DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Besiegt, in einem Augenblicke kann.
    Ruhm, Baldachin und Reich der große Mann.
    Verlieren, samt des Diademes Schimmer;
    Nur nicht den Zauber, welcher ihn erhob,
    Der da sein Haupt mit Strahlen licht umwob: -.
    Stolz seinen Genius bewahrt er immer!
    Victor Hugo (1802-1885), Chants du Crépuscule
  • Besiegtem Volk ist nicht zu trauen.
    se] Wunnet folk kan illa tros.
  • Besieht man es genauer, so findet sich, dass dem Geschichtsschreiber selbst die Geschichte nicht leicht historisch wird, denn der jedesmalige Schreiber schreibt immer nur so, als wenn er damals dabei selbst gewesen wäre, nicht aber, was vormals war und damals bewegte.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 651
  • Besinne dich erst, was deine Schultern tragen können!
  • Besinnen bringt ersinnen.
  • Besinnen ist das Beste am Menschen.
    la] Vide quid agas (prima coitio est acerrima). Terenz
  • Besinnen ist't beste annen Minschen.
    Oldenburg
  • Besinnt sich der Bräutigam, besinnt sich (auch) die Braut.
  • Besinnt sich der Chachem (o. Chuchem), besinnt sich der Narr.
    i] Jüdisch-deutsch. Oft wird der Kluge vom Dummen überlistet, durch zu viel Bedenken lässt man den rechten Augenblick verstreichen.
  • Besitz bringt Sorgen, (aber) Armut hat sie schon.
    Russland
  • Besitz entscheidet alles in der Welt.
    Adelbert von Chamisso (1781-1838), Sonette und Terzinen: Tue es lieber nicht
  • Besitz findet Freunde.
    Titus Maccius Plautus (254-184 v. Chr.), Stichus
  • Besitz ist Traum, Genuss ein Schaum.
  • Besitz kann man irgendwo finden, Leben nicht.
    tü] Mal bulunur can bulunmaz.
  • Besitz kühlt ab; doch droht Verlust,
    Sprühn aus der Asche neue Flammen.
    Paul Heyse (1830-1914), Die schlimmen Brüder, III, 1
  • Besitz ohne Liebe macht geizig.
  • Besitz verlockt zur Sünde, und die Anhäufung von Reichtümern entsittlicht den Menschen; nur die einfache Arbeit gibt Glück und Zufriedenheit.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910)
  • Besitzansprüche melden sich in Form von Neid an.
  • Besitze ich etwas, das mir gleichgültig ist? Haben kann ich's, besitzen nicht.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
  • Besitzen viel reichtum und gut manchem ewigen schaden tut.
    zit] Unser Herr Gott gibt gemeiniglich Reichtum denen groben Eseln, denen er sonst nichts gönnet.
    Martin Luther (1483-1546).
    la] Diuitiis uti res est aduersa saluti.
  • Besitzlos, ohne Hoffnung auf die Zukunft, steht der Arbeiter seinem Herrn gegenüber.
    Gustav Schmoller (1838-1917), Die Arbeiterfrage
  • Besitzt die Braut ein schön' Gesicht, braucht sie die halbe Mitgift nicht.
  • Besitzt du Geld, wirst du dich nicht kennen, ohne Geld wird niemand dich kennen.
    es] Con dinero no te conoceras, sin dinera no te conoceran.
  • Besitzt eine Familie Gold, dann gibt es auch Leute, die es wiegen wollen.
    China
  • Besitztümer sind fliegende Sperlinge, die keinen Platz finden können, sich niederzulassen.
    Sumerer
  • Beso de mudo, no le dé Dios a ninguno.
  • Beso en la mano, beso de hermano.
  • Beso lo inventó Dios y el diablo lo que viene en pos.
  • Beso queso y vino espeso.
  • Beso y no alargarse a mas, pocas veces o jamas.
  • Beso, queso y vino espeso.
  • Besoapene Minsken (Menschen) mot me met en Foüer Högge (Heu) iut en Wëe foüren.
