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  • ALTE (DAS)
  • Das alt eckelt, das new gefelt. - Lehmann, 549, 4.
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  • ALTE (DAS)
  • Das alt muss dem Newen weichen. - Lehmann, 552, 43.
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  • ALTE (DAS)
  • Das Alte behalte! - Siebenkees, 5; Schamelius, 191.
    info] Nur gemeine Köpfe leben in blinder Verehrung des Alten, weil sie nichts Neues erfinden können. Der Mensch sucht ja nicht das Alte, sondern das Gute. Unsere Vorfahren waren keine auserwählten Muster der Weisheit, sondern Menschen; warum sollten wir uns ewig an ihre Meinungen und Einrichtungen binden?
    It.: Tutti a suo modo, e gli asini all' antica.
    info] In Ostpreussen: Dat Ôle öss got to behole. (Frischbier, I, 40.)
    Lat.: Contenti simus hoc Catone. (Faselius, 50.)
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  • ALTE (DAS)
  • Das Alte blos lieben, weil's alt, und das Neue verachten, weil's neu, ist Narrenweisheit.
    Dän.: Daarligt at elske de gamle, allene for det er gammelt, og forskyde det nye, for det er nyt. (Prov. dan., 214.)
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  • ALTE (DAS)
  • Das Alte ekelt, das Neue gefällt.
    Lat.: Non bene olet, qui semper bene olet.
    Ung.: Uj szita szegen füg, az ó a földön hever.
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  • ALTE (DAS)
  • Das Alte ist bequem, das Neue angenehm.
    Lat.: Est quoque cunctarum novitas gratissima rerum.
    info] Goethe: »Ältester bewahrt mit Treue freundlich gehofft das Neue.«
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  • ALTE (DAS)
  • Das Alte ist neu gewesen, das Neue kann alt werden.
    Dän.: Det gamle har vaeret nyt, og det nye kand blive gammelt. (Prov. dan., 215.)
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  • ALTE (DAS)
  • Das Alte ist nicht immer gut, das Neue nicht immer schlecht.
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  • ALTE (DAS)
  • Das Alte klappert, das Neue klinget.
    Lat.: Grata novitas.
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  • ALTE (DAS)
  • Das alte thu verwerffen nicht, ein Besseres sey dan zugericht.
    Lat.: Nil ito mutabis, donec meliora uidebis. (Loci comm., 39.)
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  • ALTE (DAS)
  • Das Alte walte.
    »Aus Gemeinem ist der Mensch gemacht und die Gewohnheit nennt er seine Amme. Weh' dem, der an dem würdig alten Hausrath ihm rührt, das theure Erbstück seiner Ahnen. Was grau vor Alter ist, das ist ihm göttlich.«
    »Das Alte behalte, an den Gebrauch dich halte.« - Das Alte hat Ansehen, es wird leicht Gesetz, daher die Dänen: De gamle har myndighed, er snart som en lov. (Prov. dan., 215.)
    It.: Patti vecchi, e modi usati. (Giani, 1291.)
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  • ALTE (DAS)
  • Dem Alten treu, dem Neuen hold; vermischest du beides, machst du Gold. - Baierischer Hauskalender.
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  • ALTE (DAS)
  • Es bleibt beim Alten.
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  • ALTE (DAS)
  • Ich habe das Alte bezahlt und wette auf das Neue. - Graf, 76, 88.
    info] Mit Bezug auf die an den Grundherrn zu zahlenden Zinsen der Bauern.
    Mhd.: Ich habe daz alle bezahlt und wette uf das nuwe. (Grimm, Wörterbuch, I, 732.)
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  • ALTE (DAS)
  • Ist das Alte vorbei, so wird's wieder neu.
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  • ALTE (DAS)
  • Man muss das Alte nicht tadeln, ehe man das Neue kennt. - Bertram.
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  • ALTE (DAS)
  • Man muss das Alte nicht wegwerfen, bevor man das Neue hat.
