DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Auch beim Tanzen kommt man (immer) voran.
    fr] Toujours va qui danse.
  • Auch Berge und Felsen vergehen.
    la] Mors etiam saxis mormoribusque venit.
  • Auch Besiegte packt manchmal tapfere Wut.
    la] Aliquando etiam victis ira virtusque.
  • Auch billich, strafft man disen Man,
    Der ein greifft hinderwertig an.
    Johannes Fischart (1546-1590), Flöh Hatz, Weiber Tratz (1573). D. Nütwendige u. Böständige Verantwortung d. Weiber
  • Auch bis aufs vierte Glied.
    i] Unterschrift im 6. Felde der Königsberger Kaufmannsbörse. Das Gemälde stellt vier an einem Tische sitzende Männer dar: Sohn, Vater, Groß- und Urgroßvater, von denen die drei ersten Karten spielen. Die Unterschrift weist auf den endlichen Untergang des Spielers hin.
  • Auch bissige Pferde lassen sich das Maul stopfen.
  • Auch Bitteres kann aus süßem Samen sprießen.
    Dante Alighieri, Die Göttliche Komödie
  • Auch böse Leute helffen dazu, dass man ein Schiff erhalten tu.
    la] Declinans nauis, releuatur in aequore prauis.
  • Auch bösen Eltern soll man danken.
    la] Persolvi gratia non potest nec malo patri. Quint.
  • Auch bösen Leuten muss man zuweilen eine Maien stecken.
  • Auch Bücher haben ihr Erlebtes, das ihnen nicht entzogen werden kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 231
  • Auch Bücher haben ihre Schicksale.
    la] Habent sua fata libelli.
  • Auch Buddha war zuerst nur ein gewöhnlicher Mensch.
    Japan
  • Auch da, wo der Floh gebissen hat, bleiben Spuren.
    ee] Kust kerpki hammustab, sinna jäevad ka jäljed.
  • Auch dagewesen?
    i] Musst du auch deine Bemerkung dazugeben? Was willst du hier?
    Jüdisch-deutsch] Aach do weest?
    i] Es ist Alles schon dagewesen, sagt in Gutzkow's Uriel Acosta der greise Ben Akiba mit einer solchen Hartnäckigkeit, dass am Schluss des 5. Aktes die Zuschauer dem Rabbi schon deshalb Glauben schenken, um endlich nach Hause gehen zu können.
  • Auch darf man ja nicht alles wissen.
    Nec scire fas est omnia.
    Horaz (65-8 v. Chr.), Oden
  • Auch darf nicht geleugnet werden, dass wir persönlich einem Buche gar manchen Druckfehler verzeihen, indem wir uns durch dessen Entdeckung geschmeichelt fühlen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan, Noten und Abhandlungen - Revision
  • Auch darf nicht vergessen werden, dass jeder Gedanke etwas von seiner Reinheit verliert, sobald er sich zu verwirklichen strebt.
    Ernest Renan (1823-1892), Das Leben Jesu
  • Auch darvon.
    Was hilfft dichs daß du bist mit Wasser abgewaschen /
    So du in dir nicht dämpffst die Lust vom Koth zunaschen?
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Andertes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 227
  • Auch das Alltagsleben kann eine Tragödie sein.
    Hans Christian Andersen (1805-1875), Bilderbuch ohne Bilder
  • Auch das Angeln ist eine Kunst.
  • Auch das Auge des Teufels weint manchmal.
  • Auch das Auge will seinen Teil.
  • Auch das Äußerste versuchen
    la] extrema omnia experiri
  • Auch das beste Pferd kann nicht zwei Sättel tragen.
