DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Auf krummen Wegen gedeiht selten viel Segen.
  • Auf Kurs sein/bleiben.
  • Auf kurze Sicht verkaufen.
    la] Oculata die vendere.
    Plautus
  • Auf L folgt M im A-b-c; das ist schon wahr, doch tut es weh.
    i Auf die Lüge eine Maulschelle.
    it] Una mentita tira una guanciata come la calamita il ferro.
  • Auf Lachen folgt Weinen.
    zit] Auf lachen folget offtmals greinen.
    bm] Na velký smích rád následuje pláč.
    kroat] Za sméhom velikem sledi rado plač.
  • Auf lahmen Füßen stehen.
    i] Unsicher, der Gefahr zu fallen ausgesetzt sein, dürftige Kenntnisse besitzen.
    la] In uno pede stare. Horaz (65-8 v. Chr.)
  • Auf Lambert (17. 9.) hell und klar, folgt ein trocken Jahr.
  • Auf Lambert hell kurze Ostern.
  • Auf lange Lust folgt die Pfeife (d. i. Weinen).
    ee] Pill tuleb pika ilu peale.
  • Auf lange/weite Sicht.
  • Auf langem Weg und im schmalen (o. engen) Bett erkennt man den Freund.
    es] En luengo camino y en cama angosta se conocen los amigos.
  • Auf langer Reise wird auch ein Strohhalm schwer.
    it] In lungo viaggio anco una paglia pesa.
  • Auf langes Feiern folgen Tränen.
    ee] Pisar pika pilli järel.
  • Auf Laurentius (10. 8.) Sonnenschein - folgt gutes Jahr und guter Wein, doch mäßigen Wein gibt's heuer, wenn der Lorenz ohne Feuer.
  • Auf lauter Rosen sitzen.
  • Auf Leben und Tod.
    es] Para toda la vida, en lo bueno y en lo malo.
  • Auf Lebenszeit
    la] ad dies vitae
  • Auf leeren Därmen ist gut hegen (o. liegen).
  • Auf leeren Eimern kann man am lautesten trommeln.
  • Auf Leid folgt Freud'.
  • Auf Leid folgt Freud.
    mhd] einem leide volget dicke liep.
    mhd] Man seit, daz man von leide niht verderbe.
    bm] Kdy?alost vrchu dostupuje, u? se radost ohla?uje.
    fr] Le plaisir succede à la douleur.
    nl] Na lijden komt verblijden.
    krain] Kadar?alost do varha perkipi, se vesele?e glasi.
    la] Gaudia post luctus veniunt, post gaudia luctus.
    la] Imber adest soli, comitantur gaudia fletum.
    la] Per angusta ad angusta.
    la] Ver hiemem sequitur, sequitur post triste serenum.
  • Auf leisen Sohlen wandeln die Schönheit, das wahre Glück und das echte Heldentum.
    Wilhelm Raabe (1831-1910), Alte Nester
  • Auf leisen Sohlen wandeln die Schönheit, das wahre Glück; und das echte Heldentum.
    Wilhelm Raabe
  • Auf Lichtmess (2. 2.) hat (sieht) der Bauer (Schäfer) lieber den Wolf im Stall als die Sonne.
    i] Die Schäfer fürchten großen und späten Schnee, wenn die Sonne an diesem Tage (d.h. um diese Zeit) schon zu warm scheint. Ein alter Vers lautet: 'Wenn an dem Lichtmesstag die Sonn' sich tut einfinden, so ist noch grössrer Schnee, als vormals fiel, dahinden.'
    fr] A la chandeleur la grande douleur.
    fr] A la chandeleur où toutes bêtes sont en horreur.
  • Auf Lichtmess (2. 2.) lasst es Winter sein, dann kommt der Frühling bald herein.
  • Auf Lichtmess (2. 2.) schöner Schein der Sonnen, tun uns mit Schnee, Flachs, Hanff belohnen, gar wohl geratet die frühe Saat, so sich schön wittert die Fassnacht.
