DICTUM

keywords Am

  • AMT
  • Wer ist im Ampt zu sehr gelind, der schafft kein nutz bei bösem gsind. - Henisch, 1460, 60; Petri, II, 725.
  • 1
  • AMT
  • Wer mitgeht zum Amt, der geht auch mit zum Schlamp.
  • 1
  • AMT
  • Wer nicht gehet zum ampt, der gehet auch billig nicht zum schlamp. - Henisch, 66, 69.
  • 1
  • AMT
  • Wer red't uf sein Amt und sein' Mischpooche (Familie), an dem is kahn Massel (Glück) un kahn Brooche (Segen). (Jüd.-deutsch.) - Tendlau, 722.
  • 1
  • AMT
  • Wer sein Amt nicht ehrt, den ehrt es auch nicht.
    Lat.: Spartam nactus es hanc orna.
  • 1
  • AMT
  • Wer sein Amt wie ein Fuchs erschlichen hat, wird es wie ein Wolf verwalten.
  • 1
  • AMT
  • Wer seines Amtes sich schämt, der stehe davon ab.
  • 1
  • AMT
  • Wer sich beim Amt will um was verwenden, der muss kommen mit goldenen Händen.
  • 1
  • AMT
  • Wer sich ein Ampt kaufft, ist schon ein Schalck, oder wils bald werden.
    »Ist ein Sprichwort.« (Herberger, I, 660.)
    Engl.: He that buyeth magistracy must sell justice. (Bohn II, 114.)
  • 1
  • AMT
  • Wer sich seines ampts schämet, der stehe sein ab. - Henisch, 69, 16.
  • 1
  • AMT
  • Wer sich zum Ampt drengt, der ist sein nimmermehr werth. - Henisch, 69, 17; Petri, II, 764.
  • 1
  • AMT
  • Wer viel Ämter auf sich nimmt, der kann nicht thun, was jedem ziemt.
    Lat.: Pluribus intentus minor est ad singula sensus.
    Frz.: Qui trop embrasse, mal étreint.
  • 1
  • AMT
  • Wie Amt, so Mann!
  • 1
  • AMT
  • Wie Einen das Amt findet, so lässt es ihn auch. - Graf, 33, 64.
    info] Nach mittelalterlicher Anschauung wird der Mann zu seinem Amte geboren; und wenn er keinen Verstand dazu besitzt, so bekommt er ihn von Gott; das Amt kann an seinem Geburtsstande namentlich nichts ändern.
    Mhd.: Wie en das ammecht vynt, so behelt is en und so lest is en auch. (Daniels, 330, 17.)
  • 1
  • AMT
  • Wo die Ämter mit Leuten und nicht die Leute mit Ämtern besetzt werden, da geht es recht zu. - Wirth, I, 8.
  • 1
  • AMT
  • Zu Ämtern braucht man nicht Landeskinder, sondern Männer. - Steiger, 102.
  • 1
  • AMT
  • Ämter und Ehren stehen ihm an, wie dem Ochsen ein Sattel und dem Esel eine Bischofsmütze.
  • 2
  • AMT
  • Ein gleiches Amt bekommen.
    Lat.: In matellam immejere.
  • 2
  • AMT
  • Einem ein ampt befehlen. - Henisch, 67, 19.
  • 2
  • AMT
  • Einen andern sein ampt vbergeben. - Henisch, 67, 21.
  • 2
  • AMT
  • Er geht aus dem Amte hinaus, arm wie eine Kirchenmaus.
    info] Der Franzose sagt von jemand, der bei seinem Dienst nichts erübrigen konnte oder gar dabei arm geworden ist: Er verlässt sein Amt mit dem weissen (d.i. Bettel-) Stabe in der Hand. (Sortir de son emploi, le bâton blanc à la main.)
  • 2
  • AMT
  • Er hat sich ins Amt prakticirt. - Körte2, 6053.
  • 2
  • AMT
  • Er legt sein Amt nieder wie der Kuhhirt von Dorliken.
    info] Der, als ihn die Gemeinde fortjagen wollte, sei nen Dienst aufsagte.
    Frz.: Il a été cassé aux gages.
  • 2
  • AMT
  • In ein fremdes Amt greifen.
