DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Aber auch im gemeinen Leben ist's unerträglich, fast einem jeden bei halbweg einer freien, edlen, unerwarteten Tat nachrufen zu hören: der Mensch ist trunken, der ist närrisch! Schämt euch, ihr Nüchternen! Schämt euch, ihr Weisen!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Werther 1. Buch, 12. August
  • Aber auch ists im Moralischen wie mit einer Brunnenkur, alle Übel im Menschen, tiefe und flache, kommen in Bewegung, und das ganze Eingeweide arbeitet durcheinander.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Charlotte v. Stein, 30.11.1779
  • Aber auch kein stolzer Gebet als um Weisheit, denn diese haben die Götter ein für allemal den Menschen versagt. Klugheit teilen sie aus, dem Stier nach seinen Hörnern und der Katze nach ihren Klauen, sie haben alle Geschöpfe bewaffnet.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Tagebuch, 13.1.1779
  • Aber auch mächtiger als Dolch und Gift ist das böse Wort, das durch die Herzen fährt und in die Seelen schleicht oder schlüpft.
    Jeremias Gotthelf, Uli der Pächter
  • Aber auch nicht eine von allen Schwiegermüttern lobt die Schwiegertochter und umgekehrt.
  • Aber auch unsere Philosophen - wieviel Ballast schleppen sie mit sich herum, wieviel totes Wissen, dem jede praktische Anwendungsmöglichkeit fehlt!
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Mächtiger als das Schicksal
  • Aber auf Grund eines gewissen Gesetzes, genannt Sympathie, eines Naturgesetzes, das gemeine Augen allerdings nie wahrnehmen, schaden die Fehler deiner Lebensgefährtin deinem Glücke nicht nach Maßgabe des unmittelbaren Unglücks, das sie dir bereiten könnten. Mir wäre es fast lieber, meine Frau versuchte mich in einem wütenden Moment einmal im Jahre zu erdolchen, anstatt mich jeden Abend übellaunig zu empfangen.
    Stendhal (1783-1842), Über die Liebe
  • Aber aus bloßem Verstand ist nie Verständiges, aus bloßer Vernunft ist nie Vernünftiges gekommen.
    Friedrich Hölderlin (1770-1843), Hyperion
  • Aber aus Kindern werden Königinnen.
    Rainer Maria Rilke (1875-1926), Die weiße Fürstin
  • Aber Ausnahmen ... sind möglich. So ist die Heirat eines jungen Mädchens mit einem bejahrten Manne immer misslich, und doch habe ich sie recht gut ausschlafen sehen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wilhelm Meisters Lehrjahre
  • Aber bedenke dir dies: der Morgen wird künftig erscheinen,
    Da der Meister sich regt mit allen seinen Gesellen,
    Dir den Sarg zu bereiten und schnell und geschickt zu vollenden,
    Und sie tragen das bretterne Haus geschäftig herüber,
    Das den Geduldgen zuletzt und den Ungeduldigen aufnimmt,
    Und gar bald ein drückendes Dach zu tragen bestimmt ist.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 9. Gesang Vs 35f.
  • Aber bedenke, dass jeder Menschenkraft ihre Grenzen gegeben sind. Wieviel Gegenstände bist du imstande so zu fassen, dass sie aus dir wieder neu hervorgeschaffen werden mögen? Das frag dich, geh vom Häuslichen aus und verbreite dich, so du kannst, über alle Welt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst. Aus Goethes Brieftasche. Nach Falconet und über Falconet
  • Aber bitte mit Sahne!
    geflügeltes Wort
  • Aber Bücherschreiben für Geld - o nichts davon.
    Heinrich von Kleist (1777-1811), an Wilhelmine von Zenge, 10. 10. 1801
  • Aber da es schwer ist, beides zugleich zu sein, ist es. viel sicherer, gefürchtet als geliebt zu sein ...
    Niccolò Machiavelli (1469-1527)
  • Aber da ich kurz zuvor gesagt habe, unsere Vorfahren sollten uns zum Muster dienen, so gelte als erste Ausnahme, dass man nicht ihre Fehler nachahmen muss.
    Cicero (106-43 v. Chr.), Drei Bücher von den Pflichten
  • Aber das ausgesprochene Wort ist wie ein Sperling, der davongeflogen ist: Du packst ihn nicht mehr am Schwanz.
    Anton Hansen Tammsaare (1878-1940), Wargamäe
  • Aber das bedenke stets:
    Wie man's treibt, mein Kind, so geht's.
    Wilhelm Busch (1832-1908), Max und Moritz
  • Aber das eigentlich tief und gründlich Wirksame, das wahrhaft Ausbildende und Fördernde ist dasjenige, was vom Dichter übrigbleibt, wenn er in Prosa übersetzt wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit III,11
  • Aber das Ideal der Einfachheit macht das Leben in der modernen Gesellschaft noch schwieriger.
    Vincent van Gogh (1853-1890), Briefe
  • Aber das ist auch eben das Schwere, dass unsere bessere Natur sich kräftig durchhalte und den Dämonen nicht mehr Gewalt einräume als billig.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 2.4.1829
  • Aber das ist das Eigene der erwachenden Eigenliebe, sie beeinflusst unbewusst den Stil des Schriftstellers und lenkt seine Feder.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Soret, 29.1.1830
  • Aber das ist doch nicht Ihr Ernst
    fr] Mais vous n'y pensez pas
  • Aber das ist ja das traurige Schicksal alternder Leute, dass sie so oft den Tod treuer Freunde zu beweinen haben.
    Francesco Petrarca (1304-1374), Brief an die Nachwelt
  • Aber das ist ja überall nahezu das gleiche. Zum Geburtstag wurde man beschenkt und genoss besondere Nachsicht, besondere Aufmerksamkeiten.
    Joachim Ringelnatz, Des Jahres Feste
  • Aber das ist nun einmal das Vorrecht der Schönheit, dass sie auch den stärksten Willen beugen und sich untertan machen kann.
    Miguel de Cervantes (1547-1616), Die kleine Zigeunerin
  • Aber das Leben ist im Grunde so fatal ernsthaft, dass es nicht zu ertragen wäre ohne solche Verbindung des Pathetischen mit dem Komischen.
