vermögens ruht.
    mhd] An wiben liget keyne macht niet.
  • An Weibern und Melonen kauft man allzeit mit Gefahr.
  • An Weibern und Unglück ist niemals mangel gewest.
  • An Weibertreue und Wunder ist schwer glauben.
  • An Weiberweinen, Metzgerschwören und Hundehinken darf sich niemand kehren.
    la] Neve puellarum lachrymis moveare caveto, ut flerent, oculos erudire suos.
  • An Weihnacht die Hälfte Brot, die Hälfte Wein.
    Toskana
  • An wem liegt es?
    À qui la faute?
  • An wenig Gegenständen erscheint die Farbe in ihrer ursprünglichen Reinheit, selbst im vollsten Lichte, sie wird mehr oder minder durch die Natur der Körper, an denen sie erscheint, schon modifiziert ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften z. Kunst - Diderots Versuch ü. d. Malerei
  • An wessen Gewinn jemand beteiligt war, an dessen Verlust soll er auch teilhaben.
    Rechtssprichwort
    la] Cuius participavit lucrum, participet et damnum.
  • An Willen und Worten ist kein Zwang.
    i] Im Allgemeinen sollen nicht bloß die Gedanken, sondern auch die Worte, insofern in diesen nicht selbst schon, wie bei Ehrenkränkungen, das vollendete Unrecht liegt, von strafrechtlicher Ahndung verschont bleiben, da dadurch allein noch niemand Gewalt angetan wird.
    mhd] An willen noch an worden i's nen gedvang.
  • An williger Armut hat Gott kein Schuld.
  • An witjen Hingst skal föl Streilis ha.
    Amrum
    i] Ein weißer Hengst (Pferd) soll viel Streu haben.
    i] Wird in Bezug auf eitle Hausfrauen gebraucht.
    ndt] Di wit Hingster skel fuul Streils haa. Sylt
  • An Witwen und Jungfrauen, an Rüben und Schoten am Wege rupft jedermann.
  • An Witwen und Waisen will jeder ziehen und zerren.
  • An Witwen und Waisen will jedermann den Arsch wischen.
    nl] Aan weduwen en weezen will elk trekken en plakken.
  • An wohlen Tagen geht er auf dem Eis tanzen.
  • An wohlfeiler Ware ist teuerer Kauf.
    it] Guardati delle derrate di buono mencato.
  • An Woid vor lauda Baam ned seng
  • An Wort und Schritten erkennt man den Mann und seine Sitten.
  • An Worten und an Werken kann man den Heuchler merken.
    it] Per l' opere non per il vestito vien conosciuto l' hipocrita.
  • An worten und grauem (ungenetztem) tuch geht viel ein.
    nl] Aan woorden en laken, neem altijd wat tegen het krimpen.
  • An Worten und Laken muss man immer etwas gegen die Krümme haben.
  • An Worten und ungenetztem Tuche geht viel ein.
  • An Wüüf kaan onnar a Skortelduk muar wechbring, üüs sööwen Hingster tji kôn.
    Nordfriesland
    i] Ein Weib kann unter der Schürze mehr wegbringen, als sieben Pferde ziehen können.
    i] Heimlich, hinter dem Rücken des Mannes.
  • An Zeichen erkennt man die Herberge.
    nl] Het teeken wijst de zaak.
  • An Zerstreuungen lässt es uns die Welt nicht fehlen; wenn ich lese, will ich mich sammeln und nicht, wie jener Sultan von Indien, durch abgerupfte Märchen hingehalten sein.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Literarisches Konversationsblatt
  • An Zornigen ist kein Ehr zu erjagen.
  • An zu viel Glück ist noch keiner gestorben.
  • An zu viel Wurst kann ein Hund ersticken.
  • An Zusagen und rohem Tuch gehet viel ein.
  • An zwei Ankern steht ein Schiff fester als an einem.
    en] Good riding at two anchors, men have told, for if one break the other may hold.
    la] Ancoris duabus niti bonum est.
    un] Két istáphoz jó támaszkodni.
  • An zwei Dinge muss man sich gewöhnen, um das Leben erträglich zu finden: Die Unbilden der Zeit und die Ungerechtigkeiten der Menschen.
    Nicolas Chamfort (1741-1794), Maximen und Gedanken
  • An zwei Dingen fehlt immer etwas: an einer Mühle und an einer Braut.
  • An zwei Dingen ist immer was zu flicken: an alten Häusern und alten Weibern.
  • An zwei Dingen ist verloren der Safran und die goldnen Sporen: an Kuhfleisch in gelber Brüh' und einem Ritter ohne Müh'.
  • An zwei Dingen ist wenig zu erwischen: an Träumereien und Backfischen.
