DICTUM

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  • AUSGEHEN
  • Du kannst ausgehen von Misrach (Osten) bis zu Máarev (Westen). - Tendlau, 53.
    info] So etwas ist nicht zu finden, in gutem wie in bösem Sinne.
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  • AUSGEHEN
  • Es geht aus wie das hornberger Schiessen. (Schwäb.)
    info] Von einem Schiessen zu Hornberg im Kinzigthale liefen Anfang des 18. Jahrhunderts die Schützen, weil ihnen manches dabei nicht ge fiel, einer nach dem andern weg, sodass es sich in nichts auflöste. So erzählt Freiherr von Lassberg. In Hornberg selbst herrscht die Sage, dass ihnen das Pulver ausgegangen sei, als sie einem würtembergischen Herzog schiessen wollten, indem sie schon vorher alles Pulver verschossen hatten. Nach andern hatten die Hornberger für alles bei einem Schiessen Erforderliche gesorgt, nur das Pulver war vergessen. Die Redensart ist in Schwaben und Franken verbreitet, auch Schiller bedient sich derselben. (Grimm, I, 871; Eiselein, 321; E. Meier. Die Sagen u.s.w. aus Schwaben, II, 364; Frommann, VI, 169.)
    info] Über den Ursprung der Redensart vom hornberger Schiessen sind viel Erklärungsversuche vorhanden; aber in Hornberg selbst weiss man ihn nicht einmal zuverlässig nachzuweisen, so oft es versucht worden ist. In neuerer Zeit ist nun der Badischen Landeszeitung eine, wie sie sich nennt, authentische Quelle zugegangen, welche folgendermassen lautet: »Zwischen Hornberg und Villingen bestand in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts eine Eifersucht, die ihren Ausdruck vorzugsweise in der Anmassung eines Hoheitsrechtes von Seiten der letztgenannten Stadt über das damals gut würtembergische Hornberg hatte. Aus Anlass eines Tödtungsfalles fielen nun die Villinger mit 50 Mann Bewaffneter in das hornberger Gebiet ein, angeblich, um nach dem Thäter zu fahnden, in Wahrheit aber, wie der Bericht glaubwürdig versichert, um an der unbotmässigen Nachbargemeinde einmal ihren Groll auszulassen. Als sich die sonst friedliebenden hornberger Bürger von dem ersten Schrecken über diesen unverhofften Besuch erholt hatten, verfügte sich zunächst eine Abordnung nach Villingen, um dem dortigen Bürgermeister eine schriftlich abgefasste Rechtsverwahrung zu behändigen und wol auch Genugthuung zu verlangen. Nach anfänglichem Weigern nahm zwar der Bürgermeister das Dokument ?aus schuldigem Respekt vor der fürstlichen Herrschaft? zu Handen, erklärte aber, die Entscheidung in der Sache selbst dem Gemeinderath anheimstellen zu müssen. Da diese, wie es scheint, ad acta lautete, so wurde nun andererseits beschlossen, den Einfall und der darin nach Ansicht der beleidigten Stadt gelegenen Besitzstammung einen ebenbürtigen ?actum contrarium? in der Weise entgegenzustellen, dass man mit Aufbietung einer dreifachen Macht, verstärkt durch 50 Pferde sowie eine Anzahl Kinder (letztere als lebendige Beweisstücke in perpetuam memoriam dessen, was nun geschah), in das Villinger Gebiet rückte und hierselbst mit drei ?Salven? sein entrüstetes Rechtsbewusstsein zum sprechendsten Ausdruck brachte. Über den ganzen Hergang wurde dann an die herzogliche Regierung umständlich berichtet und am Schlusse unter Berechnung der Kosten des Auszugs und des verschossenen Pulvers die Anfrage gestellt, ?ob nicht aus der Kellerei des Ober-Amtmanns an die betheiligten Mannschaften ein den damaligen Zeitverhältnissen entsprechendes Quantum Wein nebst Brot auf ärarische Kosten verabreicht werden soll?? Auf diese Anfrage warten die Bürger Hornbergs bis heut noch auf Antwort; sie sind indess dadurch viel berühmter geworden, als es bei einer Kneiperei in der Kellerei des Oberamtmanns möglich gewesen wäre.« (Frankfurter Zeitung, 1872, Nr. 122, 2. Bl.)