    Heinrich Heine (1797-1856), Ideen - Das Buch Le Grand
  • Aber das Leben rechnet nicht mit Träumen, nicht ein einziges Hindernis lässt sich aus der Wirklichkeit hinausträumen.
    Jens Peter Jacobsen (1847-1885), Niels Lyhne
  • Aber das Rechte in der Natur zu finden und nachzuahmen, ist schwer, schwer.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Charlotte v. Stein, 10.2.1787
  • Aber das seind die Zeichen im seligen Leben: Schwitzen der Arbeiter, Rußigsein dem Köhler gleich, Gesundmachen dem Arzet etc.
    Paracelsus (1493-1541), De virtute human
  • Aber das seligste ist's, auf des Wissens gewaltiger Hochburg
    Stehend, hernieder zu schau'n von den leuchtenden Tempeln der Weisheit.
    Lächelnd blickst du herab auf das niedrige Treiben der Menschen,
    Wie sie da hasten und rennen, den Pfad sich zu suchen des Lebens
    Irrenden Laufs, sich messen an Geist, sich streiten um Adel,
    Tag und Nacht sich verzehren in rastlos keuchender Mühsal,
    Daß sie empor sich drängen zur Macht und zum Steuer des Staates.
    Lukrez (97-55 v. Chr.), Über die Natur der Dinge
  • Aber das Unreife ist für das Gespräch und nicht für den Briefwechsel, die Rede löst so leicht jeden Irrtum auf, der durch die Schrift gleichsam erst recht konsolidiert wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an G. Ch. Lichtenberg, 26. 12. 1796
  • Aber das weiß ich wohl, dass des Menschen Leichtfertigkeit ein Ursach ist des Betrugs ...
    Paracelsus (1493-1541), Septem Defensiones
  • Aber das weiß ich, dass, wenn [dem darstellenden Sänger] die Musik die Bewegungen des Körpers leitet, ihnen Leben gibt, und ihnen zugleich das Maß vorschreibt, wenn Deklamation und Ausdruck schon von dem Kompositeur auf mich übertragen werden: so bin ich ein ganz anderer Mensch, als wenn ich im prosaischen Drama das alles erst erschaffen und Takt und Deklamation mir erst erfinden soll, worin mich noch dazu jeder Mitspielende stören kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre II,11
  • Aber das zweite, die Gründung, ist des Maurers Angelegenheit und, dass wir es nur keck heraussagen, die Hauptangelegenheit des ganzen Unternehmens. Es ist ein ernstes Geschäft diese Feierlichkeit wird in der Tiefe begangen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften I,9
  • Aber das, was selten geschieht, was die Ausnahme bildet, was uns mit seiner Missgestalt, seiner Hässlichkeit inmitten der Schönheit verblüfft, daran klammert sich mit beiden Händen die Mittelmäßigkeit.
    Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809-1852), Petersburger Skizzen
  • Aber dass ein Baum groß werde, dazu will er um harte Felsen harte Wurzeln schlagen!
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Also sprach Zarathustra
  • Aber dass es im weiten Haus der Geschichte versponnene Ecken und Winkel gibt, reizend zu träumen, hohe feierliche Hallen und schauerliche Grüfte, freundliche Giebelstuben und fürchterliche Folterkammern, das macht der skabrösen Methodik der Herren Konservatoren Kummer.
    Carl von Carl von Ossietzky (1889-1938), Florian Geyers Jahr
  • Aber dein Scheiden macht,
    dass mir das Herze lacht.
    Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), Winter, ade!
  • Aber den Einsamen hüll
    In deine Goldwolken!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Harzreise im Winter
  • Aber den Werten, denen die Weisheit die höhere Weihe gegeben hat, kann das Alter nichts anhaben. Kein Zeitalter kann sie zerstören oder in ihrem Wert mindern.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Mächtiger als das Schicksal
  • Aber denken kann ich, was ich will, wenn ich mir nur nicht selbst widerspreche.
    Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft
  • Aber denken Sie nur nicht, man könnte etwas Natürliches und Schönes populär machen. Zum wenigsten will es Zeit haben und verlangt verzweifelte Künste.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 1.5.1825
  • Aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert.
    geflügeltes Wort
  • Aber der Atheismus, der Gott meidet, meidet er auch die Fragen über Gott?
    Christian Chabanis (1936-1989), französischer Schriftsteller, Philosoph und Journalist
  • Aber der Erste, der euer Land besessen, hat sich es mit Keulen zugemessen, hat sich es erfrecht.
    Otto Julius Bierbaum (1865-1910), Eigentum
  • Aber der Flüchtige kennt kein Gesetz, denn er wehrt nur den Tod ab
    Und verzehret nur schnell und ohne Rücksicht die Güter.
    Dann ist sein Gemüt auch erhitzt, und es kehrt die Verzweiflung
    Aus dem Herzen hervor das frevelhafte Beginnen.
    Nichts ist heilig ihm mehr, er raubt es.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 6. Gesang Vs 58
  • Aber der Friede erfordert unentwegten, zähen, dauernden Dienst, er verlangt Ausdauer, erlaubt keinen Zweifel.
    Aristide Briand (1862-1932), Dans la Voie de la Paix, 8 Novembre 1929
  • Aber der Frieden ist undankbar und weiß nie, dass er seinen Bestand nur dem Krieg dankt.
    Kurt Tucholsky (1890-1935), an Arno Holz
  • Aber der Herr P. kann recht trinken, sagte neulich jemand zu mir, erst zwo Bouteillen Wein und dann 12 Gläser Punsch. Was will er damit? Wenn ich ihn anders recht verstehe, so dünkt mich ich könnte alles viel geschwinder tun, was Herr P... tut, wenn ich mir eine Pistole vor den Kopf schösse.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1768 - 1771
  • Aber der Inhalt des Lebens ist unerschöpflich, und das Medium der Kunst ist begrenzt.
    Friedrich Hebbel (1813-1863), Über das Drama
  • Aber der ist kein Sozialist, der erwartet, dass der Sozialismus ohne soziale Revolution und Diktatur des Proletariats verwirklicht wird. Diktatur ist Staatsmacht, die sich unmittelbar auf Gewalt stützt.
    Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924)
  • Aber der Krieg hat auch seine Ehre,
    Der Beweger des Menschengeschicks.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die Braut von Messina, I, 8 (Chor)
  • Aber der Mann, und mehr noch das Weib, die angeklagt werden, etwas getan zu haben, 'was niemand tut', oder etwas unterlassen zu haben, 'was jeder tut', werden zum Gegenstand so wegwerfender Bemerkungen, als ob er oder sie ein schweres sittliches Verbrechen begangen hätten. Man muss Titel oder sonst Rang besitzen, oder bei Leuten von Rang etwas gelten, um sich, ohne in der Achtung zu sinken, dem Luxus, einigermaßen nach Belieben handeln zu dürfen, hingeben zu können.
    John Stuart Mill (1806-1873), Über Freiheit
  • Aber der Mensch denkt stets, dass der Tod weit weg ist. Als ob er unsterblich wäre.
    Premtschand (1880?-1936), Nirmala
  • Aber der Mensch entwirft, und Zeus vollendet es anders!
    Homer (8. Jh. v. Chr.), Ilias, 18, 328
  • Aber der Mensch ist ein leichtsinniges, wankelmütiges Geschöpf und liebt vielleicht, ähnlich einem Schachspieler, nur den Prozess des Strebens nach dem Ziel, nicht das Ziel selbst.
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), Aufzeichnungen aus dem Untergrund
  • Aber der Mensch ist ein wahrer Narziß, er bespiegelt sich überall gern selbst, er legt sich als Folie der ganzen Welt unter.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften I,4
  • Aber der Mensch ist nicht bloß ein denkendes, er ist zugleich ein empfindendes Wesen. Er ist ein Ganzes, eine Einheit vielfacher, innig verbundener Kräfte, und zu diesem Ganzen des Menschen muss das Kunstwerk reden, es muss dieser reichen Einheit, dieser einigen Mannigfaltigkeit in ihm entsprechen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Der Sammler und die Seinigen 6. Brief
  • Aber der Mensch ist nun einmal so beschaffen, dass es ihm schwer wird, in seiner eigenen Angelegenheit nach allgemeinen Regeln zu urteilen: er läßt gern Ausnahmen zu seinen Gunsten zu.
    Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski (1828-1889), Was tun?
  • Aber der Mensch legt oft die Eier, die man ihm - an den Kopf wirft.
    Jean Paul (1763-1825), Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch
  • Aber der mit einem Weib die Ehe bricht, der ist ein Narr.
    Sprüche Salomo, 6, 32
  • Aber der Novak lässt mich nicht verkommen.
    geflügeltes Wort
  • Aber der Pfeil gehört nicht mehr dem Schützen, sobald er von der Sehne des Bogens fortfliegt, und das Wort gehört nicht mehr dem Sprecher, sobald es seiner Lippen entsprungen ...
    Heinrich Heine (1797-1856), Zur Geschichte der Religion, Vorrede zur 2. Auflage
  • Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt - und was er auch hat, gestohlen hat er's. Ach, auch euch, ihr großen Seelen, raunt er seine düsteren Lügen!
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Aber der Tod ist nicht poetischer als das Leben.
    Heinrich Heine (1797-1856), Die Romantische Schule
  • Aber der Wein ist dem Menschen wie ein warmer Pelz.
    Petronius, Satyricon
  • Aber der Weisheit genugzutun, dasselbig ist ein Tugend der Gerechtigkeit, der Wahrheit, in diesem suchent euer Triumphiern!
    Paracelsus (1493-1541), De ordine doni
  • Aber die alte Liebe ist ein Krebsgeschwür.
    Petronius, Satyricon
  • Aber die Ansicht von der Frau bleibt doch dieselbe: Sie ist ein Gegenstand des Genusses. Ihr Körper ist ein Mittel zur Befriedigung der Sinnlichkeit, und sie weiß das auch. Es ist damit ähnlich wie mit der Sklaverei.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Die Kreutzersonate
  • Aber die Arbeiterklasse kann nicht die fertige Staatsmaschinerie einfach in Besitz nehmen und diese für ihre eignen Zwecke in Bewegung setzen.
    Karl Marx (1818-1883), Der Bürgerkrieg in Frankreich
  • Aber die beiden schweren Tafeln mit den zehn Geboten! - glaubt Ihr denn, dass es eine Kleinigkeit war [für Moses], die zu tragen? Und glaubt Ihr denn ferner, dass Moses, der eine Armee Juden zu kommandieren und zu bändigen hatte, sich mit ganz ordinären Armen hätte begnügen können?
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 12.5.1830
  • Aber die Blume der Jugend welkt. Die Erfahrung trocknet das Herz aus und überzeugt es, wie schwer es ist, glücklich zu werden, was ihm doch anfangs so leicht schien.
    Nikolai Michailowitsch Karamsin (1766-1826), Reise durch England
  • Aber die Blüte des Seins, - nenn's Schönheit, Genius, Liebe,
    Nenn' es Begnadung - umsonst, wie der ambrosische Tau,
    Unerbeten fällt es herab auf die Stirn des Erwählten, Dass sie in seliger Scham unter dem Lorbeer erglüht.
    Emanuel Geibel (1815-1884), Juniuslieder (1848), Buch der Betrachtung, Gnomen, Nr. 6, Schlussvers
  • Aber die Freiheit, über alles, was mir nicht gefällt, freimütig meine Meinung sagen zu dürfen, ist ein Vorrecht eines jeden vernünftigen Menschen, dem ich nie entsagen will.
    Christoph Friedrich Nicolai (1733-1811), an Herder, 9. 8. 1774
  • Aber die Gottlosen, spricht der Herr, haben keinen Frieden.
    AT, Jesaja 48,22
  • Aber die Ignoranz isoliert den einzelnen, zerhackt die Massen, und die lebendige Mehrheit kommt nicht zur Geltung.
    Henri Barbusse (1873-1935), Der Betrug als Staatseinrichtung
  • Aber die Jugend ist starrköpfig und hat von ihrem Standpunkt aus recht!
    Maxim Gorki (1868-1936), Die Hochzeit
  • Aber die Künste sind nur der Spiegel des Lebens ...
