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  • Je rascher man arbeitet, je mehr Musse gewinnt man. - Altmann VI, 443.
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  • Ma arbt sich nich bahl zu Tude. - Gomolcke, 722.
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  • Man arbeitet allweg lieber in frischer Ware.
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  • Man kann arbeiten wie ein Ackergaul, für Zuschauer ist man immer zu faul.
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  • Man soll arbeiten in der Jugend, damit man zu zehren hat im Alter. - Gaal, 90.
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  • Man soll arbeiten vnd vor gut haben, was Gott gibt. - Lehmann, 59, 54.
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  • Mancher arbeitet viel und hat doch nur wenig. (Lausitz.) - Mayer, 30, 251.
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  • Mann soll arbeyten, als wolt mann ewig leben, vnnd fromm sein als wolt mann alle stund sterben. - Egenolff, 76b.
    Lat.:] Omnem crede diem tibi diluxisse supremum.
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  • Niemand arbeit mehr als Bossler vnd Taglöner vnd wird doch keiner davon feist noch reich. - Lehmann, 38, 32.
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  • O wie hab' ich gearbeit vnnd geritten nach eim Leilach vnd vier brittern (Bretern), sagte der reiche man, als er sterben sollt. - Lehmann, 684, 54.
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  • Selber arbeiten macht reich.
    info] So wie auch nur das Selberessen fett macht.
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  • Ungedingt gearbeitet, ohne Lohn davongegangen. - Pistor., II, 33 und IV, 74; Siebenkees, 137.
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  • Vom Arbeiten wird keiner reich.
    »Es ist ein altes Sprichwort, dass vom Arbeiten Keiner reich wird.« (Arbeit und Bildung von M. Müller, 5. Monatsheft, Pforzheim, Juni 1863, S. 10.)
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  • Vom vêle Arbeide krepêre de Pêrd'. (Dönhoffstädt.) - Frischbier, II, 111.
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  • Wä sich dûd arbeit, dem dries der Hunk (Hund) op et Grav. (Köln.) - Weyden, IV, 16.
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  • Wann soll ich arbeiten? sagte der Faule; im Frühjahr ist viel Wasser, im Herbst viel Schmuz, im Sommer ist's heiss und im Winter kalt. - Bertram.
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  • Wenn arbeiten so lustig und leicht wäre, so thät's der Bürgermeister selbst. - Auerbach.
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  • Wenn ich soll arbeiten für dich, so arbeite für mich.
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  • Wenn man arbeitet, dann muss man arbeiten.
    Frz.:] On ne peut faire qu'en faisant. (Bohn I, 42.)
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  • Wer arbegget, dat heu früsst un frett, dat he schweitet, dem helpet et. (Lippe.)
    info] früsst = friert; helpet = dem gedeiht es, den stärkt die Kost.
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  • Wer arbeit vnd schwere Geschäfft meid, der wird feist vnd stark. - Lehmann, 38, 34.
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  • Wer arbeit' hat a Brod, wer feiert hat a Bradl (hat Braten). (Oberösterr.) - Baumgarten, Ms.
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  • Wer arbeiten will, braucht nicht zu stehlen.
    Dän.:] Han er ey behov at stiele, han kand faae nok at tage. (Prov. dan., 63.)
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  • Wer arbeiten will, findet immer Brot.
    Dän.:] Hvo flittig arbeyder, efter mae ey leder. (Prov. dan., 33.)
    Engl.:] He that labours and thrives, spins gold. (Bohn II, 12.)
    Span.:] Quien ara, y cria, oro hila. (Bohn II, 12.)
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  • Wer arbeitet fürs gemein, der arbeitet für kein'n.
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  • Wer arbeitet mit Mühe, dem gedeihen im Stalle die Kühe.
    Frz.:] Travaillez, prenez de la peine, c'est le fond qui manque le moins. (Cahier, 1722.)
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  • Wer arbeitet ohne zu beten, hat einen Tisch ohne Fisch.
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  • Wer arbeitet ohne zu nützen, thäte besser, müssig zu sitzen.
