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  • APRIL
  • Der Aprill sellet den Roggen, und der Mai den Waitzen. (Sauerland.)
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  • APRIL
  • Der Aprill war nie so gut, er macht dem Ackermann ein weissen Hut. - Latendorf II, 8; Henisch, 93, 22; Petri, II, 11; Curtze, 361.
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  • APRIL
  • Der dürre Aprill ist nicht der Bauern Will, sondern dass Prillen regen ist ihnen gelegen. - Oec. rur., 50.
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  • APRIL
  • Drüge (trockener) April ist Landmanns Will. (Münster.) - Firmenich, I, 298.
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  • APRIL
  • Dürrer April ist nicht des Bauern Will.
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  • APRIL
  • Dürrer April stellt die Mühle still. - Payne, 21.
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  • APRIL
  • Ed öss kann Abbröl essu gud, e beschnied dem Schiefer den Hûd. (Trier.) - Laven, 179, 35; für Köln: Weyden, 1, 1; für Trier: Laven, 179, 35 u. Firmenich, III, 546, 24.
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  • APRIL
  • Ein feuchter April füllt Trog und Kasten. (Brusiothal in der Schweiz.)
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  • APRIL
  • En drüigen April is der Biauern Will. (Marsberg.) - Firmenich, I, 320.
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  • APRIL
  • Es ist kein April so gut, er schneit dem Stecken auch ein Hut. - Kirchhofer, 313.
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  • APRIL
  • Es ist kein Aprile so gut, er macht no jedem Zunstecke e Hut. (Oberaargau.)
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  • APRIL
  • Es nimmt der April, wen der März nicht will. - Boebel, 89.
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  • APRIL
  • Gemässigter April ist des Bauern Will.
    It.:] Aprile temperato non è mai ingrato. (Giani, 122.)
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  • APRIL
  • Ies de April kald un nât, dann wässet dät Grâs. (Büren.)
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  • APRIL
  • Im April ein tiefer Schnee, keinem Dinge tut er weh. - Weckstimmen, I.
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  • APRIL
  • Im April wächst das Gras ganz still (die Füll). - Boebel, 90.
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  • APRIL
  • Is kein April sau gaud, hei sett' den Zaunstaken (Zaunpfahl) en'n Haut (Hut). - Schambach, 112.
    info] Nämlich von Schnee.
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  • APRIL
  • Ist der April auch noch so gut, er schneit dem Bauer auf den Hut. - Simrock, 398.
    info] In Luxemburg: 'T as kên Abrel esô gutt, 't schneit dem Schêfer op den Hutt. (Dicks, I, 5.)
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  • APRIL
  • Ist der April schön und rein, wird der Mai dann wilder sein. - Prager Kalender 1877.
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  • APRIL
  • Je früher im April der Schlehdorn blüht, desto eher vor Jacobi die Ernte glüht.
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  • APRIL
  • Je mehr im April die Regen strömen, desto mehr wirst du vom Felde nehmen. - Weckstimmen, I.
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  • APRIL
  • Kalter April bringt Brot und Wein viel.
    It.:] Aprile freddo, molto pane e poco vino. (Giani, 123.)
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  • APRIL
  • Lässt der April feuern, so füllen sich die Scheuern.
    info] Wenn es so kalt ist, dass man heizen muss, so soll eine gute Ernte folgen.
    Engl.:] A cold April the barn will fill. (Bohn II, 33.)
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  • APRIL
  • Legst mi im April, komm' i, wenn i will; legst mi im Mai, komm' i glei.
    info] Lässt man im Frankenwald die Kartoffel sagen.
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  • APRIL
  • Man mot den April nämen as he kämt. - Schambach, 112.
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  • APRIL
  • Nasser Aprell, guter Grasgesell. (Rottenburg.) - Birlinger, 577.
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  • APRIL
  • Nasser April gibt blumigen Mai.
    Frz.:] En avril nuée, en mai rosée. (Leroux, I, 63.)
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  • APRIL
  • Nasser April und kühler Mai füllt die Speicher und macht viel Heu. - Prager Kalender 1877.
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  • APRIL
  • Nasser April und windiger Mai bringen ein fruchtbar Jahr herbei.
    It.:] Aprile piovoso, Maggio ventoso, anno fruttuoso. (Giani, 124.)
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  • APRIL
  • Nasser April verspricht der Früchte viel. - Boebel, 90.
