DICTUM

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  • AUFFRESSEN
  • Friss auf und scheiss es wieder, das bringt verlorene Güter wieder. - Fischart; Schaltjahr, III, 194.
  • 1
  • AUFFRESSEN
  • Willst du nicht werden aufgefressen, so hüte dich vor dem Landgrafen zu Hessen. - Simrock, 4695.
  • 1
  • AUFFRESSEN
  • Dat is een grot Frittup.
    info] So sagt der Hamburger doppelsinnig von großen Gastereien.
  • 2
  • AUFFRESSEN
  • Der frisst die Schule (Synagoge) und die Bühne (Almemer) auf. - Tendlau, 528.
    info] Zur Bezeichnung eines ungewöhnlichen Fressers. Die »Kirche sammt der Kanzel«, den »Pfaffen sammt der Kutte«.
  • 2
  • AUFFRESSEN
  • Der frisst's auf mit Haut und Haar.
  • 2
  • AUFFÜHREN
  • Führe dich gut auf, Jakob, dass sie dich recht lange behalten, sagte die Mutter, da besuchte sie ihren Sohn im Zuchthause.
  • 1
  • AUFFÜHREN
  • Sich wohl aufzuführen, ist niemals zu spät. - Schonheim, S, 16.
    Lat.:] Sera nunquam est ad bonos mores via.
  • 1
  • AUFFÜHREN
  • Wenn do di guot upföhrst, saste ôk 'n Kierl häw'n, de rên vör 'n Oars wegschitt, sägt de Voader. - Schlingmann, 1390.
  • 1
  • AUFFÜHREN
  • Sich aufführen wie Saublut. (Franken.)
    info] Von dem Gischten des letztern beim Auffangen im Moment des Schlachtens.
  • 2
  • AUFFÜHRUNG
  • Wie die Aufführung, so das Glück.
  • 1
  • AUFGABELN
  • Einen aufgabeln.
    info] Endlich habe ich nach langem Suchen einen Boten aufgegabelt.
  • 2
  • AUFGALSTERN
  • Töw man! dat schal em opgalstern as rooch Speck. (Süderdithmarschen.)
    info] Galstern = ranzig sein, ranzig werden, galstrig = ranzig. - Warte nur, das wird er so schwer verdauen wie rohen Speck.
  • 2
  • AUFGANG
  • Bis zum Aufgang der Bescheidenheit soll die Ruthe der Kinder Missethat zwingen. - Graf, 165, 152.
    info] So lange, bis die Kinder zu Verstand gekommen sind, stehen sie unter dem Züchtigungsrecht der Aeltern.
    Mhd.:] Bis an den uffgang der bescheydenheit sal die rede twingen der kinder myssethat. (Kleines Kaiserrecht, II, 6.)
  • 1
  • AUFGANG
  • Der Sonne Aufgang ist der Nacht Untergang.
  • 1
  • AUFGANG
  • Eines Aufgang ist des andern Untergang.
    Lat.:] Nemo ditescit, nisi malo alterius.
    Böhm.:] Jedno vzchází, druhé zachází. (Celakovský, 262.)
    Dän.:] Eens Opgang en andens Undergang. (Prov. dan., 441.)
    Poln.:] Jedno wzchodzi, drugie zachodzi. (Celakovský, 262.)
  • 1
  • AUFGÄREN
  • Dat schall em upgären as olt Fett. (Oldenburg.)
    info] Soll ihm übel bekommen.
  • 2
  • AUFGEBEN
  • Ufgüh ist sehr verspielt. (Luzern.)
  • 1
  • AUFGEBEN
  • Was man aufgibt ist verloren.
    It.:] Ogni lasciata è persa. (Giani, 876.)
  • 1
  • AUFGEBEN
  • Wer aufgibt, bekommt nichts. - Graf, 443, 359.
  • 1
  • AUFGEBEN
  • He gift et up, as Mewes de Bicht.
  • 2
  • AUFGEBRACHT
  • E äs ôfgebrät. (Siebenbürg.-sächs.) - Frommann, V, 32, 28.
  • 2
  • AUFGEBRACHT
  • Er ist aufgebracht wie ein Puterhahn.
  • 2
  • AUFGEBRACHT
  • Er ist so aufgebracht, dass man Schwefelhölzchen an ihm anzünden könnte.