  • 2
  • AUSGEHEN
  • Es geht aus wie ein Talglicht.
    Holl.:] Hij gaat uit als eindge nacht kaars. (Harrebomée, I, 370b.)
  • 2
  • AUSGEHEN
  • Es geht endlich auf Lami (auf ein lahmes I) aus. (S. Auslaufen 2.) - Olear.
    info] Nämlich das lateinische I, Imperativ von ire, pack dich, scher dich fort!
  • 2
  • AUSGEHEN
  • Es wird über mich ausgehen. - Sailer, 78.
    info] Der Unfall, die Strafe, das Uebel wird mich treffen.
  • 2
  • AUSGEHEN
  • I gang aus, und wenn's Krotte (auch Schmiedeknechte) haglet.
  • 2
  • AUSGEHEN
  • Leer ausgehen.
  • 2
  • AUSGEHEN
  • Utgahn to snurren. - Eichwald, 1777.
  • 2
  • AUSGELASSEN
  • A iss hoite gar aasgelussen. - Gomolcke, 108.
  • 2
  • AUSGELASSENHEIT
  • Ausgelassenheit macht Ungelegenheit.
  • 1
  • AUSGELASSENHEIT
  • Ausgelassenheit und Freiheit ist nicht dasselbe. (Neger in Surinam.)
    info] Will sagen: Zwischen einem fröhlichen Leben als Sklave und der wirklichen Freiheit ist doch noch ein Unterschied.
  • 1
  • AUSGELEITE
  • Einem das Ausgeleite geben. - Frischbier, II, 191.
    info] Ihn auf eine unfreundliche Art aus dem Hause entfernen. (Vgl. Hennig, 318.)
  • 2
  • AUSGELEITE
  • Ênen dat pölsch (polnische) Utgeleid geben. (Mecklenb.)
    info] Ihn aus der Thür werfen = ûtüchten.
  • 2
  • AUSGERÄUCHERTER
  • He is 'n Utgerökerter. (Stettin.)
    info] Ein hart gesottener Sünder. Die Redensart wurde von einem Geschworenen in Bezug auf einen Angeklagten gebraucht. Ist dabei an Exorcibus oder an Räuchern des Fleisches zu denken?
  • 2
  • AUSGIESSEN
  • Wenn's aussgegossen ist, so sind die Schüsseln ledig. - Petri, II, 671.
  • 1
  • AUSGUCKEN
  • Er guckt aus wie das Leben. - Tendlau, 554.
  • 2
  • AUSGUCKEN
  • Er guckt aus wie e Brandspiegel. - Tendlau, 554.
    info] So heiter, so von Gesundheit strahlend.
  • 2
  • AUSGUCKEN
  • Er guckt aus, wie e Bar-Mizwo-Jüngelche' (Jüd.-deutsch.) - Tendlau, 558.
    info] So frisch und nett, so rein und fein, wie ein Knabe, der in die Gemeinde der Erwachsenen tritt. Bar mizwah (Sohn des Gesetzes) heisst der Knabe beim Antritt seines dreizehnten Jahres, weil er da das erste mal zur Thora aufgerufen wird.
  • 2
  • AUSGUCKEN
  • Es guckt bei 'm aus wie bei 'm mechullenen Kozen. (Jüd.-deutsch.) - Tendlau, 201.
    info] Bei einem heruntergekommenen Richter, Fürsten. Mechullen ist deutsch gebildetes Adjectiv vom hebräischen mechullah, Kozen von Kazin = Richter u.s.w.