  • Auf Lichtmess (2. 2.) soll der Schäfer ein Bund Stroh auf einen Berg hinlegen; weht der Wind das fort, so darf man wegen Futter nicht besorgt sein, lässt er es aber liegen, so soll man das Oert aufbewahren.
    Pommern
  • Auf Lichtmess (2. 2.), du, flick' die Handschuh.
    pl] Gromnice łataj sobie rękawice.
  • Auf Lieb und Gewiinn steht der (o. aller) Welt Sinn.
    mhd] Uf minne und uf gewinne stânt âl der werlde sinne.
  • Auf Liebe folgt Leid.
    mhd] Von grôzer lieb kumt grôzez leit.
    nl] Van liefde komt groot lijden, en onderwijl verdriet.
  • Auf Liebe und Wetter ist kein Verlass.
  • Auf Lob warten, heißt, es annehmen.
  • Auf los geht's los!
  • Auf los n Brücken ist böse reiten.
  • Auf Lug und Trug folgt Gottes Fluch.
    bm] Lháře pán bůh káře, jestli ne mrazem, tedy provazem.
    pl] Łgarze pan bóg karze, jeśli nie mroz, m etedy powrozem.
    slow] Lhára pan bóh kárà, jestli nĕrázem, tedy provazem.
  • Auf Lügen lässt sich kein Kohl kochen.
  • Auf Lunge rauchen.
    es] Tragarse el humo al fumar./Fumar de pulmón.
  • Auf Lungern folgt Hungern.
  • Auf Lust folgt (leicht) Unlust.
    fr] Plaisir engendre deuil.
    nl] Uit lust volgt onrust.
    nl] Volg den lust en hij baart onlust.
    la] Omnibus in rebus voluptatibus maximis fastidium finitimum est. Cicero (106-43 v. Chr.)
  • Auf Lust folgt Unlust.
  • Auf lustigen Abendgesang folgt oft ein trübes Morgenlied.
    dk] God aftensang giör lit sorrigfuld ottesang.
  • Auf magere (kranke) Pferde setzen sich die Mücken (Bremen) am liebsten.
    it] Sopra cavalli magri si posano le mosche.
  • Auf Maienostern.
    i] Nie, da Ostern niemals im Mai fällt.
  • Auf manche Leute regnet und haglet es nichts als Unglück, auf andere schneyet es lauter Silber und Gold.
  • Auf manche Menschen regnet's Unglück und auf andere schneit's Dukaten in Rosenwasser.
  • Auf Margarethe (13. 7.) Regen und Sturm bringt der Haselnuss den Wurm.
  • Auf Maria Beschneidung (wird, soll es geschehen).
    i] Nie, zum Nimmerleinstag.
  • Auf Mark und Pfennig.
  • Auf Märkten und Kirchweihen findet ein durchläufiger Arsch allezeit genug Dreck.
    zit] Er hat nach dem sprichwort: auf Märckten und Kirchweyhen find ein durchläuffiger Arss allzeit genug trecks, etliche grobe Heintzen u.s.w. gefunden.
  • Auf Martini Sonnenschein (11. 11.), tritt ein kalter Winter ein.
  • Auf März folgt stets April, das ist Kalenderwill'.
  • Auf Märzendonner folgt ein fruchtbar (o. gutes) Jahr; viel Frost und Regen bringt Gefahr.
  • Auf Märzenregen bleibt der Sommer trocken und die Ähre hocken.
  • Auf Märzenregen dürre Sommer zu kommen pflegen.
  • Auf Märzenregen folgt kein Sommersegen.
  • Auf Märzenregen folgt selten Segen.
  • Auf Märzenschnee die Wäsche bleichen, da müssen alle Flecken weichen.
  • Auf mäßig Abendessen folgt ruhiger Schlaf.
    dk] Paa aedra nadver fölger rolig sövn.
  • Auf Medard (8. 6.) wird der Flachs wie ein Haar.
    Sachsen
  • Auf Meeresstille darf man sich nicht verlassen.
  • Auf mehrern Raufen Futter haben (finden).
    i] Mehrere einträgliche Ämter oder Erwerbsquellen besitzen.
  • Auf meine Mühle wird auch wohl einmal Wasser kommen.