    Lat.: Falcem in alienem messem mittere.
  • 2
  • AMT
  • Jemand in sein Amt greifen.
    info] Sich eine Verrichtung anmassen, die einem andern gesetzlich gebührt.
  • 2
  • ÄMTCHEN
  • Ämtchen bringt Käppchen. - Körte, 153; Pistor., II, 58; Erklärung, 21; Friedrich, Satir. Feldzüge, I, 149.
    info] Schon im wörtlichen Sinne wahr; die gemeinen Mönche tragen blosse Kapuzen, Bischöfe Mützen, Aebte »Käppchen«, Cardinäle Hüte, der Papst eine dreifache Krone u.s.w. Als Sprichwort will es sagen, dass jeder Dienst, jedes auch noch so kleine Amt Vortheile abwirft, und dem, der es bekleidet, per fas oder nefas, sein Unterkommen gewährt. »Werde ein Amtmann; so hast du keine Sorgen«, sagte der Hofnarr fröhlich zum König August, als dieser einst über Sorgen klagte. Die Entstehung des obigen Sprichworts wird so erzählt: Klaus von Ranstät, gewöhnlich Klaus Narr genannt, wollte von seinem Herrn, dem Kurfürsten Ernst von Sachsen, ein Amt haben. Dieser vertraute ihm endlich die Aufsicht über die Speckgewölbe an und gab ihm den Titel Speckmeister. Die Speckseiten wurden ihm zugezählt und er musste Rechnung darüber führen. Dennoch gelang es ihm, seinen Herrn zu betrügen. Er liess sich bei einem Schmiede lange, schmale, dünne und zweischneidige Messerchen machen. Mit diesen Instrumenten und einem Kohlenbecken versehen, ging er des Nachts in sein Specklager, machte die Messerchen eins nach dem andern glühend, fuhr damit in die Speckseiten, deren jede einiges Fett fahren lassen musste, das er in einem Gefäss auffing. Wenn er eine Menge gesammelt hatte, verkaufte er es. Nach einiger Zeit erschien er mit einer rothen Kappe, wie man sie damals bei Hofe trug, statt der gewöhnlichen Narrenkappe. Als der Kurfürst den Klaus fragte, woher er die Kappe habe, erwiderte er immer nur die geheimnissvollen Worte: »Aemtchen bringt Käppchen.« Bei Untersuchung der ihm übergebenen Speckvorräthe fand man der Zahl nach alles richtig; aber er selbst gestand nachher seinem Gebieter, dass mehrere der dort hängenden Speckseiten nichts seien, als die äussere Hülle derselben, indem er es gemacht habe, wie alle andern Beamten, die das Fett des Landes sich selbst zueigneten und ihrem Gebieter die leeren Hülsen liessen. Etwas davon abweichend erzählt Agricola in seinen Sprichwörtern (Nr. 290) den Ursprung desselben, umständlicher Kaspar Henneberger in der »Preussischen Chronik« (S. 479) und aus ihr Gregor Richter in seinem »Axiom. polit.«, S. 805. (Vgl. auch Bragur, von Gräter, Bd. 6, Abth. 2.) (S. Amt.)
    Frz.: Il n'y a point d'emploi sans bénéfice. - On ne peut manier le beurre, qu'on ne s'engraisse les doigts.
    Lat.: Quodlibet officium lucri pinguedine crassum.
  • 1
  • ÄMTCHEN
  • Es ist kein Aemtchen so klein, es trägt was ein, sagte des Küsters Frau, da hatte sie das Oel aus der Kapelle genommen.
    Holl.: Geen officie zoo klein, of het is beter dan niets. (Harrebomée, II, 132b.)
  • 1
  • ÄMTCHEN
  • Et es geen Aemtchen esu kleng, et es hengens werth. - Firmenich, I, 992.
    »Doch werden wir durchs Sprichwort glert: ein jedes Ampt ist henckens werdt.« (Waldis, II, 47.)
  • 1
  • ÄMTCHEN
  • Ke Aembke, of et schmett München. - Firmenich, III, 515, 1.
    info] Schmett = färbt ab, wirft etwas ab.
  • 1
  • ÄMTCHEN
  • Nichen Aemtchen ône Schlemtchen. - Schuster, 988.
