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  • AMERIKA
  • Wenn Amerika entdeckt ist, dann will's jeder finden.
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  • AMERIKA
  • Wer nach Amerika geht, ist drei Jahre blind. - Magazin für die Literatur des Auslandes, 1867, Nr. 30, S. 413.
    info] Anti-europäische Anschauung in Amerika. »Oft schon haben wir, und stets vergeblich, versucht, uns die seltsame Gestaltung der ame rikanischen Culturverhältnisse zu erklären, bis wir endlich den Schlüssel dazu in einem wohlbekannten Sprichwort entdeckten: Wer nach Amerika geht, ist drei Jahre blind.«
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  • AMERIKA
  • Er ist nach Amerika gegangen.
    info] In dem Sinne: er ist geflüchtet, hat sich in Sicherheit gebracht, wie man sonst sagte: er hat ein Asyl (Altar, Kirche) aufgesucht.
    Lat.: Confugere ad aram (oder: ad asylum). (Faselius, 49.)
  • 2
  • AMERIKA
  • Er will Amerika entdecken.
    info] Zu spät mit etwas kommen; etwas anbieten, was längst bekannt ist.
    Lat.: Iliadam post Homerum scribere. (Philippi, I, 186.)
  • 2
  • AMERIKANER
  • Die Amerikaner kochen auch nur mit Wasser.
    info] Sprichwort nach Deutschland zurückgekehrter amerikanischer Auswanderer, deutscher Amerikamüder, auch dortiger Deutschamerikaner.
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  • AMME
  • Am liebsten werd' ich Amme, sagte die Konfirmandin.
    Hamburg
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  • AMME
  • Auf zehn Ammen rechnet man elf Huren, denn eine darunter gilt für zwei. - Altmann VI, 455.
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  • AMME
  • Den Ammen kommen die Kinder nicht von Herzen, so kommen sie ihnen auch nicht hinein.
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  • AMME
  • Der Ammen und Vormünder Schutz ist Untreu, Vorspiel und Eigennutz.
    »Die Kinder kommen ihnen nicht vom Herzen, so kommen sie ihnen auch nicht darein. Gehet's wohl zu, so ist's dank- und lobenswerth.«
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  • AMME
  • Die Amme ist Herrin, so lange sie das Kind nährt.
    Span.: Ama, soys ama mientras el niño mama, y despues no nada. - Entre tanto que cria, amamos el ama; pasado el provecho luogo olvidada. (Bohn I, 198 u. 222.)
  • 1
  • AMME
  • Die Amme nährt das Kind, und das Kind nährt die Amme.
    info] Auch die Russen. (Altmann V, 121.)
  • 1
  • AMME
  • Die dicksten Ammen haben die wenigste Milch.
    Frz.: Degraces nourices autounes foys moin de lait.
    Lat.: A pingui et obesa nutrice interim minus lactis. (Bovill, III, 168.)
  • 1
  • AMME
  • Eine Amme kann die Mutter nicht ersetzen.
    Lat.: Lusciniae a parentibus educatae melius canunt quam tenerae e nido detractae. (Plutarch.)
    Poln.: Mamka za matke nic stoi.
  • 1
  • AMME
  • En beten bito (ein bischen vorbei, beizu), säd de Amm', dor härr dat Kind up'n Henkel schäten.
  • 1
  • AMME
  • Schlafende Amme, schreiendes (spielendes) Kind.
    Frz.: Les nourrices peuvent bien dormir, les enfans s'esbatent. (Adag. franç., XVIme siècle.)
  • 1
  • AMME
  • Wenn die (eitle) Amme ihre Brüste schminkt, mag das Kind nicht trinken. - Altmann VI, 457.
  • 1
  • AMME
  • Die Amme hat ihm die Zunge zweimal gelöst.
  • 2
  • AMME
  • Die Amme hat's aus dem schönen Brunnen geholt. - Frommann, III, 356.
    info] So sagt man in Nürnberg und Umgegend mit Bezug auf die Geburt eines Kindes, wie man sonst auch auf kindliche Fragen antwortet: Der Storch hat's gebracht.
