DICTUM

keywords Ab

  • ABGEBEN
  • Giv em wat af, dat em nich 'n Blôtsdruppen up 't Hart fällt.
    info] Wenn die Mutter dem Vater ein Extragericht bereitet hat und ein Kind lüstern darnach hinsieht; wird die Begierde nicht durch einen Schmeckhappen gestillt, so fällt den Kindern ein Blutstropfen auf das Herz.
  • 2
  • ABGEBRANNT
  • Er ist abgebrannt.
    Dän.: Han er afbraende, tör ei komme igien. (Prov. dan., 88.)
  • 2
  • ABGEBRANNT
  • Ganz und gar abgebrannt sein.
  • 2
  • ABGEBRANNT
  • Ik bin ganz aftbrannt. - Danneil, 106.
    info] Ganz ohne Geld, die Sache ist mir vollständig abgegangen; ich leide Mangel daran.
  • 2
  • ABGEBRANNTER
  • Es ist ein Abgebrannter.
  • 2
  • ABGEBRÜHT
  • Er ist abgebrüht. - Frischbier, II, 4.
    info] Er ist ein abgebrühter, gegen Tadel unempfindlicher Mensch, ohne Gefühl und Verständniss für edlere Regungen.
  • 2
  • ABGEDÖRRT
  • Das ist eine abgedörrte. (Nürtingen.)
    info] Nämlich Erfindung, Faunt, Lüge.
  • 2
  • ABGEDROSCHEN
  • Der ist abgedroschen wie ein Hund.
  • 2
  • ABGEFALLEN
  • Ein Abgefallener und ein Mameluck sind der Christen grösste Verfolger. - Opel, 394.
  • 1
  • ABGEFEIMT
  • Abgefeimter als ein Luchs, als Kernessig.
  • 2
  • ABGEHEN
  • 't is doch gôd avgan, säd' Riedel, kam von'n Fischen un harr nix krêgen.
  • 1
  • ABGEHEN
  • Eck sin vandage affgôn, un hebbe muinen Heren trotzet, und hebbe nix getten (gegessen). (Lippe.) - Firmenich, I, 269.
    info] affgôn = Ich bin heute aus dem Dienst gegangen. - Wenn jemand zu seinem eigenen Schaden trotzt.
  • 1
  • ABGEHEN
  • Es geht alles ab, nur das Unsaubere nicht. - Kirchhofer, 245.
  • 1
  • ABGEHEN
  • Es geht noch wohl ab, wenn auch das ganze Dorf niederbrennt, wenn nur des Pfaffen Haus stehen bleibt.
  • 1
  • ABGEHEN
  • Was abgegangen ist, kommt nimmer wieder. - Frischbier, II, 12.
  • 1
  • ABGEHEN
  • Was abgeht an der Gestalt, ersetzt die Kunst an jung und alt.
    Lat.: Ingenio pollet cui vim fortuna negavit. (Cato.)
  • 1
  • ABGEHEN
  • Was abgeht, geht am Gelde ab - sagt der Käufer, wenn er den geforderten Preis nicht zahlen will.
  • 1
  • ABGEHEN
  • Was an dem einen abgeht, geht am andern wieder zu.
    Lat.: Quod alibi diminutum, exequatur alibi.
  • 1
  • ABGEHEN
  • Wer abgod, ist oher. - Tobler, 347.
    info] oher = Unherr = besiegt, überwunden.
    Frz.: Qui quitte la partie, la perd.
  • 1
  • ABGEHEN
  • Wo abgeht, da geht auch zu.
  • 1
  • ABGEHEN
  • Wo's einen abgohd, gohd's dem andern uf. (Luzern.)
  • 1
  • ABGEHEN
  • Abgehen mit Dampf.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Abgehen ohne Musik.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Das geht ab, wie der Weck auf den Laden. (Henneberg.)