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Ämtle - Schlämple.
    info] Schlamp bezeichnet sowol nachlässiges Thun, als zufälligen oder herbeigeführten Nebengewinn.
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Chlini Aemtli bringe churzi Ehr u lange Chöste. (Luzern.)
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Ein jedes ämptle weiset seinen Mann. - Henisch, 68, 37.
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Es ist kein Aemptlein so klein, schuhet oder solet es nit, so flicket es doch; flicket es nicht, so lappet es. - Petri, II, 265.
    Böhm.: Není sluzbicky, aby nebylo partycky. - Není toho úradku, aby nemel svého dárku. - Úrad nemylí: jestli netece, aspon kape. (Celakovský, 363.)
    Poln.: Co urzad to obrywka. (Celakovský, 363.)
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Es ist kein Aemtlein so klein, dass man sich dabei nicht den Galgen verdienen kann. (Oesterreich.)
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Es ist kein Aemtlein so klein, es ist henkenswerth. - Erklärung, 22.
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Es ist kein Aemtlein, es hat sein Schlämplein.
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Es ist kein Aemtli, es hat auch ein Schlämpli. - Kirchhofer, 209.
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Es ist kein ämptle, es ist henckens werth. - Franck, I, 77b; Eyering, II, 588; Henisch, 67, 15.
    Lat.: Nullus est magistratus, quantumvis parvus, qui non suspendio dignus. (Bebel-Suringar, 19, 38 u. 202, 38.)
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Jed's Amtla hat sei Schlampla. (Franken.) - Frommann, VI, 163, 4.
    Böhm.: Prijede úredník, nebývá bez koláce. - Úredníkem býti, ne bez medu ziti. (Celakovský, 363.)
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Jedes Aemtlein hat sein Schlämplein -
    info] das zu Veruntreuungen, zum nefas führt.
    Lat.: Tam probus haud quisquam toto reperitur in orbe, officium qui expers utilitatis agat.
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Viel Aemtlein, viel Schlämplein.
  • 1
  • ÄMTLEIN
  • Er sucht ein Aemtlein.
    Frz.: C'est un valet à louer.
  • 2
  • AMTLEUTE
  • Amtleute geben dem Herrn ein Ei.
    Und nehmen den Untertanen (o. Bauern) zwei.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute haben die Schlüssel zu der Bauern Gelde.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute hüten wie der Fuchs die Gänschen, und richten wie der Wolf über die Schafe.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute kommen eher in Gefahr als ein Schiffmann.
    info] Der Unterthanen Beschwerden sind gegen sie, können ihnen indessen da, wo man die vortreffliche Erfindung der Competenzconflicte zur Anwendung gebracht hat, wenig schaden.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute machen ein Loch auf und stopfen das andere zu.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute müssen klug sein.
    info] Als der Landgraf Wilhelm zu Hessen einen Edelmann fragte, wann er anfangen wolle, witzig zu werden, so antwortete er: »Gebt mir ein Amt, so werd' ich auch klug sein; in meinem jetzigen Stande brauche ich's nicht.«
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute müssen manche Pille verschlucken.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute nehmen die Leilaken (Inletten) von einem Bette und decken sie aufs andere.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute nehmen von den Füßen und decken (schmücken) damit den Kopf.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute nehmen von einem Altar und schmücken damit den anderen.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute schneiden das beste Stück vom Tuch; Gott geb', dass dem Herrn zu einem Rock übrig bleibt.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute sollen die Bauern hegen und nicht fegen,
    sich ihrer erbarmen und sie nicht verarmen,
    in Not erfreuen, nicht mit Strafe bedräuen,
    ihre Arbeit ehren und nicht beschweren.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute und Pfleger, Förster und Häger, Schaffner und Jäger, Schösser und Procurator, Verwalter und Curator haben nicht grossen Lohn, werden gleichwol reich davon.
    info] Wie mag das wol zugehen?
    info] Eine andere Lesart lautet: Amptleut und Pfleger, Förster und Heger, Kastner und Schösser, bawen Häusser und Schlösser, haben kleinen lohn, werden reich davon. Nun zeug mir an, wie das sein kann. Ihr griff, die weiss nicht iederman; sie schreiben ein X vor ein U, so kommen sie mit der Rechnung zu. (Monatsblätter, V, 160, 27.)
