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  • ACKER
  • Wenn man einen Acker nicht eggt, ist schon das erste Wetter darübergegangen.
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  • ACKER
  • Wer dem Acker gibt, dem gibt der Acker wieder.
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  • ACKER
  • Wer dem Acker hat gegeben, der kann vom Acker leben.
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  • ACKER
  • Wer den Acker aus der Westentasche düngt, die Ernte leicht in die Rocktasche bringt.
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  • ACKER
  • Wer den Acker betrügt, der betrügt sich selbst. (S. Land 197.) - Schambach, II, 483.
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  • ACKER
  • Wer den Acker nicht baut, erntet nichts als Unkraut.
    Lat.: Neglectis urenda silix innascitur agris. (Horaz.) (Philippi, II, 13.)
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  • ACKER
  • Wer den Acker nicht will graben, wird nichts als Unkraut haben.
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  • ACKER
  • Wer den Acker pflegt, den pflegt der Acker. - Spr. Sal. 12, 11; Steiger, 317.
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  • ACKER
  • Wer den Acker säet, der mähet. - Eisenhart, III, 22.
    info] Während das römische Recht die Früchte einer Aussaat in streitigen Fällen dem Eigenthümer des Bodens zuspricht, so erkennt das deutsche sie dem zu, der den Acker angebaut hat.
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  • ACKER
  • Wer den Acker zu gut baut, wenig Früchte schaut.
    info] Zu gut kann man eigentlich etwas nicht machen; indess will dies alte, schon in Plinius vorkommende Sprichwort nur sagen, dass man in keiner Sache die Grenze überschreiten dürfe.
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  • ACKER
  • Wer den Acker zu sehr düngt, bekommt Kraut statt Knollen.
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  • ACKER
  • Wer fremden Acker baut, theilt sein Gut. - Graf, 75, 67.
    info] Er verliert Saat und Arbeit, weil er, sofern es wissentlich geschah, von der rechtswidrigen Benutzung fremden Gutes keinen Gewinn beanspruchen kann. Hatte jemand dagegen aus Irrthum fremden Acker bebaut, so bleiben ihm ein Theil der Früchte.
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  • ACKER
  • Wer hat einen steinigen Acker, ein froh Pferd, jung und wacker, ein bösen Zaum und stumpfen Pflug, den wird zu schaffen genug.
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  • ACKER
  • Wer ihm (sich) einen Acker kaufft, der verkaufft sein Hauss. - Oec. rur., 4, 107.
    info] D.i. »wer der Landwirthschaft lebet, der kann nicht in der Stadt wohnen, auch nicht im Hause bleiben.«
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  • ACKER
  • Wer seinen Acker bauet, der wird Brotes die Fülle haben. - Schulze, 58; Spr. Sal. 12, 11.
    Dän.: Hov som dyrken sin jörd, skat maettes med bröd. (Prov. dan., 130.)
    Frz.: Labourez pendant que le paresseux dont, et vous aurez du blé à vendre et à garder.
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  • ACKER
  • Wer seinen Acker brach liegen lässt, dem läuft Schaf- und Hornvieh darüber.
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  • ACKER
  • Wer seinen Acker fleissig bauet, der macht seinen Hauffen gross. - Oec. rur., 4, 90.
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  • ACKER
  • Wer seinen Acker fleissig baut, macht den Haufen gross. - Zehner, 80.
    Dän.: Man kand og giöde sin ager for meget. (Prov. dan., 18.)
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  • ACKER
  • Wer seinen Acker mit armer Leute Schweiss will düngen, dem wird er keine Segengarben bringen.
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  • ACKER
  • Wer seinen Acker mit Fleiss baut, soll Brotes genug haben.
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  • ACKER
  • Wer seinen Acker wohl baut, geniesst sein auch wohl. - Seybold.
    Holl.: Die wel aen sijem acker doet, die doet gewis hem weder goet. (Cats, 212.)
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  • ACKER
  • Wer seinen Acker wohl düngt, der hat desto mehr zu ernten. - Zehner, 79; Lehmann, Flor.
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  • ACKER
  • Wer spärlich seinen Acker düngt, der weiss schon, was die Ernte bringt. - Bremer Hauskalender.
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  • ACKER
  • Wer unfruchtbaren Acker baut, vergeblich nach der Ernte schaut.
    Lat.: Sterilem agrum ne colas. (Plat.)
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  • ACKER
  • Wer unfruchtbaren Acker baut, vergeblich nach der Ernte schaut.