    Dän.:] Skal diu fortaering styrke dit arbeide maae den ey vaere diu gieming. (Prov. dan., 187.)
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  • Wer arbeitet über die Kraft, der hat bald ausgeschafft.
    Böhm.:] Kdo se prílis namáhá, brzo nemáhá. - Prílis chvátás, brzo ustanes. (Celakovský, 259.)
    Poln.:] Kto sie bordzo sili, predko ustac musi (sie wysili). (Celakovský, 259.)
    Wend.:] Bólje khevatas, menje mózes. (Celakovský, 259.)
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  • Wer arbeitet und niemals fei'rt, Lust und Kräfte (oder: Kraft und Leben) bald verlei'rt. - Lehmann.
    info] Die Römer sagten, um auszudrücken, dass der Mensch weder dazu bestimmt sei, stets zu arbeiten oder immerdar in einem Strudel von Vergnügungen zu leben, dass sich derselbe vielmehr nur dann glücklich fühle, wenn Arbeits- und Ruhetage entsprechend abwechseln: Laeta nisi austeris mutentur festa profestis. (Faselius, 128.)
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  • Wer arbeitet weiss nicht, wem's zugute kommen wird.
    info] Aber wer schläft und isst, weiss, wem zugute es geschieht.
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  • Wer arbeitet, dem fliegt (pflügt) die Sonne.
    It.:] Ter chi è avvezzo al travaglio riesce l'ozio di travaglio.
    Lat.:] Ipse labor quasi callum quoddam obducit dolori. (Cicero.) - Nullus agenti dies longus. (Sen.)
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  • Wer arbeitet, dem ist der Schlaf süsse, er hab' vil oder wenig gessen. - Henisch, 1569, 38; Petri, II, 682.
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  • Wer arbeitet, dem vergehen die Hundsgedanken.
    Lat.:] Otia si tollas periere Cupidinis arcus. (Ovid.)
    Dän.:] Arbeyde hindreir laster. (Prov. dan., 34.)
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  • Wer arbeitet, der hat wol zu essen.
    info] Bei Tunnicius (851): De arbeidet de blift wol eten. (Ipse labor victum praestat cum vestibus omni.)
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  • Wer arbeitet, frisst Stroh, wer nichts thut, bekommt Heu, hier und anderswo.
    info] Was ganz in der Ordnung ist, denn dem letztern würde das Stroh nicht schmecken; und man muss jeden sättigen mit Wohlgefallen.
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  • Wer arbeitet, hat Hausrath.
    Böhm.:] Kdo dclá, vydcla. - Kdo procuje, toho buh nezkracuje. (Celakovský, 124.)
    Poln.:] Kto robi, ten sie dorobi. (Celakovský, 124.)
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  • Wer arbeitet, hat keine Langeweile.
    Lat.:] Nullus agenti dies longus est. (Seneca.) (Binder II, 2304.)
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  • Wer fleissig arbeitet, betet zweimal. - Venedey, 141.
    Frz.:] Qui travaille, prie. (Cahier, 1723.)
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  • Wer gern arbeit, dem gibt man arbeit. - Lehmann, 39, 57.
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  • Wer gern arbeitet, dem fehlt's nicht an zu tun.
    info] Dem gibt man Arbeit.
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  • Wer gern arbeitet, dem ist der Müssiggang eine Qual.
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  • Wer gern arbeitet, dem wird es nicht fehlen; er verdient sein Brot und braucht nicht zu stehlen.
    Böhm.:] Kdo se svou praeí ziví, o kíadezi nic nevi. (Celakovský, 132.)
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  • Wer hat gearbeitet, wer hat gekämmt, und wem hat das Compagniegeschäft genützt? - Merx, 122.
    info] D.h. einer hat durch die Mühen des andern gewonnen, ohne zu arbeiten.
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  • Wer nicht arbeit, weil er noch jungk, der hat im alter nicht ein trunck. - Eyering, III, 94.
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  • Wer nicht arbeiten kann, der schau den Himmel an.
    Lat.:] Si labor terret, merces invitet. (Schreger, Zeitvertreiber, 83, 6.)