  • auf meine/unsere alten Tage.
  • Auf meinem eigenen Pferd und mit einem eigenen Boot kann ich mich hinbegeben, wohin ich will.
  • Auf meinem Miste kratzen keine solche Hennen, sprach ein Bauer, als er geputzte Damen sah.
  • Auf Menschen ist nicht leicht zu wirken,
    Doch auf das willige Papier.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Epigrammatisch - O! Bleibe ...
  • Auf Messers Schneide.
    geflügeltes Wort
  • Auf mich den Mantel, wenn es regnet.
    i] Von Egoisten.
    es] Sobre mí la capa cuando llueva.
  • Auf Minne und auf Gewinne
    Stehn ganz der Welt die Sinne.
    Freidank (1180-1233), Bescheidenheit
  • Auf Mönchen, wenn sie wollen wandern, regnet es lieber als auf andern.
    la] Imber descendit, Monachus dum pergere tendit.
  • Auf morgen ist des Tagediebes Lied.
    Basken
  • Auf morgen spare nicht, was du heuorgenrot noch folgen mag.
  • Auf morgen spare nicht, was du heute tun kannst.
    fr] Ce que tu peux faire au matin n'attens vespres ni lendemain.
    fr] N'attendre pas à faire au vespre ce que tu pués faire au matin.
  • Auf Mutters Schoß werden Kinder groß.
  • Auf Nachbars Feld steht das Korn besser.
    en] The grass is always greener on the other side of the fence.
  • Auf Nadeln (o. glühenden Kohlen) sitzen - auf der Folter sein
    en] to be on pins and needles (o. on tenterhooks) - to be (o. sit) on thorns
    fr] être sur des épines (o. des charbons ardents o. sur le gril o. au supplice)
    it] essere (o. stare) sulle spine (o. sui carboni ardenti)
  • Auf Nadelspitzen gehen (tanzen).
  • Auf nadlen gehen (sitzen).
    Martin Luther (1483-1546)
    dk] At gaae paa naale.
  • Auf Narren tropft es überall.
    bm] V?ude na blázna kape.
    pl] Wszędzie na błaznów kapie.
  • Auf Narrenrede gibt es keine Antwort.
    i] Die Narren genossen volle Redefreiheit, und man nahm ihre Witze in der Regel schweigend auf, da wenig zu gewinnen war, wenn man ihnen antwortete.
    pl] Błazeńska rżecz nie ma odpowiedzi.
  • Auf Narrenwort ist vernünftige Rede nicht am Ort.
  • Auf närrische Rede gehört keine weise Antwort.
  • Auf närrische Rede muss man nicht hören.
  • Auf närrische Worte gehören taube Ohren.
    it] A parole lorde orecchie sorde.
  • Auf nassem Erdboden wirkt es schnell.
    ee] Märja maale mõeob ruttu.
  • Auf nassen April ein trockner Juni folgen will.
  • Auf nassen Mai kommt trockner Juni herbei.
  • Auf nassen Micheltag (29. 9.) nasser Herbst folgen mag.
  • Auf nassen Micheltag ein nleiches.
  • Auf natürlichem Weg
    la] per vias naturales
  • Auf Nebel stark füllt Tod den Sarg.
    i] Natürlicher Zusammenhang zwischen ungesunder Witterung und erhöhter Sterblichkeit.
  • Auf Nebel stark
    Füllt Tod den Sarg.
  • Auf Nesseln sitzen.
    i] Sehr unruhig.
    zit] Sie mag nicht ob der Kunkel bleiben; es ist ihr, als sässe sie auf lauter Nesseln und Ameisen.
  • Auf neue Liebe wie besessen,
    Wirst du alte leicht vergessen.
    es] Amores nuevos, olvidam viejos.
  • Auf neue Sünde neue Reue.
    es] A pecado nuevo, penitencia nueva.
  • Auf neues Geschenk gehört kein alter Dank.
  • Auf nichts Begehrenswertes sehen: so verhütet man, dass das Herz sich verwirrt.
    Laotse, Tao te king
  • Auf nichts kann sich der Mensch verlassen.
    la] Nil homini certum est.
    la] Nusquam tuta fides.
