DICTUM

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  • ANCESTRY
  • People who can comfort the dead can also chase after them to hurt them further - a reverse ancestor worship.
    MAXINE HONG KINGSTON
  • 3
  • ANCESTRY
  • Please thy pride, and search the herald's roll,
    Where thou shall find thy famous pedigree,
    Drawn from the root of some old Tuscan tree,
    And thou, a thousand off, a fool of long degree.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • Pride thyself on what virtue thou hast, and not on thy parentage.
    SA'DI
  • 3
  • ANCESTRY
  • Say from what sceptred ancestry ye claim,
    Recorded eminent in deathless fame?
    POPE
  • 3
  • ANCESTRY
  • So bright a splendour, so divine a grace,
    The glorious Daphnis casts on his illustrious race.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • The honours of a name 'tis just to guard; They are a trust but lent us, which we take, And should, in reverence to the donor's fame, With care transmit them down to other hands.
    SHIRLEY
  • 3
  • ANCESTRY
  • There are many kinds of conceit, but the chief one is to let people know what a very ancient and gifted family one descends from.
    BENVENUTO CELLINI
  • 3
  • ANCESTRY
  • They that on glorious ancestors enlarge, Produce their debt, instead of their discharge.
    YOUNG
  • 3
  • ANCESTRY
  • Thus, born alike, from virtue first began
    The diff'rence that distinguish'd man from man:
    He claim'd no title from descent of blood;
    But that which made him noble, made him good.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • To forget one's ancestors is to be a brook without a source, a tree without a root.
    CHINESE PROVERB
  • 3
  • ANCESTRY
  • Twas no false heraldry when madness drew
    Her pedigree from those who too much knew.
    SIR J. DENHAM
  • 3
  • ANCESTRY
  • Vain are their hopes who fancy to inherit,
    By trees of pedigree, or fame or merit;
    Though plodding heralds through each branch may trace
    Old captains and dictators of their race.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • Vulgar parents cannot stamp their race With signatures of such majestic grace.
    POPE
  • 3
  • ANCESTRY
  • Were virtue by descent, a noble name
    Could never villanize his father's fame;
    But, as the first, the last of all the line
    Would, like the sun, ev'n in descending, shine.
    DRYDEN
  • 3
  • ANCESTRY
  • What have I lost by my forefathers' fault!
    Why was I not the twentieth by descent
    From a long restive race of droning kings?
    DRYDEN
  • 3
  • ANCLYREN
  • Ik wolde myt em also anclyren (anbinden). - Freybe, Redentiner Spiele, 88.
  • 2
  • ANDACHT
  • Andacht - Andaucht. (Jüd.-deutsch.) - Tendlau, 210, 670.
    info] Ein Wortspiel der Alten in der Neuzeit, um das Wort Andacht durch Vergleich mit Andaucht (Abzugskanal) herabzusetzen.
  • 1
  • ANDACHT
  • Andacht gebiert Reichthum, aber die Tochter frisst die Mutter. - Winckler, XVIII, 26.
  • 1
  • ANDACHT
  • Andacht ist das beste Sonntagskleid. - Herberger, Ib, 741.
  • 1
  • ANDACHT
  • Andacht steht nicht wohl auf einem vollen Bauch.
  • 1
  • ANDACHT
  • Der Welschen Andacht und der Deutschen Fasten sind beide keine Bohne werth. - Luther, 367.
    Dän.:] Drukken mands andagt, qvinde-graad, og dobblers ed er intet værd.
    Lat.:] Italorum devotio, et Germanorum jejunia, fabam valent omnia.
  • 1
  • ANDACHT
  • Es fährt mancher für grosser andacht zum Teuffel. - Henisch, 72, 17.
  • 1
  • ANDACHT
  • Es ist nur Andacht bei jungen (neuen) Priestern. (Franz.)
  • 1
  • ANDACHT
  • Genöthigte Andacht währt nicht lange, sagte der Hund, und fing an zu bellen.
  • 1
  • ANDACHT
  • Kurze Andacht ist die beste, sagte Hans, da schlug er 's Kreuz und ging wieder aus der Kirche fort.
  • 1
  • ANDACHT
  • Man muss seine Andacht nicht bis aufs Tanzhaus und seine Fastnacht nicht bis auf den Charfreitag sparen.