    Lat.: Sterilem agrum ne colas. (Plato.) (Philippi, II, 200.)
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  • ACKER
  • Wer vom Acker lebt und vom Vieh, lebt wohl, wenn - er nicht wird zum Vieh.
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  • ACKER
  • Wie der acker ist, so ist der Sam. - Henisch, 19, 29.
    Lat.: Qualis ager, talia mihi semina et quales flores, tales et colores. (Henisch, 19, 29.)
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  • ACKER
  • Wie der Acker, so das Getreide, wie die Wiese, so die Weide, wie der Herr, so der Knecht, wie der Krieger, so das Gefecht.
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  • ACKER
  • Wie der Acker, so das Getreide.
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  • ACKER
  • Wie der Acker, so die Rüebe, wie der Aetti, so die Büebe.
    info] Für Franken: Frommann, VI, 163, 3.
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  • ACKER
  • Wie du den Acker wirst eggen, so wird das Getreide sich legen.
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  • ACKER
  • Wie man den Acker baut (bestellt), so trägt er auch Frucht.
    Frz.: Le champ rend des fruits sclon qu'il est cultivé.
    It.: Secondo che si coltiva il campo rende i frutti.
    Lat.: Fructus non multus, ager est ubi non bene cultus. - Sicut ager colitur, sic fructibus hic redimitur.
    »Als man den acker bawen thut, so tregt er frucht, böss oder gut.« (Loci comm., 104.)
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  • ACKER
  • Wo der Acker braun, ist reiche Frucht zu schaun.
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  • ACKER
  • Wo der Acker leidet noth, da fehlt's dem Bauer bald an Brot.
    Dän.: Laed agermand er ey maden vand. (Prov. dan., 19.)
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  • ACKER
  • Acker und Wiesen durch den Bauch führen.
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  • ACKER
  • Auf einen solchen Acker gehört kein anderer Pflug.
    info] Das verdient keine andere Behandlungsweise.
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  • ACKER
  • Das ist mein Acker und mein Pflug.
    info] In Ostpreussen: Dat ös mîn Acker on Plôg. Auch: Egg' on Plôg, d.h. mein Beruf. (Frischbier, II, 25.)
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  • ACKER
  • Den Acker pflügen und nichts hineinsäen.
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  • ACKER
  • Der Acker Fridolini.
    »Gegenüber ragte niedrig aus den Fluten eine Kiesbank - unbewachsen - oftmals gänzlich überflutet sie die Strömung; scherzend heisst der Mann im Rheinthal sie den Acker Fridolini.« (Scheffel, Trompeter, S. 73.)
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  • ACKER
  • Er gibt allerhand Acker an. - Frischbier, I, 23.
    info] Macht Händel, treibt lose Streiche.
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  • ACKER
  • Er ist (wieder) auf seinem eigenen Acker.
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  • ACKER
  • Es ist jm acker vnd wisen durch den Bauch gefaren. - Franck, II, 48b.
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  • ACKER
  • Es klebt kein Acker an dem, was er spricht.
    info] In seiner Rede ist nichts Gemeines, Alltägliches, Niedriges, Triviales; sie zeigt von feiner Bildung.
    Lat.: Nihil ex agro dicis. (Erasm., 294.)
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  • ACKER
  • Fremde Aecker pflügen, so eigene brache liegen.
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  • ACKER
  • Fremde Aecker pflügen.
    info] Seine Kräfte dem eigenen Wirkungskreise entziehen und damit in fremde Geschäftssphären eingreifen. - Auch von dem Umgang mit anderer Frauen.
    Lat.: Alienum arare fundum. (Plaut.) (Erasm., 401.)
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  • ACKER
  • Gang mer net über mein Aeckerle. (Ulm.)
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  • ACKER
  • Mit einem zu Acker gehen.
    info] Ihn derb vornehmen.
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  • ACKER
  • Sein Acker ist so faul, wie er.
    Frz.: Tant vaut l'homme, tant vaut sa terre.
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  • ACKERBAU
  • Ackerbau ist der beste aller Berufe, Handel ist mittelmäßig; Dienen verächtlich, und Betteln der letzte Ausweg.
    Bhojpur, Nepal
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  • ACKERBAU
  • Ackerbau ist der beste Beruf, aber der Bauer muss selbst im Felde sein.
    Marathi, Indien
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  • ACKERBAU
  • Ackerbau und Bergwerk soll man nicht lassen feiern.