  • Auch das beste Pferd stolpert einmal.
    i] Als der Präsident eines Gerichtshofs dies Sprichwort einmal gegen Voltaire anwandte, der sich gegen denselben über das widersinnige Verfahren des Gerichts in einem Prozesse beklagt hatte, bemerkte Voltaire: 'Das gebe ich zu; aber ein ganzer Stall voll Pferde sollte nicht stolpern.'
    fr] Il n'y a cheval si bien ferré qui ne glisse.
    fr] Il n'y a cheval si bon qui ne bronche.
  • Auch das Besteigen gewisser Throne sollte man nicht unternehmen, ohne sich anseilen zu lassen.
    Julius Stettenheim (1831-1916), Kannegießerei
  • Auch das Bettstroh wird ihm nicht bleiben.
    nl] Hij zal zijn bedstroo nog moeten verkoopen.
  • Auch das blinde Pferd weiß, wann der Trog leer ist.
  • Auch das Chaos gruppiert sich um einen festen Punkt, sonst wäre es nicht einmal als Chaos da.
    Arthur Schnitzler (1862-1931), Buch der Sprüche und Bedenken
  • Auch das Dienstmädchen vom Rabbi kann die Gesetze auslegen.
  • Auch das erhebt den Menschen, daß die Natur ihm dienen muß, und ist gar kein schlecht Gefühl, wenn er nur ein guter und verständiger Herr ist.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Auch das Erz widersteht nicht der Zeit; doch, Diogenes, dein Ruhm
    Bleibt für immer bestehen, trotzend dem Zahne der Zeit;
    Denn du wurdest uns Führer zum selbstgenügsamen Leben,
    Zeigtest den leichtesten Pfad, der zu dem Ziele uns führt.
    Inschrift des Denkmals für Diogenes d. Kyniker
  • Auch das freie Feld birgt Tücken.
    la] Insidias et campus habet.
  • Auch das ganz kleine Übel wird zum großen Übel, wenn es vernachlässigt wird.
    Pompejanische Inschrift
  • Auch das Geld ist etwas Gutes, aber erst dann, wenn es seinen Besitzer nicht beherrscht und den Nächsten der Armut entreißt.
    Johannes Chrysostomus (344-407), griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel
  • Auch das geringste Schaffen steht höher als das Reden über Geschaffenes.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Wir Philologen
  • Auch das Gewissen kann Hornhaut bekommen.
  • Auch das glücklichste Leben endet der Tod.
  • Auch das Gold ist nur ein Erz.
    fr] Nul or sans escume.
    la] Auri natura non sunt splendentia pura.
  • Auch das Gold will gewaschen sein.
  • Auch das Gras bäumt sich, wenn der Wind darübergeht.
  • Auch das Gras hat seinen Feind an den Schafen.
  • Auch das große Los verdient es nicht, dass man bis an seinen Tod darauf hofft.
    la] Expecta, aliquid continget.
  • Auch das größte Maul wird am Ende mit Erde gestopft.
  • Auch das größte Problem dieser Welt hätte gelöst werden können, solange es noch klein war.
  • Auch das Hauskreuz? fragte Johann, als der Herr ihm befahl, die sämmtlichen Orden auf die Uniform zu heften.
  • Auch das hohe Alter hat seine Blüte ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Zu brüderlichem Andenken Wielands
  • Auch das ist Lüge und oft die kläglichste von allen: sich anzustellen, als wenn man einem Lügner seine Lüge glaubte.
    Arthur Schnitzler (1862-1931)
  • Auch das Katzengold glänzt.
  • Auch das Kind eines Frosches ist ein Frosch.
  • Auch das kleinste Gebüsch bringt Schatten.
    var] Auch ein Haar wirft seinen Schatten.
    fr] Il n'y a si petit buisson que ne porte son ombre.
  • Auch das kleinste Licht hat sein Atmosphärchen.
    Marie von Ebner-Eschenbach, Aphorismen
  • Auch das kleinste Würmelein.
    Kein Würmlein ist so tief verborgen in der Erden /
    GOtt ordnets daß ihm da kan seine Speyse werden.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 221
  • Auch das Königskind ist ein Kind.
