DICTUM

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  • ALLES
  • Man muss alles auf die hörner nemen, wil mans hinausführen; es muss biegen oder brechen. - Monatsblätter, V, 140, 29.
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  • ALLES
  • Man soll nicht Alles auf Eine Karte setzen.
    Engl.: Venture not all in one bottom. (Bohn II, 139.)
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  • ALLES
  • O wat all, säd de Pracher, und as he toseg, härr he nix.
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  • ALLES
  • Von Allem wat, vom Besten gar nuscht. (Dönhoffstädt.) - Frischbier, II, 38.
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  • ALLES
  • Von Allem wenig, vom Ganzen nichts. - Frischbier, 35.
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  • ALLES
  • Wenn alles vergeht, Tugend besteht.
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  • ALLES
  • Wer alles an einem Orte hat, der hat es im Feuer.
    info] Es ist gewagt, alles auf ein Spiel zu setzen, oft so gut wie verloren zu achten.
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  • ALLES
  • Wer Alles aus Nichts machen kann, kann aus Unmöglichem mögliche Dinge machen.
    Dän.: Han kand gjöre muelige ting af umuelige, som kand gjöre alt af intet. (Prov. dan., 419.)
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  • ALLES
  • Wer alles ist, ist nichts.
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  • ALLES
  • Wer alles kann, ist ein furchtbarer Mann.
    info] Von denen zunächst, welche die höchste Macht haben, Gutes und Böses zu thun. Von Fürsten und im Scherz vom Gelde.
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  • ALLES
  • Wer alles nicht fürcht, den beisst der Teuffel auch wol. - Petri, II, 679.
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  • ALLES
  • Wer alles thun will, tut nichts recht.
    Lat.: Festinans ad duo diversa, neutrum bene peragit.
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  • ALLES
  • Wer alles verfechten will, darf das Schwert nie einstecken. - Siebenkees, 168; Egenolff, 119b.
    info] Wo es ohne Aufopferung wichtiger Güter und Interessen geschehen kann, gibt der Weise gern etwas von seinem strengen. Recht auf, um den Frieden des Lebens zu wahren; aber »für Wahrheit und Recht kämpft er mit Klugheit und Kraft«.
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  • ALLES
  • Wer alles will verfechten, der hat gar viel zu rechten.
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  • ALLES
  • Wer alles will, drückt nichts an die Brust. - Steiger, 469.
    »Wer Alles will, wird nichts erhalten. Laut der Sentenz der lieben Alten.« (Pfeffel, Fabeln und Erzählungen.)
    Span.: Quien todo lo quiere todo lo pierde. (Cahier, 3671.)
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  • ALLES
  • Wer alles will, stirbt aus Raserei.
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  • ALLES
  • Wer nicht Alles machen kann, braucht nicht Alles liegen zu lassen.
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  • ALLES
  • Alles an alles setzen.
    Lat.: Omnem jacere aleam. (Erasm., 192.)
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  • ALLES
  • Alles nur mit dem linken Ohr hören. - Herberger, II, 275.
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  • ALLES
  • Alles und sonst no Einiges. (Ulm.)
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  • ALLES
  • Da ist alles zu haben, wie in Auerbach's Laden.
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  • ALLES
  • Das ist sein ein und alles.
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  • ALLES
  • Dat wör Alles, Kröck ok Awestil (Krücke und Ofenstiel). - Frischbier, I, 38.
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  • ALLES
  • Es geht alles Gott und Thule.
    info] D.h. durcheinander. (Vgl. Gutzkow, Zauberer, VI, 282.)
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  • ALLES
  • Es ist alles eins, ob ich mich in diesen oder in jenen Finger beisse. - Klement., 44.
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  • ALLESEIN
  • Wenn's alle ist, hat die liebe Seele Ruh. (Schles.)
    info] In Ostpreussen: Wenn 't aller ös, denn heft de lêwe (auch: arme) Seel' Ruh. (Frischbier, II, 42.) Ist bei der Mahlzeit alles aufgezehrt, beruhigt sich auch der, welcher noch einen Bissen genommen hätte.
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  • ALLESEIN
  • Wenn's alle ist, sind wir satt.
    info] In Ostpreussen: Wenn 't aller, denn satt. (Frischbier, II, 41.)
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  • ALLETAG
  • Alletag weh stirbt nimmermeh'.
    info] Spöttelnder Trost, oder Ausdruck liebloser Ungeduld bei lästigen und durch ununterbrochene Klagen behelligenden Kränklichen.
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  • ALLETAG
  • Der Alendâch brocht vil. - Schuster, 487a.
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  • ALLETAG
  • Der Alendâch huod e griss Mil. - Schuster, 487a.
