DICTUM

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  • AUGE
  • Wer wird mit zwei Augen zugleich in Einen Flaschenkürbis sehen! - Wullschlägel.
    info] Die Neger in Surinam sagen damit: Spar' deine Kräfte, wo du sie nicht alle brauchst.
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  • AUGE
  • Wer zu sehr ins Auge fällt, den beneidet alle Welt.
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  • AUGE
  • Wie das aug, also das werck. - Henisch, 154.
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  • AUGE
  • Wie man die Augen zuthut, so werden sie einem aufgethan.
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  • AUGE
  • Wie's in die Augen springt, so springt's in die Seele.
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  • AUGE
  • Will man Jemand nicht mehr unter Augen sehen, so kann man in den Hindern sehen. - Luther's Tischr., 383a.
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  • AUGE
  • Wir sind mit sehenden Augen blind.
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  • AUGE
  • Wo das aug siehet, vnd das Ohr höret, da gehet es wol zu. - Henisch, 1435, 47.
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  • AUGE
  • Wo das Auge blicket warm und rein, wird's warm und rein auch im Herzen sein. - Frieske, 13.
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  • AUGE
  • Wo das Auge nicht sieht, betrübt sich das Herz nicht. - Burckhardt, 410.
    info] Die Aegypter wollen mit diesem Sprichwort sagen, dass man sich hüten müsse, Augenzeuge des Unglücks zu sein.
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  • AUGE
  • Wo das Auge weint, ist das Herz nicht erstarrt.
    It.:] L'occhio è, dov' è il cuore.
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  • AUGE
  • Wo die Augen hören und die Ohren sehen, da muss alles rückwärts gehen.
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  • AUGE
  • Wo die Augen sprechen, kann die Zunge schweigen.
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  • AUGE
  • Wo ein Auge hinsieht, da soll sich auch das andere hinwenden.
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  • AUGE
  • Wo ein gesundes Auge Engel sieht, da erblickt eine schlechte Brille nur Teufel.
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  • AUGE
  • Wo man mit fremden Augen muss sehen, da ist's um Stadt und Dorf geschehen.
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  • AUGE
  • Wouhl aus'n Agen, wouhl aus'n Sinn. (Franken.) - Frommann, VI, 164, 16.
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  • AUGE
  • Zwei Augen decken viel.
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  • AUGE
  • Zwei Augen sehen mehr als eins.
    Frz.:] Deux yeux voient mieux qu'un.
    Holl.:] Twee ogen zien meer dan een. (Harrebomée, II, 144.)
    Engl.:] Two eyes see more than one. (Bohn II, 138.)
    Holl.:] En staet niet op u zelf alleen twee ooghen die zien meer als een. (Brunes, 295.) - Twee ooghen zien meer in't ghemeen, als daer kan doen een oogh alleen. (Brunes, 294.)
    Port.:] Mais vém dous olhos, que hum. - Mais vém quatro olhos, que dous. (Bohn I, 282.)
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  • AUGE
  • Zwei Augen sehen nicht zugleich in die Flasche.
    info] Man muss nicht seine Bolzen auf einmal verschiessen.
    Holl.:] Twee ooghen zien meer in 't ghemeen als daer kan doen een oogh alleen. (Brunes, 294.) - En staet niet op u zelf alleen, twee ooghen die zien meer als een. (Brunes, 295.)
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  • AUGE
  • Zwei Augen, zwei Ohren und nur Ein Mund. - Eiselein, 46.
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  • AUGE
  • 'S rechte Oge krimmert mich, ich war wos Liebes sahn. - Robinson, 534; Gomolcke, 575.
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  • AUGE
  • A hots zu dam Og mit halben Uhren gehört. - Gomolcke, 45.
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  • AUGE
  • A ies noch mit annem blauem Auge dervon kummen.
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  • AUGE
  • A ies noch mit annem bloo Ooge dervon kummen. - Robinson, 356.
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  • AUGE
  • A îs mit sâenden Ôgen blint. (Schles.)
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  • AUGE
  • A iss noch su mitte am blo Oge davon kummen. - Gomolcke, 110; Robinson, 356.
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  • AUGE
  • A macht a par verliebte Ogen wie anne tudte Ratte. - Gomolcke, 170.
