DICTUM

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  • AUFHOCKEN
  • Huckst opp, so nehm öck di. (Königsberg.)
    info] Wenn jemand ohne Neigung und Antrieb etwas tut; von denen, die Erbsen und andere Hülsenfrüchte ohne Appetit essen, weil sie müssen.
  • 2
  • AUFHORCHEN
  • Er horcht auf, als wenn die Katz' donnern hört. - Frischbier, II, 154.
  • 2
  • AUFHORCHEN
  • Er horcht auf, als wenn die Sau sichten hört. - Frischbier, I, 161.
  • 2
  • AUFHÖREN
  • 'S isch guet ufz'höre, wenn mr's Ung'schlächt g'gesse hat. (Solothurn.) - Schild, 60, 142.
  • 1
  • AUFHÖREN
  • Aufhören ist Kunst. - Steiger, 437,
  • 1
  • AUFHÖREN
  • Aufhören, eh' es zu viel wird, ist Weisheit. - Mayer, 2, 3.
  • 1
  • AUFHÖREN
  • Hörst du auf hineinzugiessen, so hör' ich auf zu fliessen.
    Lat.:] Desine infundere et ego desinam fluere.
  • 1
  • AUFHÖREN
  • Hört up, Liefmann; kennt gy nit de grote König Basan. - Simrock, 745.
  • 1
  • AUFHÖREN
  • Ich höre nit auf, und wenn's en Säustall gibt, sagte der Beichtiger, als ihn die Klosterfrau bat, aufzuhören, es könnte sonst ein Kind geben. - Klosterspiegel, 34, 5.
  • 1
  • AUFHÖREN
  • Man muss aufzuhören wissen.
    Lat.:] Manum de tabula.
  • 1
  • AUFHÖREN
  • Wenn aufhört das Fest und anfängt der Streit, kommt man stets zur Unzeit.
  • 1
  • AUFHÖREN
  • A kon gar nich ufhieren. - Gomolcke, 156.
  • 2
  • AUFHÖREN
  • Da hört doch Alles auf.
  • 2
  • AUFHÖREN
  • Da hört nichts auf, weil nichts angefangen hat.
  • 2
  • AUFHÖREN
  • Dat hört op. (Deutz.)
    info] Dem kann nicht stattgegeben werden, das ist verkehrt.
  • 2
  • AUFHÖREN
  • Nicht aufhören, bis einem die Pfeife aus dem Ärmel fällt.
    info] Die Römer nannten einen, der, wenn er etwas angefangen hatte, nicht damit aufhörte, einen »arabischen Flötenspieler«.
    Lat.:] Arabicus tibicen. (Menan.) (Erasm., 345.)
  • 2
  • AUFHÖREN
  • Sie hören auf die Trommel oben zu schlagen, sie schlagen sie unten. (Neger in Surinam.)
    info] Sinn: Sie spannen die Pferde hinter den Wagen.
  • 2
  • AUFHÖREN
  • Ufg'hört mit de-n-Imbe (Bienen). (Solothurn.) - Schild, 95, 422.
    info] Mahnung, ein Geschäft aufzugeben, bei dem man keinen Gewinn hat.
  • 2
  • AUFHÜPFEN
  • Ich hüpf' auf, ich hüpf' nieder, narrst du mich, ich narr' dich wieder.
  • 1
  • AUFHUSTEN
  • Er kann aufhusten. (Köthen.)
    info] Besitzt Geld.
  • 2
  • AUFKLÄREN
  • Jetzt bin ick schlagend ufgeklärt, sagte Pietsch, da hatte er auf seine Frage eine Ohrfeige erhalten.
  • 1
  • AUFKNÜPFEN
  • Was man aufknüpfen kann, muss man nicht zerhauen.
  • 1
  • AUFKNÜPFEN
  • Wer sich aufknüpfen will, findet leicht einen Strick, wer einen andern henken will, findet deren zwei.
  • 1
  • AUFKNÜPFER
  • Der wird Meister Aufknüpfer in die Hände kommen.
    »Ich meine, wäre das Meister Hansen, oder Hemerlin, oder vffknüpffer befohlen worden, sollte es besser gemacht haben.« (Zinkgref, II, 477b.) Es ist von einer Züchtigung, Stäupung die Rede.