  • 2
  • AUSHABEN
  • Dar hai 't (?), see Domine Stiesmann, wenn ha 't ut had. (Ostfries.)
  • 1
  • AUSHALTEN
  • Aushalten tut kriegen.
    info] Ausdauer erreicht endlich ihren Zweck.
    Vläm.:] Aanstaan doet verkrygen.
  • 1
  • AUSHALTEN
  • Ick holl 't ne ut, söä' de Dêw, ass 'r gehängt wur'. - Schlingmann, 261.
  • 1
  • AUSHALTEN
  • Man hält alles aus, nur keine guten Tage.
    Frz.:] L'on endure tout, horsque trop d'aise. (Gruter.)
  • 1
  • AUSHALTEN
  • Wer aushält, erhält.
  • 1
  • AUSHALTEN
  • Wer aushält, überwindet.
    It.:] Chi la dura, la vince.
  • 1
  • AUSHALTEN
  • Wer wenig aushält, hält nicht lange aus.
    Frz.:] Qui peu endure, bien peu dure. (Cahier, 612.)
  • 1
  • AUSHALTEN
  • Zum ausshalten find man viel Leut, zum hausshalten wenig. - Petri, II, 825.
  • 1
  • AUSHALTEN
  • A hält uoas, wäl 'na Wurscht im Tegel eis. (Sprottau.) - Firmenich, II, 298, 24.
    info] Wartet bis auf den letzten Augenblick.
  • 2
  • AUSHALTEN
  • Das hält keine deutsche Pfarrerstochter aus.
  • 2
  • AUSHALTEN
  • Das ist nicht zum Aushalten.
    Lat.:] Ne bestiae quidem ferre possent. ( Cicero.)
  • 2
  • AUSHALTEN
  • Er hält aus wie der berliner Toback.
  • 2
  • AUSHALTEN
  • Er hält aus wie der Hase bei der Trommel.
  • 2
  • AUSHALTEN
  • Er hält aus wie die Reichsarmee bei Rossbach (oder: vor Friedrich).
  • 2
  • AUSHALTEN
  • Er hält aus wie eine Hirschkuh.
    info] Er ist eine Memme, räumt gleich das Feld.
  • 2
  • AUSHALTEN
  • Er hält's nicht aus wie der Wolf, ohne zu heulen.
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  • AUSHALTEN
  • Er hält's nicht aus wie Nickel beim Speck.
  • 2
  • AUSHALTEN
  • Es wäre auf Erden nicht auszuhalten, wenn nicht neuer Rausch vertriebe den alten.
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  • AUSHALTEN
  • Hahl uth, Jan Fusker. (Ostfries.)
  • 2
  • AUSHALTEN
  • Halt' aus, wirst Wunder sehen. - Frischbier, II, 192.
  • 2
  • AUSHÄNGEN
  • Hi hinght't egh ütj wat'r tu Kuup hä. (Nordfries.)
    info] Er hängt nicht aus, was er zu Kauf hat. Er trägt seine wahren Eigenschaften und Absichten nicht zur Schau.
  • 2
  • AUSHÄNGESCHILD
  • Das Aushängeschild ist geduldig.
    Holl.:] Het uithangbord belooft meer, dan de winkel bevat. (Harrebomée, II, 352.)
  • 1
  • AUSHÄNGESCHILD
  • Einem Aushängeschilde ist nicht zu trauen.
    Holl.:] De uithangborden bedriegen. (Harrebomée, II, 352.)
  • 1
  • AUSHÄNGESCHILD
  • Das ist nur Aushängeschild.
  • 2
  • AUSHÄNGESCHILD
  • Etwas zum Aushängeschild machen.
  • 2
  • AUSHARREN
  • Ausharren tut's.
    Frz.:] Il est d'un grand coeur d'endurer, et d'un grand sens d'écouter. (Recueil.) - Qui sert et ne persert, son loyer pert. (Venedey, 70.)