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  • AUGE
  • A schlug mich ei de Ogen, dass mers Foir raus sprang. - Robinson, 35.
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  • AUGE
  • A sitt mit em Auge uff de Brûthänge, an mit 'm andern uff de Kasehorte. (Kreis Hirschberg.)
    info] Von einem stark Schielenden.
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  • AUGE
  • A wiel een gor mit a Oogen derstechen. - Robinson, 276.
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  • AUGE
  • Aen opreissen ewe e gestachene' Bock. - Dicks, II, 19.
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  • AUGE
  • Ar geit e Ag drümm, wenn d'r Anner kês (keines) hat. (Franken.) - Frommann, VI, 163, 12.
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  • AUGE
  • Ar hat ân Ag uf si. (Franken.) - Frommann, VI, 163, 12.
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  • AUGE
  • As wenn am auss a Oogen geschnieten wär. - Robinson, 864.
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  • AUGE
  • Auf beiden Augen schlafen.
    info] Fest, gut und mit ruhigem Gemüth.
    Lat.:] In utrum vis dormire oculum. (Plautus.) (Erasm., 829.)
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  • AUGE
  • Auf einen das Auge werfen, wo man drauf sitzt. (Schles.)
    info] Ihm den Rücken kehren, sich verächtlich von ihm abwenden.
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  • AUGE
  • Auf seinen fünf (neun) Augen bestehen. - Bücking, 137.
    info] Hartnäckig bei einer einfältigen Meinung bleiben.
    info] Auf seinen elff augen bestehen. (Rolberpell, LXXXIX.)
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  • AUGE
  • Auf zwei Augen stehen. - Luther's Tischr., 250a.
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  • AUGE
  • Augag mache wiera z' machta Frosch. (Oberösterreich.)
    info] Wie ein zermähter Frosch. Damit wird verglichen, wer sich körperlich recht abgeschlagen, unbehaglich fühlt, besonders auch, wer den Katzenjammer hat. (Baumgarten, Ms.)
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  • AUGE
  • Augag mache, wiera agstochen Grasbock. (Oberösterreich.)
    info] D.h. hervorquellende stiere Augen.
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  • AUGE
  • Augen auf der Suppe haben. (Deutz.)
    info] Keine magere Küche führen.
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  • AUGE
  • Augen im Kopfe haben, wie eine Schnepfe. - Wiener Jagdzeitung, 1858, 696b.
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  • AUGE
  • Augen im Nacken tragen.
    info] Von Listigen, Verschlagenen, solchen, die schwer zu hintergehen sind.
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  • AUGE
  • Augen machen wie an âby stohn Gâsbock.
    info] Schmachtende, verliebte.
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  • AUGE
  • Augen machen wie ein Kriegsschiff. (Altgr.)
    info] Von denen, die mit weiten und großen, mit schielenden und drohenden Augen jemand ansehen. In den Kriegsschiffen pflegten große, den Augen ähnliche Löcher zu sein, in die man die Ruder steckte.
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  • AUGE
  • Augen machen.
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  • AUGE
  • Aus andern Augen sehen.
    info] Die Sache von einem ganz andern Gesichtspunkte betrachten.
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  • AUGE
  • Besser ich hätte meine Augen hingegeben, Knippkügelchen damit zu spielen. - Kleist, Der zerbrochene Krug, 7. Aufl.
    info] Lieber wäre es mir, ich hätte das nicht gesehen. Knippkügelchen sind hier wol Marbel, Thonkugeln, womit die Kinder zu spielen pflegen.
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  • AUGE
  • Blick um a Aug.
    info] D.h. im Moment, im Augenblick.
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  • AUGE
  • Dä kann met enem Ôg krîschen un met em angre lâchen. (S. Hunde.) (Bedburg.)
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  • AUGE
  • Da könnte man sich die Augen aus dem Kopfe herausgucken.
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  • AUGE
  • Da schlêt de Ogen up as de Gös, wenn dat wäret (wittert).
    info] Wer halb dumm und halb verlegen auf etwas blickt. (Das neue Blatt, Leipzig, 1871, S. 317.)