  • 2
  • AUFKOCHEN
  • Etwas aufkochen.
    info] Umbilden, verändern, verbessern.
    Lat.:] Incudi reddere. (Horaz.) (Erasm., 227.)
  • 2
  • AUFKOCHEN
  • He kaket up, as ên Welgengrapen. - Richey.
    info] Von einer Speise, die den Magen beunruhigt und widerwärtiges Aufstossen erregt. Welgen von walgen, aufstossen, aufwallen. Ein elendes Essen heisst: Welgen un Wehdage. Die obige Redensart wird von Aufbrausenden, Jähzornigen gebraucht.
  • 2
  • AUFKOCHEN
  • He kakt up as 'n Welljepott.
  • 2
  • AUFKOMMEN
  • Des einen Aufkommen ist des andern Verderben.
  • 1
  • AUFKOMMEN
  • Gegen meck kummt keiner up, säd' de Stadtsoldat, un sprung öwer'n Strohhalm, dat em de Hâre up dem Koppe suseten. (Hildesheim.) - Hoefer, 998.
  • 1
  • AUFKOMMEN
  • Das ist erst aufkommen, seitdem das Reich auf leymen Füssen und Zehen steht. - Birlinger, 904.
    info] Diese Redensart stammt aus der Zeit, in der das deutsche Reich von den Türken überwältigt worden war und an Soliman Tribut zahlen musste.
  • 2
  • AUFKOMMEN
  • Er ist von nichten vffkommen. - Tappius, 210b.
    Lat.:] Hodie nullus, cras maximus. (Tappius, 210b.)
  • 2
  • AUFKOPPEN
  • Davon wird ihm nichts aufkoppen.
    info] Er wird davon nichts bekommen.
  • 2
  • AUFKRATZEN
  • Er war heut' gut aufgekratzt.
  • 2
  • AUFKRIEGEN
  • Er kann die Sache nicht aufkriegen. - Frischbier, I, 163.
    info] Er weiss sich dieselbe nicht zu erklären.
  • 2
  • AUFKÜSSEN
  • Er küsst sein Gebetbuch auf.
    info] Der Bigote.
  • 2
  • AUFLADEN
  • Läd't Einer auf, und Zwei laden ab dafür, so füllt sich der Wagen schwerlich dir. - Wenzig, 80.
  • 1
  • AUFLADEN
  • Man kann eher afloten, es opstuigen. (Soest.)
    info] Sagt der Handelsmann.
  • 1
  • AUFLADEN
  • Mer muss sich nit mehr uflade, as mer trage' kann. - Tendlau, 840.
  • 1
  • AUFLADEN
  • Wenn einer aufladet und zwei ab, wird der Wagen nicht voll.
  • 1
  • AUFLADEN
  • Wenn man schief aufladet, fällt der Wagen um.
  • 1
  • AUFLADEN
  • Wien ze vil oflat, mess vir em Dîr uofladen. - Schuster, 841.
  • 1
  • AUFLASSEN
  • Lât den Ollen op. (Danziger Nehrung.) - Frischbier, I, 155.
  • 2
  • AUFLAUFEN
  • Er ist gut aufgelaufen. - Frischbier, II, 156.
    info] Er hat sich anführen, betrügen lassen.
  • 2
  • AUFLAUFEN
  • Hi lêpt ap, üüs an köögenden Kraagh. (Amrum.) - Haupt, VIII, 362, 177.
    info] Er läuft auf wie ein kochender Grapen.
  • 2
  • AUFLEGEN
  • Ein jeder lege jhm selbst auff, das sein Pflug kan erehren. - Henisch, 919, 28.
  • 1
  • AUFLEGEN
  • Wem auferlegt ist, nicht anzugreifen, sondern nur zu wehren, dem ist erlaubt, unterzuliegen und nicht obzusiegen. - Opel, 385.
  • 1
  • AUFLEGEN
  • Sich aufflegen (am Tisch) wie ein Böhme. - Mathesy, 344a.
  • 2
  • AUFLEHNEN
  • Hä let sich auf bi e fauler Schaffer (Schäfer). (Henneberg.)