  • Auch das kürzeste Leben enthält Jahrhunderte des Schmerzes.
  • Auch das lange Herumtragen und Betrachten der Träume ist kindisch, und während man auf eine Menge schöne Empfindungen, die man bei Gelegenheit solcher Träume hat, bei hellem Tag auf eine geträumte Weise stolz wird, vergisst man eine Menge zu tun, was wirklich, wahr und Pflicht ist.
    Clemens Brentano (1778-1842), an Bettine
  • Auch das längste Lied hat ein Ende.
  • Auch das Leben verlangt ruhige Blätter im Kranz.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Der neue Pausias und sein Blumenmädchen
  • Auch das Leichte ist dem Nichtwollenden schwer.
    hu] A könnyu is nehéz a nemakarónak.
  • Auch das leidige protestantische Sektenwesen wird aufhören und mit ihm Haß und feindliches Ansehen zwischen Vater und Sohn, zwischen Bruder und Schwester.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 11.3.1832
  • Auch das Licht hat seine Tücke, darum versengt sich dran die Mücke.
  • Auch das Meer besteht nur aus Tropfen.
  • Auch das Meer schlägt aus, wenn der Frühling kommt, aber am Tanz merkt man, wie die Blüten sind.
  • Auch das noch musst du lernen, dankbar froh
    Den guten Augenblick genießen.
    Friedrich Halm (1806-1871), Der Sohn der Wildnis (1842), V (Parthenia)
  • Auch das Paradies macht keinen Spaß ohne Menschen.
  • Auch das Rad dreht sich besser, wenn es geschmiert wird.
    hu] A kerék is jobban forog, ha kenik.
  • Auch das Ross des Kaisers hebt den Schwanz.
  • Auch das schlechteste Fleisch findet einen Käufer.
    nl] Nimmer blijft er vleesch in het vleeschhuis, hoe slecht het ook is.
  • Auch das Schmeicheln ist eine Kunst.
    zit] Gott hat uns die Zunge gegeben, damit wir unsern Mitmenschen etwas Angenehmes sagen. Heine
    en] There is a craft in dawbing.
  • Auch das schnellste Pferd hat nur vier Beine.
    Mongolisches Sprichwort, Mongolisches Sprichwort
  • Auch das Schöne muss sterben!
    Friedrich Schiller (1759-1805), Nänie
  • Auch das schönste Kleid kann man nicht essen.
  • Auch das Schweigen ist für dich von Nutzen, wenn nämlich deine Umgebung besser ist als du.
    Epicharmos (540-460 v. Chr.), Fragmente
  • Auch das Schwein ist drei Tage im Nest.
    ee] Sigagi on kolm päeva pesas.
  • Auch das seidene Hemd umhüllt nur einen nackten Körper.
  • Auch das stolzeste Werk, ins Leben gestellt, ist vergänglich;
    Was man im Herzen gebaut, reisst keine Ewigkeit um.
    Theodor Körner (1791-1813), Erinnerung an Karlsbad 1811
  • Auch das Unnatürlichste ist Natur, auch die plumpste Philisterei hat etwas von ihrem Genie. Wer sie nicht allenthalben sieht, sieht sie nirgendwo recht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Fragment über die Natur
  • Auch das Versprechen ist (schon) eine Schuld.
    ee] Juba lubamine on ka võlg.
  • Auch das Versprechen ist eine Schuld.
  • Auch das Vieh denkt. Im Menschen.
  • Auch das Waisenkind hat sein Glück.
    Estland
  • Auch das Waisenkind wird wohl ein Obdach finden.
    ee] Küll vaenelaits kah päävarju lövväb.
  • Auch das war eitel! eitel Eitelkeit!
    Am ird'schen Abglanz hing mein töricht Herz,
    An dem vergänglichen des ew'gen Lichtes.
    Nun faßt um Eitles mich ein eitler Schmerz!
