DICTUM

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  • AAL
  • Aale fangen. (Altgr.) - Körte, 4.
    info] Aus Gewinnsucht das Recht trüben, weil man Aale nur fängt, wenn man den Schlamm tüchtig aufwühlt.
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  • AAL
  • Aale in flachem Wasser zeigen ihre Farbe.
    Hawaii
    info] Der Unwissende wird an seinen Handlungen erkannt.
  • 2
  • AAL
  • Da smitt sikk en Aal up. (Holst.) - Schütze.
    info] Sagt man von vorlauten Personen, die sich in Gesellschaften durch Reden und Handlungen auszeichnen wollen.
  • 2
  • AAL
  • Dahinter steckt ein Aal.
    info] Ein Betrug.
    Frz.: Il y a anguille, oder: Il y a quelque anguille sous roche.
  • 2
  • AAL
  • Dar is de Aal ôk Ingenieur west. - Kern, 557.
    info] Sagt der Bauer zu seinem Knecht, wenn er eine schlängelnde Furche gepflügt, oder zu einem Arbeiter, wenn er einen krummen Graben gezogen hat.
  • 2
  • AAL
  • Den Aal beim Schwanz fassen (halten).
    Lat.: Cauda tenes anguillam. (Erasm., 398.)
    info] Wenn jemand mit unzuverlässigen, treulosen Menschen zu thun hat. Unsere Sprache ist reich an Ausdrücken und Redensarten zur Bezeichnung erfolgloser, vergeblicher, überflüssiger, unnöthiger, undankbarer u. dgl. Arbeiten, Bestrebungen, Mühen u.s.w. Immer sind dieselben an ihrem Orte aufgeführt; es mag aber hier der Uebersichtlichkeit wegen eine Zusammenstellung der gewöhnlichsten folgen, wobei die uns bekanntesten der alten Griechen und Römer beigefügt sind: Den Aal beim Schwanz fassen. Den Adler fliegen lehren. Ablass gen Rom tragen. Fremden Acker pflügen. Einen Bettelmannsmantel flicken wollen. Böcke melken. Bratwürste im Hundestall suchen. Brot im kalten Ofen backen. Von einem Ei Wolle scheren wollen. Eisen schwimmen lehren. Beim Esel Wolle suchen. Einen Esel scheren. Eulen nach Athen tragen. Einen Felsen auf ein Rohr gründen. Festungen in die Luft bauen. Das Feuer peitschen. Flöhe hüten. Vor dem Hamen fischen. Holz in den Wald tragen. Den Hühnern die Schwänze aufbinden. Der Hyder einen Kopf zertreten. Ein altes Judenweib beschneiden. Einen Kahlkopf scheren. Den Krebs wollen vorwärts gehen lehren. Sein Leid der Stiefmutter klagen. In der Luft rudern. Das Meer ausschöpfen (ausbrennen) wollen. Einen Mohren bleichen. Einen Nackenden ausziehen. Den Nebel balgen. In einen kalten Ofen blasen. Tauben Ohren predigen. Um Rauch streiten. Eine Sackpfeife rupfen. Auf Sand bauen. In Sand säen. Sand ins Meer fahren. Mit dem Schatten fechten. Einen Schlauch berupfen. Schnee im Ofen dörren. Mit einer Stange im Nebel herumfahren. Steine gar kochen. Dem Tauben ein Liedlein lehren. Dem Teufel beichten. Einem Todten etwas ins Ohr sagen. Einen Todten geisseln. Wasser aus dem Bimsstein pressen wollen. Wasser im Mörser stampfen. Wasser in einem Siebe holen. Wasser ins Meer (in den Rhein) tragen. Ins Wasser schreiben. Wein im Glühofen kühlen. Einen Wetzstein mästen. Dem Wolfe das gefressene Schaf abjagen wollen. Die Wolken krämpeln. Den Wind mit Netzen fangen. Den Wind auf Flaschen ziehen. Mit dem Winde reden. Die Wellen im Meere zählen. Ziegel