    Driburg
  • Besoffen wie eine (Wachholder-) Droßel (Krammetsvogel).
    i] Diese Redensart hat ihre Heimat an der provenzalisch redenden Mittelmeerküste von Marseille bis Nizza u.s.w., wo die aus den nördlichem Ländern kommenden Droßeln über die süßen Früchte des Südens (Trauben, Feigen u.s.w.) herfallen und sich namentlich so mit Weinbeeren vollstopfen, dass man den unsichern Flug und die taumelnde Bewegung der Trunkenheit zuschreibt, die von dem Fressen der Trauben herrühren soll.
  • Besoffen, wie der Pope am Sonntage.
  • Besoffen.
    en] Primed, plastered.
  • Besoffen/voll sein wie ein Schwein.
  • Besoffene Frau ist ein Engel im Bett.
  • Besogna minga fa de più de quell che s'è.
  • Besogna semper andà per la strada del carr.
  • Besogne commencée est à moitié faite.
  • Besogne commencée est plus qu'à demi faite.
  • Besogne qui plaît est à demi faite.
  • Besogne qui plaît est à moitié faite.
  • Besogner du matin est le vrai et le fin.
  • Besoin fait la vieille trotter, et crêmeur fait lièvres tumber.
  • Besoin fait la vieille trotter, et l'endormi réveiller.
  • Besoin fait maint sentier tenir.
  • Besoin fait vielle trotter, et l'endormy resveiller.
  • Besoin n'attend pas le beau temps.
  • Besóme el colmenero y a miel me supo el beso.
  • Besondere Stände haben sich gebildet, um uns zu vermitteln, was nur durch die unmittelbarste Einwirkung in uns lebendig werden kann.
    i] Marie von Ebner-Eschenbach
  • Besonders aber lasst genug geschehn! [auf dem Theater].
    Man kommt zu schaun, man will am liebsten sehn.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust, Vorspiel auf dem Theater.
    Direktor Vs 89
  • Besonders aber muss sich nun der Dichter mit den großen Welt-Fort-oder Rückschritten beschäftigen, mit den ernsten Lebensfragen, die die Menschheit bewegen.
    Gottfried Keller (1819-1890), Aus dem Tagebuch, 14.7.1843
  • Besonders auffallend ist die Pedanterie aller unserer kleinbürgerlichen Demokraten ..: Sie alle nennen sich Marxisten, fassen aber den Marxismus unglaublich pedantisch auf. Das Entscheidende im Marxismus haben sie absolut nicht begriffen: nämlich seine revolutionäre Dialektik.
    Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924), Über unsere Revolution
  • Besonders die Poeten,
    Die verderben die Natur.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Musen und Grazien in der Mark
  • Besonders freue ich mich auf den Elefanten [in Faust II], von der Klugheit gelenkt, die Viktoria oben und Furcht und Hoffnung in Ketten an den Seiten.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 20.12.1829
  • Besonders in den letzten zwanzig Jahren musste man große Geduld haben: denn mehrere meiner spätern Arbeiten brauchten zehn und mehr Jahre, bis sie sich ein größeres Publikum unmerklich erschmeichelten, wie denn ja mein Tasso über zwanzig Jahre alt werden musste, ehe er in Berlin aufgeführt werden konnte.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an J. F. Rochlitz, 30. 1. 1812
  • Besonders in der Jugend fixiert sich das Ziel unseres Glückes in Gestalt einiger Bilder, die uns vorschweben und oft das halbe, ja das ganze Leben verharren. Sie sind eigentlich neckende Gespenster: Denn, haben wir sie erreicht, so zerrinnen sie in nichts, indem wir die Erfahrung machen, dass sie gar nichts, von dem, was sie verhießen, leisten.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860), Aphorismen zur Lebensweisheit
  • Besonders lernt die Weiber führen!
    Es ist ihr ewig Welt und Ach,
    So tausendfach,
    Aus einem Punkte zu kurieren,
    Und wenn Ihr halbweg ehrbar tut,
    Dann habt Ihr sie all unterm Hut.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Studierzimmer (Mephisto) Vs 2023f.
