DICTUM

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  • BÄCKER
  • Erst den Bäcker bezahlen und dann das Gesicht bemalen.
    info] D.h. sich schmücken und Luxus treiben.
    Engl.:] Take all and pay the baker. (Bohn II, 65.)
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  • BÄCKER
  • Lieber dem Bäcker als dem Apotheker. - Frischbier, 224.
    info] Jüdisch-deutsch in Warschau. Besser dem Bäcker eider dem Dockter.
    Poln.:] Lepiej daz piskarzowi, nic doktorowi. (Lombra, 20.)
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  • BÄCKER
  • Lieber dem Bäcker als dem Doctor.
    Frz.:] Il vaut mieux aller au moulin qu'au médecin. - Il vaut mieux courir au pain qu'au médecin. - Il vaut mieux user de souliers que de draps.
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  • BÄCKER
  • Man mut Beckers Kinner keen Stuten geven. (Holst.)
    info] Stuten = Weissbrot. - Man muss nicht denen schenken, die ohnehin Überfluss daran haben.
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  • BÄCKER
  • Wenn man zehn Bäcker, zehn Müller und zehn Schneider in einen Sack tut und schüttelt, so ist ein Dieb oben.
    Holl.:] Honderd bakkers, honderd molenaars, honderd kleêrmakers - drie honderd dieven. (Harrebomée, I, 28.)
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  • BÄCKER
  • Wer beim Bäcker Korn kauft, beim Schmiede Kohlen und beim Schneider Nadeln, wird bei seiner Kaufmannschaft nicht reich.
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  • BÄCKER
  • Wer ein Bäcker werden will, gibt keinen Maler.
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  • BÄCKER
  • Wer mit dem Bäcker isst, der isst mit Schaden.
    Holl.:] Die met den bakker eet, weet niet wat het kost. - Een huis, dat bij den bakker leeft, geeft den kost aan bakkers kinderen. (Harrebomée, I, 28.)
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  • BÄCKER
  • Wo der Bäcker sitzt, kann der Brauer nicht liegen. - Graf, 503, 130.
    Holl.:] Dar de bakker zit, kan de brouwer niet liggen. (Harrebomée, I, 28a.)
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  • BÄCKER
  • Bäcker und Müller zanken sich miteinander, wer von ihnen der grösste Schelm sei.
    info] Vom Schneegestöber mit Regen vermischt.
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  • BÄCKER
  • Beim Bäcka. (Bayern.) - Klein, I, 35.
    info] Ironisch: Bilde dir das nur ein, es wird doch nichts aus der Sache.
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  • BÄCKER
  • Dat 's as bi 'n Becker de Semmel. (Strelitz.) - Firmenich, III, 74, 125; für Altmark: Danneil, 27, 6; für Ostpreussen: Frischbier, I, 225.
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  • BÄCKER
  • Dat is as Bäcker Müffken. (Sauerland.)
    info] Feste Preise.
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  • BÄCKER
  • Dat is, as wenn de Becker den Stuten givt. (Holst.)
    info] Wenn eine Ware ihren bestimmten Preis hat.
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  • BÄCKER
  • De Bäcker heat siyen Wiyw deröer jaget. (Westf.)
    info] Wird gesagt, wenn das Brot sehr grossporig ist.
    Holl.:] Daar heeft de bakker zijn wijf doorgejaagd. (Harrebomée, I, 28.)
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  • BÄCKER
  • De Bäcker heft söck den Nârsch verbrannt. (Samland.) - Frischbier, II, 246.
    info] Als Entschuldigung, wenn die Aeltern den Kindern kein Weissbrot aus der Stadt mitbringen konnten.
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  • BÄCKER
  • De Bekker hett sin Sêl in't Brod backt. (Holst.) - Schütze, IV, 89.
    info] Von sehr ausgegohrnem Brote, das auch nebenbei zu leicht am Gewicht ist.
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  • BÄCKER
  • Der Bäcker sitzt im Brodt.
    info] In der Niederlausitz, wenn das Brot sehr porös ist.
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  • BÄCKER
  • Der Beck ist darin geschloffen (geschlüpft). - Kirchhofer, 327.
    info] Von grosslöchrigem Brote. (Vgl. Wolf's Zeitschrift für deutsche Mythologie, III, 4000.)