  • 2
  • AMME
  • Eine Amme machen.
  • 2
  • AMME
  • Seine Amme verstand so viel Latein als er.
  • 2
  • AMMENART
  • Er hat Ammenart, was das Kind nicht mag, das mag die Amme.
    Lat.: Nutricum more male.
  • 1
  • AMMENLIEDER
  • Ammenlieder lullen nur Kinder in den Schlaf.
  • 1
  • AMMENMACHER
  • Er ist ein Ammenmacher. (Königsberg.) - Frischbier, II, 57.
    info] Von einem Manne, der ohne bestimmten Beruf lebt.
  • 2
  • AMMENMÄRCHEN
  • Einem Ammenmärchen erzählen.
    Frz.: Faire des contes borgnes. (Nouv. Diction. par Fr. Leroux.)
  • 2
  • AMMENMÄRCHEN
  • Es sind Ammenmärchen, womit man Kinder furchtsam macht.
    Lat.: Quae apud inferos. (Aristarch.)
  • 2
  • AMMENMÄRE
  • Ammenmären können keine Männer nähren.
  • 1
  • AMMENPFLEGE
  • Ammenpflege ist keine Mutterpflege.
    Frz.: Les soins d'une nourrice ne sont pas ou ne valent pas ceux d'une mère.
  • 1
  • AMMENWEISE
  • Du hast Ammenweise; was das Kind nicht slindet (verzehrt), issest du.
  • 2
  • AMMER
  • Ammer und Haubenlerche sagt, dass der Winter hinterm Berge. - Payne, 37.
  • 1
  • AMOR
  • Amor hat dir zugeniesst.
  • 1
  • AMOR
  • Amor ist ein Krieger, der vor jeder Feste Sieger.
    It.: A ogni impresa.
    Lat.: Amor restat vincens.
  • 1
  • AMOR
  • Amor ist ein Maulwurf, Hymen ein Luchs.
    info] In der Liebe sieht man gar keine, in der Ehe zu viel Fehler.
  • 1
  • AMOR
  • Amor vincit omnia.
    »Das lieght, zeide pecunia, want daer ick pecunia niet en bin, Amor raekt daer zelden in.« Fällt ins 14. oder 15. Jahrhundert und gehört zu den ältesten apologischen Sprichwörtern. (S. Minne, Mir.) (Vgl. Wolf's Wodana, II, 206; Hagen, VI, 106.)
    en] Love conquers all.
    fr] L'amour est toujours vainqueur.
    fr] L'amour vainc tout.
    nl] Liefde overwint alles, zie ook Omnia vincit amor.
    de] Liebe besiegt alles.
  • 1
  • AMOR
  • Amoris macht, Veneris bracht, Cupidinis swerth hant manchen verzert. - Weinsberg, 11.
  • 1
  • AMOR
  • Wo König Amor einzieht, kann's der Hauswart Verstand nicht wehren. - Pers. Rosenthal, 188.
  • 1
  • AMOR
  • Amor ist der größte Spitzbube unter den Göttern, der Widerspruch scheint sein Element zu sein.
    Giacomo Casanova (1725-1798), Memoiren
  • 3
  • AMOR
  • Amor ist ein gewalttätiger Tyrann, der nicht nur über die Menschen, sondern zuweilen über uns Götter selbst den Meister spielt.
    Lukian (120-200), Göttergespräche
  • 3
  • AMOR
  • Amor ist ein mächtiger Fürst
    Und hat mich so gebeugt, dass ich bekenne,
    Es gibt kein Weh, das seiner Strafe glich',
    Doch gibt's nicht größre Lust, als ihm zu dienen.
    William Shakespeare (1564-1616), Die beiden Veroneser
  • 3
  • AMOR
  • Amor ist ein Sprachverderber, Wortverdreher, Lautverwirrer, der beim großen Turm zu Babel schon die Händ' im Spiele hatte.
    Wilhelm Müller (1794-1827), Amor, ein Sprachlehrer
  • 3
  • AMOR
  • Amor ist ein von Dichtern verzogenes Kind.
    en] Love is a boy by poets styl'd.