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  • Wer nicht arbeiten kann, muss zur Armuth in die Schule gehen.
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  • Wer nicht arbeiten will, darf sich nur verlieben.
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  • Wer nicht arbeiten will, dem schneidet kein Beil (den reibt der Stiel an jeder Axt).
    Böhm.:] Kdo dolati nechce, toho i mouka kole v nice. (Celakovský, 134.)
    Poln.:] Tego co robic niechce, maka w rece kole. (Celakovský, 134.)
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  • Wer nicht arbeiten will, der lass das Brot auch liegen still. - Pistor., II, 35; Simrock, 414.
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  • Wer nicht arbeiten will, findet immer eine Ausrede.
    It.:] Ogni minima cosa disturba il cattivo lavoratore.
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  • Wer nicht arbeiten will, hat bald Feierabend gemacht. - Simrock, 430.
    Lat.:] Otia qui sequitur, veniet huic semper egestas. (Binder II, 2456.)
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  • Wer nicht arbeiten will, kann alle Tage einen Festtag haben. - Altmann VI, 405.
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  • Wer nicht arbeitet (arbeiten will), soll auch nicht essen. - 2 Thess. 3, 10; Schulze, 276; Tappius, 360; Mayer, I, 34; Eiselein, 34; Körte, 232; Simrock, 413; Venedey, 74; Weisheit, 4.
    info] Nicht eigentlich zu verstehen, sonst wäre es um das Leben von tausend reichen Müssiggängern und Müssiggängerinnen geschehen.
    Engl.:] No mill, no meal.
    Frz.:] Pour manger il faut travailler.
    It.:] Chi non lavora non mangia.
    Lat.:] Nisi purges et molas, non comedes. - Si quis non vult operari, non manducet.
    Ung.:] A dolgot kerülö nem sok kalácsot eszik.
    Böhm.:] Bez práce ani koláce. (Celakovský, 124.) - Kdo nebyl pri díle, nebud' také pri jídle. (Celakovský, 136.) - Kdo nepracuje, at' nejí. (Celakovský, 20.) - Není jídla bez díla. - Zaden bez práce nejí koláce. (Celakovský, 124.)
    Dän.:] Hvo ey arbeyder, skal ikke aede. (Prov. dan., 35.)
    Engl.:] No sweet without some sweat.
    Frz.:] Nul pain sans peine.
    It.:] Non c' è pane senza pena.
    Kroat.:] Kojega ní pri delu, naj gá ne bude nit pri jelu. (Celakovský, 136.)
    Lat.:] Qui vitat molam, vitat farinam.
    Masur.:] Kto nie chce robic, nie ma i cesc. (Frischbier, II, 3031.)
    Poln.:] Bez prace niebeda kolacze. (Celakovský, 124.)
    Schwed.:] Ingen föda utan möda. (Marin, 17.)
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  • Wer nicht arbeitet früh und spat, von Gott nichts zu erwarten hat.
    info] Die Armenier: Wer soll arbeiten? Ich und Du. Wer soll essen? Ich und Du. (Ausland 1871, S. 404.)
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  • Wer nicht arbeitet, muss betteln gehen.
    Lat.:] Mendicat propere manus sine opere.
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  • Wer nicht arbeitet, soll nichts haben. - Graf, 266, 344.
    info] In Lübeck: De nicht gearbeidet, de schall nicht hebben.
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  • Wer nicht arbeitet, stirbt eher vor Hunger als vor Ueberfluss.
    Engl.:] A close mouth catches no flies. - He that gapes until he be fed, well may gape until he be dead.
    Frz.:] Jamais le paresseux n'eut grande écuellée.
    Ung.:] A dolgot kerülö hamar koldulásra jutt.
    info] Hvo ey arbeyder, efter maden leder. (Prov. dan., 32.)
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  • Wer nit gern arbeitet, der hat bald eyn Fiertag gemacht. - Tappius, 190a; Kirchhofer, 137.
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  • Wer nit gern arbeyt, findt immerzu ein aussred. - Franck, II, 118b; Henisch, 101, 11.
