DICTUM

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  • AUGUST
  • Was der August nicht kocht, lässt der September ungebraten. - Pistor., II, 41; Simrock, 657.
    info] Nimm die Zeit wahr! Hin ist hin!
  • 1
  • AUGUST
  • Wenn anfangs August Gewitter sich stellen ein, wirds bis Ende so beschaffen sein. - Boebel, 104.
  • 1
  • AUGUST
  • Wenn's im August ohne Regen abgeht, das Pferd mager vor der Krippe steht. - Egerbote, August 1876.
  • 1
  • AUGUST
  • Wenn's im August stark thauen tut, so bleibt das Wetter meistens gut.
    info] Die Spanier sagen: Wenn es im August regne, so regne es Honig und Wein: Quando llueve en Agosto, llueve miel y mosto. (Bohn, I, 244.)
  • 1
  • AUGUST
  • Wer im August will bleiben wohl, geniesse weder Frau noch Kohl.
    Frz.:] En août, ni femme ni chou.
    Holl.:] Eens wijzen mans oogst duurt het gansche jaar. (Harrebomée, II, 145.)
  • 1
  • AUGUST
  • Wer schläft im August, der schläft zu seinem eignen Verlust.
    It.:] Chi dorme d' Agosto, dorme a suo costo. (Giani, 604.)
  • 1
  • AUGUST
  • Wie der August war, so wird sein der Februar. - Boebel, 133.
  • 1
  • AUGUST
  • Wo im August ein Huhn in einem Weinberge gescharrt hat, da sieht man's im Herbste. (Eifel.)
  • 1
  • AUGUST
  • Du Aujust mit den Wolkenschieber.
    info] Der Name August wird in neuerer Zeit in Berlin als Schimpfwort betrachtet. Es ist sogar in einem richterlichen Erkenntniss geschehen, »weil man«, wie es darin heisst, »immer an den bekannten Clown in Circus Renz denke, das Wort mithin zur Bezeichnung der höchsten Ungeschicklichkeit diene.« (Vgl. Ulk, 1876 Nr. 3.)
  • 2
  • AUGUSTFLINTE
  • Nach der Augustflinte greifen. (Alt-Pillau.) - Frischbier, II, 184.
    info] Nach dem Stock, weil im August mit der Jagd auch die Flinte ruht.
  • 2
  • AUGUSTIN
  • Ach du lieber Augustin, Schapköt'l sind kein' Rosien'n. (Pommern.)
    info] Da der Name Augustin in Pommern nicht vorkommt, wird er für gleich mit August gehalten.
  • 1
  • AUGUSTIN
  • O mein lieber Augustin, alles ist hin.
    info] Ursprünglich Anfangszeile eines Volksliedes, jetzt das fröhliche Grablied leichter Gemüther für ihr lustig verzehrtes Vermögen. Es lebt als Sprichwort in dem Munde solcher, die sich den Kopf mit der Sorge für den nächsten Tag oder die nächste Mahlzeit nicht zerbrechen.
    Frz.:] Il est frit, tout est frit.
  • 1
  • AUGUSTIN
  • Um Augustin ziehen die Wetter hin. - Zittel, Rhein. Landbote, 1848.
  • 1
  • AUGUSTINER
  • Die Augustiner wollten keine Schuhe mehr tragen, damit sie dem Teufel desto leichter entrinnen. - Klosterspiegel, 58, 1.
  • 1
  • AUGUSTINUS
  • Augustinus zweifelt dennoch. - Sprenger, III, 41.
    info] Nach dem holländischen Schriftsteller Tuinmann sagt man dies, wenn jemand aller beigebrachten Beweisgründe ungeachtet, nicht aufhört zu zweifeln, wie Augustinus in einzelnen Fällen gethan haben soll.
  • 1
  • AUGUSTKOT
  • Vor Augustkot und Maistaub bewahre uns Gott.
  • 1
  • AUGUSTWOCHE
  • Ist's in der ersten Augustwoche heiss, so bleibt der Winter lange weiss.
  • 1
  • AURUM
  • Aurum probali weiss Rat, wen all Welt verzaget hat. - Petri, II, 27.
  • 1
  • AUS
  • Aus und an und nichts mehr dran, Geiger leg den Schoppen an. - Kirchhofer, 229.