    Samuel Butler (1835-1902), Hudibras (1663-1678), Teil 2, Gesang 1, Vers 843
  • 3
  • AMOR
  • Amor ist immer noch Kind.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Gedichte, antiker Form sich nähernd. Ungleiche Heimat
  • 3
  • AMPEL
  • Ampel und Docht verschlucken viel Öl und werden doch nicht feist davon.
  • 0
  • AMPEL
  • Eine Ampel brennt nur dann, wenn man Oel zugiesst.
  • 1
  • AMPEL
  • Wenn die Ampel brennen soll, muss man Oel zugiessen.
    Lat.: Sint Maecenates, non deerunt, Flacce, Marones. (Mart.)
  • 1
  • AMPEL
  • Wir mögen wol die Ampel putzen, aber kein Oel dreingeben.
  • 1
  • AMPHIBIUM
  • Er ist ein Amphibium.
    info] Ein zweizüngiger Mensch.
  • 2
  • AMSEL
  • Eine Amsel wetzt der andern den Schnabel.
    Poln.: Kiedy trafi kos na kosa, jeden z nich umyka nosa. (Celakovský, 92.)
  • 1
  • AMSEL
  • Singt die Amsel im Februar, so bekommen wir ein theures Jahr.
    info] Volksglaube. (Vgl. Montanus, Deutscher Volksglaube, 1858.)
  • 1
  • AMSEL
  • Wenn die Amsel satt ist, schmecken die Trauben sauer.
    Frz.: A merle soûl cerises sont amères. (Bohn I, 3; Cahier, 1661.)
  • 1
  • AMSEL
  • Wenn eine Amsel im Haus, so bleibt der Blitz daraus.
  • 1
  • AMSEL
  • Wer Amseln im Winter Futter streut, hat Glück und bleibt vom Fieber befreit.
    info] Volksaberglaube.
  • 1
  • AMSEL
  • Eine blinde Amsel.
    info] Unverständig. - Das deutsche Sprichwort hat die Amsel sehr dürftig behandelt; im Französischen kommt sie häufiger vor: C'est un dénicheur de merles. - C'est un fin merle. (Diction. de l'Acad.) - Or commence le merle à faire son nid.
    Lat.: Talpa caecior.
  • 2
  • AMSESSEN
  • He hett Amsessen in de Snût. - Schütz, I, 35.
    info] Amsessen = Ränke. Sinn: Er ist ein Schlaukopf, er sieht nach Ränken aus.
  • 2
  • AMSIGEN
  • Wier sich nit ämsekt, dier lekt. - Schuster, 456.
  • 1
  • AMSTERDAM
  • Amsterdam ist die Perle aller Städte.
    info] Als solche galt es früher, wie als Sitz und Sammelplatz des Reichthums. (Beiche, 226b.)
  • 1
  • AMSTERDAM
  • Amsterdam, du grote Stadt, büst gebaut up Palen; wenn du nun ins umme fallst, wel sall dat bitalen. - Kern, 3.
    info] Nicht allein in Amsterdam, sondern in ganz Holland ruhen beinahe alle Häuser auf Rosten. An und für sich ist indess die Befürchtung des Umfallens eine kindische Vorstellung. Dennoch gab im vorigen Jahrhundert eine Erscheinung einigen Grund zu dieser Befürchtung. Um das Jahr 1730 fanden sich nämlich plötzlich Würmer ein, wahrscheinlich mit Schiffen aus Indien gekommen, welche in kurzer Zeit die Wände der Schiffe und die Pfähle an den Dämmen durchbohrten und unbrauchbar machten. Die Besorgniss war gross, da man kein Vertilgungsmittel kannte. Man fürchtete, sie würden die Pfähle angreifen, worauf Amsterdam ruht. Sie verloren sich indess nach einigen Jahren infolge eines strengen Winters wieder.
  • 1
  • AMSTERDAM
  • Amsterdam, haaste Geld, ik hewwe Waare, sagte de Besenbinner. (Westf.)