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  • ALLEZEIT
  • Aldidj krank, an nimmer duad. (Insel Amrum.)
    info] Immer krank und nimmer todt.
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  • ALLEZEIT
  • Allezeit angel', so hast du keinen Mangel.
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  • ALLEZEIT
  • Altied is't keen Sömmer un Sönndag.
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  • ALLEZEIT
  • Man iss nich altied upp sin scharpste. (Ostfries.)
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  • ALLEZEIT
  • Ich bin (er ist) allezeit derjenige, welcher. (Berlin.)
    info] Nämlich kann, wenn er will, oder weis, was er in einem gewissen Falle zu thun hat.
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  • ALLGEMACH
  • Allgemach kommt (man) auch weit.It.: A penna a penna si pela un' oca, a passo a passo si fa di gran cammino.
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  • ALLGEMACH
  • Allgemach kommt am ersten zum Ziel.Lat.: Romanus sedendo vincit. (Varro.)
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  • ALLGEMACH
  • Allgemach kommt auch (wol) nach.
    info] Allgemach hond au dar. (Tobler, 139.)
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  • ALLGEMACH
  • Allgemaek küemet Hans int Wammes. (Westf.)
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  • ALLGEMEIN
  • Es ist nichts so allgemein, als falsche Worte in gutem Schein.
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  • ALLIANCEN
  • Je grösser die Alliancen, desto kleiner die Chancen.
    info] Desto weniger Haltbarkeit und Nutzen.
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  • ALLMACHT
  • Man muss nicht gegen die Allmacht Gottes streiten. - Kirchhofer, 131.
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  • ALLMACHT
  • Man muss nicht in die Allmacht Gottes greifen. - Kirchhofer, 131.
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  • ALLMANN
  • Allmanns Freund, jedermanns Geck.
    ndt] Allmanns Frund, mennig Manns Geck.
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  • ALLMANN
  • Allmanns Rat ist gute Teilung.
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  • ALLMANN
  • Allmanns Frund, mennig Manns Geck.
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  • ALLMANN
  • Was Allmann sagt, ist gern wahr. - Sailer, 75.
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  • ALLMANN
  • Was Allmann sagt, ist gern wahr.
    info] Wenn auch nicht alles, doch etwas davon.
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  • ALLMANN
  • Achter Allmann's Oars goahn. - Schlingmann, 4.
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  • ALLMANN
  • Achter Allmanns Fers gan.
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  • ALLMANN
  • En Allmanns Frund.
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  • ALLMANN
  • Ene Allmanns Hore. - Eichwald, 27.
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  • ALLMANN
  • Se is nich Allmanns Gadung.
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  • ALLMANNSFREUND
  • Et is en Amannsfreund. (Westf.)
    info] Tadelnd, von einem, der sich jedem ohne Prüfung anschliesst; auch von Hunden gebraucht.
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  • ALLMEIN
  • Er ist ein Allmein. (Nassau.)
    info] Einer, der alles haben will. - Der Habsüchtige.
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  • ALLMENDE
  • Allmende der Stadt (der Gemeinde) kann nicht verjähren. - Graf, 68, 38.
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  • ALLMENDE
  • An Allmende graben, die da frieden. - Graf, 68, 34.
    info] Das Privateigenthum musste von der Allmende nicht bloss durch einen Zaun, sondern auch durch einen neben dem Zaun gezogenen Graben geschieden sein, den der Privatbesitzer ziehen musste. Frieden - die Grenzen so klar stellen, dass kein Streit zwischen Nachbarn entste hen kann.
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  • ALLMENDE
  • An der Allmende hat der König den Boden, der Bauer den Wald. - Graf, 67, 25.
    info] D.h. der Grund und Boden gehört der Gemeinde, das Holz, oder was sonst darauf wächst, aber der Benutzung der Insassen. Denselben Sinn hat auch der Spruch: Dem Könige die Erde, dem Bauer das Holz. (Graf, 67, 26.)Dän.: Allminnig thaerac a koning iord oc bonda er skogh. (Thorsen, I, 46, 77.)
  • 1
  • ALLMENDE
  • Auf Allmende zu weiden ist niemand verboten.Lat.: Nemo ire quemquam prohibet publica via.
    info] Ein Weideplatz, der Gemeingut ist, kann auch von zur Gemeinde Gehörigen, natürlich in bestimmten Grenzen, benutzt werden, so dass es nicht von der Willkür des Einzelnen abhängt, wie viel Stück Vieh er darauf weiden lässt. (S. Mann 1486.)