    Dän.: Kast ikke bort det gamle, för du det ny kand samle: de gamle skoe för du faaer de nye; det gamle kar, förend du veed omdet nye holder vand. (Prov. dan., 215.)
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  • ALTE (DAS)
  • Man muss nichts Altes abgehen und nichts Neues aufkommen lassen, sagte der Philister. - Simrock, 7515b.
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  • ALTE (DAS)
  • Man soll das Alte nicht ab-, das Neue nicht aufbringen, sagt der Philister. - Siebenkees, 3.
    info] Das elende Motto der Gewohnheitsmenschen, die an die Unverbesserlichkeit des Statusquo glauben. Der gute Sinn des Sprichworts ist: Man bringe das Alte nicht ab, wenn es gut, und das Neue nicht auf, wenn es schlecht ist.
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  • ALTE (DAS)
  • Man soll nicht das Alte tadeln, ehe man das Neue kennt. - Bertram, 51.
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  • ALTE (DAS)
  • Mit dem Alte tut mer's Neu verhalte. (Schwaben.)
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  • ALTE (DAS)
  • Nicht alles Alte ist gut, nicht alles Neue schlecht.
    Dän.: Det gamle er ey alt godt, eller det nye alt ondt. (Prov. dan., 215.)
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  • ALTE (DAS)
  • Nicht alles Alte ist wahr, nicht alles Neue falsch.
    Dän.: Alt gammelt er ikke sandt, eller alt nyt falskt. (Prov. dan., 217.)
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  • ALTE (DAS)
  • Wenn alles Alte gut wäre, so müsste alles Neue böse sein.
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  • ALTE (DAS)
  • Wenn ein altes ein junges freyet, dass missreth gemeinigklich, vnd gehet an gedancken vil ab. - Henisch, 1207, 70.
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  • ALTE (DAS)
  • Wer das Alte kennt, dem wird das Neue klar.
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  • ALTE (DAS)
  • Wer das Alte nicht flickt und das Neue nicht überblickt, wird bald von Noth gezwickt.
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  • ALTE (DAS)
  • Wer das Alte nicht flickt, das Neue nicht hält, ist bald auf den Hund gestellt.
    Böhm.: Kdo staré nelátá a nové nesetrí, brzo bude vepsi. (Celakovský, 435.)
    Wend.:] Stójz stare neplata a nowe na Kedzbu nebere, ton nidy daloko neprindze. (Celakovský, 435.)
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  • ALTE (DAS)
  • Wer das Alte um das Neue vertauscht, wird oft betrogen.
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  • ALTE (DAS)
  • Es bleibt beim Alten, die Grossmutter ist die Älteste im Hause. - Klix.
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  • ALTE (DER)
  • An Alter bricht, ün a Jünger baut, is noch nit gleich. (Jüd.-deutsch. Warschau.)
    info] Dies den Rabbinern entlehnte Sprichwort (vgl. Dukes, 102) preist die Vorzüge des Alters der Jugend gegenüber. Es behauptet, das Einreissen des erfahrenen Alters sei nützlicher als das Aufbauen der leichtsinnigen Jugend.
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  • ALTE (DER)
  • Auch der Alte lebt, so lange Gott will.
    Dän.: End lever gammel, men god vil. (Prov. dan., 216.)
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  • ALTE (DER)
  • De Oll is schwienplitsch, he treckt sich nich ihre ut, as bet ha to Bedd geht. (Greifswald.)
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  • ALTE (DER)
  • Den Alten macht Hunger zur Leiche, den Jungen die Seuche.
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  • ALTE (DER)
  • Den Alten verdreusst es, dass man ihn beim Bart zeucht.
    info] Bei Tunnicius (1259): It vertôrnet den olden, dat men ên by dem bârde tüt. (Excaudent animi, trahitur si barba seniles.)
    Holl.: Dat vergramt den olden, dat men hem trect mitten baert.
    Lat.: Quando senex trahitur cum barba, cura moretur. (Fallersleben, 715.)
