DICTUM

keywords An

  • AN
  • Sâch (sachte) an, söns brekt de Lîn. (Meurs.) - Firmenich, I, 403.
  • 1
  • AN
  • Sanft an, so bricht (reisst) die Leine (Seil, Tau) nicht. - Sprenger I.
    info] Gehe nicht mit Leidenschaft zu Werke, damit die Ausführung nicht mislingt. Von Zugschiffen entlehnt, durch welche Güter mittels Pferden befördert werden, wobei durch plötzliches Antreiben der Pferde das Seil leiden kann.
  • 1
  • ANALOGY
  • All perception of truth is the detection of an analogy.
    THOREAU
  • 3
  • ANALOGY
  • Analogies, it is true, decide nothing, but they can make one feel more at home.
    SIGMUND FREUD
  • 3
  • ANALOGY
  • Metaphors are not to be trifled with. A single metaphor can give birth to love.
    MILAN KUNDERA
  • 3
  • ANALOGY
  • The metaphor is perhaps one of man's most fruitful potentialities. Its efficacy verges on magic, and it seems a tool for creation which God forgot inside one of His creatures when He made him.
    JOSE ORTEGA Y GASSET
  • 3
  • ANALOGY
  • Though analogy is often misleading, it is the least misleading thing we have.
    SAMUEL BUTLER
  • 3
  • ANANAS
  • Ananas schmeckt wie Wurst, sagte der Bauerjunge. - Schottmüller, Ms.
    info] In dem Sinne wie Bauer 280-281. Das Wort ist übrigens geschichtlich. Friedrich Wilhelm III. erhielt diese Antwort, als er einst in Sanssouci einem Knaben Ananas zu kosten gab.
  • 1
  • ANANAS
  • Die Ananas ist auch nur eine Frucht. - Altmann V.
  • 1
  • ANANAS
  • Eine Ananas wird leicht sauer im Magen des Armen. (Nishnij-Nowgorod.)
  • 1
  • ANANAS
  • Man muss der Ananas gleichen; was man an ihr nicht essen kann, lässt sich zu Flachs verspinnen.
  • 1
  • ANANAS
  • Wer keine Ananas hat, dem schmecken auch die Gurken wohl.
    info] Die Russen: Die Ananas ist auch eine Frucht. (Altmann V, 97.)
  • 1
  • ANARCHIE
  • Anarchie ist die schlimmste Despotie.
    info] Die Araber sagen: Eine einzige Nacht in Anarchie ist schlimmer als viel Jahre Tyrannei. (Cahier, 2252.)
  • 1
  • ANARCHY
  • Anarchy is the stepping stone to absolute power.
    NAPOLEON I
  • 3
  • ANARE
  • Z' Anare geht Mühl sper. - Oesterreichische Bauerzeitung, 53.
  • 1
  • ANBACHT
  • Twalf Anbachten un dertien Unglücke.
    info] In dem Sinne von Handwerk 1. Zwölf Handwerke und dreizehn Unglücke. (Alte und neue Welt 1877, S. 471.)
  • 2
  • ANBÄNDELN
  • Er hat ebbes anbendelt. (Ulm.)
  • 2
  • ANBÄNDELN
  • Sie hat ihn angebandelt. (Oesterr.)
    info] Führt ihn am Bändel, am Schnürel.
  • 2
  • ANBÄREN
  • Jemand anbären. (Leipzig.)
    info] Heftig, grob anreden.
  • 2
  • ANBAUEN
  • Niemand baut gern an, was er nicht verkaufen kann.
  • 1
  • ANBEGINN
  • Dat anbegin heft en got behagen, dat ende mot de last dragen. - Verlorener Sohn, 366.
  • 1
  • ANBEGINN
  • Lob das Anbeginn, das ist mein Rath, wenn die Sach ein gut Ende hat. - Limburger Chronik, S. 89.
  • 1
  • ANBEGINN
  • Von Anbeginn.
    Lat.:] Ab acra et acu. (Petron., 495; Binder II, 19.)
  • 2
  • ANBEISSEN
  • Wer (jung) anbeisst, lässt selten mehr davon. - Blum, 116; Siebenkees, 128; Bücking, 350.
    info] Wer nicht vor dem ersten Schritt der Thorheit sich hütet, ist in Gefahr immer tiefer zu sinken; denn man gewöhnt sich nur nach und nach ans Laster.