  • 1
  • ANDACHT
  • Welsche Andacht und deutsche Fasten gelten eine Bohne. - Sailer, 233.
  • 1
  • ANDACHT
  • Wenig Andacht, aber viel Verdacht!
  • 1
  • ANDACHT
  • Wer einem andern andacht wehren will, der muss sie vorerst selber haben. - Henisch, 72, 29.
  • 1
  • ANDACHT
  • Die andacht auff dem dantzhauss suchen.
    info] Auch: die katzen im wasser, die fisch auff den matten. (Henisch, 648, 7.)
  • 2
  • ANDACHT
  • Hei is sou vuller Anducht as de Buck vull Kütteln. (Westfalen.)
  • 2
  • ANDACHT
  • In der Andacht liegen, wie der Pfaffe vor dem Palmesel.
    info] Es war früher an einigen Orten Sitte, das Bild des Erlösers in Lebensgrösse auf einem hölzernen Esel um die Kirche zu tragen. In manchen Kirchen hatte der Palmesel seine eigene Kapelle, worin er aufbewahrt und von dem abergläubischen Volke verehrt wurde.
    info] Am Palmsonntage wurde sonst an vielen Orten auf dem Kirchhofe der katholischen Kirche ein grosser hölzerner Esel mit Rädern, darauf eine lebensgrosse Puppe als Christus, gefahren. Nach der Palmenweihe strömte dort das Volk zusammen. Der Chor der Schüler sang die Worte des Evangelisten: Cum audisset populus, quia Jesus venit Hierosylam, acceperunt ramos palmorum u.s.w. Darauf traten acht Schüler vor, hoben ihre Hände gegen den Esel auf und sangen laut: Hic est qui venturus est (dieser ist es, welcher kommen wird - das kleine Hic est). Darauf respondirte der Chor: In salutem populi. Und wieder zeigten acht andere Schüler auf den Esel und sangen: Quantus est iste, ni throni et dominationes occurrant? Noli temere filia Sion; ecce rex tuus. Das war für die Schüler schon ein ruhmvolles Stück. Darauf aber kamen andere sechs Schüler, knieten nieder, neigten ihr Angesicht zur Erde, schlugen alle zugleich die Hände über das Haupt zusammen und sangen das Salve; und wenn sie ausgesungen, gingen sie drei Schritte vor, knieten wieder nieder und sangen dreimal: Salve rex, fabricator mundi u.s.w. Dann zogen sie miteinander den Esel vorwärts, um die Sache bald zu wiederholen. (Getreu nach der Beschreibung der Feierlichkeiten im Stiftsarchiv zu St. Gallen, abgedruckt in Kessler's Leben von J.F. Bernet, S. 18.) Dieser Esel hatte aber in manchen Kirchen, z.B. in der Jakobskirche zu Nürnberg, seine eigene Kapelle, worin er aufbewahrt und verehrt wurde.
  • 2
  • ANDÄCHTIG
  • Aussen andächtig, innen verdächtig.
    info] Empfiehlt Mistrauen gegen Frömmler.
  • 1
  • ANDÄCHTIG
  • So andächtig, wie ein junger Priester.
    info] Im Anfange zeigt man immer den meisten Eifer.
    Frz.:] Il n'est dévotion que de jeune prêtre.
  • 2
  • ANDALUSIEN
  • Andalusien ist Spaniens Keller und Kornkammer.
    »Es galt auch als Mittelpunkt der spanischen Jalousie.« (Beiche, 220b.)
  • 1
  • ANDEL
  • Andel und Kandel machen einen bösen Wandel. - Parömiakon, 5.
    info] Liebe und Trunk verführen sehr häufig.
    info] Andel = Diminutiv von Anna.
  • 1
  • ANDEM
  • Es ist nicht andem. - Frischbier, II, 62.
    info] Um zu sagen: die Sache verhält sich nicht so.
  • 2
  • ANDERE
  • An andern sieht man 's kleinste Läuschen, an sich keine Hundslaus.
  • 1
  • ANDERE
  • Andern fängt man Ratten, sich kann man keine Maus fangen.
  • 1
  • ANDERE
  • Andern flickt man die Säcke, die seinen lässt man die Mäuse fressen.