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte ein Sparer, der Sohn ein Geuder.
    Lat.: Prodigus est natus de parco patre creatus.
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte is heut granti (mürrisch). (Wien.)
    info] Der Volkswitz ursprünglich von dem Steinbilde an der Orgelempore in der St.-Stephanskirche zu Wien, das zu dem Wahrzeichen der Stadt gerechnet wird und zu mehreren Sprichwörtern Veranlassung gegeben hat. S. Gamotzen, Grübler, Hütl. (Vgl. Illustrierte Zeitung, 1857, Nr. 741, S. 182.)
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte kann nicht und der Junge weiss nicht.
    info] Dem Alten fehlt zur Ausführung die Kraft, dem Jungen die Kenntniss.
    Span.: El viejo por no poder, y el mozo por no saber, dejan las cosas perder. (Bohn I, 220.)
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte kommt und gewinnt die grosse Völkerschlacht, aber erst wenn zwei Bauern einen Rock und zehn Herren einen Kopf tragen.
    info] Sprichwort am Pendling bei Kufstein. (Steub, 131.)
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte muss Deckmantel seyn. - Petri, II, 80.
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte muss seine Stärke in guter Rast, gutem Weine, weichem Bett und warmer Stube suchen.
    Holl.: Bejaardheid eischt bedaardheid. (Harrebomée, I, 35.)
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte muss, der Junge kann sterben.
    info] In Ostpreussen: Ohle motte starwe, Junge könne starwe. (Frischbier, I, 42.)
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte schmeckt oft nach dem Jungen.
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte vergisst's, der Junge weiss nicht.
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  • ALTE (DER)
  • Der Alte wird mehr (oder: nicht) drumb geehrt, dass er mit Jahren ist beschwert. - Henisch, 311, 10; Petri, II, 81.
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  • ALTE (DER)
  • Der tut einem Alten nicht unrecht, der ihm eine Abendmahlzeit stiehlt.
    info] Empfiehlt bejahrten Personen Mässigkeit beim Abendtisch.
    Engl.: He wrongs not an old man, who steels his supper from him.
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  • ALTE (DER)
  • Des Alten Stab sind seine Zähne.
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  • ALTE (DER)
  • Ein alter betreugt, oder wird betrogen. - Lehmann, 140, 91.
    info] Wenn er nämlich wieder eine Ehe eingeht.
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter dient zum Heirathen wie der Winter zu der Ernte.
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter hat den Tod vor Augen, ein Junger auf dem Rücken.
    Böhm.: Stary má smrt' pred ocima mladý za zady. (Celakovský, 312.)
    Wend.:] Stary ma smjeró pred woblecom, mlody pak za khribjetem. (Celakovský, 312.)
    Frz.: Les vieux vont à la mort, et la mort vient aux jeunes. (Cahier, 1120.)
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter kann keinen hohen Berg ersteigen.
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter mit Verstand, ein Junger mit Gewalt.
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter richtet mehr aus mit Rathen, als ein Junger mit Thaten.
    Lat.: Senectus leonis praestantior hinnulorum juventa.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Ein Alter sei so gut als er wolle, so ist doch seine Haut kein Narr; wird sie alt, so schrumpfft sie ein. - Lehmann, 147, 100.
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter sieht besser hinter sich, als ein Junger vor sich.
    info] Was auch bei einem einigermassen guten Gedächtniss gar keine Kunst ist. Der Blick in die Räthsel der Zukunft ist schwieriger, als der auf die offenen Felder der Vergangenheit. Man könnte daher mit Recht erwarten, dass sich das Sprichwort so ausdrückte: Ein Alter sieht besser vor (wozu ihn die Schlüsse von der Vergangenheit auf die Zukunft befähigen) als ein Junger hinter sich.
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter, der ein jung Weib nimmt, ladet den Tod zu Gaste.