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  • Wer nun gut arbeitet, der soll morgen mitgehen.
    info] Bei Tunnicius (408): De nun wol arbeidet, de sal morgen mede gân. (Ibit nobiscum cras cui modo pustula turget.) Nach Hoffmann a.a.O. hat Tunnicius an schwere Haus- und Feldarbeiten gedacht. Die Prov. comm. (249) beziehen sich auf das Seemannsleben.
    Lat.:] Si bene nunc remigas, tunc pergis cum reliquis cras.
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  • Wer rüstig arbeitet, braucht keine Appetitpillen.
    Böhm.:] Pracujíce jezte vice. (Celakovský, 295.)
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  • Wer schnell arbeitet, isst auch schnell.
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  • Wer sich müde arbeitet, der kann sanft schlafen. - Petri, II, 761.
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  • Wer sich zu Tode arbeitet bei Hof, wird nicht begraben auf den Kirchhof. - Pistor., II, 34.
    Engl.:] He that kills himself with working, must be buried under the gallows. (Bohn II, 144.)
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  • Wer sich zu Tode arbeitet, wird unter dem Galgen begraben. - Sprichwörterschatz, 4.
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  • Wer treulich arbeitet, betet zweifältig. - Luther, 342; Steiger, 222; Venedey, 75.
    info] Sowie die nur einfältig beten, welche ausser dem Händefalten, Kopfhängen und Lippenplärren nicht arbeiten.
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  • Wer untreu arbeitet, flucht zwiefältig. - Körte, 231.
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  • Wer viel arbeitet, dem ist die Arbeit keine Last, sondern eine Lust.
    Lat.:] Ipse labor quasi callum quoddam obducit dolori. (Cicero.) (Philippi, I, 210.)
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  • Wer viel arbeitet, hat ein Recht, viel zu essen. (Finn.) - Norddeutsche Volkszeitung, Hamburg 1862, S. 41.
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  • Wie einer arbeit, also stehets vmb sein hofreit. - Gruter, I, 85; Petri, II, 789.
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  • Wie einer arbeitet, also gedeyet es jhm auch. - Petri, II, 789.
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  • Wie einer arbeitet, so wird ihm gelohnt.
    Frz.:] Si vous me conduisez bien je vous donnerai bien pour boire.
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  • Wie man arbeitet, so isst man.
    Frz.:] Hardi gagneur, hardi mangeur.
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  • Willst du nicht arbeiten, so hilft dir kein Beten.
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  • Wir sollen arbeiten, als solten wir ewig leben, vnd sorgen, als solten wir morgen sterben. - Tappius, 166b.
    Lat.:] Serere ne dubites. (Columella.)
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  • Wo man arbeitet, hat Frau Venus keinen Platz.
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  • Zwischen arbeiten, hungern und stehlen muss der Mensch wählen.
    Dän.:] Arbeyd eller stiäl. (Prov. dan., 33.)
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  • Arbeide, dat ênem de Krêmels ût em Nârsch flêge.
    Wehlau
    info] Arbeiten, dass einem die Krümel aus dem Arsch fliegen.
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  • Arbeide, dat ênem de Pûst vergeit. - Frischbier, II, 110.
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  • Arbeiten für nichts und wieder nichts. (Schles.)