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  • BÄCKER
  • Er hält es mit dem Bäcker und dem Brauer.
    Holl.:] Zij houden het met den brouwer en den bakker. (Harrebomée, I, 28.)
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  • BÄCKER
  • Er ist Bäcker und Bürgermeister zugleich. - Burckhardt, 230.
    info] Nach dem Aegyptischen ist Mohteseb ein öffentlicher Beamter. Von denen, die ihr Vortheil verleitet, ihre Pflicht aus den Augen zu setzen.
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  • BÄCKER
  • Er macht's wie der Bäcker, der schiebt das Brot in den Ofen, bleibt aber selber draussen. - Simrock, 866; Körte, 365.
    Engl.:] Be not a baker, if your head be of butter.
    Holl.:] Hi slacht den backer, die dat broot in den oven stict ende blijft selven daer buten.
    Lat.:] Non intrat furnum pistor, fuget hie simul illum. (Fallersleben, 420.)
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  • BÄCKER
  • Er sucht den Bäcker, der Lieberküchlein bäckt.
    info] Von jemand, der immer etwas Besseres, etwas ihm Lieberes haben will.
    Holl.:] De bakker, die lieber-koekjes bakt, is dood. (Harrebomée, I, 28.)
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  • BÄCKER
  • Es ist wie beim Bäcker die Semmel.
    info] Jüdisch-deutsch in Warschau. Es is wie a Beigel (Bräzel) üm a Groschen. (Fester Preis.)
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  • BÄCKER
  • Et bald met den Bäcker, bald met den Brauer halden. (Meurs.) - Firmenich, I, 400, 25.
  • 2
  • BÄCKER
  • Jå, bejm Bäcken båchen s' Wecken. (Steiermark.)
    info] Ja beim Bäcker backen sie Wecken; höhnische Verneinung oder Weigerung, ironische Abweisung.
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  • BÄCKER
  • Mit dem Bäcker essen.
    info] Nicht selber backen, sondern das Brot beim Bäcker kaufen.
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  • BÄCKERBROT
  • Bäckerbrod as Bäckerbrod. - Curtze, 361.
  • 1
  • BÄCKERBROT
  • Bäckerbrot ist Leckerbrot. - Frischbier, I, 226.
  • 1
  • BÄCKERDUTZEND
  • Es ist ein (blosses) Bäkkerdutzend.
  • 2
  • BÄCKERGEWISSEN
  • Ein Bäckergewissen im Brote finden.
    info] Von ungebührlich kleinem Brote.
  • 2
  • BÄCKERJUNGE
  • Sein's wol amol Bäckenjung gwest, sagte der Bäckerjung zum Beichtvater, als dieser ihn fragte, ob er seinem Meister nicht etwa Semmeln entwendet habe. (Wien.)
  • 1
  • BÄCKERKIND
  • Man mutt keen Bäckerkind Stuten geb'n. (Rendsburg.) - Hochdeutsch bei Simrock, 865.
    Dän.:] At geve bager-barn hivedebröd. (Prov. dan., 44.)
  • 1
  • BÄCKERKIND
  • Wer wul Bäckerkinnern Stût'n gäwn! (Süderdithmarschen.)
    info] Wer wollte Bäckerskindern Semmel geben.
  • 1
  • BÄCKERKNIE
  • Er hat Bäckerknie.
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  • BACKFISCH
  • Es ist noch ein Backfisch. (Böhmen.)
    info] Jeder weiss, was das Wort »Backfisch« bedeutet. »Wer kennt sie nicht, die kleinen, eben aufbrechenden Knöspchen am Baume des schönen Geschlechts, die so gern schon bewunderte Blumen sein möchten und sich ärgern, dass das kleine, unscheinbare Knöspchen so unbeachtet bleibt! Diese jungen Dämchen, denen die Röthe des Zornes und der Entrüstung in die Wangen steigt, wenn man sie ?liebes Kind? anredet, wo doch ?mein Fräulein? am Platze sein sollte! Aber wie kommt es, dass das unreife und doch frühreife Alter der beginnenden jungfräulichen Entwickelung das Alter der Backfische heisst? Die Silbe ?back? ist nicht etwa eine Ableitung des deutschen Wortes ?backen?, sondern ein englisches Wort, welches so viel bedeutet, als ?zurück? oder ?hinter?. In dem Netze des Fischers fangen sich große und kleine, ausgewachsene und unausgewachsene Fische, von denen aber nur die erstern den Fischer befriedigen, während er die kleinern ?zurücklässt?, oder auch ?hinter? sich wieder ins Meer wirft, um sie noch wachsen zu lassen. Daher der Name ?Backfisch? oder ?Hinterfisch.?« (Moltke, Sprachwart, IX, S. 328.)