  • 1
  • AUS
  • Aus und eben. - Schöpf, 99.
    info] Ganz ähnlich: »Er ist sein Vater aus und eben.«
  • 1
  • AUS
  • Einer us, der ander ander in; in dem Gedräng will ich nit sin. - Liedersammlung.
  • 1
  • AUS
  • Oben aus, nirgend an. - Sailer, 166.
    info] Vom Brausekopf.
  • 1
  • AUS
  • Ut es nich to Hus. (Waldeck.)
    info] Aus(wärts) ist nicht zu Haus.
  • 1
  • AUS
  • Wo nun aus, sprach der Fuchs in der Falle.
  • 1
  • AUS
  • Aus, aus, es ist geschehen. - Eiselein, 47.
  • 2
  • AUS
  • Es ist aus und Amen. - Eiselein, 47.
  • 2
  • AUS SICH BRINGEN
  • Er bringt's aus sich wie die Spinne.
    info] Z.B. ein Lügenerfinder.
    Lat.:] E se finxit velut aranea. (Erasm., 436.)
  • 2
  • AUS SICH MACHEN
  • Wer nichts aus sich macht, der ist nichts. - Ramann, II. Pred., 8; Steiger, 268.
  • 1
  • AUS UND EIN WISSEN
  • Er weiss weder aus noch ein.
    Lat.:] Errat ut a ventis discordibus acta phaselus. - Palpari in tenebris. (Aristoph.) - In puteo constrictus. (Erasm., 740.)
  • 2
  • AUSARBEITEN
  • Etwas ausarbeiten auf der Kopete. (Jüd.-deutsch. Warschau.)
    info] Kopete = von poln. Kopyto = Schusterleisten, also etwas sauber und fein bearbeiten.
  • 2
  • AUSÄSSEN
  • Aîs suste går ausgeäst. - Frommann, III, 247, 208.
    info] Klug, durchtrieben.
  • 2
  • AUSBACKEN
  • Doa heb ik uetbakt, doa darf ik nich öfte koamen, säd Jeechem, wen a sich met de Lüed vatöant (verzürnt) had. (Uckermark.) - Engelien, 217, 31.
  • 1
  • AUSBACKEN
  • Er ist noch nicht ausgebacken.
    info] Er ist noch nicht recht wach vom Schlafe her, oder er ist noch zu jung, nicht reif genug an Verstand, um dies oder jenes zu begreifen.
    info] In Tirol: Nicht ausgebâchen sein. (Westermann, 25, 619.)
  • 2
  • AUSBADEN
  • Das werde ich ausbaden müssen. - Grimm, I, 827, 1070.
    info] Eine unangenehme Angelegenheit zu Ende bringen.
    Lat.:] In me cudetur haec faba. (Terenz.)
  • 2
  • AUSBADEN
  • Er hat aussbadt. - Egenolff, 98a; Henisch, 170.
    info] Von denen, die das Ihre verzehrt haben, wie vom Zuendegehen überhaupt.
    Lat.:] Proterviam fecit. (Feierabend.)
  • 2
  • AUSBAUERN
  • Ich bin ganz ausgebauert. - Frischbier, I, 185.
    info] Der Vorrat, den ich von einer Sache hatte, ist mir ausgegangen.
  • 2
  • AUSBEDINGEN
  • Was ausbedungen, ist kein Betrug.
    It.:] Quel ch' è di patto non è d'inganno.
  • 1
  • AUSBEICHTEN
  • Rein ausgebeicht macht das Herz leicht.
    info] Wer seine begangenen Fehler ehrlich bekennt, findet Ruhe. Ursprünglich zur Empfehlung der Ohrenbeichte und zur Mahnung an die Beichtenden, nichts darin zu verschweigen.
    Lat.:] Sanat confessio morbum.
  • 1
  • AUSBEUTE
  • Wenn man der aussbeut vnnd dem ainkommen zu vil aufflegt, so verschwindt laub vnd grass. - Henisch, 1728, 10; Petri, II, 663.
  • 1
  • AUSBEZAHLEN
  • Ausbezahlen bei Heller und Pfennig. - Geiler.
  • 2
  • AUSBIETEN
  • Etwas ausbieten wie sauer Bier.
  • 2
  • AUSBIETEN
  • Etwas ausbieten wie warme Semmeln. (Köthen.)