  • Auf niedrigem Esel ist bequem reiten.
  • Auf niemand ist zu bawen, zu glauben noch zu trauen.
  • Auf niemand sind Untergebene aufmerksamer als auf den, der befiehlt, ohne zugleich durch sein Beispiel vorauszugehen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Unterhaltungen deutsche Ausgewanderten
  • Auf Nimmerlestag, wann die Blochler im Kuttenstreit zusammen stimmen.
  • Auf Nimmerlestag, wann man ein sechszigjährigen Bader findet, der nie geschwitzt, einen Wahrsager, der nie gelogen hat.
  • Auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
  • Auf nüchternen Magen.
    es] En ayunas, con el estómago vacío.
  • Auf Nummer sicher gehen.
    es] Ir sobre seguro./Ir a por el número seguro.
  • Auf Nummer Sicher sitzen.
  • Auf oam Weg, wo viel gfahrn wird, wachst koa Gras.
  • Auf ödes Land bau keine Stadt.
    ee] Ära tee linna lagele maale.
  • Auf offene Ohren stoßen.
  • Auf offener Straße.
    es] En plena calle, a plena luz del día.
  • Auf öffentliche Sünde gehört öffentliche Buße.
  • Auf offne Rede werd ich offne Worte antworten.
    Francesco Petrarca (1304-1374), Canzone al Grandi d'Italia
  • Auf oim Fuß gat me net hoim.
    Ulm
    i] Wenn man einen zweiten Schoppen bestellt.
  • Auf ordinärem Tische ist auch der Hering ein Fisch.
    Wo es an bedeutenden Leuten fehlt, da gelten auch die geringen etwas. Im Reiche der Blinden u.s.w.
    Jüdisch-deutsch] Bemooken scheken Isch is Häring aach Fisch.
  • Auf Palmarum kommt die Schwalbe, um Crucis (14.9.) fliegt sie weg.
    Sachsen
  • Auf Patronellentag Regen, wird sich der Hafer legen.
  • Auf Pauli Bekehr (25. 1.) kommt der Storch wieder her.
    Sachsen
  • Auf Pergament Lieb und Haß geschrieben,
    Ist, was wir heute hassen und lieben,
    Wo käme Lieb und Haß denn her,
    Wenn er nicht schon von alters wär!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zahme Xenien III
  • Auf Peter wartet ein Freund..
    en] Peter has a friend waiting to see him..
  • Auf Petri und Paul bricht dem Korn die Wurzel.
  • Auf Petronell(en)tag (31. 5.) Regen, wird sich der Hafer legen.
  • Auf pfälzisch trinken.
    i] Alte Redensart, die so viel sagen will, als gerade zum Durstlöschen notwendig wäre.
    la] More palatino bibimus ne gutta supersit, unde suam possit mutia levare sitim.
  • Auf Pfeffernüsse spielen.
    i] Beim Kartenspiel um geringen Gewinn spielen.
  • Auf Pfiffe folgen Griffe.
    i] Der schlaueste Betrüger entgeht dem Arm der Gerechtigkeit nicht.
  • Auf Pflug und Egge ist schlecht tanzen.
  • Auf Philippi und Jakobi (1. 5.) Regen folget sicherer Erntesegen.
  • Auf Plage folgen heitere Tage.
    Abraham a Sancta Clara, Parömiakon
  • Auf politischem Gebiet.
    en] In the range of politics.
  • Auf politischem Sprachgebiet muss jede Anwendung des Namens 'Volk', welche einen Stand (wie z. B. den regierenden Beamtenstand, oder die Armee, die Polizei) oder eine Klasse (wie z. B. die Kapitalisten oder den Adel) ausschließt, ein Missbrauch heißen. Und der Missbrauch wird um so ungerechter sein, je mehr Tugenden und Ehren dem 'Volk' im allgemeinen zudekretiert werden.
    Carl Spitteler (1845-1924), Politische Tagesberichte: Vom 'Volk'
  • Auf Pracht reimt Nacht (o. aus Pracht wird Nacht).
    se] Mycken pracht gjör foracht.