  • 1
  • AUSHARREN
  • Wer ausharrt, dem gelingt's (der siegt).
    Frz.:] Il n'y a que celui qui persévère jusqu'à la fin, qui obtient le prix.
    Lat.:] Qui satis exspectat, prospera cuncta videt.
    Böhm.:] Kdo setrvá, i zlé pretrvá. (Celakovský, 110.)
    Dän.:] Blive nu ved, du est nu snart over det verste. (Prov. dan., 74.)
    Engl.:] He that endureth, is not overcome. (Celakovský, 178.)
    It.:] Chi la dura, la vince. (Pazzaglia, 409, 5.)
    Lat.:] Patienter praestolanti, omnia ex voto oportune succedunt. (Bovill, II, 155.)
  • 1
  • AUSHARREN
  • Wer ausharrt, ermüdet die Feinde (das Unglück).
    Frz.:] Qui ne se lasse pas, lasse l'adversité. (Bohn I, 51.)
  • 1
  • AUSHAUEN
  • Es haut nicht aus. - Frischbier, II, 193.
    info] Es reicht nicht, ist unzulänglich.
  • 2
  • AUSHEBEN
  • Wer 's Aushebe' hot, soll aach 's Einhebe' habe'. (Jüd.-deutsch.) - Tendlau, 865.
    info] Das Ausheben und Einheben, das Herausnehmen der Thora aus der heiligen Lade zu den Vorlesungen und das Zurückbringen derselben sind Ehrenverrichtungen in der Synagoge. Hier in dem Sinne: Wer es eingebrockt hat u.s.w.
  • 1
  • AUSHEILEN
  • A hot sich ausgehelt wie a Hund. - Gomolcke. 66; Robinson, 425.
  • 2
  • AUSHÖCKERN
  • He hett uthökert. - Eichwald, 703.
  • 2
  • AUSHOLEN
  • Er lässt sich alles ausholen. - Frischbier, II, 194.
    info] Lässt sich ausforschen, seine Geheimnisse entlocken.
  • 2
  • AUSHORCHER
  • Aushorcher und Angeber sind des Teufels Netzweber. - Simrock, 660.
  • 1
  • AUSHÖREN
  • Man muss erst aushören, eh' man urtheilt (oder: in die Rede fällt).
    Böhm.:] Neopravuj, az vyslysís. (Celakovský, 354.)
  • 1
  • AUSHUNZEN
  • Einen aushunzen (aushundzen). - Frischbier, II, 195.
  • 2
  • AUSKAUF
  • Durch Auskauf, Vorkauf und böser Münze freien Lauf wird der Arme gefressen auf.
  • 1
  • AUSKEHREN
  • Am Ausskehren wird sich finden, wer das Schermesser gefressen hat.
    »Oder am End wird sich's aussweysen, was ein jeder für ein Vogel gewesen.« (Dietrich, I, 431.)
  • 1
  • AUSKEHREN
  • Beim Auskehren find't sich's, was in der Stube gestunken hat. - Körte2, 441.
    Lat.:] Opprobrium facti, qui male fini habet.
  • 1
  • AUSKEHREN
  • Beim Auskehren muss man sich auf der Seite des Besenstiels halten.
    info] Empfiehlt, sich in entscheidenden Augenblicken der Partei anzuschliessen, in deren Händen die Macht ist.
  • 1
  • AUSKEHREN
  • Dat fingt sich bie 't Utkiehr'n, söä' de Jong, doa ha 'r henner de Döär schöâten. - Schlingmann, 736.
  • 1
  • AUSKEHREN
  • Im Auskehren findet man, was im Hause gelegen. - Winckler, II, 60.
  • 1
  • AUSKEHREN
  • Im ausskehren wird sich's finden, was hindern Ofen ligt. - Lehmann, 173, 10.