  • 2
  • AUSBILDUNG
  • Je weniger Ausbildung, je mehr Einbildung.
  • 1
  • AUSBITTEN
  • Das bitt' ich mir in allen Genaden aas. - Gomolcke, 294.
  • 2
  • AUSBLASEN
  • Blose ut, Fläp, noch is mich Têt von, sagte der Pfarrer zum Küster.
    info] Blas es aus, Fläp, noch ists nicht Zeit. Ein Pfarrer gab seinem Küster am ersten Pfingsttage den Auftrag, nach dem Eingange der Predigt das Lied zu singen: »Zünd' uns ein Licht an im Verstand.« Dieser war aber eingeschlummert, wachte indess noch mitten im Eingange, als der Prediger etwas inne hielt, auf, und fing sofort die im Gesangbuch angezeichnete Strophe: Zünd' uns etc. zu singen an, worauf der Pfarrer die obigen Worte ihm zurief, es wieder auszublasen, weil es noch nicht Zeit sei. (Vgl. Braun, Belletrist. III, Nr. 83.)
  • 1
  • AUSBLASEN
  • Dat is noch nig ûtblasen. (Holst.) - Schütze, IV, 323.
  • 2
  • AUSBLEIBEN
  • Lange ausbleiben und leer wiederkommen, kann wenig frommen.
    Lat.:] Turpe est diu manere et inanem redire. (Homer.)
  • 1
  • AUSBLEIBEN
  • Zweimal darf man wol ausbleiben. - Eisenhart, 531; Pistor., II, 42; Kind, De jurisprudentia Germ. paroemiaca etc., 13, 9; Simrock, 12241; Hillebrand, 222; Eiselein, 662.
    info] Altes Rechtssprichwort, um zu bezeichnen, dass in den mittlern Zeiten derjenige, welcher verklagt worden war, erst dann straffällig wurde, wenn er auf die dritte Vorladung nicht erschien. Auch heute ist's noch üblich, dass niemand in die Strafe des Ungehorsams eher verfällt, als nach dreimaligem Ausbleiben, wenn nicht die erste Vorladung schon bei Strafe des Ungehorsams erlassen worden ist.
  • 1
  • AUSBLEIBEN
  • Er bleibt aus wie Röhrwasser.
    info] Plötzlich und ohne dass man stets die eigentliche Veranlassung dazu kennt.
  • 2
  • AUSBLEIBEN
  • Er bleibt lange aus, der nicht kommt.
  • 2
  • AUSBLEIBEN
  • Er wird so wenig ausbleiben wie der März in der Fasten.
  • 2
  • AUSBLEIBEN
  • He blift ut as Ueffeln. (Hannover.)
    info] Er bleibt aus wie Ueffeln. Es ist dies der Name eines osnabrückischen Pfarrdorfes im Amt Fürstenau. Die Bewohner dieses Dorfes machten bis in die Zeiten der Reformation mit den benachbarten Ortschaften Prozessionen zum Heiligenberge auf dem Giersfelde. Der Heiligenberg ist jetzt ein ganz öder, rings von Hünengräbern umgebener Hügel. Jene Prozessionen und Zusammenkünfte der katholischen Christen bei ihm waren vielleicht noch ein Überrest aus alten heidnischen Zeiten. Im 16. Jahrhundert wurden die Süd-Anwohner des Giersfeldes, die von Ueffeln, protestantisch und erschienen daher nicht mehr bei jener Prozession. Die von Alfhausen dagegen blieben katholisch und kamen zum Heiligenberge, wie zuvor, veranlassten aber die obige sprichwörtliche Redensart. (Vgl. Skizzen, von J.G. Kohl, Bremen II. Th. S. 220.)
  • 2
  • AUSBOHNEN
  • Er ist ausgebohnt worden.
    info] D.h. ausgestoßen oder nicht aufgenommen. - An manchen Orten Hollands bestand oder besteht der Brauch bei geschlossenen Gesellschaften, Zünften, Gilden über die Mitglieder durch schwarze und weisse Bohnen abzustimmen (Ballotage).
  • 2
  • AUSBOSTEN
  • Er hat ausgebostet. - Henisch, 460, 4.
  • 2
  • AUSBREITEN
  • He brüdet sick ut as en Wandlûs. (Holst.) - Schütze, IV, 336.
    info] Von armseliger Grosstuerei und Prahlsucht.