waschen. Von Ziegenwolle reden. In ähnlicher Weise sagten die alten Römer (resp. Griechen): Ab asino lanam. Actum agere. Aethiopem lavare. Agnum lupo eripere. Amnis cursum cogere. Apud novercam queri. Aquae inscribere. Aquam crebro aurire. Aquam e pumice postulas. Aquam in mortaris tundere. Aquilam volare docet. Aranearum telas texere. Arenae mandare semina. Arenam metiri. Asinum tondes. Austrum percutis. Cancrum ingredi doces. Calvum vellis. Danai dum dolia implere. De fumo disceptare. De lana caprina. Delphinum natare doces. Delphinum cauda ligas. Ex harena funiculum nectis. Ex puleis inanibus trituram facere. Exurere mare. Ferrum natare doces. Harenae mandas semina. Harenam metiris. Hircum mulgere. Ignem dissecare. Isthmum perfodere. In aere piscari. In aqua scribis. In aqua sementem facere. In frigidum furnum panes immittere. In saxis seminas. Laterem lavare. Littori loqueris. Lumen soli mutuas. Lupi alas quaeris. Lapidem decoquis. Mortuo verba facere. Mortuo verba facis. Mortuum flagellas. Nebulas diverberare. Ovum adglutinas. Parieti loqueris. Penelopes telam retexere. Piscem natare doces. Reti ventos venaris. Surdo oppedere. Utrem vellis. Utrem mergere, vento plenum. Uvas e spinis colligere. Venari in mari. Verberare lapidem. (Erasm., 388 fg., J.G. Seybold's Lustgarten, Nürnberg 1677.)
    Einen Brunnen neben den Fluss graben. Einem Tauben Messe lesen. Ohne Federn fliegen wollen. Die Ente schwimmen lehren. Die Espe zittern lehren. Leeres Stroh dreschen. Eine leere (hohle) Nuss aufbeissen. Einen Mohren baden. Dem Blinden einen Spiegel schenken. Den Fröschen ein Fuder Wein zum Bade verehren. Speck im Hundestalle suchen. Mit dem Arsch eine Nuss aufbeissen wollen. Moses Grab aufsuchen. Nach dem Regenbogen werfen. Ins Wasser schlagen. Scherben zusammenflicken. Wasser im Garn fangen. Seinem Schatten nachlaufen. Den heiligen Geist reden lehren. Unsern Herrgott in die Schule führen. (Lehmann, 776, 1 u. 2.)
    Lat.: Anguillam cauda capessis. (Binder II, 172.) - Anguillam tenere cauda. (Binder I, 60; Seybold, 27; Philippi, I, 30.) - Delphinum cauda alligas. (Philippi, I, 114.)
  • 2
  • AAL
  • Den Aal mit einem Feigenblatt fassen (halten).
    info] Fest, weil die Feigenblätter rauh sind. Geeignete Mittel gegen den anwenden, der leicht entschlüpft.
    Lat.: Folio ficulno tenes anguillam. (Erasm., 439.)
  • 2
  • AAL
  • Den Aal mit Oel bestreichen.
    info] Etwas sehr Ueberflüssiges thun, da ein Aal an sich schon sehr glatt ist.
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  • AAL
  • Den Aal schuppen.
    Lat.: Anguillae squamis carent. - Impossibilia tentare.
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  • AAL
  • Den Aal vom Schwanze häuten.
    info] Etwas verkehrt anfangen.
    Frz.: Ecorcher l'anguille par la queue. - Rompre l'anguille au genou. (Leroux, IV, XIV.)
  • 2
  • AAL
  • Der Aal ist kapital.
    info] Die Sache ist vortrefflich. Nach einem Volksliede, das beginnt: Madam, köp he den Aal, he is gans kapital. (Vgl. Schütze, I, 3.)
  • 2
  • AAL
  • Ein Ahl vffen knien zerbrechen. - Lehmann, 818, 25.