    Adelbert von Chamisso (1781-1838), Sonette und Terzinen: Ein Kölner Meister zu Ende des römisch 14. Jahrhunderts
  • Auch das Weinen bietet eine gewisse Lust.
    Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.), Tristien
  • Auch das welsche Huhn legt die Eier nicht gebraten.
  • Auch das Wollene wird zornig, das Wergige schwer zugänglich.
    ee] Villanõ ka vihanõs, paklanõ pahanõs.
  • Auch das Wort hat seine Zeit.
  • Auch das Würmlein krümmt sich, wenn man's tritt.
    la] Inest et formicis sua bilis.
  • Auch das Zölibat ist eine Form von Empfängnisverhütung.
  • Auch das Zuckerwerk, das die Schwiegermutter schickt, ist bitter, sagte die Schnur.
  • Auch das Zufälligste ist nur ein auf entfernterem Wege herangekommenes Notwendiges.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), Parerga u. ParaIipomena
  • Auch das, was man das hohe Alter nennt, ist nur eine Spanne sehr weniger Jahre.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Trostschrift an Marcia
  • Auch dein Schwert muss sich regen, zieht der Feind den Degen.
  • Auch dem Arzt hilft kein Mittel, wenn der bleiche Tod am Bett steht.
  • Auch dem Aufmerksamsten entgeht manchmal etwas.
    en] Homer sometimes nods.
  • Auch dem Beherztesten
    Dünkt alles grauenvoll, wenn er den Fuß
    in Feindesland gesetzt.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Szene aus den Phönizierinnen des Euripides (Polynices)
  • Auch dem besten Hirten frisst der Wolf ein Schaf.
    i] Alles Ungemach, jede Ungehörigkeit kann die wachsamste Aufsicht, die kräftigste Regierung nicht abwenden.
  • Auch dem Bettler soll man zu seinem Vaterunser Zeit lassen.
  • Auch dem edlen Menschen ist die Tugend nicht angeboren. Wie alle anderen Menschen muss er sie erlernen.
  • Auch dem Ehrlichen darf man kein Loch offen lassen.
  • Auch dem Einfältigsten gedeiht eine prächtige Ernte, wenn sein Feld gut ist, ob die Reishalme reich an Körnern sind, hängt nicht von den Vorzügendes Sämanns ab.
  • Auch dem geschickten Weber reisst einmal der Faden.
  • Auch dem Geschicktesten fährt der Karren einmal zu tief in die Pfütze.
    fr] Qui art a par tout part a.
  • Auch dem geschicktesten Weber reißt einmal der Faden.
  • Auch dem guten Fischer entschlüpft der Aal.
  • Auch dem guten Reitpferd darf nie Ruhe gegeben werden.
  • Auch dem Hahn obliegt es, die Küken zu ernähren.
  • Auch dem Herkules stiehlt man seine Ochsen, wenn er schläft.
  • Auch dem ist wohl, der Silber hat.
  • Auch dem Kaiser scheisst die Fliege auf die Nase.
  • Auch dem Kleinen muss man nicht unrecht tun.
  • Auch dem Klugen kann ein Unglück begegnen, der Dumme aber hat's in der andern Hand.
  • Auch dem Reichen scheint nach dem Tode keine Sonne mehr.
  • Auch dem Schnabel eines jungen Raubvogels ist nicht zu trauen.
  • Auch dem Sozialismus wohnt eine Tugend inne: die gleichmäßige Verteilung des Elends.
    Winston Churchill
  • Auch dem Spatz gefällt sein Gefieder.
  • Auch dem Teufel das Seine.
    en] Give the devil his due.
  • Auch dem Teufel muss man sein Recht lassen.
  • Auch dem Teufel soll manchmal eine Kerze angezündet werden.
    hu] Az ördögnek is kell olykor gyertyát gyújtani.
  • Auch dem Teufel zündet man wohl ein Lichtlein an.