  • 2
  • AUSBRUCH
  • Es ist lerchenfelder Ausbruch. - Idioticon Austr.
    info] Von schlechtem Wein und - geistloser Rede; Lerchenfeld ist eine der bekanntesten Vorstädte Wiens.
  • 2
  • AUSBRÜTEN
  • Sie brüten aus, was ihnen ein Kukuk ins Nest gelegt hat.
  • 2
  • AUSBUBEN
  • Er soll noch ausbuben.
    info] Ausbuben, verbuhen - impuritatem vitae amittere. »Sie wollen, wie man sagt, ausbuben, so sichs viel mehr hineinbubet.« (Henisch, 542, 1.)
  • 2
  • AUSBUND
  • Er ist ein Ausbund von Schlechtigkeit.
    Holl.:] Het is pnik van schlechtigheid. ( Henisch, II, 204b.)
  • 2
  • AUSBUND
  • Er ist ein rechter Ausbund. - Frischbier, II, 187.
    info] Ein lustiger, munterer, windiger Geselle, ein Taugenichts, Liederjan etc. (Vgl. Hennig, 318.)
  • 2
  • AUSDAUER
  • An der Ausdauer erkennt man den Mann. - Weisheit, 8.
  • 1
  • AUSDAUER
  • Ausdauer erwirbt (verdient) den Preis.
    Frz.:] Persévérance mérite récompense.
  • 1
  • AUSDAUER
  • Ausdauer führt zu einem guten Ende.
    Schwed.:] Goth thol faar godh aenda. (Reuterdahl, 921.)
  • 1
  • AUSDAUER
  • Ausdauer und Geduld gewinnen des Glückes Huld.
  • 1
  • AUSDAUER
  • Wer Ausdauer hat, kommt mit allem zu Ende.
    Frz.:] Avec un travail opiniâtre, on vient à bout de tout.
  • 1
  • AUSDAUERN
  • Wer ausdauert, siegt.
    info] In Wälschtirol: Chi la dura, la vance. (Hörmann, 27.)
  • 2
  • AUSDEHNEN
  • Er dehnt sich aus, als wollte er den ersten Tropfen haben, wenn's regnet.
    info] Von denen, die sich auf die Zehenspitzen stellen und sich so gross machen als möglich, um nichts zu übersehen und zu verhören.
    Lat.:] Erecti. (Erasm., 100.)
  • 2
  • AUSDEHNEN
  • Hi de ham ap üs an Kriak un a Mist. (Nordfr.) - Firmenich, III, 4, 32.
    info] Er dehnt sich aus, bläset sich auf wie die Krähe im Nebel.
  • 2
  • AUSDOCKEN
  • Er wird es müssen ausdocken. - Sprenger I.
    info] D.h. zurückgeben.
  • 2
  • AUSDRESCHEN
  • Alles zusammen ausdreschen.
  • 2
  • AUSDRESCHEN
  • Ausgedresche, ausgefresse. (Henneberg.)
  • 2
  • AUSDRESCHEN
  • Er hat ausgedroschen. (S. Abschmieden, Überbleiben.) - Egenolff, 98.
    info] Er ist mit dem Seinen fertig; auch überhaupt, wenn etwas zu Ende geht.
  • 2
  • AUSDRESCHEN
  • Jedes besonders ausdreschen.
  • 2
  • AUSDRÜCKEN
  • Ausgedrückt wie ein Schwamm.
  • 2
  • AUSEINANDER
  • Auseinander, hat der Sautreiber gsagt, hat nur eani ghobt. (Rott-Thal.)
  • 1
  • AUSEINANDER
  • Berr sein noch neh auseinander, soite der Hoan, als der Rägenworm eis Lohch krichn wullte. (Schles.)
  • 1
  • AUSEINANDER
  • Noch sind wir nicht auseinander, sagte der Hahn zum Regenwurm, da frass er ihn auf. (S. Aengstlich.) - Hoefer, 403.
  • 1
  • AUSEINANDER
  • Teuw Karnallj, wi sünd nôch nich ut'nanner, säd' de Kuhnhahn tô de Daumarrik, as se em üm den Schnabel spaddelt. (Mecklenburg.)
    info] Kuhnhahn = Truthahn; Daumarrik = Regenwurm;spaddelt = zappelt, sich windend bewegt.