  • 1
  • AUSKEHREN
  • Im ausskeren würt es sich finden, wer in die Stube hofiert hab. - Frank1, 88a; Simrock, 661.
  • 1
  • AUSKEHREN
  • Baim Auskiér'n fänd sich åles. - Schuster, 429.
  • 2
  • AUSKEHREN
  • Bei daam mues ma emaûl auskehre. (Ulm.)
  • 2
  • AUSKEHREN
  • Beim Auskehren wird sich's finden.
    Lat.:] In fine videbitur, cujus toni.
  • 2
  • AUSKEHREN
  • Es is net ausgeköert. (Henneberg.)
    info] Es ist nicht ausgekehrt, d.h. ich würde noch mehreres darüber sagen, allein aus Rücksicht auf die anwesenden Kinder muss es bleiben.
  • 2
  • AUSKEHREN
  • Wenn's zum Auskehren kommt, wird sich's finden.
  • 2
  • AUSKEHRICHT
  • Im Auskehricht wird sich's finden. - Schonheim, I, 16.
  • 1
  • AUSKENNEN
  • Er kennt sich aus bei der Gaugaulisel (Cacaolisel). (Oesterreich.) - Idioticon Austr.
    info] Sich auskennen = wissen, woran man ist.
  • 2
  • AUSKLEIDEN
  • Me sall sech niet eh'r ûtkleien, as me no Bett geit. (Meurs.) - Firmenich, I, 401, 56.
    Frz.:] Il ne faut pas se déshabiller avant de se coucher.
  • 1
  • AUSKOCHEN
  • Er hat dort (hier) ausgekocht.
    info] Darf sich dort nicht mehr sehen lassen.
    Lat.:] Tesseram confregisti.
  • 2
  • AUSKOMMEN
  • Es kommt alles aus.
    Lat.:] Fama prodit omnia.
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Kommt man nicht aus, so kommt man ein.
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Mit vielem kommt man aus, mit wenigem hält man Haus.
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Wenn me z'sämme auskomme will, muss me hie und do e Bergle in e Thäle werfe. (Schwaben.)
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Wer auskommen will zu früh, der setz' in die Lotterie. - Frischbier, I, 2469.
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Wer ausskompt, der hort vnd sihet. - Petri, II, 685.
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Wer nich ûtkümmt, kümmt nich in. (Strelitz.)
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Wer nicht auskommt, kommt auch nicht ein.
    Lat.:] Austeritas solitudinis comes. - Moderationem docet peregrinatio. (Menander.)
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Wer nicht auskompt, der lernt nichts. - Petri, II, 709.
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Wer nie auskummt, kummt nie hoam (heim). - Zaupser.
    info] Klugheit kommt von Erfahrung.
  • 1
  • AUSKOMMEN
  • Auskoma, hat der Taubenjagl g'sagt. (Oberösterreich.)
    info] Auskoma = ausgekommen. Baumgarten bemerkt: »Ich meine, der Sinn ist: es ist zu spät, die Sache ist bereits geschehen.«
  • 2
  • AUSKOMMEN
  • Er hat (es ist) zum Auskommen, nicht zum Fettwerden.
  • 2
  • AUSKOMMEN
  • Er hat sein gutes Auskommen.
    Frz.:] Cet homme a du pain cuit. - Cet homme a les pieds chauds.
    Lat.:] Neque Lydorum carycas, neque flagrorum crepitus. (Suidas.) (Erasm., 636.)
  • 2
  • AUSKOMMEN
  • Se kama ut, wie de Jodepper möt de Schâp. - Frischbier, I, 190.
  • 2
  • AUSKRATZEN
  • Er kratzt aus. - Frischbier, II, 196.
    info] Ergreift die Flucht, drückt sich heimlich.
  • 2
  • AUSKREISSEN
  • Er wird bald ausgekrissen haben.
    info] Sein Tod ist nahe.