    Lat.:] Periculosum est, canem intestina gustasse.
    Ung.:] Ifjú szokás, öreg gyakorlás.
  • 1
  • ANBEISSEN
  • Wer angebissen hat, der tut nimmer gut.
    Lat.:] Qui semel scurra, nunquam bonus pater familias.
  • 1
  • ANBEISSEN
  • A wil ni rächt âbeissa. (Oesterr.-Schles.) - Peter, 443.
  • 2
  • ANBEISSEN
  • Einen anbeissen lassen.
    info] Einen ins Verderben locken.
    Frz.:] Faire avaler le goujon à quelqu'un.
    Lat.:] E nassa escam petere. (Plaut.)
  • 2
  • ANBEISSEN
  • Er hat angebissen.
    Lat.:] Bolo tactus est. - Hamum voravit.
  • 2
  • ANBEISSEN
  • Er will nicht anbeissen.
    info] Grosse Abneigung gegen den Anfang eines Geschäfts zeigen. Vom Fange der Thiere entlehnt, deren man sich dadurch zu bemächtigen sucht, dass man ihnen eine Lockspeise bietet, die sie aber nicht selten unberührt lassen, wenn sie den Zweck merken.
  • 2
  • ANBEISSEN
  • Man kann jetzt anbeissen. (Jüd.-deutsch.) - Tendlau, 1053.
    info] Um zu sagen, dass ein Uebel gehoben sei. Ein Rabbiner war sehr krank, die Gemeinde ordnete einen Fasttag an. Gegen Abend trat Besserung ein; der Gemeindediener ging von Haus zu Haus und that kund: »Der Rewe (Rabbi) hat Erleichterung bekommen, Kahel (die Gemeinde) darf anbeissen (wieder essen).«
  • 2
  • ANBELLEN
  • Mancher bellt jederman an. - Lehmann, 914, 11.
  • 1
  • ANBELLEN
  • Er bellt den Mond an.
    info] Auf einen schimpfen; einem drohen, dem man nicht schaden kann.
  • 2
  • ANBETEN
  • Man betet lieber die aufgehende, als die untergehende Sonne an.
    info] Man hält sich lieber an den Glücklichen, als an den Unglücklichen.
  • 1
  • ANBETEN
  • Man betet viele für Heilige im Himmel an und sie sind in der Hölle.
  • 1
  • ANBETEN
  • Was man nicht anbeten soll, muss Gott selbst begraben.
  • 1
  • ANBETEN
  • Er betet das goldene Kalb an.
  • 2
  • ANBIETEN
  • De sick anbaut, dessen Laun (Lohn) was nich graut (gross). (Osnabrück.) - Firmenich, III, 162.
  • 1
  • ANBIETEN
  • Was man anbietet, muss man annehmen.
  • 1
  • ANBIETEN
  • Wêi sik anbäut, deam siyn Dank was nit gräut. (Büren.)
    Dän.:] At byde kofmanns bud. (Prov. dan., 96.)
  • 1
  • ANBIETEN
  • Wenn man's ihm anböt, wer weiss, was er thät.
    Dän.:] Byd ham det, og see om han tager det ikke. (Prov. dan., 96.)
  • 1
  • ANBIETEN
  • Wer viel anbietet, will wenig geben.
    It.:] Offerir molto è spezie di negare. (Bohn I, 116.)
  • 1
  • ANBIETEN
  • Wo ik mi anboet, wurd mi Loen nich groet. (Ukermark.) - Engelin, 218, 58.
  • 1
  • ANBIETEN
  • Er bietet an, ohne dass man nehmen kann.
    info] Wenn jemand nur zum Schein anbietet; wenn es mit dem Geben nicht Ernst ist.
    Frz.:] Ce n'est que manière de dire qu'il vous l'offre.
  • 2
  • ANBINDEN
  • Wer bindet gern mit Grossen an!
  • 1
  • ANBINDEN
  • Wer nicht anbindet, kann nicht losbinden. (Niederlausitz.)
    info] Wer Kälber und Jungvieh dem Fleischer verkauft und nicht aufzieht, kann auch später keine Nutzthiere verkaufen.
  • 1
  • ANBINDEN
  • Er bindet immer wieder an, wenn man ihm auch garstig heimleuchtet.
    Lat.:] Gallus insilit.