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  • AUGE
  • Dai kiket met enem Oge nam Hiemel, un met dem annern in de Westentaske. (Iserlohn.) - Firmenich, III, 188.
    info] Zur Bezeichnung eines Scheinheiligen.
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  • AUGE
  • Dar sünd quade Ogen äver kommen.
    info] Schlechte, Verderben bringende.
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  • AUGE
  • Darüber hätten einem die Augen bluten mögen.
    info] Ein älterer Chronist über die Noth des Jahres 1639 in der Stadt Crossen. (Vgl. Chronick der Stadt Crossen von A. Matthias, S. 232.)
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  • AUGE
  • Das Auge für die Brille geben. - Altmann, VI, 515.
    info] Die Augen auf oder den Beutel. (Frischbier, I, 171.) Redensart beim Handel, besonders beim Pferdekauf.
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  • AUGE
  • Das rechte aug tantzt mir im Kopf. - Henisch, 148.
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  • AUGE
  • Das rechte Auge juckt mir.
    info] Gute Vorbedeutung. Wenn man Hoffnung hat, etwas Angenehmes zu hören, wie man jetzt sagt: Es klingt mir vorm rechten Ohre, um zu sagen, dass sie löblich von einem reden.
    Lat.:] Oculus dexter mihi salit. (Tappius, 213b.) (Erasmus, 118.)
    info] In Ostpreussen: »Das linke Auge juckt, ich werde heut noch 'ne Freud' haben.« (S. Hand. 87.) (Frischbier, II, 166.)
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  • AUGE
  • Das will ich im Aug' leiden.
    info] So sagt man in der Eifel, um anzudeuten, dass man von einer Sache nichts bekommen hat.
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  • AUGE
  • Das wird ihm ins Auge triefen. - Verzameling, 39.
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  • AUGE
  • Dass das eine Auge das andre nicht sieht.
    info] Arbeitete er, oder schlief er. »Er warf sich aufs Lager und schlief so wacker, dass ein Auge das andre nicht sah«. (Eselsfresser, I, 147.)
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  • AUGE
  • De Augen in de Hand neamen. (Westf.)
    info] Aufmerksam sehen. In der Gegend von Sprottau (Schlesien) sagt man: Dau muss 'ch halt de Augen ä de Hand nahm (um die Sache tastend im Finstern zu verrichten). (Firmenich, II, 298.)
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  • AUGE
  • De Augen oder den Büdel obgedohn. (Köln.) - Weyden, IV, 161.
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  • AUGE
  • De hett en paar Ôgen als Gniedelstêes. (Holst.) - Schütze, II, 46.
    info] Von hellen, glasartigen oder scharfblickenden Augen. Ein plattrunder Ball von hartem Holz mit einer Handhabe oder gegossenem Glase, womit das Leinen geplättet wird.
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  • AUGE
  • De Ogen upsparr'n. - Eichwald, 1441.
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  • AUGE
  • Dea macht a boa'r Augen, wia di Katz wann's dunna'd. (Niederösterreich.) - Frommann, III, 391, 57.
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  • AUGE
  • Deam rinnet d' Auge, und d' Näs tröpflet wie Schleifers Kübele oder Giessfässle, deam sein Hähnle nett recht zugriba ist. - Birlinger, 946.
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  • AUGE
  • Dear macht Auga wi d' Kueh uff'm Taodabett. (Rottenburg.) - Birlinger, 892.
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  • AUGE
  • Der hängt die Augen heraus, wie ein geklopfter Has.
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  • AUGE
  • Der macht Augen wie ein g'stochner Bock. (Iglau.)
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  • AUGE
  • Der schlägt sich zwei Augen aus, damit sich sein Kind eins ausschlage. (Span.)
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  • AUGE
  • Die Augen aufreissen.
    Lat.:] Attollere supercilium. - Ponere supercilium. (Erasmus, 81.)
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  • AUGE
  • Die augen fallen lassen. - Henisch, 142.
    info] Niederschlagen, unter sich sehen.
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  • AUGE
  • Die Augen gehen ihm auf.
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  • AUGE
  • Die Augen in den Beutel stecken.
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  • AUGE
  • Die Augen in die Hand nehmen und durch die Löcher kieken (sehen). (Ostpreuss.)