  • Auch dem ungeschickten Schwertschmied gelingt einmal ein gutes Schwert.
  • Auch dem Wasser darf es in Kanälen
    Nie am Laufe, nie an Reine fehlen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan - Buch des Pansen - Vermächtnis altpersischen Glaubens
  • Auch dem Weisen fügt behäglich
    Sich die Torheit wohl zur Hand,
    Und so ist es gar verträglich,
    Wenn er sich mit euch verband.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Der Kölner Mummenschanz
  • Auch dem Wolf ist sein Junges lieb.
    ee] Hundil oma poeg ka armas.
  • Auch dem Zaren würden die Flügel abfallen, wenn Gott ihn fangen wollte.
  • Auch dem zufälligen Gast erweise einen guten Empfang.
  • Auch den alten armen Adel kan man mit eim Judenspiess erobern.
  • Auch den gelehrten Kopf nimmt der Tod beim Schopf.
  • Auch den kleinen Feind darf (o. muss) man nicht verachten, wenn man ihn lässt, ohne sich zu kümmern, stiehlt er einem das Reich.
  • Auch den längsten Tag der Schrecken wird einmal ein Abend decken.
  • Auch den schlimmsten Feind gewinnst du durch Brot.
  • Auch den schlimmsten Hecht soll man nicht lebendig schuppen.
    i] Man soll den Verbrecher strafen, aber nicht quälen. Recht auf Menschenwürde.
  • Auch den schönen Balg stoßt der Falk.
  • Auch den stärksten Grund zerstört, manch Aber und Und.
  • Auch den Stärksten kann man treiben, dass er muss liegen bleiben.
  • Auch den Strick des Hundes muss man unberührt lassen.
  • Auch den teuersten Falken erkennt man erst wenn man ihn auf den Reiher loslässt.
  • Auch den Verdruß müsse man sich zunutze machen, denn er sei ja auch ein Teil, und zwar ein großer, des Lebens.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), F. v. Müller, 26.1.1825
  • Auch den vertrautesten Freund verschone mit deinem Geheimnis! Forderst du Treu von ihm, die du dir selber versagst?
    Johann Gottfried Herder (1744-1803), Blumenlese aus morgenländischen Dichtern
  • Auch den weisen Mann bellen Hunde an.
  • Auch den weisen Mann ein Narr barbieren kann.
    mhd] Von tumper ougen blicke wirt vil wîser man betrogen.
  • Auch den Wolf jagt der Hunger aus dem Wald.
  • Auch den Zaren und die Zarin nimmt der Tod auf den Rücken, wenn es ihm beliebt.
  • Auch den, der eine schöne Bücherei besitzt, zählt man zu den Gelehrten.
    Johann Amos Comenius (1592-1670), Labyrinth der Welt
  • Auch denen, die uns lieben und verehren, wird nicht eher in unserer Nähe wohl, als bis sie entdeckt haben, wo wir sterblich sind.
    Arthur Schnitzler (1862-1931), Buch der Sprüche und Bedenken
  • Auch denkt niemand daran, sich von einem Werk der Poesie auf seinem eigenen Wege fördern zu lassen, sondern jeder will sogleich wieder dasselbige machen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 20.4.1825
  • Auch der Aar hat erst auf der Erde geflattert, eh' er sich zum Himmel erhob.
  • Auch der Aberglaube profitiert vom jeweiligen Stand der Wissenschaft.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Auch der Adel braucht die Nadel.
    i] Der Höchste bedarf der Dienste der Niedern.
  • Auch der Adler fliegt nicht höher als die Sonne.
  • Auch der Allbezwinger Schlaf
    Löst, wenn er fesselt, und umfängt nicht ewig uns.
    Wie sollten wir nur weisem Maß nicht huldigen?
    Sophokles (497-406 v. Chr.), Aias, 642/44 (Aias)
  • Auch der allergewöhnlichste Gegenstand, in Licht und Gegenlicht, ist wert der Betrachtung.
