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  • ATE
  • We sik menget mank dem ate, dei wert den sogen gêren to vrate. - Theophilus, V. 428, Ausgabe von Hoffmann von Fallersleben.
    info] Ate = Speise, Schweinefutter.
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  • ATEM
  • Fremder Atem stinkt immer. (Lit.)
  • 1
  • ATEM
  • So lange der Atem noch aus- und eingeht, ist beim Kranken noch Hoffnung da. - Schonheim, A, 7.
    Lat.:] Aegroto dum anima est, spes esse dicitur.
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  • ATEM
  • Wer den Atem nur nicht fahren lässt, der stirbt auch nicht.
  • 1
  • ATEM
  • Wer seinen Atem immer in ein Holz mit Löchern lässt, ist wol nicht gescheidt. - Eiselein, 43.
  • 1
  • ATEM
  • Atem feil tragen (verkaufen). - Körte, 322,
    info] Von einem Lügner.
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  • ATEM
  • Den Atem sparen.
    info] Wenig sprechen.
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  • ATEM
  • Der Atem ist ihm gefroren, wie jenem Bauer, der nicht danken konnte, aber wol fluchen. - Fischart, Prakt.
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  • ATEM
  • Der Atem wird ihm zu kurz. (Deutz.)
  • 2
  • ATEM
  • Du kannst dir den Atem sparen, um damit die Suppe zu blasen.
    Engl.:] Spare your breath to cool your pottage. (Bohn II, 151.)
  • 2
  • ATEM
  • Einen stinkenden Atem haben.
    info] Nirgends gern gesehen sein.
  • 2
  • ATEM
  • Em geit de Atem ut. - Schütze, I, 51.
    info] Er stirbt.
  • 2
  • ATEM
  • Er hat einen kurtzen athem. - Franck, I, 82a.
    info] Steht hier in dem Sinne: er kann keine Geheimnisse, nichts ihm Anvertrautes, bewahren.
  • 2
  • ATEM
  • Er holt Atem von den großen Zehen herauf.
  • 2
  • ATEM
  • Er ist am kurzen Atem gestorben. - Simrock, 608.
    info] Von Krämern, denen es am Besten fehlte.
  • 2
  • ATEM
  • Es ist um den schönen Atem schade.
    info] Von denen, die Unnützes reden oder sich Mühe geben, jemand zu überzeugen, der sich nicht überzeugen lassen will.
  • 2
  • ATEM
  • Etwas in einem Atem tun.
    info] Auf der Stelle, sogleich, ohne Unterbrechung.
    Frz.:] Tout d'une haleine.
  • 2
  • ATEM
  • Kurzen Atem haben. - Murner, 37.
    info] Vorsicht im Sprechen, kluge Schweigsamkeit. (S. Sparmund.)
  • 2
  • ATEM
  • Sein Atem geht wie ein geladener Wagen im Hohlwege.
    info] Von denen, die sehr kurzen und schweren Atem haben.
  • 2
  • ATEM
  • Sein Atem riecht wie eine Apotheke.
  • 2
  • ATEM
  • Sie hat einen stinkenden Atem und drängt sich vor zum Kuss. (Arab.)
    info] Von unbegründeten Ansprüchen.
  • 2
  • ATEM
  • So lang als mir der athem nit aussgehet, so hoffe ich jmmer. - Tappius, 218b; Henisch, 136.
  • 2
  • ATEM
  • So lang ein Atem in mir ist.
    Lat.:] Dum movet hic calidus spirantia corpora sanguis.
  • 2
  • ATEM
  • Wenn am og da Ôdem spoarte bis zum Suppebloasen. - Gomolcke, 845.
  • 2
  • ATEM
  • Wennam da Ôden ufhîbe ze anner Suppe. (Schles.) - Frommann, III, 245, 1149.
  • 2
  • ATHEIST
  • Ich bin (er ist) ein Atheist. - Meister, 39.
    info] Als das Theetrinken in Deutschland aufkam, nannten sich scherzhaft diejenigen, welche sich dem neuen Brauch nicht anschlossen, Atheeisten, Nichttheetrinker, oder wurden so genannt.
  • 2
  • ATHEN
  • In Athen trifft man mehr Götter als Menschen. - Kornmann, VI, 217.
  • 1
  • ATHENER
  • Ein sterbender Athener streckt seine Hand auss. - Franck, II, 50a.
    »Der Athener geitz hat bei den Griechen vnnd der Pfaffen geitz bei den Teutschen ein Sprichwort gemacht, das man spricht: Es was kein winter (s.d.) nie so kalt u.s.w. Also bei den Griechen von den Athenern: Ein Athener, so er stirbt, streckt seine Hand auss.«
  • 1
  • ATHENER
  • O ihr Athener und Thebäer, schändliche Mitylinäer, die ihr abends etwas sagt, doch anders handelt, wenn es tagt. - Sanders, 133.