  • Auf Probe nehmen.
    zit] Es ist mir, seit ich hier bin, öfter vorgekommen, dass ein Bräutigam, sei es ein Witwer oder ein junger Bursche, seine Auserwählte ins Haus auf Probe nimmt. Gefallen sich die Leute nicht, so wird die Braut wieder entlassen.
  • Auf Pump.
    en] On the nod.
  • Auf Purpurbetten liegt man hart.
  • Auf Rabengesang folget gewisser Untergang.
    la] Vox corvina manifesta ruina.
  • Auf Rach' folgt Ach.
  • Auf Rache wendet nur die Einfalt alle Kraft;
    Vergebung aber ist der Rache Wissenschaft.
  • Auf Rasten folgt Fasten.
    i] Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
  • Auf Rat hören ist die Wurzel des Wohlstandes.
  • Auf Rat weile, zur Tat eile.
  • Auf rauhen Wegen zu den Sternen.
    la] Per aspera ad astra.
  • Auf Rechtschaffenheit versteht der Edle sich, auf Gewinn der niedrig Gesinnte.
    Konfuzius (551-479 v. Chr.), Gespräche
  • Auf Regen folget Sonnenschein.
  • Auf Regen folgt Sonne.
    en] It is always darkest before the dawn.
  • Auf Regen folgt Sonnenschein, sagte Töffel und stellte sich unter die Dachtraufe.
  • Auf Regen folgt Sonnenschein.
    i] Denn nach dem Ungewitter lässt du die Sonne wieder scheinen (post tempestatem tranquillum facis), und nach dem Heulen und Weinen überschüttest du uns mit Freuden. Tobias, Kap. 3, Vers 23
    afr] Après la plue li beaux tans.
    altprov] Apres la plueia fara bel sol.
    altprov] Vist far apres escur temps ben clar.
    en] After a storm comes a calm.
    en] Every cloud has a silver lining.
    en] However long the night, the dawn will break.
    es] Después de la tempestad viene la calma.
    es] Si hoy llovió, otro día hará sol.
    fr] Après la pluie le beau temps.
    fr] Souleio e plòu coume Diéu vòu.
    fr] À force de mal aller tout ira bien.
    it] Al ciel nuvoloso succede un bel sereno.
    it] Alla tempesta succede la calma.
    it] Bel tempo dopo la pioggia.
    it] Dopo la pioggia (viene) il sereno (o. sole).
    it] Dopo la pioggia il sole riluce.
    it] Sempre non ista il mal dov' ei si posa.
    la] Nil adeo fortuna gravis miserabile fecit, ut minuant nulla gaudia parte malum. Ovid
    la] Nube solet pulsa candidus ire dies.
    la] Post nubila Phoebus.
    la] Venit post multas una serena dies.
    la] Venit post pluvias lucida saepe dies.
    ndt] Op Regen folgt Sünnenschin.
    prov] Après la plueio lou bèu tèms.
    prov] Lou mau-tens duro pas toujour.
    prov] Un jour plòu, lautre souleio.
    prov] Ço que (lou bon) Diéu bagno (trempo), (lou bon) Diéu lou seco.
    pt] Atraz de tempo, tempo vem.
    pt] Depois da chuva vem o bom tempo.
    pt] O tempo anda e desanda.
    rum] După ploaie trebue să răsară soare. (Nach Regen muss die Sonne scheinen)
    rum] După ploaie vine soare.
    rät] Suenter igl urizi tarlischa puspei il solegl.
    rät] Suenter macort' auro ei adina vegniu bialla. (Nach hässlichem Wetter ist immer schönes gekommen)
    rät] Suenter plievia vegn solegl.
  • Auf Regen und Wind im Dezember folgt ein milder Januar.
  • Auf Regiments Unkosten leben.
    i] Auf Rechnung anderer ohne peinliche Sparsamkeit zehren.
  • Auf Rehfüsseln herumgehen.
    Schlesien
    i] Hausierend, handelnd.
  • Auf Reichtum ist kein Verlass.