    Frz.: Lorsqu'un vieux fait l'amour, la mort court à l'entour.
    info] Die Russen: Der Alte verkürzt den Rest seines Lebens, der eine Junge freit. (Altmann VI, 438.)
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  • ALTE (DER)
  • Ein alter, der einen Weg offt gegangen ist, kan jungen Leuten Richtsteig weisen. - Petri, II, 163.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Ein alter, der nicht liebet Geld, ein junger, der sich weisslich helt, der jung ist alt, der alt ein Kind, die beide nicht zu loben sind. - Petri, II, 163.
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter, der noch tanzen will, macht, dem Teufel ein Freudenspiel.
    info] Die Griechen nannten einen, der wider Willen in hohem Alter und kraftlos zu einer gefahrvollen Arbeit getrieben wurde, »das Pferd des Ibykus«. Der Dichter Ibykos hatte ein sehr altes Pferd, welches, durch Wettrennen entkräftet, und aufs neue zum Wettrennen an den Wagen gespannt, sich fürchtete. Als das Volk lachte, sagte Ibykos: »Das Pferd gleicht dem Herrn, der auch, bereits in hohem Alter, noch zu Liebschaften getrieben wird, da er sich zu nichts weniger als dazu eignet.«
    Lat.: Ibici equus. (Erasm., 26.)
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter, der noch tanzen will, schafft nichts Gutes mit seinem Spiel.
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter, der verliebt ist, ist ein Winter mit Blumen.
    Frz.: Vieil en amours, hyver en fleurs.
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  • ALTE (DER)
  • Ein Alter, der verliebt, ist ein Winter mit Blumen.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Einem alten geschieht billig mehr Ehr den einem Jungen. - Petri, II, 175.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Einem alten ist wol vorzulauffen, aber nicht vorzurathen. - Petri, II, 175.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Einem alten ist wol zu entlauffen, aber nicht zu entrathen. - Petri, II, 175.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Eines Alten Rath ist halbe That.
    It.: Consiglio d'uomo vecchio non rompe mai la testa.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • En Alder ômen Iren äs lichter wä dit. - Schuster, 561.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Es sei der Alte, es sei der Junge, wessen Leben ist ohne Ordnung, der verliert auch die Gerechtigkeit und geräth in Zaghaftigkeit.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Es verdreusst einen alten, wann man jhn bey dem bart will halten. - Henisch, 56, 35.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Hat ein Alter keine Kenntnisse, so hat er doch Erfahrung.
    info] Erfahrungskenntnisse im Gegensatz der Schulkenntnisse.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • In eines Alten Schose ist gut schlafen.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Kein Alter hat ausgelernt, er wäre denn von den Todten auferstanden.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Kein Alter werde ausgelacht, weil Alter uns zu Kindern macht.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Lieber mit dem Alten essen, als mit dem Jungen hungern (weinen).
    info] Meinen die Mädchen in Serbien und anderwärts, wenn sie einen wohlhabenden ältern Mann einem jüngern besitzlosen vorziehen.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Man tut keinem Alten unrecht, wenn man ihm sein Abendbrot stiehlt. - Gaal, 7.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Nimmt ein Alter eine junge Frau, so ladet er den Tod zur Trau.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Nimt ein alter ein junges Mägdlein, so geth jhm hernach sehr viel an seinen Gedancken ab. - Lehmann, 145, 86.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Roas (heraus) mit dem Alden, doass der Noüe Roam (Raum) hoat. - Gomolcke, 1183.
    info] Von alten Menschen, alten Zähnen, Bäumen u.s.w.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Scherzt ein alter mit einem jungen Weib, so lacht der Todt. - Lehmann, 145, 85.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • So ain alter zu einem narren geret, so übertrifft er umb etliche pfund ain jungen gesellen. - Zimmer'sche Chronik.