    Wilhelm Busch, Brief an Karl Emil Franzos
  • Auch der Alte lebt, so lange Gott will.
    dk] End lever gammel, men god vil.
  • Auch der alte Pfahl hofft bei Frühlings Wiederkehr, dass er grünen werde.
    Finnland
  • Auch der Ameise ist Galle gegeben.
    bm] Ano i mravenec umí se huěvati.
    fr] La fourmi a sa colère.
    nl] Ook de mieren hebben hare koppen.
    it] Anche la moscha ha la sua collera.
    it] Anche le piccole mosche hanno il loro pungiglione.
    la] Et formicae sua bilis inest.
    la] Habet et muscula splenem.
    la] Inest et fortnicae bilis.
    pl] I macha ma źółi w sobie.
    pl] I mrówka ma swój gniew.
    pl] I mucha ma żółć w sobie.
    pl] I robak piśnie, gdy go kto przyciśnie.
    pt] Cada formiga tem sua ira.
    es] Cada hormiga tiene su ira.
    un] Még a bárányban is vagyon harag.
  • Auch der Anblick des Schlechten kann eine Schulung für das Gute sein.
  • Auch der Arme hat seine Freuden.
    la] Habet et sua gaudia pauper.
  • Auch der arme Kiesel gibt Funken, wenn der reiche Stahl sie lockt.
    i] Gegen die Verachtung der Armen, deren gute Eigenschaften nur der Entwickelung seitens ihrer günstiger gestellten Mitmenschen bedürfen.
  • Auch der Arme, der gern reich sein möchte, redet unaufhörlich vom Missbrauch des Geldes und den Lastern des Reichen, wodurch er aber nichts anderes erzielt, als dass er sich ärgert und anderen zeigt, wie er nicht bloß über seine eigene Armut, sondern auch über der anderen Reichtum Unmut hegt.
    Baruch de Spinoza (1632-1677), Ethik
  • Auch der armseligste Mensch, mag er noch so eingeschüchtert und heruntergekommen sein, ist ein Mensch und unser Bruder.
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), Erniedrigte und Beleidigte
  • Auch der Aufschub hat seine Freuden.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Götz von Berlichingen (1773), A. 1, Jaxthausen (Maria)
  • Auch der Aufwand für wissenschaftliche Studien, der noch der edelste ist, hat nur so lange Berechtigung, als er vernünftiges Maß hält. Wozu unzählige Bücher und Bibliotheken, deren Besitzer sein ganzes Leben lang kaum die Titelverzeichnisse durchliest? Ihre Menge belästigt den Lernenden, statt ihn zu unterrichten, und viel besser ist es, wenn du dich wenigen Schriftstellern widmest, als wenn du unter vielen herumirrst.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Von der Gemütsruhe
  • Auch der aussichtsloseste Fall findet einen Anwalt.
  • Auch der Balkan läuft nur bis an's Schwarze Meer.
  • Auch der Bauer isst nicht ungesalzen.
    i] Was ihm indessen von seinem Schulzen, Landrat oder Pfarrer vorgepredigt wird, ist in der Regel nicht mit attischem Salze überfüllt.
  • Auch der Bauer sät nicht bei Altmond, weil die Aussaat bei Altmond herabrieselt.
    ee] Ka põllumees ei külvand vanalkuul, et vanakuu külv variseb.
  • Auch der Baum gibt sich beim Wachsen Mühe.
    ee] Puu näge ka kasumise pääl vaiva.
  • Auch der Baum, auch die Blume warten nicht bloß auf unsere Erkenntnis. Sie werben mit ihrer Schönheit und Weisheit aller Enden um unser Verständnis.
    Christian Morgenstern (1871-1914)
  • Auch der Baum, unter dem man Schutz sucht, lässt das Wasser durch.