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  • ALLMENDEGUT
  • Almendegut ist nicht Nachbargut. - Graf, 68, 35.
    info] Das Gut, welches einem Privatbesitzer gehörte, musste durch einen Zaun vom Gemeingut geschieden sein. Die Gemeinden unter sich bezeichneten die Grenzen nur durch Einschnitte in eine Eiche oder andern starken Baum.
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  • ALLNAGRADE
  • Allnagrade kumt Harm int Wamt. - Schütz, I, 30.
    info] Endlich wird der Langsame fertig, endlich ist Harm angekleidet.
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  • ALLO
  • Allo (= allons) derin, min Mour (Mutter) släd miek sou (ohnedies), har et Wecht (Mädchen) saght. (Halver, Grafsch. Mark.) - Frommann, III, 257.
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  • ALLTAGSROCK
  • Alldagsrock nährt, Sünndagsrock fehrt. (Lübeck.)
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  • ALLTAGWEH
  • Alltagweh nümmermeh. - Gruter, I, 4.
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  • ALLZU
  • Wenn Allzu dazukommt, taugt nichts was.
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  • ALLZU BEHENDE
  • Allzu behende hat's oft verfehlt.Frz.: Vitement et bien ne s'accordent pas.It.: Presto e bene, non si conviene.
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  • ALLZU BEKANNT
  • Allzubekannt hat wenig Ehr' und viel Schand'.
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  • ALLZU EBEN
  • Allto äben - halb unäben. (Strelitz.)
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  • ALLZU FEIN
  • Allzu fein hält nicht.
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  • ALLZU FEIN
  • Allzu fein ist eitel Schein.Holl.: Al te fijn is maar schijn.
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  • ALLZU FETT
  • Allto fett is ungesund.
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  • ALLZU FROMM
  • Allto fram is Nabers Spott.
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  • ALLZU FRÜH
  • Allzu früh kommt auch unrecht.
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  • ALLZU GELINDE
  • Allzu gelinde ist verachtet geschwinde.
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  • ALLZU GEMEIN
  • Allzu gemein macht dich klein. (Darmstadt.)Lat.: Contemtum parit nimia familiaritas.
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  • ALLZU GEMEIN
  • Allzu gemein macht verachtet.
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  • ALLZU GERECHT
  • Allzu gerecht tut unrecht.
    zit] Seid nicht allzu gerecht, sie verstehen es nicht, wie schön euer Fehler sei.
    Klopstock
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  • ALLZU GERECHT
  • Allzu gerecht macht's meist schlecht.
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  • ALLZU GLEICH
  • Allto gliek, sä Beender Bôr, hedd' een Perd vör de Wagen. (Ostfries.)
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut fördert Armut.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut ist dumm, nur Kamele dulden stumm.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut ist dumm.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut ist nicht gut.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut ist seines Nachbarn Geck.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut kommt dumm heraus, sagte der Abt, als der Pater Johann den Räubern nachlief, um ihnen das Geld zu bringen, das sie in seinem Mantel nicht gefunden hatten.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut taugt auch nicht(s).
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  • ALLZU GUT
  • Allte gued is Annermanns Narre. (Westf.)
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  • ALLZU GUT
  • Allto good dögt ook nicht. (Ostfries.)
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  • ALLZU GUT
  • Allto good is ungesund.
    info] Es ist ein Erfahrungssatz, dass die Menschen zu viel gute Tage nicht ertragen können, sondern leicht dabei verderben.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut ist eines andern (oder: Andermanns) Narr. - Sprichwörterschatz, 1.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut ist liederlich.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut ist, nicht gut. - Bücking, 311.
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  • ALLZU GUT
  • Allzu gut verdirbt's gar.
    Holl.: Al te zoet, dat is niet goed.
    Ung.: A lágy pásztor alatt gyapjut rág a farkas.
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  • ALLZU GUT
  • Ollte gud is des Nohwers (Nachbars) sin Hundsfutt. (Waldeck.) - Firmenich, I, 326.
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  • ALLZU GUTWILLIG
  • Alltogotwillig ist Nabers Narre. (Altmark.)
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  • ALLZU HASTIG
  • Allto hastig is quâd. (Oberharz.)
    info] Nachtheilig, gefährlich, schlecht.
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  • ALLZU HASTIG
  • Allzu hastig taugt nicht.
    Holl.: Al te hastig deugt niet. (Magazijn, 62.)
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  • ALLZU HEISS
  • Allzu heiße Liebe erkaltet bald.
    en] Hot love is soon cold.
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  • ALLZU HEISS
  • Allzu heiss hat die Kühlung in sich. - Altmann VI, 398.
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  • ALLZU HEISS
  • Allzu heiss verbrennt den Mais.
    Lat.: Ne nimium callidum hoc sit modo. (Terenz.) (Erasmus, 301.)
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