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  • BACKFISCH
  • Wohl bekommen dir die Backfisch. - Monatsblätter, V, 190.
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  • BACKHAUS
  • Wo ä Backes steht, kan kê Bräues (Brauhaus) stohn. (Dürren.) - Firmenich, I, 482, 1.
  • 1
  • BACKHOLZ
  • Er muss Backholtz auff sich hawen lassen. - Mathesy, 77a.
  • 2
  • BACKKÜBEL
  • Es zieht sich manche im Backkübel an und kriegt doch keinen Mann. - Comotoria, 1876, S. 64.
  • 1
  • BÄCKLEIN
  • Auff ein Bäcklein küssen gehört nur ein abwischen. - Lehmann, II, 36, 69.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Backöwens un Fruggen mötte Hius bluiwen. (Soest.)
  • 1
  • BACKOFEN
  • Ein backofen, der nicht heiss ist, vnnd ein mühl, die nicht vmbgehet, seynd vnwerth. - Henisch, 166 (170 ist Druckfehler).
  • 1
  • BACKOFEN
  • Es ist schon im Backofen, was aufgetragen werden soll. - Wurzbach II, 7.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Gabe jens tö'gen en Baakauen. (Sylt.)
    info] Sperre den Mund auf gegen einen Backofen.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Gegen 'n Backaven is quaad jânen. (Oldenburg.) - Goldschmidt, 95.
    info] Es ist bedenklich mit einem Mächtigern und Höhern Streit anzufangen. - Jânen = mit aufgesperrtem Maule stehen, das doch keine Backofenweite erreicht.
    Altfries.:] Gobi ek töögen en Baukaun. ( Hansen, 6.)
  • 1
  • BACKOFEN
  • Gegen den Backofen ist übel gaffen (gähnen). - Simrock, 686.
    »Fall nicht den grössern in die straffe, vnd nicht gegen Backöfen gaffe.« (Waldis, II, 80.)
    Dän.:] Man kand ey gabe over sons - munden, men snarere stoppe den til. (Prov. dan., 211.)
  • 1
  • BACKOFEN
  • In den heissen Backôwen is nich gaud pûsten. - Schambach, II, 58.
  • 1
  • BACKOFEN
  • In einem Backofen wächst kein Kraut.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Man kan tegen 'n Backofen nich gapen. - Bueren, 814.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Man kann ni geg'n enn hädden Backawen anjappen. (Rendsburg.)
    info] hädden = heissen; anjappen = atmen. - Der Wetteifer und Kampf mit Vornehmen und Mächtigen ist so schwer, wie es unmöglich ist, den Mund so weit zu öffnen, wie ein Backofen.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Nenne mich einen Backofen, aber Brot wirst du nicht in mir backen. (Lit.)
    info] J.G. Hamann sagt in einem Briefe an Jacobi (dessen Werke, Bd. 4, Abth. 3, S. 8): »Was ist am Namen gelegen? Nenne mich einen Backofen, aber Brot u.s.w.« Die Anführung hat zu dem Schreibenden eine nähere Beziehung, indem er in einem Briefe seine Freude über einen mit schwerem Porto bezahlten Brief ausspricht, auf dessen Adresse er nicht Packhofverwalter, sondern »Backofenverwalter« titulirt war. (Vgl. Neue Preuss. Provinzialblätter, 1849, VIII, 455.)
  • 1
  • BACKOFEN
  • Vor dem Backofen wachsen keine Kräuter, und ob sie da wüchsen, sie würden doch durch die Hitze verbrennen, die darausgeht. - Simrock, 687.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Wann ein ding für den bachofen, in die badstub vnd auff die waschbank kombt, so ist's weit gnug ausskommen. - Henisch, 182.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Wenn 't in Backaob'n schuben künn, un 'n Kip vull Spön darväör böt'n. (Altmark.) - Danneil, 276.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Wer ein Backoffen, ein Amboss, ein Müll vnnd ein Bach zu Nachbarn hat, der hat kein gut Quartier. - Lehmann, 526, 2.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Wer gegen einen backofen blasen will, der muss ein gross maul haben. - Henisch, 167.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Wer kann gegen 'n Backâben hojanen. (Mecklenburg.) - Latendorf, 223.