  • 2
  • ANBINDEN
  • Er bindet mit allen an.
    info] Beisst, zankt sich mit allen herum.
    Lat.:] Martis campus. (Suidas.) - Martis pullus. (Laert.)
  • 2
  • ANBINDEN
  • Er ist angebunden, wie Gretchen im Faust.
    info] D.h. kurz, rasch entschlossen.
  • 2
  • ANBINDEN
  • Er ist da und da angebunden.
    info] Hat an den und den Schulden.
  • 2
  • ANBINDEN
  • Er ist kurz angebunden.
    info] Geräth leicht in Zorn.
    Frz.:] Avoir la tête près du bonnet.
    Altfries.:] Wiis ek kuurt fuar Hand. (Sei nicht zu kurz angebunden.) (Hansen, 14.)
  • 2
  • ANBINDEN
  • Mit einem anbinden.
    info] Sich mit ihm in einen Streit einlassen.
  • 2
  • ANBISS
  • Der erste Anbiss thut's.
  • 1
  • ANBISS
  • Man muss sich vor dem ersten Anbiss hüten.
  • 1
  • ANBLAFFEN
  • Jemand anblaffen, wie die Sau das Judenhaus. (Berlin.)
  • 2
  • ANBLASEN
  • Durch Anblasen treibt man die Flamme aus der Kohle und den Zorn aus einem bösen Worte.
  • 1
  • ANBLASEN
  • Er hat ihn angeblasen, wie der Arsch die Nasen. (Leipzig.)
  • 2
  • ANBLASEN
  • Er kann nicht anblasen. - Tendlau, 172.
    info] Von dem, der bei irgendeiner Sache, die er gelernt haben will, die ersten Elemente davon nicht innehat, nicht einmal anfangen kann.
  • 2
  • ANBLICK
  • Der Anblick der Berge erweckt die Sehnsucht nach den Thälern. - Altmann I.
  • 1
  • ANBLICK
  • Der Anblick erzeugt die Liebe.
  • 1
  • ANBLICK
  • Der Anblick ist gut, sagte der Teufel, da sah er einen Pfaffen im Hurenhause.
  • 1
  • ANBLICK
  • Der erste Anblick war gut, sagte Adam, als er Eva'n das Hemde in die Höhe hob.
  • 1
  • ANBLICK
  • Ein schöner Anblick, seggt Adam, on kickt Eva undern Rock. (Danzig.)
  • 1
  • ANBLICK
  • Freundlicher Anblick erfrewebet das Hertz. - Petri, II, 315.
  • 1
  • ANBLICK
  • Freundlicher Anblick ist ein Bett zur Lieb. - Lehmann, 52, 3.
  • 1
  • ANBLICK
  • Der Anblick ist gut für kranke Augen. (Schott.)
  • 2
  • ANBLICK
  • Ein attischer Anblick -
    info] ist bei Aristophanes ein unverschämtes Gesicht oder Maul, weil an diesem Fehler die Sitten der Attiker litten.
    Lat.:] Atticus aspectus. (Erasm., 385.)
  • 2
  • ANBLICK
  • Ein titanischer Anblick.
    info] Furchtbar und ernst, wie das Aussehen der Titanen geschildert wird.
    Lat.:] Titanicus aspectus. (Erasm., 545.)
  • 2
  • ANBLICKEN
  • Einen so freundlich anblicken wie der Marder das Täublein. - Altmann VI, 513.
  • 2
  • ANBLÜMEN
  • Sie ist anblümt. (Nürtingen.)
    info] Die Schwangere. (S. Hoffmannstropfen.) Das Bild ist vom angesäeten Acker hergenommen.
  • 2
  • ANBÖTEN
  • Me bött nit äger an, bit me koaken well. (Attendorn.) - Firmenich, I, 356.
    info] Man zündet nicht eher an, bis man kochen will.
  • 1
  • ANBRENNEN
  • Er ist angebrannt.
    info] Nicht mehr frei, bereits verlobt. (S. Ansangeln.) In Niederösterreich: Der ist angebrennt.
    info] Von jemand, der nicht recht gescheit ist.
  • 2
  • ANBRENNEN
  • He lett nix anbrennen. - Schütz, I, 152.
    info] Er ist kurz angebunden, auch: er ist ein lustiger Geselle.
  • 2
  • ANBRENNEN
  • Nich licht wat anbrennen laten. - Grimm, I, 300.
    info] Eine Sache schnell verrichten.
