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  • ALTE (DIE)
  • De Ole is noch rask un kask. - Eichwald, 1459.
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  • ALTE (DIE)
  • Du wirst de Alte fange (auch: die Alte mit em Schelle [Glöcklein] fange).
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  • ALTEN (DIE)
  • Alte sind zäh, sollen sie geben, so tut's ihnen weh.
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  • ALTEN (DIE)
  • Alte disputiren von Gottes Wort, vnd sterben kleinmüthig vnd in Zweiffel; die Kinder glauben Gott vnd sterben selig. - Lehmann, 134, 34.
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  • ALTEN (DIE)
  • Alte rathen, Junge thaten.
    Lit.:] Séns Protù, jáuns Gwoltù.
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  • ALTEN (DIE)
  • Alte sind aller Ehren werth. - Petri, II, 10.
    Böhm.: Starsich i v Tatarich mají ve cti. (Celakovský, 476.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Alte soll man ehren, Junge treulich lehren, Weise fleissig fragen, Narren gern ertragen. - Weisheit, 1.
    It.: Onora il senno antico.
    Lat.: Magna fuit quondam capitis reverentia seni, inque suo pretio ruga senilis erat.
    Ung.: Miképen tisztelted s' becsütted te az örregebbeket azon várhatod fejedre.
    Dän.: De gamle skal man aere, og de unge skal man laere. (Prov. dan., 214.)
    Lat.: Canus honoretur, puer ad documenta citetur. (Reuterdahl, 101.)
    Schwed.: Gamblan skal man aera ok thoen vnga læra. (Reuterdahl, 101.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Alten gebricht es am Geschmack, Jungen an Einsicht. - Jüd. Volksbl., 1865, S. 144.
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  • ALTEN (DIE)
  • Alten kann man wol vorlaufen, aber nicht vorrathen.
    info] Oft findet sich aber das Alter früher im Kopfe als in den Beinen ein.
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  • ALTEN (DIE)
  • Alten muss man ihre Weise lassen.
    It.: E più facile rovesciar un pozzo, che riformar un vecchio.
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  • ALTEN (DIE)
  • Alten und Kindern muss man keine Wohlthaten erweisen.
    info] Weil die einen sie nicht vergelten können, die andern sie vergessen. - Der Grundsatz derer, welche das Gute nur aus Speculation thun.
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  • ALTEN (DIE)
  • An einem Alten und einem Buben ist jede Wohlthat verschwendet.
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  • ALTEN (DIE)
  • As de Olen sung'n, so pipen die Jung'n. - Eichwald, 1455.
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  • ALTEN (DIE)
  • As de Oolen sungen, so piept de Jungen. (Rastede in Oldenburg.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Bei Alten suche Rath, bei Jungen That.
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  • ALTEN (DIE)
  • Bei Alten wird man gut gehalten.
    info] Trostgrund für Junge beim Freien und Dienen.
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  • ALTEN (DIE)
  • Bei den Alden öss mer gud gehalden. (Trier.) - Laven, 170, 11.
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  • ALTEN (DIE)
  • Bei den Alen as e' gutt gehalen. - Dicks, I, 5.
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  • ALTEN (DIE)
  • Bei den Alten ist Klugheit. - Hiob, 12, 42.
    Lat.: Senibus rerum prudentia major.
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  • ALTEN (DIE)
  • Bey Alten findt man alten Rath. - Petri, II, 41.
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  • ALTEN (DIE)
  • Billig soll man allzeit die alten mehr dan junge in ehren halten. - Loci comm., 180.
    Lat.: Ante senex iuuenem merito captabit honorem. (Loci comm., 180.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Bloe Ahle, bloe Junge. (Schles.)
    info] Der Apfel fällt nicht weit vom Stamme.
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  • ALTEN (DIE)
  • Das haben die Alten auf uns gebracht, wir weisen es weiter für Recht. - Graf, 11, 119.
    Mhd.: Grimm, Weisth., II, 167.
    info] Vgl. Schöffe 9, wo weiset statt weiss zu lesen ist; kommen 119, weisen 4 und finden 49.
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  • ALTEN (DIE)
  • De Alde mot me êr (ihr) Gemack (Gemach, d.h. Ruhe, Bequemlichkeit) gönnen. (Münster.) - Frommann, VI, 431, 97.
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  • ALTEN (DIE)
  • De Âlden häinj der 'm Jeven, d' Jangen häinj der 'm Plach (Pflug). - Schuster, 559.
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  • ALTEN (DIE)
  • De Âlden zem Rôt, de Jongen zer Thôt. - Schuster, 558.
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  • ALTEN (DIE)
  • De Oalen mot me den Helpup allemangsens (bisweilen) in de Hand rêken. (Münster.) - Frommann, III, 431, 97; Lyra, 54.
    info] Helpup = den Hilfauf, die Bettquaste, um sich daran im Bett aufzurichten. (Strodtmann, 321.) Man muss die Alten so viel als möglich unterstützen.