  • 1
  • ATIUS
  • Die zwei Azius sind strenge Herrn und ärgern die Gärtner und Winzer gern.
    info] Azius = Pancratius und Servatius.
  • 1
  • ATLAS
  • Der Atlas trägt den Himmel.
    info] Von denen, die sich in große und lästige Geschäfte einlassen und sich dadurch selbst Ungemach zuziehen, wie Atlas für seine Dienste ins Meer gestürzt ward.
    Holl.:] Het is een Atlas. (Harrebomée, I, 22.)
    Lat.:] Atlas coelum. (Erasm., 602.)
  • 1
  • ATLAS
  • Zuerst Atlas, dann Kreide; hierauf Halbseide, sodann Baumwolle (Bômwulle), endlich Galantrompel (die Auskrehe).
    info] Mit diesem Spruch charakterisirt und geisselt man in der bedeutenden Tuchfabrikationsstadt Forst (Niederlausitz) die Personen, welche an Feiertagen die öffentlichen Vergnügungslokale besuchen, und dabei einen Aufwand machen, der weit über ihre Vermögensverhältnisse hinausgeht.
  • 1
  • ATOUT
  • Was helfen dreizehn Atouts, wenn man keine Handkarten hat.
    info] Beim Whist von dem, der mit guten Karten schlecht gespielt hat und sich rechtfertigen will.
  • 1
  • ATTILA
  • Attila war die Geissel Gottes, und die Franzosen sind seine Brüder.
    It.:] Attila, flagellum Dei - I Francesi suor frati (fratelli). (Giani, 713.)
  • 1
  • ATZ
  • Wo gute Atz auf dem Schlage ist, da fehlt es an Tauben nicht.
    Span.:] Si al palomar no le falta cebo no le faltaran palomas. (Don Quixote.)
  • 1
  • ATZEL
  • Der gescheiden atzlen sind dennoch jr eyr gestolen. - Franck, I, 86b; Henisch, 1533, 57.
  • 1
  • ATZEL
  • Der klügsten Atzel (Elster) werden die Eier gestohlen.
  • 1
  • ATZEL
  • Die Atzel hüpft so lange, bis ihr ein Dorn ins Gesäss geht.
    info] Wider die Wollust.
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  • ATZEL
  • Die Atzel kan jrs hüpffens nit lassen. - Franck, II, 59a.
  • 1
  • ATZEL
  • Die Atzel lässt das Hüpfen nicht. - Blum, 125.
    It.:] S'ella è al monte, la torna al piano.
    Lat.:] Pica suos saltus dissimulare nequit.
  • 1
  • ATZEL
  • Die junge Atzel lernt das Hüpfen von der alten.
  • 1
  • ATZEL
  • Eine Atzel sitzt gern bei der andern.
  • 1
  • ATZEL
  • Es ist keine Atzel, sie habe denn etwas Buntes. - Blum, 431.
    info] Bei Tappius (50b): Es ist keyn atzel, sie hab dan etwas hundtes.
    Lat.:] Nomen adest picae, nisi quid varii tenet in se. - Non omnino temere est, quod vulgo dictitant. (Tappius, 50a.)
    »Keine Atzel ich vff erden fund, die nichten schecket oder bunt.« (Eyering, II, 77.)
  • 1
  • ATZEL
  • Keine Atzel heckt eine Taube. - Pistor.. IV, 190; Eisenhart, II, 6, 2; Blum, 505.
    info] Von diesem Sprichworte machte man früher in den Rechten einen gleich nachtheiligen Gebrauch wie von: Art lässt nicht von Art u. dgl., und es gilt hiervon dasselbe, was oben von diesem gesagt worden ist. Folgerungen wie der: Weil der Vater ein Dieb ist, muss auch dem Sohne die Neigung zum Stehlen eigen sein, kann keine Gültigkeit zugestanden werden.
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  • ATZEL
  • Man stilt auch etwa einer Atzel ein Ey. - Petri, II, 469.
  • 1
  • ATZEL
  • Es sind Atzeln.
    info] Der Spottname der Bewohner des Dorfes Klingen in der Pfalz, wo es viel Atzeln und viel fromme Leute gibt. (Becker, Pfalz, 422 u. 464.)
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  • ATZGERSDORF
  • In Atzgersdorf sein. (Wien.)
    info] Heisst so viel als: bald fertig sein, zu Ende gehen, abgewirthschaftet haben, dem Tode nahe sein. Eine Redensart, die in Wien sehr häufig gebraucht wird, und wahrscheinlich darin ihre Erklärung findet, dass Atzgersdorf einer der letzten Haltepunkte auf der Südbahn vor Wien ist.
  • 2
  • ATZUNG
  • Mancher von alter Atzung (der schon lange gelebt hatte) ward erschlagen.
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  • ATZUNG
  • Seine Atzung ist ihm auf das Kerbholz geschnitten.
    info] Zugezählt und abgewogen.
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