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  • AUGE
  • Die Augen in Hosensack stecken. - Limburger Chronik.
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  • AUGE
  • Die Augen offen haben.
    info] Sich nach seinen Sachen umsehen, sich um dieselben bekümmern.
    Frz.:] Avoir l'oeil au bois.
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  • AUGE
  • Die Augen sind ihm verkehrt (nicht recht) eingesetzt. - Eiselein, 45; Henisch, 142.
    Holl.:] De ooghen, als mer wel op-let, en zijh hem niet recht in-ghezet. (Brunes, 294.)
    Lat.:] Lolio victitat. (Plautus.)
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  • AUGE
  • Die Augen sind ihm weiter denn der Bauch. - Eyering, I, 649.
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  • AUGE
  • Die Augen sind sein, aber die Ulmen (Bäume) mein.
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  • AUGE
  • Die Augen umwenden, wie ein Kalb an einem Strick. - Fischart, Viereckige Hütten, 20a.
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  • AUGE
  • Die Augen wie a Pflugrädel aufreissen.
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  • AUGE
  • Die Augen zu Markte schicken. (Breslau.)
    info] Aufmerken, sich umsehen, spähen.
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  • AUGE
  • Draussen hat er hundert Augen, daheim ist er ein Maulwurf. - Sailer, 301.
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  • AUGE
  • Du gunst jhm nicht die augen im kopff. - Henisch, 152.
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  • AUGE
  • Du machst Auge na' (hin) wie a g'klopfter Haas. (Bietigheim.)
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  • AUGE
  • Du reckst die Augen wie der Stier im Todtenbette.
  • 2
  • AUGE
  • Du schiebst die Augen raus als wenn du noch ein Paar im Sack hättest. (Rott-Thal.)
  • 2
  • AUGE
  • E äs em aus den Uge geschnîden. (Siebenbürgen.) - Frommann, V, 36.
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  • AUGE
  • E paar Auga macha wie en Häftlimacher. - Tobler, 250.
    info] Stieren und starren mit seinen Augen, damit kein Härchen entgehe.
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  • AUGE
  • Een Ooge im Nacken hebben. - Richey.
    info] Aus Vorsicht hinter sich sehen.
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  • AUGE
  • Ein aug auff jemands haben. - Henisch, 142.
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  • AUGE
  • Ein Aug aufthun. - Schöpf, 22.
    info] Eine Bitte gewähren, unterstützen.
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  • AUGE
  • Ein Auge auf etwas werfen.
    »Das Auge ist eins der edelsten Organe des Menschen, deshalb soll man es hüten und nicht gleich ein Auge auf Jemand werfen, denn daraus entsteht Liebe, und Liebe macht blind.«
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  • AUGE
  • Ein Auge aufs Segel halten.
    info] Die Entwickelung, den Gang einer Sache genau beobachten.
    Holl.:] Een oog in't zeil houden. - Men moet een oog in het zeil houden.
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  • AUGE
  • Ein Auge opfern, damit der Andere beide verliert.
    Span.:] Que brarse un ojo para sacar à otro los dos. (Bohn I, 245.)
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  • AUGE
  • Ein Auge zudrücken. - Meinau, 26.
    info] Etwas, was streng genommen nicht sein sollte, hingehen lassen und tun, als ob man es nicht bemerkte. Über die Entstehung dieser Redensart erzählt man: Einem einäugigen Steuerbeamten (Thorvisitator, Güterbeschauer) wurde verrathen, dass ein bedeutender Unterschleif beabsichtigt werde; er verdoppelte daher seinen Diensteifer. Die Waareneigenthümer liessen aber, um ihn zu täuschen, eine Ladung unbedeutender Sachen vorausgehen, die er wegnahm, dann die Hauptladung folgen, drückten ihm auf eine wirksame Weise die Hand, mit der Bitte, Ein Auge zuzudrücken, was er aus Höflichkeitsrücksichten tun zu müssen glaubte, sodass die Ware unbemerkt vorbeigelangte.
    Lat.:] Connivere. (Cicero.)
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  • AUGE
  • Ein böses Auge sollte dies nicht ansehen.
    info] Verderblicher Zauberblick.
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