    Heinrich Heine (1797-1856), Romantische Schule
  • Aber die Lebenskunst besteht darin, sein Pulver nicht unnütz und nicht in jedem Augenblick zu verschießen.
    Theodor Fontane (1819-1898), Briefe
  • Aber die Liebe ist nicht mehr Mode, und die Dichter haben sie getötet. Sie schrieben so viel über sie, dass ihnen niemand mehr glaubte, was mich nicht wundert. Denn wahre Liebe leidet und schweigt.
    Oscar Wilde (1854-1900), Die bedeutende Rakete
  • Aber die Liebe, die ein Egoismus zu zweit ist, bringt sich alles zum Opfer und lebt von Lügen.
    Raymond Radiguet (1903-1923), Den Teufel im Leib
  • Aber die Liebe, nicht zum Feuerbachschen Menschen, nicht zum Moleschottschen Stoffwechsel, nicht zum Proletariat, sondern die Liebe zum Liebchen ... macht den Mann wieder zum Mann.
    Karl Marx (1818-1883), an Jenny Marx, 21. 6. 1856
  • Aber die Menschen entarten Tag für Tag allein durch die Torheit, Verdorbenheit, Habgier, Herrschsucht, anmaßung, Treulosigkeit oder Unmenschlichkeit ihrer eigenen Gattung.
    Jonathan Swift (1667-1745), Gedanken über die Religion
  • Aber die Menschen können keine Ruhe halten, und ehe man es sich versieht, ist die Verwirrung wieder oben auf. [ ... ] Wir wollen uns nur im stillen auf dem rechten Wege forthalten und die übrigen gehen lassen, das ist das Beste.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 1.2.1827
  • Aber die Menschen vermögen nicht leicht, aus dem Bekannten das Unbekannte zu entwickeln, denn sie wissen nicht, dass ihr Verstand eben solche Künste wie die Natur treibt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 621
  • Aber die moderne Entwicklung, die den Konkurrenzkampf immer schärfer und unerbittlicher gestaltet, die Gemüter immer mehr verroht und ihre Habgier immer mehr anstachelt, stumpft andererseits die tierischen Leidenschaften ab, macht die Menschen blutarm und kraftlos; aus ungestümen Tieren macht sie überlegende, berechnende Menschen ...
    Paul Lafargue (1842-1911), Der Darwinismus auf der französischen Bühne
  • Aber die Narrheit, die wahre Königin des Volks, zieht ein mit Pauken und Trompeten: hussa hussa!
    Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, Die Elixiere des Teufels
  • Aber die Natur hat für ihre Kinder gesorgt, der Geringste wird durch das Dasein des Trefflichsten nicht an seinem Dasein gehindert ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Charlotte v. Stein, 10.2.1787
  • Aber die Philosophen haben beobachtet, dass die Gewohnheiten der Jugendjahre im Alter des Menschen verstärkt wiedererscheinen.
    Honoré de Balzac (1799-1850), Verlorene Illusionen
  • Aber die Romantik war keine bloß literarische Erscheinung, sie unternahm vielmehr eine innere Regeneration des Gesamtlebens ... und was man später die romantische Schule nannte, war eben nur ein literarisch abgesonderter Zweig des schon kränkelnden Baumes.
    Joseph von Eichendorff (1788-1857), Halle und Heidelberg
  • Aber die Seele begehrt, und sie wird nimmer befriedigt;
    denn sie bildet sich ein, sie sei von höherem Ursprung,
    durch ein unwürdiges Band an ihren Gatten gefesselt.
    Da beträgt sie sich übel im Hause. Die hohen Verwandten
    liegen ihr immer im Sinn, und Sehnen nach jenen Palästen
    läßt ihr keine Ruh.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Aber die Selbstkritik gehört zu den schwierigsten Aufgaben, wie für den einzelnen Menschen, so für eine Partei.
    Franz Mehring (1846-1919), Selbstkritik
  • Aber die Sonne duldet kein Weißes:
    Überall regt sich Bildung und Streben,
    Alles will sie mit Farben beleben,
    Doch an Blumen fehlts im Revier:
    Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Vor dem Tor
    Faust Vs 911f.
  • Aber die Sprache des Kampfes steht in einem naturhaften Zusammenhang mit der Wahrheit, und ich spreche es mit der höchsten Achtung vor einer missbrauchten Menschlichkeit aus, dass sie, wo sie einmal frei ausströmen darf, einer fehlerlosen Sprache fähig ist.
    Karl Kraus (1874-1936), Vom Zörgiebel
  • Aber die Tugend, auch wenn sie unwahr ist, bleibt das Schöne an sich und darf amtlich nicht missbilligt werden.
    Ludwig Thoma, Moral
  • Aber die vielen Ärzte haben ihn ums Leben gebracht!
    Petronius, Satyricon
  • Aber die Vortrefflichkeit der repräsentativen Demokratie ist doch unleugbar. Ein natürlicher, musterhafter Mensch ist ein Dichtertraum. Mithin, was bleibt übrig - Komposition eines künstlichen. Die vortrefflichsten Menschen der Nation ergänzen einander. - In dieser Gesellschaft entzündet sich ein reiner Geist der Gesellschaft. Ihre Dekrete sind seine Emanationen - und der idealische Regent ist realisiert.
    Novalis, Aphorismen, III. Politische Aphorismen
  • Aber die Wahrheit zu pflücken genügt die Hand eines Kindes.
    Otto Julius Bierbaum, Wahrheit und Wahn
  • Aber die waltenden Mächte zeugen
    Keinen zum müßigen Schwelgen und Schauen;
    Mittun soll er und miterbauen,
    Unter das Joch der Arbeit sich beugen;
    Soll nicht müßig im Weiten schweifen,
    In der Werkstatt den Hammer ergreifen.
    Ludwig Fulda (1862-1939), Gedichte (1890)
  • Aber die Welt ohne Seele wäre wie ein Haufen Kehricht.
    Hermann Stehr (1864-1940)
  • Aber die Welt rennt unter einem weg wie der Schrittschuh, man muss sich vorwärts beugen, um nur nachzukommen, rückwärts darf man nicht schauen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an S. Boisserée, 17.4.1817
  • Aber die Wonne, die nicht leidet, ist Schlaf, und ohne Tod ist kein Sterben.