  • 2
  • ANBRINGER
  • Ein Anbringer macht Fehde mit Herren.
    info] Bei Tunnicius (779): Ein anbringer maket vede mit heren. (Disiungit reges linguax et suscitat iram.)
  • 1
  • ANBUMMELN
  • He bummelt bi er an, as Moder êr Natelküssen. - Schütz, I, 182.
    info] Die Holstfrauen trugen neben dem Schlüsselbunde an der Seite hangend oft auch ihr Nadelkissen.
  • 2
  • ANCESTRY
  • A man who prides himself on his ancestry is like the potato plant, the best part of which is under ground.
    SPANISH PROVERB
  • 3
  • ANCESTRY
  • As many and as well-born bloods as those Stand in his face, to contradict his claim.
    SHAKESPEARE
  • 3
  • ANCESTRY
  • Auspicious chief! thy race, in times to come,
    Shall spread the conquests of imperial Rome.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • Being not propt by ancestry, whose grace Chalks successors their way.
    SHAKESPEARE
  • 3
  • ANCESTRY
  • Birth is nothing without virtue, and we have no claim to share in the glory of our ancestors unless we strive to resemble them.
    MOLIÈRE
  • 3
  • ANCESTRY
  • But by your fathers' work if yours you rate,
    Count me those only that were good and great.
    Go! if your ancient but ignoble blood
    Has crept through scoundrels ever since the flood,
    Go! and pretend your family is young;
    Nor own your fathers have been fools so long.
    What can ennoble sots, or slaves, or cowards?
    Alas! not all the blood of all the Howards.
    POPE
  • 3
  • ANCESTRY
  • Do then as your progenitors have done,
    And by their virtues prove yourself their son.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • Each has his own tree of ancestors, but at the top of all sits Probably Arboreal.
    ROBERT LOUIS STEVENSON
  • 3
  • ANCESTRY
  • For if the sire be faint, or out of case,
    He will be copied in his famish'd race.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • From a mean stock the pious Decii came;
    Yet such their virtues, that their loss alone
    For Rome and all our regions did atone.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • From the same lineage stern Æetes came, The far-famed brother of th' enchantress dame.
    POPE
  • 3
  • ANCESTRY
  • Good birth is a fine thing, but the merit is our ancestors'.
    PLUTARCH
  • 3
  • ANCESTRY
  • He lives to build, not boast, a generous race; No tenth transmitter of a foolish face.
    SAVAGE
  • 3
  • ANCESTRY
  • He stands for fame on his forefathers' feet, By heraldry proved valiant or discreet!
    YOUNG
  • 3
  • ANCESTRY
  • He that to ancient wreaths can bring no more
    From his own worth, dies bankrupt on the score.
    JOHN CLEAVELAND
  • 3
  • ANCESTRY
  • Heralds stickle, who got who -
    So many hundred years ago.
    BUTLER: Hudibras
  • 3
  • ANCESTRY
  • High birth is a poor dish at table.
    ITALIAN PROVERB
  • 3
  • ANCESTRY
  • How vain are all hereditary honours, Those poor possessions from another's deeds, Unless our own just virtues form our title And give a sanction to our fond assumption!
    SHIRLEY
  • 3
  • ANCESTRY
  • Let high birth triumph! what can be more great? Nothing - but merit in a low estate.
    YOUNG
  • 3
  • ANCESTRY
  • Long galleries of ancestors
    Challenge nor wonder or esteem from me:
    "Virtue alone is true nobility."
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • Men should press forward in fame's glorious chase; Nobles look backward, and so lose the race.
    YOUNG
  • 3
  • ANCESTRY
  • Nor can the skilful herald trace The founder of thy ancient race.
    SWIFT
  • 3
  • ANCESTRY
  • Nor stand so much on your gentility,
    Which is an airy and mere borrow'd thing,
    From dead men's dust and bones; and none of yours,
    Except you make or hold it.
    BEN JONSON
  • 3
  • ANCESTRY
  • Obscure! why prythee what am I? I know
    My father, grandsire, and great grandsire too:
    If farther I derive my pedigree,
    I can but guess beyond the fourth degree.
    The rest of my forgotten ancestors
    Were sons of earth.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • One whose extraction from an ancient line Gives hope again that well-born men may shine.
    WALLER
  • 3
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