    Lat.:] Lucernam accendere possis. (Theokrit.)
  • 2
  • AUFGEDRESST
  • Er ist ufgedresst (von unne bis owe) wie en philadelphier Market-Striet-Dändy2 (Pennsylvanien.) - Bucks-County-Express, Doylestown, 31. Oct. 1854.
    info] Eine Mischung aus dem Deutsch der von der frühern Einwanderung mitgebrachten deutschen Mundart und englischer Wörter mit deutscher Biegung.
    Ufgedresst = aufgeputzt, von dem englischen dress; Market-Striet-Dändy = ein Stutzer, wie man sie in der Market- Street, der Hauptstrasse Philadelphias, sieht, in der die feine »fassionable« Welt promenirt.
  • 2
  • AUFGEHEN
  • Die gehling auffgehn, gehn bald vnter. - Franck, I, 118a; Henisch, 1424, 59.
  • 1
  • AUFGEHEN
  • Dort geht es auf, wie beim Halter zu Brünn. (Niederösterr.)
    info] Wenn Einnahme und Ausgabe einander genau entsprechen.
  • 1
  • AUFGEHEN
  • Es gieng zugleich auff, leib, gut vnd ehre. - Agricola, 440; Frank, I, 100.
    Holl.:] Het ging al tezamen tegelijk op: lijf, goed en eer. (Harrebomée, II, 30.)
  • 1
  • AUFGEHEN
  • Es ist alles aufgegangen, wie bei des Nachtwächters Hochzeit, wo ein Stück übrig blieb, das die Katze frass.
    Dän.:] De leonede kan et stykke bröd det gave de hunde. - Det slog lige til som til skraedenns barsel. (Prov. dan., 49.)
  • 1
  • AUFGEHEN
  • Ik lât wat uppergân, segt de Hannoveraner.
  • 1
  • AUFGEHEN
  • Was auffgehen will, daran hilfft jedermann bawen. - Henisch, 205, 31; Petri, II, 586.
  • 1
  • AUFGEHEN
  • Was aufgeht, weiss der Abschneider (Vorleger), aber nicht der Esser (Gast).
  • 1
  • AUFGEHEN
  • Was bald aufgeht, fällt bald ab.
    Frz.:] Ce qui croît soudain, périt le lendemain.
    Lat.:] Quae sero contingunt, sed magnifica.
  • 1
  • AUFGEHEN
  • Wo nix aufgeht, is ka Wirthschaft. (Eger.)
  • 1
  • AUFGEHEN
  • Aufgehn wie en Nudltaig. (Oberösterr.)
    info] Von einem Jähzornigen.
  • 2
  • AUFGEHEN
  • Er geht auf in sechzig. - Tendlau, 232.
    Jüd.-deutsch:] Er wird botel beschischim. Ist von keiner Wichtigkeit und ohne Einfluss. Nach rabbinischen Speisegesetzen verliert das Verbotene seinen Charakter als solches, wenn es mit Erlaubtem vermischt wird und nur den sechzigsten Theil desselben bildet. Die Redensart wird z.B. von jemand gebraucht, dessen Einfluss in einer großen Gesellschaft paralysirt wird.
  • 2
  • AUFGEHEN
  • Er ist aufgegangen wie ein Pfannkuchen.
    Frz.:] Il est venu tout en une nuit.
  • 2
  • AUFGEHEN
  • Er lässt aufgehen, was der Brief vermag. - Majer, 109.
  • 2
  • AUFGEHEN
  • Es geht grad' auf, sagte Jörg, und gab einen Sechser für ein Böhmenbrot.
    Holl.:] Gelijk op, zei de man, en hij gaf een' barlaf voor eene schram. (Harrebomée, I, 32.)
  • 2
  • AUFGEHEN
  • Es ist bei einem bisslin dürr auffgangen. - Egenolff, 98.
    info] Er hat sein Gut durchgebracht.
  • 2
  • AUFGEHEN
  • He geit up as Dêg (Teig). - Kern, 943.
    info] So schnell, der aber auch ebenso schnell wieder sinkt.