  • An zwei Tagen zitterst du umsonst vorm Tod:
    Wo ihn Gott bestimmt, wo Gott ihn nicht bestimmt.
    Denn am ersten hilft kein Arzt in deiner Not
    Und am letzten dir kein Mensch das Leben nimmt.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Erbauliches und Beschauliches aus dem Morgenlande
  • An zwei Tischen wird ein Fraß erzogen.
    ndt] A zwé Tische wird en Frass erzoge.
    Schweiz
  • An zweien Tischen erzieht man einen Fraß.
  • An'ja anke vai kui pal'lo, ega vastavõtja ei ütle 'küllält!'.
    de] Der Gebende kann geben so viel er will, der Nehmende sagt niemals 'genug'.
  • Ana gezer, k?z gezer, bu çeyizi kim düzer?
  • Ana hod imma des Bummal, ana muass imma valian!
  • Ana partes aequales.
    de] Zu gleichen Teilen.
  • Añadir/echar/poner alguien leña al fuego.
  • Analfabeto de pai e mãe.
  • Analogie oder auch nur Gleichnis haben wir in der Musik: das was dort gleichschwebende Temperatur ist, wozu die Töne, die sich nicht genau untereinander verhalten wollen, so lange gebogen und gezogen werden, dass kaum einer seine vollkommene Natur behält, aber sich alle doch zu des Tonkünstlers Willen schicken.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Louise Seidler? (Konzept)
  • Analphabeten müssen diktieren.
  • Ananas schmeckt wie Wurst, sagte der Bauerjunge.
    i] Friedrich Wilhelm III. erhielt diese Antwort, als er einst in Sanssouci einem Knaben Ananas zu kosten gab.
  • Anansi rope tie him maasa.
  • Anar amb el coll dret.
  • Anar amb peus de plom figurat.
  • Anar fet un carnestoltes figurat.
  • Anar-se'n a can Pistraus figurat.
  • Anar-se'n a fer punyetes.
  • Anarchie ist die größte aller Utopien.
  • Anarchie ist die schlimmste Despotie.
  • Anarchie ja, aber bitte nicht zuviel.
  • Anarchie wäre der wünschenswerte Zustand, wenn die Menschen Maschinen oder Götter wären. Aber dann müsste sie nicht erst gepredigt werden. Sie wäre eben da.
    Arthur Schnitzler (1862-1931), Aphorismen und Betrachtungen aus dem Nachlass
  • Anarchismus ist der Versuch, das kleinere Übel durch das größere zu ersetzen.
  • Anarchismus ist umgestülpter bürgerlicher Individualismus.
    Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924), Anarchismus und Sozialismus
  • Anarchisten sind objektiv die besten Helfer der Reaktionäre. Vielleicht wollen sie das sogar sein.
  • Anaspare le parole a mente.
  • Anathema sit.
    de] Er sei verflucht.
  • Anathema.
    de] das Gottgeweihte, die Verfluchung
  • Anatomia clavis et clavus medicinae.
    de] Die Anatomie ist der Schlüssel und das Steuerruder der Medizin.
  • Anatomie leistet am organisierten Wesen, was Chemie am unorganisierten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Vergleichende Anatomie I
  • Anaxagoras lehrt, dass alle Tiere die tätige Vernunft haben, aber nicht die leidende, die gleichsam der Dolmetscher des Verstandes ist.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 1191
  • Anbändeln.
  • Anbeißen.
  • Anbete du das Feuer hundert Jahr,
    Dann fall hinein - dich frissts mit Haut und Haar.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zahme Xenien V
  • Anblick der Liebe
    la] imago pietatis
  • Anbotten dienst ist halb vmbsonst.
    en] Proffer' d service stinks.
    nl] Aangeboden dienst is onwaard.
  • Anbrennt Grütt schmeckt gaut, säd Hans, dun was dei Koeksch sien Brut.
  • Anca ?a cossiensa fa el ca?o.
  • Anca à u lettu, bracciu à pettu.
  • Anca na simia bruta pol far un bel salto.
  • Anceps belli casus.
  • Anceps belli exitus.
  • Anceps fortuna belli.
  • Anceps remedium est melius quam nullum.
    de] Ein zweifelhaftes Mittel ist besser als keines (nichts).
  • Ancestral acres.
  • Anch aus Spass kann man die Wahrheit sagen.
    hu] Tréfából is lehet igazat mondani.
  • Anch'io so menar le oche a bere quando piove.
  • Anch'io sono pitore!
  • Ancha es Castilla.
  • Anche a chi sbaglia con rettitudine occorre prestare fede.
    Publilio Siro, Sententiae
  • Anche abituarsi a star bene può essere talvolta un male.
    Publilio Siro, Sententiae
  • Anche Adamo, mangiò del pomo prohibito.
  • Anche chi tiene il piede aiuta a scorticare.
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