    Japan
  • Auch der beste Acker bringt allein keine Frucht.
  • Auch der beste Gaul stolpert einmal.
    en] A good marksman may miss.
    en] It's a good horse that never stumbles.
    en] The best horse stumbles.
    fr] Il n'est si bon cheval qui ne bronche.
    fr] Il n'y a si bon charretier qui ne verse.
    it] Sbaglia il prete all'altare e il contadino all'aratro.
  • Auch der beste Gaul wird steif geritten.
  • Auch der beste Hund verliert zuweilen die Spur.
  • Auch der beste Jäger kann nur Rehe schießen, wenn (o. wo) es welche (o. deren) gibt.
  • Auch der Beste kann fehlen.
  • Auch der beste Krug geht einmal entzwei.
  • Auch der beste Schreiber macht einen Klecks.
    es] A quen millor escribe, caille un borrón.
  • Auch der beste Trinker muss Atem holen.
  • Auch der beste Wein hat sein Lager.
  • Auch der beste Wind kann's nicht allen Schiffen recht machen.
  • Auch der besten Katze geht einmal eine Maus hinaus!
    ndt] Au dr beschda Katz goht amol a Mous nous!
  • Auch der Bissen ist nicht dein eigen, er fällt aus dem Mund auf den Boden.
    Estland
  • Auch der Blitz macht zick zack - aber er trifft.
  • Auch der Boden hat die Ohren.
  • Auch der böseste Hund wedelt mit dem Schwanze.
    i] Freundlichkeit ist keine Bürgschaft für Güte.
  • Auch der demütigste Mensch glaubt und hofft innerlich immer mehr, als er auszusprechen wagt.
    Gottfried Keller (1819-1890), Glauben, Hoffnung
  • Auch der Dichter Tolstoi sagt, die Enthaltsamkeit sei die erste Stufe zur Freiheit. Der Mensch hat viele knechtische Begierden, und damit der Kampf gegen alle erfolgreich sei, muß man bei den elementarsten beginnen: der Eßsucht, dem Müßiggang und der Sinnenlust.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Auch der Dieb betet zu Gott, daß man (ihn) nicht faßt.
    ee] Varas pallõs ka Jumalat, õt kätte saasi-i.
  • Auch der Dilettant hat zuweilen Einfälle, die selbst den Anspruchsvollen zu verblüffen imstande sind. Aber im Gegensatz zum Künstler vergisst er meistens, dass der Einfall nichts ist als notwendige Voraussetzung und oft nichts anderes bedeutet als eine Versuchung, die auch in den Abgrund führen kann.
    Arthur Schnitzler (1862-1931), Buch der Sprüche und Bedenken
  • Auch der Dumme hat manchmal einen gescheiten Gedanken. Er merkt es nur nicht.
  • Auch der Dumme verfolgt ein Ziel: der Dümmste zu sein.
  • Auch der Dummkopf auf dem Thron ist ein König.
  • Auch der dümmste Klosterbruder weiß den Vorteil, einen Ungerochsen im Fluge zu schießen.
  • Auch der dümmste Mensch hat seine Wahrheiten, die man von ihm lernen kann.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Auch der dunkelste Brunnen spiegelt das Licht der Sterne.
  • Auch der ehrlichste Denker wird es ohne Humor niemals zum Philosophen, sondern immer nur zum Pedanten bringen.
    Arthur Schnitzler (1862-1931), Ungedrucktes, Wien 1928
  • Auch der einfachste Arbeiter fühlt, dass sich künstlich nichts schaffen lässt, dass das, was werden soll, sich entwickeln muss, und zwar mit dem Ganzen durch das Ganze, nicht getrennt und isoliert von ihm.
    August Bebel (1840-1913), Charles Fourier
  • Auch der Elefant verwickelt sich in ein Frauenhaar.
  • Auch der Erfinder der Schrift hat Schreibfehler gemacht.
    Japan
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