  • 1
  • AMSTERDAM
  • Amsterdamken, as ik dir noch ênmol so guamm, sullt du nêt völ behollen, sä de Feling, do harr he de 30 Gülden mitbrocht. - Kern, 1, 4.
    info] Der Westfälinger (s. Feling) war auf seinem Hausirhandel bis Amsterdam gekommen, wo er für 30 Gulden seine Waare abgesetzt hatte; er fürchtete, wenn er noch einmal so viel Waare hinbringe, dass die Zahlungsmittel der Stadt erschöpft werden würden.
  • 1
  • AMSTERDAM
  • Wenn Amsterdam mein wäre, wollt' ich's in Utrecht verzehren.
  • 1
  • AMSTERDAM
  • Amsterdamer Ränder (Giljones).
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    info] Es ist hier der Bücherrand gemeint. Die Amsterdamer Ausgaben des Talmud sind von den Juden ihrer schönen Ausstattung und breiten Ränder wegen sehr gesucht und gut bezahlt. Es wird daher mit diesem Ausdruck ein Mensch (oder eine Sache) bezeichnet, dessen (deren) innerer Gehalt hinter seiner (ihrer) schönen äußern Form zurücksteht.
  • 2
  • AMSTERDAM
  • Der ist bis (oder: beinahe bis) Amsterdam gewesen.
    info] D.h. sehr weit. Unter den Landleuten in Nordböhmen ist, wer in Amsterdam gewesen, weiter gereist, als wer blos bis in Amerika gewesen ist.
  • 2
  • AMT
  • Alle Ämter gevt Kappen. - Eichwald, 32.
  • 1
  • AMT
  • Alle Ämter sind schmierig, ausgenommen das des Lichtziehers, das ist fettig.
    Holl.: Alle officiën zijn smerig, behalve dat van Kaarsen niaker, dat 's vettig. (Harrebomée, II, 132b.)
  • 1
  • AMT
  • Alle Ämter sind schmierig, sagte des Küsters Weib, und stahl eine Kerze.
    Holl.: Is het ambt smerig, elk een vlamt er op. (Harrebomée, I, 14.)
    info] Alle Ämter sünt smerig. (Eichwald, 31.)
    Holl.: Alle officiën smerig, zei de kosters wrouw, tom zij een eindje kaars nit de kerk krug. (Harrebomée, II, 179b.) - Ik heb een honorabel en profitabel officie, zei wolfert, en hij bediende de schop-en bezem plants als substituut. (Harrebomée, II, 132b.)
    Lat.: Quodlibet officium lucri pinguedine crassum. (Fallersleben, 5, 52.)
  • 1
  • AMT
  • Amt adelt niemand.
    Rechtssprichwort
    info] Nicht der Amtsbesitz führt zum Adel, sondern der Adel besitzt die Ämter. Die Rechte und Ämter, die der Adel besaß, erwarben sie durch den Geburtsstand, es waren Folgen, nicht Ursachen des Adels. - Graf, 33, 63.
    info] Die Rechte und Ämter, die der Adel besass, erwarben sie durch den Geburtsstand; es waren Folgen, nicht Ursachen des Adels. - Das ampt bleibt gut, obschon die Person böss ist. (Henisch, 68, 32.)
    Mhd.: Darumme ne edelt nemere en ambacht. (Homeyer, III, 29, 1.)
  • 1
  • AMT
  • Amt bringt Ehre, aber die Tugend nicht immer Amt.
    Dän.: Som ved amt erlangen ere, sau bör amt erlanges ved dyd. (Prov. dan., 146.)
  • 1
  • AMT
  • Amt bringt Käppchen.
  • 1
  • AMT
  • Amt bringt Sammt.
    info] Manchmal aber auch kaum so viel, um grobes Tuch zu kaufen und zu bezahlen.