  • 2
  • AAL
  • Einem trocknen Aal geben. - Frischbier, I, 1.
    info] Ihm mit dem Stocke Prügel geben. Um denselben oder einen ähnlichen Gedanken auszudrücken, ist die Provinz Preussen sehr reich an Redensarten. (S. Hase 49.)
  • 2
  • AAL
  • Er entwischt wie ein Aal.
  • 2
  • AAL
  • Er hält den Aal beim Schwanz. - Sprenger III.
    info] Von denen, die mit unzuverlässigen und treulosen Menschen umgehen und ihnen Vertrauen schenken.
    Lat.: Anguillam tenere cauda. (Tappius, 17b.) - Anguilla est, elabitur.
  • 2
  • AAL
  • Er hat auch vom Aal geschwätzt. - Pauli, 4.
    info] Ursprünglich von Kahlköpfigen, wo die Redensart a.a.O. ihre Erklärung findet; dann auch allgemeiner von denen, die wegen der Wahrheit oder wegen Ausplauderung von Geheimnissen Verfolgung erlitten haben, oder in Nachtheil gekommen sind.
    Zur Erklärung der Redensart heisst es in Theatr. Diabolorum, 416a: »Jene Alster kondt reden, vnd veräth die Magd, dass sie den Aal gefressen hat, derhalben kahl geraufft. Vnd als sie einen Mann sahe, mit einer kahlen Stirn, klagte sie jhn, vnd sagte: Ach, du armer Mann, was hastu vom Ahl geschwatzt; meynet, er were vmb desswillen so kahl geraufft als sie, dass er die Wahrheit gesagt hette.«
  • 2
  • AAL
  • Er macht's wie die Aale von Melun, er schreit, eh' man ihn häutet. - Lendroy, 46; Leroux, X; Fischart, Gesch.
    info] Von denen, die etwas fürchten, was nicht zu fürchten ist, die schreien, ehe man sie schlägt, von Furcht ohne Grund. Der Ursprung dieser Redensart soll folgender sein: Es war früher in den Schulen Frankreichs Brauch, dass die Schüler dramatische Vorstellungen gaben, um ihr Gedächtniss wie ihren Vortrag zu bilden. Die Schüler von Melun gaben nun einst ein Stück, in welchem einer derselben, Namens Languille, die Person des heiligen Bartholomäus vorstellte, der, wie man erzählt, lebendig geschunden ward. Als sich der Vollstrecker ihm mit dem Messer in der Hand näherte, um ihm scheinbar die Haut abzuziehen, begann Languille, von plötzlicher Furcht ergriffen, dermassen zu schreien, dass das Stück unterbrochen ward. Dieser Vorfall ging von Mund zu Mund und ward Sprichwort, dessen man sich bediente, sowol um die Schüler von Melun zu necken, als auch um eine grundlose Furcht zu bezeichnen.
    Engl.: Eels don't mind being skinned after they get used to it.
    Frz.: Il ressemble aux anguilles de Melua, il crie avant qu'on l'écorche. (Lendroy, 46.)
    Holl.: Hij gelijkt den kik vorscher, die schreeuwen, voor men hen ziet. (Harrebomée, I, 400.)
  • 2
  • AAL
  • Er windet (ringelt) sich wie ein Aal.
  • 2
  • AAL
  • Es hält sich wie ein Aal beim Schwanz und ein Weib beim Worte.
    Schwed.: Han är hat som en ål. (Stromberg.)
  • 2
  • AAL
  • He hett Aal in de Hasen. (Holst.) - Schütze.
    info] Er hat unaufgezogene Strümpfe an, Falten, als steckten Aale drin.
  • 2
  • AAL
  • He hett Aal stêken. - Schütze, I, 2.
    info] Er ist ins Wasser gefallen. Das Aalstechen wird nicht blos im Winter auf dem Eise durch Eis öffnungen (Wâken), sondern auch im Sommer getrieben.
  • 2
  • AAL
  • He hett Aal to kôp. - Schütze, III, 321.
  • 2
  • AAL
  • Ik waer den Aal wol in de Arwten krügen. (Pommern.)
    info] Ich werde den Halunken schon auf der That ertappen.