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  • ALTEN (DIE)
  • De Oalle maut füär ghon, sach de Junge, doa stodd'n sin Vâr de Trappe af. (Hemer in der Grafschaft Mark.) - Frommann, III, 255. (S. Alter.)
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  • ALTEN (DIE)
  • De Oll'n goahn vöär, soä de Jong, un stêt sînen Vaader ut de Luk. - Schlingmann, 723.
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  • ALTEN (DIE)
  • De Olt mäkt Eier un hê mâkt döpp. (Mecklenb.) - Frommann, II, 216; Schiller, III, 14b.
    info] Eierschalen. Der Sohn bringt das vom Vater Erworbene durch, zersplittert es.
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  • ALTEN (DIE)
  • Den Alte noh, sie heud au ghuset. (Luzern.) - Schweiz.
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  • ALTEN (DIE)
  • Den Alten gebührt die Ehre.
    info] Hochachtung den Weisen der Vorzeit.
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  • ALTEN (DIE)
  • Den Alten muss (mag) man glauben.
    info] Versteht sich, wenn die Glaubwürdiges berichten. Gilt sowol im Sinne »früher Vorfahren«, als von denen, die »viel Jahre« zählen.
    Lat.: Priscis et veteribus credendum est. (Cicero.) (Erasmus, 308.) - Utile doctrinis praebere senilibus aures.
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  • ALTEN (DIE)
  • Den Olen kann man wol entlôpen, man nicht entgissen. - Richey, 70.
    info] Gissen = muthmassen, wähnen.
    Dän.: De gamle til raad, de unge til daad. (Prov. dan., 411.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Heirath ist ein Sendschreiben an den Todtengräber.
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  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Muth ist allzeit gut.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Rath ist der jungen Stab. - Kirchhofer, 204.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Rath ist so gut als der Jungen That.
    Lat.: Consilia senum juvenum lanceae.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Rath, der Jungen That, macht Krummes grad. (Bairisch.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Ruth, der Jungen That, der Männer Muth ist allzeit gut.
    info] Der Jungen That ist nur gut, wenn sie sich dem weisen Rathe eines Alten unterordnet.
    Holl.: Der ouden raad, der jongen daad, der mannen moed is altijd goed. (Harrebomée, II, 155.)
    Lat.: Consule vir, fac vota senex, juvenisque labora. - Est senibus prudentia major. - Facta juvenum consilia mediocrium vota senum. (Tappius, 116b.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Schatten gilt mehr als der Jungen Gewehr.
    info] Ein einziger Rathschlag von ihnen bewirkt oft mehr als die vereinten Anstrengungen junger Kräfte.
    Lat.: Melior est umbra senum, quam gladius juvenum.
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  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Sorg und Fürwitzigkeit, Thut hawen zu der Aller Heilig'n Zeit, Ein Span auss einer grünen Buck, Damit zu lehrnen dess Winters Duck, Dann ist derselbig nass und feucht, Vor Regen die Sonn nit vil leucht, Ist er aber fein trucken vnd dürr, Ein harter Winter ist vor der Thür. - Lins. Wintermonat.
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  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Staat, der Jungen That.
    info] Die glückliche Staatsverfassung, in welcher Greise ihre Tage beschliessen, ist das Werk ihrer jugendlichen Heldenthaten.
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  • ALTEN (DIE)
  • Der Alten Witz und der Jungen Kraft wachsen nicht auf Einem Schaft.
    Frz.: On ne peut pas être et avoir été.
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  • ALTEN (DIE)
  • Dess eltern rhat fass zu hertzen, so du dir selbs wilt sein vor schmertzen.
    Lat.: Vt nequeas laedi, maiori semper obedi. (Loci comm., 182.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Âlden sal em schpôte, nor de Kräpel nit. (Siebenbürg.-sächs.) - Schuster, 547.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alte sen wie die Junge. - Tendlau, 732.
    info] Jüdisch-deutsch besonders in Bezug auf Frauen, dass die alten wie die jungen den Putz lieben und eiteln Vergnügungen ergeben sind.
    info] Das Sprichwort hat namentlich die augenfälligen Vortheile im Auge, welche aus einem langen andauernden Dienstverhältniss für beide Theile entstehen.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten - die Besten.
    info] Zuweilen, vielleicht oft; aber immer?