    Frz.:] Les cordonniers sont ordinairement les plus mal chaussés.
  • 1
  • ANDERE
  • Andern zum Ergetzen, sich zu Tode zu hetzen. (Wend. Lausitz.)
  • 1
  • ANDERE
  • Auff ander soll nicht sehen allezeit, mach dich in geschicklichkeit selbs bereit.
    Lat.:] Vnus non alium, uetus annus non docet annum. (Loci comm., 205.)
  • 1
  • ANDERE
  • Den andern (2. Januar) ein klarer Sonnenschein, bringt gute vnd vil Fisch herein.
  • 1
  • ANDERE
  • Einer dem andern mag helffen bald, so er nicht ist in lieb erkalt.
    Lat.:] Dum bene uult, facile quit homo succurrere cuique. (Loci comm., 19.)
  • 1
  • ANDERE
  • Ich will nicht über andere, und andere sollen nicht über mich klagen.
    Lat.:] Sine querela. (Sailer, Sprüche, 132, 120.)
  • 1
  • ANDERE
  • Lade andere nicht zu Gast, wenn du selbst aufissest, was du hast (oder: wenn du selber nichts zu essen hast).
  • 1
  • ANDERE
  • Man muss keinen andern stellen, wo man selber gehen soll.
  • 1
  • ANDERE
  • Man muss von andern nicht begehren, was man an ihrer Stelle abschlagen wurde.
    Lat.:] Non petas, quod negaturus esses, non neges, quod petiturus esses. (Sailer, Sprüche, 200, 14.)
  • 1
  • ANDERE
  • Mit anderer Sachen muss man behutsamer umgehen als mit den eigenen.
  • 1
  • ANDERE
  • Mögen andere meine Lasten tragen, bleib' ich nur frei von Plagen.
    Lat.:] Innocuus alium aspiciam, meum habentem malum. (Erasm., 54.)
  • 1
  • ANDERE
  • Was du an andern hass'st, damit auch andere nicht überlast'.
  • 1
  • ANDERE
  • Was du andern angethan, nimm auch von andern willig an.
    Lat.:] Ab alio expectes, alteri quod feceris. (Publ. Syr.)
  • 1
  • ANDERE
  • Was du andern thust, das erwarte auch von andern.
  • 1
  • ANDERE
  • Was du von andern ungern hast, damit thu' keinem Ueberlast.
    Engl.:] Do as you would be done by.
    Frz.:] Il faut prendre son coeur par autrui.
    Lat.:] Ne facias aliis quidquid tibi fieri non vis. - Quod sibi quis nolit fieri, non inferat ulli.
  • 1
  • ANDERE
  • Was eines andern ist, danach hat man Gelüst. Steiger, 174.
  • 1
  • ANDERE
  • Was man andern schuld gibt, muss man nicht selber thun - und das nicht selbst gethan haben, was man an andern verdammen will.
    Lat.:] Quod aliis vitio vertas ipse ne feceris. (Homer.) (Erasm., 531.)
  • 1
  • ANDERE
  • Was soll der andern Gutes thun, der es sich selbst nicht thut?
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere anschwärzt, ist darum nicht weiss.
    Dän.:] Hvo som vil sverte andre, er derfor ikke hviid. (Prov. dan., 538.)
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere betrügt, klage nicht über Untreue.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere ehrt, ist selber Ehre werth.
    Lat.:] Honor est honorantis, non honorati.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere jagt, wird selber müde.
    info] Willst du einen andern hin und wider jagen, musst auch selber Müdigkeit ertragen. (Castelli.)
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere mit Koth wirft, beschmuzt sich selbst. - Sprichwörtergarten, 437.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere soll putzen, muss selber rein sein und nicht schmuzen.
    info] Abraham a Sankta Clara sagt zu den Lehrern, Eltern u.s.w.: »Ihr sollt sein wie ein Spiegel, worin sich alle können ersehen und die Tugend erlernen; wie ein Spiegel, sag' ich, und nicht wie eine Spiegelfechterei, wodurch das Volk verblendet und betrogen wird.«
    Engl.:] Meddle with your old shoes!
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere strafen will, muss selbst unsträflich sein.