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  • APRIL
  • Nasser April, trockner Juni. (Luzern.)
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  • APRIL
  • Sei der April auch noch so gut, er schickt dem Schäfer Schnee auf den Hut (oder: macht dem Ackersmann einen weissen Hut).
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  • APRIL
  • Trockner April ist nicht der Bauern Will'; Aprilregen ist ihm gelegen. - Blum, 252.
    info] Die Saatzeit des Sommergetreides mag sie wol hierzu bestimmen.
    Engl.:] April cling good for nothing. (Bohn II, 33.)
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  • APRIL
  • Wächst der April, steht der Mai still. - Boebel, 91.
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  • APRIL
  • Was der April nicht mag, steckt der Mai in den Sack.
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  • APRIL
  • Wenn de April is no so gôd, gift he doch den 'n Tûnpâl 'n hôt. (Mecklenburg.)
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  • APRIL
  • Wenn der April bläst in sein Horn, so steht es gut um Heu und Korn. - Simrock, 402.
    Holl.:] Als April blaast op zijn' hoorn, is het goed voor gras en koorn. (Harrebomée, I, IV.)
    Engl.:] When April blows his horn, it's good both for hay and corn. (Bohn II, 33.)
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  • APRIL
  • Wenn der April feucht und nass, füllt er Scheuer und Fass. - Boebel, 89.
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  • APRIL
  • Wenn der April Spectakel macht, gibt's Heu und Korn in voller Pracht.
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  • APRIL
  • Wenn der April wie ein Löwe kommt, so geht er wie ein Lamm.
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  • APRIL
  • Wenn im April die Maikäfer fliegen, bleiben die meisten im Schmuze liegen. - Baierischer Hauskalender.
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  • APRIL
  • Wenn im April die Schlehen früh blühen, so wird man früh in die Ernte ziehen.
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  • APRIL
  • Wenn sich im April ein Rabe im Korn (Weizen) verbergen kann, gibt's viel Frucht. - Boebel, 89.
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  • APRIL
  • Wenn's im April donnert, gibt's kein Reifen mehr.
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  • APRIL
  • Wer im April erst den Weinstock will binden, wird wenig Wein im Herbste finden.
    info] Die Reben werden in der Regel um die Frühlings-Tag- und Nachtgleiche an Pfähle gebun den und gegen die Herbst-Tag- und Nachtgleiche wieder gelöst.
    It.:] Se d' Aprile a potar vai, o contadine - molt' acqua beverai e poco vino. (Giani, 126.)
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  • APRIL
  • Wer im April geboren ist, verbrennt sich im August den Kopf.
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  • APRIL
  • Wer im April zum Esel wird geboren, dem wachsen auch im Mai noch die Ohren.
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  • APRIL
  • Wie's im April und im Maien war, so schliesst man auf's Wetter im ganzen Jahr.
    It.:] Aprile e Maggio son la chiave di tutto l' anno. (Giani, 125.)
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  • APRIL
  • Bei der ist noch April im Kalender. - Gartenlaube 1875, 466.
    info] Von Mädchen, die noch keine hestimmte Wahl getroffen haben, sondern noch schwanken.
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  • APRIL
  • Jemanden in den April schicken. - Lendroy, 96; Wurzbach II, 8.