  • 2
  • AAL
  • Sich wie ein Aal krümmen.
    Holl.: Hij krimpt als een aal. (Bohn I, 327.)
  • 2
  • AAL
  • Steap ale braden. - Lauremberg, 2, 32.
    info] D.i. die lebendigen Aale sofort braten, sprichwörtlich für etwas schnell vollführen.
  • 2
  • AALCHEN
  • Ein glattes Aalchen entschlüpft gern (leicht). (Russ.)
  • 1
  • AALFANG
  • Auf den Aalfang gehen.
    info] Von denen, die ihres eigenen Nutzens wegen Zwietracht und Aufruhr erregen. - Wenn das Wasser still ist, fangen die Aalfischer nichts, erst wenn es tüchtig gerührt wird
    Lat.: Anguillam captare. (Erasm., 782.)
    »Alss man nicht lichtlich die Ale venge, men hebbe dan tho vorn dat Water gewlomet.« (Wlomen, jetzt flöwen = trüben.) (Neocorus, II, 163.)
  • 2
  • AALHEID
  • Aalheid un Klunkerfood danssen alle beid nich gôd. (Holst.) - Schütz, II, 288.
    info] Klunker - hangender Quast, Klunkerfôd - ein ungewisser, schwankender, hinkender Fuss oder Mensch.
  • 1
  • AALK
  • Aalke Burtalke, wa rummelt di de Bûk? dat deit de sûre Karnmelk (Buttermilch), de will dar herût. - Eichwald.
  • 1
  • AALK
  • Da het Aalk by'n Putt sêten. (Holst.)
    info] Wenn ein Unheil angerichtet, oder irgendein Spiel verloren ist, wahrscheinlich von einer Alten des Namens, die im Ruf der Hexerei stand (s. Hexe).
  • 2
  • AALK
  • Du weetst nig, wat Aalk im Putt hett. (Holst.)
    info] Soviel als das Beste kommt nach. Im vorangehenden Sprichworte ist Aalk, Aaltje (Adelheid) eine alte, übelwollende, hier eine wohlwollende Hexe des Namens.
  • 2
  • AALK
  • Wenn Aalk und Albret tosamen kamt u.s.w. - Schütze.
    info] Diese Redensart wird in Holstein von zwei dummen Menschen zweierlei Geschlechts gebraucht, von denen man sich nicht viel verspricht.
  • 2
  • AALKORB
  • Er hat sich in den Aalkorb geschwatzt.
    info] In seinen Reden gefangen.
  • 2
  • AALKORB
  • Man hat ihm Aalkörbe gestellt. - Sprenger II.
    info] Man sucht ihn durch List zu fangen.
  • 2
  • AALRAUPE
  • Eine Aalraupe auswerfen, um einen Kabeljau zu fangen.
  • 2
  • AALSCHWANZ
  • An einem Aalschwanz bleibt keine Klette hangen.
  • 1
  • AALSTECHER
  • Ein Aalstecher muss manchen Stoss vergeblich thun.
    Dän.: Aalstangeren slaaer mangt et forgieves slag. (Prov. dan., 1.)
  • 0
  • AANTE
  • De Aanten dragen hör Recht up de Puckl. - Kern, 559.
    info] In einem Rechtsstreit mit den Enten ist nicht viel zu gewinnen, sie haben nichts als ihre Federn. (Kern, 559.)
  • 1
  • AANTVAGEL
  • Den Aantvogel kann man nix nehmen, as den Kopp. (Ente, s.d.).
  • 1
  • AANTVOGEL
  • En Schöt is gên Aantvogl. - Kern, 560.
  • 1
  • AANTVOGEL
  • Mênst du, dat ik 'n Aantvogl bin? - Kern, 561.
    info] Wenn einer dem andern auf den Fuss tritt.
  • 2
  • AAR
  • Aare haben scharfe Augen.