  • Besonders macht sich das Falsche dadurch stark, dass man es mit oder ohne Bewusstsein wiederholt, als wenn es das Wahre wäre.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Meteore des literarischen Himmels - Usurpation
  • Besonders mit den Händen solle man ja bei der Probe einer Tragödie keine gemeine Bewegung vornehmen [ ... ]. Ja, sie hielten dafür, dass niemand in Stiefeln probieren solle, wenn die Rolle in Schuhen zu spielen sei.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre V,8
  • Besonders müsse man [als Schauspieler] bei einem Monolog daran denken, dass man nun allein im Rahmen stehe und daher denn Auge des Zuschauers auch allein ausgesetzt sei.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), H. Schmidt, März 1801
  • Besonders selten ist aber jene Art von Menschen, welche durch außerordentlich hohe Begabung oder hervorragende Bildung und Gelehrsamkest, oder durch beides ausgezeichnet, zugleich die nötige Zeit gehabt haben, eine angemessene Lebensbahn zu betreten.
    Cicero (106-43 v. Chr.), Drei Bücher von den Pflichten
  • Besonders, wenn die Liberalen.
    Die Pinsel fassen, kühnlich malen,
    Man freut sich am Originalen,
    Da zeigt sich uns ein jeder frei:.
    Er ist von Kindesbeinen tüchtig,
    Besieht sich Erd und Himmel richtig,
    Sein Urteil ist ihm nur gewichtig,
    Die Kunst ist selbst schon Tyrannei.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zahme Xenien IX
  • Besorg dein Vieh und schon' es auch, das ist der beste Hexenrauch.
  • Besorgungen machen.
    en] To run errands.
  • Besos a menudo mensajeros (son) del culo.
  • Besos y abrazo no hacen niños, pero tocan a vísperas.
  • Besos y abrazos a nadie han ahorcado.
  • Besos y abrazos no hacen chiquillos, pero son principillos.
    var] Besos y abrazos no hacen chiquillos, pero tocan a vísperas.
    var] Besos y abrazos no hacen muchachos, pero tocan a visperas.
    var] Besos y abrazos no hacen muchachos.
    var] Besos y abrazos no hacen niños, pero tocan a vísperas.
  • Besos y abrazos no sacan pedazos
  • Besos y rosas a cualquier hora.
  • Besote, bode, porque ha de ser odre.
  • Bespei, ün warf a weg.
    i] Jüdisch-deutsch, Warschau.
    i] Von unbrauchbaren Sachen, die gerade gut zum Wegwerfen sind. Den Arbeitern entlehnt, die sich in die Hand spucken, bevor sie etwas in Angriff nehmen
  • Bespiegelung ist der Schönheit unerläßlich und dem Geist.
    Karl Kraus (1874-1936), Selbstbespiegelung
  • Besprochene Sache ist unterwegs.
    Italien
  • Bess'r ist furchtsam Vorsichtigkeit.
    Denn tumkühne Vermessenheit.
    Georg Rollenhagen (1542-1609), Froschmeuseler
  • Bess(er) a(r)m en Ehre wie reisch en Schand. (Kurpfalz).
    i] Besser arm in Ehren als reich in Schande.
  • Béssa a Laus as wia gôô koa Fleisch.
  • Béssa schlecht gfôhn, as wia guat gånga.
  • Bessenbinnen un Heie (Hede) spinnen is dat legeste (schlimmste, elendste) Handwerk taum Bräudgewinnen.
    i] Sauerland
  • Besser 'ne klengen (kleinen) Heer, äls 'ne grusse Kneht.
    i] Aachen
  • Besser 'ne Lous in den Kaul, oasse gar kin Fleisk.
    Marsberg
  • Besser 'ne magre Verglich, als 'ne fätte Procäss.
  • Besser 'ne Schmedt, äls e Schmedtchen.
    i] Aachen
  • Besser (ein) Nachbar an der Wand (Hand), als (ein) Bruder (Freund, Vetter) über Land.
    fr] Mieux vaut bon voisin que longue (lointaine) parenté.
    fr] Mieux vaut prochain qu'ami lointain.
  • Besser (kleiner) Schimpf als (großer) schaden.