  • 1
  • AMT
  • Amt gibt Kappen, (mit dem spätern Zusatz:) sind's nicht Kappen, so sind's doch Lappen. - Erklärung, 21.
    info] Der Ursprung dieses Sprichworts fällt nach den Berichten Grunar's in seiner »Preussischen Chronik« in die Zeit des Hochmeisters Heinrich von Richtenberg, der von 1470-77, obwol in grosser Armuth, regierte, da Preussen sich nach dem verderblichen dreizehnjährigen Kriege noch nicht erholt hatte. Diese Dürftigkeit drückte auch die Ordensbrüder; und oft war nicht einmal so viel Geld in der Kasse, dass ihnen die nöthigen Kleider angeschafft werden konnten. Einer darunter, Matthias von Beybelen, bat den Hochmeister zu wiederholten malen um ein neues Kleid, zeigte ihm die zer rissenen Lappen, erhielt aber immer schlechten Trost. Auf fortgesetztes anhaltendes Bitten gab ihm endlich der Hochmeister das Amt, die Zinskäse von den Schäfern einzunehmen, wobei er bald so viel erwarb, dass er sich ein neues Kleid anschaffen konnte. Als sich nun viele über die schleunige Verbesserung seiner Umstände wunderten und ihn darum befragten, pflegte er zu antworten: Amt gibt Kappen. Diese Antwort wurde zum Sprichwort, auch bald ausserhalb Preussens, und wird gebraucht von denen, welche bei geringer Besoldung sich Nebenzugänge zu verschaffen wissen. Später wurde der obige Zusatz, die Neigung des Sprichworts zum Reime zu befriedigen, theils den Sinn zu beschränken, hinzugefügt. (Pisansky, 1760.) Eine andere Herleitung s. unter Aemtchen.
    Holl.: Het ambt geeft kappen. (Harrebomée, I, 14.)
  • 1
  • AMT
  • Amt hat Würde, aber die Würde nicht stets das Amt.
    Dän.: Som ambt besidder vaerdighed, burde vaerdighed besidder ambt. (Prov. dan., 65.)
  • 1
  • AMT
  • Amt lehrt den Mann.
  • 1
  • AMT
  • Amt macht verdammt.
    info] Wenn es schlecht verwaltet wird.
  • 1
  • AMT
  • Amt ohne Sold ist ein Schlüssel zu der Untertanen Gold.
  • 1
  • AMT
  • Amt ohne Sold macht Diebe.
    Dän.: Bestilling uden lön giver tyve. (Prov. dan., 886.)
  • 1
  • AMT
  • Amt ohne Verstand gilt wenig im Land.
    Lat.: Est decor obtusus cui nullus competit vsus. (Reuterdahl, 269.)
    Schwed.: Lithin makth aer vm then hedher aenghin dygdh fölgher. (Reuterdahl, 269.)
  • 1
  • AMT
  • Amt und Können sind nicht zur Last.
    ee] Ammet ja oskus pole kuormaks.
  • 1
  • AMT
  • Amt und Person soll man unterscheiden wohl.
  • 1
  • AMT
  • Amt und Werk zeigen an, was der Mann kann. - Gruter.
    Frz.: L'office et la somme, monstreront quel soit l'homme.
  • 1
  • AMT
  • Amt und Würde gibt eine scheinbare Überlegenheit, welche selten von der persönlichen begleitet wird: Denn das Schicksal pflegt sich an der Höhe des Amtes durch die Geringfügigkeit der Verdienste zu rächen.
    Baltasar Gracián (1601-1658), Handorakel und Kunst der Weltklugheit
  • 1
  • AMT
  • Amt wird keinem zur Eh' gegeben, drum soll man's brauchen, weil man's hat.
  • 1
  • AMT
  • Ämtchen bringen Käppchen,
    Ämtchen bringen Läppchen,
    Reißen oft die Kappen
    Und das Kleid in Lappen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Zahme Xenien VIII
  • 1
  • AMT
  • Ämtchen bringt Käppchen.
    info] Mönche tragen Kapuzen, Bischöfe Mützen, Äbte 'Käppchen', Kardinäle Hüte, der Papst eine dreifache Krone. Jedes kleine Amt wirft Vorteile ab.
    ndt] Alle Ämter gevt Kappen.
    ndt] Empter geben Kappen.
    nl] Het ambt geeft kappen.
    fr] Il n'y a point d'emploi sans bénéfice.
    fr] On ne peut manier le beurre, qu'on ne s'engraisse les doigts.
    la] Quodlibet officium lucri pinguedine crassum.