    Lat.:] Censor omni careat culpa.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere tadeln will, muss selbst ohne Mängel sein.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere will fangen, bleibt meist in eigner Schlinge hangen.
    It.:] Tal resta al laccio preso, che altrui l' avea teso. (Giani, 871.)
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andere will verachten, soll sich selbst betrachten; ist er fehler- und tadelfrei, so dank' er Gott, dass er es sei. - Hertz, 9.
    info] Hausinschrift in der Schweiz.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. - Müller, 54, 1.
    Lat.:] Qui struit insidias ali, sibi damnum dat ipsi. - Sibi parat malum, qui alteri parat.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andern füllt den Magen, den lobt man vom Schuh bis zum Kragen.
    Lat.:] Laudatur patule qui replet antra gule. (Reuterdahl, 476.)
    Schwed.:] Thaen aer godher som glug fyllir. (Reuterdahl, 476.)
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andern givt un litt sülvst Noot, den sall man slaan mit der Külen dod. - Schütze.
    info] Gegen falsche Wohlthätigkeit.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andern Gutes thut, dem tut man wieder Gutes.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andern nicht hilft, ist selber nicht in Noth gewesen. - Bertram.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer andern viel will reden ein, muss selber ohne Tadel sein.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer des andern vermag, der steckt ihn in den Sack.
    info] Andreas Eberhard Rauber, Hofkriegsrath Kaiser Maximilian's II., von diesem nebst seiner Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, ein ebenso gelehrter als stattlicher Mann, war mit einer ausserordentlichen Leibesstärke begabt. Die Länge seines Bartes ging bis an die Füsse und wieder hinauf bis zum Gürtel. Wenn er in vollem Staate nach Hofe ging, liess er denselben wie ein Fähnlein um sich fliegen. Seine Stärke bewies er in dem merkwürdigen Kampfe um seine Braut. Maximilian hatte in seiner Jugend ein schönes österreichisches Fräulein geliebt, die ihm eine Tochter geboren. Helena, das Pfand dieser Liebe, wuchs schön und lustig heran. Geschmückt mit allen Reizen weiblicher Schönheit, fehlte es ihr nicht an Bewerbern. Die hervorragendsten waren ein vornehmer und reicher Spanier und unser Rauber. Den Spanier begleitete der Ruhm eines kühnen Helden; er war ein wohlgebildeter, starker und rüstiger Mann. Zwar kannte man auch Rauber's Stärke, aber man wusste nicht zu entscheiden, welcher der Stärkere von beiden sei. Der Kaiser versprach die Hand dem, der sie erkämpfen werde. Beiden Kämpfern wurde ein Sack nach der Grösse seines Gegners gereicht, und der Kaiser erklärte, dass derjenige, welcher den andern in den Sack stecken werde, der beglückte Bräutigam sein werde. Der Kampf begann im Angesicht des Kaisers und des ganzen Hofs und wurde lange mit gleichem Glück fortgesetzt, bis es endlich Rauber gelang, den Spanier in den Sack zu schieben. Dies gab Veranlassung zu obigem Sprichwort.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer ein andern nur jagen thut, derselb wird gewiss auch werden mud.
    Lat.:] Currens lassatur, quo praecurrens agitatur. (Loci comm., 36.)
  • 1
  • ANDERE
  • Wer sich an andern spiegelt, spiegelt sich sanft (gut).
    Frz.:] Il se châtie bien, qui se châtie par d'autrui.
    It.:] Savio è colui, ch'impara a spese d'altri.
    Lat.:] Felix quem faciunt aliena pericula cautum.
    Ung.:] Boldog ember, a ki más' veszedelmein tanul.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen genug.
    Engl.:] For what thou canst do thyself, rely not on another.
    Frz.:] Qui s'attend à l'écuelle d'autrui, a souvent mal dîné.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer sich mit anderer Unthat will schön machen, wäscht sich in einer Mistlache.
  • 1
  • ANDERE
  • Wer sik op Anre ferlet, un sölbs nix het, de is op ewich bedragen. (Süderdithmarschen.)
  • 1
  • ANDERE
  • Willst du andere strafen und lehren, musst du dich erst selbst bekehren.
    It.:] Chi non sa far i fatti suoi, peggio sa far quei d'altri.