  • Besser (sei) der Flachs undicht; sät man ihn dicht, rauft man ihn auf den Knien.
    ee] Parem lina peenikene; paksu külvatakse, põlvili kistakse.
  • Besser (zehnmal) verdorben als einmal gestorben.
    zit] Ein alt Sprüchwort: besser verdorben sey zehnmal, denn eins gestorben.
    jüdisch-deutsch] Besser zehnmuhl verdorben, eider einmal gestorben.
    i] Trost für solche, die ihr Vermögen eingebüßt haben. So lange man lebt, soll man die Hoffnung nicht aufgeben, die nur für den Toten nicht vorhanden ist.
  • Besser a bitter Blatt von Gott, ass a süsses von den Menschen.
    i] Jüdisch-deutsch. Hechingen
  • Besser a Brot ein Sack als wia a Feder uf m Huat.
  • Besser a Fliagn aufn Kraut als gar koa Fleisch.
  • Besser a g'sunder Esel als a krank's Roß.
  • Besser a Kind as a Koalb, 's loefft an Bauren nich an Hoaber.
  • Besser a Laus im Kraut als gar koan Floasch.
    Schwaben
  • Besser a Lus im Kabis, as gar ke. Fleisch, seyt me albez.
    Schweiz
  • Besser a Schand in Punim (Gesicht) eider (als) a Kränck (Krankheit, Schmerz) in Bauch.
    i] Jüdisch-deutsch, Warschau.
    i] Das Sprichwort meint, eine Beschimpfung sei nicht so gefährlich, so schlimm, als eine Krankheit, ein inneres Leiden.
  • Besser a Stuck Brot im Sack als Federn am Hut.
  • Besser a Wehteg (Wehe) im Harz eider a Charpe (Schande) in Punim (Gesicht).
    i] Jüdisch-deutsch, Warschau.
    i] Ein innerer Schmerz ist (für den, der Ehrgefühl besitzt) leichter zu ertragen, all öffentliche (Schande) Demütigung.
    la] Ubi quis dolet, ibidem et manum habet.
  • Besser ab und zu streiten als immer allein sein.
  • Besser abgeführt, als angeführt.
  • Besser Abt sein als Mönch.
  • Besser abtragen als verrosten lassen.
    en] Better to wear out than to rust out.
  • Besser abwarten als übereilen.
    Wendische Lausitz.
    se] Bättre att vänta, än att förhasta sig.
  • Besser abweisen, als geprellt.
    la] Honestius repellimur quam fallimur.
  • Besser Acht als Hacht.
  • Besser ackern und düngen als beten und singen.
    i] Sagen die Bauern in der Gegend von Zobten in, wenn man sie zu frommen Vereinen einladet. Ohne eigene Anstrengung gelingt nichts.
  • Besser ackern und düngen, als beten und singen.
  • Besser albern und fest als schön und kraus.
  • Besser allein als bei Bösen böse sein.
    var] Besser allein als in böser Gemein'.
    var] Besser allein als in schlechter Gesellschaft sein.
    dk] Bedre er sene at vaere, end ondstal brod er al have.
    dk] Vaer haller eare, end i selskab med en daare.
    en] Better be alone than in ill (o. bad) company.
    fr] Il faut mieux être seul qu'en mauviase compagnie.
    fr] Mieux vaut être seul que mal accompagné.
    fr] Mieux vaut être seul que d'être en mauvaise compagnie.
    ho] Beter alleen dan kwalijk verzelt.
    ho] 'T is beter nog alleen geleefd, dan dat men kwaad gezelschop heeft.
    it] È meglio esser solo, che male accompagnato.
    it] Meglio soli che male accompagnati.
    la] Latere sub lare privato tutius esse puto.
    port] Mais val só, que mal accompanhado.
    schwed] Bättre wara ensam, än i dåligt sällskap.
    es] Mas vale solo que mal acompañado.
    es] Mejor compañia es solo estar que entre mala gente conversar.
    es] Vale más solo que mal acompañado.
    un] Jobb magán, mint rosz társsal járni.
  • Besser allein als in böser Gemein.