  • 1
  • AUSEINANDERNEHMEN
  • Den will ich auseinander nehmen wie eînen alten Seiger. - Bautzner Nachrichten, 15.
  • 2
  • AUSEISEN
  • Er ist noch einmal ausgeeist worden. (Oesterreich.)
    info] Man hat ihm aus seiner Geldverlegenheit geholfen, man hat seine Schulden bezahlt.
  • 2
  • AUSENTHALT
  • Ein Ausenthalt und ein Aufenthalt ist im Alter gut für Nass und Kalt. (Rheinhessen.)
  • 1
  • AUSERBE
  • Kein Auserbe beerbt ein Kind in des Vaters Kammer. - Graf, 195, 90.
    info] Auserbe = niemand, der nicht mit den sterbenden Kindern in der Were (s.d.) ist. (S. Kind 51 u. 798, Gut 26.)
  • 1
  • AUSERKOREN
  • Auserkoren und noch nicht ausgegoren.
    info] Von zu frühem Heirathen.
  • 1
  • AUSESSEN
  • Das werde ich ausessen müssen. - Sailer, 78.
    info] Ich werde vorzüglich dabei zu leiden haben.
  • 2
  • AUSESSEN
  • Er muss ausessen, was ein anderer angerichtet (eingerührt) hat. - Murner, Nb., 53.
    Lat.:] Quod sus peccavit, sucula saepe luit.
  • 2
  • AUSESSEN
  • Er muss ausessen, was er eingebrockt.
    Lat.:] Ipsi testudines edite, qui cepistis.
  • 2
  • AUSESSEN
  • Et wart so hût nig ut êten as 't upgewen (inkrömt, upfüllt) wart. - Schütz, II, 123.
  • 2
  • AUSESSEN
  • Iss aus, damit schönes Wetter wird.
    info] Eine Scherzrede, die sich auf einen ehemaligen Aberglauben bezieht, dass schlechtes Wetter entstehe oder bleibe, wenn die Schüssel nicht ausgegessen werde.
  • 2
  • AUSFAHREN
  • Wenn man ausfährt weiss man wol, aber nicht, wenn man wieder zurückkommt. - Blum, 702.
  • 1
  • AUSFAHREN
  • A îs ausgefoaren wî anne berkene Rinde (a sem ganzen Leibe). (Schles.) - Frommann, III, 247.
    info] Ist voll Blattern, Ausschlag u.s.w.
  • 2
  • AUSFAHRT
  • Bei der Ausfahrt ist der Landwind besser als der Seewind. (Kronstadt.)
  • 1
  • AUSFAHRT
  • Man muoss iuch zu iumer Usfart anders beleiten. - Hartmann.
  • 1
  • AUSFAHRT
  • Man weiss seine Ausfahrt wol, aber nicht seine Ein(Heim)fahrt.
  • 1
  • AUSFALL
  • Er is e Ausfall. (Jüd.-deutsch.) - Tendlau, 48.
    info] Ein Ausbund im bessern Sinne.
  • 2
  • AUSFALLEN
  • Ausfallen bokiem. (Jüd.-deutsch. Warschau.)
    info] 1) Vom poln. bok = Seite. Seitwärts gehen. Wenn ein Unternehmen einen schlechten Verlauf, eine schlimme Richtung einnimmt, mislingt.
  • 2
  • AUSFENSTERN
  • Einen ausfenstern.
    info] Jemand derbe Verweise geben.
  • 2
  • AUSFILZEN
  • Einen ausfilzen wie einen Lotterbuben. - Waldis, IV, 98.
  • 2
  • AUSFINDEN
  • Öck war mi nich ûtfinde lâte. - Frischbier, II, 188.
    info] ûtfinden = necken, verhöhnen.
  • 2
  • AUSFLIEGEN
  • Flieg aus als Adler, und hast du kein Glück, kommst du doch als Krebs zurück.
  • 1
  • AUSFLIEGEN
  • Wer viel ausfliegen will zu Wald, der wird zu einer Grasmück' bald. - Brandt, Nsch., XXIII.
    info] Von Ehemännern, die sich auf die Treue ihrer Frauen nicht verlassen können, weil in das Nest der Grasmücke der Kukuk gern seine Eier legt.
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