  • 1
  • AAR
  • Auch der Aar hat erst auf der Erde geflattert, eh' er sich zum Himmel erhob. - Altmann VI, 420.
  • 1
  • AAR
  • Du zeuhest arn vber die Hennen im Hauss. - Franck, II, 49a.
    »Arn vber die Hennen ziehen, wie vilen geschicht, dass sie guckuc in jr besitz setzen, die jn jr eyer vnderlegen vnnd naher dauon fliehen.«
  • 1
  • AAR
  • Ein Aar kämpft stets mit den Schlangen. - Altmann VI, 410.
  • 1
  • AAR
  • Wenn der Aar seine Schwingen am stolzesten ausbreitet, trifft ihn die Kugel des Jägers. - Altmann VI, 443.
  • 1
  • AAR
  • Den Aar mit dem Uhu vergleichen. - Altmann VI, 514.
  • 2
  • AARAU
  • Aarau ist eine schöne Stadt, Biberstein ein Bettelsack, Kilchberg ist ein Butterkübel, Küttiche der Deckel drüber, Suhr das ist der Stämpfel. - Deutsche Romanzeitung, III, 44, 633.
  • 1
  • AARON
  • Aaron (7. April) und Justin (13. April) helfen den Hafer ziehn. (Wohlau.) - Boebel, 19.
  • 1
  • AARON
  • Wenn Aaron den Schnupfen hat, so sprich mit Mose.
  • 1
  • AARON
  • Nun redt Aron, Moses is es schîte gegange.
  • 2
  • AARON
  • Und Aaron schwieg still. - Diermissen, 322.
    Wenn einer, der sonst das grosse Wort führt, nichts mehr zu sagen weiss.
  • 2
  • AARTJE
  • T is 'n Aartje van Vaartje. - Kern, 1627.
    info] Eine Art von Vater.
  • 2
  • AAS
  • Aas ist keine Speise für den Adler.
  • 1
  • AAS
  • Aas lässt sich nicht vor Geiern (Raben, sagen die Wenden) verbergen.
  • 1
  • AAS
  • Auch ein Aas scheint fett, wenn es voll Luft ist.
  • 1
  • AAS
  • Das Aas lockt die Würmer herbei. - Altmann VI, 503.
    Schwed.: Aas lockar örnen ut. (Wensell, 8.)
  • 1
  • AAS
  • Das Aas stinkt über sein Lager hinaus.
    Dän.: Aadslet stinker laenger bort, end den sted der ligger. (Prov. dan., 532.)
  • 1
  • AAS
  • Dat Aas hett was lehrt, seggt Coord van Hallen, de kann dör de Welt kamen. - Kern, 106.
    info] Der Witz liegt darin, dass das Wort »Aas« hier durchaus nicht verächtlich sein soll, wie es sonst ist. Aehnlich sagt man in Ostfriesland: 'T is 'n gelehrter Hund; 't is 'n Fûlpûp, 'n kloken Bengel, 'n gelehrten Racker u.s.w., ohne damit etwas Schlimmes ausdrücken zu wollen.
  • 1
  • AAS
  • Ein Aas bleibt ein Aas.
  • 1
  • AAS
  • Ein Aas, das der Rabe nicht riechen soll, muss tief liegen.
  • 1
  • AAS
  • Es git niche schäinikjer Ôs, mä vun Mäinjtschen. (Siebenb.-sächs.) - Schuster, 1124.
  • 1
  • AAS
  • Kein grewlicher ass, denn von menschen. - Agricola, 208.
  • 1
  • AAS
  • Man muss ein Aas legen, so man fangen will.
  • 1
  • AAS
  • Wenn das Aas abgefleischt ist, fliegt der Rabe davon.
  • 1
  • AAS
  • Wer ein Aas schüttelt, macht den Gestank ärger. (Arab.)
  • 1
  • AAS
  • Wo Aas ist, da sind Fliegen.
  • 1
  • AAS
  • Wo Aas ist, da versammeln sich die Raben.
  • 1
  • AAS
  • Wo Aas ist, werden bald auch Krähen sein. (Lit.)