    info] Ihn einen unnützen Gang tun lassen, um Gelegenheit zu bekommen, über ihn zu lachen. Der 1. April wird seit alter Zeit als der Tag betrachtet, dazu bestimmt, Einfaltige zu äffen, jemand zu hänseln und Scherze auszuführen. Die Franzosen leiten die Entstehung aus einer geschichtlichen Anekdote ab. Ein lothringischer, bei Ludwig XIII. in Ungnade gefallener Prinz sass auf dem Schlosse zu Nancy gefangen und entging seiner Haft dadurch, dass er die Wache täuschte und am 1. April durch die Meurthe schwimmend sich glücklich in Freiheit setzte. Der Breslauer Erzähler (1803, S. 259) erzählt die Begebenheit sehr ausführlich, aber abweichend und verlegt sie ins Jahr 1634. Unter den englischen Schriftstellern findet man sie zuerst 1711 bei Addison (Englischer Zuschauer, 46. und 47. Stück) erwähnt. Swift schickt seine Stella wirklich schriftlich April (Swift's Works, London 1784, vol. 13, Journal to Stella, S. 8.). Brauchen wir die Redensart: Er wurde in den April geschickt, in dem Sinne: seine Mühe, sein Gang, sein Unternehmen u.s.w. war erfolglos, so entspricht ihr die ägyptische: Er ging zu Khirt Birt, oder: Er ging zu Hersch Mersch (Ausdrücke, die blos ihres ähnlichen Lautes wegen gebraucht werden), d.h. es wollte nicht fort mit seinem Geschäft, oder er befand sich in einem Zustande der Demüthigung und Beschimpfung, was sich vielleicht durch das englische Sprichwort ausdrücken lassen dürfte: Er wurde nach Coventry geschickt. Die sonderbare Gewohnheit, durch eine falsche Nachricht jemand zu täuschen, zu machen, dass er vergeblich irgendwohin geht, findet man, Portugal und Spanien ausgenommen, durch ganz Europa. In Russland ist sie unter den dortigen Deutschen üblich; die russische Sprache hat keinen Ausdruck dafür. In einigen Gegenden Polens ist das Aprilschicken gemein. Im Deutschen heisst man eine auf diese Weise geneckte Person einen Aprilnarr, ebenso im Englischen an April fool. Das vergebliche Wegschicken wird a sleeveless errand (eine ärmellose Verschickung) und a Tom fool's errand genannt; in Frankreich hingegen un message borgue (eine einäugige Botschaft), im Italienischen far Calandrino, zum Calandrino machen, nach dem Namen eines zu Boccaccio's Zeiten bekannten einfältigen Malers. Doch sind diese letztern Ausdrücke eigentlich nicht vom Aprilschicken zu verstehen. In Frankreich und Italien sagt man dafür: Einem den Aprilfisch schenken, zu essen geben (Donner le poisson d'avril, faire manger du poisson d'avril). Dieser Aprilfisch ist die Makrele, die in diesem Monat frisch gegessen und in jenen Ländern für eine grosse Delicatesse gehalten wird. Sie heisst so, weil sie sich mit dem April an den französischen Küsten einfindet. (Ueber das Aprilschicken vgl. Breslauer Erzähler, 1803, S. 258 fg.) Mühlhausen (Urreligion, Kassel 1860, S. 141) versucht den Ursprung des Aprilnarren mythologisch zu erklären.
    Frz.:] On lui a donné un poisson d'avril.
    info] Die Versuche, den Ursprung der Sitte des Aprilschickens zu erklären, die bis zur Mythologie des Alterthums zurückgehen, würden einen Band füllen. Neulich (1876) hat der Fopp-Sport es mit einem Krach (Finanzkrise) im Mittelalter in Verbindung gebracht. Auf dem Reichstage in Augsburg 1530, auf dem die protestantischen Fürsten dem Kaiser Karl V. ihr Glaubensbekenntniss überreichten, sollte ausser dem Religionsstreit auch das Münzwesen geregelt werden. Der Reichstag fand jedoch nicht die nöthige Zeit; und es wurde deshalb für den 1. April ein besonderer Münztag ausgeschrieben. Dieser Termin war nun das Ziel zahlreicher und grossartiger Gewinnpläne (Spekulationen). Der 1. April kam, aber der verheissene Münztag wurde nicht abgehalten. Infolge dessen entstand eine finanzielle Krise. Die Mehrzahl der Spekulanten, die dadurch ihr Geld verloren, wurden auch noch als »angeführte Narren« ausgelacht. Davon leiten nun einige die Sitte des Aprilschickens ab.
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  • APRILENBLUT
  • Aprilenblut' tut selten gut. - Simrock, 399.
    info] Das Klima Frankreichs leistet mehr. Man sagt dort: Kein April ohne Ähre. Nul avril sans épi. (Leroux, I, 63.)
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  • APRILENFLUT
  • Aprilenflut führt den Frosch weg mit seiner Brut. - Körte. S. 556.
  • 1
  • APRILFLÖCKLEIN
  • Aprilflöcklein bringen Maiglöcklein. - Simrock, 403.
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  • APRILGANG
  • Einen Aprilgang tun.
    »Solchen Aprilengang hätt' ich gethon.« (Simplic., 176.)
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  • APRILGUNST
  • Aprillengunst und Jungferntreu, verliebte Schwüre und Flüche sind eben des Zerreissens frei, wie weite Schneiderstiche.
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  • APRILISCH
  • Er ist gar Aprilisch. - Lehmann, 808, 3.
    info] Unbeständig.