  • Auf Reise fürchtete ich immer, nicht genug Geld mit zu haben, und je mehr ich mitgenommen hatte, umso mehr drückte mich die Besorgnis, einmal, ob die Wege sicher wären, ein andermal, ob ich mich auf die Leute, die mein Gepäck besorgten, verlassen könnte, hierüber war ich nur beruhigt, wie das auch meinen Bekannten so geht, wenn ich mein Gepäck selbst überwachte.
    Michel de Montaigne (1533-1592), französischer Politiker und Philosoph
  • Auf Reisen bist du stets in Leid verstrickt, zerfetzt dein Rock und keiner, der ihn flickt.
  • Auf Reisen brauchst du einen guten Weggenossen, zu Hause einen guten Nachbarn.
  • Auf Reisen ist auch der Vater dem Sohn ein Kamerad.
    Rußland
  • Auf Reisen lass' die Scham fallen!
  • Auf rollenden Steinen wächst kein Moos.
  • Auf Rosen gebettet sein.
    es] Dormir sobre un lecho de rosas.
    la] in rosa iacere
  • Auf Rosen gehen.
    i] Zur Bezeichnung eines sehr glücklichen Zustandes. Rosen streuen, auf Rosen gehen und ähnliche Redensarten erinnern an einen Gebrauch der Rose, wie er bei den alten Römern und benachbarten Völkern stattfand. Nero ließ bei seinen Schwelgermahlen durch Öffnungen in der Decke des Saals Rosen auf die Gäste herabregnen. Heliagabolus trieb dies so weit, dass einzelne der Schnaufenden sich aus dem Blumenhaufen nicht herausarbeiten konnten und darin erstickten. Der Tyrann Dionys ließ sich zu seinen Ausschweifungen Lagerstätten von Rosen bereiten. Verres reiste in einer Sänfte auf einer mit Rosen ausgestopften Matratze lagernd; dabei hatte er einen Rosenkranz auf dem Kopfe und einen um den Hals. Antiochus schlief auf Betten von Rosen. Kleopatra ließ zu einem Gastmahle den Fußboden des Speisezimmers eine Elle hoch damit bedecken. Unter Domitian wurden in drei Straßen Roms täglich frische Rosengewinde aufgehangen. Auch die Sybariten pflegten auf Betten, mit Rosenblätern gefüllt, zu schlafen.
    fr] Être couché sur des roses.
  • Auf Rosenblätter ist nicht zu bauen.
  • Auf Rosenmontag folgt Aschermittwoch.
  • Auf Rüben gesteckt werden.
    i] Mit Bezug auf den selbst herbeigeführten Tod eines tüchtigen noch dienstkräftigen, aber weil missliebig wider seinen Willen außer Dienst gesetzten österreichischen General: 'Mit 59 Jahren auf Rüben gesteckt zu werden und wie ein schlimmer Schilling in der Welt herum zu wandern, ist nicht jedermanns Sache.
  • Auf ruhelose Tote und arme Seelen deuten die Gespensterfuhrwerke und allerlei feurige Erscheinungen, die auch schon am Abend sichtbar werden, so feurige Fässer oder Lichter, die anderer Art als die Irrlichter sind.
    Aberglaube
  • Auf samtenem Kissen kommt man nicht ins Paradies.
    var] Auf samtenen Kissen rutscht man nicht in den Himmel.
  • Auf Sanct-Georgens (23.4.) güte stehn alle Bäum inn der blüte.
    la] Die boni Georgij in flore stant cunctae arbores.
  • Auf Sand bauen.
    i] Zur Bezeichnung erfolgloser, vergeblicher, überflüssiger, unnötiger, undankbarer Arbeiten.
  • Auf Sand geschrieben ist, was du im Alter noch erlernst, in Stein graviert, was du in der Jugend gelernt hast.
  • Auf Sankt Barthel-Nimmermehr (wird dies oder das geschehen, wird z. B. eine Zahlung erfolgen).
  • Auf Sankt Gall (16. 10.) bleibt das Kalb im Stall, sonst jagt Simon Jude (28. 10.) Kalb und Kuh in die Bude.