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Amtleute und Schösser bauen schöne Schlösser.
    »Amtleute und Schösser (Zoll- und Steuerheber) bauen grosse Häuser und Schlösser, und kriegen doch wenig Sold, sind nicht treu noch hold; die Rechnung kann nicht fehlen, die Diebe müssen stehlen.« (Vgl. Preussischer Hausfreund, Berlin 1810, Nr. 1284, S. 370.)
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Junge Amtleute, alte Bettelleute.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Mit Amtleuten und Vögten ist gut umzugehen, wenn man dem Arsch nimmt, dass man den Kopf deckt. - Fischart, Prakt.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Neue Amtleute und neue Karren, wenn man sie zuerst braucht, sie knarren.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Newe Amptleut vnd hohe leinene Wand, hat selten ein langen bestand. - Henisch, 330, 67; Petri, II, 493.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Schlechte Amtleute (Beamte) und Wanzen muss man mit scharfen Mitteln curanzen.
  • 1
  • AMTLEUTE
  • Was die Amtleute gefressen, das wird dem Herrn zugemessen.
  • 1
  • AMTMANN
  • Ach ja, Herr Amtmann, ja.
    info] Ist als Schlusswort einer Gellert'schen Fabel sprichwörtlich geworden, in der es auch seine Erklärung findet.
  • 0
  • AMTMANN
  • Ain vnnutzer Amptman vnd Prelate ist wie ein Affe auff dem Dache. - Gruter, II, 449-450.
  • 1
  • AMTMANN
  • Amtmann - verdammt man. - Geiler, XVIII.
  • 1
  • AMTMANN
  • Amtmänner kommen schwer in den Himmel.
    »Der Teufel war einst in einer Spielgesellschaft, da bekam er Nachricht, dass nächsten Tag ein Amtmann begraben werde.« (Vgl. Baumgarten, II, 29.)
  • 1
  • AMTMANN
  • De ôle Amtmann weer doch mitn Buck tofrêdn, disse awer will de ganze Hêrde. (Oldenburg.)
  • 1
  • AMTMANN
  • Der Amtmann - ein Angstmann.
  • 1
  • AMTMANN
  • Der Amtmann stirbt, das Amt bleibt.
  • 1
  • AMTMANN
  • Der Amtmann vergeht (stirbt), das Amt besteht.
    Lat.: Dignitas non moritur.
  • 1
  • AMTMANN
  • Der Amtme verdammt me. (Luzern.)
  • 1
  • AMTMANN
  • Ein Amtmann auf dem Land hat das Geld der Bauern in der Hand.
  • 1
  • AMTMANN
  • Ein Amtmann gibt seinem Herrn grossen Nutzen vor, da sieben Schäden dahinterliegen.
  • 1
  • AMTMANN
  • Ein jeder Amptmann haben wil, Teuffels Würst vnd Zollküchlein viel; da acht man gering das beste Ziel. - Petri, II, 199.
  • 1
  • AMTMANN
  • Rufe den Amtmann, sagte der Herr zur Magd, als sie meldete, dass der Fleischer den Ochsen sehen wolle.
  • 1
  • AMTMANN
  • Unser Amtmann tut nie einen Schritt umsonst.
  • 1
  • AMTMANN
  • Vor des Amtmanns und des Advokaten Thür, armer Beutel, wehe dir!
    It.: La borsa trema innanzi la porta del giudice e dell' avvocato. (Giani, 187.)
  • 1
  • AMTMANN
  • Wä 'n Amtmann spröäken will, dä mött de Stunne ne tell'n. - Schlingmann, 10.
  • 1
  • AMTMANN
  • Wer beim Amtmann eine Gans will essen, dem werden die Federn theuer zugemessen.
  • 1
  • AMTMANN
  • Wer dem Amtmann entgeht, fellt dem Richter in die Hand. - Franck, Zeytbuch, I, CXXXIb.
  • 1
  • AMTMANN
  • Wie kann man beim Amtmann die Hände sehen, er hat sie ja immer in unsern Taschen, sagte der Bauer zum Jungen, der sich über das Brustbild vom Amtmann wunderte.