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  • ACKERBAU
  • Ackerbau und Literatur sind die beiden Hauptberufe.
    China
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  • ACKERBAU
  • Ackerbau und Viehzucht sind die zwei Brüste, die den Staat sicherer säugen als die Gold- und Silberminen Perus.
    Karl Julius Weber (1767-1832), Democritos
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  • ACKERBAU
  • Ackerbau vnd Bergwerck soll man nicht feyren lassen. - Mathesius, Sarepta, XXIa.
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  • ACKERBAU
  • Ackerbau, Ochsenschau und eine hübsche junge Frau machen ins Christenthum manche Sau. - Dinter's Leben, Neustadt a.O. 1829, S. 161.
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  • ACKERBODEN
  • Wer die Tiefe seines Ackerbodens mehrt, tut ebenso viel, als wenn er die Fläche des Ackers vergrössert. - Wunderlich, 3.
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  • ACKERGAUL
  • Aus einem Ackergaul wird kein Reitpferd.
    Engl.: A kindly aver will never make a good horse. (Bohn II, 68.)
  • 1
  • ACKERGURREN
  • Ackergurren lässt man weiden ohne Zaum; die köstlichen Stuten werden wohl gehütet. - Geiler.
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  • ACKERLAND
  • Ackerland hält stets Bestand. - Frischbier, I, 22.
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  • ACKERLAND
  • Erst habe Ackerland, dann rechne nach Lofstellen. (Lett.)
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  • ÄCKERLEIN
  • Kein Aeckerli, das er säet, kein Wiesli, das er mähet.
  • 1
  • ÄCKERLEIN
  • Er meint, jedes Aeckerli müss' er säen, und jedes Wiesli mähen.
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  • ACKERMAASS
  • Wo sichtig Ackermass vorhanden, das soll nicht für Neubruch gehalten werden. - Graf, 123, 325; Schmeller, I, 24.
    info] Wahrscheinlich hat man, um zum Anbau öder Landstrecken anzureizen, für einige Zeit Zins und Zehntfreiheit verheissen, mit der Beschränkung jedoch, dass sie da nicht zur Anwendung kommen solle, wenn sich nur irgendeine Spur bereits stattgehabter Kultur zeige.
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  • ACKERMÄHRE
  • Was die Aekermähren (mit dürrem Rücken) bauen, das können die Barrenhengste kauen. - Fischart, Gesch.
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  • ACKERMANNTJE
  • Ackermanntje (Bachstelze) wipp up Stert; wel hett di dat Wippen lehrt. - Kern, 565.
    info] Ein Kinderspruch.
  • 1
  • ACKERN
  • Ackern und Düngen ist besser als Beten und Singen.
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  • ACKERN
  • Besser ackern und düngen, als beten und singen.
    info] Sagen die Bauern in der Gegend von Zobten in Schlesien, wenn man sie zu frommen Vereinen einladet.
  • 1
  • ACKERN
  • Da geschieht fürs Ackern wenig genug, wo der Bauer lauft vom Pflug, der Ochse verwirft das Joch und das Ross sein Kummet noch.
  • 1
  • ACKERN
  • Det drätmôl akere' git fir îmôl mässten (misten, düngen). (Siebenbürg.-sächs.) - Schuster, 76a.
  • 1
  • ACKERN
  • Drämol akern äs îmôl mässten. - Schuster, 76b.
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  • ACKERN
  • Gut ackern ist halbe Düngung. (Frankenwald.)
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  • ACKERN
  • Ich ackere, sagte die Ameis, da sass sie auf dem Ochsenhorn.
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  • ACKERN
  • Man muss nicht mehr ackern, als man eineggen kann. (Wend. Lausitz.)
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  • ACKERN
  • Mancher darf nicht ackern und nicht säen und kann doch Getreide mähen.
    Lat.: Citra arationem citraque sementem. (Lucian.) (Erasmus, 143.)
  • 1
  • ACKERN
  • Man muss mit ihm ackern. - Frischbier, II, 26.
    info] Angestrengt arbeiten, z.B. vom Lehrer, der einen schwach begabten Schüler zu unterrichten hat. Auch wol, er muss sich mit ihm abackern, müde arbeiten.
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  • ACKERN
  • Mit dem kann man ackern. (Böhmen.)
    info] So gut, so fügsam und willig ist er. Er lässt sich für jeden Zweck gebrauchen.