    Friedrich Hölderlin (1770-1843) (1770-1843), Hyperion
  • Aber die Zeiten vergehn, es vernarben die Wunden, und arglos
    Über die Stätten des Mords wandelt ein junges Geschlecht.
    Emanuel Geibel (1815-1884), 4. Elegie
  • Aber dieweil die Obrigkeit ihre Kinder auf Hoffart, Geld und Gut, neue Funde, Büberei und Wollust ziehen, drum ist keine Gnade da.
    Paracelsus (1493-1541), Ex libro de magnificis et superbis
  • Aber doch!
    i] Um auszudrücken, dass man unter Umständen seinen Entschluss ändern werde. Ich will mein Haus behalten; aber doch, wenn ich so und so viel dafür erhielte, würde ich's verkaufen.).
    Zit] Es ist mir das mein lieb, mein Haus und Hofe, mein Garten, mein Pferd u.s.w.; aber doch, wan einer so viel Golds brechte, ich liess mich bereden.
  • Aber du hast gewiß auch erfahren, wie sehr das Gesinde.
    bald durch Leichtsinn und bald durch Untreu plaget die Hausfrau,
    immer sie nötigt zu wechseln und Fehler um Fehler zu tauschen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Aber du weißt, wie ich im Anschaun lebe, es sind mir tausend Lichter aufgegangen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Merck, 5. Aug. 1778
  • Aber du wirst richten, heilige Natur Denn, wenn sie nur bescheiden wären, diese Menschen, zum Gesetze sich nicht machten für die Besseren unter ihnen, wenn sie nur nicht lästerten, was sie nicht sind, und möchten sie doch lästern, wenn sie nur das Göttliche nicht höhnten.
    Friedrich Hölderlin, Hyperion
  • Aber durch Anmut allein herrschet und herrsche das Weib.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Macht des Weibes
  • Aber durchaus bedient er [Rabener] sich der direkten Ironie zu viel, dass er nämlich das Tadelnswürdige lobt und das Lobenswürdige tadelt, welches rednerische Mittel nur höchst selten angewendet werden sollte, denn auf die Dauer fällt es einsichtigen Menschen verdrießlich, die schwachen macht es irre und behagt freilich der großen Mittelklasse, welche, ohne besonderen Geistesaufwand, sich klüger dünken kann als andere.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit II,7
  • Aber eben daran erkennt man den Meister, dass er zu höhern Zwecken mit Vorsatz einen Fehler begeht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Relief von Phigalia
  • Aber eben deshalb, dünkt mich, macht die Exposition dem Dramatiker viel zu schaffen, weil man von ihm ein ewiges Fortschreiten fordert ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Schiller, 22.4.1797
  • Aber eben durch diese strenge Mäßigung in allem [in den chinesischen Romanen erkennbar] hat sich denn auch das chinesische Reich seit Jahrtausenden erhalten und wird dadurch ferner bestehen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 31.1.1827
  • Aber ein Drama - das ist Streit, ein Turnier.
  • Aber ein geistig Großer und ein geistig Gefürsteter kehrt ewig zum Gesetz zurück.
    Jean Paul (1763-1825), Fragmente
  • Aber ein herrlich Teil auch ist's
    Mit Würden alt sein und, geehrt
    Von vielen, voriger Stürme gedenk,
    Des Friedens Segnungen kosten.
    Emanuel Geibel (1815-1884), Gesammelte Werke (1883), Die Ostsee
  • Aber ein jeder, der in der Ferne ein Land studieren will, er habe es früher nun selbst gesehen oder nicht, wird immer soviel Zeugen aufsuchen, als er nur kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Philipp Hackert - Nachträge? Vorerinnerung
  • Aber ein junger Mann darf sich nicht zu früh der Sinnenlust hingeben, worüber er alles andere vernachlässigen würde.
    Giacomo Casanova (1725-1798), Neunundneunzig Abenteuer
  • Aber eine alte Gewohnheit legt sich so leicht nicht ab, und eine Richtung, die wir früh genommen, kann wohl einige Zeit abgelenkt, aber nie ganz unterbrochen werden.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten
  • Aber eine ganze Nation errötet niemals.
    Heinrich von Kleist (1777-1811), an Adolphine von Werdeck, 28./29. Juli 1801
  • Aber eins bringt niemand mit auf die Welt, und doch ist es das, worauf alles ankommt, damit der Mensch nach allen Seiten zu ein Mensch sei [ ... ] - Ehrfurcht!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre II,1
  • Aber einzig und allein heiraten wegen des Geldes, ein Web nehmen in Ansehen des Geldes, solchem schmeicheln um das Geld, Wechsel und Wucher treiben mit dem Geld, ist wahrhaft kein rechtes Ziel und Ende eines heiligen Ehestandes ... Ein solcher Ehestand ist fürwahr kein Ehestand, sondern ein Wehestand, ein unerträgliches Band oder wohl gar ein Höllenpfand.
    Abraham a Sancta Clara (1644-1709), katholischer Geistlicher, Prediger und Schriftsteller
  • Aber er war aus der Stille, der Dämmerung, der Dunkelheit, welche ganz allein die reinen Produktionen begünstigen kann ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit III,13
  • Aber es geht mit geborgten Ideen, wie mit geborgtem Gelde, wer mit fremdem Gute leichtfertig wirtschaftet, wird immer ärmer.
    Karl Immermann, Die Epigonen
  • Aber es gibt auch jetzt - doch selten - gebildete Mädchen;
    Andre, die gerne dafür gälten, auch ohn' es zu sein.
    Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.), Liebeskunst
  • Aber es gibt auch verschlossene Früchte, die erst die rechten kernhaften sind und die sich früher oder später zu einem schönen Leben entwickeln.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften I, 3
  • Aber es gibt eine gewisse kalte, nachlässige Art, von seiner Tapferkeit und von seinem Unglücke zu sprechen - Die im Grunde doch auch geprahlt und geklagt ist.
    Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Minna von Barnhelm
  • Aber es gibt etwas in mir, das ich Mut heiße: Das schlug bisher mir jeden Unmut tot.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Aber es gibt Leute und besonders gibt es deren unter den Alten, die sich lieber mit den Gläsern als mit den Weibern abgeben, und deren größte Ergötzlichkeit ist, wenn sie sich unter ihren Zechbrüdern weidlich herumtummeln können.