  • Besser allein als in schlechter Gesellschaft sein.
    dk] Bedre er sene at vaere, end ondstal brod er al have.
    dk] Vaer haller eare, end i selskab med en daare.
    en] Better be alone than in ill (o. bad) company.
    fr] Il faut mieux être seul qu'en mauviase compagnie.
    fr] Mieux vaut (être) seul que mal accompagné.
    fr] Mieux vaut être seul que d'être en mauvaise compagnie.
    nl] Beter alleen dan kwalijk verzelt.
    nl] 'T is beter nog alleen geleefd, dan dat men kwaad gezelschop heeft.
    it] È meglio esser solo, che male accompagnato.
    it] Meglio soli che male accompagnati.
    la] Latere sub lare privato tutius esse puto.
    pt] Mais val só, que mal accompanhado.
    se] Bättre wara ensam, än i dåligt sällskap.
    es] Más vale estar solo que mal acompañado.
    es] Mejor compañia es solo estar que entre mala gente conversar.
    es] Vale más solo que mal acompañado.
    un] Jobb magán, mint rosz társsal járni.
  • Besser allein als in schlechter Gesellschaft.
    ee] Paremb ütsinde kui halva seltsige.
  • Besser allein als zu zweien betteln.
    ee] Paremp santi ütsinda kui katekesi.
  • Besser allein gehen, als in schlechter Gesellschaft stehen.
    fr] Il vaut mieux aller seul que d'être mal accompagné.
  • Besser als (gar) nichts.
  • Besser als Bettler sterben, denn leben als Bettler.
    en] Better die a beggar, than live a beggar.
  • Besser als der Plan eines einzelnen ist ein Plan von zweien.
  • Besser als der Weise spielt niemand den Toren.
  • Besser als die Decke zu weißen, wäre es, wenn du eine Strohmatte auf den Boden legtest.
  • Besser als die Gnade deiner (o. deines) Herrn, Brosman von des Königs Tisch!
    i] Der spanische Bauer des Mittelalters sah vieffach in seinem Feudalherrn seinen Feind, im König seinen Beschützer.
    es] ¡Más vale migaja de rey que zatico del caballero!
  • Besser als die Heimat gibt es kein Land, besser als die Mutter ist kein Freund.
  • Besser als die Unwissenden sind die, die Bücher lesen; besser als diese sind die, die das Gelesene behalten; noch besser sind die, die es begreifen; am besten sind die, die an die Arbeit gehen.
  • Besser als ein guter Freund ist der Nachbar, der treu es meint.
  • Besser als ein starker Ochse sind zwei starke Ochsen, besser als zwei schwache Esel ist ein starker.
  • Besser als ein Stein auf den Kopf (am Schädel)
  • Besser als eine Kuh zu töten ist, sie zu melken.
  • Besser als einen Stein auf den Kopf
  • Besser als Krankheit zu behandeln ist, sie zu verhindern.
  • Besser als mit Arbeit und Liebe kann überhaupt ein Leben nicht gefüllt sein.
    Bertha von Suttner (1843-1914), Lebenserinnerungen
  • Besser als nichts ist noch ein Mann, wenn er auch weder sehen noch hören kann.
  • Besser als Olympia-Tauben ist der Hausspatz in der Hand.
  • Besser als reich zu sein, ist ein guter Ruf.
  • Besser alte Kunst als neuer Bettelstab.
  • Besser alte Schuld denn alte Fehde.
  • Besser alte Schulden als alter Groll.
    Irland
  • Besser am Baume seine Sache führen, als bei einem Strick.
    i] In der Freiheit kann man sich besser verteidigen als im Gefängnis.
    se] Baetra aer thinga widh buskan aen widh boya.
  • Besser am Dreck gewinnen als am Weihrauch verlieren.
  • Besser am Fuße gewinnen als an der Klafter.
  • Besser am Fußende des Bettes von einem schlechten Mann als am Kopfende des Bettes vom guten Sohn.
    ee] Paremb halva mehe jalutsih ku hüä poja pähütsih.
  • Besser am Fußende des Bettes von einem schlechten Sohn als am Kopfende des Bettes von einer guten Tochter.
    ee] Parem halva poja jalutsin kui hää tütre pähitsin.