  • 2
  • AUFGEKLÄRTER
  • An Aufgeklärter in a klein Städtel esst Kasche mit Chrilene. (Jüd.-deutsch. Warschau.)
    info] Kasche: Kasza = Grütze; Chrilene = Talg, Unschlitt. Unter »Aufgeklärter« verstehen die rechtgläubigen Juden einen Anhänger der modernen Richtung, der sich über Religionsvorschriften, wie z.B. die Speisegesetze, hinwegsetzt. Um sie lächerlich zu machen, sagen sie, ein solcher aufgeklärter oder Reform- Jude lege, zumal in einer kleinen Stadt, wo es ihm fast an Gelegenheit zu sündigen fehle, seine Aufklärung dadurch an den Tag, dass er trotz des Verbots, ja selbst auf Kosten des guten Geschmacks, seine Grütze mit Talglichtern schmalze.
  • 1
  • AUFGELEGT
  • Wer heut nicht aufgelegt ist, ist's morgen noch weniger.
    Dän.:] Hvo ey i dag er val bekoem, i morgen er han meere slem. (Prov. dan., 64.)
  • 1
  • AUFGEPASST
  • Aufgepasst, die Hanswursteln kommen.
    info] Eine im deutsch-französischen Kriege 1870 unter den Baiern entstandene Redensart, auf welche die bunte Kleidung der Spahis, Turkos und Zephyrs einen durchaus komischen Eindruck machte. Als sie das erste mal anrückten, lief durch die baierischen Reihen der Ruf: »Aufgepasst, die Hanswursteln kommen.« Die Preussen wurden ebenso wenig von ihnen eingeschüchtert. Als die Königin Augusta einen Landwehrmann fragte, ob nicht die Turkos einen schrecklichen Eindruck auf sie gemacht hätten, erwiderte er: »Schrecklichen Eindruck, uf mir? Nê Majestät, aber ick uf ihnen.« (Illustrirte Welt, Stuttgart, 19. Jahrg., S. 127.)
  • 2
  • AUFGEPUTZT
  • Aufgeputzt wie die Schippenkönigin im Kartenspiel. - Tendlau, 555.
  • 2
  • AUFGEPUTZT
  • Aufgeputzt wie ein Kutschpferd.
    info] In Beziehung auf den Mastochsen, den die pariser Fleischergesellen in den letzten Faschingstagen aufgeputzt durch die Strassen führen, sagt der Franzose: Promener comme le boeuf gras.
  • 2
  • AUFGEPUTZT
  • Aufgeputzt wie ein Meisterochs.
  • 2
  • AUFGEPUTZT
  • Aufgeputzt wie ein Schlittenpferd. - Jähns, I, 238.
  • 2
  • AUFGEPUTZT
  • Sie geht aufgeputzt wie ein Pfingst- (auch: Minister-)ochse. - Bautzener Nachrichten, 15.
  • 2
  • AUFGERÄUMT
  • Wo es wol aufgeräumt im Hauss stehet, da ist vnd wohnet eine saubere Fraw. - Lehmann, 367, 48.
  • 1
  • AUFGESPONNEN
  • Er hat aufgesponnen.
  • 2
  • AUFGIENEN
  • Er hat zu spät aufgegient, wie Gobande. - Pauli, 144; Grimm, I, 657.
    info] Von denen, die sich durch Säumigkeit einen Gewinn oder Vortheil haben entgehen lassen. Die Entstehung der Redensart wird a.a.O. so erzählt: Ein König rief nach Tische seinen ältesten Sohn zu sich und befahl ihm, den Mund aufzumachen, weil er ihm einen Apfelschnitz hineinstecken wolle. Er verweigerte dies. Dann rief der Vater den zweiten Sohn, welcher gehorchte und dafür zum Könige ernannt wurde. Der dritte Sohn wurde ebenfalls gerufen, leistete Folge und ward Herzog. Da sagte der älteste Sohn Gobande: »Ich thue meinen Mund auf, gebt mir auch einen Apfelschnitz!« Aber es war zu spät - aufgegient.
  • 2
  • AUFGLÛREN, AUFGLÛMEN
  • De glûr1 (glûmt) van ünnern (von unten) herup, as 'n Hönerdêf. (Ostfries.) - Frommann, IV, 286, 396.
    info] Glûrt: glûren, glûmen = düster aussehen.
  • 2
  • AUFGUCKEN
  • Sie guckt auf, wie die Henne vor Tage. (Nürtingen.)