  • 1
  • BACKOFEN
  • Wider ein heissen backofen ist böss hauchen. - Henisch, 167 (171 ist Druckfehler).
  • 1
  • BACKOFEN
  • A hat auss manchem Backufen Brudt gefrassen. - Robinson, 858.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Dat lett sick nich mit eens in'n Backâben schûben. (Mecklenburg-Schwerin.)
    info] Es kann nicht alles auf einmal geschehen.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Der Backofen ist eingefallen. - Frischbier, I, 227.
    info] Die Frau ist entbunden.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Einen auf den Backofen setzen. (Ostpreuss.)
    info] Wenn sich ein Jüngerer früher als ein Aelterer verheirathet, so findet obige Redensart auf den letztern Anwendung.
    info] In Berlin, wenn sich die jüngere Schwester vor der ältern verheirathet.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Einen auf den Backofen setzen. - Frischbier, I, 228.
    info] Als jüngeres Glied der Familie vor einem ältern heirathen.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Er ist drei Meilen hinter dem Backofen gewesen.
    info] Spott auf den wenig vom Geburtsorte Weggekommenen, namentlich auf einen Gesellen, der wenig gewandert ist.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Er ist nicht hinter dem Backofen gewesen. - Hermes, IV, 11.
    info] Ist ohne alle Weltkenntniss.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Er ist wie ein Backofen. - Frischbier, I, 229.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Es ist ein kalter Backofen.
    info] Eine unnütze Sache.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Giegen den Baekoewen gapen. (Westf.)
    info] Mit Stärkern wetteifern.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Ham kaan eg jin Bâgaaw jibbe. (Amrum.) - Haupt, VIII, 359, 125.
    info] Man kann nicht gegen den Backofen gaffen.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Ik lape alzo en bakaven. - Freybe, Redentiner Spiel, 1656.
    info] Ich glühe, dampfe wie ein Backofen. Am Backofen, Bratofen, läuft die Feuchtigkeit, der Qualm herunter.
  • 2
  • BACKOFEN
  • Tegen de Backabnd janen. - Eichwald, 15.
  • 2
  • BACKSEL
  • Al Backsels un Braussels geradt nich. (Ostfries.)
  • 1
  • BACKSEL
  • Alle Backsels un Brossels sünd nich awerên. (Ostfries.)
    Holl.:] Alle baksels en brouwels vallen niet even goed uit. (Harrebomée, I, 28.)
  • 1
  • BACKSTEIN
  • Ein alter Backstein hält oft länger als ein neuer.
    info] Leider wahr, aber keine besondere Empfehlung für die neuere Ziegelfabrikation.
  • 1
  • BACKTROG
  • Ein alter Backtrog schiefert nicht. (Zittau.)
  • 1
  • BAD
  • Auf solchen Bad taugt solche Laugen. - Schaltjahr.
  • 1
  • BAD
  • Bad, Wein und Weib erquicken (verderben) den Leib. - Simrock, 688; Körte, 366.
    Lat.:] Balnea sunt remedia laborum. - Balnea, vina, venus, corrumpunt corpora nostra, conservant eadem balnea, vina, venus. - Vina acuunt animos, vino mens aegra resurgit.
  • 1
  • BAD
  • Bäder, Lieb' und Wein machen das Leben klein.
    info] Der Gebrauch der Bäder kann unter Umständen mehr schaden als nützen.
  • 1
  • BAD
  • Das Bad kan Gott leicht heiss genug hitzen, wenn es dem gilt, der muss schwitzen. - Petri, II, 57.
  • 1
  • BAD
  • Das Bad sei verflucht, das mir den Hintern eines Menschen zeigt, dessen Gesicht ich nicht einmal gern sehen mag. - Burckhardt, 582.
    info] Die Aegypter sagen damit, dass ihnen der Zufall die Gesellschaft eines Menschen aufgezwungen hat, dessen Anblick ihnen schon zuwider ist.