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  • ALTEN (DIE)
  • Die alten begraben ihre Jungen. - Gryphius, 35.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten bleiben gern beim Alten.
    info] Die Neufranken hatten daher anfänglich einen Rath der Alten und einen der Jungen; dieser hatte die Vorschläge zu machen und jener zu prüfen. Dadurch sollten die Fehler der Jugend und des Alters vermieden und ihre beiderseitigen Vorzüge herausgestellt werden.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten ersticken bei den Jungen und die Jungen erfrieren bei den Alten. - Fischart, Ehez.
    info] Gegen Ehen sehr verschiedener Altersstufen.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten essen vnd trincken mit den jungen. - Henisch, 948, 30; Petri, II, 122.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten haben alle Tage etwas Neues.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten haben den Kalender am Leibe.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die alten haben sich beflissen auff ein gut Gewissen, vnd nicht auff viel wissen; zu diesen Zeiten achtet man mehr auff viel wissen, als auffs gut Gewissen. - Lehmann, 311, 9.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die alten habn uns wie man schawt, wie den Nachkomn zu gut gebawt; uns allen aber Christus hat den weg gebawt zur ewigen stadt. - Monatsblätter, V, 160, 46.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten halten sich mit den Zähnen auf.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten hatten Gewissen ohne Wissen, wir (heutzutage) haben das Wissen ohne Gewissen.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten können gute Suppen machen.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten lassen sich nicht lange in den Bart greifen.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die alten meinen, die Glaser machen nicht mehr so helle Fenster wie vorzeiten; aber Fenster sind Fenster, der alten Augen werden finster. - Lehmann, 893, 25.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten müssen darumb so lange leben, dass sie dem Teuffel in Ars sehen. - Luther's Tischr., X, 122b.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten müssen die Jungen lehren.
    info] D.h. die alt an Erfahrung sind, aber jung und frisch an Geist und Kraft. Wessen Geist mehr Runzeln hat als sein Gesicht, der wird alles andere eher können, als erziehen, d.h. menschlich machen durch Erregung eigener Selbstthätigkeit.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten müssen ihre Stärke aus der Schüssel nehmen.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten müssen sich ihre Stärke in der Kanne, im Bett und hinterm Ofen suchen.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten müssen wir ernähren und den Jungen zu essen geben.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten rathen und die Jungen thaten.
    Lat.: Facta juvenum, consulta virorum, vota senum.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten reden gern von altem Käse.
    info] Sie reden am liebsten von ihren eigenen Erfahrungen, von ihren Zeiten und schmähen über alle Neuerungen. Sie wiederholen ihre Geschichtchen gar oft und finden sie immer unterhaltend, so widerwärtig der alte Käse zuweilen der Nase des Zuhörers riecht. Sie leben gern in der Vergangenheit und haben für die Gegenwart und Zukunft selten den rechten Sinn. Das heisst die Alten, die nie geistig mit ihrer Zeit fortgeschritten sind. Wer stets seiner Zeit angehört, der hat auch stets frischen Käse.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten sein Zöpf. (Niederösterr.)
    info] Um zu sagen, dass sie ungebührlich am Alten hängen und gegen das Neue sind.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten sind auch keine Narren gewesen. - Struve, I, 1.
    info] Nein, wahrlich nicht; darum vorwärts auf der Bahn des Rechts und der Wahrheit, der Kunst und der Wissenschaft, damit auch wir keine sind.
    Lat.: Auctoritates majorum non sunt contemnendae.
    Ung.: A mi atyáink se valának bolondok.
    Dän.: De gamle have ikke vaeret börn; de vidsto og noget. (Prov. dan., 214.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten sind der Jungen Spott.
    Engl.: Young men think old men fools, and old men know young men to be so.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten sind gut zu behalten. - Pistor., II, 15; Blum, 341; Eisenhart, II, 76.
    info] Versteht sich - Menschen, Hausgenossen, Dienstboten u.s.w., nicht aber schlechte Gewohnheiten, weil man sich bei dem öftern Wechsel des Gesindes, der Freunde, Verhältnisse u.s.w. selten verbessert.
    info] Niederdeutsch: Eichwald, 1456.
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  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten sind nicht mehr und die Jungen sind schlecht.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten sind zäh, geben tut ihnen weh.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten soll man ehren.
    Holl.: De ouderdom zal men eeren, al zou men ze ook met stokken slaan. (Harrebomée, II, 156.)
    Lat.: Antiquis debetur veneratio. (Erasm., 278.)
    Holl.: Den olden sal men eren. (Tunn., 28, 22.)
    Lat.: Ante senex juvenem merito captavit honorem. (Fallersleben, 182; vgl. Leuten, 678 u. Bebel-Suringar, 397.)
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten soll man zuerst fragen.
    Holl.: Den olden sal men raets vrag hus. (Tunn., 6, 16.)
    Lat.: Uti consilio, vir amici, senum tibi mando. (Fallersleben, 181.)