  • 2
  • AUFLESEN
  • Es gibt überall aufzulesen, sagt der Jüd', man muss nur ein Säcklein mitnehmen. (Meiningen.)
  • 1
  • AUFLESEN
  • Sie hat eppas aufgeläsa. - Sartorius, 156.
    info] Sie ist unehelich schwanger geworden; auch: sie hat sich eine Krankheit, ein Uebel zugezogen.
  • 2
  • AUFLIEGEN
  • Dês ligt mer af wêi mei' èirsts Hemmed, des aff'n Buck'l nit zammganga is. (Nürnberg.) - Frommann, VI, 416, 30.
    info] Afliegen = auf-, d.i. anliegen, am Herzen liegen.
    Ironisch, wenn man sagen will, dass man sich über etwas keine Sorge mache, da das erste Hemd als offen bekanntlich gar nicht anliegt.
  • 1
  • AUFMERKEN
  • Wer aufmerkt, findet auch, und wär's Koth im Hause.
  • 1
  • AUFMERKEN
  • Wer genau aufmerkt und ruhig überlegt, der urtheilt (richtet) wohl.
    It.:] Saggiamente giudica, chi bene ascolta, e tardi giudica.
  • 1
  • AUFMERKSAM
  • Aufmerksam wie ein Kriminalrichter. - Gartenlaube, 1857, S. 280b.
  • 2
  • AUFMUTZEN
  • A mutzt' em a Ding balde uf. - Robinson, 768.
  • 2
  • AUFMUTZEN
  • Einem etwas aufmutzen. - Grimm, I, 692.
  • 2
  • AUFMUTZEN
  • Ihr müst eem a Ding nich ufmutzen. - Gomolcke, 624.
  • 2
  • AUFNEHMEN
  • Bald aufgenommen, bald hingeworfen. - Petri, II, 30.
  • 1
  • AUFNEHMEN
  • Man nimmt dich auf nach deinem Rock und begleitet dich weg nach deinem Verstande.
  • 1
  • AUFNEHMEN
  • Er (es) wird aufgenommen wie ein heisser Teufel. (Lit.)
  • 2
  • AUFNEHMEN
  • Er kann sich aufnehmen wie ein nasses Küken.
  • 2
  • AUFNEHMEN
  • Er wird aufgenommen wie der Fuchs unter den Hühnern.
    Frz.:] Il vient là comme un chien dans un jeu de quilles.
  • 2
  • AUFNEHMEN
  • Er wird aufgenommen wie die Eule unter den Vögeln.
  • 2
  • AUFNEHMEN
  • Er wird aufgenommen wie die Katze unter den Mäusen.
  • 2
  • AUFNEHMEN
  • He nimmt eer nig up, un smitt eer nig daal. - Schütze, I, 197.
    info] Indifferente neutrale Haltung. Gewöhnlich von einem Ehemanne gesagt, der seiner Frau weder etwas zu Liebe, noch zu Leide tut, sie, wenn sie fällt, nicht aufhebt, sie jedoch auch nicht hinwirft.
  • 2
  • AUFNEHMEN
  • Ist man wo gut aufgenommen, muss man nicht bald wiederkommen.
  • 2
  • AUFPACKEN
  • Er hat schon wieder aufgepackt. (Nürtingen.)
  • 2
  • AUFPASSEN
  • Dä pass op, wat gespillt wird. (Brandenburg.)
  • 1
  • AUFPASSEN
  • Pass auf, Bauer, der Bürger kommt. (Holst.)
    info] Dies sagt in der Regel der, dem ein anderer zumuthet, ihm aufzuwarten. Bist du mehr als ich, dass ich für dich aufpassen soll?
  • 1
  • AUFPASSEN
  • Pass man up, Lunt, Jochem ward Füer gewen. (Danziger Nehrung.) - Frischbier, I, 164.
  • 1
  • AUFPASSEN
  • Pass uf, der Tüfel könt e Schelm si. (Luzern.)
  • 1
  • AUFPASSEN
  • Wer nicht aufpasst, gewinnt nicht.
    Holl.:] Die niet oppast, ziet zijn geld niet wassen. (Bohn I, 310.)