  • 2
  • ABGEHEN
  • Dâu is alles âfgange, wêi aff der Matthes'n Hâuchzet. (Nürnberg.) - Frommann, VI, 4156.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Davon geht wol noch was ab.
    info] Der Preis wird wol noch ermässigt.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Du gehest ab wie die Kret am Spiess.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Er geht ab von der Armee.
    info] D.i. er geht fort von der Gesellschaft; auch: er geht schlafen oder stirbt.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Er geht ab wie der Hund mit den Schwanz mang de Bêne. (Köthen.)
  • 2
  • ABGEHEN
  • Er geht ab wie Seebach. (Marburg.)
    info] Von einem feigen Menschen. Den Ursprung habe ich nicht ermitteln können. In Schlesien sagt man: Er geht ab, wie Seebach mit den Krebsen. In Köthen: Er geht ab, wie Seebach mit der Bartelmütze. D.h. er drückt sich davon.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Er geht ab, wie ein begossener Hund.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Er geht ab, wie warmes Pech. - Waldis, II, 4, 89; Sandvoss, S. 1.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Er ist abgegangen worden.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Er lässt sich nichts abgehen.
    Lat.: Indulgere genio. (Pers.) (Erasm., 573.)
  • 2
  • ABGEHEN
  • Es geht ab wie alte Besen vor Johanni. (Schles.)
    info] In Schlesien, besonders in den Gebirgsdörfern, werden am Johannisabende (23. Juni) Feuer auf Höhenpunkten angezündet. Dazu sammeln die Knaben schon wochenlang vorher so viel alte Besen als sie nur erhalten können. Je näher dem Abende, desto mehr werden dem weiblichen Personal alle Besen abgepresst, die auch nur mit alten Aehnlichkeit haben. Sie werden dann am Johannisabend angezündet und brennend geschwungen.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Es geht ab wie warme Semmeln.
    Frz.: Il y a grande foule. La foule y est.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Es geht ab, wie sauer Bier.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Es geht ab, wie warme Wurst.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Es geht ihm nichts ab.
    info] Er leidet in keiner Beziehung Mangel; er besitzt alles, was er zum Leben bedarf.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Geh ab, dass dich die Wache nicht kriegt. - Klix, 15.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Geh' ab (zieh ab) von der Armee. (Schles.)
    info] Abweisungsformel.
  • 2
  • ABGEHEN
  • Hei géid af, as wenne Leär (Leder) fréäten hädde. (Iserlohn.) - Frommann, V, 57, 2.
  • 2
  • ABGELOBEN
  • Man mütt nicks aflaben, as sick de Näs nich aftaubiten. (Mecklenburg.) - Raabe, 82.
  • 1
  • ABGEMACHT
  • Abgemacht mit grossem Knall, sagte der Orgelbauer, als er von der Leiter fiel. (Lausitz.)
  • 1
  • ABGEMACHT
  • Abgemacht! / Schlagen Sie ein!
    fr] Topez-la!
  • 1
  • ABGEMACHT
  • Abgemacht! Sela! (aus französisch "c'est la").
    info] "Sela" steht am Ende eines Abschnittes und zur Bezeichnung eines Zwischengesanges in den Psalmen. >> Sela
  • 1
  • ABGEMACHT
  • Abgemacht!
    fr] Voilà qui est dit!
  • 1
  • ABGEMACHT
  • Abgemacht, segt Kapler, abgemacht. (Lüneburg.)
  • 1
  • ABGEMACHT
  • Abgemacht, Seife (Einverstanden).
    info] Seife, in der berlinischen Form 'Seefe' (aus französisch 'c'est fait')
  • 1
  • ABGEMACHT
  • Abgemacht, Sela, spricht der Berliner.
    Lat.: Factum transactum. (Tull.) (Erasm., 232.)
  • 1
  • ABGEMACHT
  • So ist's also abgemacht, sagte die Henne, als sie über's Wasser flog. - Hackländer, Illustrirte Zeitung, 1860, S. 91.
  • 1
  • ABGEMÜHT
  • Abgemüht wie eine Accisklinke.
  • 2
  • ABGEVIERT
  • Abgeviert wie ein burghauser Würfel. - Frank v.W.
    info] Geviaren heisst bei Otfried schon: zubereiten, tüchtig machen.