  • 2
  • AUFHABEN
  • He hett 't up, dat is 'n richtig Testament. (Ostfries.)
    info] Hat es auf = hat es verzehrt, ist damit fertig.
  • 1
  • AUFHABEN
  • Wenn du das aufhost, treter de Katz d'n Mông net wak. (Oberharz.)
    info] Von einem Fresser. Wenn du das aufgezehrt hast, wird dir die Katze den Magen nicht wegtragen.
  • 1
  • AUFHALTEN
  • Den enen helt op, den andern schropt in. (Deutz.)
    »Der Eine hält auf, der Andere schropt ein, sie helfen einander beim Geld gemein.«
  • 1
  • AUFHALTEN
  • Hol di jo nich up, de Ohl is komisch, seggt se in Hamborg. - Schröder, 559.
  • 1
  • AUFHALTEN
  • Hol di man jo nich op, sonst kömmst du in 'n Schedderkopp. (Danzig.) - Frischbier, I, 159.
  • 1
  • AUFHALTEN
  • Holl di jo nich up, de Weg is god. (Pommern.)
  • 1
  • AUFHALTEN
  • Hollt der mit up, sä Klaas, do fullt Harm von de Kark. (Ostfries.)
  • 1
  • AUFHALTEN
  • Was man nicht aufhalten kann, soll man laufen lassen. - Simrock, 609.
    Frz.:] Ce qu'on ne peut retenir, il faut le laisser aller. - Il faut laisser courir le vent par-dessus les tuiles.
  • 1
  • AUFHALTEN
  • Ich werde ihn nicht aufhalten.
    info] Zum Bleiben nicht nöthigen.
    Lat.:] Penulam vix attingere.
  • 2
  • AUFHÄLTER
  • Wäre ken Obbenhälder, wäre ken Dêv. (Brandenburg.)
  • 1
  • AUFHÄNGEN
  • Wär seck wil uphengen, dän dräget de Düvel det Strick dertau. - Schambach, II, 567.
  • 1
  • AUFHÄNGEN
  • Einen aufhängen, wie eine Schnur Knoblauchsköpfe am Deckbalken einer Küche. - Unterhaltung des literarischen Kränzchens in Königsberg, herausgegeben von Dr. Reusch, 1865, Nr. 1, S. 7.
  • 2
  • AUFHÄNGEN
  • He hangt sück up, as de Köster an de Klock. - Kern, 337.
    info] Wie der Küster tut, wenn er den Glockenstrang zum Läuten anzieht, was kein Erhenken ist.
  • 2
  • AUFHÄNGEN
  • Sich aufhängen, um nicht an den Galgen zu kommen. - Altmann VI, 522.
  • 2
  • AUFHÄNGEN
  • Sie hängen ihn auf wie einen Grossvogel. - Holtei, Eselsfresser, I, 205.
  • 2
  • AUFHÄNGEN
  • Und wenn se mich ärschlich ufhingen, ich kennte ne (oder: ich hätte nischt bemmer). - Gomolcke, 1038.
  • 2
  • AUFHAUEN
  • Da wird (gut) aufgehauen.
    info] Aufwand machen, lustig, übermüthig sein, tanzen, springen.
  • 2
  • AUFHAUSEN
  • Er ist vo Ufhuse. (Luzern.)
    info] Er ist ein Verschwender, ein Mensch, der bald mit dem Seinen fertig ist, aufgehauset, zu Ende gewirthschaftet hat.
  • 2
  • AUFHEB
  • Hebup hat wat, Frettup het nischt. (Brandenburg.)
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Besser die Taja (eine Erdfrucht) aufheben, als den Menschen. (Neger in Surinam.)
    info] Um zu sagen: Thue lieber einer leblosen Sache Gutes, die dir gar nicht danken kann, als Menschen, die nicht danken mögen.
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Heb's auf, es findet wol seine Statt. - Henisch, 1099, 31; Breslauer Schulblatt, XXVI, 605.
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Heb's auf, es fritt ja kein Heu. (Oberösterr.)
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Hebe nicht auf, was du nicht von dir gelegt.
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Im Aufheben mehren sich die Brocken. - Baierische Schulzeitung, 1864, Nr. 32, S. 300.