  • 1
  • AAS
  • Wo Aeser sind, da schwirren die Eulen.
  • 1
  • AAS
  • Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. - Hiob, 39, 30; Matthäus, 24, 28; Schulze, 27; Zehner, 266; Venedey, 166.
    info] Richtiger die Aasgeier. Ein altes, schon in der Bibel vorkommendes Sprichwort, das jetzt in sehr mannichfacher Bedeutung gebraucht wird. Man wendet es an auf vornehme Herren, die viel Bedienung halten, bei Glücksrittern, die gewinnsüchtige Leute zum Spiel verlocken, auf feile Dirnen.
    Lat.: Sequitur perca sepiam. - Ubicumque cadaver fuerit, statim adest aquila. (Erasm., 848.)
    »Wo ein ass, ist der Vögel kein Zal noch mass.«
    Dän.: Hvor aadslater, der samles örnem. (Prov. dan., 1.)
    Holl.: Waar eenen dodlichaam is, daar vergoderen de arenden. (Harrebomée, II, 29.)
    Schwed.: Der åtelen är, dit samlas ock örnarna. (Marin, 10; Grubb, 1.)
  • 1
  • AAS
  • Wo ein Aas ist, sammeln sich Raubvögel, wo ein hübsches Weib ist, Schmarotzer.
  • 1
  • AAS
  • Das Aas an die Angel stecken. - Seybold.
    info] Einen mit List reizen, fangen.
    Lat.: Escam hamo circumponere.
  • 2
  • AAS
  • Et äs e fel Ôs. (Siebenbürg.-sächs.) - Frommann, V, 36, 86.
  • 2
  • AAS
  • Je is 'n Aas up sin Clarnette. - Pommersche Geschichten.
  • 2
  • AASER
  • Man muss ihm den Aaser drucken. - Kirchhofer, 240.
  • 2
  • AASGEIER
  • Aus einem Aasgeier wird kein Adler (Falke).
    Engl.: A carrion kite will never make a good hawk. (Bohn II, 108.)
    Frz.: D'un buse on ne peut faire un épervier. (Cahier, 272.)
  • 1
  • AASGEIER
  • Der Aasgeier hat keinen Wunsch, als dass das Pferd sterben möchte. (Surinam.)
    info] Jeder ist auf seinen eigenen Vortheil bedacht.
  • 1
  • AASGEIER
  • Der Aasgeier hatte immer einen übeln Geruch, und nun er todt ist, erst recht. (Surinam.)
    info] Von denen, die den schlechten Ruf ihrer Jugend mit den Jahren gesteigert.
  • 1
  • AASGEIER
  • Der Aasgeier liebt das Aas. (Surinam.)
    info] Jeder bewegt sich gern in seinem Elemente.
  • 1
  • AASGEIER
  • Der Aasgeier sieht den Hinrichtungen zu und kommt, abends die Augen auszupicken. (Surinam.) - Wullschlägel.
    info] Der Dieb ersieht sich erst eine günstige Gelegenheit.
  • 1
  • AASGEIER
  • Des Aasgeiers Schimpfreden bringen das Pferd nicht um. (Surinam.)
  • 1
  • AASGEIER
  • Wenn man den Aasgeier schimpft, fühlt sich der Truthahn beleidigt. (Surinam.)
  • 1
  • AASGEIER
  • Wer den Aasgeier sieht, spuckt aus, wer aber das Tjotjo-Vögelchen (ein Singvogel) sieht, pfeift. (Surinam.)
    info] Man richtet sein Verhalten nach der Person ein.
  • 1
  • AASIG
  • Er ist ganz aasig. - Frischbier, I, 2.
    info] Ihm ist aasig zu Muthe. Aasig = krank, aber auch träge, faul.
  • 2
  • AASSEITE
  • Stöt em in de Aasside. - Dähnert, 2a.
    info] Gib ihm einen Stoss. Aasseite ist die innere Seite der Haut, die auf dem Fleisch gesessen hat.
  • 2
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