  • 2
  • ACKEROCHS
  • Bist du ein Ackerochs, so begehr' keinen Sattel.
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  • ACKERPFERD
  • Die Ackerpferde fressen am wenigsten.
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  • ACKERSENF
  • Von Ackersenf leben.
    info] Dürftig. Es ist eine Pflanze, die als Unkraut wächst, aber auch wol genossen wird.
    Lat.: Lapsana vivere. (Plin.) (Erasm., 875.)
  • 2
  • ACKERSLÄNGE
  • Ein Ackerleng fern. - Hans Sachs, III, LXXXIIII, 1.
  • 2
  • ACKERSLÄNGE
  • Er nähm' eine Ackerslänge Weges für einen Spiess und wäre so freudig als ein anderer.
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  • ACKERSMANN
  • Ackersmann - Schlackersmann, eck lobe mui den Handwerksmann. - Firmenich, I, 268.
  • 1
  • ACKERSMANN
  • Ackersmann - Slackersmann; viel beeter is en Handwerksmann. (Westf.)
    info] Im Lippeschen heisst der Nachsatz: Eck lobe mui den Handwerksmann. Kothmann von slackern = sich beschmuzen.
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  • ACKERSMANN
  • Der Ackermann muss den Acker bawen, ehe er die Frucht geniesst. - Petri, II, 80; Henisch, 16, 25.
  • 1
  • ACKERSMANN
  • Der Ackersmann erwirbt's, der Kriegsmann verdirbt's. - Nass. Schulblatt, XIV, 5.
  • 1
  • ACKERSMANN
  • Der Ackersmann ist das folgende Jahr reich. - Kirchhofer, 361.
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  • ACKERSMANN
  • Der geschickteste Ackersmann macht einmal eine krumme Furche.
    It.: Non è si sperto aratore, che alcuna volta non faccia un solco torto.
  • 1
  • ACKERSMANN
  • Een Ackersmann segget (säet) sick wol gries, awwer nich wies. (Lippe.)
    info] Er säet sich greis, aber nicht weis.
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  • ACKERSMANN
  • Ein Ackermann soll zween Pflüge haben. - Oec. rur., 9, 316.
    info] Nämlich einen zur Arbeit, den andern als Ersatz.
  • 1
  • ACKERSMANN
  • Ein Ackermann, ein Wackermann.
    Lat.: Agricolam impigrum esse oportet.
    Dän.: Agermand skal vaere vakermand. (Prov. dan., 19.)
  • 1
  • ACKERSMANN
  • Ein Ackersmann lernt nie aus.
    Dän.: Agermanden bliver aldrig viis. (Prov. dan., 19.)
  • 1
  • ACKERSMANN
  • En Ackermann - en Plackermann, ghuad aere bai en Handwiärk kan, sach de Bessenbänner (Besenbinder). (Grafschaft Mark.) - Firmenich, I, 325.
  • 1
  • ACKERSMANN
  • En Ackermann, en Schlackermann, et geht nit für, wei 'n Handwerk kann. - Curtze, 322, 105.
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  • ACKERSMANN
  • Es steht schlimm um den Ackersmann, der sich umdreht und sieht die Furchen.
    It.: Tristo a quel bifolco, che si volta in dietro. (Aus: Guardar il solo.) (Giani, 231.)
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  • ACKERSMANN
  • Kein Ackersmann ist so gut, er macht bissweilen krumme Furchen. - Lehmann, 507, 64; Simrock, 72.
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  • ACKERSMANN
  • O Ackersmann, du Klackersmann, wohl dem, der ein Handwerk kann, seggt de Bessembinne tom Bû'rn. (Jerrentowitz.) - Frischbier, II, 27.
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  • ACKERSMANN
  • Wenn de gäle Ackermann kömt, sau bringet he en foier hou mêe under 'n Swanze. - Schambach, II, 659.
    info] Das gelbe Ackermännchen oder die gelbe Bachstelze (Mola cilla flava) trifft etwas später ein als das weisse im April; und da mit diesem Monat der Frühling beginnt und das Gras zu wachsen anfängt, so sagt das Sprichwort: er bringe ein Fuder Heu unter dem Schwanze mit.
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  • ACKERSTUDENT
  • Acker-Studenten und Pfluge-Docktores müssen immer lernen mores. - Oec. rur.
  • 1
  • ACKERWERK
  • Ackerwerk - Wackerwerk.
  • 1
  • ACKERWERK
  • Ackerwerk hat Mühe.
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