  • 1
  • AMTMANNSBAUCH
  • Dat is 'n Ammansbûk. - Danneil, 4.
    info] Von einem wohlgenährten dickbäuchigen Menschen.
  • 2
  • AMTSBRILLE
  • Sich die Amtsbrille aufsetzen.
    info] Einen ernsten Ton anstimmen, den Ernst und die Würde des Beamten annehmen oder hervortreten lassen.
    Böhm.: Poraditi si na nos úredni brejle. (Celakovský, 548.)
    Poln.: Upristi postavu tolik co nem. (Celakovský, 548.)
  • 2
  • AMTSEID
  • Amtseid wird manchem leid. - Henisch, 68, 30; Graf, 373, 472.
  • 1
  • AMTSGESICHT
  • Ein Amtsgesicht aufstecken (machen).
  • 2
  • AMTSKLEID
  • Das Amtskleid ist der Deckschalk.
  • 1
  • AMTSMIENE
  • Eine Amtsmiene annehmen (machen).
  • 2
  • AMTSRECHT
  • Von Amtsrecht sollen die Amtleute reden. - Graf, 21, 242.
    info] Im Mittelalter hatte nicht blos jedes Land seine Weise, jede Stadt ihr Gesetz (s. Stadtrecht), auch jeder Stand hatte seine Rechte und Pflichten, die für den Ungenossen nicht bestanden.
    Mhd.: Van der ambt rechte sulent auch die ambtlüte sagen. (Schnell, I, 12, 16.)
  • 1
  • AMTSSCHIMMEL
  • Den Amtsschimmel will jedermann reiten.
  • 1
  • AMUSIREN
  • Er amusirt sich wie ein Gott.
  • 2
  • AMUSIREN
  • Er amusirt sich, wie der Mops auf der Thürklinke.
  • 2
  • AMUSIREN
  • Er amusirt sich, wie der Mops im Tischkasten.
    info] Damit bezeichnen die Berliner den höchsten Grad von Langeweile.
    Frz.: S'ennuyer comme un brochet dans le tiroir d'une commode. (Leroux, I, 97.)
  • 2
  • AMUSIREN
  • Er amusirt sich, wie ein Mops (Spitz) im Rosengarten (in Königsberg: im Theegarten). - Frischbier, I, 59.
    info] Theegarten = im Saxe'schen, jetzt eingegangenen Garten vor dem friedländer Thor.
  • 2
  • AMYRIS
  • Amyris ist wahnsinnig.
    info] Dies altgriechische Sprichwort wurde gebraucht, wenn einer allein eine Gefahr voraussah und sich deshalb bei Zeiten in Acht nahm, andere ihn aber eben wegen solcher Vorsicht für einen Narren hielten, bis sie endlich zu ihrem Schaden einsahen, dass sie Narren gewesen. - Amyris, ein Sybarite, war von seinen Landsleuten nach Delphis geschickt worden, um das Orakel zu fragen, wie lange sie sich ihres glücklichen Zustandes zu erfreuen haben würden, worauf er die Antwort erhielt: so lange, bis sie würden anfangen die Menschen mehr als die Götter zu ehren. Als Amyris glaubte, dass ein solcher Fall eingetreten sei, packte er seine Sachen zusammen und zog fort; die Sybariten nannten ihn wahnsinnig, mussten aber erfahren, dass ihn ein richtiger Blick dem Unglück zu rechter Zeit entzogen habe.
  • 1
  • <<< 1 2 3 4 5 6 >>>

    alphabetical
    A-a A-b A-c A-d A-e A-f A-g A-h A-i
    A-j A-k A-l A-m A-n A-o A-p A-q
    A-r A-s A-t A-u A-v A-w A-y A-z
    Aa Ab Ac Ad Ae Af Ag Ah Ai Aj Ak Al Am
    An Ao Ap Aq Ar As At Au Av Aw Ax Ay Az
    Ba Be

    keywords
    Aa Ab Ac Ad Ae Af Ag Ah Ai Ak Al Am An Aq Ap Ar As At Au Av Aw Ax Az
    Ba Be

    DICTUM operone