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten sollen das Bergsteigen den Jungen befehlen. - Steiger, 329.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die alten sollen den jungen ein fürbild sein. - Henisch, 378, 20.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten suchen ihre Stärke in der Kanne.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten tragen die Füsse (Stab) in den Händen, die Zähne (das Messer) in der Tasche und die Augen (Brille) im Futteral.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten verlässt die fröhliche Venus, sie müssen ihre Fröhlichkeit beim Bacchus suchen.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten werden zweimal Kinder.
    Holl.: Hij is oud van dagen; de Kinderschoenen staan weêr voor hem klaar. (Harrebomée, II, 155.)
    It.: I vecchi sono due volte fanciulli.
    Lat.: Bis pueri senes. (Varro.)
    Dän.: De gamle ere to gange börn. (Prov. dan., 214.)
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten wollen immer etwas Gutes essen.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten wollen selber walten.
    info] Sie wollen nicht den Rath anderer hören, sie wollen nach ihrer eigenen Ansicht handeln.
    Dän.: Gamel ere selv viise. (Prov. dan., 214.)
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten zum Rath, die Jungen zur That.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Die Alten, die besten.
    »War Hertzog Friedrich's (von Sachsen) Gemelde vnd Reim auff der Rossdecken.« (Mathesy, 52b.)
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Es de Ollen fleitet, so pipen de jungen. - Boebel, 142.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Es ist gut den alten volgen, wann sie recht vorangehn. - Franck, I, 72b.
    Lat.: Expedit majorem vestigia sequi, si recte praecesserint.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Gewinnen die Alten nicht das Spiel mit Schellen, so gewinnen sie es mit Herzen.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Gleich wie die Alten, haben wir vns gehalten, sündlich zu walten. - Lehmann, II, 237, 61.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Hat is beeder, agter en Ualan tu sköllen nüsz, agter ben Jongan tu höllken. (Nordmarschen.) - Haupt VIII, 375, 12; Johansen, 89.
    info] Im Plattdeutschen: Det is bêter bi'n Oolen to schuulen, as bi 'n Jungen to hulen.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Man findt der Alt im Nest. - Kirchhofer, 204.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Man hat die Alten früher in Ehren gehalten.
    Lat.: Magna fuit quondam capitis reverentia cani. (Fischer, 3, 20b; Philippi, I, 23; Froberg, 428.)
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Man kann den Alten wol ent(vor)laufen, aber nicht ent(vor)rathen.
    info] Man übertrifft sie wol an körperlicher Rüstigkeit; aber die Weisheit ihres Raths kann man weder entbehren noch aufwiegen. Nur bei Ausführung grosser, neuer, kühner Ideen ist er zuweilen mehr hinderlich als förderlich; überall wo es rasches Handeln gilt.
    Frz.: On se peut bien passer des vieillards, mais non pas de leurs conseils.
    It.: Consiglio d'uomo vecchio non rompe mai la testa.
    Lat.: Consule vir, fac vota senex, juvenisque labora.
    Lat.: Prudens consilio vetus est vir, tardus eundo.
    Lat.: Vota senum, consilia virorum et facta juvenum.
    »Entlauffen mag man den alten leichtlich, aber nicht wol enthraten sicherlich.« (Loci comm., 181.) - Bei Tunnicius (751): Men kan den olden entlopen, mer nicht entraden. (Cordatus senior rapide, sed currere nescit.)
    Dän.: Man kand vel und löbe den gamle, men ey undraade hanenn. - De gamle gaece ilde men raade vel. (Prov. dan., 215.)
    Holl.: Men mach den olden ontlopen, mer qualic ontraden. (Tunn., 19, 1.)
    Lat.: Raro senem sensu, sed habes praecedere cursu. (Haupt, V, 304.) - Possumus effugere senum pedes, sed consilio carere non possumus. (Bebel.)
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Man mag den alten wol vorlauffen, man kan jn aber nit vorrathen. - Tappius, 117.
    info] In Ostfriesland: Man kann 'n Olen woll aflopen, aber nich utraden. (Goldschmidt, 121.) Besser laufen wol, aber keinen bessern Rath ertheilen.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Man muss den Alten ihre Weise lassen. - Sailer, 193.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Man muss die Alten reden lassen, rede du mit den Kindern. - Kirchhofer, 203.
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Me kann den Allen wuel entgôen, ower nit entrôen. (Paderborn.)
    Holl.: Men mag de ouden ontloopen, maar niet ontraden. (Harrebomée, II, 155.)
  • 1
  • ALTEN (DIE)
  • Mit Alten soll man rathschlagen und mit den Jungen fechten. - Eisenhart, II, 7c.
    It.: Bue vecchio fa solchi dritti.
    Lat.: Bellum senum consilia, juvenum robur poscit.
    Dän.: Hvad de gamle have bygd, kunne de nye ikke holde ved lige. (Prov. dan., 97.)
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  • ALTEN (DIE)
  • Pfleg die Alten bis der Junge flügg ist. (Eifel.)
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