    Wohlau
  • Auf Sankt Gallentag (o. Gallus) (16. 10.) muss jeder Apfel in seinen Sack.
  • Auf Sankt Gallustag (16. 10.) nichts im Garten mehr bleiben mag.
  • Auf Sankt Georg (23. 4.) zeigt sich die Schwalbe einen Blick und zieht sich bald wieder zurück.
  • Auf Sankt Georgen (23. 4.)
    muss man die Kuh von der Wiese jagen,
    denn die Wiese geht ins Heu,
    ist Sankt Georgentag vorbei.
  • Auf Sankt Georgs (23. 4.) Güte stehen alle Bäum' in Blüte.
  • Auf Sankt Jürgen (Georg, 23. 4.) soll man die Kuh von der Wiese schürgen.
    i] Wenn dem künftigen Heugewinn kein Eintrag geschehen soll, kann man das Weidevieh nicht länger als bis zum 23. April (Georgstag) oder (Jürgetag) Walpurgis darauf dulden.
  • Auf Sankt Kilian (8. 7.) fangt man mit dem Schneiden an.
  • Auf Sankt Martin (10. 11.) kommt der Winter.
    fr] A la sainct Martin l'hiver en chemin.
  • Auf Sankt Martini (10. 11.), wenn die Störche kommen, zu Weihnachten in der Ernte, zu Pfingsten auf dem Eise.
    Ergänzend: wird es geschehen, wird er zahlen, werde ich dies oder jenes tun u.s.w., d.h. nie, weil die Störche und Schwalben zu dieser Zeit fortziehen.
  • Auf Sankt Michael (29. 9.) beende die Saat, sonst wirst du's bereuen zu spat.
  • Auf Sankt Nimmerstag, wenn's Salz regnet.
    la] Si sale pluit.
  • Auf Sankt Petri Fest (22. 2.) sucht der Storch sein Nest, von den Schwalben kommt der Rest.
  • Auf Sankt Urben (25. 5.) ist das Getreide (die Frucht) weder geraten noch verdorben (o. weder verboten noch gerothen).
    i] Das Getreide ist um diese Zeit noch zu weit zurück, als dass man bestimmen könnte, ob die Ernte gut oder schlecht sein werde.
  • Auf Sankt Valentein (14. 2.) friert's Rad mitsamt der Mühle ein.
  • Auf Sankt Vinzenz (22. 1.) Sonnenschein, der bringt dem Winzer guten Wein.
  • Auf Sankt-Nikasiustag läuft jede Maus, wohin sie mag.
    i] Scherzhaft: Auf Nikasiustag iss Brot ohne Käs'.
  • Auf Sankteitigkeiten lasse ich mich gar nicht ein, sagte Hanne Dahm und stieß den Schneider vor die Brust.
  • Auf sant Blasius pferdt reiten.
  • Auf Sauer folgt Süß.
    mhd] Na suere comt tsuete.
  • Auf sauer schmeckt das süße nicht.
  • Auf Saufedern liegen müssen.
    i] Auf Stroh; in große Armut geraten.
  • Auf Sauftour gehen.
  • Auf Scheidung klagen.
    en] To sue for a divorce.
  • Auf Scherz folgt Schmerz.
  • Auf schiefen Topf ein schiefer Deckel.
  • Auf schlechtem Acker erntet man selten gutes Getreide.
  • Auf schlechtem Grund lässt sich kein festes Gebäude aufführen.
    fr] Il fait mal pener (travailler) sur mauvais fondement.
  • Auf schlechtem Herd ist mehr Rauch als Feuer.
    nl] Daar men in zulke haardsteden vuur stookt, moet een geweldige rook op gaan.
  • Auf schlechtem Weg kommst du nicht weit voran.
  • Auf schlechtem Wege macht man lange (o. verdoppelt man die) Schritte.
    fr] Au mauvais chemin double le pas.
  • Auf schlechtem Wege muss man die Zügel in der Hand halten.
    i] In einer bedenklichen, kitzlichen Sache muss man behutsam und vorsichtig zu Werke gehen.
  • Auf schlechtem Wege verdoppelt man die Schritte.
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