  • 1
  • AUFPASSEN
  • Aufpassen wie a Hacht (Habicht). (Franken.)
  • 2
  • AUFPASSEN
  • Er passt auf wie d' Katz auf d' Maus. (Binzwangen.)
  • 2
  • AUFPASSEN
  • Er passt auf wie ein Heftelmacher. - Bautzener Nachrichten, 15.
  • 2
  • AUFPASSEN
  • Er passt auf wie ein Schiesshund. (Schles.) - Schles. Provinzialblatt, 1862, S. 570.
  • 2
  • AUFPASSEN
  • Uppassen is de Bösskupp. (Ostfries.)
  • 2
  • AUFPAUKEN
  • Einem bass auffbaucken vnd auff die Haube greiffen. - Theatrum Diabolorum, 471a.
  • 2
  • AUFPAUKEN
  • Einem redlich aufpaucken. - Mathesy, 143a.
  • 2
  • AUFPAUKEN
  • Einem was aufpauken. - Eiselein, 44.
  • 2
  • AUFPELZEN
  • Ementerm äst afpêlzen. (Siebenbürg.-sächsisch.) - Frommann, V.
    info] Jemandem etwas aufpelzen, d.h. ihn zum besten haben.
  • 2
  • AUFPFEIFFEN
  • Pfeiff auff vnd verderb den Reigen nicht. - Petri, II, 506.
  • 2
  • AUFPLATZEN
  • Er wird aufplatzen wie Melekt Zêg (Ziege). (Bartenstein.)
    info] Von einem Vielfrass.
  • 2
  • AUFPRELLEN
  • Prällt a doch uf wie a Furtz im Boade. - Gomolcke, 857.
  • 2
  • AUFPUSTEN
  • Er pustet sich gewaltig auf. - Frischbier, II, 159.
    info] Von jemand, der grossthuerisch, aufgeblasen auftritt.
  • 2
  • AUFPUTZEN
  • Andern putzt sie auf, aber sie selber ist eine Schlumperliese.
    Böhm.:] Jiné kase (podkasává), a sám se plíhá. (Celakovský, 273.)
  • 1
  • AUFPUTZEN
  • Er ist aufgeputzt wie ein Kutschpferd. - Braun, I, 2113.
  • 2
  • AUFPUTZEN
  • Sie ist aufgeputzt wie der Palmesel acht Tage vor Ostern.
  • 2
  • AUFQUILLEN
  • Er quillt auf wie a Povis (Bovis). (Hirschberg.)
  • 2
  • AUFRABBELN
  • Hei rabbelt sök op wie e ôl Twêrnsock (Zwirnsack). - Frischbier, I, 166.
  • 2
  • AUFRABBELN
  • Sich aufrabbeln. - Frischbier, I, 165.
    info] Für eine Sache ein übergroßes Interesse zeigen.
  • 2
  • AUFRAFFEN
  • Man kan es nirgend so rein auffroffen. - Theatr. Diabolorum, 425a.
  • 2
  • AUFRÄUMEN
  • Räum' auf, halt nichts, ist sein Begier.
  • 2
  • AUFRÄUMEN
  • Räum' auf, Mariechen!
    info] Wenn Verwirrung in Wirthschaft, Kopf und Rede herrscht.
    Holl.:] Helder op, Machidtje. (Sprenger IV.)
  • 2
  • AUFRÄUMER
  • Er ist ein Aufräumer (Dieb).
  • 2
  • AUFRECHT
  • Aufrecht hat (ist) Gott lieb. - Simrock, 610.
  • 1
  • AUFRECHT
  • Aufrecht hinkt nicht. (Wurmlingen.) - Birlinger, 36.
  • 1
  • AUFRECHT
  • Aufrecht und lang steht Fürsten wol an.
    Lat.:] Est procerum, vere procerum corpus habere. (Binder II, 988.)
  • 1
  • AUFRECHT
  • Ufrecht, d' Auge sind obe. (Gegend am Thunersee.)
  • 1
  • AUFRECHT
  • Aufrecht wie ein leerer Mehlsack. - Auerbach, Neues Leben, III, 43.
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