  • Besser am Fußende des reichen Mannes als am Kopfende des armen Mannes.
    ee] Parem rikka mehe jalutsen kui vaese mehe pähitsen.
  • Besser am Fußende vom Bett der bösen Tochter als am Kopfende vom Bett des guten Sohnes.
    ee] Parem kurja tütre jalutsis kui hää poja päitsis.
  • Besser am Kopfe, denn am Hintern, so wird man nicht beschmissen.
    nl] Het is beter, bij het hoofd te grijpen dan bij den staart.
  • Besser am Kot gewinnen, als am Weihrauch verlieren.
    bm] Lépe vydĕlati na mlátĕ (blátĕ) ne?li prodĕlati na zlatĕ
  • Besser am Rand des Waldes als am Rand des Roggenfeldes.
    ee] Parem om mõtsa veeren kui röä veeren.
  • Besser am Rande sparen als am Boden.
    i] Also zur rechten Zeit.
    en] Better spare at the brim than at the bottom.
    nl] Spaar boven aan den rand, eer dat het wordt een kant.
  • Besser am Sabbat arbeiten als betteln.
    i] Asséh Schabbatchu chol, we-al tiztarech li-Brijos. Talmud.
    de] Verwandle deinen Ruhetag (Sabbat) in einen Wochentag und nimm deine Nebenmenschen nicht in Anspruch. (Arbeite lieber, wenn dir die Mittel nicht erlauben zu feiern)
  • Besser am Tische singen als in der Badestube, da man nicht weiß, ob man die Kleider wiederkriegt.
  • Besser am Ufer daher als auf hohem Meer.
    la] Quod potes, id tenta; nam littus carpere remis, tutius est multo, quam velum tendere in altum. Catull
  • Besser am Walde (wohnen) als im Walde.
    i] Vorzüge der Freiheit.
    la] Quam concipilari melius nemus est comitari.
  • Besser am Zapfen sparen, als am Spundloch.
    la] Quam fundo parce magis sint res vasis ab arve.
    se] Baetrae aer spara fra braed aen fra bwthir.
  • Besser an alter Topf eider (als) a neuer Scherben.
  • Besser an eigenem Tische darben, als an fremdem schwelgen.
    nl] Beter altijd rapen aan eigen disch dan elders vleesch of visch.
  • Besser an einem fetten Tische als auf dürrer Heide.
    nl] Beter aan een' vetten disch, dan op eene dorre heide.
  • Besser an einem Knochen klauben, als gar kein Fleisch.
    es] Quien te da el hueso no te querria ver muerto. Don Quixote
  • Besser an einen würdigen Diener als an einen unwürdigen Sohn denken.
  • Besser an Korn als an Obst reich.
  • Besser an Rauch sterben als an Kälte leiden.
    ee] Parem suitsu surra kui külma kannatada.
  • Besser an Tugenden als an Jahren alt sein.
    la] Quae caruit vitiis, dulcis solet esse senectus, contra morosa est, quae vitiosa fuit.
  • Besser andern vorkommen als uns vorkommen lassen.
    la] Melius praevenire, quam praeveniri.
  • Besser angenehm harren als halsbrechend karren.
    nl] Beter een goed verbeid dan kwaade haastigheid.
  • Besser angenehm sein, als den Angenehmen spielen.
    es] Mas vale caer en gracia, que ser gracioso.
  • Besser Angst haben als erschrecken.
  • Besser Appetit ohne Brot, als Brot ohne Appetit.
    dk] Det er bedre at vil aede, og have intet, end have og kunde intet.
  • Besser arbeiten und sich selbst ernehren, als umbsonst essen und fürwurff leiden.
  • Besser arm als entehrt zu werden.
  • Besser arm als schlecht.
    Steiermark
  • Besser arm dran als Arm ab.
  • Besser arm geruht, als arm gearbeitet.
    i] Man soll lieber seinen Knecht ruhen lassen, als eine Arbeit ohne voraussichtlichen Gewinn unternehmen.