    Erasmus von Rotterdam, Lob der Narrheit
  • Aber es ging so wie gesagt, was vorbelacht, ward nach beklagt.
    Froschmäuseler
  • Aber es ist das Schicksal aller Revolutionen, dass dies Bündnis verschiedner Klassen, das bis zu einem gewissen Grade immer die notwendige Voraussetzung jeder Revolution ist, nicht von langer Dauer sein kann. Kaum ist der Sieg über den gemeinsamen Feind errungen, da beginnen die Sieger sich in verschiedene Lager zu scheiden und die Waffen gegeneinander zukehren.
    Friedrich Engels (1820-1895), Revolution und Konterrevolution in Deutschland
  • Aber es ist ein alter Erfahrungssatz, dass außerordentliche Maßnahmen gegen eine extreme Linke mit rapider Geschwindigkeit nach rechts zu rücken pflegen.
    Carl von Ossietzky (1889-1938), Fouché in der Bendlerstraße
  • Aber es ist ein Zeichen der Zeit, dass die alte Heroennatur um Ehre betteln geht, und das lebendige Menschenherz, wie eine Waise, um einen Tropfen Liebe sich kümmert.
    Friedrich Hölderlin (1770-1843), Hyperion
  • Aber es ist nun einmal so: ob man in einen kleinen Teich fällt oder mitten ins große Meer - man schwimmt hier wie dort.'
    'Jawohl.'
    'Also schwimmen auch wir! Suchen wir uns aus der Frage herauszuretten! Vielleicht nimmt uns ein Delphin auf den Rücken, oder ein anderes Wunder errettet uns.
    Platon (428-347 v. Chr.), Staat, Sokrates (469-399 v. Chr.) zu Glaukon
  • Aber es ist nur ein anderer Ausdruck für einen Zustand der Leidenschaft, der sich gegen die ganze Welt bewaffnet!'.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Aber es ist schwierig, dass einer, der durch Gaben des Geistes ausgezeichnet ist, sich nicht überheben soll.
    Martin Luther (1483-1546), Tischreden
  • Aber es ist unnütz, über Unmögliches nachzudenken ...
    Francesco Petrarca (1304-1374), an Francesco Nelli in Florenz
  • Aber es ist wunderbar: wie sich der Mensch an ruhige Zustände gewöhnt und in denselben verharren mag, so gibt es auch eine Gewöhnung zum Unruhigen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Kampagne in Frankreich, November 1792
  • Aber es kommt oft vor, dass tugendlose, aber von sich selbst eingenommene Menschen andern tugendhaften ihre Fehler vorwerfen, weil ihnen selbst diese Tugenden fehlen.
    Mahabharata (400 v. Chr.)
  • Aber es scheint so, dass wenn man sich des Unbegreiflichen in irgend einem Falle abtut und es nicht anerkennen will, man zur Genugtuung in eine andere unbegreifliche Vorstellungsart verfällt ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Riemer, 24.7.1809
  • Aber fleischlich gesinnet sein, ist der Tod.
    Römer 8,6
  • Aber fordert nicht die Vernunft, daß Jeder sein eigener Gesetzgeber sei? Nur seinen eigenen Gesetzen soll der Mensch gehorchen.
    Novalis, Aphorismen, III. Politische Aphorismen
  • Aber fragt mich nur nicht, wie.
    geflügeltes Wort
  • Aber Frauen, die Teil einer Urfrau sind, kehren sich gar nicht an die Männer; die Tribaden entstehen aus diesem Geschlecht.
    Platon (428-347 v. Chr.), Das Gastmahl
  • Aber freilich tausend und tausend Gedanken steigen in mir auf und ab. Meine Seele ist wie ein ewiges Feuerwerk ohne Rast.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Charlotte v.Stein, 30.6.1780
  • Aber freilich wird durch theatralische Erfahrungen Glauben, Liebe und Hoffnung nicht vermehrt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Schiller, 28.4.1801
  • Aber freilich, um eine große Persönlichkeit zu empfinden und zu ehren, muss man auch wiederum selber etwas sein. Alle, die dem Euripides das Erhabene abgesprochen, waren arme Heringe und einer solchen Erhebung nicht fähig, oder sie waren unverschämte Scharlatane, die durch Anmaßlichkeit in den Augen einer schwachen Welt mehr aus sich machen wollten, [ ... ], als sie waren.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 13.2.1831
  • Aber freilich, wenn wir Deutschen nicht aus dem engen Kreise unserer eigenen Umgebung hinausblicken, so kommen wir gar zu leicht in diesen pedantischen Dünkel. Ich sehe mich daher gern bei fremden Nationen um und rate jedem, es auch seinerseits zu tun.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 31.1.1827
  • Aber freilich, wie viele bemühen sich der Früchte wegen um ihre Bäume, um den allerertragreichsten Besitz, dagegen, um die Freundschaft bekümmern sich die meisten nur lässig und ohne Lust.
    Xenophon (426-355 v. Chr.), Erinnerungen an Sokrates (469-399 v. Chr.)
  • Aber freue dich nur mit mir. Es ist so traurig, sich allein zu freuen.
    Gotthold Ephraim Lessing, Minna von Barnhelm
  • Aber für manchen ist es ja so schwer, stets lustig und guter Dinge zu sein. Glücklich, wer es ist!
    Georg Ludwig Weerth (1822-1856), an die Mutter, 22. 11. 1844
  • Aber für Museen bin ich selten nur in Stimmung; denn es sind Konservenbüchsen; ihre Schönheit schmeckt nach Blech.
    Otto Julius Bierbaum, Blätter aus Fiesole
  • Aber fürchte die Schuld und mehr noch den Hochmut,
    Der wie berauschender Wein rasch dir die Sinne verwirrt.