  • 1
  • AMT
  • Ämter geben Töpfe, aber keine Köpfe.
    info] Die sollen sie auch nicht geben, weil man diese voraussetzen muss.
    Frz.: Point de bénéfice sans charges.
  • 1
  • AMT
  • Ämter geben Würde und Bürde.
    Lat.: Capere (Tradere) provinciam. (Plato.) (Erasm., 210.)
  • 1
  • AMT
  • Ämter kommen oben, die Eheleute werden unten zusammengeschoben.
    Holl.: Brui loften en officiën worden van den hemel toegeschikt. (Harrebomée, II, 132b.)
  • 1
  • AMT
  • Ämter machen wohl dicke Bäuche, aber keine vollen Köpfe.
  • 1
  • AMT
  • Ämter sind Brunnen.
    info] Viele aber sind blos periodische, die nur zu gewissen Zeiten Wasser haben.
    Dän.: Bestilling erne (em beder) ere guds, dog personnerne ere tis dievelens. (Prov. dan., 67.)
  • 1
  • AMT
  • Ämter sind Gottes, die Amtleute des Teufels.
  • 1
  • AMT
  • Ämter soll man scheiden von der Person.
    Martin Luther, Tischreden
  • 1
  • AMT
  • Ämter und Posten hängen nicht am Baum, aber am Schiebkarren. - Schamelius, 1.
    info] Wer ein Amt haben will, muss einflussreiche Gönner (tüchtige Schiebkarren, s.d.) haben.
    Holl.: Ambten en posten hangen niet aan den boom, maar wel aan den kruiwagen. (Harrebomée, I, 14.)
  • 1
  • AMT
  • Ämter und Zünfte müssen so rein sein, als wenn sie von den Tauben gelesen wären. - Eisenhart, II, 2, 10; Pistor., VIII, 66; Kirchhofer, 4.
    info] Ämter und Zünfte sind hier gleichbedeutend. Es will sagen, dass dem, welcher in eine Zunft oder Gilde aufgenommen zu werden verlangt, weder in Ansehung seiner Geburt, noch seines Lebenswandels etwas entgegenstehen müsse, was denselben der Gesellschaft anderer ehrbarer Zunftgenossen unwürdig mache. Den Gedanken: Wer zu einem Amte gekommen ist, muss es nach Ehre und Würde desselben führen, drückten die Griechen in dem Sprichwort aus: Wer nach Sparta gekommen ist, schmücke es! (Spartam nactus est, hanc orna. Erasm., 840.)
  • 1
  • AMT
  • Ämter wären schon gut, wenn nur die Rechenschaft (das Rechnunglegen) nicht wäre. - Pistor., II, 26.
  • 1
  • AMT
  • Ämter, die besten, darben, tragen Stroh statt Garben.
  • 1
  • AMT
  • Ämter, wobei die darben, die sie verwalten, sind Diebesanstalten.
  • 1
  • AMT
  • Ander Amt, andre Sorge.
    Lat.: Non est eadem cura oratoribus, quae phonascis. (Quinct.)
  • 1
  • AMT
  • Danach das Amt ist, danach wird einer gehalten.
  • 1
  • AMT
  • Dar ys nen Ampt so geringe, ydt ys Hengens werdt. - Schütz, I, 35.
  • 1
  • AMT
  • Das Amt bleibt gut, obschon die Person böse ist.
  • 1
  • AMT
  • Das Amt der Schlüssel ist eine sonderbare Kirchengewalt.
    info] Wird angewandt, wenn ein evangelischer Geistlicher Kirchenzucht übt, Kirchenstrafen vollstreckt.
  • 1
  • AMT
  • Das Amt ehrt den Mann, der Mann soll das Amt ehren.
  • 1
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