  • 2
  • AUSLACHEN
  • Lacht dich einer aus, lach' ihn wieder ein.
  • 1
  • AUSLACHEN
  • Wer mich auslacht, kann mich wieder einlachen. - Körte, 354.
  • 1
  • AUSLACHEN
  • Er lacht aus von hohem Haus.
    info] Vom Spott, der mit Stolz und Verachtung vermischt ist. Die Alten sagten in diesem Falle: Einen vom Dache herab auslachen.
    Lat.:] E sublimi me derides. (Suidas.) (Erasm., 204.)
  • 2
  • AUSLAGE
  • Man muss sich vor der ersten Auslage hüten. - Pistor., II, 43; Estor, II, 351; Eisenhart, 402; Eiselein, 48; Simrock, 663.
    info] Eine Warnung, sich vorzusehen, für jemand etwas zu bezahlen, weil man selten wieder zu dem Seinigen gelangen kann; theils weiss der Schuldner sich unter mancherlei Vorwänden von der Zahlungsverbindlichkeit loszumachen, theils kann er aber auch in Umstände gerathen, dass er nicht zu zahlen vermag. Überhaupt Vorsicht beim ersten Schritte.
  • 1
  • AUSLAND
  • Im Auslande schlägt die Kuh den Ochsen.
  • 1
  • AUSLAND
  • Er ist im Auslande.
    info] Der Zerstreute.
    Lat.:] Mens peregrina. (Erasm., 100.)
  • 2
  • AUSLÄNDER
  • Es sind Ausländer aus Zinten.
    info] So nennt man scherzweise in der Provinz Preussen diejenigen, die durch eine gezwungene Nachahmung es den Ausländern in Sprache und Sitte nachthun wollen, obgleich sie nie aus dem Lande gekommen sind. Die Entstehung dieser Redensart sollen einige Handwerksburschen aus Zinten (kleine Stadt im Kreise Heiligenbeil) veranlasst haben, welche nach Domnau gewandert waren und sich daselbst für Ausländer ausgaben.
    Die nach Pisanski dort gegebene Erklärung der Redensart ist nicht zutreffend; es hat dieselbe vielmehr folgenden Ursprung: Nach der Verfassung vom 22. September 1526 durften Nicht-Katholiken sich nur vorübergehend, in keinem Falle ein volles Jahr dort irgendwo bleiben. Dennoch hielten sich viele protestantische Gewerbetreibende und Arbeiter in dem Lande auf, viele namentlich in Braunsberg. Gegen Weihnachten nun verliessen dieselben ihren bisherigen Aufenthaltsort und reisten nach Zinten, um so den Buchstaben des Gesetzes zu erfüllen. Nach Neujahr kehrten sie aus dem Auslande zurück. (vgl. Neue Preussische Provinzial-Blätter, 3. Folge, X, 160, Frischbier, I, 191.)
  • 2
  • AUSLASS
  • Der Auslass ist schwerer als der Einlass. - Altmann VI, 489.
  • 1
  • AUSLASSEN
  • Zum Auslassen einer, zum Einlassen gehören zwei.
  • 1
  • AUSLASSEN
  • Wer uslehd, muss züne. (Luzern.)
  • 2
  • AUSLAUFEN
  • Das Auslaufen vergeht (schadet nicht), wenn man daheim bleibt. - Fischart, Prakt.
  • 1
  • AUSLAUFEN
  • Auf das la mi auslaufen. (Königsberg.)
    info] Diese in Königsberg sehr gebräuchliche Redensart wird (vgl. Preuss. Provinzialblatt, II, 434) aus einem Magistratsschreiben von 1685 angeführt und bedeutet »ein trauriges Ende nehmen«, weil eine Folge der sechsten Tonstufe (la) und der dritten (mi), die in sehr alten Gesängen als Schlussformel gebraucht wurde, sehr traurig klang. (S. Ausgehen 14.)
  • 2
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