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  • ALTE (DER)
  • Sok Oal, sok Jong. (Amrum.) - Lappenkorb, Frimenich, III, 8.
    info] Solche Alte, solche Junge, oder: Wie die Alten, so die Jungen.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Wen man den Alten vor wolt kewen wie den Kindern, so würd' er speien. - Eyering, III, 403.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Wenn ein Alter ein jung Mädchen heirathet, so kommt der Morgen zur Mitternacht.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Wenn ein Alter ein jung Weib nimmt, so lachet der Tod.
    Lat.: Est in canitie ridiculosa venus. (Ovid.)
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Wenn ein Alter kegelt, macht die Kugel viel Geräusch.
    info] Es fällt doppelt auf, wenn sich ein Alter etwas erlaubt, was man schon der Jugend nicht will hingehen lassen.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Wenn ein Alter scherzt mit jungem Weib, so platzt dem Tod der Leib.
    info] So lacht er.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Wenn ein Alter tanzt, so macht er grossen Staub.
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  • ALTE (DER)
  • Wenn man den Alten beim Barte zupft, so verdriesst's ihn.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Wenn man den Alten schlachtet, kommt Fett. - Schamelius, 8.
    info] Von reichen Alten.
    Holl.: Als die oude geslagt wordt, zal er wel smeer uitkomen. (Harrebomée, II, 155.)
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Wer einen Alten zum Geben ermahnt, der richtet so viel aus, als der einem Todten eine Arznei zur Gesundheit gibt.
    info] Sparsamkeit ist eine vorherrschende Eigenschaft der Alten.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Zwischen Alten und Jungen freundet es sich nicht gut. - Altmann VI, 487.
  • 1
  • ALTE (DER)
  • Er ist noch der Alte.
    info] Er ist, wie er jederzeit gewesen.
    Lat.: Antiquum obtinet. (Philippi, I, 35; Froberg, 28.)
  • 2
  • ALTE (DIE)
  • De ålle maut füär ghoan, sach de Junge, då stodd e sin Fâr de Trappe af. (Hemer in der Grafsch. Mark.) - Frommann, III, 255, 33.
  • 1
  • ALTE (DIE)
  • Die Alte ist lieb gehalten, weil sie Hellerlin hat. - Henisch, 56, 28; Petri, II, 122.
  • 1
  • ALTE (DIE)
  • Die Alte münd sterbe und die Junge chönd sterbe. - Steiger, Sitten, II, 15.
  • 1
  • ALTE (DIE)
  • Eine Alte mit Geld ist mehr werth (gilt mehr) als eine junge mit Haaren in der Welt.
  • 1
  • ALTE (DIE)
  • Einer tauben Alten wegen schlägt der Pfarrer die Toaka nicht zweimal. - Neue Freie Presse, 4592.
    info] Toaka = die Holztafel, auf der nach griechischem Ritus zum Gebete getrommelt wird.
  • 1
  • ALTE (DIE)
  • Es geht nichts über die Alte, sagte der Bauer.
    info] Eine Bäuerin hatte ihrem Manne eine neue Pfeife vom Jahrmarkt mitgebracht: »Sauber ist das Pfeifchen«, sagte er, »und bequem mag's auch sein; aber mein alter Oelkopf ist doch noch etwas anderes. Die neue Pfeife ist ganz hübsch, aber sie ist so ganz neu, so schrecklich neu, 's geht doch nichts über die alte.« Als aber im nächsten Augenblick seine Frau hereintrat, sprach er es nicht aus, er sah ihr in die treuherzigen Augen, schüttelte ihr kräftig die Hand und sagte: »'S geht doch nichts über die Alte!« (Hausfreund, Berlin 1872, XV, 5.)
  • 1
  • ALTE (DIE)
  • Wer eine Alte mit alten Gülden ernehrt, der muss Spielmann im Hauss sein vnd offt mit dem Prediger essen. - Petri, II, 626.
  • 1
  • ALTE (DIE)
  • De Ôle heft dat Kole, de Diewel hal de Ôle. - Frischbier, I, 41.
    info] Es ist das kalte Fieber gemeint.
  • 2
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