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Wer aufhebt, der findet, wenn er bedarf. - Schonheim, B, 13.
    Lat.:] Bonus condus, bonus promus.
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Wer etwas aufhebt über Nacht, hat es den Katzen (Mäusen) gebracht. (S. Ersparen 8.)
    Dän.:] Hvo gjemmer til natte, gjemmer til katte. (Prov. dan., 524.)
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Wer sich was aufhebt, der hat was.
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Wer wol auffhebt, der findet es, wan er's bedarff. (S. Servatius.) - Lehmann, 372, 136.
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Wohl aufgehoben ist leicht gefunden. - Winckler, XII, 13.
  • 1
  • AUFHEBEN
  • Ein großes (nicht viel) Aufhebens (von etwas) machen.
    Lat.:] De pusillis magna paroemia.
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Einen aufheben, ehe er gefallen ist.
    Engl.:] To take one up before he is down. (Bohn II, 180.)
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Er hebt auf, was andere weggeworfen haben.
    Lat.:] Furari littoris arenas. (Ovid.)
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Er hebt es auf, wie einen Hund auf die Handmühle. (Lit.)
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Er hebt es für die große Glocke auf.
    info] Um zu sagen, dass jemand ein Andenken, das entweder sehr kostbar ist oder von einer theuern Person herrührt, sorgfältig bewahrt, oder eine Sache nur bei feierlichen Gelegenheiten gebraucht. Ihren Ursprung hat diese Redensart von der großen, auf Befehl des polnischen Königs Sigismund I. gegossenen Glocke, die sich in dem über der Sakristei der krakauer Schlosskirche erbauten Thurme befindet und acht kräftige Menschen erfordert, um in Bewegung gesetzt zu werden. Da sie nur bei äusserst wichtigen Anlässen geläutet wird, so erklärt sich die obige Redensart. (Wurzbach I, 47.)
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Er hebt nicht auf, was überall zu haben ist.
    Lat.:] In foribus urceum. (Plautus.) (Erasm., 177.)
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Es mag ('s) ihn aufheben, wer ('s) ihn nicht kennt.
    info] Von schlechter Ware, oder um zu bezeichnen, dass uns jemandes List und Ränke nicht mehr unbekannt seien und dass er uns nicht täuschen könne.
    Lat.:] Tollat te qui non novit. (Quint.) (Erasm., 813.)
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Heb' es auf, wer will.
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Ich mag nich ufheben, woas a foallen lässt. - Gomolcke, 555; Robinson, 211.
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Viel Aufhebens von etwas machen.
    info] Wol von Klopffechtern entlehnt, die viel lächerliche Vorübungen haben, ehe sie den Kampf wirklich beginnen.
    Lat.:] Multis ambagibus uti, priusquam rem aggrediamur.
  • 2
  • AUFHEBEN
  • Wir wollen miteinander aufheben.
    info] Die gegenseitigen Beleidigungen vergessen.
    Frz.:] Quitte à quitte et bons amis.
    »Wir können gleich miteinander aufheben.« (Richter, 13, 3.) Der Sinn der Redensart ist zwar klar, aber der Ursprung dunkel. (Vgl. Grimm, Wörterbuch, I, 666.)
  • 2
  • AUFHELFEN
  • Hilff mir auff, îch stoss dich nieder; ehre mich, ich schend dîch wieder. - Petri, II, 31.
  • 1
  • AUFHELFEN
  • Wer jhm selbst auffhilfft, der ist lobenswerth. - Petri, II, 722.
  • 1
  • AUFHETZER
  • Ich bin kein Aufhetzer, aber ein guter Hund beisst von selber. - Frischbier, I, 160.
  • 2
  • AUFHETZER
  • Ich bin kein Aufhetzer, aber zusammenhetzen mag ich gern. - Frischbier, II, 152.
  • 2
  • AUFHETZER
  • Ök si kein Ophetzer, âwer dat lêt öck mi nich gefalle. - Frischbier, II, 153.
  • 2
  • AUFHOCKEN
  • Opgehuckt, seggt de Bronat, on geit bi sine Ole. - Frischbier, I, 157.
  • 1
  • AUFHOCKEN
  • Dä hiv huch op un schlêt hösch.
    info] Er holt weit aus, schlägt aber wenig zu; es fehlt das Streichen.
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