    Emanuel Geibel (1815-1884), Buch der Betrachtungen: Gnomen
  • Aber ganz abscheulich ists, auf dem Wege der Liebe
    Schlangen zu fürchten und Gift unter den Rosen der Lust,
    Wenn im schönsten Moment der hin sich gebenden Freude
    Deinem sinkenden Haupt lispelnde Sorge sich naht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Römische Elegien XVIII
  • Aber gehen Sie einmal in unsere großen Städte, und es wird Ihnen anders zumute werden. Halten Sie einmal einen Umgang an der Seite eines zweiten hinkenden Teufels oder eines Arztes von ausgedehnter Praxis, und er wird Ihnen Geschichten zuflüstern, dass Sie über das Elend erschrecken und über die Gebrechen erstaunen, von denen die menschliche Natur heimgesucht ist und an denen die Gesellschaft leidet.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 12.3.1828
  • Aber gehorchet auch ihr! Denn Rat zu hören ist besser.
    Homer (8. Jh. v. Chr.), Ilias, I, 272
  • Aber gewisse Dinge will ich lieber schlecht, nach andrer Willen, machen; als allein nach meinem, gut.
    Gotthold Ephraim Lessing, Nathan der Weise
  • Aber gib doch nur acht!' bat ihn Agathe. 'Bin ich die zeitgemäße, wirtschaftlich oder geistig irgendwie tätige Frau? Nein. Bin ich die verliebte Frau? Auch nicht. Bin ich die gute, ausgleichende, vereinfachende, nestbildende Gefährtin und Mutter? Schon gar nicht. Was bleibt da noch übrig? Wozu bin ich also auf der Welt? Die Geselligkeit, in der wir uns bewegen, das muß ich dir doch gleich sagen, ist mir im Grunde völlig gleichgültig. Und ich glaube beinahe, was es an Musik, Dichtung und Kunst gibt, das gebildete Kreise entzückt, könnte ich auch ganz gut entbehren.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Aber Glück hat auf die Dauer doch zumeist wohl nur der Tüchtige.
    Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke (1800-1891), Über Strategie (1871)
  • Aber glücklicherweise kann man sich auch in jedem Stande sittlich bearbeiten und bilden.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Sabine Wolff, 1.9.1803
  • Aber Gott fügt es, wie er es für gut findet, und uns armen Sterblichen bleibt weiter nichts, als zu tragen und uns empor zu halten, so gut und so lange es gehen will.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 15.6.1828
  • Aber Götter sollten nicht
    Mit Menschen wie mit ihresgleichen wandeln:
    Das sterbliche Geschlecht ist viel zu schwach,
    In ungewohnter Höhe nicht zu schwindeln.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Iphigenie A I Sz 3
    Iphigenie Vs 315f
  • Aber gottgesandte Wechselwinde treiben
    Seitwärts ihn der vorgesteckten Fahrt ab,
    Und er scheint sich ihnen hinzugeben,
    Strebet leise sie zu überlisten,
    Treu dem Zweck auch auf dem schiefen Wege.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Seefahrt
  • Aber hat Natur uns viel entzogen,
    War die Kunst uns freundlich doch gewogen,
    Unser Herz erwarmt an ihrem Licht.
    Friedrich Schiller, An die Freunde
  • Aber herrlicher war die Zeit, in der uns das Höchste,
    Was der Mensch sich denkt, als nah und erreichbar gezeigt ward.
    Da war jedem die Zunge gelöst, es sprachen die Greise,
    Männer und Jünglinge laut voll hohen Sinns und Gefühles.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 6. Gesang Vs 36f.
  • Aber hier wie überhaupt,
    Kommt es anders als man glaubt.
    Wilhelm Busch (1832-1908), Plisch und Plum
  • Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt.
    Wilhelm Busch, Plisch und Plum
  • Aber höhere, geistigere Naturen fühlen es, dass mit der Verlobung noch nichts andres erreicht sei als die Gelegenheit für die Liebe, der Anfang, und dass die Liebe nur in unermüdlicher Tätigkeit, in gegenseitigem Werben Seele um Seele bestehen könne ...
    Theodor Storm (1817-1888), an Constanze Esmarch, 8. 5. 1846
  • Aber Hülfe schafft euch tätig wirkend
    Selber, und vertilget alle Spuren
    Meines Fußes, der gewaltig auftrat.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Vorspiel zu Eröffnung des Weimarischen Theaters (Majestät)
  • Aber ich besorge, ich werde zuletzt den ahl bey dem schwantze nicht halten, so ringet und dringet er sich zu drehen.
    Martin Luther (1483-1546)
  • Aber ich bin gewiss, dass gute, stille, leidende Menschen weit lieber im stillen Wohltaten annehmen, als sie hier mit prahlerischer Publizität zu empfangen.
    Heinrich von Kleist (1777-1811), an Wilhelmine von Zenge, 13. 9. 1800
  • Aber ich glaube, dass die Armen die Reichen hassen und dass die Reichen vor den Armen Angst haben.
    Gustave Flaubert (1821-1880), an George Sand, 1871
  • Aber ich klage die ganze sich 'zivilisiert' nennende Menschheit an, dass sie trotz aller Religionen und trotz einer achttausendjährigen Weltgeschichte noch heutigen Tages nicht wissen will, dass dieses 'Zivilisieren' nichts anderes als ein 'Terrorisieren' ist!
    Karl May, Und Friede auf Erden!
  • Aber ich meine doch zu sehen, zu hören, mich zu erwärmen; dies kann nicht falsch sein.
    René Descartes, Untersuchungen über die Grundlagen der Philosophie
  • Aber ich schreibe nicht, um dem elterlichen Egoismus zu schmeicheln, um Kauderwelsch und Unsinn nachzubeten oder Humbug zu unterstützen, - ich erzähle nur die Wahrheit.