  • 2
  • ABGEVIERT
  • Abgeviert wie ein Würfel.
    info] Tüchtig, zubereitet, erfahren.
    Lat.: Homo quadratus.
  • 2
  • ABGEWÖHNEN
  • Du gewöhnst es ihm nimmer ab.
    Lat.: Seni citius muta veris linguam.
  • 2
  • ABGEZAHLT
  • Abgezahlt sin. - Minner.
  • 2
  • ABGLITSCHEN
  • Es ist ihm abgeglitscht. (Pfalz.) - Klein, I, 3.
    info] Sein Vorhaben ist ihm mislungen.
  • 2
  • ABGLITSCHEN
  • He glidd eben achter af. (Holstein.) - Schütze, II, 38.
    info] Er verfehlt seine Absicht.
  • 2
  • ABGOTT
  • Sein eigener Abgott stecket jhm im Hertzen. - Schottel, 1119a.
  • 2
  • ABGÖTTEREI
  • Abgötterei ist Gottesgespei und bringet Jammer mancherlei. - Petri.
  • 1
  • ABGÖTTEREI
  • Abgötterei und Blutdurst laufen allezeit miteinander.
  • 1
  • ABGÖTTEREI
  • Abgötterei und Gleissnerei will allweg schön sein. - Petri.
  • 1
  • ABGÖTTEREI
  • Abgötterey ist Gottes Gespey vnd bringt immer mannicherley. - Henisch, 1690, 36.
  • 1
  • ABGÖTTEREI
  • Abgötterey vnd gleissnerey will allweg schön sein. - Henisch, 1690, 39.
  • 1
  • ABGÖTTEREI
  • Abgötterey vnnd Blutdurst buffen allzeit miteinander. - Henisch, 1690, 34.
  • 1
  • ABGÖTTEREI
  • Abgöttern ist ein natürlich Erbe. - Petri.
  • 1
  • ABGREIFEN
  • Abgegriffen wie ein alter Groschen. - Bechstein, Grumbach, I, 31.
  • 2
  • ABGREIFEN
  • Abgegriffen wie ein Gesangbuch. - Schulmeisterspiegel, S. 188.
  • 2
  • ABGREIFEN
  • Abgegriffen wie ein Sechser. - Literarisches Centralblatt, Leipzig 1863, S. 953.
  • 2
  • ABGREIFEN
  • Abgegriffen wie eine Accisklinke. - Wurzbach II, 4.
  • 2
  • ABGREIFEN
  • Abgegriffen wie eine Badstubenthür.
    info] Zu den ungewöhnlichen, gar nicht vorkommenden Dingen zählt Waldis (IV, 93, 170) »ein Badstüben Thür vnbegriffen.«
  • 2
  • ABGRENZEN
  • Er hat ihm alles abgegrenzt. - Frischbier, II, 13.
    info] Hat ihm durch dringendes Bitten das Seine abgeschwatzt.
  • 2
  • ABGRUND
  • Ein Abgrund verbirgt den andern.
    Frz.: Un abîme appelle un autre abîme.
  • 1
  • ABGRUND
  • Es hat nicht jeder Abgrund ein Geländer.
  • 1
  • ABGRUND
  • So lange man am Abgrunde geht, muss man sich mit dem Teufel gut stellen. - Neue Freie Presse, 4592.
  • 1
  • ABGRUND
  • Vorn ein Abgrund und hinten schnappt ein Wolfsmund.
    info] Wenn jemand von zwei Uebeln zugleich heimgesucht wird, sodass, wohin er sich auch wenden möge, sein Untergang gewiss scheint.
    Lat.: A fronte praecipitium, a tergo lupi. (Erasm., 237.)
  • 1
  • ABGRUND
  • Wer den Abgrund nicht zeitig flieht, den verschlingt er.
  • 1
  • ABGUNST
  • Abgunst bringt manchen hohen Mann zum Fall.
  • 1
  • ABGUNST
  • Abgunst hebt auch den reichen Mann aus dem Sattel. - Petri.