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  • APRILLAGILLA
  • Aprillagilla thuot da Baura d' Kästa filla. (Horgen.) - Birlinger, 576.
    info] Es sind Schneeflocken und Graupeln gemeint.
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  • APRILLAPFLASTER
  • Aprillapflaster füllt dem Bauer Kisten und Kasten. - Birlinger, 575.
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  • APRILLER
  • Apriller - Viehfiller.
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  • APRILMONAT
  • Unter den Aprilmonaten und vornehmen Herren sind unter zwölfen zehn trügerisch. - Sprichwörtergarten.
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  • APRILMONAT
  • Wenn man drei schöne Aprilmonate gesehen, ist es hohe Zeit zu sterben.
    Frz. Schweiz:] Quand on a iu tré bi mei d'Avri, on a grôs tin dé muri.
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  • APRILREGEN
  • Am Aprilregen ist viel gelegen.
    info] In Apulien sagt man: Regen im April mästet den Ochsen und tödtet das Schwein; aber das Schaf lacht. (Ausland 1870, S. 425-426.)
    Frz.:] Avril pluvieux, Mai gai et venteux, annoncent fécond et même gracieux. - Pluje d'abril vaut le char de David. (Leroux, I, 63.)
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  • APRILREGEN
  • Aprillen-Regen seynd der Felder Segen. - Lins. April.
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  • APRILREGEN
  • Aprilregen bringt Maiblümlein hervor.
    Engl.:] April showers bring forth May flowers. (Bohn II, 33.)
    Frz.:] Pluge dauril, rosée de mag.
    Lat.:] Pluvia aprilis, ros May. (Bovill, II, 171.)
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  • APRILREGEN
  • Aprilregen ist den Bauern gelegen.
    Frz.:] Aparil pluet aulx hommes, may pluet aulx bestes.
    Lat.:] Aprilis hominibus, Maius jumentis pluit. (Bovill, II, 194.)
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  • APRILREGEN
  • Warmer Aprilregen - grosser Segen.
    Engl.:] April-showers bring May-flowers.
    Frz.:] Avril nuée, mai rosée.
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  • APRILSCHNEE
  • Aberellaschnee isch bess'r, wed'r Schafmist. (Bern.) - Zyro, 85.
  • 1
  • APRILSCHNEE
  • Aprilenschnee ist der Grasbrüter. - Baierischer Hauskalender.
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  • APRILSCHNEE
  • Aprilschnee ist besser als Schafmist. (Emmenthal in der Schweiz.)
  • 1
  • APRILSCHNEE
  • Aprilschnee ist Mist, Märzschnee frisst. - Boebel, 89.
  • 1
  • APRILSCHNEE
  • Aprilschnee mästet, Märzschnee frisst. (Luzern.)
  • 1
  • APRILTAG
  • Wie die drei ersten Apriltage sind, so man noch vierzig ähnliche find.
    It.:] Tre aprilanti, quaranta somiglianti. (Giani, 127.)
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  • APRILWÄRME
  • Aprilenwärme und Regen machen den Schnecken die Wege. - Baierischer Hauskalender.
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  • APRILWETTER
  • Aprilwetter ändert sich offt. - Petri, II, 18.
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  • APRILWETTER
  • Aprilwetter und Frauensinn ist veränderlich von Anbeginn.
    Dän.:] April-veir er ubestandig.
    Frz.:] En avril le temps est inconstant.
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  • APRILWETTER
  • Aprilwetter und Herrengunst ist eitel Dunst, sagte der Bauer und zog die Mütze vor dem Herrn Landrath.
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  • APRILWETTER
  • Aprilwetter und Weiberlaunen sind von gleicher Art.
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  • APRILWETTER
  • Aprilwetter und Weibertreu, das ist immer einerlei.
    ndt] Aprillenwäder un Frugenssinn sünd veränderlich von Anbeginn.
    Mecklenburg
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  • APRILWETTER
  • Aprilwetter, Rosenblätter, Herren- und Frauengunst vergehen als Rauch und Dunst.
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  • APRILWETTER
  • Der ist rechtes Aprilwetter.
    info] Unzuverlässiger, veränderlicher Mensch.
  • 2
  • APRILWETTER
  • Is 's doch wie Aprilwâter hoite. (Schles.) - Frommann, III, 413, 497.
  • 2
  • APROPOS
  • Es kommt zum Apropos.
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  • APROPOS
  • Dös Ding hot no a Apropos. (Ulm.)
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