    info] Der Franzose hat dafür die Redensart: Travailler pour le roi de Prusse (Für den König von Preussen arbeiten), was soviel bedeutet, als umsonst arbeiten, seine Mühe nutzlos verschwenden. Der Ursprung dieser Redensart wird in die Zeit Voltaire's verlegt, der, von Friedrich dem Grossen in Ungnade entlassen, dieselbe in dem angegebenen Sinne gebraucht haben soll. Nach andern soll sie daher rühren, dass die preussische Regierung die sogenannten Baugefangenen umsonst an königlichen Ge bäuden arbeiten liess. Ein paar sehr treffende Anwendungen fand die Redensart in neuerer Zeit. Als die Angelegenheit des Manuscriptenfälschers Simonides in Leipzig und Berlin spielte, erzählte auch Ludwig Lalanie, der Redacteur des Athénacum français, von seiner Kenntniss um dieselbe, und machte in Bezug auf den gelehrten und geschickten Betrüger die Bemerkung, der arme Simonides habe, trotz aller aufgebotenen Kunst, in dem berliner Gefängniss schliesslich doch zu der Einsicht kommen müssen, »qu'il avait travaillé pour le roi de Prusse«. - Als sich England anfangs mit dem in Paris (1856) geschlossenen Frieden unzufrieden zeigte, entstand während der Congressverhandlungen folgendes Bonmot: Le roi de Prusse a travaillé, toujours pour la paix, les Anglais ont travaillé contre la paix, mais pourtant ils ont travaillé pour le roi de Prusse.
    info] Büchmann (10. Aufl., S. 127) sucht die Entstehung dieser Redensart in einem Spottliede, das nach der Schlacht von Rossbach von den Parisern gesungen wurde und dessen Refrain lautete: Il a travaillé, il a travaillé pour le roi de Pru sse. - Das 1863 erschienene Husarenbuch des Grafen zur Lippe deutet die Redensart auf die vergeblichen, nur den höhern Ruhm des Preussenkönigs fördernden Anstrengungen seiner kleinen fürstlichen und reichsstädtischen deutschen Gegner.
    Engl.:] To work for a dead horse, or goose. (Bohn II, 156.)
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  • Arbeiten ist ihr Vorland (Cap). - Sprenger I.
    info] Aus dem See- oder Küstenleben entlehnt. »Vorland« ist die ins Meer ragende Landspitze, worauf ein Fahrzeug anhält. Arbeiten legt den Grund zu einem sichern Bestehen.
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  • Arbeiten müssen, dass die Zunge zum Maule 'raushängt.
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  • Arbeiten wie auf Verdungs. (Memel.) - Frischbier, II, 106.
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  • Arbeiten wie ein Bär (oder: ein Vieh).
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  • Arbeiten wie ein Hund (Pferd). - Frischbier, II, 107.
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  • Arbeiten wie ein Lastthier.
    Frz.:] Il est chargé comme un mulet. - Il travaille comme un mulet.
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  • Arbeiten wie ein Mülleresel. - Kirchhofer, 274.
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  • Arbeiten wie ein Ross in der Tretmühle. - Gotthelf, Uli der Pächter, 109.
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  • Arbeiten wie eine Fee.
    info] In Schottland waren die Feen, wie der Volksglaube behauptete, sehr gewandte Meisterinnen in allen Künsten, daher man noch heutzutage von denen, die etwas Ausgezeichnetes leisten, diese sprichwörtliche Redensart gebraucht.
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  • Arbeiten, dass das Blut unter den Nägeln hervorspritzt.
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  • Arbeiten, dass der Rock wackelt.
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  • Arbeiten, dass die Haut rauchet. - Herberger, I, 612.
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  • Arbeiten, dass die Schwarte krachen möchte. - Grimmelshausen, Vogelnest, I.
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  • Arbeiten, dat die Förske oppen Rügge schwammer könnt. (Soest.)
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  • Arbeiten, so lang ain Tag an Himmel steht. (Oberösterr.)
    info] D.h. bis zum völligen Anbruch der Nacht.
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  • Arbeiten, wenn die Leute zur Kirche gehen.
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  • De ahrbeid ass de Schinna. (Ukermark.)
    info] Arbeiten wie der Schinder (Scharfrichter), d.h. sehr schnell.
    Holl.:] Hij werkt als een molcnpuard. (Harrebomée, II, 95b.)
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  • Er arbeitet als sollte er morgen sterben.
    Dän.:] Han samler ey anderledes, end han skulde döe i morgen. (Prov. dan., 487.)
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  • Er arbeitet am Tisch, wo man die Schuhe unter das Bett stellt. - Fischart.
    info] Liegt im Bett.
    Frz.:] Y aller de tête et de cul comme une corneille qui abat des noix. (Leroux, I, 139.)
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