    Lat.:] Qui sibi semitam non sapiunt, aliis monstrant viam.
  • 1
  • ANDERES
  • Dat is 'n anders, see de Müller, bet (biss) up'n Musekötel. (Ostfries.)
  • 1
  • ANDERES
  • Ein anderes ist in den Brunnen fallen, ein anderes in den Brunnen steigen.
  • 1
  • ANDERES
  • Ein anderes ist versprechen, ein anderes halten.
    Frz.:] Promettre et tenir sont deux.
  • 1
  • ANDERES
  • Eins nach dem andern, sagte Hans und verkauft Haus und Kuh zugleich.
  • 1
  • ANDERES
  • Es ist ein anderes, wenn Homer schlummert und wenn Chörilus schnarcht. (Altgr.)
  • 1
  • ANDERES
  • Es ist etwas anderes - küssen oder Ohren abschneiden, sagte das Mädchen.
  • 1
  • ANDERES
  • Was anderes ist des Schulzen Kuh.
    info] Philipp Melanchthon hörte zu Tübingen bei einem Professor der Rechte Collegia, der bei einem jeden Falle, wo das Recht des Niedern zu Gunsten des Mächtigen gebeugt wurde, zu sagen pflegte: »Das ist des Schultheissen Kuh!« Einst erklärte er den Zuhörern den Grund dieser Redensart nach Erasmus. - Unter dem Titel: »Der Richter und der TeufelÍ«, hat K. Simrock den Vorgang, der zu dieser Redensart veranlasst hat, in einer Legende nach einem alten Gedicht in Freiherrn von Lassberg's »Liedersaal« (II, 348) sehr anziehend behandelt. Sie ist abgedruckt im »Berliner Conversationsblatt« von F. Förster und W. Häring, 1827, Nr. 119 und 120. (Vgl. über dies Sprichwort auch »Breslauer Erzähler«, 1807, S. 655.)
  • 1
  • ANDERES
  • Thu mir was anders! - Meisner, 19.
  • 2
  • ANDERES
  • Was anderes ist Mäukedreck. (Dönhoffstädt.) - Frischbier, II, 59.
  • 2
  • ÄNDERLE
  • Ich möcht' Änderle hecken. - Schles. Provinzialblatt, August 1786, S. 133.
    info] Um das Aengstliche und Lästige der Langeweile auszudrücken, wenn man auf etwas sehr lange warten muss, ohne weggehen oder sich während der Zeit mit etwas beschäftigen zu können. Mit dem Worte »Änderle« soll, wie a.a.O. bemerkt wird, der Landmann in einigen Gegenden Schlesiens eine grosse weisse, in der Erde sich aufhaltende Made (Engerling?) bezeichnen. Ich habe die Redensart weder selbst je gehört, noch aus irgendeinem Kreise handschriftlich mitgetheilt erhalten.
  • 2
  • ANDERMANN
  • Beter Andermanns Gôd as kên Gôd. (Oldenburg.)
  • 1
  • ÄNDERN
  • Alles ännert sik in der Welt, man de Schimienstäute nit. (Sauerland.)
  • 1
  • ÄNDERN
  • Alles endert sich ohne des Papstes wurstkahen vnd der kuhschwantz. - Zinkgref, IV, 252.
  • 1
  • ÄNDERN
  • Ändern ist nicht bessern.
  • 1
  • ÄNDERN
  • Ändern und bessern ist zweierlei; viel wird in der Welt geändert, aber wenig gebessert.
  • 1
  • ÄNDERN
  • Es ändert sich alles mit der Zeit. - Henisch, 892, 25.
  • 1
  • ÄNDERN
  • Es kann sich ändern, sagt Bredero. - Magazijn, 83; Verzameling, 19.
  • 1
  • ÄNDERN
  • Ist wol zehenmal geändert, sagt Galle, mein Han. - Nas, 18b.
  • 1
  • ÄNDERN
  • Man ändert sich oft und bessert sich selten.
    Lat.:] Maritimus cum sis, ne velis fieri terrestris.
  • 1
  • ÄNDERN
  • Man muss sich selber ändern, wenn sich's ändern (bessern) soll.
    Port.:] Muda-te, mudar-se-te-ha a fortuna. (Bohn I, 284.)
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