  • 1
  • BAD
  • Das bad soll man aussgiessen, vnd das Kind behalten. - Henisch, 169.
  • 1
  • BAD
  • Das Bad wäscht von aussen rein, die Reue von innen.
  • 1
  • BAD
  • Das ist ein böses Bad, die Beine ins Feuer halten.
  • 1
  • BAD
  • Der dir das Bad schenkt, wird mich zum Diener desselben machen. (Türk.)
  • 1
  • BAD
  • Die im Bade sitzen, müssen sich nicht fürchten vorm Schwitzen.
  • 1
  • BAD
  • Ein Bad mag's immer sein, stellt sich der Schweiss nur ein.
    info] Wenn man nur recht verfährt, so wird sich auch der Schweiss einstellen. Nestor, der älteste russische Geschichtschreiber (gestorben 1116), erzählt vom heiligen Andreas: »Als er am Dnjepr aufwärts ging, sah er in der Gegend von Nowgorod Badestuben aus Holz gezimmert und darin Oefen aus Stein, welche stark geheizt wurden. Die Leute zogen sich nackt aus, begossen sich mit Wasser und peitschten sich mit Ruthen dermassen, dass man für ihr Leben fürchten musste. Wenn sie heraustraten, begossen sie sich mit kaltem Wasser.« (Wurzbach I, 1.)
    Poln.:] Ma li byc laznia, niechze bedzie znój.
  • 1
  • BAD
  • Ein Bad vertreibt den Tod nicht.
  • 1
  • BAD
  • Ein warmes Bad reinigt mehr als ein kaltes.
    info] Wer selbst z.B. kalt dabei bleibt, wenn er Verweise und Zurechtweisungen ertheilt, darf sich wenig Wirkung davon versprechen.
  • 1
  • BAD
  • Es hilfft kein bad an einem Juden oder Rappen (Raben). - Henisch, 170; Simrock, 691.
    info] Was in der Natur begründet ist, was zum Charakter einer Sache oder Person gehört, lässt sich nicht abwaschen. Das ist aber auch kein Vorwurf für dieselbe.
  • 1
  • BAD
  • Es wird einem oft das Bad heiss genug gemacht, er mag schwitzen, wenn er will. - Lehmann, 81, 38.
  • 1
  • BAD
  • Gehe ins bad vnd werde nicht nass. - Henisch, 170.
  • 1
  • BAD
  • Im Bad und beim Barbeer fehlt's nie an neuer Mär.
    Holl.:] In badplaatsen, barbierswinkels en molens verneemt men alle dingen. (Harrebomée, I, 27.)
  • 1
  • BAD
  • Kalte Bäder machen warmes Blut.
    info] Es ist unserer Zeit bestimmt gewesen, die heilenden, stärkenden Kräfte des kalten Wassers wieder zu erkennen und in ihre Rechte einzusetzen. Wiewol man in Betreff des Misbrauchs, der mit dem kalten Wasser getrieben worden ist und zum Theil noch getrieben wird, auch sagen könnte: Kalte Bäder machen kaltes Blut.
  • 1
  • BAD
  • Kein bad böss frauwen gnug mag reiben, nach dem raiben die schmertz vertreiben. - Loci comm., 116.
    Lat.:] Balnea cornici non prosunt, nec meretrici, nec meretrix munda, nec cornix alba fit unda. (Loci comm., 115.)
  • 1
  • BAD
  • Kein Bad hilft dem Raben. - Sailer, 147.
  • 1
  • BAD
  • Mancher ging ins Bad gesund, und kam zurück als kranker Hund.
    info] Die Russen: Es kommt nicht jeder heil aus dem Bade, der gesund hingeschickt wird. (Altmann VI, 425.)
  • 1
  • BAD
  • Nach dem Bade warm, nach Lässe kalt, tust du das, so wirst du alt. - Eiselein, 50.
    info] nach Lässe = nach der Ader oder nach dem Aderlass.
  • 1
  • BAD
  • Nur wer im Bade sitzt, weiss wie heiss es ist.
  • 1
  • BAD
  • Was das Bad bringt, muss es wieder nehmen. - Simrock, 12267.
    »Was das Bad bringet, das nimmt es auch wieder hinweg.« (Seitz, Gopp Saurbronnen, 1725, S. 129.)
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