  • Besser arm in (o. mit) Ehren als reich in (o. mit) Schanden.
    ndt] Es ist besser, arm mit ehren, denn reych mit schanden.
    ndt] Beter arm mit Ehren, as rîk mit Schande. Ostfriesland.
    bm] Chudoba cti netrati, (auch mit dem Zusatz) Polibte mě v-bohati.
    bm] Lépe ?ítí v chudobě, ne?li v hanobě
    bm] Lep?í poctivost s chadobou ne?li bohatství s nepoctivosti.
    en] A good name is better than riches.
    en] Poverty is no sin.
    fr] A pauvreté il n'y a point de honté.
    fr] Bonne renommée vaut mieux que ceinture dorée.
    fr] Pauvreté n'est pas vice.
    nl] Beter arm dan oneerlijk.
    nl] Beter arm met eere, dan rijk met schande.
    it] Povertà non è vizio.
    la] Damnum appellandum est cum mala fama lucrum.
    la] Ego si bonam famam mihi servavero, sat ero dives.
    la] Malo honestam indigentiam quam inbonestam opulentiam.
    pl] Bieda nie hańba, ale hańba bieda.
    pl] Chudoba enoty nietraci.
    un] Nem mindenkor gyalázat a szegénység.
  • Besser arm in Ehren als reich in Schande.
    ee] Parem vaene auga kui rikas häbiga.
  • Besser arm sein als voller Kragen und eine Kette tragen.
  • Besser arm und dabei gut und recht als reich und - schlecht.
  • Besser arm und frei als reich und eingespannt.
    ee] Parem vaene ja vaba kui rikas ja rakendud.
  • Besser arm und frei zugleich, als ein Sklave und sehr reich.
  • Besser arm und frey, denn ein voller Kragen und eine Kette vmb den Hals.
  • Besser arm und fromm als ein (o. denn der) Schalk im Reichtum.
    dk] Erlig fattigdom er bedre end ond rigdom.
    fr] Il vaut mieux vivre pauvre, qu'injuste et dans les honneurs.
  • Besser arm und gesunde Glieder als reich und mit Krankheit geschlagen.
    Jesus Sirach 30,14
  • Besser arm und lebendig als reich und tot.
  • Besser arm und ohne Schulden als ein Fürst ohne Gulden.
  • Besser arm und rein als reich und gemein.
  • Besser arm und schuldenfrei, als ein Fürst sein.
  • Besser arm vnd frey, denn ein voller Kragen vnd eine Kette vmb den Hals.
  • Besser arm vnd gesund, den reich vnd vngesund.
    dk] Bedre fattig og sund end riig og sijg.
  • Besser arm zu Lande als reich zur See.
    dk] Bedre fattig paa landet, end riig paa vandet.
    dk] En skilling bedre paa landet end ti paa vandet.
    dk] En skilling paa landet er vaerd at kysse to gange.
    nl] Beter arm te land, dan rijk op zee.
  • Besser arm, jung und weise, als reich, alt und ein Narr.
    nl] Beter arm dan smerlijk.
  • Besser armer Hausrat als ein leeres Haus.
    dk] Bedre lidet boeskab end et tomt huus.
  • Besser ärmlich leben, frei und recht, als herrlich und ein Knecht.
    dk] Bedre at leve armelig en uretfærdig og herlig.
  • Besser Armut leiden als Ehrbarkeit verlassen.
  • Besser auf altem Wege geblieben, als einen ungewissen neuen versucht.
  • Besser auf bekannter Straße bleiben, als auf fremdem Fußweg gehen.
    es] Quien deja el camino real por la vereda, piensa atajan y rodea.
  • Besser auf bezahlten Schuhen als in einer geborgten Kutsche.
  • Besser auf dem Kissen als auf dem Gewissen.
    Schlesien
  • Besser auf dem Land arm als auf dem Meere reich.
    la] Fida terra, infidum mare.
  • Besser auf dem Ofen als auf dem Zaun.
    ee] Parem ahju pääl ku aia pääl.
  • Besser auf dem rechten Wege hinken als auf dem falschen reiten.
  • Besser auf den Berg steigen, als herabfallen.
  • Besser auf den Kragen als im Magen.
  • Besser auf der Erde als auf einem großen Baum.
    ee] Paremp maan kui suuren puun.
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