    Charlotte Brontë, Jane Eyre
  • Aber ich suchte auch den ganzen Stand [Schauspieler] in der äußeren Achtung zu heben, indem ich die besten und hoffnungsvollsten in meine Kreise zog und dadurch der Welt zeigte, dass ich sie eines geselligen Verkehrs mit mir wert achtete [ ... ]. Schiller verfuhr in demselbigen Sinne wie ich. Er verkehrte mit Schauspielern und Schauspielerinnen sehr viel. Er war gleich mir bei allen Proben gegenwärtig, und nach jeder gelungenen Vorstellung von einem seiner Stücke pflegte er sie zu sich einzuladen und sich mit ihnen einen guten Tag zu machen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 22.3.1825
  • Aber ich werde der letzte nicht sein, den es bitter gereute,
    Frauenrat befolget zu haben.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Reineke Fucht 7. Gesang Vs 101
  • Aber ich will nächstens unter euch treten und fürchterliche Musterung halten.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Räuber II, 3
  • Aber ihr Frauen habt Unrecht, wenn ihr immer Partei macht, ihr leset gewöhnlich ein Buch, um darin Nahrung für euer Herz zu finden, einen Helden, den ihr lieben könntet! So soll man aber eigentlich nicht lesen, und es kommt gar nicht darauf an, dass euch dieser oder jener Charakter gefalle, sondern dass euch das Buch gefalle.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 3.10.1828
  • Aber ihr Männer, ihr schüttet mit eurer Kraft und Begierde auch die Liebe zugleich in den Umarmungen aus!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Aber ihr wisst nicht, dass auch Deutschland nicht mehr durch die alten Kniffe getäuscht werden kann, dass sogar die Deutschen gemerkt, wie der Nationalhaß nur ein Mittel ist, eine Nation durch die andere zu knechten ...
    Heinrich Heine (1797-1856), Französische Zustände
  • Aber im Durchschnitt bestimmt die Erkenntnis des Menschen, von welcher Art sie auch sei, sein Tun und Lassen ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 542
  • Aber im gewöhnlichen Leben, das nun einmal eine Verkettung aller bedeutet, hat der Tierschutz das gleiche Recht wie alle anderen ethischen Bestrebungen, schon weil sich eine Teilethik, eine Sonderethik für nur eine Klasse von Geschöpfen mit dem Begriff der Ethik nicht vereinen lässt.
    Manfred Kyber (1880-1933), Tierschutz und Kultur
  • Aber im höhem Sinne kommt doch alles darauf an, welchen Kreis das Genie sich bezeichnet, in welchem es wirken, was es für Elemente zusammenfaßt, aus denen es bilden will.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Rameaus Neffe, Anmerkungen - Geschmack
  • Aber im Königreiche des Geizes bucht man Nichts als Schaden, solange nur das Geld heil bleibt.
    Francesco Petrarca (1304-1374), an Francesco Nelli in Avignon
  • Aber im stillen Gemach entwirft bedeutende Zirkel
    Sinnend der Weise, beschleicht forschend den schaffenden Geist.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Der Spaziergang
  • Aber in den Wissenschaften ist die absoluteste Freiheit nötig: denn da wirkt man nicht für heut und morgen, sondern für undenklich vorschreitende Zeitenreihe.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wanderjahre III,14
  • Aber in der Länge, Carlos, man wird der Weiber gar bald satt ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Clavigo A I, Clavigos Wohnung
    Clavigo
  • Aber in einem jeden Kreise bedroht den jungen Menschen der Tagesgeist, und nichts ist nötiger, als früh genug ihm die Richtung bemerklich zu machen, wohin sein Wille zu steuern hat.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 481
  • Aber in einem Übermaße von Historie hört der Mensch wieder auf, und ohne jene Hülle des Unhistorischen würde er nie angefangen haben und anzufangen wagen. Wo finden sich Taten, die der Mensch zu tun vermöchte, ohne vorher in jene Dunstschicht des Unhistorischen eingegangen zu sein?
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Unzeitgemäße Betrachtungen
  • Aber in natürlich gut gearteten Menschen sind dem Alter Ruhe, Aufhören vom Zufall abhängiger Bestrebungen, Geduld, Freiheit von zu ängstlichen Sorgen eigen, und diese Vorzüge erhöhen und verschönern alles.
    Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Brief an eine Freundin, 3. September 1832
  • Aber in welchem Lande könnte man sie nicht wiederholen! Die sinnliche Liebe führt immer zu dieser grausamen Wahrheit. Die große Liebe entfernt davon. Für italienische Damen braucht es zwei oder drei Jahre, bis sie bemerken, daß ein sehr schöner Bursch nichts als ein Esel ist; in Paris dagegen können zwei oder drei Jahre hingehen, bis ein geistreicher Mann, der sich schlecht anzieht und linkisch benimmt, nicht mehr für einen Dummkopf gilt.
    Stendhal, Ueber Frauenschönheit, Liebe, Ehe
  • Aber ist das Geld nicht eine ebenso sichere Methode der Behandlung menschlicher Beziehungen wie die Gewalt und erlaubt uns, auf ihre naive Anwendung zu verzichten? Es ist vergeistigte Gewalt, eine geschmeidige, hochentwickelte und schöpferische Spezialform der Gewalt. Beruht nicht das Geschäft auf List und Zwang, auf Übervorteilung und Ausnützung, nur sind diese zivilisiert, ganz in das Innere des Menschen verlegt, ja geradezu in das Aussehen seiner Freiheit gekleidet? Der Kapitalismus, als Organisation der Ichsucht nach der Rangordnung der Kräfte, sich Geld zu verschaffen, ist geradezu die größte und dabei noch humanste Ordnung, die wir zu Deiner Ehre haben ausbilden können; ein genaueres Maß trägt das menschliche Tun nicht in sich!'
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Aber ist nicht eben Schwierigkeiten zu heben das Lebensgeschäft des Staats- und Weltbürgers?
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Literatur - Vorschlag zur Einführung der deutschen Sprache in Polen
  • Aber je mehr Weide sie hatten, desto mehr fraßen sie sich satt;
    Als sie sich sattgefressen hatten, wurden sie übermütig.
    Hosea 13,6
  • Aber jede Frau kann aus einem Weisen einen Narren machen.
  • Aber jede Missgestalt des Geistes ist hässlicher als die des Leibes, weil sie einer höheren Gattung von Schönheit widerstreitet.
    Baltasar Gracián (1601-1658), Handorakel und Kunst der Weltklugheit
  • Aber jeden Augenblick, den wir frei sind von militärischer Tätigkeit, vom Krieg, müssen wir ausnutzen, um zu lernen, und zwar von Anfang an.
    Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924), IV. Kongreß der Kommunistischen Internationale
  • Aber jeder Atom der Materie ist eine ebenso unendliche Welt als das ganze Universum; im kleinsten Teil tönt das ewige Wort der göttlichen Bejahung wieder.
    Friedrich Schelling (1775-1854), Ideen zu einer Philosophie der Natur
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