  • 1
  • ABGUNST
  • Abgunst richt selten Gutes an. - Petri, II, 2.
  • 1
  • ABGUNST
  • Abgunst verfolgt nicht die Todten.
  • 1
  • ABGUNST
  • Abgunst verzehrt Mark und Bein.
  • 1
  • ABGUNST
  • Afgunst der lüde kann nich schaden; watt Gott will det mot wohl geraden.
    info] Eine Hausinschrift in Hildesheim. (Vgl. Europa 1866, Nr. 47 in dem Artikel In der niedersächsischen Zeit.)
  • 1
  • ABGUNST
  • Hei sittet op der Awegunst (d.i. Leibzucht, wörtlich Ab- oder Misgunst). (Westf.)
    info] Rede eines Leibzüchters, dem sein Altentheil (Wohnung, Kost u.s.w.) nicht mehr gegönnt wird.
  • 2
  • ABHACKEN
  • Die ist grun abgehackt und mit dem Juxe reingeschleppt. (Schles.)
    info] Von einer ungebildeten, plumpen, weiblichen Person.
  • 2
  • ABHALFTERN
  • Einen abhalftern. - Frischbier, I, 16.
    info] Ihn aus dem Dienst entlassen, ihn fortjagen.
  • 2
  • ABHALTEN
  • Mich kann nichts abhalten als Gottes Allmacht. - Sprichwörterschatz, 61.
    info] So spricht der Mann, der nach reiflicher Ueberlegung einen Entschluss gefasst hat.
  • 1
  • ABHALTEN
  • Wer mich abhält, tödtet mich.
    info] Insofern er mir Zeit raubt, denn Zeit ist Leben.
  • 1
  • ABHANDLUNG
  • Wir haben die (rabbinische) Abhandlung (über den Anstand) und sie (die Christen) den Anstand. - Tendlau, 1051.
    Jüdisch-deutsch: Mir hewe die Mesachte un' sie den Derech-Erez. Als Tadel gegen den Juden, dass er rücksichtlich des anständigen Benehmens oft gegen den Christen zurückstehe.
  • 2
  • ABHOLD
  • Sie sind einander abhold.
    Lat.: Ne via quidem eadem cum eo vult ingredi.
  • 2
  • ABHUREN
  • Es hurt jhm mancher Gut vnd Ehr, Leib vnd Seel ab. - Petri, II, 253.
  • 2
  • ABILITY
  • Ability will never catch up with the demand for it.
  • 0
  • ABILITY
  • Great ability develops and reveals itself increasingly with every new assignment.
    info] Baltasar Gracian
  • 0
  • ABILITY
  • I do the very best I know how-the very best I can; and I mean to keep doing so until the end. If the end brings me out all right, what is said against me won't amount to anything. If the end brings me out wrong, ten angels swearing I was right would make no difference.
    info] Abraham Lincoln (1809 - 1865)
  • 0
  • ABILITY
  • I know of no more encouraging fact than the unquestioned ability of a man to elevate his life by conscious endeavor.
    info] Henry David Thoreau (1817 - 1862)
  • 0
  • ABILITY
  • It is a great ability to be able to conceal one's ability.
    info] Francois de La Rochefoucauld (1613 - 1680)
  • 0
  • ABILITY
  • Martyrdom... is the only way in which a man can become famous without ability.
    info] George Bernard Shaw (1856 - 1950)
  • 0
  • ABILITY
  • Natural ability without education has more often attained to glory and virtue than education without natural ability.
    info] Cicero (106 BC - 43 BC)
  • 0
  • ABILITY
  • Perhaps the most valuable result of all education is the ability to make yourself do the thing you have to do, when it ought to be done, whether you like it or not; it is the first lesson that ought to be learned; and however early a man's training begins, it is probably the last lesson that he learns thoroughly.
    info] Thomas H. Huxley (1825 - 1895)
  • 0
  • ABILITY
  • The less their ability, the more their conceit.
    info] Ahad HaAm
  • 0
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